Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Intelligente Lösung in Sicht.

    13.01.2016, Gernot Kloss
    Diese Probleme erzeugen nur horizontal drehende Rotoren. Bei vertikal drehenden Rotoren, insbesondere bei H-förmigen Rotoren gibt es das nicht. Ihre gegenüber horizontal drehenden Rotoren geringere Leistung wird demnächst durch ein neu entwickeltes Flügelprofil mehr als kompensiert.
    Nachzutragen ist noch, dass diese neue Form von H-Rotoren wesentlich ruhiger läuft und der Schattenwurf sowie die Baukosten im Gegensatz zu horizontal drehenden Rotoren sehr viel geringer ist.
  • Dreiviertel der Menschen lehnen Ausbau der Windkraftanlagen im Wald ab....

    13.01.2016, Max Mayer
    Ich finde solche Umfragen immer sehr toll, vor allem wenn man davon ausgehen kann, dass sich 90% der Befragten nie wirklich mit dem Thema auseinandergestzt haben.
    Ein Großteil der Deutschen Bevölkerung lehnt generell eine Waldnutzng ab, aber Papier zum A.... auswischen will doch jeder haben!
    Wir wohnen nicht in Skandinavien, sondern in Deutschland. Hier hat man nun mal auf kleinster Fläche über 80 Mio. Menschen und jeder will seine Bedürfnisse befriedigen.
  • Nicht von Profiteuren einschüchtern lassen!

    13.01.2016, Thilo Clavin
    Danke Herr Lingenhöhl! Als Naturschützer seit drei Jahrzehnten kann ich Ihnen zu dem Beitrag nur gratulieren. Er ist nicht einseitig, sondern absolut realitätsnah. Dass Sie den Widerspruch von Nutznießern herausfordern (siehe oben), ist klar. Bis vor einigen Jahren habe ich noch an Anti-Atom-Protesten teilgenommen und bin für "erneuerbare" Energien eingetreten. Dann wurde uns Naturfreunden vor Augen geführt, wohin die Reise geht und wer die Richtung bestimmt! Auch ich war so naiv zu glauben, dass einmal umweltbewegte Aktivisten und Firmen aus idealistischen Motiven die Energiewende gestalten werden. Vielerorts hat sich jedoch eine rücksichtslose Wind-Lobby aus Nutznießern und Politikern gebildet, um diese unrentable Form der Energiegewinnung (die durch das EEG gemästet wird) um jeden Preis durchzusetzen:
    http://www.windwahn.de/index.php/oekodiktatur/geld-a-gier/politiker-als-lobbyisten
    Einziges Motiv: Geldgier! Naturschützer und Bürger mit berechtigten Interessen werden als Störfaktoren angesehen. Wenn dann sogar noch die Brutstätten geschützter(!) Tiere zerstört werden, um seine Interessen durchzusetzen, darf man von einer Mafia sprechen. Gänzlich absurd ist es, die Zerstörung klimatisch wichtiger Wälder für WEA auch noch mit "Klimaschutz" zu begründen! Zu den Alternativen: Naturverträgliche Offshore-WEA-Standorte nutzen, noch bestehende AKW's und Gaskraftwerke vorerst weiterlaufen lassen, Desertec (Solarstrom aus der Sahara) wiederbeleben. Oberste Priorität müssen Klima- und Artenschutz haben. Gelingt irgendwann der Durchbruch bei der KernFUSION, wären wir wohl alle Energiesorgen los.
  • Warum müssen es immer Rotoren sein?

    13.01.2016, Florian Mengedoht
    Bisher orientiert man sich beim Bau von Windrädern nur an der Effizient, am zu erwartenden Wirkungsgrad. In Ballungsräumen und auch im Wald ist diese Form aber selten akzeptabel. Als Kompromiß wären anstatt der nervigen Rotoren vielleicht hohe Stehlen mit gleichbleibender Form und senkrechter Rotationsachse effizient genug. Ist deren Wirkungsgrad so viel schlechter, daß es sich garnicht lohnt?
  • Dank an die Mitarbeiter von Spektum

    13.01.2016, Wolf Niese
    Ist ja eigentlich eine gute Nachricht, dass die schmelzenden Eisberge indirekt den Klimawandel abbremsen, indem sie das Meer düngen und so mehr Algen und Plankton wachsen, die wiederum mehr C02 speichern. Und sind Algen und Plankton nicht eine wichtige Nahrungsgrundlage für Meerestiere? Gibt es auch wirklich keine negativen Folgen? Oder ist die letzte nur eine alarmistische Frage eines Gutmenschen? Vielleicht ist ja ein Journalist von Spektrum so freundlich, noch mehr Aufklärung zu betreiben.

