Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Intelligent?!? Ich bin mir nicht mal sicher ob der Mensch intelligent ist...

    23.04.2015, hermse
    Sind Hühner nicht die Tiere, die wenn man eine Glasscheibe zwischen ihnen und einer Futterquelle stellt, vor dem Trog verhungern? Weil sie nicht schlau genug sind um die Scheibe herum zu gackern?
    Außerdem bin ich mir ziemlich sicher das eine Kuh und ganz bestimmt ein Schwein sehr viel intelligenter sind als so ein oller Gockel.
    Ganz abgesehen davon das, wie mein Vorkommentartor schon erwähnte, der Umkehrschluss dieses Artikels ganz schon harter Tobak ist.
    "Es ist dumm! Laßt es uns fressen!"
  • Morning Glory Wolken in Uruguay

    23.04.2015, Martin Schmitt
    Die Morning Glory Wolken, die in Spanisch auch «nube de gloria por la mañana» oder «nube enredadera» heissen, kommen über dem Rio de la Plata zwischen Uruguay und Argentinien regelmässig vor. Ist man vor der Wolke, ist die Temperatur warm, dahinter fällt sie drastisch innerhalb von wenigen Minuten ab.
    http://www.astronoo.com/images/articles/nuage-en-rouleau.jpg
  • Suche nach dem Ursprung der Zeit

    22.04.2015, W. Bülten
    Als wissenschaftlicher Laie habe ich noch einen anderen Gedanken:
    Könnte es sein, dass ein gewisser, stetiger Strahlungsdruck von außerhalb des
    Universums für die fortwährende Ausdehnung des Universums verantwortlich ist?
    1. Damit hätte die Zeit eine eindeutige Richtung.
    2. Die Frage "Woher bekommt die Dunkle Energie ihre Energie" wäre damit auch wohl beantwortet.
    Einfach nur mal als Überlegung.
  • " Frage, ob die gängige Praxis der Massentierhaltung für diese Tiere akzeptabel ist."

    22.04.2015, Dr. Doolittle
    Oh man. Lasst uns besser nur die dummen Tiere quälen, für die scheinen Formen der maßlosen Ausbeutung wie die sog. Massentierhaltung, darf man dem Artikel glauben, dann wohl eher "akzeptabel".
    Es ist mir schleiherhaft, warum hier mit einer solchen Vorsicht herum lamentiert wird - Massentierhaltung ist ein Verbrechen, darüber sollte überhaupt nicht mehr diskutiert werden. Menschen, die sich daran beteiligen, sollten nicht mit rhetorischen Samthandschuhen angefasst, sondern (idealerweise gleich juristisch) sanktioniert werden.
  • Das sind alles keine neuen Überlegungen

    22.04.2015, Joachim Durchholz
    Über dreidimensionale Speicherung denkt man seit Jahrzehnten nach. Bisher hat man hauptsächlich über holografische Speicher nachgedacht. Und über durchsichtige Kristalle, die man an den Schnittpunkten von Laserstrahlen so aufheizt, dass ein Phasenübergang stattfindet.
    Über "Racetrack"-Techniken denkt man auch schon lange nach. Das war mal ein ziemlicher Hype ("Bubble Memory"), hat auch funktioniert, war aber zu langsam und zu teuer und wurde von Festplatten niederkonkurriert.
    Jetzt ist es halt wieder eine neue Technik, an der einer forscht. Das ist hübsch, aber ob daraus was wird, wird man erst in etlichen Jahren wissen.
  • Physik?

    22.04.2015, Jan PP
    Wenn man einem Körper Energie zuführt, dehnt er sich aus bzw. er schmilzt, verdampft oder sublimiert. Aber die Masse bleibt gleich.

    Von meinem physikalischen Verständnis her ist in dieser Höhe kein Luftwiderstand, die einzigen Kräfte, die auf den Müll wirken, sind die Zentrifugalkraft (aka ... petal...) und die Gravitation.

