Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Differenzierung tut not:

    22.12.2017, Nick Mott
    Mathematik ist eine Sprache zur Beschreibung von Phänomenen, die auf Proportionalität beruhen (also so gut wie alle).
    Eine Verhältnismäßigkeit (Proportionalität) bleibt in sich grundlegend unabhängig vom Betrachter selbst.
    Das Verhältnis der Distanzen von Erde-Mond und Sonne-Mond z.B. ist in sich konstant, unabhängig davon, welche Form der Beschreibung man dazu wählt.
    Diese Distanzen existieren auch dann, wenn es gar keine Mathematik gibt.
    Also entsteht die Mathematik als Beschreibungsform anthropozentrischer Betrachtung mit dem Menschen.
    Die Basis jeglicher Mathematik sind 'Zahlen', also Verhältnisbezeichnungen.
    Das Verhältnis von 1 Stück Fleisch zu 3 Stück Fleisch ändert sich nicht, egal ob ein Mensch, ein Tier oder ein Alien dieses betrachtet - lediglich die Beschreibungsformen dürften unterschiedlich sein.
    Die gegebene Verhältnismäßigkeit von Objekten ist also universell gültig und von daher dem Universum von Beginn an immanent, die Beschreibungsform (hier 'Mathematik') ist es jedoch nicht.
    Wir haben also die Verhältnismäßigkeit von Objekten (Proportionalität) entdeckt, aber die Beschreibung dafür (Mathematik) erfunden.
  • Ist das so?

    22.12.2017, Christian Krippenstapel
    Hitze und Trockenheit sind also das Ergebnis des menschengemachten Klimawandels?
    Dass uns eine menschengemachte Warmzeit bevor steht, kann nicht ernsthaft bezweifelt werden, aber warum sollte diese Warmzeit anders ablaufen, als alle vorangegangenen, natürlichen Warmzeiten, die unsere Erde erlebt hat? Welche dieser Warmezeiten war denn warm und trocken? Ich kenne jedenfalls keine. Aus der letzten Warmzeit stammen doch die frühmenschlichen Felszeichnungen in der heutigen Sahara und im australischen Outback - weil es eben keine Wüsten waren, sondern bewohnbare Gebiete. Die Ausbreitung der Wüsten dagegen war stets ein Kennzeichen der Eiszeiten.
    Warum sollte das plötzlich anders sein?
    Stellungnahme:
    Unter anderem weil die Sahara und das australische Outback nicht in Kalifornien liegen. Es gibt noch eine Reihe anderer Gründe, aber das ist der naheliegendste. Schöne Weihnachten.
  • Ich schwöre

    22.12.2017, J. Ziegenhorn
    dass ich es vor 40 Jahren einfach leid war mich täglich zu rasieren. Daher blieben die Barthaare stehen. Ich will weder dominieren noch renommieren. Und ob meine Gene oder Hormone die Ursache sind weiß ich nicht.
  • Ungleichheit

    22.12.2017, Philzer
    Ich versteh nicht wieso man hier Herrn Ebert Naivität vorwirft.
    Er hat einen Fakt beleuchtet, wie Ungleichheit entsteht, und also zunächst die monokausale These entkräften wollen, dass die Schere Arm/Reich aus reiner Leistungsfähigkeit entsteht, wie ja die Reichen gern behaupten. (logischerweise)

    Inwiefern nun die menschliche Vernunft hier korrigierend eingreifen sollte/müsste, geht ins politisch/philosophische und wäre ein nächster Schritt der Betrachtung.

    Klar ist: tut sie gar nichts oder zu wenig, zerbricht die Gesellschaft.
    Wir stehen kurz davor, das Volk stirbt seit 50 jahren kontinuierlich ab.
    Durch den 'Postenkampf', wie Heinsohn es nennt, den 'Krieg aller gegen alle' nannte es Marx.
    Nun muss 'unten' dringend aufgefüllt werden, mal sehen wie lange man die Kultur so aufrecht erhalten kann ...
  • Per nihila ad astra!

