Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • RE: Fischsaurier; mehrere Probleme

    24.07.2003, Gunnar Ries
    Es werden ja auch durchaus verschiedene Thesen zum Aussterben der Saurier diskutiert. Und das die Meeressaurier vor den Dinosauriern ausstarben, war bereits bekannt. Gleiches gilt ja auch für die Flugsaurier. Ich persönlich vermute ohnehin, dass mehrere Ursachen zusammenwirkten. Gegen Ende der Kreidezeit verschwanden ja niucht nur gewaltige Flachmeerbereiche und damit ein beträchtlicher Teil des marinen Lebensraumes, sondern es gab verheerende Vulkanausbrüche (Dekkan Trapps) und eben den Asteroideneinschlag am Chicxulub. Jeder dieser Vorgänge alleine wäre sicher schon verheerend gewesen, aber zusammen dürften sie sicher für viele Lebewesen tödlich gewesen sein.
  • RE: Sandkörner

    24.07.2003, Rüdiger Kuhnke
    Nimmt man für Wüsten und Küsten eine 1 m tiefe Sandfläche von 1e7 km^2 an, kommt man auf etwa 1e4 km^3. Dieses Volumen im Verhältnis zu einem Sandkorn mit 1 mm^3 Volumen liefert n=1e22. Viele Sandkörner sind viel kleiner -> n>1e23?
    So ungefähr könnte die Abschätzung aussehen. Doch mehr Sand als Sterne? Eine ähnliche Rechnung könnte man mit der Sandmenge auf dem Mars machen, nur so zum Spaß.
  • Sandkörner

    24.07.2003, Martin Y
    Und wo, bitteschön, bleibt die Schätzung für die Sandkörner?
    Größenordnungsmäßig könnte ein Würfel von 10-100 km Kantenlänge genügen (?)

  • RE: Nicht zum Deuterium sondern vom Deuterium

    24.07.2003, Ludmila Carone, Freie Wissenschaftsjournalistin
    Ups, da habe ich mich beim Schreiben vertan. Sie haben natürlich Recht. Danke!
  • RE: Fischsaurier; mehrere Probleme

    24.07.2003, J.Götz
    Zustimmung: es sind mehrere Probleme, wobei die Substantivierung von Verben nur das geringste sind. Die Beleuchtung der Meteorhypothese durch die Fischsaurierfunde finde ich echt toll!
  • Nicht zum Deuterium sondern vom Deuterium

    24.07.2003, KARL BEDNARIK

    Hallo an díe Redaktion,

    Braune Zwerge fusionieren nicht Wasserstoff zu Deuterium,
    sondern Wasserstoff und Deuterium zu Helium-3.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Karl Bednarik.

  • Einhüllentanker

    24.07.2003, Biermann, H.
    Die Unfälle werden nicht durch die Einhüllentanker verursacht, sondern meist durch menschliches Versagen.Man sollte bei den wirklichen Ursachen (Arbeitsbedingungen !!, Qualifikation der Schiffsmannschaft)ansetzen, um Katastrophen zu vermeiden. Die Doppelhüllentanker fangen lediglich solche Unfälle besser auf.Technik verbessern ist o.k., aber der Mensch sollte im Vordergrund stehen.
  • Mehr Sterne im All als Sand am Meer

    23.07.2003, Thorge*F*
    Angesichts solcher Zahlen, welche das Vorstellungsvermögen sprengen, wird man ganz klein und still...


    Sternenkinder

    Weißt du, warum es Sterne gibt?
    Die Sonne hat den Mond geliebt
    Sie hatten sich so gerne
    Und darum gibt es Sterne...

    Thorge
  • Fischsaurier; mehrere Probleme

    23.07.2003, Rüdiger Biesold
    Leider passen die überhaupt nicht in die gängigen Meteor-Hypothesen zum Aussterben; aber da paßt so vieles nicht. Es fällt aber auf, daß bei den Meeresorganismen die Lebenskrisen viel früher auftraten. Die Annahme, daß ausgerechnet die hochspezialisierten lebendgebärenden Fischsaurier verdrängt worden seien ist alles andere als fundiert. Massenhafte Haipopulationen sind bisher nicht festgestellt worden und Wale gab es noch nicht.
    Eher vorstellbar ist die Hypothese, daß die Kontinetaldrift der Hauptauslöser war. Durch das aufbrechen des vorher nicht vorhandenen Atlantiks und das schließen der vorher gewaltigen Thetys müssen sich enorme Veränderungen der Strömungssysteme mit entsprechenden klimatischen Auswirkungen ergeben haben. Einer solchen Änderung fallen marine Organismen zuerst zum Opfer, weil die über relativ enge Temperaturtoleranzen verfügen. Erst nach der Temperaturänderung der großen Wasserkörper wirkt sich diese nachhaltig auf Landorganismen aus. Dort zunächst auf die ortsfesten (also meist Pflanzen) und dann auf die beweglichen (Tiere). Mit den Aussterbe-Intervallen läßt sich das gut in Übereinstimmung bringen.
    Das schließt nicht aus, daß es weitere zusätzliche Ursachen gab (Meteore, Vulkanismus). Der Vulkanismus könnte dabei auch drift-induziert gewesen sein.
    Die Meteorhypothese hat dabei eine unübersehbare militärische Komponente. Zur Abwehr dieser Gefahr braucht es Waffen, da diese Gefahr immer besteht, ist die Steigerung von Militärhaushalten auch immer gesichert; die Gefahr muß nur in die Köpfe gehämmert werden. Da den Militärs die richtig großen Feinde ausgegangen sind und die vorhandenen kleineren regionalen Probleme (mit allerdings nicht zu unterschätzenden Opfern) mit deutlich geringeren Mitteln bekämpfbar wären, braucht es einen gewaltigen permanenten Feind mit Drohpotential - eben Meteore und Asteroiden. Deshalb wird eben auch das durch die Fischsaurierfunde beleuchtet.
  • Besiedlung des amerikanischen Doppelkontinents

