Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Wo sind die Täler?

    28.08.2013, Ulrich Heemann
    Leider ist Ihr Artikel nur zum Staunen, nicht zum Verstehen geeignet. Selbst als Physiker kann ich mit der folgenden Information nichts anfangen:

    Die Kristalle des Diamants besitzen beispielsweise sechs solcher symmetrisch angeordneter Senken, von denen sich immer zwei direkt gegenüberliegen.

    Nun sind normalerweise alle Täler in etwa gleich stark mit Ladungsträgern besetzt. Gelänge es nun, dort gezielt Elektronen oder Löcher anzuhäufen und diese Ladungen anschließend nach Belieben zu verschieben, dann ließe sich damit ebenso eine binäre Informationsverarbeitung konstruieren – und dann elektronische Bauteile bauen und so am Ende vielleicht einen Computer.

    Schade um die Zeit des Lesens!

  • Allergien und eine differenzierte Betrachtung

    28.08.2013, Maik Moritz
    Durch den Transfer von Genen aus der Einen zur anderen Art ist eine Kennzeichnung schon für Menschen mit Allergien notwendig.
    Eine etwas differenziertere Betrachtung der komplexen Thematik wäre in dem Artikel wünschenswert gewesen.
  • GM nutzt vor allem Großkonzernen

    28.08.2013, Daniela Steinberger
    Ich schließe mich meinen Vorrednern an; der Kommentar liest sich wie eine PR-Veröffentlichung für GM-Lebensmittel.

    Er blendet völlig aus, dass GM Konzernen wie Monsanto dabei helfen, einen noch größeren Teil der Nahrungsmittelproduktion auf dieser Welt zu kontrollieren und abhängig zu machen. Gerade darum betreiben diese so intensive Lobby-Arbeit für ihre Produkte - nicht aus dem lauteren Grund, durch gesundheitsfördernde Produkte Leben retten zu wollen...

    Der Nutzen bzw. die Mehreinnahmen der Anbauer in den Entwicklungsländern wird schon dadurch begrenzt, dass diese jedes Jahr teures, markengeschütztes Saatgut von den Konzernen kaufen müssen und so abhängig gehalten werden.
  • Experiment am lebenden Objekt

    28.08.2013, Ulrich Sutter
    Ich bin auch für eine eindeutige (und vollständige, d.h. keine erlaubten Prozentgrenzen) Kennzeichnung von GM-Lebensmitteln, da meiner Meinung nach heute keiner sagen kann, welche Auswirkungen bzw. Langzeitfolgen dies auf den menschlichen Organismus haben wird. Mir fällt in diesem ZUsammenhang das Beispiel Radioaktivität ein, die nach ihrer Entdeckung auch völlig sorgenfrei verwendet/angewendet wurde, um dann nach Jahren bzw. Jahrzehnten festzustellen, dass durch die Radioaktivität das Erbgut in menschlichen Zellen verändert wurde und somit Krebs auslöste. Insofern tun mir alle (insbesondere die Amerikaner) Leid, die keine Wahl haben, GM-Lebensmittel zu meiden, denn an ihnen wird durch Monsanto & Co. ein Langzeitexperiment am lebenden Objekt mit bisher nicht absehbaren Folgen und Risiken durchgeführt.
  • Wissenschaftlicher Artikel?

    28.08.2013, Markus
    Ich lese Ihre Beiträge eigentlich immer gerne, doch dieser Beitrag scheint mir wie eine Werbeeinschaltung. Es gibt hunderte Studien für und gegen GM. Eindeutig hat die Technik viele Probleme und viele der Vorteile haben sich im nachhinein als Nachteile entpuppt. Wieso sollten wir unser Recht auf Information über das was wir essen nicht einfordern? Der Artikel impliziert das es besser ist das "dumme" Volk in Unwissenheit zu lassen damit die "intelligenten" Führer das Beste für uns wählen. Die Geschichte hat uns gelehrt das dies dem menschlichen naturell entspricht - oder war es anders herum?

