Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Supraflüssigkeit

    11.12.2017, Rudi Knoth
    Ich kann mich erinnern, dass flüssiges Helium schon in den Experimenten von Kammerling Onnes 1911 entdeckt wurde.
  • Verborgene Voraussetzungen

    11.12.2017, Konrad Lehmann
    Herrn Eberts Überlegungen darüber, wie die gesellschaftliche Verteilung von Reichtum funktioniert (oder eben nicht), kranken - ebenso wie die referierte Publikation - an einem Fehler, den gerade Liberale (ich schätze, dass Herr Ebert nicht allzu beleidigt sein wird, wenn ich ihn dazu zähle) häufig machen: Sie halten gewisse gesellschaftliche Übereinkünfte für naturgegeben und kommen daher gar nicht auf die Idee, sie zu hinterfragen. Und mehr noch: Wenn sie dann jemand hinterfragt, dann halten sie DAS wiederum für einen bösen, bösen staatlichen Eingriff in das natürliche Spiel der Kräfte. (s.a. hier: https://derschwarzekater.wordpress.com/2017/05/31/versteckte-regeln/)

    Konkret meine ich hier zwei Übereinkünfte:
    1. Eigentum an Boden und Bodenschätzen. Philosophen und kluge Ökonomen (ja, die gibt es) sind sich einig: Eigentum kann eigentlich nur das sein, was von Menschen erzeugt wurde und durch Arbeit vermehrbar ist. Boden aber ist weder noch; er wurde nur von irgendwem (meist gewaltsam) zuerst besetzt. Und damit schöpft der Eigentümer den bisweilen beträchtlichen Ertrag (Bodenrente) ab, den der Grundbesitz ganz ohne sein Zutun abwirft. Ich sage nur: München.
    2. Zwingend einen positiven Zins tragendes Geld. Wer solches Geld hat (und fast alles Geld, das wir kennen, ist so), der kann Zinszahlungen verlangen, wenn er es verleiht. Sie ihm die zu niedrig, dann verleiht er halt nicht. Die eingenommenen Zinsen kann er wieder verleihen - und schon haben wir eine Zinseszinsfunktion. Herr Ebert als Physiker dürfte auf den ersten Blick sehen, was das bedeutet: eine Exponentialfunktion, die von ganz allein die Dynamik entfaltet, denen, die schon haben, noch mehr zu geben. Nicht "auf magische Art und Weise", wie er schreibt, sondern auf mathematische.

    Man könnte die Bodenverteilung und das Geld anders organisieren. Freier.
  • Und die Dichteverteilung der Supraflüssigkeit?

    11.12.2017, Albrecht Giese
    Um die Rotationskurven von Galaxien zu erklären, muss die Dunkle Materie, wie immer sie realisiert ist, eine Dichteverteilung von 1/r^2 besitzen. Warum sollte die Supraflüssigkeit so verteilt sein? Da sehe ich noch keine Erklärung.

    Generell haben alle bisherigen Teilchenmodelle für Dunkle Materie dieses Manko, dass diese notwendige Verteilung nicht erklärt wird. Es gibt aber zwei Teilchenarten, die dieses ganz natürlich leisten: Die Neutrinos und die Photonen. Diese erfüllen also wenigstens diesen Aspekt.

    Wenn man jetzt einmal kritsch überlegt, warum eigentlich Masse in der Gravitation die zentrale Rolle spielt, dann könnte man einer Lösung ganz nah sein. Der alte Ansatz stammt ja von Newton und war damals plausibel. Einstein hat ihn ohne weitere Frage einfach übernommen. Aber nun mal ein neuer Ansatz: Jedes Elementarteilchen leiste den gleichen Beitrag zum Gravitationsfeld.

    Gibt es ein physikalisches Experiment, welches diesem Ansatz widerspricht? - Ich kenne keines. Die Rotationskurven der Galaxien werden dagegen perfekt erklärt.
  • Glied der Nahrungskette

    11.12.2017, Ralph Fischer
    Moskitos sind ein Glied der Nahrungskette, auf das andere Tiere angewiesen sind.

    Menschen hingegen geben nichts, aber auch wirklich gar nichts an die Natur zurück. Bis auf etwas Blut, das von Moskitos abgesaugt wird.

