Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Die rote Gefahr?

    14.12.2016, Dominique Boursillon
    „Warum ihre Resultate von denen aus früheren Experimenten abweichen, ist unklar, (…).“ Brachten Sie nicht schon einige Artikel heraus, nach denen Ergebnisse aus psychologischen Experimenten sich nur bedingt und oftmals sogar überhaupt nicht bestätigen lassen? Oder gibt es da neue Erkenntnisse?

    Wer kommt denn überhaupt auf die Idee, die Farbe Rot mache eine Frau attraktiver oder erfolgreicher? Wie war das denn damals in der Ur-Sippe: Stülpte die Frau sich einen Pavianhintern über? Oder rieb sie sich dezent mit Rote Beete ein? Ist rot denn nicht überhaupt (wie im Artikel vermerkt) eher eine Signalfarbe, die Vorsicht gebietet?

    Ein hübscher Frauen-Po kommt in einer gut sitzenden Hose zur Geltung, und die Hose wird in der Regel eine Jeans sein, die für gewöhnlich die Farbe Blau hat. Ein roter Rock wird einer hübschen Frau also eher Nachteile bringen. Der Volksmund erfreut sich auch eher am „kleinen Schwarzen“, das „kleine Rote“ kennt er nicht. In echten Flirtsituationen wird die Attraktivität einer Frau nicht an der Kleidung, sondern zuerst an Gesicht, Busen und Po festgemacht. Es ist ein bisschen schade um die möglicherweise galanteren „inneren Werte“. Es ändert aber nichts daran, dass die Farbe Rot die Attraktivität dieser drei Körperteile nicht anders auf- oder abwertet als irgendeine andere Farbe.

    Dass sich die Forscher dennoch nicht trauen das Ganze unumwunden als Humbug abzutun und schwammig erklären, es könne unter Umständen doch was dran sein am „sexy roten Luder“, entbehrt dann doch nicht so ganz einer gewissen „postfaktischen“ Feigheit.
  • Fünfte Kraft

    13.12.2016, Willi Groß
    Aus der Tatsache, dass man eine neue fünfte Kraft nicht kennt, kann man nicht logisch folgern, dass es sie nicht gibt. Im Mittelalter waren elektrische und Kernkräfte unbekannt. Dennoch existierten sie und waren wirksam. Wir kennen heute viele Phänomene, über deren Ursache und Zusammenhang mit unserem aktuellen Wissen wir durchaus im Unklaren sind, dunkle Materie, dunkle Energie, die Verschränkung in der Quantenmechanik z.B., da sollte man vielleicht ein wenig vorsichtiger sein beim Abkanzeln unerklärter Phänomene. Im Bezug auf die Homöopathie bin ich zwar selbst skeptisch, aber wissenschaftstheoretisch scheint mir der Vergleich mit dem im Fluss versenkten Autoschlüssel nicht angemessen. Kabarettistisch betrachtet jedoch durchaus.
  • Ansteckung?

    13.12.2016, Alf Greeck
    Das Konzept der Krankheitsübertragung durch Infektion war selbst fast 1.800 Jahre später, zur Zeit der Pest-Züge, den Menschen nicht geläufig. Insofern könnte die abschreckende Wirkung von Hügel 17 eher auf mythischen, mystischen Grundlagen beruhen, wenn es sie überhaupt gab.
  • Ein schöner Beitrag

    13.12.2016, Stefan Schröer
    Ein schöner, knackig vormulierter Beitrag. Unfug muß endlich auch mal als solcher benannt werden.
    Wer immer noch auf einen Placebo Effekt aus der Apotheke aus ist, kann sich dort auch Traubenzucker Bonbons kaufen. Gibt es neben der Kasse in vielen Geschmacksrichtungen und auch die Kosten sind überschaubar. (jedenfalls keine 50EUR oder mehr je 100g)
    Das ist lecker und Traubenzucker soll ja das Hirn beim Denken anregen :-)
  • Nicht mehr in unserem Universum

    13.12.2016, Jared J. Myers
    Jenseits der Spekulation gibt es ein Faktum, das für sich genommen schon in unser Verständnis der Raumzeit nicht einfach integrierbar ist: Die Zeitdilatation, die am Horizont den Wert "unendlich" erreicht und sich für außenstehende Beobachter darin äußert, dass lichtaussendende Objekte bei Annäherung an den Horizont immer "röter" erscheinen. Die Frequenz des in Richtung des Beobachters abgestrahlten Lichtes geht "dank" der Zeitdehnung gegen Null. Ein Objekt am Horizont hätte eine Eigenzeit orthogonal zu derjenigen des Beobachters; für den Beobachter scheint die Annäherung des Objektes an den Horizont sich gegen unendlich zu verlangsamen.