    Vielen Dank für Ihre Zeilen und beste Grüße sendet Ihnen
    Wolf Niese

    PS: Ich würde mich auch darüber freuen, wenn demnächst ein Artikel erscheint über die Nutzungsmöglichkeiten der meiner Meinung nach universellst urbarst umweltfreundlichsten Kulturpflanze in der Umweltkrise der Zivilisation. Ein Mitarbeiter hat mir letztes Jahr so was ähnliches in Aussicht gestellt. Eigentlich. :-)

    Zum Hanf ab Kommentar 10
    http://www.zeit.de/2015/39/unwetter-el-nino-wetter-pazifik-kueste?cid=5405685#cid-5405685
    Antwort der Redaktion:
    Lieber Herr Niese,

    der Artikel zum Hanf ist tatsächlich in Bearbeitung - sobald wir ihn haben, wird er auch publiziert. Versprochen! ;-)

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Klimawandel

    13.01.2016, Anna Stamm
    Klimawandel ist auf Kosten von Biodiversität. Und zwar extrem.
    Radioaktivität wirkt sich auch nicht gerade positiv auf bestehende Arten aus.

    Selbstverständlich sollte jedwedes Artensterben verhindert werden. Allerdings sollte die Relation gewahrt werden. Wenn wir heute die Energiewende mit einer zu starken Betonung solcher Argumente behindern, muss uns bewusst sein, dass alte Techniken wie Atomkraft und Kohle weiter verwendet werden und positiver gesehen werden (zumindest aus Mangel an Alternativen).
    Wollen wir das wirklich??

    Windräder können heute auch mit Sensoren ausgestattet werden, die zum Vogelschutz die Rotoren anhalten (dank Sensoren).
    Endlagerung (und damit Schutz vor radioaktivem Müll) ist weiter ungeklärt, und Klimawandel zerstört Artenvielfalt. Fakt.
  • Beginn des Ackerbaus?

    13.01.2016, Heinrich Sauer
    Frage:
    Ich kann leider keine Quelle nennen (vor ca 30 Jahren gelesen), erinnere mich aber so: Mit Beginn des Ackerbaus wurden bisher geschützte Flächen aufgebrochen. Im Zuge der darauf folgenden Erosion wurden Schwermetalle freigesetzt, deren Konzentration in Ablagerungen zunahm, was (damals) messbar und eine Meldung wert war.
    Wenn diese Information stimmt, müsste das auch heute noch messbar sein.
    Läge dann der Begin des Antropozäns nicht vor 8 - 6 Tausend Jahren?
    Antwort der Redaktion:
    Dieser Vorschlag stand in der Tat im Raum, ist allerdings inzwischen wieder aus der Mode gekommen - auch weil das Signal als isolierter Indikator wohl einfach zu unauffällig ist.
  • Zu einseitig für Spektrum

    13.01.2016, Christian Wetzel
    Sehr geehrter Herr Lingenhöhl,

    von Spektrum erwarte ich auch in einem Kommentar eine stärkere Differenzierung. Sie erwähnen nicht, dass ein Großteil neu geplanter und errichteter Anlagen nur mit Betriebsbeschränkungen genehmigt werden. Zum Fledermausschutz werden Anlagen zu Zeiten mit Fledermausaktivität abgeschaltet. Ebenso zu Zeiten, in denen Vogelzug stattfindet. Auch in nicht geschützten Gebieten werden viele Projekte nicht genehmigt um Habitate von Greifvögeln und Fledermäusen nicht zu stören.
    Für den Bau und Unterhalt von Zuwegungen und Kranstellflächen werden wie auch bei anderen Bauvorhaben üblich, Ausgleichsmaßnahmen vorgenommen.

