Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Denkanstoß

    23.01.2016, Wilde
    Die Klassifikation dieser Figuren darf eben nicht(!) damit beginnen, nach Winkeln zu unterscheiden! Dann werden Rechtecke und Quadrate sofort von dem "offiziellem" Trapez-Bild (2 schiefe Schenkel) isoliert, obwohl es im Kern nur auf die anderen 2 parallelen Seiten ankommt. Gut, dass es solche Denkanstöße gibt:
    Das Trapez steht also viel weiter oben...
  • Schwarze Löcher in Größe M

    23.01.2016, Klaus Moll
    Wenn man den Ursprung der sehr massereichen schwarzen Löcher nicht kennt, wie es in dem Artikel heisst, und die massearmen schwarzen Löcher immerhin auf maximal mehr als eine eine Sonnenmasse ansetzt, womit deren Entstehung wohl zum Teil auch mit dem Fressverhalten der einmal aus einem Sonnenkollaps entstandenen schwarzen Löcher erklärt werden muss, dann bietet sich ja die Hypothese an, dass es eigentlich keine Obergrenze von schwarzen Löchern im unteren Bereich geben muss. Es geht für mich nicht sehr klar aus dem Artikel bevor, wieso eine solche bisher angenommen wurde.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Moll,

    danke für die Anmerkung. Die stellaren Schwarzen Löcher gehen nur aus bereits massereichen Sternen hervor. Solchen, die (deutlich) schwerer als unsere Sonne sind, und demnach sind sie ungefähr so schwer wie diese Sterne selbst. Die Masse ist ausschlaggebend, ob aus dem „sterbenden“ Stern überhaupt ein Schwarzes Loch entsteht. Dass Letzteres dann mit der Zeit schwerer wird, ist wahrscheinlich. Jedoch ist unklar in welchem Ausmaß, wird doch auch wieder Materie herausgeschleudert. Eine Obergrenze hat – soweit ich weiß – auch niemand vermutet. Nur kennt man eben noch keine Schwarzen Löcher, die irgendwo zwischen stellar und supermassereich liegen.
    Ob gewissermaßen aus einzelnen stellaren Löchern über die Zeit durch Aufsammeln von Materie und Verschmelzung zunächst intermediäre Schwarze Löcher werden und schließlich gar supermassereiche ist eine Theorie unter mehreren. Dazu wäre es natürlich wichtig zu wissen, ob es die intermediären überhaupt gibt.

    Siehe weiterführende Informationen hier:
    Supermassereiche Schwarze Löcher
    Stellare Schwarze Löcher
    Mittelschwere Schwarze Löcher

    Grüße
    J. Deeg
  • Name

    23.01.2016, Eckhart Triebel
    Wenn überhaupt, dann müsste der Planet Ooster heißen, der ihn bereits vor zehn Jahren in einem Gedicht beschrieben hat:

    Der Planet vor der Kuiper´schen Wolke

    with all the darkness around me
    I feel less alone.
    Samuel Beckett

    namenlos stolz selbst schwarz in ewiger schwärze
    dreht er sich mag sein polar um die eigene achse
    treibt fort in einer endlosen ellipse zeitlos
    um einen für ihn kaum sichtbaren fixpunkt.
    keinen heimweg hat er auf dieser Milchstraße
    wo licht und wärme ihm einzig
    zwei unbekannte variablen sind
    die er nicht vermißt.

    vor sich nur diese wand aus trummen diese schutthalde
    aus der hin und wieder ein trumm ausbricht
    durch welche kräfte auch immer dann als komet...
    diese wand läßt sich treiben wie er um diesen stellaren
    punkt und dahinter ziehen andere trabanten
    mit anderen bahnen ihre eigenen kreise.
    gehorchend den gesetzen der schwerkraft
    sind sie anerkannte glieder dieses solaren systems.

    stecknadelkopfgroß in all der schwärze so blaß
    sieht er euren dompteur durch die schwebende
    trümmerwand der auch ihn bindet

    und doch hat er die gewißheit:
    nicht ich bin der ausgeschlossene
    ihr seid die eingeschlossenen.