    22.12.2017, Nick Mott
    Alles was 'ist', muss existieren, also (gemäß altgriechisch 'ex-histamein') irgendwie heraus-, hervortreten, sich also von dem Hintergrund des Nichts abheben, damit es sein kann.
    Das Einzige, was sein kann ohne zu existieren ist das Nichts selbst.
    Wenn also alles aus dem Nichts heraus-, hervortritt, dann ist das Nichts der Schöpfer von allem was ist und damit quasi 'Gott'.
    Damit etwas heraus-, hervortreten kann, braucht es einen Impuls, also eine Ursache.
    Diese Ursache ist ausnahmslos eine Potentialdifferenz von was auch immer.
    Diese Potentialdifferenz muss von dem Nichts ausgegangen sein, aus dem dann alles, was ist, heraus-, hervorgetreten ist in die Existenz des Seienden.

    Die Frage lautet also: kann ein Nichts aus sich selbst heraus eine Potentialdifferenz erzeugen, die dazu führt, dass diese sich in Form von Materie entäußert, um über diese entropisch wieder zu ihrem Ausgangszustand zurückzukehren, indem die Potentialdifferenzen des Seins nach und nach alle ausgeglichen werden?

    Etwas das so wirklich rein absolut gar nichts ist, wirklich absolut überhaupt nichts beinhaltet (also auch kein hochenergetisches Vakualplasma o.ä. Scherze), kann in der Tat keine Potentialdifferenz in sich erzeugen und damit auch nichts aus sich heraus manifestieren lassen.
    Da es aber Etwas gibt - das Sein und die unterschiedlichen Existenzen dessen -, muss auch das Nichts in einer gewissen Art und Weise etwas 'sein', denn sonst wäre das Sein selbst nicht möglich.

    Die wahre Natur des 'Nichts' gälte es also zu ergründen, um diese Frage abschließend zu beantworten.

    Da aber weder das eine – ein Nichts, das wirlich rein gar nichts wäre – so wenig vorstellbar ist im Zusammenhang mit einem Sein wie ein Nichts, das schon irgendwie 'etwas' ist, ja auch sein müsste (von wegen Potentialdifferenz und so), um das Sein selbst erklärbar zu machen (aber dann eben doch auch wieder nicht Nichts sein kann), haben wir ein Oxymoron vor uns, das unseren Geist eindeutig überfordert und deshalb wird die wahre Wahrheit des Ganzen ganz woanders zu finden sein, nämlich dort, wo es keinerlei Messgrößen gibt.

    Die '1', wie ein 'Gott', sind lediglich existent, weil der menschliche Geist trennen muss, um zu erkennen.
    Das bedeutet also, dass die Ursache für die '1' und 'Gott' in unserer Unfähigkeit begründet liegt, das Ganze in tuto zu erfassen und zu verstehen.
    Das, finde ich, ist schon mal ein guter Grund für die Existenz der beiden.
    Da das Nichts in sich ununterschieden und damit ununterscheidbar ist für die menschliche Wahrnehmung, lässt es sich auch nicht untersuchen und somit auch nicht ergründen.
    So ist der Urgrund des Ganzen also grundlos und für uns gänzlich ohne oder zumindest ohne prinzipiell erkennbare Ursache.
    Unser Geist mag Grundlosigkeit nicht, weil dies seine Orientierung unmöglich macht, weil Grundlosigkeit unberechenbar ist und das ist für einen Kontrollfreak wie den menschlichen Geist ein schwer erträglicher Zustand.
    Das mag der Grund dafür sein, dass man so angestrengt nach Gründen sucht, wo vielleicht tatsächlich keine sind, weil ein grundloses Universum auch ein sinnloses wäre.

    Das gälte dann aber auch für uns selbst und vor allem das 'Ich' und das ist ja dann schon eine Art Majestätsbeleidigung, die das Ich nicht auf sich sitzen lassen kann!
    Das wäre dann also der Hauptgrund, warum überhaupt solche Fragen auftauchen und über abertausende von Jahren darüber gesonnen wird nach dem Sinn der eigenen Existenz, denn die 'muss' ja einen Grund haben und da beißt sich die Schrödinger´sche Katze oder der Ouroboros in den Schwanz.
    Immerhin, solange wir grübeln hat Descartes zumindest darin recht:
    cogito, ergo sum.