    Ob alle diese Maßnahmen ausreichend sind, ist sicher zu evaluieren und zu diskutieren. Aber unerwähnt bleiben dürfen sie nicht.
  • Sind Windparkplanungen im Wald freiwillig oder notgedrungen?

    13.01.2016, Stefan Kopp
    Hallo Herr Lingenhöhl,
    haben Sie sich vielleicht einmal gefragt, warum denn überhaupt ein Windparkplaner in den Wald ausweicht? Liegt es vielleicht an den überbordenen Flächenrestiktionen der Genehmigungsbehörden?
    Wenn für eine Weißflächenanalyse alle geforderten Ausschluss- und Abstandskriterien in einer Region angewendet werde, bleiben eben oft nur Waldflächen als potentielle Windparkflächen übrig. Wir leisten uns momentan den Luxus alle möglichen und unmöglichen Ausschluss-Kriterien anzuwenden und wundern uns, dass dann eben nur die abgelegensten Flächen als möglichen Positivflächen bei rauskommen. Dieser Effekt wirt sich besonders aus, sollte ein Bundesland die 10H-Regelung anwenden.
    Ich bin von Beruf Windparkplaner und freue mich über jede potentielle Windparkfläche die im Offenland liegt, da Waldstandorte in der Regel aufwändiger zu beplanen und zu errichten sind. Ihre Kritik an der Errichtung von Windenergieanlagen in FFH Gebieten lässt sich kinderleicht entkräften: warum soll denn das Vorhandensein einer Magerwiese oder eines Schiefersteinbruchs der Errichtung von Windenergieanlagen in deren Nähe entgegenstehen? In solchen Fällen ist die Errichtung von Windenergieanlagen durchaus genehmigungsfähig, da sie den Schutzzweck des FFH Gebietes überhaupt nicht beeinträchtigt! (ausserdem können WEA auch in den weniger schützenswerten FFH-Randbereichen errichtet werden).
    Übrigends komme ich aus Darmstadt/Südhessen und habe meine Diplomarbeit über das Windenergiepotential des lokalen Mittelgebirges (Odenwald) geschrieben. Ich kenne also die Gegend , die in ihrem verlinkten Artikel vom Darmstädter Echo beschrieben ist recht gut. Ich möchte wetten dass der Schutzzweck des fraglichen FFH Gebietes genau so ein Fall ist.

    In Ihrem persönlichen Kommentar vermisse ich es sehr, das Sie in typischer Windenergiegegnermanier keine ALTERNATIVEN aufzeigen! Herr Lingenhöhl, wie stellen Sie sich denn persönlich die Energievesorgung der Zukunft vor? Etwa weiter so mit Öl, Gas, Kohle und Atomenergie wie bisher? Als Redakteur und Akademiker können Ihre Leser das schon von Ihnen verlangen ;-)

    viele Grüsse aus Hamburg

    Stefan Kopp Dipl.-Ing.(FH)
    Elektrotechnik/Energietechnik
    _____________________________________________________

    www.Windenergie-im-Binnenland.de
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Kopp,

    vielen Dank für Ihre Zuschrift. Ich bin nicht prinzipiell gegen Windkraft. Trotz der ebenfalls vorhandenen Nachteile finde ich zum Beispiel nach Abwägen von Pro und Contra Offshore-Windparks sinnvoll:

    http://www.spektrum.de/news/wider-den-gegenwind/1149851

    Für Süddeutschland halte ich zudem die Ausweitung der Solarenergieerzeugung für den wichtigsten Baustein der Energiewende (sofern sie sich vor allem auf bereits versiegelte Flächen konzentriert und nicht in Konkurrenz zur Landwirtschaft tritt). Zu den Gründen empfehle ich Ihnen u.a. dieses Interview:

    http://www.spektrum.de/news/die-windenergie-erreicht-in-deutschland-bald-ihre-grenze/1223178

