Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • @Krippenstapel: Es geht doch gar nicht um Bioenergie

    11.01.2017, Tegres
    Es geht doch überhaupt nicht um Bioenergie, sondern im Artikel ist ausschließlich von Solar- und Windenergie die Rede.
    (Gegen Bionenergie in Form von Verwertung von Abfall- und Reststoffen könnte im Übrigen ja auch nichts einzuwenden sein. Da ich schätze, dass der biogene Abfallanteil in viele afrikanischen Staaten auch höher sein könnte als hierzulande, würde sich das um so mehr lohnen.)

    Eine Anmerkung: Mich stört etwas, dass die Wasserkraft nicht in die Reihe der erneuerbaren Energien gestellt wird, sondern eher zu den konventionellen. Auch wenn Wasserkraft sicherlich die konventionellste der erneuerbaren Energien ist, entsteht ein wenig ein falscher Eindruck.
    Auch ist Wasserkraft nicht gleich Wasserkraft. Im Artikel wird nur auf die existierenden großen Stauanlagen eingegangen. Aber wie ist ggf. das Potenzial kleinerer Anlagen? Sicherlich eine schwierige Frage, da die Datenlagen ähnlich dürftig wie bei Wind und Sonne sein dürfte, und es anscheinend weniger Anstrengungen gibt, dies zu ändern.

    Ansonsten doch ein Artikel der Hoffnung macht :)
  • Was, wenn sie schon ausgestorben sind..?

    11.01.2017, Dan Jones
    Eine wesentliche Frage, die selten in den wissenschaftlichen Artikeln behandelt wird. Evtl. schmälert das die Chancen, jemals auf eine weitere ausseriridische Lebensform zu stoßen, zusätzlich.
  • Mächtigkeit des Kontinuums

    11.01.2017, ErnstS
    Im Beitrag wird der Eindruck erweckt, ℵ1 sei *definiert* als die Mächtgkeit der reelen Zahlen (ℵ1 := |ℝ|). Das ist nicht (ganz) korrekt. Tatsächlich ist aber ℵ1 *definiert* als die nächstgrößere Mächtigkeit nach ℵ0. Als Mächtigkeit der reellen Zahlen (des 'Kontinuums') wird dagegen - per Definition
    Antwort der Redaktion:

    Danke für Ihren Hinweis. Die Textstelle war tatsächlich problematisch. Wir sind noch einmal über den Text drübergegangen und haben die unklare Formulierung ausgebessert.


    Mit besten Grüßen, jd/Red

  • Umsetzung zweifelhafter durch Trump

    11.01.2017, libertador
    Die politischen Erfolge Obamas kamen auch erst zum Ende seiner Amtszeit mit der gemeinsamen Position mit China. Dies hat der Paris Vereinbarung zum Durchbruch verholfen. Die Umsetzung müsste aber jetzt kommen. Durch die Amtszeit Trumps wird das zumindest in Amerika nicht kommen, wenn nicht gar wieder in eine andere Richtung gehen, durch die angesprochene Unterstützung fossiler Energieerzeugung. Wie andere Nationen darauf reagieren bleibt abzuwarten. Aber wenn die USA als Trittbrettfahrer beim Klimaschutz agieren wollen, kann dies auch bei anderen Nationen mögliche Bemühungen bremsen.
  • Politisch nicht gewollt!

    11.01.2017, Christian Krippenstapel
    Schöne Träume - und nicht mal unrealistisch! Schon heute könnten afrikanische Kleinbauern mit der Erzeugung von Energy Crops anstelle von ihren ohnehin längst nicht mehr konkurrenzfähigen Food Crops ihre Existenz retten und riesige Flächen vor der drohenden Verwüstung bewahren.
    Allein: da sind mächtige Lobbys vor! Nicht nur, dass die unsäglich weltfremde "Tank oderTeller"- Diskussion unverdrossen wiedergekäut wird, auch geeignete Energie-Pflanzen werden gezielt diskreditiert, indem sie entweder als "invasive Spezies" auf dem Index landen, wenn sie genügsam und wüchsig sind, oder ihr ungünstiger Treibhausgas-Index wird kritisiert, wenn sie anspruchsvoll sind.
    Fazit: recht ist es nie. Hautpsache, der Mineralöl-Lobby erwächst keine unliebsame Konkurrenz. Ob afrikanische Kleinbauern dafür verhungern oder Menschen in blutigen Kriegen um billiges Erdöl elend verrecken müssen - who cares?
  • Vielen fehlt der sachliche Bezug!

    11.01.2017, Günter Puffer
    Viele Psychologen fehlt einfach der Sachlich Praxis bezogene Bezug zum Klientel. Theorien angewendet sagt noch gar nichts über den Menschen aus. Und, was mich stört ist - dass viele Hilfe und Ratsuchende in eine Abhängigkeit zur Psychologischen Beratungsseite fallen. Hier liegt ein wesentlicher Knackpunkt - wo die Hilfeleistung einen Bruch erleben kann. Einem Psychologen kann ich nur Raten die absoluten Ballungsräume der Problemkonzentration Praxisnah über einen langen Zeitraum zu nutzen. Der Mensch unterliegt zu vielen Ausweichmöglichkeiten.
  • Aggressivität

    11.01.2017, Koslowski
    Um ehrlich zu sein, für mich ergibt sich in puncto Verbindung von Gewalt-Videospielen und Aggressivität eigentlich eher die Frage: Warum sollte es sie NICHT geben? Zugegeben, das hat mit Wissenschaft nichts zu tun. Man könnte allerdings auch mal nachforschen, wieviele der jugendlichen Amokläufer Gewaltspiele gespielt und gewaltverherrlichende Filme gesehen haben. Könnte vielleicht sein, man landet da nahe an der 100%-Marke.
  • Kurven im Diagramm