    23.07.2003, Rüdiger Biesold
    Leider ist die Meldung arg kurz geraten. Aus Sprachforschungen weiß man, daß die Besiedlung in mindestens drei Wellen geschah; alle drei Wellen stammen mit ziemlicher Sicherheit von paläomongoliden Asiaten ab. Es wird nicht dargestellt, ob die genetische Untersuchung des Y-Chromosoms eine hinreichende Breite hat. Es fehlt die darstellung mitochondrialer Erbgänge. Die Zeitspannen für vermutete Erbänderungen sind sehr willkürlich; es gibt zwar gewisse Einigungen über Annahmen, aber eine "Uhr-Eichung" gibt es nicht.
    Was den Streit über andere Besiedlungs- bzw. Entdeckungswege betrifft verstehe ich die fast zur Glaubenfrage stilisierte Debatte nicht. Ohne Frage haben sich andere mögliche Quellen der Besiedlung nicht genetisch/sprachlich manifestiert. Das schließt jedoch nicht aus, daß aus anderen Richtungen und möglicherweise früher Vorstöße geschahen. Mit viel Glück haben die sich findbar erhalten; überlebt haben sie nicht oder sie blieben nur zeitweise (bei Jäger, Fischer und kriegerischen Kulturen durchaus denkbar).
  • Stressabbau durch "Geben"?

    23.07.2003, Rüdiger Biesold
    Die Beobachtung des Effektes ist auch physiologisch unterstützbar. Besonders bei älteren Menschen drehen sich die Gespräche über alle möglichen Problem im Kreis, weil viele dir Tür nach draußen nicht finden. Hierdurch entsteht gewissermaßen ein Stress-Stau im eigenen Körper, der wirkt lebensverkürzend. Wird dieser Stau durch sinnvolle Tätigkeit ohne Übertreibung abgebaut, tritt Abbau der Stressoren und damit "Lebensverlängerung" ein. Zusätzlich können solche Hilfeleistungen auch zur Anhebung des Spiegels sogenannter Glückshormone führen und damit zusätzlich Stressoren bremsen.
    Nur weiß man um diese Effekte eigentlich schon lange. Man weiß auch, daß dazu eine Reihe anlagebedingter Voraussetzungen (genetische, psychische und soziologische) notwendig sind; insoweit sind die beobachteten Effekte für ein Drittel bis knapp der Hälfte der Beobachteten gut korreliert.
  • RE: Gleich und Gleich gesellt sich gern

    23.07.2003, Thorsten Krome
    Ups, da hat wirklich der Fehlerteufel zugeschlagen. Abstoßend, anziehend und dann wieder nicht - da bin ich wohl etwas durcheinander geraten.

    Vielen Dank für den Hinweis, der Fehler ist mittlerweile korrigiert.

    Thorsten Krome, Redaktion
  • Gleich und Gleich gesellt sich gern

    23.07.2003, herbert kießling
    WSie haben es sicher schon längst bemerkt. In Abs. 1
    in Abs. 1 des Artikels schreibt der Druckfehlertsufel, "dass
    fehlerteufel, "dass sich ungleichnamige
    Ladungen abstoßen."
    Abstoßend dieser Teufel
  • RE: Stimmen diese Zahlen?

    22.07.2003, Andreas Jahn
    Sehr geehrter Herr Koch,

    der erste Wert bezog sich auf die Gesamtpopulation, während die anderen Daten nur die Teilpopulationen berücksichtigten.
    D.h.: Bei 17 Prozent aller 847 Studienteilnehmer traten Depressionen auf.
    Von denjenigen, die mehr als vier Lebenskrisen bewältigen mussten und das entsprechende Gen trugen, hatten wiederum 43 Prozent Depressionen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Jahn
    Redaktion wissenschaft-online
  • Stimmen diese Zahlen?

    22.07.2003, Gregor Koch
    Die in dem Artikel mitgeteilten Zahlen scheinen mir doch recht suspekt.

    Wenn in der Gesamtprobe Depressionen nur zu 17% aufgetreten sind, wie kann dann in keiner der Teilproben ein geringerer, aber in zwei von drei Teilproben ein deutlich höherer Anteil (33% bzw. 43%) an Depressiven gemessen werden?
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