Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Trivial und unbewiesen

    30.12.2003, Rüdiger Biesold
    Woher bitte kommt die "wissenschaftliche" Erleuchtung, die Lichtmenge im Weltall sei schon immer gleich gewesen? Das es mittlerweile mehr ältere Sterne gibt ist auch völlig umwerfend, am Anfang gab es schließlich nur junge Sterne (nur Menschen werden manchmal als Greis geboren). Erst nach dem Tod zumindest eines Teil der ersten Sterngeneration konnten überhaupt die folgenden Sterngenerationen heutiger Zusammensetzung samt zugehöriger Planetensysteme entstehen; die haben auch unterschiedliche Lebensdauern.
    Die Herausrechnung von Rotverschiebungen hängt ab von genauer Entfernungs- und Geschwindigkeitsbestimmung. Diese ist keineswegs exakt sondern stützt sich zumindest teilweise auf gegenseitig abhängige mehr oder weniger stimmige Annahmen.
    Es ist fatal, aber ich werde den Eindruck nicht los, das gesellschaftlich-politisches Wortgetöse immer mehr auf Wissenschaft abfärbt. Ist das vielleicht ein spezieller Doppler-Effekt?
  • genetisches Minimalprodukt

    30.12.2003, Rüdiger Biesold
    Die Untersuchung fördert nur einen Teil des Problems zu Tage. In der Tat ist bei einem kleinen Restbestand (das gilt nicht nur für Vögel) die Gefahr groß, daß sich weniger lebensfähige Mutanten durchsetzen; dabei könnte eine gegenüber der früheren Großpopulation abweichende Art herauskommen. Dann hätte die Art letztlich nicht überlebt und etwas neues wäre entstanden.
    Noch gefährlicher wird das, wenn der Mensch via künstliche Befruchtung und Aufzucht unter menschlicher Obhut eingreift; das Resultat ist potentiell ein Organismus mit gleichem Erscheinungsbild, der ohne andauernde Betreuung nicht lebensfähig ist. (In diesem Zusammenhang kleiner Reflex auf die künstlichen Fortpflanunzungspraktiken unserer eigenen Art!)
    In jedem Fall kommt nach dem "Flaschenhals" eine Population heraus, die nur eine geringe genetische Bandbreite (auch hier: schöne Grüße an PID) hat und dementsprechend über geringe Variationsbreiten und Anpassungsmöglichkeiten verfügt. Auch aus diesen Gründen besteht für sehr lange Zeit ein hohes Gefährdungspotential für die Arterhaltung.
    Was soll man andererseits machen, wenn eine Art nur noch in einem Pärchen vorhanden ist? Der Versuch der Erhaltung sollte wohl doch unternommen werden. Viel wichtiger wäre der Schluß, daß es nicht erst dahin kommen darf. Schutzmaßnahmen müssen früher greifen. Es darf dabei auch nicht vergessen werden, daß eine in kontaktunfähige Inselareale verteilte Art in jeder Insel für sich diese Probleme hat; deshalb sind auch nominell "große" Populationen vom Aussterben bedroht.
  • Lustig

    29.12.2003, karin
    ma is des lustig
    hahahahahahahaha
  • Beagle2

    27.12.2003, Reinhard Ziebarth
    Sehr geehrte Damen und Herren
    Ich verfolge die Letzten Tage eure Marsmission im Radio.Ich bin auch sehr entäuscht das kein Funkkontakt zur Beagle zustandekommt.Wenn ich aber die Marsbilder anschaue,liegen dort sehr viele Steine dort.Vieleicht ist er irgentwie bei der Landung gegen ein Stei geknallt,oder liegt an einen Abhang.
    Nun meine Idee.Ich lese regelmässig das PM-Magazin,und dort war mal ein Thema über Spionagesatelliten.Die konnten Bilder machen aus einer Höhe von 300 Km,dort konnte man einen Menschen sehen der gerade die Zeitung liest.
    Wieso schickt man solch einen Satelliten mit der Kamera nicht zum Mars?
    Dort kann man doch die Landeregion Fotografieren wie die Landeeinheit gelandet ist.
    Ich würde aber die Hoffnung nicht aufgeben,denn der erste Astronaut zum Mars würde sagen,"Was dort soll ich landen,viel zu viele Steine,gibt mir den Steuerhebel ich suche mir selber einen Landeplatz.Und das kann eine Sonde nicht.
    gruss
    R.Ziebarth
  • RE: RE: RE: inkomplette Querschnittslähmung

    27.12.2003, Marcel
    Diese Frage kann Dir nur ein Arzt richtig beantworten (leider).
    Aber meiner Meinung nach ist das schon ein sehr großer fortschritt den er gemacht hat.
    Ich finde jetzt kann es nur noch ber auf gehen.

