Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Zum Artikel "Jenseits des Meeres" > Sichtlinien

    01.04.2016, Walter Meienberg
    Vom westlichsten Punkt Spaniens kann man sehr wohl auch auf die nördlichste Spitze der Antarktis eine gerade Linie ziehen.
  • @Jout

    01.04.2016, Gergely
    Das macht ja der Körper. Abhängig vom Zelltyp erneuern sich die Zellen nach unterschiedlichen Zeiten. Wenn man alt genug wird, sind irgendwann sämtliche Zellen erneuert worden (Lebensdauer von Epidermiszellen: 30 Jahre, alle anderen schon früher) und man ist materiell ein komplett anderer Mensch.
  • Was ist "geradeaus"?

    01.04.2016, Rainer Stumpe
    Die Antwort überrascht, weil der Autor nicht definiert, was er unter "mit einem Boot geradeaus fahren" verstehen will. Auf dem Meer würde man mit konstantem Kurs verstehen, was allerdings in einer Spirale zum Pole führt wenn man fliegt. Interessant wäre es, den Landberührungspunkt auf der Spiralbahn zu berechnen...

    Versteht man - wie der Autor erst spät erklärt - die Bewegung auf einem Großkreis unter "geradeaus", ist die Antwort trivial. Schwierig wäre die Fahrt mit dem Boot oder der Flug aber, denn man muss ständig den Kompasskurs wechseln.
  • Warum dann keine schwarzen Löcher aus dunkler Materie?

    01.04.2016, Henning Hucke
    Laienhaft gedacht:
    Wenn diese Partikel keinen weiteren - insbesondere abstoßenden - Kräften unterlägen, müssten sie noch viel "schneller" als "normale" Materie zu schwarzen Löchern zusammenfallen, not? Insbesondere, da sie augenscheinlich ja selbst zusammenklumpen. Es sei denn, sie würden untereinander nicht durch Gravitation wechselwirken, sondern durch eine andere Kraft und nur mit "normaler" Materie mittels Gravitation wechselwirken.

    Ratlos... :-7
  • Eine Pizza zu zweit

    01.04.2016, Jens Hafner
    Tatsächlich kann man auf der Grundlage der Evolution des Menschen einige Fakten ableiten, welche Rückschlüsse auf die Art jedweder extraterrestrischen Kultur erlauben.
    Betrachten wir die Formen animalischen Lebens auf der Erde, so gibt es einen Hauptunterschied auch zwischen den intelligentesten Tieren und dem Menschen. Schimpansen, Delfine, Raben, Ziegen, Elefanten und Papageien zeigten bei Versuchen Raffinesse und mitunter Formen des Bewusstseins, sind aber von ihrem Wesen her nach wie vor Tiere, also in der Natur beheimatet; während der Mensch sich über Jahrtausende zielstrebig eine immer umfassendere Ersatzwelt namens "Kultur" schuf, die für ihn Heimat aussen und innen (psychisch) ist.
    Hinter diesem Kulturschaffungsprozess (Häuser/Städte/Religion/Kunst) steckt eine archaische Sehnsucht nach genau der Geborgenheit in etwas Grösserem wie Tiere sie als Naturwesen a priori haben.

    Entstanden ist diese Sehnsucht vor Jahrhunderttausenden mit der Nutzung des Feuers und der Denaturierung der Nahrung, ein Phänomen, welches uns nach wie vor von allen Tieren der Welt unterscheidet, eben auch in der Vielfalt und Bedeutung seiner psychischen Folgen.
    Anders gesagt: Wer kocht, ist draussen (aus dem Kreis von Natur und Instinkt).

    Fazit: Um überhaupt Raumfahrt betreiben zu wollen, wird jedes morphologisch dazu fähige Lebewesen folgende Ereigniskette durchlaufen müssen: Denaturierung der Nahrung/psychische Veränderungen/ Verlust der Eingebundenheit in die Naturwelt/Aufbau einer progressiven Kulturwelt.

