Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Ein paar kritische Fragen zum Thema

    12.12.2013, Michael Schmidt
    Natürliche Barrieren zu überwinden um der Spezies Mensch in wenigen Jahre ein paar weitere milliarden individuen hinzuzufügen.

    Ist es Sinnvoll alle natürlichen Barrieren die ein grenzenlose Vermehrung des Menschen auf dem Planeten Erde einschränken durch (Bio-)technik einzureißen ?

    Ist das nicht alles schon Maßlosigkeit ? Wir sind heute schon jenseits eines sinnvollen ökonomischen und ökologischen Gelichgewichts!

    Erschließen sich hier nicht mit humanitären Argumenten Märkte für gigantische und rücksichtslose Industrien ? - Sind die Gene patentiert ? Wer hat Anspruch darauf ?

    Eine Selbstbeschränkung wäre dringend erforderlich oder ?
    Folgenabschätzung, ob die zusätzlichen geretten Leben nich mittelfristig zu anderen humanitären
    Katastrophen führen, werden gar nicht erst erstellt! Das primäre Ziel ist ja so hilfreich und gut.
    Falls jemand darüber nachdenken möchte - ein paar nette Beispiele: die Osterinseln, die Sahelzone, die Malediven ... und die Zahl wächst.

    Also !Augen zu und durch?

    Folgenabschätzungen sind nicht nur im Bereich der unmittelbaren Umgebung zu machen.
  • Golden Rice nutzlos

    12.12.2013, Charly Nickel
    Auch Triticale wurde nicht auf natürlichem Wege erzeugt! Und um die Bevölkerung mit ausreichend Vitamin A zu versorgen, ist es sinnvoller Süßkartoffeln anzubauen, diese haben einen erheblich höheren Vitamin A-Gehalt als Golden Rice, sind produktiver und tragen nicht zur Erderwärmung bei da sie kein Methan erzeugen.
  • Kritische Stimmen am "Golden rice" Projekt berechtigt

    12.12.2013, H. Seel
    Es gibt durchaus wissenschaftliche Nachweise für begründete Kritik.
    Empfehlenswerter Artikel hierzu:
    http://www.foodwatch.org/uploads/media/gen-reis_2012deutsch_final_ger.pdf

    u.a. ... "Bei der Einkreuzung in regionale Sorten kann es zudem zu erheblichen Schwankungen im Vitamin-A-Gehalt kommen. Das gentechnische Konstrukt wird nicht immer zuverlässig von einer Reispflanze an die nächste Generation vererbt (Chikkappa et al., 2011). ... In Lebensmitteln wie Mehl und Zucker, denen Vitamin A zugesetzt wird, kann die nötige Tagesdosis sehr viel verlässlicher erreicht werden. Vor diesem Hintergrund ist die geplante Einführung des „Golden Rice“ keineswegs alternativlos und wird von Akteuren wie UNICEF oder der WHO auch nicht als das Mittel der Wahl angesehen (Enserink, 2008)

    Auch auf 3sat gab es hierzu einen sehr aufschlussreichen Bericht:
    http://www.3sat.de/page/?source=/dokumentationen/171615/index.html

    In Afrika mag es lokal massiven Vitamin A-Mangel geben, aber:
    " ... Als das Reporterteam auf die Philippinen reist, folgt das große Erstaunen. Es konnte kein einziges Kind ausfindig machen, das an einem sichtbaren Vitamin-A-Mangel leidet. Nicht einmal in Payatas, einem Armenviertel der Hauptstadt Manila, wo die Menschen vom Abfall der Metropole leben und alles andere als eine ausgewogene Ernährung haben. Auf Nachfrage bestätigt die zuständige lokale Ärztin Elmira Dizon: "Ich bin seit drei Jahren Doktor in Payatas. Ich habe noch keinen Fall von Vitamin-A-Mangel gesehen".

    Es muss also zudem sehr genau darauf geachtet werden, wo Vitamin-angereicherte Produkte überhaupt benötigt werden, bevor neue Arten (mit nach wie vor verbleibendem Restrisiko) großflächig eingeführt werden.
  • Zu hohe Hürden??

