Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Der dunkle Kosmos

    16.09.2013, Thomas Rücker
    Noch nie fand ich eine Erklärung, warum die dunkle Materie im Galaxienmaßstab Strukturen bilden soll, im kleineren Maßstab aber als völlig homogene Substanz verteilt ist. Da scheint ja die gravitative Wirkung höchst einseitig zu sein. Ansonsten müsste ja die dunkle Materie sich auch um baryonische Masse wie die Sonne sammeln.
  • Fragwürdige Buchrezension

    16.09.2013, Heinz-W. Krüger
    Die Rezension hat mich neugierig gemacht. Als ich noch weitere positive Rezensionen im Internet fand, habe ich das Buch gekauft und begann erwartungsvoll mit der Lektüre.

    Zunächst fand ich es ganz originell, den menschlichen Körper mit den Augen eines Naturwissenschaftlers zu betrachten. Aber bereits auf Seite 37 stutzte ich zum ersten Mal, als der Autor explizit und unverklausuliert behauptet: "Wissenschaftler nennen die negativ geladenen Teilchen in einem Atom Neutronen" (!). Das konnte wohl nur ein Druckfehler sein.

    Inzwischen bin ich mir da allerdings nicht mehr ganz so sicher. Beim Weiterlesen fand ich eine Fülle weiterer merkwürdiger Behauptungen und Erklärungen, über die ich mich schon sehr gewundert habe. So erfährt man z. B. auf Seite 126, dass es im Universum ca. 1650 Galaxien gibt.

    Bemerkenswert auch die Erklärung des Young'schen Doppelspaltversuchs. Nachdem der Autor zuvor das Wellenmodell des Lichtes als Irrtum bezeichnet hat, versucht er, das Ergebnis dieses Versuches mit dem Teilchenmodell zu erklären. Das ist natürlich schwierig, und er kommt zu dem Schluss, dass das Streifenmuster auf dem Schirm von Wahrscheinlichkeitswellen verursacht wird. Versteht das einer?

    Offenbar hat der Autor generell eine Abneigung gegen Wellen. Im Kapitel "Die Sinne zählen" heißt es: „Schall wird oft als Welle bezeichnet, genau genommen ist er jedoch eine regelmäßige Folge von Impulsen“.

    Im Kapitel "Überreste des Urknalls" erfährt der erstaunte Leser, dass das „Schneegestöber“, welches man auf dem Bildschirm eines älteren, analogen Fernsehers sieht, wenn kein TV-Signal empfangen wird, zum Teil von der kosmischen 3K-Hintergrundstrahlung herrührt und der Fernseher somit ein „primitives Radioteleskop darstellt“. Das ist kompletter Unsinn. Eine Fernsehantenne ist gar nicht in der Lage, die bei der 3K-Strahlung dominierenden Frequenzen aufzunehmen, und die Verstärkerelemente im Fernseher könnten diese nicht verarbeiten. Sollten doch winzige Reste ihren Weg zum Antenneneingang finden, so werden sie von den dort vorhandenen Filterkreisen restlos unterdrückt.

    Das„Schneegestöber“ wird ausschließlich vom Gerät selbst erzeugt. Verantwortlich hierfür ist die für die Bildinformation verwendete Amplitudenmodulation, die so eingerichtet ist, dass der Bildschirm bei kleinem oder fehlendem TV-Signal hell gesteuert wird. Hinzu kommt die Wirkung der automatischen Verstärkungsregelung, die bei fehlendem TV-Signal die internen Verstärker auf maximale Verstärkung einstellt, wodurch auch das unvermeidliche Eigenrauschen der elektronischen Bauteile maximal verstärkt wird. Beides zusammen erzeugt dann das „Schneegestöber“ auf dem Bildschirm. Mit irgendwelchen kosmischen Ereignissen hat dieses nichts, aber auch gar nichts zu tun.

    Bemerkenswert auch, wie der Autor erklärt, warum ein mit Helium gefüllter Ballon, der in einem fahrenden Auto schwebt, sich beim Bremsen nach hinten bewegt. Er bemüht zur Erklärung nichts Geringeres als Einsteins allgemeine Relativitätstheorie.