    Auch wenn es ganz bestimmt eine Menge Lebensformen "da draussen" gibt, dürften nur wenige davon die speziellen Grundlagen besitzen, um genau diesen anthropischen Weg gegangen zu sein. Sind sie es, kann man sie höchstwahrscheinlich hier auf Erden empfangen und zu einer Pizza zu zweit einladen. Basieren die Fremden chemisch gesehen nicht auf Silizium, wird es ihnen vermutlich noch nicht einmal schlecht davon.
  • More than Moore

    31.03.2016, V_ossi
    @Gerold: Ich glaube Sie unterschätzen die Vorteile eines modernen Rechners ein wenig und gucken etwas zu verklärt in die Vergangenheit. Ohne SSD würde ich beispielsweise an keinem Rechner mehr arbeiten wollen und von den Effizienzvorteilen will ich an dieser Stelle gar nicht anfangen. Generell wird die aktuell vorhandene Rechenleistung natürlich den meisten Menschen ausreichen, aber wenn dafür zukünftig nur noch ein Bruchteil des Stroms nötig ist, ist das doch ausschließlich positiv zu bewerten.

    @Ralf M.: Was die App-Vielfalt angeht, kann ich Ihnen nur zustimmen, da frage ich mich auch ab und an, wer eine App braucht, wenn man auch durch kurzes Nachdenken zum selben Ergebnis kommen könnte. Interessantes Beispiel: Eine "Wasser App", die mir sagt, ob ich im Verlauf des Tages genug getrunken habe. Da muss man dem Programmierer ein Kompliment machen, damit Geld zu verdienen ist schon eine ungewöhnliche Geschäftsidee, ich zumindest würde nicht einmal auf die Idee kommen, für etwas derart banales Geld auszugeben. Ob ich dehydriert bin, kann ich auch anders herausfinden.

    Generell denke ich aber, dass ich nur noch einen Laptop davon entfernt bin privat keinen Laptop mehr zu benötigen. In einigen Jahren kann das wohl alles das Smartphone oder noch später die Smartwatch erledigen. Bildschirme und Tastatur anschließen und man hat seinen Rechner mit seinen Daten immer dabei.
  • Psychologie und Naturwissenschaft

    31.03.2016, Peter Altreuther
    Ob das Problem der Psychologie nicht einfach darin liegt, dass sie sich - zumindest im angesprochenen Bereich - als Naturwissenschaft versteht, mit klar definierbaren Begriffen, Ursachen und Wirkungen? Das aber scheint mir ein Irrtum zu sein: Der Begriff "Willenskraft" hat mit Kraft nichts zu tun - im beschriebenen Bereich vielleicht mit mit Ausdauer, Beharrlichkeit, Interesse, Konzentrationsfähigkeit, Wahrnehmungsfähigkeit, Aufmerksamkeit und so weiter. Die mögen alle mehr oder weniger nachvollziehbare Definitionen haben, ihre Ursachen liegen in beschreibbaren, aber höchst unterschiedlichen psychischen und physischen Bereichen. So zu tun, als handle es sich um eindeutige, beliebig messbare physikalische Größen, ist eine Irreführung und kann nur zu nicht nachvollziehbaren Schlussfolgerungen führen. Psychologie ist keine Naturwissenschaft und wird auch so lange keine sein, als Menschen keine Cyberwesen sind - Gott sei Dank!
  • Das sollte viel mehr in die Öffentlichkeit getragen werden