    Schöneberg, 25. August 2oo6

    Hermann Jan Ooster, Die Welt ist ein Museum absichtsloser Katastrophen, S. 17
    http://www.quiqueg-verlag.de/#museum
  • Fortsetzung kolonialrassistischer Herrschaftsstrategien

    23.01.2016, Moritz Duden
    In diesem Beitrag werden wieder einmal kolonialrassistische Forstellung von den "Anderen", den "Fremden", den "Unzivilierten", den "Naturvölkern" perpetuiert. Es wird angenommen, dass sie noch keine Kultur haben, sondern ganz Natur sind. Sie werden zum Objekt gemacht gemessen, kategorisiert, eingeordnet. Sie werden regelrecht animalisiert (Wer lebt im Busch -> Auf jedenfall keine zivilisierten Menschen). Und so weiter.

    Ich würde das jedoch nicht zu einer Sache von Bezeichnungen reduzieren, sondern sehe genauso das kolonialrassistische Gedankengut, in der Forschungsfrage, die sich durch die Erforschung der "Naturvölker" erhofft, den "ursprünglichen" Schlaf zu entdecken. Somit ist die ganze Untersuchung nur dafür nützlich den Forscher*innen zu zeigen welchen kolonialen Mustern sie erliegen, und sie danach in den Mülleimer zu werfen.
  • Windkraft hat keinen Nutzen!

    22.01.2016, Elmar Oberdörffer
    Strom von Windrädern ist absolut wertlos. Immer wieder ist die Gesamtleistung aller in Deutschland betriebenen Windräder Null oder nahezu Null, und immer wieder ist sie so hoch, daß sie in Deutschkland nicht abgenommen werden kann, ins Ausland entsorgte werden muß, häufig gegen Zuzahlung von Geld, oder daß Anlagen abgeschaltet werden müssen, wobei der nicht produzierte Strom dann trotzdem von den Stromkunden bezahlt werden muß. Keineinziges thermisches Kraftwerk kann durch Windräder ersetzt werden, thermische Kraftwerke müssen ständig mit mindestens ihrer minimalen Leistung mitlaufen, um die ständigen Leistungsschwankungen der Windräder auszugleichen. Die thermischne Kraftwerke müssen so leistungsstark sein, daß sie bei Flaute und Dunkelöheit den gesamten Strombedarf Deutschlands allein erzeugen können. Würde man sie nicht durch die überflüssigen Windräder in ihrem Berteib ständig stören und ihre Auslastung ruinierne, so könnten sie wirtschaftlich betrieben werden und Strom zu einem Bruchteil der Kosten von Windanlagen oder gar Solarpaneelen liefern. So wird ihr Berteib unwirtschaftlich, und da man nicht auf sie verzichten kann, wenn man eine zuverlässige und ununterbrochene Stromversorgung braucht, wird man sie demnächst subventionierne müssen. Die Energiewende ist nicht nur eine Dummheit, sie ist ein Verbrechen. Und das Klima rettet sie auch nicht, das rettet sich schon selbst.
  • Weltraumchemie und Leben?

    22.01.2016, Dr. Manfred Bühner, Biochemiker
    Der Artikel beschreibt eine überaus interessante Chemie, aber es gibt bei all diesen Weltraummolekülen eine immer wiederkehrende Erscheinung, die ich nicht verstehe: Warum sehen sich die Autoren dieser Beschreibungen geradezu in Sucht-Modus veranlasst, andauernd über Zusammenhänge mit der Entstehung des Lebens zu phantasieren? Und wenn es nur in Titel oder Abstract ist.

    Das Leben existiert auf der Erde und ist auf der Erde entstanden. Alles, was dazu nötig war, war und ist auf der Erde vorhanden. Man kennt zwar nicht alle Einzelschritte im Detail (schließlich war keiner dabei zum Zuschauen), aber es sind keine prinzipiellen Fragen offen. Die Astronomie kommt zwar ins Spiel bei den Grundvoraussetzungen (habitable Zonen usw.), aber für die Erklärung der eigentlichen Entstehung des Lebens wird sie schlicht und einfach nicht benötigt, das haben die terrestrische Chemie und die Biochemie voll im Griff.