    Dieses ist nur eine kleine Auswahl von Merkwürdigkeiten, die mir aufgefallen sind. Ob diese bereits im englischen Originaltext vorhanden sind oder vom Übersetzer hineingebracht wurden, vermag ich nicht zu sagen. Auf jeden Fall scheint der Übersetzer aber einigen Anteil daran zu haben. Schon der Titel des Buches: "Die Vermessung des Körpers" ist keine sehr glückliche Übersetzung des Originaltitels "The Universe Inside You", der deutlich besser zum Inhalt passt.

    Auch bei der Unterschrift der Abbildung auf Seite 218, die einen Teil einer DNS-Spirale zeigt und wo von einer „Wölbung“ der Spirale die Rede ist, scheint mit ein Übersetzungsproblem vorzuliegen. Was hier mit Wölbung gemeint sein könnte, ist mir bis jetzt noch nicht klar geworden.

    Generell geht es dem Autor offenbar gar nicht so sehr darum, die oftmals erstaunlichen und komplexen Zusammenhänge aufzudecken und zu erklären. Durch die Verwendung unnötig hochtrabender Begriffe und oberflächlicher, teils skurriler Erklärungen will er offenbar beim Leser nicht Verständnis, sondern nur ungläubiges und ehrfürchtiges Staunen hervorrufen.

    Ich verstehe nicht, wie dieses Buch in mehreren Rezensionen derart positiv beurteilt werden konnte, und ich weiß nicht, an welchen Leserkreis es sich eigentlich wendet. Ich wüsste jedenfalls nicht, wem ich das Buch empfehlen könnte.
  • kollateralschaden

    16.09.2013, peter contra
    daran kann man sehen, wie solche entstehen. so ganz nebenbei, passiert immer wieder, weil wir eben nicht genug über unsere umwelt wissen - und mit dieser reichlich verantwortungslos umgehen. man hätte dies leicht vermeiden können, wenn die abschußanlage nur ein wenig anders gebaut worden wäre, als einfach nur die abgase, blind und ohne wissen und verantwortung, in die landschaft zu blasen - wo eh nix is, oder nur solches, wasmaned beachten muß....

    ja - und das hat man dann davon....
  • Spiel mit der Polarisation

    15.09.2013, Uwe Zimmermann
    Ich las mit Freude Ihren Artikel "Die Augen des Stiers". Dabei fragte ich mich, ob man seine Sicht auf die Welt verbessern könnte wenn man folgende Brille baut. Ein Glas ist normal (sozusagen als Referenz), vor dem anderen ist ein Polarisationsfilter der sich permanent langsam dreht. Wenn man dann etwas sieht, das polarisiertes Licht abgibt, müssten dann diese Objekte abwechselnd heller und dunkler werden. Wenn man dann die automatische Drehung beendet und den Filter von Hand so dreht, dass die Helligkeit maximal wird, weiss man in welche Richtung das Licht polarisiert ist. Wahrscheinlich würde man von so einer Brille Kopfschmerzen bekommen.
  • Bundeswahlgesetz