    31.03.2016, Matthias Junk
    Der Beitrag über den unbemerkten Hörverlust spricht ja in seiner Länge und Detailtiefe nicht gerade die breite Masse an. Und das ist schade, denn der Alltag sieht ja so aus, dass Hörverlust auf die leichte Schulter genommen wird, als eine ohnehin unausweichliche Alterserscheinung, und wer kennt nicht mindestens einen Senior, der sein Hörgerät eher als lästig empfindet, weil es zwar alles lauter macht, aber das Sprachverständnis dadurch nicht unbedingt besser wird.
    Um so wichtiger ist es, im Beruf, beim Musik-Hören und insbesondere auch beim selbst Musizieren, sein Gehör zu schützen, und hier liefert der Artikel wichtige neue Argumente. Daher meine Bitte an den Autor: Bleiben Sie nicht bei einer wissenschaftlichen Veröffentlichung stehen. Die Erkenntnisse über die irreparable Schädigung des Hörnervs und wie man sich davor schützen kann, sollten in den Schulen vermittelt werden, in der beruflichen Bildung und in den Massenmedien. Dazu gehört das leider nicht sehr weit verbreitete Wissen, dass es hochqualititive Schalldämpfer zum Einsetzen in den Gehörgang gibt, die im Gegensatz zu irgendwelchen wachsgetränkten Wattekugeln oder Schaumstoff-Stöpseln alltagstauglich sind und das Gehör schützen, ohne Musik-Genuss oder Sprachverständnis zu beeinträchtigen. Und diese sollte man nicht nur im Musikhändler oder beim Hörgeräteakustiker bekommen, sondern in jedem größeren Supermarkt.
  • Schmetterlingseffekt widerlegt

    31.03.2016, Paul Kalbhen
    Schon in Heft 11/2001 war in Spektrum der Wissenschaft "Das Ende des Schmetterlingseffektes" nachzulesen. Die allzu empfindliche Abhängigkeit von den Anfangs- bzw. Randbedingungen der Chaostheorie, wie sie dem Effekt zugrunde gelegt wird, hat sich inzwischen als irrig erwiesen, da - abgesehen von fehlenden "Rückkopplungen" - die Phänomene der Thermodynamik in der Atmosphäre grob vernachlässigt werden. Diese unterliegen statistischen Gesetzmäßigkeiten und wirken ausgeichend auf die "Ordnung" der Wetterlage!

    Beste Güße Paul Kalbhen
  • Falsche Interpretation des p-Werts

    30.03.2016, Michael Kopp
    "Der p-Wert beim Vergleich der beiden Gruppen lag mit p = 0,2 deutlich über der Signifikanzgrenze von 0,05", sagt Ziliak, "p = 0,2 bedeutet aber auch eine Wahrscheinlichkeit von 0,8, dass vermehrte Herzinfarkte tatsächlich durch Vioxx ausgelöst wurden!"

    Das ist falsch (und gleichzeitig das häufigste Missverständnis in Bezug auf den p-Wert). p = 0.2 bedeutet eine Wahrscheinlichkeit von 20%, dass "einem der Zufall einen Effekt vorgaukelt, der mindestens so groß ist wie der in der Studie beobachtete" (oder etwas technischer ausgedrückt, eine Wahrscheinlichkeit von 20%, einen derartigen Effekt unter Annahme der Nullhypothese zu beobachten). Das ist nicht das gleiche wie die Wahrscheinlichkeit, dass die Nullhypothese wahr ist -- und eine derartige Wahrscheinlichkeit kann der Test überhaupt nicht liefern.

    Die Gründe dafür auszuführen, benötigt einen Ausflug in die Philosophie. Kurz gesagt basieren Signifikanztests auf der frequentistischen Interpretation der Wahrscheinlichkeit: Die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses ist die Häufigkeit, mit der es auftritt, wenn etwa ein Experiment sehr oft wiederholt wird. Deshalb kann der p-Wert auch nur etwas über die Wahrscheinlichkeit des experimentellen Ergebnisses unter Annahme der Nullhypothese aussagen. Die Nullhypothese selbst ist dagegen einfach wahr oder falsch, aber sie hat keine Wahrscheinlichkeit, da sie ja nur einmal da ist und nicht wiederholt werden kann. Eine andere Interpretation der Wahrscheinlichkeit ist die subjektivistische, die einen Grad von Überzeugung ausdrückt (wenn man z.B sagt "ich bin mir zu 80% sicher, dass die Nullhypothese falsch ist"). Mit derartigen Wahrscheinlichkeiten kann man im Rahmen der (heutzutage sehr populären) "Bayes'schen Statistik" rechnen, allerdings kann man sie nicht aus dem Nichts erzeugen, sondern nur eine bereits angenommene "a priori" Wahrscheinlichkeit nach Beobachtung des Ergebnisses modifizieren.

