Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • RE: Unverantwortlich

    09.05.2003, J. Christensen
    Überall wird der Einzelne verunsichert, insbesondere im Jahr 2003, wo so viele Menschen ihre Meinung nach dem richten, was opportun erscheint, und Wahrheit allmählich zur Mangelware wird. Ich gehe mit Sven Ederer konform in dieser Kritik. Wenn Spektrum der Wissenschaft auf diesem Niveau berichtet, wird es wahrscheinlich keine 45 Jahre mehr dauern, bis das Wasser durch die Bodendielen kriecht. Der interessierte Leser verlangt nach ausgewogener und fundierter Information.
  • RE: Wie im richtigen Leben

    09.05.2003, Alexander Bois
    Das sehe ich anders! Die Evolution kommt da dadurch zustande, dass sich erfolkreichere Lebewesen besser durchsetzen können, vor allem in der Partnerwahl. Eine Selbstrepruduktion ist also etwas vollig anderes. Es wird keine Fortentwicklung der Maschiene zur Wirkung haben.
  • Schummelei

    09.05.2003, Ulrich Biele
    Daß die Tabaksteuer erhöht wird und nicht eine SonderABGABE eingeführt wird zeigt, daß es der Regierung nicht um die defizitäre Kassen geht. Eine Steuer verschwindet im generellen schwarzen Haushaltsloch, eine Abgabe wäre einem definierten Ziel gewidmet. Dies wird hier tunlichst vermieden.
    Die Situation im Gesundheitswesen ist seit den Siebziger Jahren in erster Linie durch politische Eingriffe systematisch verschlechtert worden (Ehrenberg, Gesundheitsminister SPD, 1977) Die AOKen wurden zum Endlager für abgehalfterte Politiker, was ihnen eine Art politischer Immunität verschaffte. Daraus entstand die unhaltbare Situation, daß die AOKen auf Kosten der anderen Kassen mit Liquidität versorgt wurden. Abbau der byzantinischen Verwaltungsapparate und kostengerechte Verschlankung der Strukturen würden da Wunder wirken, aber der ideologische Druck läßt dies im gegenwärtigen System nicht zu.
    Der Crash ist nicht mehr zu vermeiden, auch nicht durch Steuertricks. Und wir schauen zu.
  • Wie im richtigen Leben

    09.05.2003, Dr. Langner
    Was wil man mehr; um den Lebensvorgängen in die Nähe zu kommen: Programme die sich nicht ganz exakt reproduzieren können, entsprechen genau den Vorgängen, die wir bei der Kopie von Erbsubstaz beobachten können: Nicht ganz genaue Kopien. Sie sind die Grundlage für evolutive Vorgänge!!
  • Ein richtiger Schritt

    09.05.2003, Dr. Langner
    Dazu kann man nur ein großes BRAVO ausstoßen!!
  • Symptom-Behandlung

    09.05.2003, I. Peters
    Wann werden die Politiker begreifen die Ursachen für das marode Gesundheitssystem zu beseitigen. Das ist doch mal wieder nur eine Symptom- Behandlung.
  • Was ist das für eine seltsame Logik?

    08.05.2003, Matthias Paul Scholz
    "Weil der erste Schritt noch nicht ausreicht, machen wir lieber gar nichts?"
    Was ist das für eine verquere Logik?
    Jedem ist doch wohl klar, dass es sich eben um einen ERSTEN Schritt handelt -
    der weltweite Umstieg auf alternative Energien dürfte ja wohl noch für einige Zeit eine Utopie bleiben.
    Wieder einmal steht zu befürchten, dass die russische Wissenschaft sich als williger Handlager der (am kurzfristigen vermeintlichen "Vorteil" der Wirtschaft interessierten) Obrigkeit erweist...
  • RE: Fortschrittsfeindlichkeit

    07.05.2003, harald
    hmmmmm.....
    ist das wirklich fortschrittsfeindlichkeit?
    ich bin der meinung, das da einerseits unsicherheit und andererseits nicht gelöste probleme im spiel sind?

    wie verhält es sich mit dem biobäuerlein, dessen nachbar gentechnisch verändertes saatgut verwendet?

    genau... biobäuerlein ist kein biobäuerlein mehr, weil nichts und niemand garantieren kann, das insekten sein biogetreide nicht "gentechnisch verunreinigen"!

    und nicht nur das! in den usa gibt es ein gerichtsurteil, wonach besagtes biobäuerlein auch noch lizenzgebühren an den konzern zahlen muss, der das gentechnisch veränderte saatgut hergestellt hat.

    usa zu weit? na gut...

