Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Absurd

    18.09.2004, Prof. Dr. H.Boeger
    Das Ergebnis klingt etwas absurd. Ich bin aber seit einiger Zeit der Meinung, dass etwas mit der gängigen Theorie der mitochondrialen DNA nicht stimmen kann.
  • Ursache und Wirkung

    18.09.2004, Rüdiger Biesold
    Hier wurde wohl wieder einmal Ursache und Wirkung verwechselt. Schon allein der Umstand, dass der fragliche Erreger bei 50% der Kranken zu finden ist, sollte hinreichend sein, dies nicht als Ursache anzunehmen. Wohl zutreffender ist die Annahme, dass ein bereits vorhandener Morbus Crohn bzw. die Veranlagung dazu die Ausbreitung dieses Erregers begünstigen kann.
    Es ist nachgewiesen, dass bei Morbus Crohn einige Gen-Defekte eine Rolle spielen; die Krankheit gehorcht damit dem Muster der Autoimmun-Krankheiten. Die Ursache sind multi-genetische Defekte; diese können sekundär andere Krankheiten begünstigen. Je nach Konfiguration der Defekte "braucht" es Auslöser für den von außen merkbaren Verlauf der Krankheit; das können Infektionen sein, aber es werden noch eine Reihe anderer Möglichkeiten von starken Hormonspiegelschwankungen bis psychosomatischen Effekten (die allerdings meist auch über das Hormonsystem wirken) diskutiert.
    Die tatsächlich beteiligten Gene und deren Defektkonfiguration ist noch längst nicht geklärt. Mit den Erbgängen tut man sich ebnfalls schwer. Dies ist kein Wunder, Menschenversuche verbieten sich; wegen der Multifaktor-Variante und der völlig ungeklärten dominanz/rezessiv oder gleichberechtigten (sprich: in der Folge Halbwirksamkeit, Mendels rosa Petunie aus weiß und rot) Verhältnisse von kranken und gesunden Genen untereinander stochert die Wissenschaft immer noch mit der Stange im Nebel.
    Die unterschiedliche Benennung der einzelnen Autoimmun-Erkrankungen hat zudem die Forschung aufgesplittert, es wird also zuviel Geld für jeweilige Administrationen, Krieg gegeneinander samt Imponiergehabe ausgegeben. Zusammenfassung zum Wohle der Kranken wäre dringend notwendig. Allein wenn die eingesparten Administrations-Gelder für gründliche Anamnese der Erkrankten ausgegeben würde, wäre das ein Fortschritt; eine ganze Reihe Ärzte (besonders die mit höheren akademischen Weihen) müsste nur lernen zuzuhören, statt dem Patienten die eigene vorgefaßte Hypothese ins Ohr zu blasen und dann von diesem als Bestätigung widerkäuen zu lassen.
    Ich weiß in diesen Punkten sehr speziell, wovon ich spreche. Ich habe seit mehr als 40 Jahren anamnetische Gespräche mit Mitpatienten (m/w) geführt und häufig genug ärztliche Ignoranz an eben diesen Mitpatienten erlebt. Seit Neuestem muss man sogar Zahlungen für wegen jahrelanger Behandlung auftretender befürchteter Folgen leisten, weil sich der Arzt weigert diese Untersuchung gegen Kassengebühr zu machen und lieber selbst höher direkt abkassiert.
  • Riemann Hy

    17.09.2004, Thomas Dietrich
    Dear Sirs,

    I think I can offer a proof of the Riemann Hypothesis. It's 4 or 5 pages handwriting. But by now, I could not find anybody who does a cross-reading of this. Before I go into open air with this paper, I want to have it checked by a math person. Is there anybody in the whole wide world intrested in?

    Regards Thomas
  • Rhetorischer Trick

    16.09.2004, Peter Mayer
    Das Argument "willkürlich wäre es eher, überhaupt keine Einschnitte vorzusehen" leuchtet mir überhaupt nicht ein. Es dreht doch nur das vorgebrachte Argument um, versucht also, dem Argument den Boden zu entziehen, ohne in irgendeiner Form ein Gegenargument finden zu müssen. Das ist in meinen Augen kein ernst zu nehmender Diskussionsstil, das ist lediglich ein rhetorischer Trick, der ins Leere geht. Das Kontinuitätsargument bleibt also unwiderlegbar erhalten.