    15.09.2013, Bernauer
    Das grundsätzliche Problem der Überhangmandate wird sich nie vollständig vermeiden lassen.
    Aber man kann die Auswirkungen minimieren, indem man einen elementaren Fehler des Wahlgesetzes korrigiert.
    Es handelt sich - wie der Titel sagt - um eine BUNDEStagswahl. Daher müssen Überhangmandate auch erst einmal bundesweit ausgeglichen werden. Die vorherige Einteilung in die Bundesländer ist unlogisch und unsystematisch. Die Einwirkung der Bundesländer erfolgt über den BundesRAT, sie haben aber im Bundestag nichts zu suchen. Es stellt sich ja auch eine Bundes-SPD oder Bundes-CDU zur Wahl und nicht in Hessen die Hessen-SPD und in Bremen die Bremen-SPD. Dass die Bundesparteien sich aus organisatorischen Gründen nach Bundesländern strukturieren, ist eine parteiinterne Angelegenheit und für die Bundestagswahl ohne jegliche Relevanz.
    Der erste Schritt zur Lösung des Problems lautet also:
    Die Überhangmandate einer Partei werden auf Bundesebene ermittelt. Erst dann, wenn eine Partei bundesweit mehr Direktmandate hat, als ihr bundesweit zustehen, kommt ein entsprechender Ausgleich zum Tragen. (Wie die Parteien intern den Ausgleich zwischen starken und schwachen Gebieten bewerkstelligen, ist deren eigene Entscheidung.)
    Damit hat sich der größte Teil des selbstverschuldeten Problems erledigt.
    Der zweite Schritt ist eine Grenze pro Partei, bis zu der Überhangmandate noch nicht ausgeglichen werden. Das Bundesverfassungsgericht hatte ja eine Gesamtobergrenze vorgeschlagen. Ich bin für eine Freigrenze von 2 Überhangmandaten pro Partei, die noch keinen Ausgleich erforden. Natürlich ist jede Grenze willkürlich, aber wir haben ja auch eine andere willkürliche und doch allseits akzeptierte Grenze in unserem Wahlgesetz: die Fünfprozent-Hürde.
    Es heißt immer, der Wählerwille würde wegen der Überhangmandate verfälscht.
    Aber wie groß wäre die Verfälschung bei 2 freien Überhangmandaten, wenn der Bundestag 598 Mitglieder hat? 0,33 %.
    Wie groß war die Verfälschung durch nicht wirksame Stimmen auf Grund der Fünfprozent-Regel bei der letzten Bundestagswahl? 6 Prozent.
    Wenn wir es uns also leisten können, den Willen von über 2,6 Millionen Wählern unter den Tisch fallen zu lassen (das sind Hamburg, Bremen und Bonn zusammen), dann brauchen wir bei deutlich weniger als 1% Überhangmandate keinen Aufstand zu machen.
  • Was die Quantentheorie zu einer Wahrscheinlichkeitstheorie macht.

    15.09.2013, Beier Karl - Heinz
    Die quantentheoretischen Beschreibungen und ihre Rechenvorschriften, sind für uns Augenfallig. Ich vermute jedoch, dass dahinter das Vakuumfeld in einer noch tiefer liegenden Dimension, die eigentliche Ursache für das Wahrscheinlichkeitsquadrat der Quanteneigenschaften ist. Außerdem sollte nicht die Geometrie die Wirkung der Gravitationsanziehung zwischen den Massen auslößen, sondern der Zustrom des Vakuumfeldes zu den unterschiedlich im Raum verteilten Massen, die Geometrie der allgemeinen Relativitätstheorie darstellen. Aus dieser Sichtweise ergibt sich, dass beide Theorien aus einem gemeinsamen Ursprung heraus zu behandeln sein könnten.Zumal wir bereits wissen, dass das Vakuumfeld messbare Reaktionen hervorbringt. wie den Casimir - Effekt oder die virtuellen Teilchen - Antiteilchen Erzeugungen, nicht zu vergessen ist der Tunnelleffekt. Die Anziehung des Casimir - Effekts von zwei dicht übereinander angeordneten Metallplättchen, zeigt die ähnliche Wirkung, wie die Anziehung zwischen gravitativ verbundenen Körpern. Ich habe bereits im vorherigen Artikel auf die verborgenen Vakuumparameter & v und & m hingewiesen, sie könnten in einer tiefer liegenden geometrischen Dimension,mit extrehm kurzen Zeiten, permanent die Energie auf einen konstanten Wert halten, welche über das Quadrat der Lichtgeschwindigkeit, die Masse der für uns sichtbaren Teilchen in unserer Dimension erstehen lässt. Die materielle Umwelt, so wie wir sie wahrnehmen, sollte deshalb aus dem Untergrund heraus, aus Antimaterie und Quarkmaterie, die Elementarteilchen bilden,aus welchen die unterschiedlichen Atome bilden,die unsere für uns wahrnehmbare Umwelt in unserer Dimension darstellt. Bei jeder fisuellen Wahrnehmung oder Messung, entgehen uns alle dazwischen liegenden Wechselwirkungen des Vakuumfeldes mit der Urmaterie,die man als Selbstwechsel = wirkung bezeichnen kann. Das sollte mein Vorschlag sein, wie die beiden Theorien vereinigt werden könnten.
  • Tränenfreie Zwiebel

    14.09.2013, Karl-Otto Eschrich
    Die tränenfreie Zwiebel gibt es längst. Für meinen Salat schneide ich jeden Abend eine kleine oder den Teil einer größeren Zwiebel und habe nicht den geringsten Andrang von Tränen. Oder mache ich etwas falsch?
  • Eine differenzerite Betrachtungsweise ist unabdingbar!

