Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • RE: Galaktischer Lochfraß

    19.12.2002, J. Schüring, Redaktion
    Hallo Herr Bührke,

    Sie haben natürlich völlig Recht, wir haben uns da ungeschickt ausgedrückt.

    Viele Grüße

    J. Schüring, Redaktion

  • Na, wer's braucht

    19.12.2002, UGessner
    Das wäre doch mal was für die neuen Mini-jobs: Die Pi-Zahl-Berechnungs-AG...
  • RE: Schlechte Beispiele machen Schule

    19.12.2002, Cand.-Ing. Norman Violet
    Wie lange dauert es heute, bis ein Artikel ihren Weg bis zur Publikation findet? Hier eröffnen sich mit der E-Publikation neue Wege. Um die Verlage mache ich mir auch keine Sorgen; deren Schutz darf keinesfalls ein Grund dafür sein, daß Wissen nicht jedermann frei zugänglich ist. Unter "frei zugänglich" muß ja auch nicht gleich kostenlos verstanden werden, jedoch sind die Kosten für manche Fachzeitschriften, wie ich finde, unangemessen hoch: Nur eine hohe Auflage reduziert die Druckkosten für den Verlag, und eben hier kann auch ein Verlag Geld einsparen. Prinzipiell sehe ich eigentlich nur einen Grund, warum Wissen (abgesehen von den Kosten für das Medium und eventuelle Bearbeitung) etwas kosten sollte: Das Review-System. Eine Instanz wie diese sollte erhalten bleiben, um Wissen von Halbwissen (oder gar schlimmeres) zu trennen.
  • RE: Schlechte Beispiele machen Schule

    19.12.2002, Dr. Hans-Uwe Schütz
    "...es ist dann verheerend, wenn Wissenschaft wissen als etwas darstellt, für das es sich nicht zu zahlen lohnt, das keinen materielle Wert in dieser Gesellschaft hat..."
    Wer will denn heute noch dafür bezahlen ? Diese Gesellschaft nicht! Ich bin ein seit 1,5 Jahren arbeitsloser (nicht beschäftigungsloser)Landschaftsökologe. Mein Wissen kann ich nur ehrenamtlich weitergeben.
  • Schlechte Beispiele machen Schule

    19.12.2002, Dr. Michael Kühnapfel
    Hoffen wir, dass das Beispiel kostenloser, frei zugänglicher Publikationen keine Schule macht. Es ist nicht nur bedenklich, weil den Verlagen erheblicher Schaden zugefügt wird, man sich fragen muss, wer in Zukunft das aufwändige Review-System zahlt und wer für die Verbreitung des Schriftgutes außerhalb des Netzes sorgt, es ist dann verheerend, wenn Wissenschaft wissen als etwas darstellt, für das es sich nicht zu zahlen lohnt, das keinen materielle Wert in dieser Gesellschaft hat und sich damit selbst entwertet. Wie weit ist der Schritt von kostenlosen Publikationen zu kostenlosen Stellen? Der Unterschied zwischen gratis und umsonst ist nicht allen wissenschaftspolitisch Tätigen klar.
  • Galaktischer Lochfraß

    19.12.2002, Thomas Bührke
    Leider ist Ihnen in diesem Beitrag ein kleiner historischer Fehler unterlaufen. Zwar sind Schwarze Löcher eine direkte Konsequenz der Allgemeinen Relativitätstheorie, aber Einstein hat sich stets vehement gegen ihre Existenz gewehrt. Er hat sogar Gedankenexperimente ersonnen, mit denen er deren Existenz widerlegen wollte. Erst Oppenheimer und später Wheeler haben die Theorie der Schwarzen Löcher entwickelt.

    Mit besten Grüßen,
    Thomas Bührke
  • RE: RE: Klinische Phase unvollständig?!

    18.12.2002, Ulrich Biele
    Im deutschen Beipackzettel ebenso wie in der Fachinformation wurde diese Kombination explizit als Kontraindikation geführt. Die klinische Prüfung hat demnach nicht versagt. Der Abbauweg war hinreichend bekannt, die Interaktionen auch.
    Ebenfalls in Favchinfo und Beipackzettel wurde auf möglich WEchselwirkungen hingewiesen, auch auf die mit Grapefruitsaft. In dem Punkt kann man werer der Zulassungsstelle noch den Firmen Bayer oder Fournier einen Vorwurf machen. (Nein, ich bin weder bei der einen noch bei der anderen beschäftigt ;-))
  • RE: Klinische Phase unvollständig?!

    18.12.2002, Tim Kayser
    In den Unterlagen zu Lipobay wurde ausdrücklich unter Anwendungsbeschränkungen auf die Gefahr einer Rhabdomyelose bei einer Kombination mit Gemfibrozil hingewiesen. Eventuell hätte es unter Wechselwirkungen vermerkt werden müssen, was allerdings die Todesfälle in den USA sehr wahrscheinlich auch nicht verhindert hätte, da dort viele Medikamente ohne Beipackzettel ausgegeben werden.
  • Klinische Phase unvollständig?!