    Das ist aber den Astronomen anscheinend nicht bekannt. Sie verstehen im allgemeinen nur sehr wenig von Chemie und mit ganz wenigen Ausnahmen absolut NULL von Biochemie, also von der Chemie des Lebens. Also beschränkt sich das ganze meist auf ein paar Schlagworte wie z. B. "Aminosäuren", die aber für die eigentliche Entstehung des Lebens nur von sekundärer Bedeutung sind; die wirklichen "Täter" sind die Nukleinsäuren. Wenn Astronomen über "Leben" faseln, lese ich das Wort von hinten: Nebel. Es ist einfach nur Sensatiönchenlust und Wichtigtuerei.
  • Der Alarmismuskeule entschlingert :-)

    22.01.2016, Wolf Niese
    Gut erklärt, und wenn ich mir einen anderen Spektrumartikel von Daniel Lingenhöhl über den Jetstream ...

    http://www.spektrum.de/news/warme-arktis-verschafft-uns-haeufiger-extremwetter/1333459

    ... in Erinnerung rufe und die hohe Wahrscheinlichkeit. dass wegen des Kokelns mit fossilen Brennstoffen die Arktis sich doppelt so schnell erwärmt als im Schnitt, der Jetstream schlingert und somit Blizzards in den USA eher entstehen können, dann sprechen die Indizien wiedermal durchaus dafür, dass der Mensch Extremwetterereignisse maßgeblich mitverursacht.

    Eigentlich, denn beweisbar ...

    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2012/09/11/was-man-beweisen-kann-und-was-nicht/

    ... ist das nicht. *Nur* relativ wahrscheinlich. Weshalb der Autor wahrscheinlich es der Leserschaft überlässt, Wetterextreme im Kontext mit dem Klimawandel zu denken. Somit kann man Lingenhöhl kaum je den Vorwurf machen, in beunruhigten Zeiten Alarmismus zu betreiben.
  • Der teure Wahn der voll bemannten Raumfahrt

    22.01.2016, S. Kächele
    Es waren ausgerechnet die Schriften von K.F. Long: Deep Space Propulsion und Jesco von Puttkamer, beide starke Befürworter voll bemannter Raumfahrt, die mich vom Gegenteil überzeugt haben.
    Was für einen Sinn macht es Astronauten ein paar Tage auf den Mars herumlaufen zu lassen, wo sie doch allein durch die Raumanzüge in allen Sinneserfahrungen eingeschränkt werden. Und dazu noch einen irren technischen und finanziellen Aufwand zu betreiben, allein um die Gegebenheiten der menschlichen Natur zu ermöglichen (strahlengeschütze Wohncontainer, Luft, Essen, Trinken, Wärme, Ausscheidungen etc.).
    Geld, das anderen Projekten dann massiv fehlt.
    Macht es da nicht viel mehr Sinn und würde es nicht wesentich weniger kosten auf Phobos oder anderen Brocken des Sonnensystems kleine Raumstationen einzurichten, die bemannt angeflogen werden können?
    Von dort setzt man auf dem Zielobjekt: Mars, Asteroiden, Europa, Callisto, Ganymed, etc. fernsteuerbare humanoide Roboter ab, die virtuell z.B. mit einem Oculus Rift ähnlichen System live (mit lag-kompensierender Software) gesteuert werden und dort über Jahre agieren könnten!
    Problemlos wären exakte visuelle, akkustische, taktile, realistische Wahrnehmungen bzw. alle gewünschten Messbereiche direkt vor Ort möglich.
    Die ganze Treibstoffproblematik, die gigantische Logistik, die mit dem Absetzen und Rückholen von Menschen auf grösseren Objekten des Sonnensystems verbunden ist, reduziert sich auf eine sanftes Andocken und Ablösen an und von einer Kleinkörperstation und auf das Absetzen von mobilen Robotern.
    Auf diesem Brocken (Phobos o.ä.) könnte man übrigens genauso die nötigen Stoffe gewinnen (Wasserstoff, Sauerstoff, H2O, CO2, Mineralien, Metalle), die zum Betrieb, zur Weiterentwicklung und Instandsetzung einer Station oder als Rückkehrtreibstoff nötig wären. Und obendrein gewinnt man Erfahrung mit der Exploration und Nutzung dieser Kleinkörper. Aus meiner Sicht ist das die Zukunft.
  • Name

    22.01.2016, Fela
    Poseidon wäre ja nun wirklich kompletter Unsinn. Der dazu gehörende Gott hat nämlich schon unter seinem römischen Namen Neptun einen Planeten zugeordnet bekommen.
  • Mir wäre es lieber...

