Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Eine andere Deutung möglich

    05.05.2017, Dr. Eckart Lefringhausen, Geldern
    Im Aufsatz von Frau Benz wird den T - Pfeilern von Göbekli Tepe ein menschliches Aussehen bescheinigt, Es ist aber auch eine andere Deutung möglich. Als ich vor wenigen Jahren die Grabungsstätte besichtigte, war mein erster und unmittelbarer Eindruck, dass es sich um auf die "Mutter Erde" hin orientierte Phalli handelt. Für diese Deutung spricht einiges. So zeigen die auf den Pfeilern abgebildeten Tiere häufig männliche Geschlechtsmerkmale, was für diese frühe Zeit nach meinem Wissen einmalig ist. Zum anderen wird in dem Aufsatz von Frau Benz mit Recht auf die zeitliche Nähe zur Erfindung von Ackerbau und Viehzucht hingewiesen. Diese Neuerungen wären aber ohne Kenntnis des männlichen Beitrags zur Zeugung unmöglich gewesen, da der weibliche Beitrag – die Eizelle - bis ins 17. Jahrhundert hinein unbekannt war, und letzter deshalb damals auf eine passive und "empfangende" Rolle der Frau beschränkt wurde.
    Antwort der Redaktion:
    und der Autorin Marion Benz:

    Zweifelsfrei ist, dass die Pfeiler vom Göbekli Tepe anthropogene Wesen darstellen sollten: Sie haben Arme und Hände, die sie angewinkelt über dem Bauch anlegen, sie tragen Schärpen, Gürtel und manche von ihnen sogar einen Lendenschurz. Die Auswahl sowie die Art und Weise wie Tiere und Menschen dargestellt werden, deuten auf schamanistische Rituale. Doch das ist sicher nicht die einzige Möglichkeit. Rätselhaft bleibt, was Eckart Lefringhausen auffiel: Dass viele Tiere und Männer mit ihren Geschlechtsmerkmalen in sichtlich erregtem Zustand gezeigt werden. Waren dies Unheil abwehrende Gesten – wie Harald Immel vorschlägt? Allerdings zwingen die neuen Erkenntnisse der Archäologie auch hier zur Vorsicht, denn als Gegenpart zu solchen männlichen Symbolen sah man lange die Skulpturen und Zeichnungen von »Fat ladies«. Doch die Deutung dieser Darstellungen als Muttergöttinnen des frühen Neolithikums steht mittlerweile stark im Zweifel.


  • Alter Hut

    05.05.2017, Roland Scherer
    Das haben wir schon in den 70'ern bei der Bundeswehr benutzt: Hansaplast, übrigens mit gutem Erfolg.
  • Alternative Deutungen hätten erwähnt werden sollen

    05.05.2017, Prof. Dr. Harald Immel, Maisach-Gernlinden
    Voreingenommenheit ist weit verbreitet, auch bei Wissenschaftlern. Bei Archäologen macht sich das häufig dadurch bemerkbar, dass bei einem überraschenden bzw. spektakulären Fund fast automatisch an einen Kult gedacht wird.

    Schon der erste Ausgräber von Göbekli Tepe, K. Schmidt, hat die Bauten als Tempel bezeichnet, und M. Benz spricht ständig von Kultstätte und Bergheiligtum.

    Andererseits hat schon E. B. Banning (2011: Curr.Anthropol.,52,619-660) darauf hingewiesen, dass hier viel eher Wohnbauten vorliegen. Was sollen auch mehrere engstbenachbarte Kultstätten, die jeweils nur Platz für eine äußerst beschränkte Anzahl von Personen bieten?

    Und die Tierfiguren müssen nicht unbedingt mit schamanistischen Praktiken zu tun haben. Folgt man I. Wunn et al.(2015: Götter-Gene-Genesis) könnten sie auch schlicht eine apotropäische (Unheil abweisende) Funktion haben, was ja gelegentliche kultische Handlungen der Bewohner nicht ausschließt.

    Ob diese Interpretationen richtig sind, sei dahingestellt, aber in einem ernstzunehmenden wissenschaftlichen Artikel sollte eine alternative Deutung der Befunde zumindest erwähnt werden.