    Einzige Möglichkeit eines Objektes, noch während einer für Beobachter weit außerhalb des Horizontes endlichen Zeitspanne über den Horizont zu treten, ist der quantenmechanische Tunneleffekt. Aufgrund der Zeitdilatation wird die Wahrscheinlichkeit eines Tunnelns auch makroskopischer Objekte, die ohne Zeitdilatation fast verschwindet, beim Annähern an den Horizont beliebig groß.

    Über die Metrik "innerhalb" eines Horizonts ist schon keine Aussage mehr möglich, da schon die Eigenzeit der Materie drinnen mit der Zeitdimension der Raumzeit draußen nichts mehr zu tun hat. Gleiches gilt für die Raumdimensionen (Längenkontraktion geht bei Annäherung an den Horizont gegen unendlich).
  • Auswirkungen des Klimawandels von den Medien eher untertrieben?

    13.12.2016, Wolf Niese
    Dies ist eine beunruhigende Nachricht, die von den Leitmedien kaum kommuniziert wird. Warum eigentlich nicht? Um keine Panik zu verbreiten, weil der Klimawandel die Hauptursache ist, dass ein riesiger Eisberg wahrscheinlich bald ins Meer geht? Daniel Lingenhöhl ist hier jedenfalls weit davon entfernt, Hysterie zu verbreiten.
  • Bleibelastung in Relation

    13.12.2016, Christian
    Es wäre interessant zu sehen, wie die zu erwartende Bleifreisetzung bei großflächigem Einsatz dieser Solarzellen sich in Relation zu der Schwermetallbelastung durch Kohleverbrennung verhält. Wenn die Verbreitung von Solarstrom dann wirklich zu einem Rückgang von Kohlekraftwerken führt, könnte das unterm Strich sogar zu weniger Schwermetallen im durchschnittlichen Erwachsenen führen, auch wenn natürlich die Freisetzung durch Hausbrände punktuell stärker belasten dürfte.
  • der beitrag ist schwachsinn

    13.12.2016, Sowieich Ebenheisse
    hab mit ende 20 mein abitur nachgeholt (in der jugend war ich zu verspielt, als das lernen interessant genug war). nun dacht ich, holst mal abi nach, da ich mich mit dem alter für immer mehr dinge interessieren konnte und warum dann nicht die neugier nochmal mit schule verbinden? war den großteil der schulzeit bekifft und habe nicht einen tag auch nur irgendetwas "lernen" bzw "auswendig lernen" müssen, die reine anwesenheit im unterricht hat vollkommen ausgereicht. die klausuren immer mit noten von 1-2, wenn ich mal vom thema gelangweilt war vlt ne 3, bestanden, aber zum abschluss hin durchschnitt von 1,9... und selbst bei den abschluss tests hab ich mich zugedröhnt...
    man kann sich einfach viel intensiver und motivierter in thematiken reinversetzen, wenn man auf THC ist...

    absoluter schwachsinn, dass kiffen auch nur irgendetwas negatives mit der hirnaktivität anstellt, ganz im gegenteil, so exzessiv reflektieren macht "normal" nur halb so viel laune... man ist viel motivierter wie gesagt...

    wer von kiffen depressiv wird, oder faul oder kein bock hat "zu denken" oder gar schwierigkeiten bekommt sich zu konzentrieren, der ist mit problemen oder anderen sorgen vorbelastet, so einfach ist das...

    alles nur propaganda gegen den pösen pösen hanf!
  • Erfolgsfaktoren

    13.12.2016, Ingrid Wenk-Siefert
    Eine Studie, die Hoffnungen weckt. Spannend der Aspekt, dass intensiver betreute Eltern auch Jahre später noch in "intakten Familien" leben. Wobei es auch deren ehemaligen "Frühchen" besser geht als den Kindern der Kontrollgruppe. Vielleicht ist mehr Schulung und Unterstützung für Eltern in schwierigen Situationen generell ein Erfolgsrezept? Dazu gibt es doch bestimmt auch Studien? Darüber würde ich gerne mehr erfahren.
  • Revolutionär

    13.12.2016, Achim Keiper
    Wenn so eine Erkenntnis 40 Jahre nach Leboyer's "Geburt ohne Gewalt" sehr zaghaft beginnt Raum zu greifen, dann bekomme ich Zweifel an der geistigen und vor allem emotionalen Verfassung der Entscheidungsträger.
  • Rätselhafte federartige Struktur

