Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Mutiger Beginn

    22.12.2015, Wolfgang Wittwer
    Ich bin begeistert, dass Spektrum, das ich übrigens seit der ersten Ausgabe beziehe, sich hier eindeutig exponiert. Die häufig propagierte Sage, dass Wissenschaft per se mit Politik nicht zu tun habe oder nichts zu tun haben solle, wird ja seit Beginn (einigermaßen) rationalen Denkens tagtäglich widerlegt. Immer wieder werden Gründe gesucht (und konstruiert), bürgerliche Freiheiten zu begrenzen und aufzuheben. Insbesondere die Digitalisierung unseres Lebens ist weit gediehen, unsere gerade erst erworbenen Rechte unter dem Vorwand paternalistischer Fürsorge wieder zunichtezumachen. Die Sciencefiction der 1950er und 1960er Jahre war hier klarsichtiger als viele unserer heutigen Wissenschaftler. Danke für diesen mutigen Beginn!
  • 11. Stoff

    21.12.2015, Boese Wolfgang
    Zumindest bei uns in Österreich wirkt die Stoffliste unvollständig, wenn nicht auch der Äthylalkohol Erwähnung findet, das quantitativ wohl bedeutsamste Molekül auf unseren Weihnachtsmärkten. :-)

    mit freundlichen Grüßen
  • Reichlich wacklige Studie.

    21.12.2015, O. meckes
    Zitat:
    " Immerhin nahm die Konzentration auch bei neun Zuschauern des Horrorfilms ab"
    Bei Insgesamt nur 24 Probanden ist ein negatives Ergebnis bei 9 Personen weit weg von einer statistisch verlässlichen Aussage. Mal wieder eine Studie die so keine ist....
  • Wir benötigen kritische Stimmen in der Klimadiskussion

    21.12.2015, Hubertus Feldmann
    Das "beschlossene Weltklimaabkommen" ersetzt leider noch nicht eine differenzierte Auseinandersetzung mit dem derzeitigen Wissen um die Zusammenhänge der klimarelevanten Parameter. Auch mit den besten Rechnern kann das multifaktorielle Geschehen des Klimas nicht hinreichend genau abgebildet werden, zumal wenn man auf dem einen Auge blind ist und nur die "passenden" Daten für die Analyse verwendet. Dies ist in der Vergangenheit zu häufig geschehen und hat immerhin zu dem bekannten Rückrudern geführt (beispielsweise im Hinblick auf das falsch berechnete Zurückschmelzen der Himalaja-Gletscher). Insofern sind (system-)kritische Bücher, wie das von Konrad Kleinknecht, zu begrüßen, da sie verhindern können, dass zu schnelle Entscheidungen, in welche Richtung auch immer, kostbare Ressourcen binden, die dann für andere, möglicherweise bessere technische Lösungen fehlen.
    Die vorgefasste Meinung des Rezensenten (wer Fakten gegen die Klimaerwärmung darstellt ist zumindest "seltsam") hilft nicht weiter. Nur wenn wir lernen, auch die weniger passenden Fakten - in welchen Modellen auch immer - zu berücksichtigen, kann es uns gelingen, Fehlentwicklungen zu vermeiden. In diesem Sinne brauchen wir nicht mehr vom gleichen, sondern den Blick über die Grenzen der "Betriebsblindheit" hinweg.
  • Ist Reimund Schwarze Pessimist?

    20.12.2015, Tobias
    "Man muss schon für das Zwei-Grad-Ziel riskante Technologien einsetzen."

    Dem muss man lediglich zustimmen, wenn man die Ausbaustrategie der Bundesregierung Deutschlands zugrunde legt. Oder Photovoltaik als riskante Technologie betrachtet.
    Nach meinen bisherigen Informationen, wird sich diese bremsende Strategie aber nicht behaupten, denn aus wirtschaftlichen Gründen wird der Photovoltaikausbau schneller vorangehen als von der Bundesregierung prognostiziert.
  • CO-2 Schwindel

    20.12.2015, Wolfgang Brocke
    Die exakte Analyse der IR-Photonenabsorption von CO-2 ergibt auf der Basis der QEM berechnet, dass CO-2 nicht in der Lage ist, eine Erderwärmung herbeizuführen.
    Bei gleichem Gas-Volumen speichert Wasserdampf fast das 10-fache an Energie.
    Gleichzeitig ist das angenommene Abstrahlungsverhalten der Erdoberfläche physikalisch falsch.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Brocke,

    dass Kohlendioxid in der Atmosphäre den Treibhauseffekt verstärkt, wurde empirisch nicht nur in Laborversuchen belegt, sondern auch in einer zehnjährigen Feldstudie:
    http://www.nature.com/nature/journal/v519/n7543/full/nature14240.html

    Mit freundlichem Gruß, d. Red.
  • Wo sind die Bilder?