    Aber wie weiter oben schon mehrfach angedeutet liegt das Kernproblem in unserer Logik, weswegen das Oxymoron überhaupt erst existiert - die Logik erschafft es quasi erst..
    Das Kernproblem der Logik wiederum ist, dass sie ein reines Ausschlussverfahren ist, das niemals zwei entgegengesetzte, widersprüchliche Zustände/Ergebnisse als gleichwertig oder gar synonym begreifen und darstellen kann und deshalb fordern muss, dass immer nur 1 Lösung richtig sein kann.
    Auch eine 'Quantenlogik' änderte nichts daran, denn würde man diese konsequent zur Anwendung bringen wäre alles gleichzeitig möglich bzw. unmöglich und damit wäre der menschlichen Erkenntnis garantiert nicht gedient, denn jegliche Unterscheidbarkeit würde sich im Quantenschaum der Möglichkeiten auflösen!

    Wir sehen ja auch nur deswegen, weil - wie mal jemand sehr klug bemerkt hat - unser Auge kein Instrument zum Sehen ist, sondern eines zum Ausschließen des allermeisten prinzipiell Sichtbaren und diesem Umstand ist unsere Logik geschuldet, weil wir anders gar nicht die erbärmlichen Reste des für uns Erkennbaren sortiert bekämen!

    Aber egal:
    Ex nihilo ad astra – wenn das nicht einfach ein Grund zur überraschten Freude ist!
    ;-

    PS: schön, dass wir mal darüber gequatscht haben!
  • Vielleicht sind Bärte eine Folge der neuen Gender-Bewegung

    22.12.2017, Karl Bihlmeier
    Der Mann und sein Bild haben sich seit den 70ern drastisch verändert. Zunächst der Softie als Alternativentwurf zum despotischen Vater, später der zunehmend (körper-) haarlose, schlanke und androgyne Typ.
    Dann kommt die Gender-Bewegung in der die Rolle der Frau (und eben auch des Mannes) deutlich unterschieden und bearbeitet wird - und in dieser Zeit lassen sich die jungen Kerle wieder Bärte sprießen dass es eine wahre Freude ist. Vielleicht ist der Vollbart also einfach nur eine Antwort auf gesellschaftliche Veränderungen in denen der Mann wieder Position beziehen will.

    Zum Bart an sich: Ja, Reißverschlüsse sind die für Bartträger (wie mich) vergleichbar mit Legosteinen in der Wohnung für Eltern. Bärte erfordern zwar noch mehr Pflege als das Haupthaar, sind jedoch bei Sturm und Regen wärmer als ein guter Wollschal. Und - es stimmt - mit (bei mir rotem) Vollbart und verwegenem Lächeln bekommt man schneller ein Funkeln ins Auge der avisierten Dame als mit glattrasiertem Milchgesicht. ;-)
  • Mehr Männer, mehr Bärte

    22.12.2017, W. Klaus
    ... aus dem Abstract der zitierten Studie von Dixon geht diese Fragestellung nicht hervor. Es fragt sich aber jedenfalls, ob folgendes ausgeschlossen worden ist: Modische Trends entstehen regelmäßig eher in Metropolen als in Kleinstädten. Seit einigen Jahren sind Bärte modern (so wie vorher Metrosexualität). Die Tatsache, dass in Großstädten mehr Männer einen Bart haben als in Kleinstädten, könnte also auch darauf zurückzuführen sein, dass dieser Trend sich in Großstädten einfach stärker durchgesetzt hat (wie andere Trends auch). Oder?
  • Methanklathrat speichert 164 l Methan in 1 l Methanklathrat mit 800 ml Wasser!

    22.12.2017, howetzel
    Hier fällt mir nur ein: Warum in die Ferne schweifen ist das Gute doch so nah!
  • Ergänzung

    22.12.2017, Klaus Fischer
    Mein Beitrag soll keinesfalls als Beitrag gegen das Impfen verstanden werden.
    Ganz im Gegenteil, aber ich hoffe, dass andere Wirkverstärker als das Aluminium gefunden werden.
  • Einseitige Betrachtung