    So lästig sie auch sind, so erfüllen Moskitos doch eine wichtige Funktion darin, die Menschheit an der Erhaltung der Arten zu beteiligen.
  • Zeitliche Entwicklung

    11.12.2017, Uwe Engmann
    Die Frage stellt sich, ab welchem Zeitpunkt in der Entwicklung des frühen Universums die Bedingungen für die Entstehung einer Supraflüssigkeit gegeben waren. Erst ab dann kann sich der Supraflüssigkeitszustand auf die Galaxienbildung ausgewirkt haben. Die Störungen im thermischen Gleichgewicht, die ja letztlich die Saat der Galaxienbildung waren, wurden ja bereits während der Inflation eingefroren, und auch nach der Inflation war das Universum wohl noch sehr lang zu warm für die Bildung einer Supraflüssigkeit.
  • Das war ein bisschen zu sehr am Thema vorbei

    10.12.2017, Joachim Durchholz
    Z.B. dass manche platonischen Körper sogar eher ungeeignet sind - das Tetraeder rollt sehr schlecht, das Ikosaeder fast schon zu gut.
    Und dass nichtplatonische Körper gut geeignet sind, wenn sie bestimmte Eigenschaften erfüllen - Dreißigflächner kriegt man gelegentlich in die Finger, und Zehnflächner sind sogar Standardausstattung bei D&D (und etlichen anderen Rollenspielen).
    Man hätte auch einen Abstecher zu den Würfelkreiseln machen können (http://www.institut-fuer-kreiselforschung.de/wuerfel/), die prinzipiell beliebig viele Seiten haben können.

    So war der Artikel weder so noch so besonders interessant:
    Als Mathematik nicht, weil die platonischen Körper schon in der Wikipedia ausführlicher behandelt werden.
    Zur Technik des Würfelns hat er gerade mal die Oberfläche angekratzt.
    Schade.
  • @Reika

    10.12.2017, Thomas Hilleke
    Sie haben im Prinzip nicht unrecht. Jedoch sollten Sie bedenken, dass die Verbreitung des Menschen relativ natürlich von statten ging.
    Wo Landbrücken entstanden, wurden sie genutzt. Sicherlich gibt es auch Ausnahmen wie z.B. die Polynesier, die vor 5-6000 Jahren als geschickte Seefahrer abgelegene Inseln besiedelten. Dort gab es keine „natürliche“ Besiedlung.
    Ansonsten ist die menschliche Verbreitung wie bei jeder anderen Spezies zuvor auch.
    Als Beispiele:
    Die Terrorvögel, die von Süd- nach Nordamerika kamen.
    Die Säbelzahntiger von Nord- nach Südamerika.
    Wölfe, Bären, Pferde usw über die Beringstraße (Beringia-als letztes vor ca 10000 Jahren) dabei wurden andere Tierarten ausgerottet und verdrängt.
    Es gibt zahllose Beispiele und es ist der Lauf der Natur seit Beginn an.

    Was jedoch unnatürlich ist, Tiere aus Spaß oder für einen Nutzen von a nach b zu bringen und in einem atemberaubenden Tempo. In kurzer Zeit können die größten Entfernungen überwunden werden.
    So wurde Tiere verbreitet, die sonst keine Möglichkeit haben, diese Strecken zu überbrücken.
    Z.b Als Haustiere (die in der Natur „entsorgt“ werden), durch Handel (Schlangen auf Guam), Entdeckereifer (Ratten und Mäuse auf Inseln) oder zur landwirtschaftlichen/kommerziellen Nutzung (Schweine/Kaninchen als Nahrung oder Pelztiere für Farmen)
    Hier ist die Globalisierung und die Einstellung vieler Menschen schuld am Tod vieler Arten. Ebenso wie die steigende Anzahl...
  • Konvex?

    10.12.2017, Rainer aus dem Spring
    Für die Gültigkeit des Satzes ist die Konvexität keinesfalls erforderlich.

    Es genügt, daß der Körper einfach zusammenhängend ist. Laienhaft ausgedrückt heißt das, daß er keine Löcher hat wie z.B. ein Torus.

    Daß diese fünf Platonischen Körper existieren, ist übrigens weit schwerer zu zeigen als, daß es höchstens 5 gibt.
  • Eines bleibt unberücksichtigt

    10.12.2017, Andreas K.
    Die Probanden der Computersimulation starteten alle mit den selben Voraussetzungen.
    Die Wirklichkeit sieht anders aus: hier werden die Probanden die bereits mehr Geld also mehr Einfluss haben, dieses Plus so verwenden, dass sie diesen Vorteil mehren und behalten.
    Man könnte natürlich sagen: wir verteilen den vorhandenen Reichtum gerecht und zu gleichen Teilen an die Weltbevölkerung. Und schauen was dann passiert.
  • Ziemlich kalt

    10.12.2017, Norbert Fiks
    Zitat: "... wie eine Kyronik-Firma im amerikanischen Scottsdale menschliche Körper in Stickstofftanks bei minus 296 Grad Celsius lagert". Sensationell. 23 Grad unter dem absoluten Nullpunkt. Oder sind hier etwa -295 Grad Fahrenheit gemeint?
    Stellungnahme:
    Vielen Dank für den Hinweis, das haben wir übersehen. Offensichtlich sind Grad Fahrenheit gemeint.