    12.12.2013, J.F.
    Die Pharmakonzerne sind zu übermächtig, nicht die Zulassungshürden an und für sich zu hoch. Sie werden künstlich in die Höhe geschraubt, damit hilfreiche Medikamente - die tödliche Krankheiten heilen könnten - nicht auf den Markt gelangen.
  • Frage an Herrn Then

    11.12.2013, Heinz-Josef Hirsch
    Mal eine Frage an Herrn Then, die ich ihm schon mal gestellt, aber keine konkrete Antwort erhalten habe. Er glaubt, nur gentechnisch gezüchtete Pflanzen seien gefährlich für die Gesundheit, aber anders gezüchtete nicht. Woher weiß er eigentlich, dass ganz normal gezüchtete Kulturpflanzen sicher sind? Wer hat die herkömmlichen Sorten eigentlich getestet? Woher weiß er so genau, dass Sorten auf dem Wochenmarkt, nicht aus einer Mutagenese-Züchtung stammen, wo es am Anfang des Züchtungsverfahrens an abertausenden Stellen der Erbsubstanz zu Veränderungen gekommen ist? Ich gebe zu, Mutationen sind „natürlich“; aber zehntausende gleichzeitig!? Da soll er uns doch mal zeigen, wo auf der Welt unsere Nahrungspflanzen in freien Natur unter natürlichen Bedingungen derart mutagenisiert werden!
    Wissen sollte er übrigens, dass Mutationen zur Bildung völlig neuer kleiner Eiweißmoleküle, also Peptide, führen können; die keinerlei Ähnlichkeit zu irgendeinem der anderen Eiweißsorten in der Kulturpflanze hat. Also völlig neu; wie ein „fremdes“ Peptid!
    Gut, Peptide sind meist harmlos, aber manchmal können sie auch giftig sein. Googlen Sie mal nach „toxischen Peptiden“.
    Vielleicht steckt ja in einer der herkömmlich gezüchteten Sorten, die man gerade gekauft hat, zufällig so ein völlig neues giftiges Peptid. Sie glauben, die Sorte sei daraufhin untersucht worden? Pech gehabt! Das Peptid ist ja Lebensmittelchemikern und -kontrolleuren noch völlig unbekannt. Es würde erst auffallen, wenn plötzlich reihenweise Leute unangenehme Beschwerden kriegen. Was ist aber, wenn man zunächst nichts merkt und sich die schädliche Wirkung ganz hinterlistig erst nach vielen Jahren bemerkbar macht? Vielleicht würde Ihr Leben ja zwei, drei Jahre länger dauern, wenn Sie nicht davon gegessen hätten. Wer weiß das schon.
    Sie meinen, jetzt stelle ich abstruse Behauptungen auf? Vielleicht so, wie das die Gentechnik-Gegner immer machen? Oh nein.
    Wer ein bisschen Ahnung von molekularer Genetik hat, der weiß, wie es spontan zu solchen Peptiden kommen kann. Hier ein kleiner Tipp: Googlen Sie mal „Leserasterverschiebung“ oder „Frameshift“. Aber das ist nicht die einzige Möglichkeit, wie so ein toxisches Peptid entstehen kann, da ja der Informationfluss bei Eukaryoten komplizierter ist. Übrigens, absolut sicher können Sie auch bei „Ökosorten“, nicht sein. Es ist, wie gesagt, schwierig zu testen, wenn man nicht genau weiß, wonach man suchen soll. In einer Pflanze gibt es weit mehr als 20.000 „normale“ Eiweißsorten, die man noch gar nicht alle so genau kennt. Da fällt eine winzige Menge von so einem zusätzlichen Peptid kaum auf.
    Fazit: Wir sollten gentechnisch gezüchtete Pflanzen genau so behandeln wie die aus herkömmlicher Züchtung, so wie es z.B. die US-Amerikaner tun.
  • Pippi Langstrumpf stand Pate

