Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • "Effizienz auf Null reduziert"?

    11.09.2013, Marcus Gröber
    Die folgende Formulierung in diesem (ansonsten lesenwerten) Artikel finde ich etwas unpräzise: "Die hohe Effizienz dieser [Kohle- und Gas-] Kraftwerke wird so schlagartig auf Null reduziert, was sicher kein Beitrag zur effizienten Nutzung der Ressourcen darstellt."

    Ist das streng naturwissenschaftlich korrekt? Effizienz ist sowas wie "Output/Input", also erzeugte Energie pro Einheit eingesetzter Ressourcen. Wenn ich ein Kraftwerk abschalte, verbrauche ich weder Gas, noch erzeuge ich Energie. Der Begriff Effizienz verliert also irgendwie seine Bedeutung - eine begrenzte Ressource gar nicht zu nutzen, ist doch höchstens noch "effizienter", als es nur mit einem guten Wirkungsgrad zu tun.

    Dann doch lieber das zweite Argument, dass der wirtschaftliche Betrieb solcher noch unverzichtbaren Kraftwerke unter einem derartigen Modell teilweise nicht mehr möglich ist. Und vermutlich kommen noch gewisse Effizienzverluste durch das Herunter- und Wiederanfahren dazu, aber das wird wohl stark vom Kraftwerkstyp abhängen.

    Trotz aller Schwierigkeiten denke ich allerdings auch immer mal wieder an das Zitat von JFK über das Apollo-Programm: "We choose to go to the moon in this decade and do the other things, not because they are easy, but because they are hard, because that goal will serve to organize and measure the best of our energies and skills [...]"

    Vielleicht ist die Energiewende auch so ein Ziel.
  • Speicherlösungen - was geht, was geht nicht?

    11.09.2013, J. Heins
    Sie sprechen von der effizienten Speicherung in Pumpspeicherkraftwerken. Könnte man hier nicht auch die vielen alten Wassertürme reaktivieren, die derzeit oft in "Wohneinheiten" umfunktioniert werden, der aber aufgrund der demographischen Entwicklung immer seltener in den Städten nachgefragt wird? Wäre es ggf. auch sinnvoll, Windparks und Solarfarmen mit solchen "neuen Wassertürmen" auszustatten? Motto: Viele kleine machen einen großen See - dezentrale Lösung. Falls es wirklich so effizient ist, wie von Ihnen dargestellt - immerhin eine Technologie, die wir mittlerweile beherrschen. Für Windparks auf See könnte ich mir zudem Schwimmkörper vorstellen, die mit Überschussenergie unter Wasser gedrückt würden - über den Auftrieb könnte man die Energie wieder zurückgewinnen. Auch eine rein mechanische Lösung - die aber sicherlich eine gute Bodenverankerung benötigt. Wo werden denn Lösungen dieser Art besprochen? Ich denke, dass viele Betreiber von Solaranlagen oder Windparks gerne die Lösungen um eine lokale Speicherung erweitern würden, um eine stabile Dienstleistung zu bieten - aber wenn die Technologien nicht verfolgt und geschaffen werden, nützt eine Forderung nach Verpflichtung nicht viel. Das finde ich leider ein bisschen dünn, für die im Teaser versprochenen Lösungungsvorschläge ...
  • Ich sehe die Energiewende nicht so negativ und als Bedrohung

    11.09.2013, Oliver Mayer
    Sehr geehrter Herr Kleinknecht,
    die Einschätzung, die Sie darstellen empfide ich als wenig negativ: Man hat mit der Einführung des EEG einen anderen Weg probiert, eine neue Technologie einzuführen (was ja auch geglückt ist) und stellt nun fest (zu spät), dass man an dieser Entwicklung hätte weiterarbeiten müssen. Das ist versäumt worden. Das heutige Merit-Order-Modell funktioniert für die Erneuerbaren Energien eben nicht richtig. Die Frage ist: sollen die Erneuerbaren dann wieder verschwinden oder gehe ich die Aufgabe an, dieses Problem zu lösen und zu korrigieren. Ich bin für den zweiten Weg.
    Die Energiewende hat für mich zwei Gesichter: ein technisches, dass die Umstellung auf eine dezentrale Struktur zeigt, aber lösbar ist und ein politisch/wirtschaftliches Gesicht bei dem es um Märkte, wirtschaftliche Macht, Arbeitsplätze und Beharrlichkeiten geht. Das zweite Gesicht ist die eigentliche Baustelle. Als seinerzeit von der Dampflokomitive auf die Elektrolok umgestellt wurde, ist auf der E-Lok noch lange Zeit ein Heizer mitgefahren. Heute lachen wir darüber und machen bei der Energiewende den gleichen Fehler.
    Die Energiewende kostet Geld und nicht zu knapp. Sie ist eine Investition in die Zukunft und wird sich rechnen. Meiner Ansicht nach ist Nichts-Tun langfristig wesentlich teurer.
  • Endlich mal klare Worte