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • @Udo Schreck Schale und Eiklar

    10.12.2017, Heinrich Sauer
    Hallo Herr Schreck,
    wie ich oben ausgeführt habe, kann man ein in der Mikrowelle 'gekochtes' Ei tatsächlich pellen. ... merkte noch, dass das Eiweiß eine sehr zähfedernde Konsistenz hatte ... (Der folgende Satz mit dem Wort 'Schale' ist von mir falsch formuliert. Genauer müsste es heißen:) Das geronnene Eiklar bildete eine lederartige feste Hülle.
    Für die experimentierfreudigen unter uns: Man könnte ein Ei aufschlagen, trennen und das Verhalten des Eiklars untersuchen. Mich wundertete es nicht, wäre es noch deutlich fester (vernetzt) als beim normalen Kochen.

    Gruß Heinrich
  • Begründung, bitte.

    10.12.2017, Salcin
    Welchem Bananenequivalent entspricht denn das durchschnittliche Lecken an Uranerz?

    Gibt es auch eine Vergleichsbasis zwischen Bananen und HF elektromagnetischer Strahlung im 2,4 GHz bzw. 5GHz bereich? -also Wlan?
  • Grund genug?

    10.12.2017, Monika Kempf
    Ich verstehe nicht, warum das ein Grund sein sollte, der Ungleichheit nicht mehr entgegen wirken zu wollen, die letztendlich allen schadet, auch den vermeintlichen Gewinnern auf den ersten Blick. Für mich ist es eher ein Argument mehr, bessere Gesetze zu entwickeln, damit unsere Kinder in einer Welt aufwachsen können, die gerecht, ausgeglichen und lebenswert für alle sein kann.

    Soll dieses Beispiel denn wirklich ausreichen, aufhören zu wollen, diese Welt weiter zu zerstören? Ich dachte, der Mensch sei durchaus intelligenter in der Bewertung der Möglichkeiten.
  • Ptolemäus war auch nah dran, aber trotzdem falsch

    10.12.2017, Michael McLord
    Das geozentrische Modell von Ptolemäus konnte die Welt mathematisch so erklären, dass es den realen Gegebenheiten im Sonnensystem schon recht nahe kam. Trotzdem lag Ptolemäus völlig falsch, wie wir heute besserwissen. Nur weil ein Modell also der Realität nahekommt, ist das noch lang kein Beweis für die Richtigkeit des Modells! Und das hier verwendete, simple Computermodell krankt natürlich an ganz, ganz vielen Stellen.

    1. Das Raster
    Ein paar hundert Clone legen ein viel zu grobes Raster über unsere Gesellschaft. Laut Oxfam-Studie besitzen 8 Menschen so viel wie die gesamte, ärmere Hälfte der Weltbevölkerung zusammen. Ein Computermodell mit nur wenigen hundert Entitäten kann diese extreme Ungleichheit gar nicht abbilden.

    2. Messung
    Die von Ebert angeführte Verteilung in Deutschland, 20% der Deutschen besäßen 85% des Vermögens, ist selbst bereits Opfer eines zu groben Rasters, denn die wirklich Reichen sind in diesen Statistiken gar nicht repräsentiert, da sie in den Stichproben gar nicht vorkommen! In unserem System sind daher nur die unteren 85% transparent und für ein paar Euro Hartz4 müssen sich die untersten 20% sogar komplett "nackig" machen. Während zur gleichen Zeit selbst die Zinszahlungen des Staates über Luxemburgische Clearinggesellschaften (Clearstream) anonymisiert werden, d.h. der Staat weiß nicht mal, wer die Zinsen auf die 2 Billionen Euro Staatsschulden bekommt. Wenn man dann noch weiß, dass wir für Hartz4 pro Jahr genauso viel Geld ausgeben wie für eben diese Zinszahlungen, der erkennt sofort, welches Ungleichgewicht an beiden Polen des leistungslosen Einkommens herrscht.

    3. Korruption und Kooperation
    Dem Computermodell fehlt ein Parameter, mit dem Vermögende die Chancen bei Aktiengeschäften vom fairen 50:50 zu ihren Gunsten beeinflussen können. Ein Kleinanleger kann keine Kurse manipulieren, ein großer Hedgefond (kooperierendes Kapital) schon! Natürlich wird Kapital auch in Form von Korruption dazu genutzt, die eigenen Gewinnchancen zu verbessern. Selbst wenn es nur 51:49 sind, ist das langfristig der Garant dafür, dass Reiche immer reicher werden.
  • Sauer macht lustig

    10.12.2017, Pi.
    Da bekommt die alte Weisheit "Sauer macht lustig" Unterstützung von wissenschaftlicher Seite. Denn Sauerkraut und andere fermentierte Spezialitäten (Kimchi!!) haben mit den lebenden probiotischen Bakterien sicher einen positiven Einfluss auf unser Gemüt.