Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Hummelflug mit Rätseln

    28.07.2004, Rüdiger Biesold
    Der Rückschluß auf andere soziale Insekten ist nicht ohne weiteres möglich. Bei den anderen sozialen Hautflüglern werden die weiblichen Larven unterschiedlich ernährt, die Arbeiter sind in der Regel Kümmerformen und auch ohne Unterdrückungspheromon nicht Ei ablagefähig (fast immer). Die Hummel zieht ihre Nachkommen gleich auf, die werden mit wachsender Volksstärke dank besserer Larvalernährung voll entwickelte Weibchen und können nur per Pheromon von der Eiablage abgehalten werden; ziemlich logisch, daß das nicht voll funktioniert. Vielleicht liegt hier bei der Hummel auch noch eine alte genetische Anlage vor und wirkt sich entsprechend aus. Jede Hummelart hat schließlich eine parsitierende Schwesterart, die selbst nicht sammelt und darauf angewiesen ist, in ein Nest des Originals einzudringen, die Königin zu töten und von deren Arbeiterinnen die eigenen Töchter großziehen zu lassen. Das muß sich wie so häufig präadaptiv entwickelt haben und gehört folglich zum Erbe beider Arten. Es müßte auch betrachtet werden, ob womöglich die Übernahme eines Nestes durch eine Schmarotzerkönigin die Pheromonkontrolle (die kann nicht vollständig gleich sein) noch weiter lockert und so vermehrt zu dem beobachteten Verhalten geführt hat.
  • Warnung ist effektiv wegen der Erfahrung

    28.07.2004, Rüdiger Biesold
    Der Lerneffekt kann nicht vernachlässigt werden. Zumindest ab Fischen aufwärts im Wirbeltierstamm ist das nachweisbar; eine einmal verschluckte ungenießbare Beute wird ausgespieen und zumindest für einige Zeit (bei vielen auf Dauer) gemieden.
    Natürlich gibt es Spezialisten, die gerade mit solchen warnfarbenen Tieren umgehen können und bisweilen sogar zwischen Original und ungefährlicher Kopie unterscheiden können (mein verstorbener Hund konnte ungefährliche männliche Hautflügler sicher von gefährlichen weiblichen unterscheiden, die männlichen wurden einfach verschluckt, die stechenden weiblichen mit hochgezogenen Lefzen zu Tode bearbeitet); aber diese Spezialisten waren und sind offensichtlich niemals zahlreich genug ihre Beutepopulation gefährden zu können.
    Etwas anders sieht das innerhalb der Gliedertiere selbst aus; da ist das Lernvermögen weniger ausgeprägt. Dennoch haben sich auch hier einigermaßen stabile Verhältnisse mit warnfarbenen Tieren eingestellt. So fängt die ebenfalls warnfarbene Hornisse durchaus ihre kleineren Verwandten ähnlichen Aussehens; aber die Hornisse hat ein großes Beutespektrum und ist wenig zahlreich. Bei solcher Art Gesamtbetrachtung fallen die Arthropoden auch immer ein wenig "hinten herunter" oder werden ohne ihre Wirbeltierumgebung betrachtet. Da bleibt noch viel zu tun; beginnend mit der Übung zur Zusammenarbeit diverser Spezialisten, die das normalerweise nicht können - eine ganz fatale Folge der Überspezialisierung.
  • Resistente Salmonellen

    28.07.2004, Dr. Peter Altreuther
    Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt immer mal wieder vor der Anwendung von Antibiotika in der Veterinärmedizin. Daß es sich hier eine uralte Meldung eines dänischen Beamten herausgesucht hat (Kongreßbeitrag im Herbst 2003) und daß es sich dabei um wohlbekannte Stämme handelt, die schon seit 1998 bei Puten bekannt sind, hat es dabei nicht gesagt. Vom Menschen sind solche Stämme bisher nicht isoliert worden. Übliche Salmonelleninfektionen, die sich im Magen-Darmtrakt abspielen, sollten auch überhaupt nicht mit Antibiotika behandelt werden. Und da sind wir schon beim eigentlichen Problem - der Antibiotikabehandlung beim Menschen, die viel zu häufig aus nicht gegebener Indikation verabreicht wird. Aber das wäre eine lange Story, über die von der Paul-Ehrlich-Gesellschaft regelmässig berichtet wird. Also, man kennt das Problem und niemand hat etwas davon, wenn altbekanntes publikumswirksam wieder aufbereitet wird, ohne eine sachliche Auseinandersetzung.
    Freundliche Grüße

    Dr. Peter Altreuther
  • Denk' ich an Deutschland in der Nacht...