    20.12.2015, BenPe
    Im Text werden Bild 1 - 4 erwähnt, aber auf der Webseite kann ich sie jedoch nicht finden. Ist das Absicht?
    Antwort der Redaktion:

    Nicht wirklich Absicht, aber unvermeidlich. Bilder, die wir abdrucken (und dafür bezahlt haben), dürfen wir nicht online stellen, es sei denn, wir hätten dafür eine gesonderte Erlaubnis eingeholt (und bezahlt). Das tun wir für unsere aktuellen Artikel; aber für die Altartikel, die wir erst nach dem Druck online gestellt haben, können wir den (finanziellen und Verwaltungs-)Aufwand nicht leisten.

    Mit bedauernden Grüßen

    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Vielleicht Blitze pro Quadratkilometer?

    19.12.2015, Friedrich Gebhardt
    Mit der Maßeinheit "Blitze pro Kilometer" (im Jahr) kann ich nichts anfangen.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Gebhardt,

    ich habe jetzt nochmal nachgesehen. In der Pressemitteilung steht tatsächlich "pro Kilometer". Leider beruht diese auf einem Tagungsbericht, ein veröffentlichtes Paper existiert noch nicht. Da der Satellit die Erde tatsächlich in Streifen abtastet, hielt ich diese Angabe für plausibel. Das hat mir aber dennoch keine Ruhe gelassen, und so habe ich weiter recherchiert und bin auf frühere Studien gestoßen, die ähnliche Angaben in Quadratkilometern gemacht haben. Deshalb habe ich mich jetzt diesen angeschlossen und den Eintrag geändert.

    Vielen Dank
    Daniel Lingenhöhl
  • Rezension »Risiko Energiewende«

    18.12.2015, Gert Samuel
    Als wertende Ergänzung zur Rezension von Jürgen Scharberth sende ich Ihnen meine Rezension für das "Solarzeitalter" 4/2015, Seite 92:
    "Wer ein aktuelles Buch der 'gläubigen Gemeinde' der EEG-Gegner sucht, wird bei Kleinknecht fündig. Nur allzu gern greift der Autor im Vorwort einen Satz von Wirtschaftsminister Gabriel vom 17.4.2014 auf: 'Die Wahrheit ist, dass die Energiewende kurz vor dem Scheitern steht'.
    'Energiewende': Das ist für Kleinknecht der Umbau der Energieverorgung ab Sommer 2011, also nach Fukushima. Für diesen Umbau habe es keinen Plan gegeben, der die Fragen der Versorgungssicherheit, der Finanzierbarkeit, der Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung und die soziale Gerechtigkeit zu enthalten habe.
    'Neue Risiken' (wie 'Blackout', 'Stromkosten und soziale Schieflage') sowie 'Mythen und Illusionen' der Energiewende (u.a. 'Energiewende schafft Arbeitsplätze', 'Erneuerbare Energien sind dezentral') stehen im Zentrum dieses Buches. Das grundlegende EEG (2000) handelt Kleinknecht auf fünf Seiten ab. Ein solches Herangehen an die aktuellen Fragen des laufenden Umbaus des Energiesystems ist vorrangig ideologisch geprägt und kann nicht zu konstruktiven Lösungen beitragen."
  • Erratum

    18.12.2015, Hubert
    Ihnen ist ein kleiner Fehler unterlaufen:
    "Ein Mangel daran lässt Blut zu stark gerinnen und kann für tödliche Blutungen sorgen, eine zu starke Konzentration erhöht dagegen das Thromboserisiko."

