Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Frage und mögliche Antwort (?) zur Dunklen Materie

    16.08.2016, Rainer Schulten
    Raumschiff A fliegt im bekannten Universum langsam mit Richtgeschwindigkeit ( 130 km/h) weg von seinem Heimat-Stern.

    Raumschiff A sieht, wie es von einem Raumschiff B mit sehr hoher Geschwindigkeit ( 200.000 km/s) überholt wird.

    Raumschiff A sieht quasi gleichzeitig ein sehr schnell (- 200.000 km/s) entgegen kommendes Raumschiff C.

    Frage: Kann die Mannschaft auf Raumschiff C nur Raumschiff A sehen, oder auch Raumschiff B ? (dieses bewegt sich ja gegenüber Raumschiff C theoretisch mit 400.000 km/s)

    Oder gehört Schiff B aus der Betrachtung von Schiff C zur sogenannten Dunklen Materie, "außerhalb" seines momentan sichtbaren Universums?


    Eine Folgerung daraus könnte sein:

    Die sogenannte Dunkle Materie besteht aus all den Massen, die sich relativ zu uns mit mehr als Lichtgeschwindigkeit bewegen (von uns weg oder auf uns zu).
  • Richtig

    16.08.2016, Bob
    Da es sich, wie Sie in Ihrem Kommentar sagen, um Durchschnittswerte handelt ist die Aussage "Ihre Rechnungen zeigen, dass gängige Elektroautos praktisch immer unsere Ansprüche erfüllen würden" unhaltbar.
    Einzelfälle zeigen viel eher, dass Menschen hin und wieder lange Strecken zurück legen wollen und sich deshalb für ein klassisches Auto entscheiden, auch wenn sie nahezu alle ihre Fahrten mit einem Elektroauto zurück legen könnten. Für gewöhnlich kann man ja nicht eben mal tauschen.
  • Lob

    16.08.2016, Anonym
    Sehr lesenswerter Artikel! Sehr verständlich zusammengefasst.
  • Die Reichweite ist ein Nebenkriegsschauplatz

    16.08.2016, Willi
    Ich halte die Diskussion über mangelnde Reichweiten für eine vorgeschobene Diskussion. Selbst 150 km Reichweite wären kein so großes Problem, wenn einfach die Batterien gewechselt werden könnten.

    Mein erstes Auto ('82) fraß 15 Liter Super, damit kam ich auch nicht weiter als 300 km. Das war aber kein Problem, den 'nachladen' dauerte 5 min.

    Ein Auto ist keine Zahnbürste! Wer wird denn in einer Großstadt stundenlang irgendwelche Kabel in Wohnungen oder sonst wohin hängen wollen oder können?

    Die heutige Technik ist ein ausschließliches Live Style Produkt. Diese Autos kauft, wer Umweltschutz leben möchte! Das ist - meiner Meinung nach - ein verschwindend kleine Minderheit. Die meisten wollen nur 'ein Auto'.

    Löst das Ladeproblem und die e-Autos werden schlagartig erfolgreich. Ihr führt die falsche Diskussion und by the way; auch die Preisdiskussion ist vorgeschoben. Wir reden hier von der Zielgruppe der Neuwagenkäufer. Wenn ich mich so umsehe, von was für Autos ich umgeben bin - jedes davon war mal ein Neuwagen - dann dürften die wohl überwiegend 35-40 T€ gekosten haben. Daran liegt es nicht. Das nachladen will keiner!
  • Nagut. Mir reichen auch 99%

    16.08.2016, Bob
    Möbeltransporte und ähnliches nehmen höchstens 0,1% meiner Autofahrten ein. Das gilt sicher für die meisten anderen Autofahrer auch. Dafür kann ich mir / man sich selbstverständlich auch ein Auto leihen. Nicht aber für 13% der Autofahrten, die dann vermutlich auch noch Langstrecke und mehrere Tage betreffen.
    Dass die Rechnung im Artikel hinkt kann man nicht bestreiten. Wenn alle Autos Car-Sharing-Autos wären (und das würde ich begrüßen) könnten wir 87% Elektroautos benutzen. Aber wenn jeder selbst überlegen muss was für ein Auto er sich kauft und damit drei Mal oder öfter im Jahr eine größere Strecke zurücklegen möchte wird sich wahrscheinlich gegen ein Auto entscheiden, dass diese Fahrten nicht so recht ausführen kann.
    Ich habe auch keinen Kühlschrank, der 87% meiner Sachen kühlt und damit besonders wenig Strom verbraucht, sondern einen, der auch ein zu nur 13% gefülltes Eisfach hat. Eben für den Fall.
    Antwort der Redaktion:

    Wie gesagt, es handelt sich um Durchschnittswerte, die sich nicht auf den Einzefall runterbrechen lassen. Die Forscher haben nicht berechnet, dass jeder im Schnitt an 87 Prozent der Tage auch ein Elektroauto benutzen könnte, sondern dass dies in der Gesamtheit so ist. Die meisten kommen nahezu immer mit einem E-Auto aus, einige wenige fast nie, daraus ergibt sich dieser Mittelwert.