    22.12.2017, Klaus Fischer
    Dass Autismus auch Folge von Impfungen und hier insbesondere durch den Aluminiumanteil sein soll, betrachtet nur einen Aspekt und ich denke, dass die Gefahr für Autismus wohl auch nicht besteht.
    Dass aber in unserer modernen Zeit die wesentlich höhere Aluminiumaufnahme zu einem Problem geworden ist, haben Toxikologen auch für die Neurotoxizität nachgewiesen. Darauf weist der Artikel nicht mit einem Satz hin. Und leider haben die Impfstoffe als Wirkverstärker immer noch Alluminium.
    @Harald Milz: Ja, die im Freien spielenden Kinder und wir alle nehmen auch mit der Nahrung Aluminium auf. Unter anderem auch den in gewisser Hinsicht "großen Bruder" vom Aluminium Blei. Heutzutage würde damit aber niemand mehr zusätzliche Bleiaufnahmen als unschädlich bergründen.
    Al(OH)3-basierte Antiazida wird es bald nicht mehr geben. Manches dauert...
    Interessant, dass gerade die Kosmetikindustrie bei nur sehr geringfügiger Resorption von Aluminium bei extern aufgetragenen Deodorantien am schnellsten reagiert...
  • Verwandlung

    21.12.2017, Cyril Quadri
    Ich trage im Winter jeweils einen Vollbart. Im Frühling schneide ich ihn ab. Wenn mir dann ein kühler Wind ins Gesicht weht, spüre ich die Luft an den Wangen. Der Bart schützt definitiv sehr gut vor Kälte. Bei Schneestürmen bildet sich zudem eine isolierende Schneeschicht.
    Im Umgang mit anderen Menschen ist der Bart immer wieder wichtig. Man wird bewundert für einen schönen Bart und bekommt Komplimente. Wenn er weg ist und mich die Leute jeweils fast nicht mehr erkennen, jammert es aus allen Ecken warum ich nur meinen schönen Bart geschnitten habe. Aber ich bin immer wieder froh ihn weg zu haben, denn er gibt viel zu tun und kann manchmal recht mühsam sein. Im Reissverschluss auch mal sehr schmerzhaft.
  • Bakterien

    21.12.2017, Moni Semrik
    Was ist mit der Bakteriengefährdung der küssenden Damen? Kriegen die Frauen von bärtigen Männern eher Infektionen? Denn offensichtlich tummelt sich im Bart so einiges. Die Vorstellung find ich jetzt grad voll unhygienisch!
  • Zeitreisen

    21.12.2017, JimmyConway
    Spalte ich ein Lichtatom und habe nun zwei verschränkte Photone mit wechselseitigen Spins, so können sich diese Teilchen Lichtjahre voneinander entfernt befinden, sobald man den Spin eines Teilchen ändert, ändert sich auch der Partnerspin. Dieses Pinzip wird zur Quantenteleportation genutzt und somit gibt es etwas was theoretisch schneller als das Licht ist, Informationsübertragung auf Quantenebene. Seitdem das so bekannt ist, habe ich mir schon immer alles als cloudbasierte Realität vorgestellt. Alles was sich in unserer Realitätsebene abspielt, wird mit einer anderen Realität synchronisiert und zwar ständig. Die Information von Photon A wird nicht zu Photon B übermittelt, sondern wird über den zentralen Realitätslayer quasi synchronisiert. Irgendwann werden wir es dann auch verstehen, wie jede Art von Materie in den Zustand von Information transformiert werden kann und dann ist sowieso alles egal. Dann haben wir unsere Realität, wie wahrscheinlich viele Zivilisationen vor uns auch, digitalisiert und können alles machen.
  • Doch eine Chance für Zeitreisen?

    21.12.2017, Andreas Schlüter
    Ungeachtet aller Komplikationen die Wurmlöcher betreffend: wir reisen ständig durch die Zeit - in die Zukunft! Reisen in die Vergangenheit sind nicht möglich, weil sie automatisch mit einer Änderung der Vergangenheit verbunden wären, die die Gegenwart - und damit die Existenz des Reisenden, so wie sie konkret ist - auflösen würde. Schlagend wird dies - etwas grobschlächtig - mit dem Großvater-Paradoxon dargestellt! Es bedarf aber noch nicht einmal eines so rabiaten Eingriffs in die Vergangenheit, um die Gegenwart zu ändern.
    Frohe Weihnachten!
    Andreas Schlüter
    Soziologe
    Berlin
  • Isolation

    21.12.2017, Michael Berger
    Naheliegend wäre doch die Annahme, dass der Bart einen Kälteschutz für das Gesicht darstellt. Zumindstest habe ich persönlich den Eindruck, dass mir mit Bart eher wärmer ist als ohne.