Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Religion ist überflüssig

    09.03.2014, Stephan Fröde

    Eigentlich macht Religion nur als soziale Komponente Sinn. Da man auch Religion an Gott oder Götter glauben kann, und es andere Normen und Gesetze gibt, ist Religion überflüssig und teilweise schädlich.

    Einige verwechseln Spiritualität mit Religion, das passt aber nicht, denn Religion ist eher eine Glaubensbürokratie.

    Gott ja, Religion nein
  • Optimistischer Artikel

    09.03.2014, Andreas Herzig
    Man soll die Hoffnung nicht aufgeben aber der Artikel ist zu optimistisch.

    Von "versiegelten Reaktorblöcke"(n) zu sprechen ist schon mehr als optimistisch. Gibt es mittlerweile über alle Blocke eine Plastikplane? Man weiss nicht wohin das Kühlwasser überall verschwindet und wieviel Grundwasser noch einfließt und wohin es verschwindet. An Grundwassermesslöchern werden immer wieder neue Höchstwerte gemessen.
    Der geplante unterirdische Eisring wäre schön, wenn er denn kommt, da sind noch eine Menge Probleme zu lösen.


    Man soll schon rausstellen, was man alles geschafft hat. Wenn die Versuchsanlage die Radioaktivität des Wassers "auf 80 Megabecquerel pro Liter auf, ein Prozent des Werts, den es vor dem Prozess aufwies" drücken kann ist das eine tolle technische Leistung. Die 80 Megabecquerel pro Liter sind aber immer noch ein extrem hoher Wert( und drauf kommt es an).

    Man kann den Japaner nur wünschen, dass sie die ganzen Probleme in den Griff bekommen. Es ist eine gewaltige Aufgabe und ich sehe nicht, dass es wirklich vorran geht. Es kommen schneller neue Probleme hinzu als dass man alte los wird.



  • Schönrederei

    09.03.2014, Winkler Michael
    Diese Verharmlosung der Megakatastrophe Fukushima ist unerträglich. Auf wessen Gehaltslisten stehen Sie denn? Hiermit wird der Bezug des Newsletters endgültig beendet. Das stinkt doch sehr nach Lobbyismus, meine Damen und Herren!

    Gruß
    Michael Winkler
  • Konsum der Erde: Ein hohes Bildungsziel

    09.03.2014, Dr. Siegmar Niemierski

    Viele gute, ehrlich arbeitende Wissenschaftler, Naturschützer usw. berichten über den Raubbau der Natur. Gleichzeitig wird auf hohem Niveau geklagt. Berichten und klagen sind notwendig, doch derzeit nicht hinreichend. In den Bildungssystemen der Völker ist der Konsum dieser Erde ein hohes Bildungsziel. Wie dieser Konsum finanziert wird, darf nicht in’s Bewußtsein der Menschen eindringen. Ein Konsum der einer Fremdfinanzierung, also einem Naturraubbau entspricht hat selbst in den Hörsälen der Universitäten keine einzige Stimme. Forschungs-Gegenstand und politische Diskurse darüber sind auch nicht stimmberechtigt.
    Die vielen guten Wissenschaftler und Naturschützer wissen daß mehr bedroht, geopfert wird als Elefanten, Nashörner, Haie oder Menschenaffen. Das menschliche Rechtssystem ist bedroht und wird dem Kommerz geopfert. In dieser Situation ist ein Rechtssystem für die Natur undenkbar.
  • Gott=Religion?

    08.03.2014, Peter Ungenug
    Zu behaupten Mathematik sei eine Erfindung des Menschen und deswegen die Zahlen als Einbildung abzutun, deutet mir nicht auf Vernunft. Da ist auch die Wiederholung von Sapiens, Sapiens, Sapiens von wenig Bedeutung, da Vernunft selten von demjenigen glaubhaft benannt wird, der sich selber als vernünftig bezeichnet. Gott ist nicht gleichbedeutend mit Religion. Ganz im Gegenteil behandelt die menschliche Auffassung in verschiedenen Schulen eine nicht begreifbare Instanz. Der eine nennt es Religion und der andere wissenschaftliche Empirie. Vernunft bedient sich dagegen einer holistischen Auffassung und teilt sich nicht die Welt in schöne und doofe Wahrheiten auf, um dann auch noch von Objektivität zu faseln.