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Unwissenschaftlich

    13.01.2016, florian
    Der Beitrag entspricht leider nicht dem üblichen Format, das ich hier gewohnt bin. Er ist sehr tendenziös und absolut nicht objektiv verfasst. Sehr schade für ein ansonsten sehr gutes Magazin. Vermutlich schimmert hier eine Privatmeinung durch.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Maringer,

    wie Sie richtig feststellen: Es handelt sich um einen Meinungsbeitrag. Nach Abwägen verschiedener Studien zum Thema bin ich zu diesem Schluss gekommen. Sie dürfen natürlich gerne anderer Meinung sein.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Eine Bitte

    13.01.2016, P. Beermann
    Ich würde gerne wissen, wie die CO2-Bilanz eines Windrades ist, für das 1 ha Wald gerodet wird. Welche Menge absorbieren die Bäume und welche erspart ein Windrad.
  • Welcher Strom ist ohne Auswirkungen auf irgendwas?

    13.01.2016, Alexander Sasse
    Jeder tote Rotmilan ist eine Schande. Allerdings wird der Bestand vor allem aus anderen Gründen bedroht, insbesondere von der Landwirtschaft. Da Horste bekannt sind bevor die Windparkplanung durchgeführt wird ist eine Horstzerstörung keine Maßnahme die einen Windpark ermöglicht. Die Horstzerstörung unbewiesener Maßen den Windparkplanern anzulasten ist Polemik. Wenn naturschutzfachliche Gründe (schützenswerte Habitate, bedrohte Tierarten) nicht gegen eine Windkraftanlage sprechen, spricht nur noch Romantik gegen die Nutzung forstwirtschaftlicher Flächen. Es geht doch nicht um Urwälder sondern um forstwirtschaftliche Flächen in denen keine bedrohten Tiere gefunden werden.

    Warum interessiert sich eigentlich niemand für die Auswirkungen von Flusswassergekühlten Kraftwerken auf die bedrohlte Unterwasser-Fauna? Weil wir aussterbende Fische nicht sehen sind sie uns egal, wir denken nur an sichtbare Vögel?
  • Ein Schwarz-Weiß-Denker

    13.01.2016, Hans Meier
    Liest man den Beitrag von MARTIN, erkennt man sofort, dass er von der von ihm kommentierten Problematik keine Ahnung hat.

    Er weiß offenbar nicht, dass

    - der Rest der Welt dem deutschen Weg Energiewende praktisch nicht folgt (so wird z.B. Kernkraft und Kohlekraft erheblich ausgebaut)
    - niemand auf der Welt den Klimawandel leugnet (warum auch, Klimawandel ist welthistorisch gesehen sehr nützlich)
    - schrumpfende Gletscher kein Problem sind (für wen denn, außer für Gletscherliebhaber).

    Auch wäre zu fragen, warum eigentlich der stattfindende Klimawandel nur negative Folgen haben soll und demnächst (wann eigentlich) viele Menschen dadurch sterben. Die Grönländer freuen sich mehrheitlich darüber. soll ich etwa öffentlich finanzierten Klimaforschern glauben? Seit 2009 haben Banker ihre Seriosität verloren, seit den letzten Jahren Klimaforscher. Sie betreiben nichts als Kaffesatzleserei.

    Übrigens wünsche ich auch meinem Sohn, seinen Kindern und seinen Enkeln eine gute Zukunft mit Natur und gutem Klima. Allerdings bin ich ziemlich überzeugt, dass diese die richtigen Aktionen dafür selbst entscheiden können. Hätte ich das beherzigt, was mir meine Eltern mitgegeben haben, ginge es mir heute nicht so gut. Ich habe, ethisch gesehen, keine Vorsorgepflicht gegenüber den nachfolgenden Menschen. Auch glaube ich nicht an Klima-Tippingpoints, die sich irgendwelche Wissenschaftler errechnen, aber nicht beweisen können. Da könnte ich ja auch an den nächsten Meteoriteneinschlag glauben, der die Menschheit auslöscht.
  • Bitte endlich forschen und über Forschungsergebnisse berichten