    11.01.2017, Phil
    Was ist die rote und was die schwarze Kurve im Diagramm? Sollte man dazuschreiben.
    Ansonsten interessanter Bericht.
    Antwort der Redaktion:
    Stimmt, das hatte ich vergessen. Die rote Kurve besteht aus den absoluten Monatsmittelwerten, die schwarze Kurve aus den entsprechenden Monatswerten, von denen die jahreszeitlichen Effekte abgezogen wurden.
  • langsame Mühlen

    11.01.2017, Michael Weskamp
    Die Politik stellt Weichen, bis zur Umsetzung und bis man es am CO2 Level oder Temperatur ablesen kann, dass kann dauern. Ich hoffe jedenfalls, dass die Weichenstellung etwas bewirkt in den nächsten Jahren.
  • Zeitverschiebung

    10.01.2017, Mats Beck
    Wenn das Ereignis in 5 Jahren zu sehen ist, und es sich in einer Entfernung von 1842 Lichtjahren ereignet, ist es dann nicht schon tatsächlich vor 1837 Jahren geschehen, bloß wir auf der Erde sehen es erst später?
    Antwort der Redaktion:
    Ja und nein. Die Überlegung ist insofern korrekt, dass das Licht der Sterne 1842 Jahre hierher unterwegs war, wenn es ankommt. Aber dann kommen die Tücken der speziellen Relativitätstheorie ins Spiel: Wann etwas passiert, ist vom Bezugssystem abhängig, insofern muss man vorsichtig mit der Aussage sein, dass es "tatsächlich" schon damals passiert sei.
  • chemisch stark unterscheiden

    10.01.2017, Christian Ramthun
    >Doch dann würden sich Erde und Mond chemisch stark unterscheiden.
    Die Behauptung ist mir nicht klar. Einer Hypothese zufolge kann Theia im gleichen Abstand zur Sonne enstanden sein wie die Protoerde. Demnach müsste sie sich doch chemisch nicht stark unterschieden haben.
    Antwort der Redaktion:

    Ein Ausweg aus dem Dilemma ist es in der Tat anzunehmen, dass sich die beiden Objekte vor der Kollision nicht sonderlich stark unterschieden haben. Doch auch diese Zusatzannahme nagt an der Wahrscheinlichkeit des ganzen Szenarios. Es wäre dann beispielsweise auch zu erwarten, dass es noch mehr solcher Himmelskörper aus erdähnlichem Material im Sonnensystem gibt, was nicht der Fall ist.

    Beste Grüße, jd/Red


  • geil!

    10.01.2017, jo
    wunderschön.
  • Fiasko (S. Lem)

    09.01.2017, Steve_Reeve
  • Wie klein sind wir doch geworden.

    09.01.2017, Martin B.
    Was ich an dem Artikel wirklich interessant finde ist, wie optimistisch die Menschheit die Zukunft gesehen haben muss, trotz kaltem Krieg, als sie die Voyager-Sonden ins All schickte und wie klein und ängstlich wir heute da stehen.

    Wann haben wir zuletzt ein ähnlich tolles Projekt wie die beiden Voyager-Sonden mit den technischen Möglichkeiten unserer Zeit hervorgebracht?

    Bevor Sie sich überlegen, wie gefährlich es ist ins All Signale zu senden, überlegen Sie sich lieber wie hoch der Energieaufwand wäre hierher zu kommen und das nur um uns zu bekämpfen? Blödsinn, keine halbwegs intelligente Spezies würde diesen Aufwand auf sich nehmen.
    Antwort der Redaktion:
    Stephen Hawking, Martin John Rees, Ulrich Walter etc. behaupten nicht, dass Außerirdische hierher kämen, NUR um uns zu bekämpfen. Sie argumentieren anders: Wer hierher kommt, hat nicht vor, mal eben Hallo zu sagen und dann wieder zu verschwinden. Eine interstellare Reise dauert nach heutigem Wissensstand viele Generationen und ist ein One-Way-Ticket. Sie verschlingt dermaßen gigantische Ressourcen, dass ein Rückflug nicht möglich ist. Für etwaige Besucher ginge es also ums nackte Überleben. Auf einen solchen Trip lässt sich vermutlich nur ein, wer dazu gezwungen ist, beispielsweise weil sein Heimatplanet unbewohnbar geworden ist. Rees' und Hawkings Kritik (und die von anderen) bezieht sich darauf, dass wir mit interstellaren Radiobotschaften möglicherweise jemanden auf uns aufmerksam machen, den wir lieber nicht hier hätten.

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • Antwort auf "Beinahe Einleuchtend"

    09.01.2017, Altmannshofer
    @ Werner Kohl: Den von Ihnen beschriebenen Effekt kenne ich persönlich aus der VEgetationsgeschichte Mitteleuropas mit der ich mich im Studium und Privat viel beschäftigt habe:
    Demnach fand vor ca. 13.400 Jahren eine starke Erwärmung (Aufkommen eines Kiefern und Birken-Waldes, Sog. Alleröd Interstadial) statt, der vor ca. 12.700 Jahren eine erneute Abkühlung auf ein eiszeitliche Temperaturniveau mit Tundravegetation (sog. jüngere Dryaszeit, nach der Tundrapflanze Dryas octopetala= Silberwurz) folgte, ehe dann vor ca. 11.500 Jahren die holozäne Erwärmung und Waldentwicklung einsetzte.

    Nach meinem Kenntnisstand wird ein Zusammenbruch des nordatlantischen Strömungssystems durch den starken Süßwasserzufluss aus den abtauenden Gletschern als eine mögliche Ursache dieser sehr raschen Klimaänderungen angesehen.