    28.07.2004, Matthias Paul Scholz
    Und wieder einmal ein Pyrrhus-Sieg für das unselige Zweckbündnis aus deutscher Kleinstaaterei, Parteiinteressen und Pfründebewahrung.
    Welchen Sinn macht es denn, daß jedes einzelne Bundesland (mit dem entsprechenden Bürokratieapparat) getrennt darüber befindet, in welchem Rahmen die Karriere junger Wissenschaftler sich zu bewegen habe? Die Frage stellt sich doch wohl umso mehr in Zeiten, in denen es schon durchaus üblich ist, auch schon während des Studiums nicht nur das Bundesland, sondern sogar den Staat zu wechseln.
    Aus kurzfristigen Machtinteressen jedoch bringt man eine sinnvolle und eigentlich von allen (zumindest vorgeblich) gewünschte Neuerung zu Fall und vergeudet (wieder einmal) wertvolle Zeit und Energie.
    Ein erneutes Beispiel dafür, wie in Deutschland ein antiquiertes politisches System es Partikularinteressen von Einflußgruppen erlaubt, effektives Handeln zu blockieren - zum letztendlichen Nachteil aller.
  • Low Change Publication

    28.07.2004, Ein Leser (Name ist der Redaktion bekannt)
    Guten Tag, Herr Samulat,

    gerade habe ich Ihren sehr interessanten Artikel gelesen über
    wissenschaftliche Publikationen. Aus eigener Erfahrung muß
    ich sagen, daß ich nicht nur alles bestätigen kann, sondern daß auch noch weitere Methoden und deren ungehemmte Kombination Verwendung finden.

    Neben der LPU gibt es auch die die LCP (Low Change Publication). Die funktioniert so; ich zeige die Daten von Versuch A, B und C in Publikation 1 in Tabellenform. Dann zeige ich die Daten von Versuch C, B und A in anderer graphischer Darstellung und ratz-fatz sehen die Daten ganz anders aus, vor allem wenn ich jetzt noch Daten von anderen (Co-Autoren; Seilschaften) einbaue (natürlich mit Zitat). Dann denkt
    jeder: "Der hat schon wieder neue Daten. So schnell geht das bei dem."

    Großer Beliebtheit erfreut sich auch die Mitgliedschaft in dem Editorial Board einer entsprechenden Zeitschrift; noch besser als Editor einer Zeitschrift auftreten. Da kann man alle LPUs, LCPs und Seilschaften haufenweise veröffentlichen lassen. Man steht dann sehr schnell als Experte da, weil man ja so viel schon zum Thema publiziert hat. Wundern Sie sich nicht, daß manche Autoren 60-80% ihrer Veröffentlichungen in einem einzigen Journal haben?

    Sehr effektiv sind natürlich Kombinationen von allen.

    Ich schreibe Ihnen das nicht, weil ich ein frustrierter Wissenschaftler bin, der unter Publikationsdruck steht (den habe ich hier zum Glück nicht), aber ich kenne genug solide arbeitende Kollegen, die sich mächtig ärgern über solche "schwarzen Schafe".

    Nochmals meinen Dank für diesen sehr wichtigen Artikel.