    Antwort der Redaktion:
    und der Autorin Marion Benz:

    Wir müssen also tatsächlich unsere Geschichtsbücher umschreiben. Während man in Europa noch in der tiefsten Steinzeit lebte, begann in Vorderasien bereits im 13. Jahrtausend v. Chr. ein Prozess, der das Zusammenleben für immer verändern würde. Erstmals ließen sich Jäger und Sammler in festen Siedlungen nieder und begannen ihre Nahrung selbst zu produzieren, statt in kleinen Gruppen umherzuziehen. Damit nicht genug, errichteten sie mit erstaunlichem Aufwand und Organisationstalent gigantische Kultstätten. Nur Edward Banning hielt die auf dem Göbekli Tepe für Wohngebäude. Er konnte diese These aber nicht beweisen und gilt inzwischen als widerlegt. Denn die Forschungen der letzten Jahre zeigen, dass die Menschen damals an Euphrat und Tigris in einfachen Rundhütten oder Langhäusern wohnten, die in keiner Weise den imposanten Sondergebäuden vom Göbekli Tepe, Nevalı Çori oder Jerf el Ahmar gleichen. Freilich darf man diskutieren, wozu diese dienten.

  • Wir können nicht allein im All sein!

    04.05.2017, Klaus Deistung
    Der Autor stellt die Frage: Sind wir allein im All? Wir sollten bedenken, dass die Zeit unseres Sonnensystems von 4,6 Mrd Jahren schon zweimal vergangen war, ehe an unser Sonnensystem zu denken war! Das sind also 9,2 Mrd Jahre nach dem Urknall – seit Januar 2017 in Summe 13,8 Mrd.
    Die Arbeit mit dem Teleskop Hubble hat außerdem die Zahl der Galaxien vervielfacht. Und trotzdem konnte (noch) kein Planet mit höherem Leben gefunden werden? Im Bereich der Kommunikation gibt es immer neuere Techniken. Können wir die der Anderen empfangen – wenn sie es nicht wollen? Können wir eine Zivilisation auf unserer Stufe empfangen wenn sie zu weit weg ist?
  • Umverteilung und Kosten/Nutzen

    04.05.2017, EuroTanic
    Wenn man dieses "verpulverte" Geld des medizinisch industriellen Komplexes in Aufklärung und Prävention investieren würde sähe die Welt besser aus.
  • Ein altbekanntes Phänomen...

    04.05.2017, Klaus Prehn
    Sehr geehrter Herr Roman Georgen,Ihr Artikel ist sehr gut und fundiert geschrieben. Dieser See hat schon so einigen hunderten Menschen das Leben gekostet, daher schon seit jahrzehnten bekannt,dass in seinen Tiefen sich eine riesige Methangasblase befindet, die ohne Ankündigung wegen Überdrucks Methangas CH4 freilässt.Man könnte dieses Gas ohne grösste Mühen über Pipeline-Absenkung zur Blase hochtreiben lassen und verwerten! Statt den Tod könnte es Energie und somit Wohlstand liefern!
  • Krustendicke im Altproterozoikum

    04.05.2017, Jared Myers
    Zu einer Zeit ("Orosirium"), die nach heutigem Stand der Forschung geprägt war von Gebirgsbildungsprozessen und der Bildung von Deckenlaven aus Mantelplumes, ist eine Beteiligung von Mantelmaterial an der Füllung eines Impaktkraters nicht verwunderlich. Neben Impuls und Einschlagwinkel des Impaktkörpers spielt auch die örtliche Krustendicke eine Rolle - und die ist sehr wahrscheinlich bei höherem Wärmefluss aus dem Erdinneren und intensivem Materialaustausch Mantel-Kruste geringer gewesen als heute.
    Ist der Einschlag auch noch in der Nähe eines aufsteigenden Plumes erfolgt, kann durchaus von "induziertem Vulkanismus" die Rede sein. Heute bräuchte ein Einschlagkörper eine erheblich höhere Wucht, um durch die Kruste zu kommen.
  • Es gibt eindeutige Überlieferungen - JA!

