Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • RE: Vertuschung

    30.10.2002, d.h.
    es ist doch nur noch von statistischem wert, ob laika 4 h oder 4 tage gelebt hat - wesentlich ist, dass sie zeigte, ein solcher organismus kann im raum prinz.leben. laikas flug legte die weichen fuer den bemenschten flug.
  • Ein wahrer Grund zur Freude?

    29.10.2002, Thomas Schmitz
    Erst seid kurzer Zeit (1Jahr) habe ich Diabetes, dennoch habe ich schon jetzt von sehr vielen neuen Erfindungen gehöhrt, die angeblich schon in kurzer Zeit im täglichen Gebrauch eine Verbesserung der Lebensqualität bezwecken sollen. Oftmals verpuffen diese Ideen, Pototypen und Geistesblize schon im nächsten Augenblick. Vielleicht baut diese Interessante und für wohl jeden Diabetiker erfreuliche Nachricht wirklich auf Tatsachen auf und bitet wirklichen anlass zur Hoffnung.
    Schöne Grüße und viel Erfolg
  • RE: Vertuschung

    29.10.2002, Dr. Peter Ziegler
  • RE: Vertuschung

    29.10.2002, Uwe Reichert
    Wer so etwas behauptet, sollte eine Quelle dafür angeben. Ansonsten setzt er nur eine Propaganda fort, die zu Zeiten des Kalten Krieges auch im Westen Hochkonjunktur hatte.
  • Vertuschung

    29.10.2002, TJS
    Vor Gagarin wurde eine Frau von den Russen ins All geschickt -- sie kam dabei qualvoll ums Leben. Gagarin war nicht erst der erste Mensch im All aber der erste überlebende!
  • Dann eben ohne Georg W.

    26.10.2002, Markus Sacher
    Allerdings ist es meiner Meinung nach besser, wenn wenigstens die übrige Welt das Kyoto Protokoll umsetzt, als wenn man gar nichts macht, mit dem Verweis ohne die USA wäre das Protokoll nicht umsetzbar, weil dies ja noch mehr Treibhausgase produzieren würde.
    Vielmehr sollte der Alleingang der USA für die restliche Welt ein Anreiz sein, doch das gesteckte Ziel zu erreichen, indem die Anstrengungen erhöht werden und mehr eingespart wird.
  • Studien vollständig?

    25.10.2002, Jutta Paulus
    Da ich in einem analytischen Labor arbeite, sind mir die sehr umfangreichen gesetzlichen Regelungen, die befolgt werden müssen, wenn Pflanzenschutzmittel in den Verkehr gebracht werden sollen, durchaus ein Begriff. Von validierten Analyseverfahren über Feldversuche und Rückstandsstudien bleiben da kaum Wünsche offen - aber ausgerechnet die doch sicher wünschenswerte Minimierung der Umweltbelastung ist scheint's nicht vorhanden. Arbeit für den Gesetzgeber, oder?
    Mir ist ein Rätsel, warum da nicht schon längst eine Richtlinie existiert.
  • Seismik ist nicht alles