    11.12.2013, Charly
    Es geht im Nordschwarzwald um die Errichtung eines Entwicklungsnationalparks – ein signifikanter Unterschied zu den Auslassungen der Autorin. Die Situation im Nordschwarzwald ist, mit Fokus auf die Regionalentwicklung, mit anderen deutschen Nationalparken nicht vergleichbar. Die von der Autorin herangezogene Evaluation der bestehenden Deutschen Nationalparke ist leider sehr eigensinnig dargestellt. Bei der genaueren Betrachtung der Stärken-Schwächen Analyse überwiegen weitestgehend die Schwächen. In der der Tat sind die Kritiker des Nationalparks im Nordschwarzwald dem Naturschutz verpflichtet. Das in Abrede zu stellen ist albern. Im Nordschwarzwald entsteht ein 2-geteilter Nationalpark und somit quasi zwei Nationalparke. Es wird somit auch zwei unabhängige Kernzonen geben. Der Anspruch auf großer Fläche dem Prozessschutz gerecht zu werden ist schon mit dieser Grundkonzeption des Parks ad absurdum geführt. Schade dass die Autorin ihre persönliche Sichtweisen den Fakten vorzieht. Auch hier scheint Pippi Langstrumpf Pate gestanden zu haben. „Ich schreib mir die Welt so wie Sie mir gefällt!“
  • IPCC

    11.12.2013, Norbert Britz
    Der IPCC ist kein wissenschaftliches Gremium und kann daher nichts wissenschaftlich unterfüttern. Sie selbst wissen, dass mindestens 50% der Mitglieder des IPCC keine Naturwissenschaftler sind, sondern Beamte oder Politiker. Darüberhinaus werden die Zusammenfassungen - wie Sie selber auch wissen - von den Regierungen gegen gelesen und nur von den Regierungen autorisiert. Was ist denn dann noch "wissenschaftlich"? Im Übrigen wäre ich dankbar, wenn ich eine Quellenangabe bekommen könnte, in der wissenschaftlich nachgewiesen wurde, dass die menschen-verursachte Erhöhung des CO2-Gehaltes (den aus meiner Sicht kaum jemand bezweifelt) zu der Erhöhung der globalen Mitteltemperatur (die auch kaum jemand bezweifelt) geführt hat. Besten Dank für diesen Hinweis und freundliche Grüße N. Britz
  • Wir Crash-Test -Dummys

    11.12.2013, Norbert Britz
    Ich fände es aufrichtiger, wenn es auch mal eine Betrachtung mit historischen Daten gäbe und nicht nur die Daten der letzten 100 oder 150 Jahre. Grönland war schon einmal eisfrei und in England gab es Weinanbau? War das auch damals schon der menschen-gemachte Klimawandel? Ich jedenfalls habe da meine Zweifel. Ihre Erwähnung der "Nebelkerzen" zeigt mir allerdings auch, dass Sie sich anscheinend nur mit den Daten und Themen befassen, die in Ihr Weltbild passen. Schade eigentlich. Gruß N. Britz
  • Multifunktional statt segregativ!