    04.05.2017, Klaus Deistung
    Das ist meine Antwort auf die Frage: Gibt es im Sonnensystem Spuren früherer Zivilisationen?
    Wir - der Homo sapiens - sind ein eindeutiger Beweis dafür. In einer Schrift aus den Texten aus der Umwelt das Alten Testaments (Babylonisches Weltschöpfungsepos Enuma Elisch) heißt die Tafel 6: Marduk schuf den Menschen als Diener der Götter! Übersetzung Altorientalist Prof. K. Hecker u. a.: http://amzn.to/2p9wauS
    Nach Prof. Dawkins "Schöpfungslüge" braucht der Homo sapiens ca. 1 Million Jahre bis zum heutigen Stand.
    Prof. Pääbo vom MPI Leipzig 2010 hat nach Gen-Analysen herausgefunden, dass wir schon vor 300.000 Jahren geschaffen wurden: https://www.mpg.de/286644/Neandertaler.
    Das wäre ein Vorsprung von ca. 700.000 Jahren gegenüber der evolutionären Entwicklung! Die Forschung bestätigte 1. Mo 1,26!
    Überliefert ist auch eine Rechentechnik ME (Mikroelektronik [DM]). Sie wurde u. a. in einer Raumstation "Himmel" produziert [BE][BN]. Dazu gab es auch 2016 meinen Vortrag an der Hochschule Wismar, spektrum.de erhielt eine Einladung.
    Der Tempel in Karnak hat Widder-Sphingen im Eingang - sie kennzeichnen den Bauzeitraum. Wenn wir zum Pyramidenplateau gehen - auch hier repräsentiert ein Tier den Bauzeitraum - Löwe.
    Der NASA-Konstrukteur J. F. Blumrich rekonstruierte das Fluggerät Ez 1, 4-28...
    https://www.google.de/#q=Blumrich+Bibel und er war nicht der Erste! Dazu siehe: https://www.google.de/?gfe_rd=cr&ei=YcEkVsPnKurj8wfm0aaoBg#q=burrell+cannon+airplane.

    [BE] Burgard, H.: Die Geheimen Offenbarungen der Priesterfürstin Encheduanna.
    Ancient Mail, Groß-Gerau Teil 1: 2012, Teil 2: 2014
    [BN] Burgard, H.: Nibiru gesucht – Raumstation Himmel gefunden. Acien Mail Verlag, Groß-Gerau 2012 http://www.ancientmail.de/autoren/dr-hermann-burgard/
    [DM] Deistung, K.: ME - Wissen und Macht.
    Teil 1: Die Herrschaft der „Dingir“. Matrix3000, Band 93 Mai/Juni 2016, S. 76-79
    Teil 2: Die Technologie der „Dingir“. Matrix3000, Band 94 Juli/August 2016, S. 80- 83
    Teil 3: Matrix3000, Band 95 September/Oktober 2016, S. 76-79

  • Pitman aus Honkong oder doch Pittman aus Hongkong?

    04.05.2017, Chris
    Wo liegt die "Honkong University"?

    Was mich darüber hinaus interessiert: warum schreiben Sie "von den Forschern um Michael Pitman"? Mal abegesehen davon, dass er sich "Pittman" schreibt und von der "University of Hong Kong" kommt, warum er?
    Laut Quelle haben die Autoren Xing Xu, Philip Currie und Michael Pittman "gleichwertig" zu der Arbeit beigetragen haben. Ich kenne es so, dass der "wichtigste", der "Gleicheste unter den Gleichen", an der ersten Stelle steht und in der Regel auch die Bezugsperson ist, wenn nur eine Person genannt wird.

    Ist dies heute und/oder international anders? Oder welche Gründe gab es für Sie?
    Antwort der Redaktion:
    Danke für den Hinweis, wir haben den Fehler im Text korrigiert (Red.)
  • Zucker? Nein danke

    03.05.2017, Babette
    Ich war in meiner Pubertät stark essgestört (anorektische Bulimie), habe zucker- und fettreiche Lebensmittel regelrecht in Großfamilienmengen verschlungen.
    Seit ich nicht mehr fresskotze, sind mir Fett, aber ganz besonders zuckerreiche Lebensmittel total zuwider. Sehr dunkle Schokolade geht einigermaßen, aber ansonsten habe ich eine Abneigung gegen süß (und fett).
    Was das über meine Hormone sagt, weiß ich nicht.
    Ich bin jetzt Mitte 30 und dank der Magersucht damals nicht sehr fruchtbar.
    Das hat sich nie regeneriert.
  • Leben ein Zufall?