    25.10.2002, Uwe Reichert
    Lynn Sykes ist einer der führenden Geophysiker, die sich mit der seismischen Verifikation von Atomtests befassen. Er hat jahrzehntelange Erfahrung damit. Seine unabhängigen Untersuchungen verdächtiger seismischer "Ereignisse" haben viele Erkenntnisse über Kernwaffenversuche geliefert und die Fähigkeit der Seismik als Verifikationsmethode demonstriert (siehe Spektrum der Wissenschaft, März 1987, S. 40, und Dezember 1982, S. 22).
    Trotzdem ist der Beitrag an einer Stelle zu korrigieren: Wenn Sykes so zitiert wird: "Denn um von militärischer Bedeutung zu sein, müsste ein Test wenigstens ein Äquivalent von fünf bis zehn Kilotonnen TNT freisetzen", dann meint er mit "militärischer Bedeutung" vermutlich den Einsatz einer Kernwaffe auf dem Schlachtfeld. Es ist aber zu berücksichtigen, daß es sich bei Kernwaffentests in der Regel um die experimentelle Erprobung einer Kernwaffe handelt. Höchstens die letzten ein oder zwei Testexplosionen eines bestimmten Kernwaffentyps werden dabei in "voller Konfiguration", also mit der Sollsprengkraft durchgeführt. Dabei ist zu beachten, daß praktisch alle Kernwaffen heutzutage Wasserstoffbomben sind. Deren technisch kompliziertester Teil ist die Zündung der Fusionsreaktion durch einen Trigger. Dieser Trigger ist eine hocheffiziente (fusionsverstärkte) Kernspaltungswaffe, deren freigesetzte Energie dazu genutzt wird, die Fusionsreaktion in Gang zu setzen. Um die Funktionstüchtigkeit eines neuen Bombendesigns zu testen, reicht es also, den Trigger mit einer geringen Menge Fusionsmaterial "zu umgeben" und im Versuch zu prüfen, ob der Zündmechanismus funktioniert. Ein Atombombentest besteht also in der Regel aus einer solchen experimentellen Anordnung. Deren Sprengkraft ist weit geringer (um mindestens eine Größenordnung) als das genannte TNT-Äquivalent von fünf bis zehn Kilotonnen. Das heißt, auch Kernwaffentests mit einem TNT-Äquivalent von einer Kilotonne oder Bruchteilen davon haben militärische Bedeutung insofern, als damit neue Kernwaffen entwickelt werden können.
    Ein zweiter Punkt sei der Vollständigkeit halber angemerkt: Die Glaubwürdigkeit der seismischen Methode zur Verifikation von Kernwaffentests hat lange Zeit darunter gelitten, daß die Seismologen in den fünfziger Jahren behauptet hatten, sie könnten einen Kernwaffenteststopp zuverlässig überwachen. Dem war damals nicht so, wie sich schließlich herausstellte. Aber die Seismologen haben dazugelernt und ihre Methode optimiert, wozu vor allem die Entwicklung von Breitbandseismografen, ein verbessertes Verständnis des Erdaufbaus und die Kenntnis lokaler Eigenschaften der Testgebiete beigetragen haben. Zudem stehen der CTBO neben der Seismik auch andere Verfahren zur Überwachung eines Teststoppvertrags zur Verfügung (s. Spektrum der Wissenschaft, Juli 1997, S. 88ff. und August 1997, S. 94ff.; nicht genannt sind darin allerdings Infraschall-Messungen in der Atmosphäre). Die SUMME aller Messmethoden erlaubt heutzutage die zuverlässige Überwachung eines Teststoppvertrages.
  • Reichlich haltbar, das Zeug...

    25.10.2002, Karl Bihlmeier
    Da liegt also Rohöl unter relativem Sauerstoffausschluss im Sediment des Meeresbodens, und es erstaunt, dass sich da in 30 Jahren nichts dran ändert.
    Vielleicht sollten die Herren mal darüber nachdenken, dass das Rohöl praktisch seit Milionen von Jahren gut erhalten im Sediment lagerte, bevor man es nach oben holte.
    Viel Spaß also mit der schwarzen Pampe - vielleicht nochmal ein paar Tausend Jahre...
  • Fragwürdiger Wert der Studie

    24.10.2002, Dr. Schäfer
    Diese Studie ist von Ihrer Anlage her kaum als wissenschaftlich gehaltvoll anzusehen.

    Warum ist das so?

    - Eine einfache Befragung erfüllt nicht die Kriterien eine prospektiven Untersuchung. Jedes andere Studiendesign als eine prospektive Untersuchung hat aus medizinstatistischer Sicht nur erheblich eingeschränkte Aussagekraft.

    - Es fehlt eine Vergleichsgruppe.

    - Eine Befragung erfüllt nicht die Kriterien der Neutralität des Untersuchers und des Untersuchten, wie sie im Doppel-Blind-Studienmodell gefordert und erreicht wird.

    - 800 Patienten "weltweit" sind eine viel zu geringe Anzahl, um etwaige Besonderheiten sozialer, kultureller oder Alters-Untergruppen zu berücksichtigen. Dies kannn zu ganz erheblichen statistischen Verzerrungen führen.

    - Der Auftraggeber der "Studie" hat ein erhebliches wirtschaftliches Interesse (auslaufender Patentschutz) an einem Ergebnis, das die Notwendigkeit einer Therapie durch eines seiner Medikamente (Omeprazol)- vorsichtig gesprochen - nahelegt, um so die Indikationsbasis zu verbreitern bzw. den Absatz zu fördern. Die Vermutung einer nicht-neutralen und/ oder suggestiven Befragung der Untersuchten liegt daher zumindestens nahe.
  • Und was machen wir morgen, Brain?

    24.10.2002, Bernhard-Christian Molz
    Der Blick, der sich aus dieser Studie ergibt, ist zwar nicht berauschend aber auch nicht überraschend. Auch wenn das Ergebnis höher ist als vielleicht erwartet, der Schluss, der sich daraus ziehen lässt, ist längst bekannt: Wenn der Mensch in seinem jetzigen Tempo weitermacht, wird er auf Dauer den Planeten Erde mit all seiner Schönheit zerstören oder zumindest schwer schädigen, das gilt auch für die letzten Gebiete, in denen die Natur nach wie vor die Oberhand hat. Jetzt sind diese Bereiche vielleicht noch unberührt, jetzt liegen sie vielleicht noch fernab von der menschlichen Infrastruktur, aber wie lange noch? Die Bevölkerung wächst weiter und wenn nichts einschneidendes passiert, kommt es in den nächsten Dekaden zu einem dramatischen Anstieg der Weltbevölkerung. Hinzu kommt noch das allgegenwärtige und alles beherrschende Geld. Wenn es in einer solchen unberührten Region irgendetwas zu verdienen gibt, findet sich immer jemand, den nur der Profit interessiert und der notfalls mit Schmiergeldern dafür sorgt, dass er bei seinem Zerstörungswerk nicht gestört wird. Vor diesem Hintergrund scheint es nahezu unmöglich zu sein, solche Flecken der Natur noch zu retten. Im Interesse aller bleibt zu hoffen, dass es dennoch gelingt.