    14.09.2013, Christian Krippenstapel
    Der Grundgedanke der Biotreibstoffe war ja nie, potentielle Nahrungsmittel generell als Treibstoff zu mißbrauchen, sondern nur die immensen Agrarüberschüsse einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Vor diesem Hintergrund war die Substitution fossiler Treibstoffe zunächst mal gut und richtig und hat sich trotz einiger Kinderkrankheiten als gangbarer Weg herausgestellt.

    Natürlich sind die Rohstoffe für Biodiesel im Moment noch Pflanzenöle, die normalerweise als Futter- und Nahrungsmittel dienen, weil wir mit diesen Pflanzen schlicht die meiste Erfahrung haben und Hochertragssorten zur Verfügung stehen. Es spricht aber nichts dagegen, Alternativen zu entwickeln, etwa Jatropha, Rizinus, Voakanga etc. Dieser viel versprechende Weg ist aber leider nicht konseqent weiterverfolgt worden.

    Viele plausibel klingende Einwände gegen Biodiesel sind auch schlicht unwahr. Z.B. spielt Palmöl als Rohstoff für Biodiesel praktisch gar keine Rolle, weil Palmölmethylester schon bei +10°C fest wird, Biodiesel aber bis wenigstens 0°C filtergängig bleiben muß. Die ständig wiederholte Behauptung, Biodiesel führe dazu, daß Regenwälder für Ölpalmplantagen gerodet werden, ist mithin schlicht falsch und wird durch ständige Wiederholung auch nicht wahrer.

    Der Hunger in der Welt ist zweifellos eine Katastrophe, aber er ist ganz sicher nicht auf die Verwendung von Feldfrüchten als Treibstoff zurückzuführen! Nur 4% der weltweit erzeugten Feldfrüchte werden dazu bis heute herangezogen. Damit sind die derzeit hohen Lebensmittelpreise schwerlich zu erklären! Eher schon mit durch den Klimawandel bedingten Ernteausfällen und die erhöhte Nachfrage aus China und Indien. Weder Lebensmittel noch urbare Böden sind knapp und nach wie vor werden große Agrarüberschüsse sinnlos vernichtet. Der Hunger in der Welt ist also keineswegs die Folge einer zu geringen Lebenmittelerzeugung, sondern vor allem absolut wettbewerbsferner Strukturen der Agrarmärkte, aber nicht mit Biotreibstoffen.

    Bei der Betrachtung der gängigen Ökobilanzen sollte man nicht vergessen, was denn die Alternative z.B. zu so einer anspruchsvollen Ölpflanze wie Raps ist: gegen einen naturnahen Buchenwald schneidet Raps selbstverständlich schlecht ab, aber die Alternative heißt normalerweise nicht Wald, sondern Zuckerrübe. Die ist aber nicht weniger anspruchsvoll als Raps und liefert ein Produkt, das in den Mengen, und vor allem zu den Preisen, keiner braucht. Die Ökobilanz fossiler Brennstoffe ist noch verheerender. Also was wäre mit einem Verzicht auf Biotreibstoffe gewonnen?

    Selbstverständlich müssen Biotreibstoffe differenziert betrachtet werden. Die alleinseligmachende Lösung ohne Risiken und Nebenwirkungen, als die sie früher bejubelt wurden, sind sie selbstverständlcih nicht. Eine Produktion ohne Rücksicht auf Verluste muß natürlich vermieden werden. Das ist aber problemlos möglich und spielt im Moment durch die geringen Mengen sowieso noch keine Rolle. Hier werden offenbar ganz gezielt Tatarenmeldung verbreitet, um eine unerwünschte Konkurrenz zu den etablierten Treibstoffen niederzuhalten. Das wird auf die Dauer sowieso nicht klappen und irgendwann sind wir auf Biotreibstoffe angewiesen. Es wäre fatal, wenn diese Technologie dann nicht zur Verfügung stünde! Also ist der Verzicht auf Biotreibstoffe keine Option, sondern nur, sie gezielt weiterzuentwickeln, damit sie nachhaltig und vernünftig erzeugt werden kann.
  • Elektronenplasma :-)

    13.09.2013, ugur
    Ich dachte immer daß das Elektron die Nachbarschaft seines Atoms nie verlässt,
    sofern es nicht von einem Anderen angezogen wird.