    12.01.2016, Raimund Kamm
    Ich streite seit Jahrzehnten für das Abschalten der Atomkraftwerke und den Klimaschutz. Seit langem folgen wir hier den 3 x E: Einsparen, Effizienz, Erneuerbare Energien. Deswegen bin ich vor vier Jahren auch Mitglied im Bundesverband Windenergie geworden und setze mich für die Nutzung der Windkraft ein.
    Windkraftgegner sagen, die Windräder würden viele Vögel töten. Windradbetreiber sagen, der Rotmilan spiele geradezu beim Fliegen mit den Rotoren. Wie hoch sind wirklich die Verluste? Bisher fehlen uns wissenschaftliche Studien. Die Progress-Studie ist nicht veröffentlicht und die Süddeutsche Zeitung hat erkennbar mangelhaft berichtet. Als Nicht-Fachmann beobachte ich andere Entwicklungen:
    Beispiel Bayerisch-Schwaben:
    In den nördlichen Landkreisen soll die Zahl der Brutpaare des Rotmilans gesunken sein. Es heißt, im Lk Donau-Ries, der etwa genauso groß ist wie der Lk Paderborn, würde kein Paar mehr brüten. Dort steht aber nur ein Windrad. Es scheint andere Einflussfaktoren zu geben, die die Bestände beeinflussen. Hier vermute ich, ist es die Intensivierung der Landwirtschaft. Gerade auch der Umbruch von Grünland in Mais- wie Weizenäcker vernichtet hier Lebensräume für den Rotmilan.
    Im Allgäu hingegen, wo viele Windräder gebaut wurden, wuchs die Zahl der Rotmilane. Ich vermute, es ist dies eine Folge des häufigen Mähens der Wiesen. Dabei werden Hasen, Mäuse, Rehkitze usw. totgemäht und der Rotmilan holt sich das Aas. Auch kann er auf gemähten Wiesen leicht Mäuse jagen.
    Allerdings führt das frühe und häufige Mähen der Wiesen dazu, dass Wiesenbrüter ausgerottet werden: Feldlerche, Kiebitz, …
    Raimund Kamm, Augsburg
  • Energiewende, aber wie?

    12.01.2016, Markus
    Wir alle kennen die Bedenken gegen fast alle Arten der erneuerbaren Energien. Eine Freund von mir ist Architekt. Solaranlagen sind für ihn viel zu ineffizient, zu teuer und optisch ein Graus. Eine andere Freundin von mir ist Biologin und für sie sind Offshoreanlagen wegen der Schweinswahle ein Tabu. Auch gegen die Windkraft am Land formieren sich viele Tierliebhaber wenn sie zu nah am Wald oder im Wald stehen, auf freien Flächen (Wiesenweihe / Rotmilan / Störche) und die Anwohner, wenn sie nahe einer Siedlung stehen. Und dann verschandeln sie noch die Landschaft, wenn ausnahmweise nichts von dem oben genannten zutreffen sollte.

    Biogas führt bisweilen zu monotonen Maislandschaften, die mit viel energieintensiven Kunstdünger versehen werden.
    Wasserkraft schreddert Fische.
    Und der Klimawandel ist scheinbar weit weg.

    Wenn man der Ansicht ist, dass es den Klimawandel nicht gibt, dann ist die Antwort einfach. Weiter so wie bisher, ohne Windkraft und den ganzen anderen Schnickschnack..