    Das Argument von den "potentiellen Leichen" gehört in dieselbe Kategorie. Mit solchen Tricks kann man jede Argumentation lächerlich machen. Aber lächerlich machen heißt noch lange nicht widerlegen!

    Menschliches Leben ist Leben von Anfang an. Selbstverständlich gehört auch die "Pille danach" verboten - es gibt schließlich genügend Verhütungsmittel "davor" - die Situation nach einer Vergewaltigung vielleicht ausgenommen.

    Es ist auch nicht fair, sich auf die "in unserer Gesellschaft geduldete Möglichkeit der Abtreibung" zu berufen. Dieses Gesetz ist immer noch umstritten, und geduldet heißt noch lange nicht gebilligt.

  • Verlogene Industrieländer

    16.09.2004, Rüdiger Biesold
    Es werden seitens der reichen Länder nicht nur die Zusagen für solche Projekte nicht eingehalten, bei der Entwicklungshilfe sieht es ähnlich aus, und das Kyoto-Protokoll ist ein weiterer dunkler Punkt.
    Der Gesundheitskampagne stehen gleich zwei christliche Fundamentalisten im Wege, die Bush-Regierung und der Papst. Letzterer wettert öffentlich gegen den Gebrauch von Kondomen, wohl wissend, dass die auch deswegen erzeugten Kinder in den armen Teilen der Welt solches mit Krankheit, Waisentum, verhungern und verdursten bezahlen müssen.
    Allerdings sollten auch Gedanken darauf verschwendet werden, dass eine erfolgreiche Gesundheitskampagne zumindest für eine gewisse Zeit eine ziemliche Bevölkerungsexplosion zur Folge haben wird (jedenfalls war das bisher immer so). Diese zusätzlichen Massen mit Nahrung und Wasser zu versorgen ist ein Problem, und es gibt auch nicht ansatzweise eine Lösung dafür. Verhütungsprogramme brauchen nicht nur die finanzielle Voraussetzung, sondern auch entsprechendes durch Ausbildung gefördertes Wissen mit anschließender soziologischer Umsetzung; das dauert!
    Aber in der Tat, wenn das nicht endlich als Gesamtpaket angegangen wird, stehen Millionen Unterversorgte samt denen, die wegen der Mißachtung von Kyoto ihren Lebensraum verlieren werden, vor den Türen Europas und der USA oder überschwemmen diese Länder schlicht; finanziell völlig uneinschätzbar!
  • Telefone

    14.09.2004, vonluederiz
    In der gleichen Statistik steht auch, dass die Zahl der Telefone unter konservativen Regierungen höher ist.--Vielleicht liegt es ja daran!-
  • Weder noch, es ist Geschwafel

    14.09.2004, Rüdiger Biesold
    Was soll auch ein nationaler Ethikrat leisten? National ist er nicht, er ist international (völlig zu recht, aber warum dieser verlogene Bestandteil?). Ethik ist ein kaum konsensfähiger Begriff. Mit genereller Ablehnung nach den Grundsätzen der Moraltheologie kommen wir sicher nicht weiter, schließlich hat Scheinmoral, Unmoral und Lüge ihren Hort in religiösen Institutionen; wer heiligt denn Panzer und Völkermörder, die müssen doch nur mit dem gleichen religiösen Symbol gegen den anderen losschlagen. (Die Nicht-Diskussion von Homosexualität, unehelichen Kindern bis St.Pölten stinkt auch zum Himmel!)
    Erschreckend genug, dass mindestens eine relative Mehrheit für das Klonen ist, sich nur nicht traut. Was drei Leute in so einem Rat sollen, die nichts aussagen, darf auch hinterfragt werden.
    Schließlich verstecken sich fast alle Mitglieder dieses Rates hinter potenziellen Möglichkeiten von Hilfen für Kranke. Der Umstand, dass auch in Deutschland schon lange mit importierten Zellen real manipuliert (freundlich: geforscht) wird, wird übergangen; ein Punkt unmoralischer Ignoranz. Wie so oft, hier hat die Wissenschaft ein Tor geöffnet und nicht nach den Folgen gefragt. Nun haben wir den Salat in der Welt.
    Der zentrale Punkt der Sache ist für mich: Wie wird Mißbrauch verhindert? Wie verhindere ich Designer-Babys und militärisch nutzbare Monster neben dem Eier- und Spermienhandel? Von den das Samariterhafte der Klonforschung herausstellenden Fraktion wird es genug geben, die sich vorstellen können, dass Klondesign eine Einkommensquelle ist, die jeden heutigen Schönheitschirurgen zum Portokassenverwalter degradiert; auch sehr ethisch. Keiner dieses angeblich so ethischen Rates schreibt etwas von all dem. Nun gut, die Vorsitzende des zuständigen Bundestagsausschusses heißt Flach; nomen est omen heißt es in Latein!
  • Ringwurzel ?