    Man lernt nie aus.
    Ihr müßt euch endlich für eine Variante entscheiden, was ihr wirklich beobachtet .
  • Wie die allgemeine Raumzeit durch die Vakuumfeldströmung zu der Materie die Gravitation erzeugt.

    13.09.2013, Beier Karl - Heinz
    Ich vermute, dass nicht die Raumzeit die Gravitationsanziehung bewirkt, sondern dass das Vakuumfeld welches zu den materiellen und energetischen Objekten strömt, die gegenseitigen Anziehungen auslößt und dadurch die Raumzeit hervor bringt. Wir haben bereits gemessen, dass das Vakuum zwei sehr nahe übereinander angeordnete Metallscheiben anzieht, der Casimir Effekt
    ist bekannt, und sollte aus der gleichen Vakuumströmung hervor gehen. Das das Vakuumfeld an den Oberflächen der materiellen Erscheinungen virtuelle Teilchenerzeugungen hervor bringen kann, belegt zu dem, dass das Vakuumfeld aktiev in das materielle Geschehen eingreift und Anti Teilchen hervor bringt. Der Tunnelleffekt bestimmter Wechselwirkungen, deudet ebenfalls darauf hin, dass das Vakuumfeld in der Quantentheorie ebenfalls wirksam ist. Das ist ein Hinweis, dass es im Untergrund der Felder einen Zusammenhang geben muß, der bisher für unsere Messgeräte nicht erfassbar ist. Diese Erforschung könnte zu der schon lange gesuchten Vereinigung von der Gravitationsphysik mit der Quantenphysik kommen. Das ist meine Anregung, wie efentuell die beiden wichtigen Zweige der Forschung miteinander vereinigt werden könnte. Wer mehr darüber wissen will, wie ich mir das vorstelle, sollte demnächst meine Homepage bei 1 und 1
    Karl-Heinz-Beier.de aufsuchen,wo ich die Berechnungen und die zugehörige Naturphilosophie darstelle.
  • Dann steht das Ergebnis der Wahl also schon fest!

    13.09.2013, J. Heins
    Ich brauche also nicht mehr hinzugehen ... Vor satirischem Hintergrund die ernste Frage: Wird auch die Wahlbeteiligung prognostizierbar? Wie valide wird also die Demokratie-Repräsentation ab dem 22.09. sein?
  • Nur ein kleiner Aspekt

    13.09.2013, Walter Weiss
    Die Giftigkeit von Biosprit ist bekanntlich nur ein verhältnismäßig unbedeutender Aspekt des Riesenproblems - dabei sollten die anderen wesentlich schwerer wiegenden Aspekte immer wieder genannt werden:

    (1) Die Herstellung von Biosprit belastet die Atmosphäre beträchtlich. Sie ist alles andere als CO2-neutral.

    (2) Die Herstellung von Biosprit verbraucht Unmengen von Wasser.

    (3) Die Herstellung von Biosprit verbraucht - soweit sie sich nicht auf Verdieselung von Holzabfällen, Stroh und verrottbarem Abfall beschränkt - Nahrungsmittel, die sonst Menschen zur Ernährung dienen könnten.

    (4) Der Anbau von Nahrungsmitteln (Mais, Weizen, Palmöl...) für den Biosprit verlangt immer mehr Nutzungsflächen, die für das Weltklima entscheidend wichtigen Urwaldflächen entnommen werden.

    (5) Die erforderlichen Monokulturen verbrauchen immer mehr chemischen Dünger und immer mehr Schädlingsbekämpfungsmittel, was zusätzlich die Umwelt schädigt.

    usw

    Schon wegen dieser Aspekte ist die Herstellung von Biosprit absoluter Unsinn
  • Ideologie statt fundierter Meinung