    Wenn man den vielen Klimaforschern und den schrumpfenden Gletschern Beachtung und Glauben schenkt, dann hat man ein Problem.
    Dann ist ein "Weiter so" keine Lösung.
    Weder für die Menschheit, noch für die Tiere und Pflanzen dieser Erde. Ich glaube nicht daran, dass die Welt gleich unter geht, aber dass die Menschen bei einem "Weiter so!" in ein paar Jahrzehnten schon vor Problemen stehen werden, die einen großen Teil von ihnen die Heimat und sehr vielen den Tod bringen wird. Die Menschheit wird sicherlich in irgend einer Form überleben.
    Das werden viele Tierarten dann sicherlich nicht von sich behaupten können. Wenn die Versauerung der Meere aufgrund der anthropogenen CO2-Ausstoßes anhält und viele weitere Lebenräume sich schlagartig aufgrund des Klimawandels ändern, werden viele Arten dem Anpassungsdruck nicht standhalten und aussterben.
    Man geht bei einem weiter so davon aus, dass die globale Durchschnittstemperaturen um 3 bis 5 Grad zunimmt. Mir wurde erst das Ausmaß bewusst, als ich erfuhr, dass die globale Durchschnittstemperatur seit der letzten Eiszeit gerade mal um 3 bis 5 Grad zugenommen hat. Seitdem hat sich der Meeresspiegel um ca.50 Meter erhöht, in Norddeutschland gibt es keine Gletscher mehr usw. Stellen wir uns also einmal ähnlich große Veränderungen vor, nur dass wir dann von einer Warmzeit in eine Heißzeit landen.

    Wir haben also ein Problem, wenn wir an den Klimawandel glauben, weil wir dann ohne die Energiewende große Teile der Natur zerstören und mit Energiewende vermutlich auch Teile der Natur zerstören.
    Wie viele Menschen, denen die Umwelt und das Klima am Herzen liegt, versuche auch ich meinen Energieverbrauch so niedrig wie möglich zu halten. Und trotzdem verbrauchen wir alle noch sehr viel Energie. Und die muss irgendwo herkommen.
    Derzeit nimmt die Windenergie erst ca. 8% im Strommix ein, die Solarenergie viel weniger. Einige sind deswegen der Meinung, dass das alles doch nichts bringt womit man schnell beim "Weiter so!" aufgrund von fehlenden Alternativen wäre. Ich bin nicht dieser Meinung. Ich wünsche auch noch meinem Sohn, seinen Kindern und seinen Enkeln eine gute Zukunft mit Natur und gutem Klima.

    Daher finde ich es gut, wenn Menschen sich Gedanken machen, wie die Energiewende so naturverträglich wie möglich gestaltet werden kann und konstruktiven Lösungsvorschlägen entwickeln, wie man sie umsetzen kann.

    Ich finde es zu einfach, sich ohne konstruktive Vorschläge hinzustellen und zu schreiben, was alles nicht geht und dabei besonders um seinen persönliches Steckenpferd, z.B. Wald, Raubvögel, Architektur, Landschaft, unmittelbare Nachbarschaft usw. zu kämpfen.

    Was bedeutet es, wenn man schreibt, dass die Energiewende nicht zu Lasten der Natur gehen darf? Wenn dem Schreiber bewusst ist, dass Platz knapp ist.
    Was wenn herauskommt, dass das nicht geht. Im Falle der Windenergie scheint dies ja so zu sein, wie die erwähnte Studie andeutet. Stellt sich dann der Autor auf den Standpunkt, dass es dann keine Energiewende geben sollte, oder kann er alternativen nennen.

    Falls man gegen die Energiewende ist, dann ergibt das nur Sinn, wenn man den Klimawandel und die Versauerung der Meere leugnet, wie der Vorsitzende der Deutschen Wildtierstiftung. Falls man für die Energiewende und das Klimaziel von max. 2 Grad ist, dann wünsche ich mir mehr konstruktive Vorschläge. Dabei kann man vermutlich nicht ausschließen, dass auch die Natur Schaden nimmt und der Mensch Abstriche machen muss (Landschaftsoptik, Energieverbrauch, Lebensstil).

    Aber es ist ja auch nicht alles Schlimm, wenn Tonnen von Quecksilber und Schwefel im Boden bleiben und Atomabfälle erst gar nicht dort hinein gelagen und riesige Landschaften bestehen bleiben statt dem Braunkohletagebau zum Opfer zu fallen und das viele Geld für Öl und Gas im Land bleibt statt an antidemokratische Staaten überwiesen zu werden. Eine Energiewende hat neben dem Klimawandel ja auch ihre guten Seiten.

    Antwort der Redaktion:
    (Anm. d. Redaktion: In der ersten Version war fälschlicherweise von der Deutschen Umweltstiftung zu lesen - auf Bitten des Autors haben wir dies korrigiert)