    18.12.2002, Jutta Paulus
    So schwer es mir auch fällt: hier scheint die klinische Phase des Arzneimitteltests
    unzulässig verklürzt worden zu sein. Bei einem Cholesterinsenker nicht zu
    prüfen, wie die Wechselwirkungen mit anderen Blutfettsenkern (auch wenn
    es Triglyceridsenker wie die Fibrozile sind!) aussehen, ist meiner Ansicht nach
    unverantwortlich. Ich weiß, wie viel Aufwand in einem einzigen Wirkstoff steckt,
    dessen Patent dann nach vielleicht drei Jahren Vermarktung schon abläuft und
    dessen Preis dann nicht vom eigentlichen "Erfinder", sondern von denjenigen bestimmt
    wird, die die Substanz nur zu synthetisieren brauchen. Aber das ist leider keine
    Entschuldigung für eine solche Unterlassung.
  • Waldzustandsbericht

    16.12.2002, Dr. Walter Huber
    Ich verfolge seit vielen Jahren die Ergebnisse. Man weiß sie schon fast im voraus - keine große Änderung oder leichte verschlechterung, ernste Warnung vor Sorglosigkeit - und kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass eigentlich gar nichts besonderes los ist. Die scheinbare Präzision der Ausführung täuscht nicht darüber hinweg, dass der entscheidende Punkt eine subjektive Schätzung ist. Ich bezweifle ernsthaft, dass die beobachteten Unterschiede statistisch signifikant sind. Streuungsmessungen zur Prüfung wären angebracht.
  • Zustand der Wälder

    15.12.2002, Florian v Schilcher
    wenn man die Kurven des Belaubungsgrads der verschiedenen Baumarten über die letzten 20 Jahre betrachtet, findet man, was man überall in der Biologie findet, eine stetige Oszillation (noch nicht einmal parallel bei den verschiedenen Baumarten). Es gibt keinen langfristigen Trend nach oben oder unten. Man muss also davon ausgehen, dass die Oszillationen auch vor 1982, als noch niemand Belaubungsgrade maß, genauso verliefen. Grund für Besorgnis gibt es daher objektiv nicht. Was es gibt, ist eine PC-Ideologie (pc= political correctness), die verlangt, dass man den eigenen Einfluss auf die Biosphäre überschätzt, und mit Selbstmitleid den Industriestaat beweint, von dem man aber ganz gut lebt. Dass Wissenschaftler in diesem makabren Theater mitspielen, ist die eigentliche Tragik, denn so machen sie sich unglaubwürdig.
  • RE: Unverantwortlich

    14.12.2002, Erik Geibel
    Ich finde die Reaktion von Herrn Ederer sowohl unverhältnismäßig als auch in der Sache nicht zutreffend: Die Redaktion hat hier nur die Einschätzung mindestens eines Wissenschaftlers wiedergegeben. Wenn man also das Ausmaß der Klimaprognose für die Arktis nicht nachvollziehen kann oder möchte, wäre die (fundiert belegte) Krtik an die beteiligten Wissenschaftler zu richten. Dass unter diesen manche mit drastischen Aussagen auf ihre Arbeit aufmerksam machen möchten, ist unbestritten, auch wenn ich das in diesem Fall nicht so sehen würde.
  • Warum??

    12.12.2002, Philipp Schmid
    Ich bin selber Student und ich habe viele Freunde in Amerika, die ich durch 2 Sommerjob Aufenthalte in den Staaten kennengelernt habe. Da die meisten studiert haben, kann ich sagen ich habe einen relativ guten Einblick in die Welt der amerikanischen Universitäten.
    Warum müssen wir in Europa das amerikanische Bildungssystem übernehmen? Es ist kein Zweifel es muss etwas mit dem Uni System in der Eu gemacht werden, aber ist es auch langfrisitg gesehen wirklich für uns Europäer das Beste wenn wir die Unis den Amerikanern gleichmachen? Es ergeben sich nur zum Teil mehr Freiheiten, aber vor allem weniger als es immer dargestellt wird. Außerdem werden wir viele von unseren Freiheiten verlieren - vorausgesetzt man ist nicht ein ordenlticher Professor. Außerdem möchte ich hier betonen: Die Amerikanischen Universitäten sind nicht besser als unsere in Europa! Ich finde das sollte man nicht vergessen in den gesmaten Diskussionen über die Zukunft unseres Bildungssystems!
  • RE: Hot Spots?

    12.12.2002, fo0m
    ...is bei headlines so ueblich. ;)
  • Hot Spots?

    12.12.2002, Jutta Paulus
    So besonders überraschend ist der Befund jetzt nicht, das war eigentlich klar, welche Bereiche am meisten belastet sind.
    Beim Begriff "Spots" hätte ich allerdings tatsächlich einen Bericht über "Punkte" erwartet, also Städte oder enger begrenzte Regionen.
    USA, West- und Südeuropa und Ostchina - das sind ja keine besonders eng begrenzten Zonen, aber innerhalb dieser Zonen gibt es schon erhebliche Unterschiede.