    Wers besser weiß, korrigiere mich, aber der Laserstrahl müßte m.E. jedes Objekt so präzise auf der erdabgewandten Seite treffen, daß durch die Ausdehnung/Verdampfung ein Impuls entsteht, der das Objekt aus der Flugbahn drückt.
    Antwort der Redaktion:

    Der gewünschte Effekt wird tatsächlich durch Verdampfung erzielt: Die Laserkanone nimmt ein entgegenkommendes Stück Schrott ins Visier und erzeugt durch Abtragung kleiner Materialmengen eine Kraft entgegen der Flugrichtung des Teilchens. Dieses wird dadurch soweit abgebremst, dass es auf einen niedrigen Orbit rutscht und schließlich in der Erdatmosphäre verglüht.

    Beste Grüße, jd/Red

  • Strategic Defense Initiative

    22.04.2015, Jay Martins
    Spontan fiel mir zu diesem Vorschlag ein: "Das SDI-Programm der Sperrmüll-Beseitigung".

    Wenn man weiß, wie viel Schrott über unseren Köpfen in der Umlaufbahn umherschwirrt, würde so etwas sogar ggf. Sinn machen.
  • Umweltfolgen?

    21.04.2015, Christian
    Nicht, dass es mit einer handvoll Miniasteroiden viel ausmachen würde, aber verbrennen wir nicht damit doch einen Teil unserer Atmosphäre? Können wir sie, wenn schon nicht direkt mit Bordmitteln auslöschen, wenigstens Richtung interplanetaren Raum oder Sonne lenken? Wird vor Kalkulation des Verglühens in der Atmosphäre die Zusammensetzung der Objekte bestätigt oder wenigstens das potentielle Einschlagsgebiet evakuiert?
    Antwort der Redaktion:

    Es handelt sich ja bei den angepeilten Objekten um sehr kleine Teile von wenigen Zentimetern Größe. Das heißt, ein Einschlag auf der Erde ist nicht zu befürchten. Die Atmosphäre ist tagtäglich einem weit größeren Bombardement kosmischer Bröckchen ausgesetzt, das ein oder andere Stückchen Weltraumschrott fiele da nicht ins Gewicht.

    Beste Grüße, jd/Red

  • Milli oder nicht milli, das ist hier ...

    21.04.2015, Volker Scholz
    In Ihrem Beitrag bezeichnen Sie 300 mg/l als "stark gesüßt", 150 g/l als "für heutige Verhältnisse sehr süß", wir bevorzugen 50g/l, das wäre aber immer 167 mal süßer als erster Wert.
    Antwort der Redaktion:
    Lieber Leser,

    oh, hoppla: Das "Milli" hatte sich hier auf eine mir unbegreifliche Weise unbefugt in den Text eingeschlichen (und würde den alten Schaumwein ja wirklich auch etwas arg herb machen).

    Ich habe es daher verschämt entfernt. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit und den Hinweis,

    Beste Grüße aus der Redaktion,
    Jan Osterkamp


  • Natrium und Chloridgehalt

    21.04.2015, Rüdiger
    Dass der Champagner mit salzhaltiger Gelatine geklärt wurde, mag sein.
    Eine noch einfachere Erklärung wäre aber vielleicht, dass im Laufe der 170 Jahre etwas NaCl aus dem Meerwasser in die Flaschen gedrungen ist. Ist nur so eine Vermutung...
    Antwort der Redaktion:
    Hallo Rüdiger,

    eine Meerwasserverunreinigung lag natürlich so nahe, dass die Forscher auch daran gedacht haben.

    Kurz zusammengefasst haben sie deshalb, ausgehend von eindeutig mit Meerwasser-kontaminierten Flaschen (auch davon gab es einige), Standardwerte für die aus Meerwasser stammende Ionen etc. festgelegt und anschließend immer überprüft, ob diese typischen Werte in den getesteten Champagnerproben auch in ähnlicher, verdächtiger Form auftauchen. Das Ergebnis war aber negativ: Eine Verunreinigung lag daher nicht vor.