    13.09.2013, Bieski

    Der Beitrag von Konrad Kleinknecht fasst die Meinung vieler Fachleute zusammen.
    Leider wurde sie politisch und ideologisch vorbereitet und so auch begonnen.
    Ideologie statt wirtschaftlichem- und technischem Sachverstand, so begann die so genannte deutsche Energiewende, und das scheint sich weiter fortzusetzen.
    Derzeit sind weder die notwendigen ökonomischen, wirtschaftlichen und technischen, noch die sozialen Voraussetzungen weltweit real vorhanden, um ein solches Jahrhundertvorhaben auch nur annähernd effektiv und kurzfristig umzusetzen. Leider haben neutrale Fachleute weder bei deutschen Politern noch in den Medien und in der Wirtschaft am Anfang dieses dilettantisch eingeleiteten Vorhabens Gehör gefunden. Im Gegenteil wurde alles getan, um bereits bekannte Auswirkungen und Gefahren den Menschen vorzuenthalten. Das bis dahin vorbildliche und stabile deutsche Energieversorgungsnetz wird seitdem nachweislich oft weitaus risikobereiter betrieben. Die immer mehr ausufernden Kosten werden sozial absolut unerträglich vorwiegend nur von bestimmten Bevölkerungskreise eingefordert. Auch die Klimabilanz hat sich verschlechtert. Deshalb sollten sich die Befürworter dieser Energiewende fachlich den Argumenten auch gegenteiliger Meinungen stellen und andere Meinungen nicht als unbegründet diffamieren. Bis heute haben die politischen Akteure dieser Wende es nicht einmal geschafft, eine langfristig angelegte und wissenschaftlich fundierte Vorlage über die Umsetzung dieser so genannten Energiewende und ihre Vor- und Nachteile für Deutschland, zu veröffentlichen, damit endlich fundiert und abseits ideologischer Ansichten darüber diskutiert werden kann.
  • Forschung soll Nutzen bringen

    12.09.2013, Ralf Seidler
    Ich denke schon, dass Forschung in erster Linie dazu da ist, um unmittelbar, meist aber mittelbar, einen Nutzen zu generieren. Es ist aber auch so, dass nicht jede Forschung auch Nutzen bringt und auch nicht bringen kann. Das ist korrekt. Einstein war sicherlich nicht davon angetrieben, ökonomischen Nutzen zu bringen. Und wie sieht unsere Welt heute aus? Selbst der Server, auf dem diese Daten stehen, sind ohne seine Arbeiten, für die er seinen Nobelpreis erhalten hatte, nicht denkbar. ;-))

    Warum setzen große Firmen auf F+E? Sie erwarten einen Wettbewerbsvorteil. Sie werden definitiv keine F+E betreiben, wenn sie dies nicht als Ziel vor Augen hätten. Als ich meine Diplomarbeit geschrieben habe, war ich davon angetrieben, dass ich einen Baustein für ein komplexeres "Etwas" untersuche.

    Forschung alleine "um des Wissens willen" zu betreiben halte ich lediglich dafür geeignet, dass ein Wissenschaftler nachweist - an Hand einer wissenschaftlichen Arbeit - dass er zu wissenschaftlichem Arbeiten in der Lage ist, i.e. in Form einer Diplomarbeit oder Bachelorarbeit. Aber "wichtige" Forschung nur um des Wissens willen? Nein. Vielleicht bin ich auch einfach zu alt dafür. ;-))
  • Größe von Stromspeichern

    12.09.2013, Christian Gnabs
    Herr Kleinknecht spricht davon "überschüssige Energie wenigstens für einen Tag zu speichern". Das verharmlost die Speicherproblematik gewaltig!. Das Jahr hat 8700 h. Wind- und Sonnenenergie fallen in Deutschland lediglich zu max. 25% dieser Zeit an. Der Stromverbrauch in Deutschland beträgt ca. 600TWh.
    In den zurückliegenden Monaten Nov./Dez./ Jan./Febr. schien die Sonne nur 30h/Monat! Deutschlands Wasserkraftspeicher haben eine Kapazität von 0.008TWh.
    Man erkennt den ganzen Wahnsinn: Über das Speichern (um mehrere Wochen ohne ausreichend Sonne und Wind auszugleichen) geht es nicht, das ist Illusion. Also müssen konventionelle Kraftwerke bereitstehen (ca. 80GW Leistung, Tagesbedarf 1,5 TWh), die fast 100% der notwendigen Energie in dieser Zeit liefern können.
    Unter dieser Voraussetzung werden 30-40 TWh als notwendiges Stromspeichervolumen genannt, die nach Elektrolyse im Gasnetz gespeichert werden sollen (Wirkungsgrad 25%).
    Folgerung: wenn wir in Deutschland diesen kostspieligen Wahnsinn weiter betreiben wird es zu einer Deindustrialisierung kommen. Keine Partei bietet dem Einhalt. Dann wird sich über die Zunahme der Nichtwähler gewundert.
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