    11.09.2004, Rüdiger Biesold
    Angenommen die Ringstruktur sei schlüssig, dann ist sie jedenfalls nicht die Wurzel. Diese Ringstruktur hat Wurzeln (die Zellen für den Austausch auf Ringebene müssen vor dem Ring entstanden sein), die laufen in den Ring zusammen (klingt zumindest für einen Teil des Lebens plausibel) und von dort aus ergeben sich wieder Verzweigungen. Einiges ist am Ring vorbei gelaufen, wir haben nicht nur Eukaryoten.
    Komplizierter wird es auch noch, wenn in diese Überlegungen einfließt, daß es möglicherweise noch ein paar mehr (symbiontische?) Vereinigungen gegeben hat; auch die Chloroplasten und die Mitochondrien hatten mit einiger Sicherheit eigenständige einzellige und eventuell mehrere Vorfahren, nur gibt es da noch keine vollständigen Sequenzierungen.
    Vielleicht ergibt sich dann ein Bild, wo mehrere Wurzeln eine verknüpfte Netzstruktur in der Form der olympischen Ringe (der Anschaulichkeit halber) tragen, diese bildet dann die Basis für die eukaryotische Welt.
    Schließlich könnte es auch Verknüpfungen innerhalb der nicht-eukaryotischen Lebensbereiche geben.
    Der eigentliche Ursprung des Lebens, also die unmittelbare/n Wurzel/n stecken aber immer noch im Dunkel der Geschichte.
  • Verbrechen, Unwissenheit und Ignoranz

    11.09.2004, Rüdiger Biesold
    Die Behauptung, daß viele Pestizidabfälle in armen Ländern Überreste von Bekämpfungsaktionen seien ist beschönigend und trifft nur einen Teil (den kleineren?) der Wahrheit.
    Für viele dieser Lager wurden Regierungen dieser armen Länder bestochen/gekauft, sowohl von Regierungsstellen reicher Länder wie auch von kriminellen Abfallentsorgern. Der lückenlose Nachweis zur Entsorgung solcher Stoffe ist nur in wenigen Ländern gegeben und auch dort nicht zuverlässig.
    Man ist in früheren Zeiten unglaublich fahrlässig damit umgegangen und hat langfristige Folgen ignoriert. Dabei geht es nicht nur um Abfalleinlagerungen in armen Ländern. Es wurden auch unglaublich viele Stoffe ins Meer gekippt oder sonstwie und sonstwo vergraben bzw. zugeschoben. Bis heute sind z.B. die vor Bornholm versenkten Giftgasgranaten nicht entsorgt, Russen, Briten und vermutlich auch US-Amerikaner haben jahrzehntelang ausgediente Atomreaktoren von Schiffen ins Normeer geworfen, um die versenkten bzw. gesunkenen Kriegsschiffe, Tanker und Frachter kümmert sich auch keiner (einiges davon ist ziemlich küstennah, von den Dingen an Bord weiß fast keiner etwas, nur daß da irgendwann mal Öl austritt).
    Aber auch in Deutschland gibt es noch jede Menge alter Chemiedeponien, Gelände ehemaliger Chemiefabriken und ehemalige militärische Übungsplätze; das ist zu einem erheblichen Teil nicht einmal registriert und schon deshalb für keine Sanierung angedacht. Das kostet alles Geld, viel Geld; aber es wird noch viel viel mehr Geld und Menschenleben kosten, wenn das nicht endlich angegangen wird. Vor allem muß auch dafür gesorgt werden, daß nicht die Gewinne in privaten Taschen landen (incl. der Bestochenen/Gekauften)und die Folgekosten von der Allgemeinheit getragen werden müssen. Für letzteres ist nicht nur die Chemieindustrie sondern noch viel mehr die Atomindustrie mit ihrem völlig ungelösten Endlagerkonzept ein gutes Beispiel.
  • Mehr Offenheit

