Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Spektrum und die Themenauswahl

    03.07.2016, mroes
    Schade, dass Spektrum der Wissenschaft so wenig auf den sozialwissenschaftlichen Hintergrund dieser Forschungsarbeit eingeht und nur betont, dass Entwickler hier Algorithmen geschrieben haben. Es ist nämlich so, dass Herr Schweer ein Soziologie-Doktor ist, der sich intensiv mit Krimonologie beschäftigt hat. Die Entwickler setzen Algorithmen um, die gemeinsam erdacht worden sind - auch mit Sozialwissenschaftlern. Sollte sich precobs bewähren, wäre das eine riesen Fortschritt für den Forschungsbereich der Sozio-Informatik als Mischdisziplin aus Informatik und Sozialwissenschaft.

    Auf der anderen Seite wundert's mich aber auch nicht. Spektrum berichtet - außer über Psychologie im Zusammenhang mit Neurowissenschaften, sowieso nie über sozialwissenschaftliche Themen und listet sie dann eher unter anderen Fachbereichen auf. So wie hier unter Mathematik.

    Im Übrigen bin ich selber Sozialwissenschaftler und Entwickler (Sozio-Informatiker), da ich beides zumindest zum Teil studiert habe und weiß, wovon ich spreche. In der Sozialwissenschaft existiert auch die Möglichkeit, modellbasiert zu arbeiten.

    Es ist trotzdem ein interessanter Artikel und die Forschung ist es wert. Egal ob sich diese Modell bewähren oder nicht.
  • Naja...

    03.07.2016, Ben
    "Wie ließe sich die Viehhaltung nachhaltiger gestalten?" Vielleicht indem wir einfach keine Tierprodukte konsumieren? Wäre doch eine sehr einfache, schnelle und geniale Lösung zu so vielen Problemen.

    Wir verhalten uns wie ein Profifußballer, der darauf besteht mit gebrochenem Bein weiterzuspielen. Klar, kann man machen, und man kann auch Krücken anschaffen lassen usw. Dadurch schadet man sich aber nur selbst.

    Die beste Lösung wäre einfach damit aufzuhören.
  • Duisburg

    02.07.2016, Uwe Samsel
    Im Beitrag fehlt der Hinweis, dass es in Duisburg bereits eine Lateinschule gab, die bereits im 10. Jahrhundert gegründet wurde. Außerdem wurde 1655 in Duisburg eine Universität gegründet.
    Und ganz nebenbei bemerkt: Duisburg ist eine uralte Stadt. Bis 1290 Reichsstadt, in der deutsche Könige ihre Reichssynoden abhielten.
  • Wie immer am Bürger vorbei

    02.07.2016, Robert Orso
    Bei den Diskussionen für oder wider Gentechnik ebenso wie bei für oder wider Glyphosat wird immer die gleiche Argumentation verwendet: Die Gruppe der Gegner sind Feiglinge, die Angst haben von dem Zeug krank zu werden. Die Befürworter führen ins Feld, dass man das alles bedenkenlos essen kann und niemand davon krank wird.

    Dabei sind die Gründe GMO oder Glyphosat abzulehnen in Wirklichkeit ganz andere. Diese Entwicklungen greifen tief in die biologischen Gleichgewichte ein und haben weitreichende und unabsehbare Folgen für die Entwicklung der Biosphäre.

    Beides sind punktuelle und schnelle Erfolge auf dem jeweiligen Gebiet und haben ihre Existenzberechtigung da wo es unter kontrollierten Bedingungen im absolut notwendigen Maß eingesetzt wird. Wogegen sich die meisten Gegner wehren ist aber, die gleiche Technologie unkontrolliert in großem Maßstab auf die Umwelt los zu lassen und zu glauben, dass das sich schon alles irgendwie einfügt.

    Gentechnik in der Medikamenten Herstellung unter Laborbedingungen ist ganz etwas anderes als artfremde Gene im Freien ins Feld zu pflanzen und darauf zu spekulieren, dass die dort bleiben.

