Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Welche Milchprodukte besonders gesund sind..

    18.03.2016, Robert Orso
    ... ist aber noch nicht ausreichend genug erforscht, um schon Empfehlungen zu geben.

    Was bitte hat die weltweite Ernährungs "Forschung" in den letzten Jahrzehnten denn eigentlich gemacht? Lobbying für die Industrie? Haben die ihre Resultate gewürfelt?

    Was ich schon sein Jahrzehnten sage: Lasst Euch von den ganzen Ernährungs "Studien" nicht irre machen. Industriefutter vermeiden und das Essen aus guten, natürlichen Grundnahrungsmitteln selbst herstellen.

    Alles andere ist nur Kaffeesatzlesen.

    Dann erledigt sich das "Palmöl Problem", das "Soya Problem", das "Genmais Problem", das "industrielle Tierhaltung Problem" und vermutlich so manch anderes nebenher gleich mit.
  • Apropos Fermi und Paradox

    18.03.2016, Volker Hoff
    Zu diesem Thema mein Blogbeitrag mit Videolink über das sehr spannende Buch: „Paradox – Am Abgrund der Ewigkeit“ von Phillip P. Peterson:
    http://volkerhoff.com/buchtipp-paradox-am-abgrund-der-ewigkeit/
  • Der junge Wald sequestriert CO2 schneller als der alte Wald

    17.03.2016, Bernhard Keim
    Bei aller hier geäusserten Kritik an der Abholzung von Wäldern, es verhält sich dort nicht anders wie mit allem, was wächst. In einem bestimmten Alter wächst der Wald besonders schnell, um dann wieder sein Wachstum zu verlangsamen. Wie oben bereits geschrieben ist die Kohlenstoffsequestrierung eines Sekundärwaldes bis zu 11 mal so hoch, wie die eines alten Primärwaldes. So wie Menschen ab einem bestimmten Alter nur noch langsam, dann gar nicht mehr wachsen, wächst auch der Wald mit zunehmendem Alter langsamer. Der Biomassezuwachs folgt einer S-Kurve. Am steilsten Punkt der Kurve ist die Fähigkeit große Mengen Kohlenstoff zu binden am stärksten ausgeprägt. Etwas oberhalb dieses Punktes sollte man Wälder ernten, wenn man Energieholz gewinnen möchte. Eine Ausforstung muss sowieso erfolgen, wenn man die besseren Bäume zur Gewinnung von Brettern pflegen will. Die Idee, dass nur der Urwald die optimale (Nicht-)Bewirtschaftungsform darstelle, mag zwar unter Artenschutzgesichtspunkten richtig erscheinen, als Energielieferant scheidet der Wald dann allerdings aus.
    Was es auf alle Fälle zu verhindern gilt ist der Raubbau, d.h. die unkontrollierte Entnahme von Holz ohne damit einhergehende Aufforstungsmaßnahmen und Waldpflege. Wie so oft gilt auch hier, dass allzu doktrinäre Standpunkte verhindern, was sie zu schützen vorgeben. Erneuerbare Energien sind Kreislaufenergien. Diese Kreisläufe gilt es zu initiieren, zu installieren und zu schützen.
  • p Wert bei kleinen Stichproben

    17.03.2016, Damian
    "Experimente mit kleinen Stichproben, stark gestreuten Daten und kleinen Effekten werden trotz unzureichender Signifikanz nur ein einziges Mal durchgeführt und ohne nochmalige Prüfung veröffentlicht."

    Es wird oft angenommen das Studien mit kleinem Stichprobenumfang schlechte Studien sind.

    Aber nehmen wir an es werden zwei Studien durchgeführt, Studie S mit 10000 Stichproben und Studie T mit 100 Stichproben. Bei beiden ist der p Wert p=0,05. Der Effekt der in Studie T gemessen wurde muss doch viel größer sein, weil eine kleinere Stichprobe ausreicht um den gleichen p Wert wie bei Studie S zu erreichen. Die Wahrscheinlichkeit das das Ergebnis durch Zufall erreicht wurde ist doch bei beiden Studien genau gleich groß.

    Oder habe ich da einen Denkfehler drin?
  • Falsche Rückschlüsse

    17.03.2016, OSSI
    Ich halte diese Rückschlüsse für falsch.
    Wie wir wissen lebte der Neandertaler wie auch der paleolithische Mensch während der Megafauna die just mit der anwachsenen Population des Homo Sapiens auf nahezu jedem Kontinent ausstarb.
    Die Untersuchungen von 2010 offenbarten u.a. von einem Neandertaler in Belgien Teichrosen gegessen wurden, dagegen wurden typische Wildpflanzen und Pilze - die man erwarten darf, nicht im Zahnschmelz nachgewiesen.

    Es ist jedoch kaum vorstellbar das der Neandertaler ins Wasser ging um die Knollen der Teichrosen zu ernten, wenn rundherum wilde Beeren, Pilze, Süssgräser und Wildfrüchte wachsen die er nicht nutzt, obwohl diese viel einfacher zu nutzen wären.