    Mit GM haben wir in der Natur eine Kettenreaktion ausgelöst die wir nicht mehr stoppen können und wir sind wie kleine Kinder die mit dem Feuer spielen und naiv annehmen das sicherlich nichts passieren wird - dabei wissen wir nur einen winzig kleinen Bruchteil über dieses sehr komplexe Thema. Wir haben die Bäume von den Feldern verbannt und danach wieder Windgürtel geschaffen - wenn wir nicht einmal so einfache Dinge vorhersehen - wie können wir uns dann erwarten die folgen von GM zu verstehen? Auch impliziert dieser Artikel das wir GM brauchen um die großen "Probleme der Menschheit zu lösen", dabei brauchen wir in Wirklichkeit vielmehr eine Welt in der das Miteinander unser handeln prägt und nicht das streben nach persönlichen Interessen. Dann gebe es in Kürze für alle reichlich.
  • Photonik

    28.08.2013, Ulrich Sutter
    Zukunftsfähiger erscheint mir da eher das "Rechnen" mit Licht anstatt mit Elektronen, sprich die Photonik.
  • Für wen?

    28.08.2013, Richard Kessing
    Für wen sind das charakteristische Geschmacksnuancen mit einem besonders exquisiten Aroma?
    Zunächst koche ich da wohl doch nur Fleckenmusang- Scheiße auf. Oder?
    Dafür werden wohl die kleinen Tiere -wie Sie richtig bemerken- zunehmend missbraucht.
  • Denkfehler im Artikel "Wider die Genfood-Angst"

    28.08.2013, Hansjoachim Sprinz
    Eine Kennzeichnungspflicht für Genfood hindert den indischen oder philippinischen Bauern nicht daran den "Goldenen Reis" anzubauen für die Länder mit Mangelernährung. Es geht um die Kennzeichnungspflicht in Europa und USA und da herrscht kein Mangel an Vitamin A und anderen Stoffen. Es geht um die Entscheidungsfreiheit der Europäer und Amerikaner selbst zu bestimmen was sie essen!
  • Wider die Genfood-Angst

    28.08.2013, Dr. agr. Heinz-Dieter Hoppe
    Sehr geehrtes Redaktionsteam,
    die oben benannten Beitrag hätten Sie sich sparen können, er sieht sehr nach Lobby-Arbeit des Autors für die Industrie aus. In bisherigen Publikationen haben Sie genug Belege gegen die Aussagen von Herrn Jabr geliefert.
    Was nützen dem Menschen hoch angereicherte Einzelsubstanzen (z.B. Mais mit dem 169-fachen Gehalt an Beta-Karotin) in der Ernährung? Die Evolution hat uns anders programmiert, es ist immer ein Konzert notwendig und kein Solist.
    Ansonsten vielen Dank für Ihre vielen interessanten Artikel.
    Mit freundlichen Grüßen
  • Nicht bevormunden bitte!!!

    28.08.2013, Gerhard Pahl
    Ich halte mich für sachkundig und habe keine pauschale Angst vor Gentechnik, bin aber aus überwiegend ökologischen Gründen gegen deren Einsatz in offenen Systemen wie Äckern.
    Und deshalb fordere ich eindeutige Informationen um mich als Konsument bewusst dagegen entscheiden zu können!
    Außerdem dienen die meisten Monsanto-Patente ohnehin nur der Absatzsteigerung bei deren GVOs und Umweltgiften wie Glyphosaten ohne die Lebensmittel dabei zu verbessern.
  • Gentoxischer Effekt von NEEM?

    27.08.2013, Ina
    @anna: Vorsicht mit Deinen Empfehlungen!
    Siehe: http://www.animal-health-online.de/klein/2002/04/25/neem-produkte-wirklich-unbedenklich/974/

    Der spermizide Effekt läßt sich auch experimentell nachweisen. Indische Wissenschaftler konnten bei Ratten und Mäusen, denen man Neem – Extrakte fütterte, eine deutlich Reduktion der Spermienzahl, eine verringerte Vorwärtsbeweglichkeit und einer deutlichen Zunahme von deformierten Spermienköpfen nachweisen. Parallel hierzu kam es vermehrt zu Chromosomen – Strangbrüchen durch eine Schädigung der DNS (Erbmaterial) und eine Schädigung des sogenannten Spindelapparates, des für die Zellteilung notwendig ist (3,4). Auch im Knochenmark der Tiere konnten Schädigungen der DNS und des Spindelapparates beobachtet werden. (5)

    Offensichtlich haben bestimmte Neem – Inhaltstoffe ein genotoxisches Potential, welches dringend abgeklärt werden muss. Bis zu einer endgültigen Bewertung sollte die Substanz nur zurückhaltend eingesetzt werden. Die in den Medien verbreitete Bewertung “völlig unschädlich” darf zumindest kritisch hinterfragt werden.
  • Frei verkäufliche Antibiotika