    11.09.2004, Rüdiger Biesold
    Das ist ja endlich eine Tat mit Bewegung in die offenere und ehrlichere Wissenschaft. Man fragt sich aber, warum erst jetzt? Man fragt sich auch, was haben denn die hehren Institutionen der Wissenschaft, Regierungen und Parlamente bisher in diese Richtung bewegt.
    Es muß auch weiter angemerkt werden, daß diese Initiative nur einen Teil abdeckt. Schließlich gibt es vor klinischen Studien auch völlig unübersichtliche Forschungstätigkeit. Deren Resultate bleiben weiterhin der Willkür und/oder beliebigen Geheimhaltung unterworfen; anders ausgedrückt dies unterliegt der Gewinneinschätzung für Forscher und Kapitalgeber und der Geheimhaltungsparanoia insbesondere militärischer Stellen (nicht nur russischer und US-Amerikanischer). Es bleibt noch viel zu tun!
  • Einseitig und parteiisch

    10.09.2004, Rüdiger Biesold
    Die Benennung der hinter dieser Veröffentlichung stehenden Forscher als "Unions-Forscher" riecht verdächtig nach parteipolitischer Orientierung; mindestens ist diese Verknüpfung "toleriert" worden.
    Auf EU-Ebene wird gestritten, ab welchem Prozentsatz Saatgut als kontaminiert gilt. Ein Teil fordert einen höheren zugelassenen Anteil von Kontamination, dies wird begründet mit der unvermeidbaren Verteilung gentechnisch veränderter Organismen in andere Bereiche. Wenn diese Tür geöffnet wird, muß der Kontaminationsanteil zukünftig stetig heraufgesetzt werden, denn jeder veränderte Samen erhöht die Verbreitung. Es muß also entweder auf kontaminationsfreien Produkten bestanden werden oder wir können es gleich lassen und die Gentechnik freigeben.
    Ob die so veränderten Lebensmittel unschädlich bleiben kann bezweifelt werden. Niemand kann beurteilen, wie sich solche Organismen in der Zukunft verhalten (und mutieren). Sie werden aber mit Sicherheit nicht veränderte Arten verdrängen (schon wegen der intensiven Pflege) und damit mindestens einen Teil der von diesen abhängigen Organismen. Der Mensch legt sich hier eine Bombe mit reziproker Halbwertszeit, das wird von diesen Unions-Forschern heruntergespielt oder ignoriert.
    Das Arbeitsplatz-Argument wird in diesem Zusammenhang schlicht mißbraucht. Die Herstellung von Massenvernichtungswaffen erhält auch Arbeitsplätze; muß ich deshalb für die Produktion von Massenvernichtungswaffen sein?
    Die steigende Individuenzahl der Art homo sapiens sollte auch ohne Gentechnik hinterfragt werden; dieser Planet verträgt nicht unbegrenzt viele Menschen. Wenn ich deren ungezügelte Vermehrung weiter zulasse und alles ausrotte oder verdränge, was dem entgegensteht, dann werden wir wohl die letzten Menschen nur noch mit gentechnisch behandelten verarbeiteten Verstorbenen ernähren können. Ob das mit dem Argument zu erhaltender Arbeitsplätze in der Bestattungsindustrie verhindert werden kann?
  • Erstaunlich!

    10.09.2004, Majoi
    Das hätte ich jetzt nicht gedacht. Wobei ich mich frage ob diese Korrelation eigentlich so zulässig ist. Nun, ich hätte eher gedacht daß die finanziellen Nöte von schlecht verdienenden Personen zu einer Erhöhung des Suizidgefährdung führt.
  • Man kann Insekten auch anders anlocken

    10.09.2004, Matthias Paul Scholz
    Komisch eigentlich, dass noch niemand vorher auf die Idee gekommen ist: Roboter gewinnen Energie auf die gleiche Weise wie es auch Animalia tun, nämlich durch das Auffressen anderer Lebewesen.