  • Ich brauche 100%

    16.08.2016, Bob
    Das ist ja eine Milchmädchenrechnung. Ich brauche selbstverständlich ein Auto, dass 100% der Aktionen durchführen kann, die ich mit ihm machen will. Was nutzt es mir, wenn ich mit meinem Auto 87% meines Lebens zur Arbeit und zum Supermarkt fahren kann, ich aber 13% meines Lebens nicht Freunde und Verwandte besuchen oder in den Urlaub fahren kann. Dann ist doch meine Reichweitenangst berechtigt. Dann kaufe ich mir ein Auto, dass all das für mich erledigen kann.
    Antwort der Redaktion:

    Warum? Sie fahren ja auch privat keinen 3,5-Tonner, nur weil Sie manchmal Möbel transportieren.
    Die Prozentwerte betreffen darüber hinaus auch nur den Durchschnitt. Das heißt, je nachdem was Ihre persönlichen Fahrgewohnheiten sind, wird die Reichweitenbegrenzung vermutlich wesentlich seltener relevant (oder häufiger, falls Sie täglich Hunderte von Kilometern zur Arbeit pendeln).

    Beste Grüße, jd/Red

  • Nebenwirkungen?

    16.08.2016, Steffen Seidel
    Soweit ich weiß, bietet Sichelzellenanämie einen gewissen Vorteil bei Malariainfektionen. Der Krankheitsverlauf der Malaria ist durch die deformierten Blutkörperchen deutlich milder. Bleibt so ein Vorteil bei der neuen Behandlung bestehen? Solange die an Sichelzellenanämie leidenden Personen noch in ihren angestammten malariaverseuchten Gebieten leben, könnte ihnen mit der neuen Behandlung ein 'Bärendienst' erwiesen werden. Schließlich ist die Malaria wieder im Vormarsch und viele Mittel gegen die Malaria verlieren allmählich ihre Wirksamkeit.
    Antwort der Redaktion:

    Das defekte Hämoglobin wirkt schützend gegen Malaria, und einen ähnlichen Schutz bietet interessanterweise auch das fetale Hämoglobin.

    Es gibt allerdings Hinweise darauf, dass wenn beide Formen des Hämoglobins in der gleichen Zelle vorhanden sind, sich ihr Schutz gegen Malaria gegenseitig aufhebt. Daraus könnte man schließen, dass eine solche Behandlung sich eher negativ auf den, durch Sichelzellenanämie gegebenen, Malariaschutz auswirken würde. Patienten wären dann womöglich wieder genau so empfänglich für eine Infektion wie ein gesunder Mensch. Die Frage ist, was die Betroffenen eher bereit wären, in Kauf zu nehmen.

  • Wie dem Proton, so dem Neutron

    16.08.2016, Karl-Otto Eschrich
    – hierher passt mein früherer Beitrag zur Größe des Protons –
    das gleiche gilt für Neutronen und die Verbindung von Proton und Neutron.

    Mit freundlichen Grüßen, Karl-Otto Eschrich
  • Nie wieder Laufmaschen

    15.08.2016, Hans Dieter Zöller
    Gab es nicht bereits im letzten Jahrtausend Nylonstrümpfe faktisch ohne Laufmaschen, welche aber dank der geplanten Obsoleszenz bewusst verschlechtert wurden, um den Absatz wieder zu erhöhen?

    Diese Materialien werden sicherlich andere schlechte Eigenschaften mit sich bringen, sonst besitzt am Ende jeder nur noch einen Satz für den Rest des Lebens und der Umsatz geht in den Keller ...
  • Dr. Meinert: Nein, genau umgekehrt wird ein Schuh draus!

    15.08.2016, Markus Kraffczyk
    Es ist im höchsten Maße verantwortungslos, so zu handeln, wie es z.Z. geschieht, nur Zwischenlager und kein Endlager zu schaffen - "Endlager" muss auch nicht zwangsläufig bedeuten, dass es für alle Zeiten unerreichbar, nicht rückholbar konzipiert werden müsste. Damit ist das Ressourcen-Argument hinfällig. Es sollte aber gewährleisten, dass bei Endlagerung nichts ungewollt in die Biosphäre dringt. Wenn man sich mit den Naturreaktoren von Gabun bei Oklo und der Nicht-Migration der dortigen Nuklide (ohne jedes Containment!) beschäftigt, stellt man sehr bald fest, dass es kein unlösbares Problem ist, selbst über viele Millionen Jahre nicht.
  • Eisen und Kupfer - Redoxreaktion

    15.08.2016, Hobbychemiker
    Anmerkung zum ersten Abschnitt: Wird elementares Eisen zu Kupfersulfat (Cu2+) gegeben, dann wird das Eisen _oxidiert_ und geht in Loesung, waehrend Kupferkationen zu elementarem Kupfer _reduziert_ werden, das dann ausfaellt.
    Antwort der Redaktion:

    Sie haben Recht, danke für den Hinweis!