    Ich wäre froh wenn ich das wieder könnte.

    Ciao Marcel
  • RE: Gebärmuttertransplantation

    26.12.2003, Jana
    Hallo Elena,

    mein Name ist Jana.
    Ich habe heute Deinen Beitrag über die Gebärmuttertransplantation gelesen. Aufgrund einer Krebserkrankung habe ich auch keine Gebärmutter mehr, habe einen Kinderwunsch mit meinem Ehemann.
    Mich würde interessieren, ob Du inzwischen Möglichkeiten gefunden hast, die eine Gebärmuttertransplation mit Erfolg verwirklichen ?

    Über eine Antwort würde ich mich freuen.

    Vielen Dank

    Jana
  • Kurz gedacht

    24.12.2003, Rüdiger Biesold
    Die spezifische Fürsorgereaktion von Elterntieren auf Nachwuchsgeräusche ist im Tierreich weit verbreitet und keineswegs ein Spezifikum von homo. Bei allein erziehenden Tieren ist das meist nur auf das Muttertier beschränkt. Bei Rudeltieren und für die Aufzucht paarbildenden Tieren gibt es aber auch eine Menge Beispiele für entsprechend reagierende männliche Tiere. Bei vielen Rudeltieren (insbesondere bei Primaten) setzt das Lernprozesse innerhalb des Rudels voraus, da sich homo unnatürlich verhält ergeben sich daraus auch die spezifischen Nachfolgeprobleme bei der Aufzucht; studieren kann man das bei unseren nächsten Verwandten im Zoo, wenn Mütter nie andre Mütter gesehen haben und in der Kriminalstatistik über unsere Gattung.
    Ich kenne eine ganze Reihe von männlichen Menschen (auch wenn sie nicht selbst Vater sind), die schneller (und sachgerecht) auf Geräusche des Nachwuchses reagieren als die angeblich zuständigen weiblichen Menschen. Da ist noch viel weiter gefaßte Forschung angesagt.
  • Nicht oberaffengeil!

    24.12.2003, Rüdiger Biesold
    Wie bitte soll ein halbwegs normal begabtes Kind an den Weihnachtsmann glauben können, wenn er massenhaft auftritt und im privaten Kreis die Schuhe und Stimme von Vater/Opa/Nachbar hat? Kinder sind meistens viel schlauer und aufnahmefähiger als Eltern und sonstige Erwachsene glauben wollen; insbesondere in solchen rührseligen Festtagen führen sich die Alten in den Augen der meisten lieben Kleinen ohnehin ziemlich beknackt auf.
    Was ein Glück, daß sich der Mensch in den monotheistischen Religionen kein Bild von Gott machen soll (eigentlich); vermutlich liefen sonst noch haufenweise auf alt getrimmte Menschen mit Bart und Nachthemd in der Gegend rum und töteten den Rest christlicher Überlieferung samt ihren besonders notwendigen humanistischen Traditionen.
  • Klassische Evolution

    23.12.2003, Rüdiger Biesold
    Die Mutation eines Gens des diploiden Chromosomensatzes führte offensichtlich (wieso scheinbar?) zu dem Vorteil, daß dieses Individuum nicht krank wurde und sich vermehren konnte; natürlich setzt sich etwas derart vorteilhaftes nahezu explosionsartig in einer lokalen Population durch. Die "Nebenwirkungen" sind bekannt; diploid Kranke sterben alsbald an dem Defekt und diploid Gesunde stereben alsbald an der Malaria.
    Die "Nebenwirkungen" des melanesischen Gendefektes sind noch abzuklären; das Prinzip solcher Mechanismen ist aber nun schon länger bekannt und keineswegs revolutionär neu.
  • Jagd lässt Schafbock-Hörner schrumpfen

    23.12.2003, Bodo Bakschik,
    Warum läßt die Oberste Jagdbehörde Kanadas den Abschuß der Schafböcke in den Schonzeiten zu ?
  • RE: RE: RE: Stammzellforscher, nur?

