Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Sehr geheimnisvoll

    08.07.2003, Thomas Pruß
    Naja, hört sich ein wenig so an wie „eierlegende Wollmilchsau“ ;-)
    Prinzipiell finde ich solche Meldungen gut. Aber warum sind die so sporadisch? Ich denke, man könnte die Menschen wesentlich stärker für den Schutz der Regenwälder interessieren, wenn Meldungen und Berichte über neu entdeckte Arten (nicht nur Fische), über Forschungen in der Arzeneimittelkunde an Regenwald-Pflanzen und -Pilzen usw. öfter lesen könnte. Den Menschen muss klar gemacht werden, was ihnen fehlen wird, wenn die Regenwälder vernichtet sind. Also: Mehr und intensivere Berichterstattung!
  • RE: RE: Freigabe für Gentechnik per Hintertür?

    07.07.2003, Rüdiger Biesold
    Genau mum die "nüchterne" Betrachtung der Ergebnisse geht es. Wissenschaft hat mehr Verantwortung als nur für das "reine" Ergebnis und Wissenschaft ist nicht unpolitisch, es stehen häufig genug Absichten dahinter, die sehr wohl zu beleuchten und in Zusammenhänge zu stellen sind.
    Da der moderne Wissenschaftsbetrieb immer mehr von Sponsoring abhängig wird, fließen deren Interessen fast automatisch mit ein und sind nicht erkennbar. Es sollte tatsächlich deklariert werden, aus welchen Quellen Projekte oder Wissenschaftler finanziert werden; die Selbstkontrolle ist stark unterentwickelt. Etwas zu verbergen haben da nur diejenigen, die das Handwerk anderer unentdeckt und unkontrolliert betreiben wollen.
  • Logen-Brüderschaft

    07.07.2003, Rüdiger Biesold
    Die Fehler oder Manipulationen werden von einzelnen begangen; häufig haben diese aber nur Pech. Viele andere haben Plagiate produziert und Daten "geschönt", darunter auch sehr renommierte. Es wurden auch schon Nachweise von Manipulationen von "Wissenschaftspäpsten" unterdrückt, denn eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus. Deshalb ist es so schwierig mit Kritik und Nachweisen durchzudringen oder Kunstfehlerprozesse in der Medizin zu gewinnen.
    Der Fehler ist systemimmanent begründet. Professoren geben Arbeiten in Auftrag und veröffentlichen sie unter eigenem Namen oder wenigstens als Hauptautor. Der Produzent schweigt, weil er ist für seine zukünftige (ungewisse) Laufbahn auf dessen Wohlwollen angewiesen. Die Loge der Professoren entscheidet über die Aufnahme weiterer Mitglieder, Fehler des vorschlagenden Mitgliedes werden nicht gesehen und wollen nicht gesehen werden. Wenn denn die Aufnahme durchging, muß das korrekt gewesen sein. Sowas war schon bei Popper "self-fullfilling-prophecy". Wenn denn der Wissenschaftsbetrieb eine von diesen Logenstrukturen freie Kontrolle zuließe, flögen noch viel mehr auf. Ein nicht unerheblicher Teil von Dissertationen und Habilitationen hielten dem vermutlich nicht stand.
    Der Körper ist krank, nicht nur einzelene periphere Glieder.
  • RE: Freigabe für Gentechnik per Hintertür?

    06.07.2003, Erik Geibel
    Die Gefahr, die ich hier sehe und welcher der Kommentator ebenso erliegt wie mancher Ökonom oder Politiker, besteht in der Neigung, wissenschaftliche Erkenntnisse alsgleich auf ihre politische Verwertbarkeit abzuklopfen. Die Forschung ist ohnehin in ihrer Förderung sehr stark beeinflusst, da sollten wir wenigstens ihre Ergebnisse nüchtern betrachten. Was will uns Herr Biesold vorschlagen? Sollen nur noch solche wissenschaftliche Ergebnisse veröffentlicht werden, die garantiert "politisch korrekt" sind? Mal ganz abgesehen davon, dass der kommentierte Artikel keinen konkreten Bezug zur Gentechnik hat, sondern wohl eher die Dynamik natürlicher Konkurrenz beschreibt.
  • Zeitschleife

    05.07.2003, Karl Bednarik

    Hallo an die Redaktion,

    wissenschaft-online berichtet über
    wissenschaft-online [31.07.2001] :

    http://www.wissenschaft-online.de/artikel/577211

    Mit freundlichen Grüßen,
    Karl Bednarik.