    Beste Grüße, jd/Red

  • Gut, das wäre ein akzeptabler Weg,

    15.08.2016, A.Franke
    wenn er denn wirklich vollständig ohne Tier"verbrauch" auskäme.
    Ich denke da an z.B. diese Geschichten
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/handel-grausamer-bluttransfer-1.2668283
    oder diese hier
    http://www.vgt.ch/vn/0002/stuten-2.htm
    http://www.infomed.ch/pk_template.php?pkid=368
  • Tennisbälle 1666 ?

    15.08.2016, Andreas Stepke
    Ahoi,

    das Thema und die sehr positive Kritik haben mich dazu verleitet dieses Buch zu kaufen. Ich bin noch nicht weit gekommen, doch über einen Punkt habe ich mich irgendwie so geärgert, der mir die Motivation weiterzulesen genommen hat. Entweder die Übersetzung ist falsch, oder die Autorin tüddelt sich da was zusammen. Sie schreibt "Vor allem Ausländer wurden verdächtigt, und in Moorfields wurde ein Franzose fast zu Tode geprügelt, weil er >Feuerbälle< in einem Behälter getragen haben sollte, sie stellten sich als Tennisbälle heraus". Und das war 1666. Da ich Tennis spiele habe ich mich spontan gefragt, wie denn wohl Tennisbälle zu der Zeit ausgesehen haben mögen. Also, losgegoogelt und Wiki gefragt. Demnach gab es 1666 vieles, aber mit Sicherheit noch keine Tennisbälle. Erst recht keine, die wie Feuerbälle ausgesehen haben, denn die ersten Bälle waren schwarz, oder weiß.
    Da fragt man sich, wie realitätsfern wohl andere Geschichten in diesem Buch sind.
    Sollte ich schlampig recherchiert haben, sorry. Andernfalls kann ich nur bedingt zur Lektüre dieses Buches raten.
  • Ähnliche Diskrepanz bei Protonenradius

    14.08.2016, Stefan Riegel
    Zu diesem Problem fällt mir auf, dass es bei der Bestimmung des Protonenradiuses eine ähnliche Diskrepanz der Messwerte um nahezu 1% gibt, die möglicherweise ebenfalls von der Messmethode abhängt. Hierüber gibt es eine aktuelle Veröffentlichung: Laser spectroscopy of muonic deuterium, R.Pohl et al., Science 12 Aug 2016

    Es wäre zu prüfen, ob es einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Abweichungen gibt.
    Antwort der Redaktion:
    Über die Messung haben wir auch berichtet: http://www.spektrum.de/news/nun-schrumpft-auch-das-deuteron/1419921
  • Ey, prima, das nächste Tier,

    13.08.2016, A.Franke
    das in Massnetierhaltung nicht nur für den menschlichen Verzehr, sondern auch für seine Moden gequält und getötet wird. Oder wie werden diese Eiweiße gewonnen?
    Eigentlich warte ich mal in Erinnerung an Elias Canetti darauf, das Kühe, Schweine, Hühner, Pferde, Fische, Tintenfische, Elefanten etc. mal dasselbe mit Menschen machen, was diese meinen mit ihnen tun zu dürfen.
    Zitat von Canetti: „Es schmerzt mich, dass es nie zu einer Erhebung der Tiere gegen uns kommen wird, der geduldigen Tiere, der Kühe, der Schafe, allen Viehs, das in unsere Hand gegeben ist und ihr nicht entgehen kann. Ich stelle mir vor, wie eine Rebellion in einem Schlachthaus ausbricht und von da sich über eine ganze Stadt ergießt... Ich wäre schon erleichtert über einen Stier, der diese Helden, die Stierkämpfer, jämmerlich in die Flucht schlägt und eine ganze blutgierige Arena dazu. Aber ein Ausbruch der mindern, sanften Opfer, der Schafe, der Kühe wäre mir lieber. Ich mag nicht wahrhaben, dass sie nie geschehen kann; dass wir vor ihnen, gerade ihnen allein, nie zittern werden.“
    Antwort der Redaktion:
    Tatsächlich werden die SRT-Proteine schon heute zum Teil biotechnisch produziert, weil man verschiedene künstliche Proteinvarianten auf ihre Eigenschaften testet. Für technische Anwendungen wäre das sowieso wesentlich zuverlässiger und billiger.