    mfg
  • Fukushima, mon amour

    08.03.2014, Martin Holzherr
    Die psychische Belastung ist wirklich nicht zu unterschätzen. Sie kommt nicht nur von den materiellen Folgen, dem Verlust der Heimat und dem Tod von Angehörigen, sondern auch von vielem, was die Betroffenen - die Opfer - über die Gefahren glauben. Es ist keineswegs so, dass es nur in Deutschland übertriebene Vorstellungen über die gesundheitlichen Folgen von Fukushima gibt. Irrationale und meist unausgesprochene Ängste gibt es auch bei vielen Fukushima-Anwohnern. So ist die Suzid-Rate in der Umgebung von Fukushima deutlich angestiegen. In der japanischen Gesellschaft werden viele Ängste nicht an die Öffentlichkeit getragen, auch wenn sie sehr tiefgreifend sind. Die Hibakushas, also die Überlebenden der Atombombenabwürfe, waren nicht selten Geächtete. Sie wurden gemieden und erhielten oft keine Arbeitsstelle. Es würde mich nicht verwundern wenn auch die Anwohner von Fukushima mit solchen Reaktionen rechnen müssten.
  • ... unbekannt?

    08.03.2014, Franz de Paula
    ... sieht s. v. nach einem Elachistocleis ovalis aus

    http://www.google.at/search?q=... 41&dpr=0.9
    Antwort der Redaktion:

    Link ist defekt. Google-Bildersuche nach Elachistocleis ovalis.

  • Landkarte und Evakuierungszonen

    08.03.2014, Björn Hauptfleisch
    Sehr geehrte Verfasser,
    ich bedanke mich für den detaillierten Artikel über Fukushima, der sich wohltuend von der oftmals verzerrten Berichterstattung - besonders in den "öffentlich-rechtlichen" Medien - abhebt. Ich erlaube mir darauf hinzuweisen, dass die im Artikel gezeigte Landkarte der Evakuierungszone nicht ganz aktuell ist.

    Auch die in der Landkarte orange schraffierte und die dunkelrot eingezeichnete Sperrzone ist inzwischen aufgehoben und nach radioaktiver Belastung gestaffelt neu organisiert worden. Als Zone mit weitgehendem Betretungsverbot (>50 mSv/Jahr) sind im wesentlichen die Gemeinden Futaba und Okuma sowie der Nordosten von Tomioka und der Westen von Namie verblieben. In diesem Gebiet lebten vor dem Störfall rund 25 000 Menschen. Die Evakuierungsanordnung für dieses Gebiet soll nicht innerhalb von fünf Jahren aufgehoben werden.

    Die beiden anderen Zonen (unter 20 mSv/Jahr und 20-50 mSv/Jahr) betreffen die Gemeinden Tomioka (außer Nordostteil), Naraha, Kawauchi (Ostteil), Tamura(Ostteil), Katsurao, Iitate, Minamisoma-Odaka und Namie (außer Westteil). In diesem Gebiet wohnten ca. 70 000 Menschen. Für 30 000 von diesen soll die Evakuierungsanordnung innerhalb von zwei Jahren aufgehoben werden.

    Von den 2011 nach der Havarie evakuierten 154 000 Personen durften bereits ca. 60 000 zurückkehren (Wie viele davon Gebrauch gemacht haben, steht auf einem anderen Blatt). Die Rückkehr-Erlaubnis gilt für die 20-30 km Ringzone um das Kraftwerk, soweit das Gebiet nicht in eine der anderen Kategorien fällt.
  • Paradigmenwechsel brauchen Zeit

    07.03.2014, Stefan Pschera
    Warum sind einige Antworten bei abweichenden Gedanken so gereizt formuliert? Aber dies ist nicht das Thema.

    Die Hirnforschung erlebt einen Paradigmenwechsel. Weg von den Lokalisationstheorien hin zum Konnektom. Letzteres wird 2014- massiv mit Milliarden gefördert.
    Die Evolutionstheorien dagegen werden langsamer korrigiert und noch heimlich.

    Wie lässt sich mit heutiger Evolutionstheorie erklären?
    „Die Forscher vermuten, dass Hirschkühe über Generationen die Abgrenzung ihres Territoriums an ihre Nachkommen weitergeben.“
    Quelle http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/hirsche-stoppen-an-frueherer-grenze-zwischen-ost-und-west-a-945071.html
    Inzwischen viele solcher Fakten dokumentiert.




  • Milliardstel, nicht millionstel Meter

    07.03.2014, Christian Hartl
    Im Artikel ist das mit dem Keck-I-Teleskop aufgenommene Spektrum der Galaxie z8_GND_5296 abgebildet, mit der hervorgehobenen Lyman-alpha-Linie.