  • Fossil-Nachrichten

    05.07.2003, Karl Bednarik
  • Zeitparadox

    05.07.2003, Karl Bednarik

    Hallo an die Redaktion,

    warum konnte ich das schon 12 Tage früher wissen ?

    Re: wenns schonmal um Blitze geht...
    KARL BEDNARIK, 22.06.03, 10:27,
    http://www.wissenschaft-online.de/artikel/620106

    Zitat ( zweiter Absatz von unten ) :
    Falls gerade kein geeigneter Schauer von
    Höhenstrahlungs-Sekundärteilchen vorhanden ist,
    ( und falls man, wie Graf Hombug,
    hochenergetische Laser liebt ), dann kann
    man den immateriellen Blitzableiter verwenden :
    http://www.innovationsreport.de/html/berichte/verfahrenstechnologie/bericht-4263.html

    Mit freundlichen Grüßen,
    Karl Bednarik.

  • Die nackten Fakten sind anders

    04.07.2003, Werner Eisenkopf
    Auch "Spektrum d.W." fällt leider auf solche einseitigen Darstellungen aus der Politik herein und bringt hier faktische Märchen als nachricht. Über den Unsinn und die unterm Strich faktische Wirkungslosigkeit von Windkraft für unsere Energieversorgung, vor allem dem Problem der Regelenergie, will ich hier gar nicht anfangen. Die genannten 4% Stromanteil sind übers ganze Jahr rechnerisch gemittelt und nicht konstant, somit nicht verläßlich und fest berechenbar. Auch Windräder an der Nordseeküste haben gerade nur mal schlappe 20% Auslastung, im Binnenland entsprechend weniger. Zudem steigt überall in Deutschland das Protestpotential gegen Windkraft stetig an. Es gibt bereits über 600 Bürgerinintiativen gegen Windkraft und immer mehr Einsprüche und Prozesse in der gesamten BRD.

    Offshore-Anlagen auf hoher See, wird es in der vorgestellten Größenordnung voraussichtlich nie geben weil:
    1. Es existiert noch gar keine entsprechende Anlagetechnik, die solchen Belastungen und Drücken standhält. Schon allein die Verankerung in 40m Wassertiefe ist ein Extremproblem. Existierende Windparks in Wasser sind bislang allessamt in Flachwasserbereichen (Dänemark).

    2. Es ist selbst bei einem Bau unklar, wie der auf See gewonnene Strom per Kabel an Land kommen soll (entweder durch den Nationalpark Wattenmeer oder durch die Schiffahrtsrinnen - beides höchst problematisch)

    3. Selbst wenn 1) und 2) überwunden wären, solche Anlagen also doch existierten und der Strom ans Festland käme, wäre hier Schluß. An Land existieren gar nicht die Leitungen, um solche Strommengen von der Küste ins Binnenland (Ruhrgebiet etc.) zu transportieren. Doch neue Leitungstrassen dieser Größenordnung, die dafür zwingend nötig wären, dauern vom Planungsbeginn bis Fertigbau durch Genehmigungsverfahren, Einsprüche, Gerichtsentscheide, bis zu 16 (sechzehn) Jahre. Heute in 2003 ist aber damit noch nicht einmal angefangen worden.

    4) Werden sie doch nicht gebaut, weil bislang kein Versicherungsunternehmen solche immensen Risiken versichern will. Ohne Versicherungen gibt es aber keine Kredite und ohne Kredite ist kein Geld zum Bau da.

    Dazu klagen noch die Nordseeinseln gegen die Genehmigung der Test-Windparks. Alles in allem sind die großspurigen Offshore- und damit Gesamt-Windplanungen der Bundesregierung bereits zum Scheitern verurteilt. Bis dahin wird aber noch sehr viel Geld dafür vergeudet und Magazine wie "Spektrum der Wissenschaft" noch viele Märchenmeldungen darüber an seine Leser weitergeben...