    Also bitte hört auf die Gegner als verängstigte Feiglinge zu bezeichnen, die sich vor dem Essen fürchten. Mich schreckt weder das Vitamin im Reis noch die Spuren von Glyphosat im Bier. Mich schreckt aber, dass die Umstände so sind, dass diese Dinge offenbar unvermeidlich sind. DAS ist es was ich gerne geändert haben will.
  • Butternudeln

    02.07.2016, Christoph Bollinger
    Wer mit dem Popo in den Butternudeln sitzt kann gut gegen die Lösung gegen Hunger und Krankheiten anbrüllen, er hat ja keines von beiden. Außerdem ist auch bei Greenpeace Existenzsicherung angebracht, sollte auch der "gut" Denkende dran denken...
    Christoph
  • Was für ein Unfug wieder verbreitet wird

    02.07.2016, Daniel Wieser
    ACHTUNG!
    In Österreich sind diese Farben sehr wohl reguliert. Was ein Tätowierer im Hinterstübchen macht kann leider niemand kontrollieren.

    Diese Toxikologen sollten auch wissen, dass ab 17 Juli 2013 eine neue EU Regulierung (gilt also auch für Deutschland) in Kraft getreten ist, bei der "kosmetische Mittel" mit sämtlichen Inhaltsstoffen in die CPNP Datenbank eingetragen werden MÜSSEN! Es ist auch reguliert, welche Stoffe nicht enthalten sein dürfen, und wie viel von welchen Stoffen.

    Auch klar ist, dass Ärzte immer mehr Dinge kontrollieren wollen, den Menschen Angst machen, damit sie aus Angst lieber zum Arzt gehen, als zum Tätowierer.
    Bitte beim nächsten Mal besser informieren.

    Vielleicht nehmen Sie ja diesen Artikel vorläufig aus dem Netz.
    Solchen Unfug sollte man nicht verbreiten.

    Es ist nicht "im Prinzip ein medizinischer Eingriff", sondern eine "Ästhetische Behandlung". Es ist keine "Behandlung von Krankheiten" und ist daher von einem anderen Gesetz geregelt.

    PS: In Österreich sind auch die Ausbildungen und Prüfungen geregelt. Niemand darf heute einfach sein Tattoostudio ohne Prüfungsabsolvierung eröffnen.
    Antwort der Redaktion:
    ACHTUNG: Beim Blick auf das Datum zeigt sich, dass Artikel aus der Zeit vor dem 17. Juli 2013 stammt ;-)
  • Chronische Müdigkeit und ME/CFS sind keine Synonyme

    02.07.2016, H. Laufs
    Dies ist ein interessanter Beitrag. Allein der Titel erscheint mir unpassend da er die Krankheit verharmlost. Die wesentlichen Symptome, die bei ME/CFS auftreten, sind eine schwere chronische Erschöpfung gepaart mit einer Belastungsintoleranz.
    Mehr: https://de.wikipedia.org/wiki/Chronisches_Ersch%C3%B6pfungssyndrom
    Diese Patienten sind nicht bloß "müde" wie es der Titel leider suggeriert.
  • Augenzwinkernd vermute ich…

    02.07.2016, Desu Desu
    >"In Schottland des 19. Jahrhunderts experimentierte man sogar mit Schneckenschleim als Schmierung für Dampfmaschinen, besann sich dann aber eines Besseren."

    Literaturverweis: Die besten Schottenwitze
  • Schluss mit der Scheuklappenpolitik!

    01.07.2016, Katharina Voss
    Erfreulich, wenn über biomedizinische Studien zur Myalgischen Enzephalomyelitis berichtet wird! Doch manchmal fragen sich ME-Patienten, wie viele Jahre es wohl noch dauern wird, bis die Allgemeinheit – und dazu gehört auch ein Großteil der Wissenschaftsjournalisten – begreift, dass es sich bei dieser Krankheit nicht um „chronische Müdigkeit“ handelt. ME-Patienten sind nicht müder als andere chronisch Kranke auch. Aber kein Mensch würde behaupten, das Hauptmerkmal von Krebs sei Müdigkeit und niemand würde auf die Idee kommen, Krebs als „chronisches Krebs-Müdigkeits-Syndrom“ zu bezeichnen!