    Ein anderes Problem im Zusammenhang mit dem Vioxx-Experiment ist, dass Signifikanztests grundsätzlich nicht dafür taugen, eine Nullhypothese (hier die Abwesenheit einer Nebenwirkung) zu beweisen. Das liegt daran, dass die Logik des Tests die Nullhypothese bevorzugt, so ähnlich wie vor Gericht die Hypothese der Unschuld des Angeklagten bevorzugt wird. Wenn man die Nullhypothese wegen eines zu hohen p-Wertes nicht ablehnt, entspricht das also lediglich einem Freispruch aus Mangel an Beweisen.
  • Krise und Aufstieg

    30.03.2016, stroop
    Die Krise ist real, jawoll. Aber sie ist auch gut - weil sich die Disziplin selbst hinterfragt und renoviert. Und_das_sollten andere Disziplinen sehr genau beobachten. Ich bin eigentlich sehr zuversichtlich, es ist nämlich nicht "die" Psychologie, die in der Krise ist. Dazu ist das Fach zu divers. Ohne die Krise klein reden zu wollen, trifft es doch die unterschiedlichen Fachbereiche auch unterschiedlich stark (am ehesten scheint die Sozialpsychologie betroffen). Und vielleicht können wir bald dank verbesserter Methoden, die sonst noch lange ein Nischendasein gefristet hätten, endlich wieder dazu übergehen wirklich Wissen zu generieren, statt an alten Theorien hängen zu bleiben :)
  • Interessant wird es in der Tat

    30.03.2016, Ralf M.
    Auch wenn das nicht die Intention des - übrigens gut geschriebenen - Artikels ist, mir fehlt dabei immer der kritische Blick bezogen auf Umgang und Einsatz der Technik.

    Ebenso wie mein Vorredner frage auch ich mich, was sich denn wirklich verbessert hat. Nach über 20 Jahren in der IT sah und sehe ich immer wieder, wie mit Hardware-Leistung nur so um sich geworfen wird, jedoch die eigentliche Aufgabe und der Nutzeffekt weitgehend gleich bleibt. Denn eine Frage stellt sich mir dabei fortlaufend: Brauchen wir auch im letzten Winkel unseres Lebens computerisierte Systeme?
    Allgemeinen Schätzungen zufolge werden von Firmenanwendern nur ca. 80 bis 90 Prozent der insgesamt verfügbaren Funktionen von Word tatsächlich genutzt - das war so und wird so bleiben. Der Backend-Aufwand für z.Bsp. ERP-Systeme, deren Programmierung, Unterhaltung, Administration und der Schulungsaufwand für Anwender steigt stetig an. Die mittlerweile ins unerträgliche aufgeblähte Codebasis einer simplen Windows-Desktop-Installation nimmt unmodifiziert ca. 4-8 GB auf dem PC ein. Und was man alles mit objektorientierter Programmierung anrichten kann - von Effizienz keine Spur.
    Vieles davon dient nicht direkt zur Erledigung der Aufgabe, sondern u.a. um die (Software-)Technik in der künstlich selbst geschaffenen Komplexität am Leben zu erhalten, bzw. 'robust' und 'smart' zu machen.

    Durch die Einsatzfreudigkeit mit der digitalen Technik stellen sich auch ganz neue Herausforderungen, deren Bewältigung scheinbar erst angegangen wird, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist: Stichwort Datenschutz, Datensicherheit, 'Transparenz' und Cyberkriminalität.

    Höchste Zeit die Notbremse zu ziehen. Anstatt in den Schulen zu lehren, wie man Apps entwickelt, vielleicht mehr Kompetenz im Umgang mit der Digitalisierung aufzuzeigen. Brauchen wir Hundefinder-Apps, autonome Autos, sprechende Fahrkartenautomaten, Fitness-Tracker, Pflegeroboter in Seniorenheimen? Systeme, die uns das Menschsein und Denken abnehmen?

    Mit der Hardwareleistung scheint es wie mit dem Internet zu sein. Ein tägliches Mehr an Resourcen resp. Informationen. Aber was tun die meisten Menschen damit tagtäglich?