    Werner Eisenkopf
    Autor der Bundesweiten
    Unfalldatenbank Windräder
    http://members.aol.com/fswemedien/ZZUnfalldatei.htm
  • RE: RE: Nächster Verwandter von homo?

    04.07.2003, Rüdiger Biesold
    Diese Behauptung ist mir durchaus geläufig; der bisherige Sequenzvergleich hat aber die nähere Verwandtschaft Schimpanse/Bonobo/Mensch unterstützt. Das schließt nicht aus, daß möglicherweise auch gorilla mit den drei vorgenannten Arten zusammen in eine gemeinsame Gattung gehöhrt. An der Ähnlichkeit der Gesichtszüge ist die Aussage nicht festgemacht. Der Bonobo fällt nur regelmäßig aus den Betrachtungen heraus. Manchmal muß man den Verdacht haben, daß dies an ungeprüfter, nicht angegebener und schon gar nicht überprüfter Quellenlage liegt.
  • Freigabe für Gentechnik per Hintertür?

    04.07.2003, Rüdiger Biesold
    Vorsicht Gefahr! Es mag zwar sein, daß in artenreicher Umgebung ein Problem für Fremdorganismen besteht; aber das darf keinesfalls ein Freibrief sein. Es haben sich durchaus schon genügend Fremdorganismen in anderer Umgebeung mit sehr problematischen Folgen durchgesetzt. Gentechnisch veränderte Organismen sind Fremorganismen. Bei der Durchsetzungsfähigkeit kommt es doch viel weniger auf die Fremdheit als auf die größere Überlebenspotenz (evtl. gefördert durch den Menschen) an.
    Bei der Politik der USA mit Unterstützung von deren Wissenschaft (teilweise) besteht die Tendenz (unterstützt von massiven mindestens ökonomischen Drohungen) gentechnisch veränderte Produkte und Lebewesen außerhalb der USA durchzusetzen. Bei solchen Aussagen aus US-amerikanischer Quelle ist deshalb besondere Vorsicht angesagt. Ist die Aussage überhaupt verifizierbar? Warum wurde sie überhaupt gemacht und wer finanzierte warum diese Forschung?
    Als illustrierendes Beispiel sei der "Goldreis" mit seinem erhöhten Vitamin-A-Anteil angeführt, um dessen weltweite Markteinführung die USA mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln kämpft. Man weiß, daß sich dieser Reis mit anderen Sorten per Windbestäubung kreuzt. Möglicherweise setzt er sich am Ende vielleicht sogar mit Erhöhung des Vitamin-A-Anteils durch. Wenn am Ende eine Pflanze herauskommt, die dadurch Vitaminosen verursacht, hat die angeblich durch dieses US-Produkt unterstützte hungernde Menschheit in der sog. dritten Welt plötzlich nichts mehr zu essen und keine Chance auf Rückkehr zum alten Produkt. Daher, Vorsicht Gefahr!
  • Regelverletzungen

    04.07.2003, Rüdiger Biesold
    Die Produktion der menschlichen Chimären ist ein erneuter Beweis dafür, daß ein Mensch nicht glaubwürdig, moralisch und ethisch wird, nur weil er eine wissenschaftliche Ausbildung hat. Auch weltweite Verurteilung von "Kollegen" wird solche zutiefst unmoralischen Leute nicht von ihrem Tun abhalten, zumal wenn der Schutz der (nicht gewählten!) US-Regierung hinzukommt. Dieser Staat, insbesondere unter der derzeitigen Leitung, produziert alles, was nach Meinung seiner halbgebildeten Leitung nützlich für die USA sein könnte. Die daraus resultierende Gefahr für andere wird ignoriert, teilweise werden diese gar gezwungen auf ihrem Territorium solche Experimente zu dulden und solche Produkte abzunehmen.
    Es ist nicht nur die Frage der Moral und Ethik der einzelnen bei Negierung der Käuflichkeit weniger. Wer verurteilt endlich die USA dafür, daß diese das tut, wessen sie den Irak beschuldigte.
  • RE: Nächster Verwandter von homo?