    Die x-Achse des Diagramms ist beschriftet mit "Wellenlänge (Millionstel Meter)", es muss aber Milliardstel Meter heißen.
    Antwort der Redaktion:
    Sie haben recht, danke für den Hinweis! Nur der Wert in der nebenstehenden Bildunterschrift hat die korrekte Größenordnung.
  • Genetisch veränderte T-Zellen sind auch für die Krebstherapie vielversprechend

    07.03.2014, Martin Holzherr
    Der obige Beitrag berichtet über eine Genmodifikation an T-Zellen um sie immun gegen HIV-Angriffe zu machen. Gleichzeitig gibt es auch Berichte über T-Zellen, die mit dem Einschleusen neuer Gene so verändert wurden, dass sie Krebszellen angreifen. Leukämien im Endstadium und andere Blutkrebskrankheiten wurden so erfolgreich behandelt. Es scheint eine goldene Zukunft für diese Formen der extrakorporalen Gentherapie angebrochen zu sein. Extrakorporal heisst diese Form der Gentherapie weil die Zellen dem Patienten entnommen und dann ausserhalb des Körpers genetisch verändert und wieder zurückinfundiert werden. Mit solchen extrakorporalen Gentherapien kann man gezielt bestimmte Zellen verändern während Gentherapien, die Viren als Genfährten benutzen nicht von vornherein spezifisch wirken.
  • Packend geschrieben

    06.03.2014, Martin Holzherr
    Interessant die Entstehungsgeschichte des XFEL. Mich verwundert nur, dass man nicht schon früher drauf gekommen ist. Das Wirkprinzip, einen Elektronenstrahl in einem starken Magnetfeld zu beschleunigen und damit Röntenstrahlen zu erzeugen ist doch Grundlagenphysik, die schon anfangs 20. Jahrhundert verstanden wurde.
  • Zum Beitrag Nr.8

    06.03.2014, Walter Weiss
    Ich hatte es erwartet: wenn alle Evolutionsstricke reißen, wenn also entscheidende Komponenten schlicht fehlen (wie hier ein Selektionsdruck in einer genügend weit zurückliegenden Zeit), wird prompt die Epigenetik bemüht - aber im Sinne reinster Lamarckismus-Lehre! Auch ein durch Epigenetik anschaltbarer Zustand muß doch zwingend eimal in der Vergangenheit mit den normalen Evolutions-Komponenten entstanden sein, und das ist ganz einfach aus den von mir in meinem vorigen Beitrag dargestellten Gründen unmöglich.
  • Es passiert mehr im Gehirn

    05.03.2014, Stefan Pschera
    Ich erlaube mir einen sachlichen Nachtrag und nutze dazu bekannte Fakten zur Epigenetik.

    Die Kenntnisse zur Epigenetik veränderten sich. Die zur Darwin-Theorie gehörige Weismann-Barriere ist überholt. Genabschnitte werden bei Bedarf aktiviert, an- und abgeschaltet . Und noch mehr gilt, die Gene werden aktiv verändert. Und es betrifft eben nicht nur existenzielle Funktionen. Schon beim Erlernen einer Fähigkeit oder krassen Erlebnissen werden Gene verändert. Alles wird gespeichert. Dadurch haben wir ein Wissenspool in uns. Wir nutzen das in den Genen gespeicherte Wissen, ohne davon zu bemerken. Und erweitern dieses von Generation zu Generation.

    Und das Gehirn verändert all dieses. Macht all dies passend. Das Wie kann nur spekulativ beantwortet werden. Aber diese Veränderungen nützen egoistisch.

    Damit haben wir einen Helfer in uns und das Gehnirn nutzt den genetischen Wissenspool. Und meist folgen wir blind deren Appetenz. Die Ratschläge der Bibel oder des Korans sind dagegen Peanuts.

    Und jetzt ein Vergleich zu Bibelsprüchen: „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab trösten mich.“ oder „ Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ Es passt.

    In uns ist ein helfendes Wissen, welches nur ansatzweise begriffen wird.

  • Der Käsekuchen ist wieder da...

    05.03.2014, Dr. Michael Blume
    Ich bin überrascht, wie oft die alte Religion-Epiphänomen-These wiederbelebt wird, die z.B. als "Religion is Cheesecake" bereits vor einigen Jahren groß durch die Medien ging.

    Die empirische (und, im Gegensatz zu so reduktionistischen Ansätzen, interdisziplinäre) Evolutionsforschung zu Religiosität und Religionen ist da schon viel weiter und war z.B. bereits 2009 als "Homo religiosus" eine Gehirn & Geist-Titelgeschichte.

    Aber falls das Buch noch ein paar Leute dazu bringen sollte, sich dann auch vertieft mit dem Thema auseinander zu setzen, soll es recht sein. Auf jeden Fall Danke für die Rezension! :-)