    Die Myalgische Enzephalomyelitis (ME) – im ICD unter G93.3 codiert – ist eine schwere chronische neuroimmunologische Multisystemerkrankung, die sowohl sporadisch als auch in Epidemien und Clustern auftritt. [Hyde,1992; Dowsett u. Colby, 1997] Kernsymptom der Krankheit ist nicht etwa Müdigkeit, wie die irreführenden und unzutreffenden Bezeichnungen Chronic Fatigue Syndrom (CFS) oder Chronisches Müdigkeitssyndrom nahelegen. Kernsymptom ist eine pathologische Erschöpfbarkeit der Muskulatur, die oftmals bereits nach geringfügiger Belastung zu einer dramatischen Entkräftung führt. [Ramsay, 1986]

    Diese Entkräftung (oder auch neuroimmune Zustandsverschlechterung nach Belastung) wird post-exertional neuro immune exhaustion genannt, kurz PENE. [Carruthers et al., 2011] Denn die überwältigende Erschöpfung ist begleitet von einer Fülle neuroimmuner Symptome, darunter z.B. grippeähnliche Symptome sowie stark behindernde kognitive Dysfunktionen. [Carruthers et al., 2012]

    Dass u.a. das Darmmikrobiom bei ME-Patienten nicht in Ordnung ist, war vielen Patienten schon länger bekannt, nicht zuletzt durch die Symptomatik. Es ist zwar zu begrüßen, mit der vorgestellten Studie von Maureen Hanson et al. wieder einen möglichen weiteren Biomarker vorweisen zu können, doch von der Ursachenforschung lenken solche Studien konsequent ab. Und damit von dringend erforderlichen Therapieoptionen.

    Es war dieselbe Maureen Hanson, die 2011 (retrovirale) MLV-ähnliche gag-Sequenzen mit infektiösem Potential in einer ME-Patientenkohorte aus dem Bundesstaat New York entdeckte. Und genau diese Maus-Leukämie-Retroviren, die mit dem Laborartefakt XMRV nichts zu tun haben, könnten ursächlich für ein beschädigtes Darmmikrobiom sein. (Vergessen wir nicht, dass die Krankheit auch epidemisch u. in Clustern auftritt!)

    Auch bei Patienten mit anderen Retrovirusinfektionen (HIV und HTLV 1) sind Veränderungen des Mikrobioms gefunden worden. [Openshaw, 2009; O’Brien et al., 2013; Ruscetti et al., 2008]

    Hanson könnte es also besser wissen und für Behandlungsstudien mit HIV-Medikamenten plädieren, die Einzelfallberichten zufolge Patienten in die Remission brachten. Stattdessen sinniert sie über Diätempfehlungen und Probiotika – doch das haben schon Tausende von ME-Patienten ohne durchschlagenden Erfolg ausprobiert.

    Warum also beschäftigt sich eine Forscherin wie Maureen Hanson mit den Auswirkungen der Krankheit, obwohl sie das Potenzial hätte, ihrer Ursache auf den Grund zu gehen? Ganz einfach: weil es politisch unerwünscht ist und sie schlichtweg keine Forschungsgelder dafür auftreiben könnte.

    Doch es ist verantwortungslos, wie die Politik sich der Ursachenforschung entzieht, denn die Zahl der Erkrankten steigt stetig an und immer mehr Kinder sind von ihr – teils schwer – betroffen. Allein in den letzten 2 ½ Wochen hat die internationale Netzgemeinde ME-Kranker vier Mitpatienten verloren, die viel zu früh an den Folgen der Krankheit verstorben sind.

    Zeit, die Scheuklappen abzunehmen!
  • Umweltbelaster Mensch

    01.07.2016, H.A. Peevsky
    Überall wird die Klimaerwärmung als Folge der Umweltverschmutzung dargestellt. Leider wird nirgends darauf verwiesen das der größter Umweltverschmutzer der Mensch an sich ist. Mit dem Jetzigen Stand von 7,6 mrd. Menschen und dem derzeitigen Wachstum der Erdbevölkerung können wir noch so viel Umweltmaßnahmen wergreifen, es wird nichts an der absoluten Belastung der Umwelt ändern. Zur Zeiten als wir noch 3,8 mrd. Menschen waren hat sich die Umweltbelastung durch den Menschen nicht sonderlich global ausgewirkt. Heute, auch mit dem Anspruch vieler Schwellenländer auf Wohlstand ist eine saubere Umwelt ein Wunschdenken. Natürlich wünsche ich jedem Bürger dieser Erde den gleichen Wohlstand, auch des Friedens willen. Aber ich verstehe nicht wie Politiker vom gewünschtem Babyboom reden und das Wachstum der Menschheit befürworten, obwohl allen klar ist das es so nicht weiter geht. Aber wie immer: Erst sollen mal die Anderen anfangen.
  • unabhängige dritte Messung