    Die einzige Erklärung wie derartig merkwürdige Nahrung wie Teichrosen auf die Speisekarte von Neandertaler kommen kann, ist wenn er den Mageninhalt des Blättermagens von Pflanzenfresser mit verwertet, z.b. ein Elch, ein Megahirsch oder Biber die vermutlich Teichrosen fressen würden.
    Den Mageninhalt nutzt z.b. auch ein Wolf, der damit ebenfalls 1/5 seiner Nahrung pflanzlich zu sich nimmt.
    Das hat gewisse Vorteile, denn diese Nahrung ist garantiert ungiftig (sonst würden sie Grasfresser ja nicht fressen) und sie ist bereits mechanisch aufgeschlossen, also in eine "Salatform" gebracht. Er braucht sie nur zu waschen und kann sie bequem mit dem Fleisch zusammen essen, sozusagen als Rohkost-Beilage oder in Form einer Fleischbrühe mit Kräuter.
  • Primzahlen im Dualsystem

    17.03.2016, Heinz Römbell
    Hier wird versucht, die Primzahlen über die Endziffern des Dezimalsystems zu definieren. Im Dezimalsystem können Primzahlen nur mit den Endziffern 1,3,7 und 9 auftreten.
    Die Zahl 53 aus dem Dezimalsystem lautet im Dualsystem 110101. Dreiundfünfzig wird auch im Dualsystem eine Primzahl sein. - Oder? Nur kann man sie hier nicht über eine einzelne Endziffer vermuten, weil das Dualsystem nur zwei Endziffern kennt: Die Null und die Eins – Also, was soll hier das ganze Staunen?
  • primzahlen sind cool

    17.03.2016, tobias durkmann
    Ich weiss noch wie erstaunt ich war die Symmetrie von Primzahlen, angeordnet in konzentrischen Kreisen a 24 Punkten, zu erkennen.
  • Stilvolles Buch mit gutem Sprachstil

    17.03.2016, Jens Müller, Düsseldorf
    Für die Kritiker sei der Stil des Autors kaum zu ertragen: Mit dieser Meinung ist die Rezensentin aber ziemlich allein. Hans-Wener Peiniger schreibt in seiner Buchkritik über das SETI-Buch von H. Zaun genau das Gegenteil.

    "Sein (Zauns) lockerer Stil, gewürzt mit einem manchmal ungewöhnlichen und kunstvollen Vokabular, macht das Lesen zur Freude." http://www.jufof.de/2013/04/harald-zaun-seti/

    Ich sehe das ähnlich wie Herr Peiniger. Zauns Stil ist wirklich ungewöhnlich ... gut!

    Warum schreibt Frau Kuhar so etwas?

  • Soviel zur Erkenntnis: Nichts kann ein schwarzes Loch verlassen,nichtmal Licht...

    16.03.2016, Thomasca
    Die Wissenschaftserkenntnisse haben eine immer kürzere Lebensdauer.
    Antwort der Redaktion:

    Liebe(r) Leser(in),
    die extrem energiereichen Prozesse, bei denen die Strahlung entsteht, finden im Umfeld des Schwarzen Lochs statt, wo unter anderem heißes Gas um das zentrale Loch kreist. Es ist nicht so, dass das Schwarze Loch selbst die Teilchen herausschießt. Nach wie vor gilt, dass weder Licht noch Materie einem Schwarzen Loch entkommen können - aber nur wenn diese hinter den Ereignishorizont geraten sind, also hinter jene Grenze, ab der es kein Entkommen mehr gibt.
    Beste Grüße, jd/Red

  • Die erste Ökokatastrophe

    16.03.2016, Arnd-Matthias Langner
    Was Ihr Artikel nicht sagt: Der Sauerstoffanstieg führte nicht nur (vermutlich) zur kambrischen Revolution, sondern auch zum Aussterben vieler urtümlicher Spezies, die mit aggressiven Oxidationsmittel wie Sauerstoff in ihrer Umgebung nicht klar kamen. Heutige Umweltaktivisten hätten damals "Klimagipfel" einberufen um das Artensterben durch das Ultragift O2 zu verhindern!

    Hat hier jemand CO2 gerufen? Ein phantastischer Dünger für die maritimen Primärproduzenten und letztlich die Grundlage der Nahrungskette aller anderen maritimen Spezies - dem Phytoplankton!

    Genauso - an Land die Wälder - Bäume lieben CO2 und danken uns den CO2-Eintrag mit der Produktion von Sauerstoff!
  • Bezeichnet man Pflanzen eigentlich auch als Leben ?

    16.03.2016, carsten
    Das erste Leben wird wohl wahrscheinlich pflanzlich gewesen sein und das erste tierische Leben ein Zwischending zwischen Pflanzen und Tieren ..

    aber kann man überhaupt Einzeller als Tiere bezeichnen oder sind das nicht eher Planzen.