    11.09.2013, Gilbert Brands
    Im Politikjargon heißen "handverlesene Mitglieder überwiegend aus Theologen, Soziologen, Philosophen, Risikoforscher, Juristen und Politiker, aber ohne Experten für Energieversorgung oder die volkswirtschaftlichen Folgen" auch kürzer "anerkannte Wissenschaftler", um sie von "Fachwissenschaftlern" zu unterscheiden, die meist nicht öffentlich zu Wort kommen oder von vornherein schweigen, um ihre Forschungsgelder nicht zu gefährden. Es wäre wünschenswert, wenn in den Medien für die breite Masse häufiger auch einmal diese Ansichten zu lesen wären.
  • Die Speicherung macht keinen Sinn!

    11.09.2013, B. Neelen
    Bei Ihren Ausführungen haben sie nicht erwähnt das der gespeicherte
    Wind-/Solarstrom bei Lieferung quasi ein zweites Mal bezahlt wird. Der Verbraucher bezahlt den "Windmüller" und noch einmal den "Pumpmüller" für den exakt gleichen Strom.

    Wie soll da das Stromspeichern mit doppelten Kosten noch einen Sinn machen, wenn man ihn viel billiger bedarfsgerecht erzeugen kann?
  • Lesen hilft.

    10.09.2013, Gaster Zürich
    Vielleicht hätte es auch Herrn Seidler geholfen, dahinter zu kommen, dass es hier um mehr geht, als um eine Scheinkorrelation. Zur Debatte steht eine Einflussvariable auf menschliches Verhalten, womit der Forschung eine gewisse Relevanz zugebilligt sein sollte. Davon abgesehen halte ich wenig davon, Forschungsvorhaben nur nach ihrem Nutzen zu bemessen und Forschung um des bloßen Wissen Willen als unsinnig zu verteufeln. Etwas kurzgegriffen ist auch die Annahme, dass Steuergelder dafür draufgegangen seien, ist doch eigentlich klar, dass auch Drittmittel eine Finanzierungsquelle gewesen sein könnten...

    Zu dem Beispiel mit den Programmierern: Eine statistisch signifikante Korrelation zwischen zwei oder mehr Variablen bedeutet noch keine echte, d. i. eine auf einem Kausalzusammenhang beruhend, Korrelation.

    So long.
  • Immer wieder in dieselbe Falle tappen

    10.09.2013, Walter Weiss, Kassel
    Geschehnisse im Bereich der Reichweite unserer körperlichen Sinne - das heißt, in der Reichweite der 'Klassischen Physik' - können wir VERSTEHEN, denn für die Beurteilung solcher Geschehnisse ist unser Denkorgan in der langen evolutionären Entwicklung eingerichtet worden.

    Geschehnisse AUSSERHALB dieses Bereichs indessen können wir - eben wegen der besonderen Konstruktion unseres Denkvermögens - niemals VERSTEHEN, sondern nur BERECHNEN.

    Was tut denn - seit rund 200 Jahren - ein naturwissenschaftlicher Forscher zur Klärung derartiger AUSSERHALB des genannten Bereichs liegender Geschehnisse? Er sucht einen diesem Geschehnis möglichst entsprechenden Vorgang INNERHALB des Bereichs und anschließend eine mathematische Formel für die Definition des Unterschieds, das heißt, er sieht zu, das AUSSERHALB liegende Geschehnis durch eine mathematische Ergänzung/Modifizierung der Regel für ein entsprechendes Geschehnis INNERHALB zu definieren.

    Man kann - eben wegen der besonderen Ausgestaltung unseres Denkorgans - derartige Geschehnisse AUSSERHALB des genannten Bereichs niemals verstehen, sondern nur berechnen.

    Demgegenüber versuchen Naturwissenschaftler und naturwissenschaftlich interessierte Schreiber seit vielen Jahrzehnten, mit - naturgemäß ungeeigneten - Vergleichen, Analogien und sonstigen Hilfsmitteln unverdrossen, derartige Forschungsergebnisse in der Weise zu erklären, dass die Leser sie VERSTEHEN, was, wie gesagt, begrifflich unmöglich ist.

    Würden sich diese Autoren die Mühe machen, sich VOR der Absonderung derartiger Texte darüber klarzuwerden, wie ihr Denken generell funktioniert, immerhin ihr wesentliches Handwerkszeug (sollte man wenigstens meinen), würden sie mit Sicherheit ihr jeweiliges Vorhaben aufgeben - und der Gemeinschaft wären ganze Bibliotheken sinnloser Erklärungsversuche erspart.