    11.12.2013, Günther
    Der Artikel zeigt eindrücklich welchen Stellenwert der Wald in unserer Gesellschaft hat. Gerade in einer zersiedelten und industrialisierten Umwelt, wie der unseren, bietet er ein Kleinod an Ursprünglichkeit und Natur. So zumindest die allgemeine Vorstellung. Wie aber steht es um unseren Wald? Warum sieht er aus wie er aussieht und wer hat dafür gesorgt? Fest steht, der ursprüngliche Urwald der einst Europa bedeckte ist fort. Dafür hat der Mensch gesorgt. Nicht mit der modernen Forstwirtschaft sondern einfach dadurch, dass Holz bis zur Industriellen Revolution der Engerieträger und Baustoff schlechthin war. Erst die Forstwirtschaft hat durch das Prinzip der Nachhaltigkeit (das heute inflationär und beinahe sinnentleert auf fast allem prangt was das grüne Gewissen beruhigen soll) dafür gesorgt, dass sich der Wald erholen und in seiner Fläche vergrößern konnte. Zugegeben waren die überlegungen von damals rein am Nutzungsaspekt ausgerichtet. Man wollte nicht mehr nutzen als nachwächst, damit nachfolgende Gernerationen ebenfalls Holz nutzen können. Ohne die Nutzfunktion hätte der Wald damals keinen Wert gehabt.
    Die nachhaltige Forstwirtschaft in Deutschland ist mehr denn je multifunktional ausgerichtet. Der Naturschutz und der Erhalt artenreicher, alter Wälder nimmt einen zunehmenden Anteil im Wirken der Förster ein. Das wird gerne übersehen. Das was heute schützenswert ist, ist das was über Jahrhunderte von Förstern gepflegt wurde. Ein pauschales "Schützen durch Stilllegen" stellt diese Leistung in frage. Naturschutz und Nutzung lassen sich heute sehr gut miteinander vereinbaren. Dabei geht es nicht nur um den wirtschaftlichen Nutzen der Holzwirtschaft, sondern auch um die Verantwortung die sich aus unerem Ressourcenreichtum ergbit. Deutschland hat die höchsten Holzvorräte in ganz Europa (noch vor den skandinavischen Ländern und Frankriech!). Dieses Potential lässt sich verantwortungsvoll nutzen. Ein integrativer Ansatz des Naturschutzes wäre hier wünschenswert und ein gutes Beispiel für die Länder die eine geregelte Forstwirtschaft nicht kennen. Vielleicht ist die Beteiligung derer, die sich die vergangenen Jahrhunderte für den Wald verantwortlich gezeigt haben, nämlich die Förster, ja auch eine Überlegung wert. Das bloße Prädikat "Naturschutz" sollte nicht dazu führen blindlings allen Forderungen zu nachzugeben. Auch hier ist eine differenzierte und vor allem ehrliche Betrachtung mit dem nötigen Sachverstand notwendig. Denn der Schutz des Waldes liegt uns allen am Herzen, keine Frage, nur halt das wie...
  • Fragwürdige, einseitige Darstellung

    10.12.2013, Uli
    Ihr Artikel referiert ausführlich über Vorzüge von Nationalparks und diagnostiziert bei den Gegnern vor allem diffuse Ängste, lässt aber die von den Gegenern vorgebrachten Sachargumente völlig außer acht. Schade dass hier die Chance verpasst wurde die Argumente für oder gegen die verschiedenen Nationalparks wirklich zu vergleichen. Hier wurde einmal mehr mit einer schönen fetten Globalsoße zugedeckt, dass der Teufel in der Realität immer im Detail steckt, doch diese Details werden ja nur all zu gern zugedeckt.
    Und mein persönlicher Eindruck vom Nationalpark Projekt der Grün-Roten-Landesregierung von Baden-Würrtemberg ist eher, dass hier ein Nationalpark für Windkraftanlagen errichtet werden soll.
  • Re: Hexagon

    09.12.2013, J. Weihrauch
    Stand die Antwort zu dieser Frage nicht bereits im Text?

    Zitat: "Eine derartige Struktur existiert nur auf der Nordhalbkugel des Saturn, am Südpol gibt es kein Gegenstück. Auch die anderen Gasplaneten des Sonnensystems haben nichts Vergleichbares zu bieten."
  • Wissenschaft?

    09.12.2013, Klaus M. T. Teutenberg
    Zu Recht ist der 'Wirtschaftswissenschaftsnobelpreis' kein echter Nobelpreis, da er von der Schwedischen Reichsbank vergeben wird.
    Das zeigt sich wieder bei dieser Kabarettnummer: Da man nicht weiß, welche der drei konträren Theorien die beste ist oder gar einer Überprüfung standhält, gibt man den Preis einfach an alle drei 'Wissenschaftler'!
  • Sehr guter Beitrag ...

    08.12.2013, Dr. Cornelia Riechers
    ... zu einem sehr wichtigen Thema. Insbesondere da sich unbearbeitete Traumata an nachfolgende Generationen weitervererben.
  • Lehm oder Ton?

    08.12.2013, Tilmann Liess
    Smectite resp Clay sind doch eindeutig Ton ?
    - und nicht Lehm!?
  • Hexagon

    07.12.2013, Manfred Eberling
    Guter Artikel.
    Hat man eigentlich den Südpol vom Saturn auch schon nach einem Hexagon abgesucht?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Eberling,

    davon wissen wir momentan noch nichts.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Spektrum.de