    wortmeldung aus der eu-agrarabteilung: wenn biobäuerlein diese " gentechnische verunreinigung nicht haben will, soll er halt sein getreide schützen.

    ist das nicht so, als wenn ein fussgänger, der schuldlos von einem auto überfahren wurde, den tipp bekommt, er solle, um solche ereignisse in der zukunft zu vermeiden, zu hause bleiben!

    grüsse aus wien

    harald
  • Ballast

    06.05.2003, G.v.Paczensky
    bemerkenswert. Lesen Sie von alphagalileo datiert 30.April "Dietary Fibre May Not Prevent Bowel Cancer" (Uni Bristol, International Journal of Epidemiology)
  • RE: Isolierband! Ja, aber welches.

    01.05.2003, Rocco Kablitz
    Hallo,
    die Frage welches Isolierband sollte man verwenden?
    Gruss Rocco
  • RE: Details?

    01.05.2003, Florian Irrek
    From http://bepposax.gsfc.nasa.gov/bepposax/latestnews.html

    2 May 2002 

    End of BeppoSAX operational phase
    As planned, on April 30th at 13:38 GMT the BeppoSAX spacecraft has been permanently switched off terminating all in-orbit operations. During its six years of active life BeppoSAX went through 30720 contacts with the Malindi ground station and performed nearly 1500 observations of most types of cosmic sources discovering over 50 Gamma Ray Bursts. BeppoSAX will continue orbiting the Earth without active control until it will re-enter the atmosphere in about one year from now.
  • Details?

    01.05.2003, Isopren
    Warum ist er denn zerbrochen? Das war doch nicht geplant, schätz ich. Und was hat BeppoSax untersucht? Wie lange hat er schon gearbeitet? Muss ich jetzt traurig sein oder ist das nicht weiter schlimm?
  • Leute! Mehr Sorgfalt!

    30.04.2003, Matthias Paul Scholz
    Wie bereits der Artikel selbst belegt, ist die Schlagzeile natürlich grottenfalsch...
  • Ist das Ergebniss übertragbar?

    30.04.2003, S. Brückmann
    Interessant ist natürlich in wie weit diese Ergebnisse auf den Menschen übertragbar sind.

    Eine Pressemitteilung der
    Universität Leipzig vom 06.03.2003 läst dazu Zweifel aufkommen.

    Hier die Pressemtteilung im Wortlaut:

    "Fasten ist mittelalterlicher Hokuspokus"

    Im Gespräch mit dem Magen-Darm-Experten Prof. Dr. Joachim Mössner


    Alle Jahre wieder - nach Karneval wird Fasten für viele Menschen zum
    Thema. Ursprünglich war "Fastnacht" schließlich der letzte Abend vor
    Beginn der bis Ostern andauernden Fastenzeit. Doch manche belassen es
    nicht bei Karneval (lateinisch "carne vale" gleich "Fleisch lebe wohl")
    sondern schwören auf die schärfere Gangart. Sie verzichten einige Tage
    gänzlich auf feste Nahrung. Heilfasten nennt sich diese Methode. Wir
    sprachen darüber mit Prof. Dr. Joachim Mössner, Direktor der
    Medizinischen Klinik und Poliklinik II mit den Fachbereichen
    Gastroenterologie und Hämatologie/Onkologie des Universitätsklinikums
    Leipzig.

    Professor Mössner, was halten Sie als Magen-Darm-Spezialist vom
    Heilfasten?

    Nichts, es ist mittelalterlicher Hokuspokus! Und nicht ganz
    ungefährlich.

    Ein hartes Urteil. Immerhin schwärmen nicht wenige Menschen, bestärkt
    durch Mediziner, von diesem Weg zu ihrem ganz persönlichen Wohlbefinden.
    Die Fastenden sprechen von der körperlichen und seelischen
    Erleichterung, die ihnen der absolute Verzicht verschafft. Ist alles nur
    Einbildung?

    Sicherlich nicht. Wer das ganze Jahr fett, süß, alkoholisch und maßlos
    lebt, oder es von sich glaubt, der genießt vermutlich das Gefühl für all
    seine Sünden zu büßen. Und auch eintretendes körperliches Wohlbefinden
    halte ich für real. Viele Menschen leiden beispielsweise unter einem
    Reizdarmsyndrom. Wahrscheinlich wird bei diesem Syndrom der normale
    Gehalt an Gasen, die unsere Dickdarmbakterien produzieren als bereits
    schmerzhaft empfunden. Wenn der Darm mal einige Tage weniger zu tun hat,
    bessern sich vielleicht bei einigen ihre Beschwerden. Aber auch diese
    These ist wissenschaftlich wenig fundiert. Die "Reizbarkeit" des Darmes
    ändert sich aber durch diese vorübergehende gewollte "Leere" nicht, die
    Probleme kehren zurück, sobald die normale Verdauung wieder beginnt.