    02.05.2017, M.Korn
    Es ist derzeit der Wissenschaft nicht nur völlig unklar, wie das Leben entstehen konnte. Vor allem fehlt eine plausible Erklärung und ein einschlägiger Beweis, dass es überhaupt von selbst entstehen konnte. Gängige Theorien sind nach wie vor auch nur eben das, was sie sind - Theorien. Wünschenswert wäre, dass Artikel wie dieser, diesen Fakt nicht ganz unter den Tisch fallen lassen würden, auch wenn es in der Wissenschaftsjournalistik schwer fallen mag.
  • unpassende Frage

    02.05.2017, NochNeMeinung
    Die Frage, ob es außerirdisches Leben „gibt“ ist unpassend formuliert, da sie gedanklich davon ausgeht, dass es parallel zu Existenz von Leben auf der Erde vorhanden ist. Die Sprache versagt hier praktisch an den Dimensionen des Alls. Eine andere intelligente Lebensform, die sich 13,7 Mrd. Jahre nach dem Urknall in einer 10 Mrd. Lichtjahre entfernten Galaxie entwickelt hat, wird niemals mit uns in Kontakt treten können. So gesehen „gibt“ es diese Lebensform daher für uns nicht. Die Frage müsste daher eher lauten: Ist es möglich, Leben auf anderen Planeten oder Monden zu entdecken? Und da sieht die Wahrscheinlichkeit recht gut aus, dass es mit dem künftigen James Web Teleskop gelingen kann, im Reflexionslicht von Exoplaneten die Signatur einer Atmosphäre nachzuweisen, die auf biologische Vorgänge schließen lässt. Bei der Funkerei mit Außerirdischen geht es jedoch auch künftig nicht voran. Und das ist wohl auch besser so.
  • Eine Erwiderung zu Manfred Popp

    02.05.2017, Mark Walker
    Man kann meine Replik auf Manfred Popp, "Physics, History, and the German Atomic Bomb," Berichte zur Wissenschaftsgeschichte, jetzt in der Wiley Online Library lesen: http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/bewi.201701817/abstract
  • Eine Einschätzung

    02.05.2017, Markus Kraffczyk
    Meiner Ansicht nach wird Leben im Universum tatsächlich ein Imperativ, also sehr weit verbreitet sein. Das bezieht sich aber nur auf den zitierten "grünen Schleim", somit auf primitivere Lebensformen. Vielleicht bringen uns Erkenntnisse über Ozeane auf Eismonden im Sonnensystem in den nächsten Jahrzehnten dazu eindeutige Hinweise. Höhere, tierische Lebensformen müssen wohl nicht zwangsläufig in der Evolution auftauchen.
    Ganz und gar unwahrscheinlich erscheinen mir humanoide (ja: nennen wir es ruhig Human-Chauvinismus!) Lebensformen. Selbst, wenn auch diese regelmäßig aufträten, wäre das noch lange keine Notwendigkeit für das Vorkommen technischer Zivilisationen, die Raumfahren und Radiokommunikation betreiben. Man denke in diesem Zusammenhang z.B. an die Aborigines, die 50000 Jahre lang im Wesentlichen ohne Weiterentwicklung ihrem naturnahen Leben treu blieben.
    Ohne jede Überheblichkeit betrachtet, ohne jeden religiösen Dünkel, könnte die Menschheit tatsächlich so etwas wie die "Krone der Schöpfung" darstellen, was ich mir durchaus gar nicht wünsche... Machen wir uns nichts vor: Wäre es anders, wüssten wir nach 55 Jahren intensiver Suche wohl von "Kollegen im All" zu berichten! Gäbe es hier gar tatsächlich Ufos von Extraterresten, wüsste das eindeutig JEDER Erdenbürger, so, wie jeder Mond und Sonne kennt und man müsste nicht darüber streiten.
    Vielleicht wäre eine solche ernüchternde Erkenntnis von "idiotischen" Zufällen, die die Menschheit erst möglich machten, sogar dazu angetan, unsere Existenz auf diesem Planeten etwas pfleglicher zu behandeln?
  • Schade, Frau Dreyer-Baron

    01.05.2017, Paul Lenz
    Warum haben Sie damals diese sensationelle Beobachtung nicht ans Licht der Öffentlichkeit gebracht? Gab es außer Ihnen noch andere Menschen, die diese Beobachtung gemacht hatten, oder hatten Sie nicht die Wichtigkeit für unsere Umwelt erkannt?
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