    Ein Mangel an Faktor VIII lässt das Blut nicht zu stark gerinnen, sondern zu wenig, wie etwa bei der Hämophilie A (Bluterkrankheit).
    Antwort der Redaktion:
    Sie haben natürlich vollkommen recht. Vielen Dank, ich habe den Fehler korrigiert.
  • Verbesserung Ökobilanz durch "Effizienz" fragwürdig

    18.12.2015, Jutta Paulus
    Es wäre ja schon interessant, die Behauptung, die Ökobilanz werde durch die steigende Effizienz der Fleischproduktion verbessert, zu überprüfen. Mir fällt es sehr schwer zu glauben, dass die energieaufwändige (6 fossile Kalorien je produzierter pflanzlicher Kalorie) Produktion eiweißreicher Futterpflanzen (Soja) auf anderen Kontinenten (Lateinamerika) nach Abholzung des Regenwalds tatsächlich einen positiven Effekt auf die Ökobilanz hat. Gar nicht zu reden von der positiven Wirkung der Beweidung auf die Humusschicht des Bodens.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrte Frau Paulus,

    wir sind uns da völlig einig. Die Ökobilanz verbessert sich aber natürlich schon, wenn eine bestimmte Fleischproduktuktion mit geringerem Ressourcenverbrauch (also etwa geringerer Abholzung oder geringerem Flächenverbrauch) einhergeht - also in diesem Sinne "effizienter" wird: Das war gemeint.

    Die Forscher weisen, wie ja auch im Text steht, natürlich auch deutlich darauf hin, dass eine insgesamt zurückgehende Menge konsumierten Fleischs in der Ökobilanz noch positiver wirken würde. Für weniger sinnvoll halten sie es aber, aus Kosteneffizienz die Viehhaltung auf weniger produktiven Flächen einzustellen. Das gilt insbesondere dann, wenn auf diesen Flächen keine Nahrungsmittel für Menschen produziert werden (können).

    Beste Grüße,
    Jan Osterkamp (Redaktion Spektrum.de)
  • Artenvielfalt der Keime?

    18.12.2015, Lydia Eule
    Was mir bei diesen Betrachtungen immer wieder auffällt ist, daß oft nur von der Dichte der Keimbesiedlung die Rede zu sein scheint, eine mögliche Abnahme der Zahl an Keimarten aber nur am Rande betrachtet wird.
    Die makroskopische Artenvielfalt ist ein großes Thema, warum sollte sich nicht ähnliches auch im Reich der mikroorganismen finden lassen, wenn man nur richtig suchte.
    Unter starker Hygiene nimmt nicht nur die Anzahl der Keime pauschal ab, durch unterschiedliche Resistenzen verschiedener Keimarten gegen die Hygienemaßnahmen verändert sich auch die Zusammensetzung der sich wieder ansiedelnden Artenvielfalt.
    Wie im makroskopischen System dürfte auch hier eine verringerte Vielfalt leichter zum Problem werden.

    Im Artikel klingt es an, wird aber nur ansatzweise ausgeführt.
    Vllt. habe ich das ja falsch verstanden, aber zumindest mir erscheint dieser Aspekt etwas zu gering beachtet.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Ihre Lydia Eule
  • Panikmache?

    17.12.2015, Siegfried Hoppe
    "Warum stellt man die Gefahren der digitalen Technologien in den Vordergrund, ohne die positiven Seiten zu zeigen?"
    Weil man vor den positiven Wirkungen nicht warnen muss! Wenn man aber mögliche negative rechtzeitig erkennt, lässt sich vielleicht die Entwicklung in eine günstigere Richtung lenken.
    Man denke nur an die friedliche Nutzung der Kernenergie, deren Förderung man bei rechtzeitigem Erkennen der Gefahren und Probleme durch Förderung alternativer Energien hätte ersetzen sollen. Die Vorteile der Kernenergie dagegen leuchtem jedem Laien ein.
    Wenn jemand vor Gefahren warnt, lässt sich das leicht mit dem beliebten 'Schlag'wort "Panikmache" tot'schlagen'.
    Die Zweifel des Autors an der Leistungsfähigkeit der KI kann man bei der rasanten Entwicklung der letzten Jahre (und vermutlich auch der kommenden) getrost hintanstellen - auch wenn natürlich etwas mehr Gebrauch der menschlichen Intelligenz "unserer Welt insgesamt nicht schaden würde."
  • Quantenmechanik und Relativitätstheorie passen überhaupt nicht zusammen

    17.12.2015, Viktor Koss
    Ja aber, es heißt noch lange nicht dass man sie nicht vereinbaren könnte - "Quantengravitation".
  • Dieter Meinert

    17.12.2015, Peter
    "Auf der Erde werden wir voraussichtlich keine Fusionsgeneratoren benötigen, der Ausbau der erneuerbaren Energien dürfte in wenigen Jahren in der Lage sein, unseren globalen Energiebedarf zu decken. "

    Da irren Sie sich gewaltig.