    Tja - und das vorliegende Buch ist ein weiterer derart untauglicher Versuch.
  • Einstein hatte oft Mathematiker als Mitarbeiter

    10.09.2013, Paul Pfalzner, Ottawa (Kanada)
    Es ist wohlbekannt, dass Einstein mathematische Mitarbeiter beschäftigte. Er selbst gab zu, dass seine Kenntnisse in Mathematik nicht genügend waren, um seine Theorien zu unterstützen.
  • Auch Väterhoden sind das Ergebnis der Evolution

    10.09.2013, Dr. Jaromir Konecny
    Das müsste eigentlich schon aus der Evolutionsbiologie bekannt sein. Je größer die Hoden um so mehr Testosteron. Kinder wurden im Laufe der Evolution eher von Frauen versorgt. Frauen haben viel weniger Testosteron als Männer. Mit zunehmendem Alter verlieren Männer ihr Testosteron, sie werden sozusagen "weiblicher", wohl auch was die Kinderpflege angeht. Männer, die schon in der Jugend weniger Testosteron haben, zeigen nun mal viel früher diese "weiblichen" Eigenschaften. Das beruht selbstverständlich nur auf statitischen Aussagen. Es gibt auch Rabenmutter und Väter, die sich vorsorglich um ihre Kinder kümmern.
  • Ist das Wissenschaft?

    10.09.2013, Ralf Seidler
    Da bleibt mir doch die Spucke weg! Wem nutzt (teure) Forschung, die einen Zusammenhang zwischen der Hodengröße und sonst was belegen will? Ich zahle meine Steuer doch nicht für solch einen Mist! Ich bitte um Entschuldigung für meine drastische Wortwahl. (Den Artikel selbst habe ich nicht gelesen.)

    Mir fällt folgende Erzählung ein: Ein inzwischen pensionierter Kollege aus der IT hat kurz vor seinem Ruhestand erzählt, dass die Fehler der (IT-)Programme heute weitaus zahlreicher sind als zu seinem Anfängen. Damals gab es noch kein Alkoholverbot und die Programmierer waren gute Trinker. Folgerung: Liebe Programierer, trinkt ordentlich, dann macht ihr nicht so viele Fehler!

    Fazit: Ich kann statistisch zu nahezu jedem Schrott eine signifikante Beziehung herstellen.
  • Muss es ein Tier sein?

    09.09.2013, Jonas Becker (11 Jahre)
    Ich habe die Theorie dass es der Fruchtkörper eines Pilz ist,dessen Sporen viele Nährstoffe enthalten,damit sie in kurzer Zeit recht groß werden können.Um die Närstoffe zu schützen hat der Pilz ein Gitter um den eigentlichen Fruchtkörper gemacht.Da Pilzfruchtkörper ganz unterschiedlich aussehen können und häufig rund und eine bestimmte Anzahl an Lamellen haben finde ich das die logische Erklärung.Eventuel wächst die Verdickung in der Mitte noch weiter den dünnen Stiel hoch und die äußeren Stiele auch noch,dann könnte es so was ähnliches wie ein Käfig ergeben.
  • Vorteile gegenüber Fotovoltaik?

    09.09.2013, Edgar Schwarz, Schwaikheim
    Am Ende geht es, wenn ich das richtig verstehe, um die Erzeugung von Wasserstoff. Also Elektrolyse ohne Strom. Dann habe ich aber immer noch das Speicherproblem.
    Denn Fotosynthese erzeugt im Gegensatz dazu organisches Material, das sich beliebig lagern lässt.
    Und ob diese Methode zur Wasserspaltung wirklich günstiger ist, wenn ich an die Effektivitätszahlen der Fotovoltaik denke, frage ich mich auch noch.
  • Mathematisch und architektonisch sehr interessant

    09.09.2013, Mike Winkler
    Was auch immer es ist - faszinierend wie sich auch hier die Geometrie der Natur offenbart. Das Bauwerk ist äußerst symmetrisch. Es ist bestimmt kein Zufall, dass die Anzahl der äußeren vertikalen Streben 29, also eine Primzahl ist. Würde man hier alle Maße in Relation setzen, würden sich bestimmt viele einfache und schöne (goldener Schnitt) Verhältnisse finden.
  • Was ist denn da drin?

    09.09.2013, David S.
    Okay, ich komme aus einem ganz anderen Fach und weiß daher absolut nichts von der Fauna im Regenwald. Aber zumindest mein technischer Sachverstand lässt hier eine Art Zaun erkennen, der irgend etwas (den Nachwuchs) vor Insekten, bspw. Ameisen schützen soll. Dafür könnte sich ein klebriges Spinnennetzartiges Material doch eignen.
  • My uneducated guess

    09.09.2013, HCE
    Sah mir zuerst nach einer etwas faulen Spinne aus, die den verlockenden Mittelpunkt eingezäunt hat!^^
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