    21.12.2003, Dr. Axel Kranzmann
    War nicht das Öffnen des menschlichen Körpers verboten, als ein gewisser Leonardo da Vinci und ander Wissenschaftler begannen wertvolle medizinische Erkenntnisse aus Obduktionen sammelten? Passen nicht alle Argumente der Gegner des Herrn Brüstle auch in diese vergangene Diskussion? Sollte man "Glaubenskriege" in die Forschung tragen?
    Sicher muß Forschung am menschlichen Leben genau beobachtet werden. Möglicherweise ist eine parlamentarische gesteuerte Kontrolle durch unabhängige Bürger nötig. Aber sicher kein Verbot.
  • RE: Wie gut verzögern Verzögerer oder Blocker

    21.12.2003, godWeAre
    (siehe Spektrum Ausgabe 5/2003 Seite 46)

    Ginkgo Biloba extrakte zur Steigerung der Hirnleistung hat mindestens ein placebo effekt? (Habe es vor kurzem getrunken und ein Kreutzwortraetsel ausgefuellt...meine subtile Wahrnehmung war eine leichte Steigerung meiner Konzentration *Ob dies nun Einbildung war oder tatsaechlich ein Effekt eintrat kann ich nicht bestaetigen da mir dazu mehr Hintergrundwissen fehlt) Allerdings wird in dem Artikel noch folgendes erwaehnt.
    Auszug:

    1. generation solcher Medikamente...
    ...Die amerikanische FDA (Arzneimittel Behoerde) hat 2 derartige Medikamte zugelassen "Tacrin" & " Donepezil" zur Behandlung von Alzheimer Patienten. Bei beginnender Alters Demenz.


    Ansonsten klingt der Bericht ueber Antibiotika gegen Alzheiemr sehr vielversprechend.

    Auch wuerde ich Ihrer Frau raten sich viel neues Wissen anzueignen (zb eine Sprache lernen oder neue Kochrezpte usw) um die Gehirnleistung zu steigern und so die Krankheit zu bremsen.


  • RE: RE: Stammzellforscher, nur?

    21.12.2003, Maria Mayer
    > Unser ganzes Wirtschaftssystem beruht darauf, dass fähige und fleissige Leute, wenn Sie etwas wertvolles leisten, auch einen eigenen Vorteil davon haben.

    Wen meinen Sie, wenn Sie schreiben "wenn Sie etwas wertvolles leisten"? Ihren Vorredner, den Sie so vehement angreifen?

    Also, ich bin der Meinung: Der Mann hat Recht! Und Greenpeace hat Recht! Was Leute wie Brüstle im Namen der Wissenschaft tun, ist moralisch verwerflich.
  • RE: Stammzellforscher, nur?

    20.12.2003, Werner
    >Verachtung darf man für solches Tun schon haben.

    Ich habe Verachtung vor Leuten, die mit ihrem fortschrittsfeindlichen und vermeintlich sogar "ethischem" Getue die Chancen verringern, dass krebskranken oder querschnittsgelähmten Menschen bald wirkungsvoll geholfen werden kann.

    Warum verzichten solche Leute nicht für sich persönlich auf jede medizinische Hilfe, die mittels Stammzellenforschung möglich geworden ist ?

    Da sind Vegetarier doch viel weniger scheinheilig. Die belassen es dabei selbst kein Fleich zu essen ohne diese respektable Entscheidung anderen Menschen aufzwingen zu wollen.

    Und natürlich werden Patente wegen finanzieller Vorteile angemeldet. Unser ganzes Wirtschaftssystem beruht darauf, dass fähige und fleissige Leute, wenn Sie etwas wertvolles leisten, auch einen eigenen Vorteil davon haben.
  • WHO ist ein Teil des Problems

    20.12.2003, David Stadler
    Interessanterweise stellt die WHO zwar est, dass unzureichende und vernachlässigte Gesundheitssysteme ein (zentraler)Grund für die Bedrohung durch Epidemien sind. Gleichzeitig verweigert die WJO dem funktionierenden und zukunftsträchtigen System des Schweizer Arztes Dr. B. Richner in Kambodxhe die Unterstützung? Er betreibt dort inzwischen drei Kinderspitäler auf hohem technischen Niveau, in dem Kinder kostenlos behanelt werden und ein Ausbildungszenter für Pädiatrie in armen Ländern für arme Menschen. Obwohl das desolate und korrupte offizielle Gesundheitssystem Kambodschas nicht funktioniert, kritisiert die WHO die Projekte von Dr. B. Richner undter anderem mit dem Argument, es sei nicht nachhaltig und unterwandere das kambodschanisch Gesundheitssystem. Dass es die WHO unnötig findet, Blutkonserven in der dritten Welt auf HIV und Hepatitisviren zu unersuchen ist angesichts der obigen Meldung für mich ebenfalls völlig unverständlich.
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