    01.07.2016, tnie
    Ein bewährter Ansatz zur Reduzierung von systematischen Fehlern wäre, eines der Experimente (oder beide) unabhängig zu wiederholen. Beide Experimente wieder und wieder an den selben Instituten zu reproduzieren erfüllt nicht gerade Mustergültig den Grundgedanken von Reprodukttion.

    Abgesehen davon: wenn die genaue mittlere Lebensdauer einen so großen Einfluss auf die "Zusammensetzung" des Universums hat dann sind doch die verfügbaren Messungen eben jene unabhängige dritte Messmethode.
    Die Abschätzung von Messfehlern ist dabei sicherlich problematisch - aber wie gesagt, wenn der Einfluss der 9s so deutlich ist, dann sollte die Gesamtstruktur des Universums ein toller Benchmark für die bestimmten Lebensdauern sein.
  • ... und nachts?

    01.07.2016, MaxMillo
    Dass tagsüber thermische Aufwinde genutzt werden ist ja nun keine bahnbrechende Neuigkeit. Wenn die Vögel aber tatsächlich, wie im Artikel beschrieben, wochen- und monatelang (!) in der Luft sind, dann wäre die viel interessantere Frage gewesen, wie sie das nachts anstellen, wo es mangels Sonneneinstrahlung auch keine Thermik gibt.
    Antwort der Redaktion:
    Die Daten zeigen, dass die Tiere auch nachts immer wieder von Aufwinden in die Höhe getragen wurden. Unwahrscheinlich ist das nicht, denn das Meer speichert enorme Mengen Wärmeenergie und gibt sie auch nachts an die Atmosphäre ab. Insofern sind Aufwinde auch dann möglich.
  • Sie sahen...

    01.07.2016, Stefan M.
    den typischen Troll im Kommentar #3. Leider arbeiten Sie ausschließlich mit Unterstellungen anstatt mit belegbaren Argumenten:

    1. den klassischen verängstigt-regressiven Wutbürger
    2. Vermutlich weiss Herr Weik gar nicht, was diese "Genindustrie" überhaupt sein soll
    3. Daß die 100 Laureaten vllt. alle ein bisschen was auf dem Kasten haben, auf die Idee kommt Herr Weik nicht
    4. Herr Weik hat in guter deutscher Tradition nämlich Angst
    5. beispiellose Kampagne der Rückwärtsgewandtheit, quasi Tea Party von links
    6. "Gene": schlecht. Impfungen: eher nicht so gut. Homöopathie: super. Ökologische Landwirtschaft: Immer toll.
    7. Nur beim Klimawandel ist man sich dann doch einig: Dort ist die Wissenschaft ausnahmsweise mal nicht gekauft. Was ein Glück.
    8. Alle Modelle sagen für 2050 eine Population "n" voraus
    9. Die aller-allermeisten Wissenschaftler sagen voraus, daß wir die Gentechnik brauchen
    10. Das ist das intellektuelle Niveau, auf dem Greenpeace argumentiert.


    Anmerkung dazu:

    1. Unterstellung
    2. Unterstellung
    3. Nur weil Menschen "etwas auf dem Kasten haben", folgt daraus nicht, dass der Sinn und Zweck Ihres Tun sinnvoll ist für die Allgemeinheit oder nicht diskutiert werden darf.
    4. Herr Weik hat vermutlich keine Angst, sondern macht sich legitime Gedanken über eine bessere Zukunft
    5. Sie unterstellen Herr Weik "links" (ist das inzwischen negativ annotiert?) zu sein und bringen ihn zugleich direkt mit der TeaParty in Verbindung.
    6. Das sind ausschließlich Behauptungen Ihrerseits.
    7. Welch' Zynismus.
    8. Alle Populations-Modelle nennen eine konkrete Zahl für 2050? Das wage ich einfach mal zu bezweifeln. Die Frage ist, wie sinnvoll solche Modelle bis 2050 sind und welche Faktoren dort einbezogen werden und als wie groß die Unsicherheiten angenommen werden.
    9. Die aller-allermeisten? Quelle? Belege?
    10. Das ist das Niveau mit dem Sie im Internet auftreten.