    13.12.2016, Norbert Meyer, Frankfurt am Main
    Leider wird nicht richtig erläutert, was genau die federartige Struktur darstellt, die auf dem Titelbild und dem Aufmacher des Artikels abgebildet ist. Es hat was mit Strömen von Galaxien zu tun. Aber ist jede Linie die in die Zukunft gerechnete Spur jeder einzelnen Galaxie? Oder müssen schon mehrere Galaxien zusammen in die gleiche Richtung ziehen, um eine Linie zu bilden? Und was bedeutet es, dass die Linien zu größeren Strömen zusammenfließen?
    Antwort der Redaktion:
    Die feinen Linien veranschaulichen das intergalaktische Strömungsfeld. Sie zeigen im Prinzip an, wohin eine Galaxie sich mit der Zeit bewegen wird, wenn man von der allen Galaxien gemeinsamen kosmischen Expansion absieht. Dabei steht eine Linie nicht unbedingt für eine einzelne Galaxie, sondern eventuell auch für einen Galaxienhaufen. Die Linien geben eher die lokale Feldrichtung an, ähnlich wie die Feldlinien eines Stabmagneten; dabei entsprechen die Galaxien etwa den Eisenfeilspänen, mit denen man das veranschaulicht.
    Im Großen und Ganzen bewegen sich die Galaxien längs der Linien von außen nach innen. Zu dem in den Quellen des Spektrum-Artikels angegebenen "Nature"-Aufsatz gehört ein schöner zirka siebenminütiger Film, der das alles gut erklärt:
    http://vimeo.com/pomarede/laniakea
  • endlich geht es voran…

    13.12.2016, Januario
    damit, dass das Kontinuum-Konzept weiterverbreitet wird. Von Jean Liedloff
    (https://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Liedloff)
    schon vor Jahrzehnten entwickelt.

    Das lässt hoffen.
  • Drehung um die eigene Achse

    13.12.2016, gnaddrig
    HAT-P-7b dreht sich allerdings nicht um die eigene Achse. Stattdessen weist eine Seite stets zum Stern, den der Exoplanet umkreist, während auf der anderen Hälfte beständig Nacht herrscht.

    Inwiefern dreht sich HAT-P-7b nicht um seine eigene Achse? Wenn er seinem Stern immer dieselbe Seite zeigt, muss er sich um seine eigene Achse drehen, und zwar in der richtigen Richtung genauso schnell, dass immer dieselbe Seite zum Stern zeigt. Damit verhält er sich zu seinem Stern wie der Mond zur Erde. Oder habe ich was Wichtiges übersehen?
    Antwort der Redaktion:
    Vielen Dank für den Hinweis, ich habe den Fehler korrigiert.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Der Atombombenfreie Albert

    12.12.2016, EinsteinNixA-Bombe
    Das Einsteins Formel heutzutage stets mit der A-Bombe zusammen genannt wird suggeriert Unkundigen, das die A-Bombe das Ergebnis seiner Arbeit sei. Das betrübt. Die Schlussfolge, das sich die im Atom gespeicherte Energie auch als Waffe nutzen ließe, haben andere Köpfe ersonnen. Einstein selbst machte sich überwiegend keine Gedanken um die technische Nutzbarkeit seiner Erkenntnisse. Er war sehr skeptisch Leo Szilards Einschätzung gegenüber, das sich der radioaktive Atomzerfall überhaupt technisch Nutzbar machen ließe. Geschweige denn eine Atombombe bauen ließe. Es hatte ein hartes Stück Überzeugungsarbeit unter Hinzunahme weiterer Experten gekostet Einstein von einer solchen Möglichkeit zu überzeugen. Und in noch höherem Maße brauchte es weitere Überzeugungsarbeit vieler Physikerkollegen Einstein dazu zu bewegen, Präsident Roosevelt einen gemeinsam abgefassten Brief über die Befürchtung zu schicken, das die Deutschen (vermutlich) bereits für den Bau einer A-Bombe forschen würden. Es war das Grauen darüber, das Hitler möglicherweise zu solch einer Waffe gelänge, die Einstein zur Unterzeichnung des Briefes an Roosevelt bewegte. Wer sich in die Literatur, die sich mit dem Mensch Einstein befasst, reingelesen hat, der weiß, das mit dieser heute so gängigen Verquickung von A-Bombe und Einsteinformel ein unfairer Zusammenhang zu Lasten des Ansehens von Einstein hergestellt wird, der sich nicht wirklich rechtfertigen lässt. Wenn überhaupt gehört die A-Bombe mit den Namen jener verbunden, die den Bau der A-Bombe und ihren Abwurf auf Hiroshima und Nagasaki zu verantworten haben. Die Liste ist sehr lang und Einstein gehörte nicht dazu. Das sollte beachtet werden.
  • Einsteins Formel = Anleitung für Atombombe?

    12.12.2016, Robert Kwiecien
    "Einsteins Formel hat es der Menschheit ermöglicht, die schrecklichste Waffe aller Zeiten zu bauen."

    Oh bitte, das ist Unfug. Das Prinzip der Kettenreaktion hat nukleare Waffen ermöglicht. Hier ist in erster Linie der Name 'Leó Szilárd' zu nennen. Für die Konstruktion nuklearer Waffen wird Einsteins Formel nicht benötigt, und Einsteins Formel ist auch nicht hinreichend, um nukleare Waffen zu bauen (denn sonst könnte es ja jeder).