  • Wissenschaft mit Tarnkappe

    28.07.2004, Rüdiger Biesold
    Wie wahr! Das alles fällt dem Leser auf. Zusätzlich fehlt noch der Punkt der wiederholten Veröffentlichung "uralten Käses". Auch in diesen Punkten funktioniert die hehre Selbstkontrolle der Wissenschaft eben nicht. Aber wenn sich betroffene Mitglieder der Loge der Wissenschaftler nicht einmal mehr aus der Deckung trauen und anonym bleiben wollen (müssen?), dann ist das wieder einmal ein ernst zu nehmender Hinweis auf mafiöse Strukturen. Aber Bedrohung der Freiheit von innen ist auch nicht neu; Schweigen und mangelnde Zivilcourage fördern diese Bedrohung.
    Bei der Stellung als Editor besteht noch die feine kleine Möglichkeit unliebsame Konkurrenten "aus redaktionellen Gründen" zu unterdrücken. Auch dieser Punkt sollte einmal gründlich untersucht werden. Das Ergebnis wäre vermutlich eine ähnliche Katastrophe, wie wenn in einigen Jahren entdeckt würde, daß große sportliche Sieger in Zeiten des Dopingverbotes doch unentdeckt gedopt hatten.
  • Ignoranz ist noch schlimmer als Dämonisierung

    27.07.2004, Rüdiger Biesold
    Es gibt nicht nur gute und schlechte Produkte, es gibt vor allem auch gedankenlose und verbrecherische Anwender.
    Zunächst ist ein gentechnisch verändertes Lebewesen ein Fremdkörper, dessen Auswirkungen nicht nur auf Konsumenten werden wir erst in Jahren richtig würdigen können. Sollten sich da gefährliche Entwicklungen zeigen, wird es zu spät sein. Es bestehen bereits genügend Erfahrungen mit Lebewesen, die in fremde Umwelten verbracht wurden, sich dort explosionsartig vermehrten und ihre Umwelt negativ beeinflußten.
    Kein Mensch kann sicher sein, daß sich die gentechnisch veränderten Organismen nicht mit anderen vermischen und zu völlig unkalkulierbaren Ergebnissen und Risiken führen.
    Und wer will sicher sein, daß nicht das Wissen um diese Möglichkeiten von verbrecherischen Hirnen benutzt wird; von üblen Folgen durch Mißbrauch von Ergebnissen wohlmeinend ehrlicher aber vielleicht blauäugiger ganz zu schweigen.
    Als wichtige deutsche wissenschaftliche Stimme völlig unreflektiert US-amerikanische und konservative wirtschaftliche Interessen nachzubeten ist zumindest ignorant. Da geht es keineswegs um wissenschaftliche Erkenntnis und schon garnicht um Arbeitsplätze in Deutschland oder tatsächliche Hilfe für Hungernde in der Welt, da geht es um Gewinnmaximierung für Großkonzerne. Die Folgekosten werden dann (ähnlich wie schon die Folgekosten, insbesondere Endlagerkosten, der Atomindustrie) auf die Allgemeinheit verteilt, also wieder auf die, für die angeblich die Segnungen gedacht sind.
  • Chance zerstört

    27.07.2004, Rüdiger Biesold
    Mit Ausnahme von drei Richtern sollte besser heißen mit 5 zu 3 Richterstimmen;d.h. ein Richter mehr für das Gesetz und es wäre gültig. Die Versäumnisse im Vorfeld gehen allerdings nicht zu Lasten des Gerichts.
    Mit dem Gesetz sollte jungen Wissenschaftlern Chancen eingeräumt werden, weil viele an dem zeitaufwendigen und teuren Habil-Verfahren scheitern; manche wohl auch die Zeit extremer Abhängigkeit scheuen.
    Die Befürworter dieser Möglichkeit zur Förderung der Wissenschaft und junger Talente haben versäumt, die Einigungschancen zu verfolgen, weil sie sich ihrer Durchsetzbarkeit gegen die Verneiner sicher waren. Die Verneiner wiederum hingen ausschließlich an den bisherigen Verfahren und vertaten die Chance zur Förderung leichtfertig und zum Schaden für Wissenschaft und Talente.
    Außer der Zementierung professoraler Würde hat niemand etwas von diesem Urteil.
    Es ist nicht einzusehen, warum sinnvolle Wege nicht bundeseinheitlich beschritten werden können; soll jetzt jedes Bundesland seinen eigenen akademischen Weg kreieren? Dann sollten die die Kompetenz doch gleich an die Städte und Gemeinden weitergeben, dann wird es völlig dunkel.
    Vor allem aber bleibt die Frage an die Verneiner und Formalisten, wie helft ihr nun Wissenschaft und jungen Forschern? Und wie verhindert ihr Beschränktheit auf Bundesländerniveau? Gerade aus dieser Ecke kommt doch die stete Forderung nach Internationalisierung, man muß wohl Parteitaktik noch über das jeweilige Glaubensbekenntnis stellen, um das alles noch als Erfolg feiern zu können.
  • Hawking: Alles bleibt im Universum!