    Als ein Argument für das Heilfasten wird die Notwendigkeit genannt, den
    Körper regelmäßig zu entschlacken, Schadstoffe auszuleiten und
    richtiggehend zu entgiften. Das mache widerstandsfähiger gehen Allergien
    und Infekte, die Haut werde schöner, das Bindegewebe straffer ...

    Alles Quatsch. Natürlich kommt der Mensch durch Essen und Trinken
    kontinuierlich auch mit Schadstoffen in Berührung. Aber die sind nicht
    durch eine einmalige Aktion wieder auszusondern. Das Herangehen muss
    ganz anders sein: Wenn ich mich sehr ballaststoffreich ernähre, das
    heißt mit viel Obst und Gemüse, weniger Süßigkeiten und tierische
    Produkte, wird die Passage der unverdauten Nahrung durch den Dickdarm
    deutlich erleichtert. Dies verzögert natürlich die Kontaktzeit
    potentieller Schadstoffe mit der Dickdarmschleimhaut. Schadstoffe werden
    schneller wieder ausgeschieden. Aber dies ist eine Maßnahme die an im
    Idealfall an allen 365 Tagen im Jahr durchzuhalten wäre.

    So werden einige Krankheiten übrigens durch eine ballaststoffarme
    Erkrankung begünstigt. Die Divertikel-Krankheit zum Beispiel, also
    Ausbuchtungen der Dickdarmschleimhaut, kannte man im 19. Jahrhundert
    noch nicht, als die meisten Menschen sich noch hauptsächlich von
    Schwarzbrot, Getreidebrei, Gemüse und Kartoffeln ernährten. Heutzutage
    arbeitet die Dickdarmwand zu oft gegen ein Nichts - und das macht sie
    krank.

    Sie sprachen eingangs von Gefahren, die vom Heilfasten ausgehen können.
    Welche sehen Sie da besonders?

    Ich denke vor allem an die Entstehung von Gallenblasensteinen. In der
    Gallenblase wird der Gallensaft auf Vorrat gespeichert, um ihn immer
    dann, wenn Nahrung aus dem Magen in den Dünndarm gelangt, auszuschütten.
    Dies begünstigt insbesondere die rasche Verdauung des Nahrungsfetts.
    Wenn der Darm aber lange ruht, beginnt die nicht zum Einsatz kommende
    hochkonzentrierte Galle zu kristallisieren. Dazu genügen wenige Tage.
    Manch einer wird die kleinen Kristalle später wieder los, bei anderen
    sind sie der Ansatzpunkt für weiterwachsende Gallensteine.

    Ihre strikte Ablehnung lässt vermuten, Sie persönlich haben noch nie
    gefastet.

    Zugegeben, zu Studienzeiten, als ich mit den Kommilitonen oft mehr als
    nur ein einziges Glas Bier am Abend getrunken habe, da hatte ich das
    Gefühl, mich maßregeln zu müssen. In einigen Jahren gab es zwischen
    Aschermittwoch und Karfreitag dann keinen Tropfen Alkohol. Aber jetzt,
    wo ich nur ab und an mal ein Glas oder einen Schoppen genieße, halte ich
    dies "Kasteiung" für nicht mehr nötig.

    Was also empfehlen Sie jenen, die nach Karneval oder andermal, per
    Ernährungsumstellung etwas für ihr Wohlbefinden tun wollen?

    Durchaus mal über "carne vale" nachzudenken. In Maßen allerdings,
    gelegentlich ein mageres Stück Fleisch sollte auf dem Speiseplan
    bleiben. Dazu viel Obst und Gemüse. Und wer dann noch Zucker und Alkohol
    reduziert und sich viel bewegt, der braucht seiner Gesundheit keine
    Fasten-Experimente zuzumuten.

    Mit Prof. Mössner sprach Marlis Heinz
  • RE: Hemisphärektomie

    29.04.2003, Günter Köcke
    Hallo!
    Mein Sohn soll linksseitig hemis-phärektomiert werden.
    Der Gesi chtsfeldausfall ist doch dann
    rechts.
    Mein Sohn hat schon eine Hemianopsie und
    eine Hemiparese rechts.
    Er hat schwere Anfälle es wäre seine
    lezte Chance.
    Gruß Günter Köcke