    27.08.2013, Irmi
    Wichtiger Beitrag, der das Problem dort benennt, wo es entsteht: fehlende Krankenhaushygiene.
    Das damit Leben gerettet werden kann, zeigen positive Beispiele aus den Niederlanden und dem Klinikum Münster (Deutschland, NRW), wo durch "einfachste" Hygienemaßnahmen die MRSA-Infektionen auf beinahe Null zurückgefahren werden konnten.
    Erstaunlich auch, dass sich in der Veterinärmedizin die Resistenzproblematik zu entspannen scheint (http://www.animal-health-online.de/gross/2013/08/09/niederlande-anstieg-resistenter-humankeime-bessere-resistenzlage-bei-tieren/26111/), in der Humanmedizin dagegen nicht.
    Ob dies hiermit zusammenhängt? http://www.animal-health-online.de/gross/2010/12/14/niedersachsen-humanmediziner-verordnen-ueber-ein-viertel-mehr-antibiotika/15438/

    Bitte dringend Humanmediziner schulen, wie dieser WDR-Film zeigt: http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2013/0723/005_medikamente_2.jsp
  • Ja, das liebe "Vieh" konkurriert mit uns, um Land weniger als um Futtermittel.

    27.08.2013, Lydia Werner
    Sehr interessant finde ich auch den 'virtuellen Wasservrerbrauch' von der "Nahrungsproduktion", der auf der, unter anderem vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit geförderten, Seite www.virtuelles-wasser.de aufgezeigt wird; am Beispiel der Rinderhaltung:
    "Die Berechnung des Wasserfußabdrucks geht von der Intensivhaltung von Rindern aus, die nach drei Jahren ihr Schlachtgewicht erreicht haben. Bis dahin hat ein Tier etwa 1.300 kg Kraftfutter aus verschiedenen Getreiden und Soja, 7.200 kg Raufutter (Weidefutter, Heu, Silage), und 24.000 l Wasser zum Tränken gebraucht. 1 kg Rindfleisch ohne Knochen steht für rund 15.500 l virtuelles Wasser, von dem allein 15.300 l für das Futter aufgewendet wurden."
    Nun komme ich zu der Überlegung wie lange ich und viele andere Menschen von diesen Getreide- und Wassermengen leben könnten. Wer also kein Mitleid mit Tieren hat, der hat ihn auch nicht mit Menschen, die in unzumutbaren Verhältnissen leben (nicht zu letzt durch unseren Wohlstand).
    Die genannte Seite weist nicht nur auf den Ressourcen-Verbrauch der Fleisch"produktion" hin, sondern gibt auch Aufschluss über denselben bei anderen Nahrungs- und Genussmittelproduktionen (beispielsweise Kaffee).
  • Statine wirken auf Muskeln?

    26.08.2013, Christa Beermann
    "Herzkranke müssen Statine nehmen." und dann der Satz "Etwa ein Drittel der Statineinnehmenden Klagen über Muskelschmerzen." Da das Herz ebenfalls ein Muskel ist, kann sich Statin doch nicht positiv auf das Herz auswirken, es sei denn, man will den Herzrhythmus verlangsamen?!
  • Bescheidener Erfolg?

    26.08.2013, Magnus Dobler
    "Die konkreten Zahlen lesen sich allerdings bescheidener: "Wenn 1000 Personen fünf Jahre lang ein Statin einnehmen, werden 18 einen Herzinfarkt vermeiden", lautet das Ergebnis einer kürzlich durchgeführten Metaanalyse der Cochrane Collaboration."

    Ob die konkreten Zahlen wirklich so bescheiden sind wie durch das Zitat versucht wird zu suggerieren, lässt sich Anhand des Zitates nicht feststellen. Es fehlt die Angabe wie viele Herzinfarkte in einer solchen 1000 Personen Gruppe über 5 Jahre ohne die Einnahme von Statinen zu erwarten wäre.

    Es mach eben einen Unterschied, ob von 20 Herzinfarkten 18 verhindert werden oder von 200.
    Leider ist die zitierte Metaanalyse nicht frei zugänglich so dass man die Zahlen leider nicht nachschlagen kann. Bezieht man die Aussagen der Senkung des Risikos um ca. ein Drittel auf die 18 verhinderten Infarkte, dürften die Maßnahmen in absoluten Zahlen dann 18 von ca. 54 Infarkten pro 1000 Personen verhindern, was dann doch wiederrum nicht mehr ganz so bescheiden ließt wie 18 verhinderte Infarkte pro 1000 Personen.
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