    26.07.2004, Wilfried foltin
    Liebe Autoren,
    leider kann man als Laie in dem angegebenen Artikel nicht klar ersehen, welcher Wissenschaftler welche These formuliert hat.Wer ist mit "englischer Astrophysiker" gemeint: Preskill oder Hwkins?

    Mit freundlichem Gruß
    Wilfried Foltin
    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Foltin,



    mit dem "englischen Astrophysiker" ist Stephen Hawking gemeint. Sein Wettgegner, John Preskill, lehrt am amerikanischen California Institute of Technology.



    Mit freundlichen Grüßen

    Gerhard Samulat






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  • Fragwürdiger Grund

    24.07.2004, Peter Altreuther
    Diclofenac hat, wie alle Antiphlogistika dieser Klasse viele Nebenwirkungen.
    Welche das bei Vögeln sind, ist mir im einzelnen nicht bekannt. Die Herkunft
    solcher Mengen von D. erscheint mir fraglich. Behandlungsindikationen gibt es
    nur bei Kleintieren und beim Pferd. Daß diese Tiere in großen Mengen damit
    behandelt werden sollten, ist unwahrscheinlich - sicher nicht im terminalen
    Stadium; die Ausscheidung bei Säugetieren ist außerordentlich rasch;
    Rückstandskonzentrationen bei Kadavern also eher gering. Selbst wenn D. bei
    Geiern besonders toxisch sein sollte, ist eine Vergiftung nur schwer vorstellbar.
    Sind Konzentrationen im Serum bei Geiern gemessen worden und mit den Rückstands-
    konzentrationen verglichen worden? Oder frißt ein Geier das 10-fache seines
    Körpergewichts und das von einem frisch behandelten Tier? Alles sehr unwahrscheinlich!
  • Klimaphänomen?

    23.07.2004, Rüdiger Biesold
    El Nino ist die Ursache verbreiteter Klimaphänomen, dessen Ursache liegt in Änderungen der Meerestromsystematik. Diese könnten durch die Änderungen im weltweiten Klima mit verursacht werden, die einzige Ursache dafür ist das aber wohl nicht.
    Aber die weltweiten Auswirkungen von El Nino sind ein gutes Beispiel für mögliche Auswirkungen an anderer Stelle. Eine entsprechende Änderung im Atlantik hätte viel unmittelbarere Auswirkungen auf Europa und Nordamerika.
    Die Untersuchung zeigt aber auch, das Meeresorganismen viel empfindlicher auf Änderungen reagieren. Dies korreliert mit den Großereignissen der Erdgeschichte durchaus; zuerst wurden die Meeresorganismen getroffen, dann die Landpflanzen und dann erst die Tiere. Nach einem "Klimaphänomen" Meteor braucht man da nicht zu suchen.
    Folglich liegt der Schlüssel zum Überleben auch unserer Art darin, solche sich katastrophal auswirkenden Änderungen der Meeresstromsysteme nicht auch noch durch rücksichtslose Belastung von Umwelt und Klima zu forcieren; der Kippschalter in der Labradorsee für den Antrieb von Golfstrom usw. wackelt schon. Der Kippschalter für den Humboldtstrom in der Antarktis oszilliert bereits.
    Die Kontinentaldrift und Sonnenzyklen können wir nicht bremsen, massenhaften Schadstoffausstoß schon.
  • Glückwunsch!?