    22.01.2016, V.M.
    .....das die Fahrzeuge untereinander automatisch kommunizieren könnten und in jedem Fahrzeug ein Kollisionsrechner an Bord ist der in Millisekunden berechnen kann, ob es zu einer möglichen Kollision kommen kann und wenn ja, entsprechend z.B. automatisch gebremst wird oder erst gar nicht beschleunigt werden kann. Klassisches Beispiel ist hier das Linksabbiegen, wo Jahr für Jahr immer wieder Motorradfahrer zu Tode kommen, weil sie „übersehen“ werden. Sollte der Rechner erkannt haben, dass es hier zu einer möglichen Kollision kommt, sollte die Beschleunigung des Linksabbieger so lange blockiert werden, bis der Entgegenkommende den Linksabbieger passiert hat. Eigentlich und nach dem Stand der Technik einfach und kostengünstig zu realisieren, nur das bedarf dann aber staatlicher Vorgaben und einer einheitlichen Nominierung.
  • Neunter Planet: Name

    22.01.2016, Günter Lange
    Nachdem in dem bekannten Merksatz "Mein Vater Erklärt Mir..." das "P" (Pluto) weggefallen ist, kann der neue Neunte natürlich nur "P"oseidon in heißen.

  • Ein vermeintlich freier Wille wäre ohne Interesse

    21.01.2016, Norbert B.
    Großartiges Argument Herr Eckhard Kirchhübel: "Objektiv existiert der freie Wille nicht nur nicht, sondern er ist auch ohne Interesse".
  • Neunter Planet: Name

    21.01.2016, Martin Kirf
    Ich wäre dafür, wenn die IAU den neuen Planeten offiziell den Namen "Spock" oder "Nimoy" geben würde.
    In Würdigung von Leonard Nimoy, alias Mister Spock
  • Antwort auf 27

    18.01.2016, Walter Weiss
    Nicht eine einzige hier als 'Tatsachen' vorgetragene These ist richtig: alle sind längst gutachtlich widerlegt! Wo Bezugnahmen auf Erhebungen oder gar 'Sachver-ständige' erfolgen, sind ALLE parteiisch! Ebensowenig stimmen leider die stimmungsmachenden Äußerungen des Herrn Lingenhöhl nicht, der es wirklich besser wissen müßte. Etwa 1o.000 mal mehr Vögel und Fledermäuse sterben durch Kollision mit Stromleitungen und Gebäuden! Es ist unerhört, gegen diese klaren und neutralen Feststellungen mit bloßer Stimmungsmache an die Tierliebe der Bürger zu appellieren. Übrigens werden gerade die - völlig unnötigen - Riesenstromleitungen quer durch Deutschland ein Vielfaches von Vogelleichen verursachen gegenüber den Windrädern.

    Dass die Alternative Atomkraft wäre, kann man nicht mit Schmonzes aus der Welt bringen. Auf diesem Niveau wenigstens ist die ganze Diskussion unwürdig und letzten Endes durchaus unintelligent.
    Antwort der Redaktion:
    Ich wende mich nicht per se gegen Windkraft, sondern gegen einen weiteren Ausbau im Wald (siehe den im Verlauf verlinkten Artikel von mir über Windkraft auf hoher See). Natürlich sterben viele Vögel an Stromleitungen und mit Gebäuden. Dennoch muss man nicht Wälder in Industriegebiete verwandeln.
  • Alternativ-Erklärung zur Quantenbiologie

    18.01.2016, Martin Piehslinger
    Ich lese gerade das Buch "Der Quantenbeat des Lebens", siehe http://www.spektrum.de/rezension/buchkritik-zu-der-quantenbeat-des-lebens/1375744

    Demnach ist der Magnetsinn der Vögel eines der Indizien die auf Quanten-Phänomene in lebenden Organismen hindeuten sollen. Wurde mit der hier beschriebenen Entdeckung eine Alternative zum quantenbiologischen Erklärungsansatz gefunden?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Piehslinger,

    die hier beschriebene Entdeckung stellt vermutlich keine Alternative zur quantenbiologischen Erklärung dar, sondern eine Ergänzung zu dieser. Der Magnetsinn bei Tieren kann auf sehr verschiedenen Mechanismen beruhen - sogar innerhalb ein und desselben Tiers. So verfügen Rotkehlchen über einen angeborenen Kompass, der über verschränkte Quantenzustände funktioniert und bei dem es sich um einen Inklinationskompass handelt. Einige Beobachtungen scheinen dafür zu sprechen, dass die Tiere zusätzlich noch über einen Richtungskompass verfügen. Dieser mag auf bisher unentdeckten Magnetiten beruhen oder auf Proteinen ähnlich den oben beschriebenen.

    Mit freundlichem Gruß, d. Red.