    Sie verwenden Unterstellungen, Zynismus und Polemik. Ein Wissenschaftler sind Sie offensichtlich nicht, aber in diesem Sinne ein Troll.

    Stefan M.
  • Jo, leckts mi am Oarsch!

    01.07.2016, Dominique Boursillon
    Ich werde jetzt einfach mal eine Lanze für #1 brechen und in der gleichen derben, aber höfflichen Weise, fragen: Haben denn #2 und #3 ihr Gehirn das Klo runtergespült? Wie kann man wider besseren Wissens so zynisch-dumm argumentieren (#2) oder jemanden wegen seiner Meinung als verängstigt-regressiv verurteilen (#3)?

    Zu 2050: Am 12. Juni zitierte Frank Schubert aus einer Unstatistik: „Erstens könne man aus Daten eines heutigen Querschnitts nicht auf die Dynamik künftiger Erwerbsleben (das gilt natürlich auch für die Lebensmittelproduktion, pers. Anm.) schließen (…)“. Im Original war die Rede von: „Der erste Denkfehler ist ein Klassiker in der Statistik:“, und dann das Zitat… Also, ja: die Laureaten haben sich wohl zu weit aus dem Fenster gelehnt! Intelligenz auf dem einen Gebiet macht einen nicht zur Kapazität auf einem anderen. Wir mögen wegen ihrer großartigen Leistung in ihrem Fachgebiet Ehrfurcht vor diesen Menschen haben, aber es sind Menschen wie du und ich. Und außerhalb ihres Fachgebiets sind die Motive ihres Handelns geprägt von ihren persönlichen Neigungen und Meinungen, da ist alles vertreten von ganz links bis ganz rechts… Kurzum: Der Dalai-Lama hat sicher mehr Weisheit als 100 Laureaten :-)

    Zur Lebensmittelknappheit: Derzeit ist der Preisverfall bei der Milch ein großes Thema. Lebensmittel sind mehr als genug da, und #1 kann nur recht haben, wenn er von einem Verteilungsproblem spricht. Menschen hungern oder leben mit weniger Vielfalt, weil ihnen der Zugang zum nächsten Supermarkt verwehrt wird; entweder, weil sie arm sind und sich die Lebensmittel nicht leisten können, oder weil ihnen aus rechtlichen/politischen Gründen der Zugang zum Markt nicht gestattet ist. Dass sie arm sind oder im falschen Land leben, das liegt außerhalb der Möglichkeiten der grünen Gentechnik.

    Zum Zynismus: Und wenn´s teurer wird? Ist das wirklich so schlimm? Ist uns eine gesunde Umwelt gar nichts wert? Nicht mal für unsere Kinder?

    Fazit: #1 hat recht! Welches Motiv die Laureaten haben weiß ich nicht, ich weiß aber, dass grüne Gentechnik unnötig ist. Sie verkompliziert die Landwirtschaft, weil sie den Konzernen in die Hände spielt und unsere Politiker dieser Situation nicht Herr werden. Hierbei geht es also nicht um die grüne Gentechnik an sich, sondern um deren politische Handhabung. Was in Zukunft notwendig sein wird, das wissen wir alle nicht, aber im Hier und Jetzt geht´s ohne!
  • Populismus macht auch vor der Wissenschaft nicht halt

    01.07.2016, B. Keim
    Problemlösungen, die wissenschaftlich sind, werden dann dafür kritisiert, dass sie wissenschaftlich sind. Ich halte dies nicht unbedingt für einen lösungszentrierten Ansatz, sondern eher für den Versuch das Problem durch Nichtlösen am Laufen zu halten. Greenpeace und Co leben ja gut davon. Kritik gibt's zuhauf. Lösungen keine. Und der Ansatz "...man muss nur irgendwie..." funktioniert halt nicht, befeuert die Menschen aber in der Auffassung, dass sie vom Problem etwas verstünden. Nein, tun sie in der Regel nicht. Es ist manchmal wie beim Fussball: die Zuschauer bilden sich ein besser als die Spieler zu sein, weil sie nicht selber spielen können.