    22.07.2004, Tolga Yesil
    Es waere einerseits schön, andererseits schade, dass dieses "Jahrhundertproblem" gelöst würde. Es gab schon so viele elegante Ansaetze dieses Problem zu lösen (z.B. stellte man den Bezug zu harmonischen Zahlen auf, wenn ich mich nicht taeusche) also kann man gespannt sein auf welche Art und Weise es letztendlich gelöst wurde! (Wenn er denn richtig bzw. vollstaendig ist)
    Man würde es ihm wünschen...
  • Nicht nur ein wissenschaftliches Problem

    22.07.2004, Rüdiger Biesold
    Es stellt sich schon seit langem die Frage, wo ungünstige Expertisen eigentlich bleiben. In der Politik liest man noch vergleichsweise oft davon, weil oppositionelle Gruppen Interesse daran haben; allerdings auch Geld darin investieren. In der Wissenschaft ist das Problem ähnlich, am gravierendsten in Ländern mit überwiegend durch sogenannte Spenden finanzierten Forschungssystemen. Am Übelsten ist das in der Wirtschaft, wo von Vorständen bzw. Leitungsebenen die Ergebnisse der Expertise bereits vorgegeben sind; ein halbwegs neutrales Ergebnis wird glatt verboten, ein Mitarbeiter mit Rückgrat wird kaltgestellt/entlassen (in totalitären Systemen geht man das Risiko ein, eingesperrt zu werden; kommt aber auch in angeblichen freiheitlichen Systemen vor wie in der Spiegelaffäre), Willige lassen sich immer finden. Für Unwillige existiert zudem an vielen Stellen ein nahezu unkalkulierbares finanzielles Risiko, könnten sie doch neben Einkommensverlust auch noch mit Prozessen bedroht werden. Wieviele Menschen können denn einen langwierigen Prozeß durch alle Instanzen durchhalten? Dann gibt man doch besser nach und hält wenigstens den Mund oder verkauft das unerwünschte an den Panzer- oder Giftschrank des Gegners.
    Hinzu kommt das Problem des "vorauseilenden Gehorsams". Schließlich weiß der "Experte" (als Begriff ein hier nicht zu diskutierendes Problem) zumeist, was das gewünschte Ergebnis aussagen soll und verhält sich auch ohne konkrete Anordnung entsprechend.
    Es liegt also auch nicht nur an Redaktionen, die unterliegen nur den gleichen Effekten. Schließlich sind sie auf den Verkauf und Werbeeinnahmen angewiesen.
    Es bedarf sehr viel Rückgrat, Wissen, finanzieller Sicherheit und langfristiger psychologischer Stabilität, um diesem Druck zu entweichen und "Widerstandsgeist" zu entwickeln und durchzuhalten.
  • Herkunft

    22.07.2004, Karl Bednarik
    Hallo an die Redaktion,

    auf welche Weise kann man beweisen, daß dieser Meteorit von Mars stammt?

    Mit Dank für die Antwort im Voraus,
    und mit freundlichen Grüßen,
    Karl Bednarik.

    Antwort der Redaktion:
    Hallo Herr Bednarik,




    gute Frage! Letztlich sind es die mineralogischen und chemischen Daten dieser Gesteine, die Forscher annehmen lassen, dass diese Brocken vom Mars stammen. So passen beispielsweise eingeschlossene Spurengase in ihrer Zusammensetzung zur Mars-Atmosphäre, deren Zusammensetzung wiederum durch diverse Marsmissionen gut bekannt ist. Auch das Alter der Meteoriten, ihre mikrostruktuelle Textur u.ä. macht die Herkunft vom Mars sehr wahrscheinlich. All das sind natürlich nur Indizien und letztlich keine Beweise - nach derzeitigem Wissensstand bieten sie jedoch die beste Erklärung.




    Als guten Übersichtsartikel zum dem Thema empfehle ich Eric Weissteins Ausführungen über die mutmaßlichen Mars-Meteoriten:




    scienceworld.wolfram.com/astronomy/SNCMeteorites.html




    Mit besten Grüßen




    Thorsten Krome, Redaktion
  • Nicht neu

    22.07.2004, Dr. Gilbert Brands
    Das Ganze ist nicht neu und in dieser Form wohl auch ein wenig einengend betrachtet. Ich verweise auf einen Artikel in Spektrum der Wissenschaft über Raumorientierung in verschiedenen Kulturen, der vor einigen Jahren erschienen ist.

    Es lässt sich auch nicht nachvollziehen, was mit dieser Baby-Studie eigentlich nachgewiesen werden soll. Wenn ein schwarz-afrikanisches Baby ab Geburt in einer deutschen Familie aufwächst, denkt es hinterher auch nicht "schwarz", d.h. genetische Faktoren sind auszuschließen.