    Als die erste Tiervorstufe würde ich einen Zusammenschluß von Einzellern betrachten, die in einer Zusammenarbeit / einer Symbiose eine Art interzellulären Stoffwechsel etabliert hatten. Der in einer weiteren Stufe zu einer Organbildung geführt hat.

    Das Nervensystem ist dann wahrscheinlich in einem noch weiteren Prozess durch Kommunikation, dieser ersten Tiervorstufen entstanden, als Abbild unserer 3 Dimensionen.

    Die interessante weitere Frage wäre, ob Nervensystem gleich Gedächtnis bedeuten würde, oder ob dies ein sehr spezialisiertes Nervensystem benötigen würde, dass man jetzt erst mit Hilfe der Gehirnforschung zu entdecken beginnt. Natürlich kann das Gedächtnis auch bei Tieren / oder Planzen ? aufgezeichnet werden, aber ob das sofort die Fähigkeit zu einem Erinnerungsrückrufes bedeutet ?
  • Sehr geehrter Herr Weiss,

    16.03.2016, Gunther Willinger
    Sie haben natürlich Recht, dass Holz, das über Jahrzehnte oder länger gewachsen ist, in Minuten verbrennt. Kurzfristig verursacht Brennholz dabei ähnlich hohe CO2-Emissionen wie Kohle und erhöht den CO2-Gehalt in der Atmosphäre. Erst über längere Zeiträume von Jahrzehnten und Jahrhunderten können diese Emissionen ausgeglichen werden, indem Bäume nachwachsen. Trotzdem besteht ein grundlegender Unterschied zur Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle und Erdöl, denn da geht es nicht um Jahrzehnte sondern um Jahrmillionen. Und: Das aus den fossilen Speichern frei gesetzte CO2 würde ohne Zutun des Menschen dort gebunden bleiben, während sich das CO2 im Holz im stetigen Kreislauf zwischen Biosphäre und Atmosphäre befindet.
  • Wie grün ist die Energie aus dem Wald?

    16.03.2016, Heinrich Rott
    Ich kann dem Beitrag von Walter Weiss nur voll und ganz zustimmen! Diese Milchmädchenrechnungen stammen eben von Leuten, die ihr Abitur mit Kunst, Musik, Sport und Politik gemacht haben. Es geht eben wirklich nicht, zu hobeln ohne Späne zu produzieren. Seneca hatte schon recht mit "quidquid agas, prudenter agas et respice finem"!
  • Sog. "Klimafreundliches Heizen"

    16.03.2016, Allabauer S.
    Schwerwiegende Argumente gegen die Holzwirtschaft vermittelt der Deutschlandfunk unter
    http://www.deutschlandfunk.de/forstwirtschaft-waldmanagement-schadet-dem-klima.676.de.html?dram:article_id=344750
    vom 5.2.mit der Aussage, dass wegen falschem Waldmanagement „es den europäischen Wäldern seit 1750 nicht gelungen ist, mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufzunehmen als sie selbst freisetzen.“
    In einem weiteren Beitrag http://www.deutschlandfunk.de/sekundaerwaelder-ein-nicht-zu-unterschaetzender.676.de.html?dram:article_id=344643
    vom 4.2. wird ausgesagt, dass auf abgeholzten Flächen unter idealen Bedingungen im Urwald der Nachwuchs 11-mal so schnell CO2 aufnimmt wie ein ausgewachsener Wald. Aber erst nach (geschätzt) 66 Jahren erreicht der Nachwuchs etwa 90% der ursprünglichen Biomasse. Nach dieser Zeit nimmt die CO2-Aufnahme wieder ab.
    Wir hören hier stets, Heizen mit Holz sei klimaneutral. Das gilt also doch nur mit einer Zeitverzögerung von weit über 70 Jahren für unsere Breiten! Und das eigentlich nur, wenn diese Zeit lang kein Holz mehr verbraucht wird!! Die Mengen steigen aber zusehens und damit ist die „Klimaneutralität“ eine absurde Behauptung.
  • Das Puzzlestein?

    16.03.2016, Eva
    Eher wohl der Puzzlestein...
    Oder das Puzzlesteinchen.
    Pardon

    Es ist eigentlich kein überraschendes Ergebnis, daß es ein Teil Pflanzenkost war, was die Neandertaler zu sich nahmen. Mich wundert, daß es nicht mehr war. Gut, in einem typischen Eiszeit-Ambiente war vegan keine Option. Aber das Wort Datteln weist ja auf etwas anderes hin. Und wenn es ein wärmeres Klima war, wundert es mich erst recht, daß der Pflanzen-Anteil nicht noch viel höher war. Pflanzen laufen nicht weg. Aufheben oder Abpflücken und Kosten ist doch irgendwie näherliegend als Jagen und Töten, oder?