    04.07.2003, Ursula Vetter
    Vor einiger Zeit gabs mal einen Artikel (weiß leider nicht mehr geneu, wo. Vielleicht wars sogar hier), daß nicht, wie immer wegen der Ähnlichkeit der Gesichtszüge angenommen, der Schimpanse bzw Bonobo der nächste Verwandte des Menschen sei, sondern der Gorilla. In diesem Artikel berief sich der Autor auf vergleichende Genanalysen.
  • Auf dem Boden der Realität bleiben

    03.07.2003, Dr.J.Götz
    Der so euphorisch beschriebene Ausbau der Windkraft ist nicht unproblematisch, weil die bestehenden Übertragungsnetze auf eine verteilte und verbrauchernahe Einspeisung ausgelegt sind. Windkraftparks der beabsichtigten Größenordnung stellen keine dezentrale Einspeisung dar. Erstens stellt sich das Problem der Reservehaltung, da nur 10-15% der installierten Windkraftleistung als gleichwertig verfügbar wie bei konventioneller Erzeugung sind. Nächstes ist die Blindleistung, die für den Betrieb der Netze erforderlich ist, um die Spannung auf dem erforderlichen Niveau zu halten. Eng damit verknüpft ist die Erweiterung der erforderlichen Hochspannungsnetze mit Kosten von mehreren 10 Mio €. Anderfalls ist auf dem Strommarkt zu sehr teueren Preisen kurzfristig Leistung zuzukaufen, um die Versorgung zu gewährleisten.
    Und die Kosten bezahlen die Verbraucher.
    Fazit: Kopf einschalten, ehe man Ökologen und anderen selbsternannten "Experten" auf den Leim kriecht. Naturgesetze lassen sich nicht aushebeln.
  • Nächster Verwandter von homo?

    03.07.2003, Rüdiger Biesold
    Außer dem Schimpansen lebt auch noch der Bonobo oder Zwergschimpanse. Die Behauptung, der Schimpanse sei unser nächster Verwandter stammt aus Zeiten, da der Bonobo nicht oder wenig bekannt war. Der Bonobo könnte durchaus näher mit homo verwandt sein.
    Wenn denn solche aufwendigen Untersuchungen gemacht werden, sollten die für beide Arten gelten; genetisch läßt sich die Nähe oderauch nicht zu homo sicher am ehesten klären. Dabie kann auch ectl. geklärt werden, inwieweit pan+homo einer gemeinsamen Gattung angehören.
  • Auf dem Boden der Realität bleiben

    03.07.2003, Dr. J.Götz
    Der euphorisch beschworene Ausbau der Windkraft birgt mehrere Probleme: Verfügbarkeit/Netzreserve, Netzprobleme bei großen offshore-Standorten und die Blindleistung zur Netzstabilisierung.
    Nur etwa 10-15% der installierten Leistung von Windkraftwerken lassen sich gleichwertig verfügbar wie thermische oder Kernkraftwerke betrachten. Die vorzuhaltende Reservekapazität von etwa 25% der installierten Wk.Leistung kostet viel Geld oder es muß Strom für ebenfalls viel Geld auf dem Strommarkt zugekauft werden.
    Die Blindleistung ist für den Betrieb der Netze notwendig, um die Spannung zu halten. Sie wird im wesentlichen von den konventionellen Kraftwerken erbracht, da Windkraftanlagen aus u.a.aus vorstehenden Gründen dazu nicht geeignet sind. Im Zusammenhang damit ist zu betrachten, dass beim Bau grosser offshore-Anlagen ein erheblicher Zubaubedarf von Hochspannungstrassen entsteht, da der Verbrauch weit entfernt von der Erzeugung stattfindet. Und dies kostete ebenfalls wieder ordentlich Geld für die Trasse (die die Ökologen ja so mögen, den Elektrosmog inklusive) und für die Kompensation der Blindleistung durch konventionelle Kraftwerke, deren Emissionen man ja vermeiden wollte.
    Und das alles hat am Ende der Verbraucher zu bezahlen.
    Fazit: Kopf einschalten! Naturgesetze lassen sich nicht austricksen, auch nicht von Öklogen und selbsternannten "Experten"!