    Mehr Leistung ja, da wo sie Sinn macht. Aber wer erstmal einen Hammer hat, sieht überall Nägel. Interessant wird es nun zu sehen, wie und wozu wir diese Leistung zu unserem Wohl einsetzen.
  • ART widerlegt die Existenz "dunkler Materie"

    30.03.2016, Peter Pascht, Karlsruhe
    Obwohl die ART mittlerweile über 100 Jahre alt ist, scheint sie noch nicht im Denken von Wissenschaftlern angekommen zu sein. Sonst ließe sich nicht erklären warum fehlende Gravitation in theoretischen Modellen ihre Ursache in fehlender Masse haben soll. Masse, soviel ist in der ART klar, ist nicht die Quelle der Gravitation, sondern die Komponenten des Energie-Impuls-Tensors. Aus fehlender Gravitation auf fehlende Masse und daraus auf noch unentdeckte Materie zu schließen ist schon fast stümperhaft. Dass nun sogar nach Elementarteilchen für diese angebliche Materie gesucht wird, ist ein schlechtes Zeichen für den Zustand des Physikbetriebs, in welchem solch nicht dem Mainstream angepassten Denken kein Raum gelassen wird. Schon MOND, nun widerlegt (Bullet Cluster), war genau nur so ein propagandistischer Flopp, geschuldet dem Renommee ihres Autors, obwohl jeder wissen konnte, dass sie gegen grundsätzliches physikalisches Wissen verstieß.
  • Natur und Gift

    30.03.2016, Jens Hafner
    Der Begriff "Gift" ist eine relativer. Man kann Stoffe, die unsere Wissenschaft als "Giftstoffe" deklariert, als Stoffe bezeichnen, die in den meisten Fällen von den meisten Lebewesen gemieden werden, da sie deren Metabolismus belasten würden, also in den meisten Situationen unbrauchbar sind.
    Diese Ansicht schliesst ein, dass bestimmte Stoffe mal giftig sind und mal nicht, abhängig von der aktuellen körperlichen Situation. Jeder von uns hat schon mal erlebt, dass z.B. rohe Ananas manchmal im Mund brennt und manchmal nicht, oder dass wir bestimmte Dinge manchmal geruchlich anziehend finden und manchmal absolut nicht ausstehen können (Phänomen Schwangerschafts-Gelüste). Was wir als "Appetit" bezeichnen", ist nichts anderes als ein körperlicher Ist-Zustand, der uns zu Substanzen führen will, die wir aus bestimmten Gründen brauchen. Appetit ist eine "archaische" instinktive Regung.

    Die Wechselwirkungen zwischen den inneren Vorgängen eines pyhsiologischen Systems (Körper) und dessen Umwelt sind enorm und nahezu undurchschaubar vernetzt. Tiere sind tief eingebettet in ein Instinkt-Gefüge, welches sie über den Geruchs- und Geschmackssinn das jeweils richtige Produkt für sie finden lässt.
    Was für uns Menschen giftig erscheint, wird von manchen Tieren problemlos verzehrt, und auch dies nicht immer.
    Gifte sind in der Natur wie Grenzsteine, die eine Territorium der Ernährungsfreiheit markieren. Diese Grenze ist allerdings fliessend, nur wenige Stoffe sind nahezu immer und für fast alle Individuen gefährlich und unbedingt zu vermeiden.
    Im Grunde läuft es auf Paracelsus berühmte Erkenntnis hinaus "Dosis sola venenum facit", salopp gesagt: Alles kann, je nach Situation, mal oder immer giftig oder nützlich oder einfach egal sein.


  • Keine Schmetterlinge

    29.03.2016, Rüdiger Kuhnke
    Das Schmetterlings-Beispiel vermittelt m. E. dem Laien ein falsches Bild. Besser finde ich den Vergleich mit einem Regentropfen auf der Wasserscheide, wo ein winziger Unterschied darüber entscheidet, ob der Tropfen in dem einen oder dem anderen Meer landet. Das entspräche eher einem "Sytem auf der Kippe."