    Bernhard-Christian Molz
  • Geheime Atom-U-Boote könnten Neutrinoforschung torpedieren [22.10.2002]

    23.10.2002, Klaus Jungmann
    Na, da haben die Neutrinoexperimente doch
    ein wunderschoenes Beispiel,
    dass Sie auch miltaerisch relevant sind,
    d.h. zur U-Boot Ueberwachung.
    Wollen wir hoffen, dass die Neutrinoforschung
    nicht bald als klassifiziert eingestuft wird.
  • RE: RE: Wo ist der Unterschied zu bunten Newtonschen Ringen?

    23.10.2002, Klaus Lux
    Danke für die Antwort. Doch wie sollen bei Newtonschen Ringen in weißem Licht mit unendlicher vielen Wellenlängen Regionen entstehen, wo sich alle Wellenlängen gleichzeitig oder gar gegenseitig auslöschen?
    Dies sollte doch höchstens auf monochromatisches Licht zutreffen, nicht wahr?
  • RE: Kurios

    22.10.2002, Hans-Uwe Siesslack
    Sehr geehrter Herr Dr.Schmidt,

    ganz so kurios erscheint mir rein subjektiv nach 25 Jahren aktivem Sport die Idee nicht, der Effekt des Dehnens würde in den letzen Jahren überbewertet. So konnte ich auch nach zehn Jahren Karate mit ausführlichem Dehnprogramm aine echte Verbesserung meiner Beweglichkeit nicht feststellen.
    Auch in meiner jetzigen Tätigkeit als Trainer in einem gesundheitsorientierten Fitness-Studio scheinen die Auswirkungen des Trainings bezüglich der Beseitigung von Fehlhaltungen (Beispiel: nach vorn gezogene Schultern), die nach bisherigem Verständnis aus dem Zusammenspiel von verkürzten (im Beispiel: musculus pectoralis major)
    und geschwächter (Muskulatur des oberen Rückens) vorrangig aus dem Training der Antagonisten des "verkürzten" Muskels zu resultieren. Dies sowohl bei Trainierenden, die das von uns empfohlene Dehnprogramm durchführen als auch bei denen, die dies unterlassen. Neben der Wiederherstellung der muskulären Ballance spielt m.E. die
    verbesserte Körperwahrnehmumg eine Rolle, die sich durch regelmäßiges Training einstellt.
    Eine positive Wirkung des Dehnens, die ich nicht in Frage stellen möchte resultiert aus der Ausschöpfung der ganzen natürlichen Gelenkbeweglichkeit, die einem mit dem Alter zunehmenden Verlust an eben dieser Beweglichkeit sicher entgegenwirkt, indem Verklebungen, Verkalkungen etc. vorgebeugt wird, die sich anderenfalls in den
    nicht benutzten Bereichen der Gelenke einstellen.
    Was die übrigen Auswirkungen des Dehnens angeht, so bin ich gespannt auf die Diskussion der nächsten Jahre.
    Eine kleine Sammlung von kritischen Stellungnahmen zum Thema finden Sie unter www.nostretch.de

    Mit freundlichen Grüßen

    Hans-Uwe Siesslack
  • RE: Wo ist der Unterschied zu bunten Newtonschen Ringen?

    22.10.2002, T. Krome, Redaktion
    Es gibt eine ganze Reihe Interferenz-Erscheinungen des weißen Lichts, die bunte Bilder erzeugen - zum Beispiel auch farbige Newtonsche Ringe. Doch tauchen hier in der Regel auch dunkle Regionen auf, wo sich alle Wellenlängen gegenseitig auslöschen - so genannte Phasensingularitäten. Hier ist die Phase (= Argument der Schwingungsfunktion) genauso wenig definiert wie beispielsweise die Zeit an den Polen der Erde. Nichtsdestotrotz lassen sich mit Methoden der Farbtheorie und Wellenphysik auch in diesen dunklen Bereichen Farben sichtbar machen. Solche Farbmuster, die mit bloßem Auge nicht zu sehen sind, konnte Berry durch seine Computermodelle visualisieren.

    T. Krome, Redaktion
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