    Anscheinend funktioniert das Ganze ja sogar schon, zumindest prinzipiell und für ganz kleine mechanische Burschen.
    Dabei haben Insekten gegenüber Pflanzen wohl den (für den Konsumenten) unbestreitbaren Vorteil, dass sie meistenteils recht mobil sind und sich zwecks Veschlungenwerdens zum Roboter begeben können; etwas irgendwo zuverlässig zu finden, ist derzeit ja (noch?) durchaus ein Problem für letzteren. Doch auch hier scheint mir - als nächster logischer Schritt - die Insektenwelt, die ja vor der gleichen Herausforderung steht, dem Auffinden von Nahrung nämlich, als Pate für Lösungsstrategien dienen zu können.

    Allerdings ist die (auch im Originalartikel des Scientist) reißerische Erwähnung von Gestank und Exkrementen wohl mehr von dem (üblichen?) Streben nach öffentlicher Aufmerksamkeit diktiert als von tatsächlichen Notwendigkeiten - schließlich lernt man bereits in der Schule oder erfährt es leidvoll an warmen Sommerabenden, dass es viele Arten gibt, Insekten anzulocken (etwa mittels Pheromonen). Und ich nehme mal an, dass ein Roboter mit der beschriebenen Methode auch anderes Getier verzehren kann als ausschließlich Fliegen...

    Vielleicht nicht außer Acht gelassen werden sollte der Hinweis auf die meines Erachtens vorhandene ethische Dimension solchen Tuns - auch wenn die meisten Menschen offensichtlich kein Problem damit haben, auch hochentwickelte Lebewesen zu eigenem Nutzen (zu) töten (zu lassen) und mehr oder weniger schmackhaft zuzubereiten, so ist es doch zumindest neu, selbst hergestellte "Geschöpfe" zu selbem Behufe auf die belebte Welt loszulassen. Oder etwas griffiger formuliert: was, wenn der Roboter Vegetarier ist?
  • doch Entwurf

    07.09.2004, Rüdiger Biesold
    Wenn man von "sozusagen erster Entwurf" spricht, ist das auch so gemeint. Sprachlich ließe sich nahezu endlos streiten, ob nun alle vorkommenden Mutationen als Entwurf anzusehen sind oder nicht. Ein Plan im menschlichen Sinne steht sicher nicht dahinter, bewährt sich oder bewährt sich nicht; man kann das schon Entwurf nennen.
    Die verbogene Wirbelbrücke gefällt mir aber viel besser, nur wird die eben nicht zum Aufrechtgehen sondern zum Kriechen benutzt, jedenfalls von vielen. Man sollte sämtliche Zugänge zu Institutionen so benennen (Parlamente, Kirchen, Parteihauptquartiere, Managementetagen), da weiß man doch, woran man ist und man kann beruhigt per Superbus in den Bundesadel fahren; dort gibt es warlich genug, die sich mit Gewalt alles passend machen.
  • Erster Entwurf?

    06.09.2004, Gerhard Altenhoff
    Lieber Herr Biesold,
    erlauben Sie mir zu Beginn eine Bemerkung: Die Natur "entwirft" nicht, denn die Natur hat keinen "Plan".
    Ich bin eigentlich dankbar für die Erkenntnis, daß de aufrechte Gang vor rund 6 Mio jahren seinen Anfang nahm. Das paßt nämlich gut in die "Zeitfenter" der menschlichen Evolution. Es gibt in der Evolution des Menschen viele "Seitenzweige", und zwar genausoviele Seitenzweige, wie es Menschen gibt. In der "klassischen" Diskussion um die Evolution des Menschen wird immer wieder übersehen, daß alle Menschen von der ersten Stunde der Menschwerdung ein Merkmal eint: Die verbogene Wirbelbrücke. Diese war es, die dem Menschen den "aufrechten Gang" aufzwang. Ich erinnere in diesem Zusammenhang daran, daß die bipede Forbewegungsweise nicht vom Menschen "erfunden" wurde. Bipede Lebewesen gab und gibt es haufenweise. T-Rex lief auch auf zwei Beinen, aber sowohl T-Rex als auch Vögel oder Riesenkänguruhs haben eine vollkommene Wirbelbrücke.
    Orrorin dürfte der falsche Name für das Wesen sein, das damals gelebt hat. Es war ein Australopithecus, wie auch wir Australopithecinen sind, uund zwar vom Stamme des Australopithecus Superbus Procrustes: der überhebliche Südaffe, der sich alles mit Gewalt passend macht. Wegen der weiteren Einzelheiten verweise ich auf www.bundesadel.de
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