    Viele Grüße
    Jan OSterkamp, Redaktion

  • Alter Kaffee

    21.04.2015, Bissig
    Schon seit Jahrzehnten ist bekannt, dass natürliche Antibiotikaresistenzen vorkommen. Diese Resistenzen dienen ja dem Ueberleben von Bakterien in der Umgebung von natürlichen Antibiotikabildnern. Mit dem massiven Einsatz von Antibiotika in Landwirtschaft und Medizin werden solche Resistenzen lediglich gefördert.
  • Nicht mehr kontaminiert?

    21.04.2015, Frank
    "...ins Innere des Havaristen, der nicht mehr radioaktiv kontaminiert sein soll."

    Ein sehr ähnlicher Artikel erschien kürzlich in der online Ausgabe des San Francisco Chronicle (April 18).

    In diesem Artikel spricht ein namentlich genannter "Chief Scientist" der Independence MIssion davon, daß die Navy 1951, vor der Versenkung des Schiffes, einige 55 Gallon Fässer einer unbekannten Substanz ("possibly radioactive waste") im Motorraum verstaute.

    Wenn man die Geschichte weiterverfolgt, kann man sehen daß selbige Navy in Hunter's Point versucht hat, die Kontaminierung u.a. mit Sandstrahlen etc zu beseitigen. Es kann also durchaus davon ausgegangen werden, daß oben genannte Fässer in der Tat radioaktives Material enthalten und das Wrack dementsprechend noch immer radioaktiv verseucht ist.
  • Prinzip Gäa

    21.04.2015, Alfred Josef
    Gäa Prinzip eben - die Pflanzen sorgen selbst dafür, dass aus einer Eiswüste wieder blühendes Leben wächst. Ich kann daran nichts Falsches erkennen. aj
  • Mit Wasser kochen, was denn sonst?

    20.04.2015, Dipl.-Phys. Ulrich Schulz
    Und was soll jetzt die Quintessenz sein? Daß wir Physiker mit etwas anderem kochen sollten, daß wir ab jetzt nur noch mit vor Staunen geöffnetem Mund durch die Gegend laufen? Das wir uns ob unserer Blödheit immer wieder geißeln und mit gesenkten Köpfen durch unser Dasein torkeln sollten?
    Ich glaube nicht, daß z.B. Alleinerziehende, Sozialhilfeempfänger aber auch die im "normalen" Arbeitsverhältnis tätigen Menschen dann glücklicher oder zufriedener wären. Und ich denke, daß kein Naturwissenschaftler auf die Idee käme, zu behaupten, das wir tatsächlich jemals alles wissen werden. Im Gegenteil, es wird doch stets darauf hingewiesen, daß wir nur mit Modell(vorstellung)en arbeiten!
    Oder soll's der "liebe Gott" mal wieder richten? Man kann auch mal stolz darauf sein, was wir Menschen bereits erreicht haben, auch wenn natürlich noch eine große Menge zu tun ist. Du liebe Güte, das ist wirklich eine Menge "Holz", was in den letzten Jahren so "geschlagen" wurde.
  • Reynolds-Zahl fürs Schwimmen irrelevant

    20.04.2015, Markus Enz, Hettlingen (Schweiz)
    Als Leistungsschwimmer war ich im Physikstudium frustriert, wie wenig praktisch Verwendbares ich in der Physik gefunden habe. Insbesondere kann man aus der Reynolds-Zahl keine Empfehlungen fürs Schwimmen ableiten, da es bei Reynolds-Zahlen im Millionenbereich keine Rolle spielt, ob sie ein wenig größer oder kleiner sind. Erst viel später habe ich die Physik entdeckt, die fürs Schwimmen wirklich relevant ist und auf die Arbeiten der Schiffsbau-Ingenieure im 19. Jahrhundert und insbesondere von William Froude zurückgeht. Sie fanden heraus, dass für an der Wasseroberfläche schwimmende Körper der Wellenwiderstand entscheidend ist. Ein Boot oder ein Schwimmer mit einer Geschwindigkeit v erzeugt Wellen mit einer Wellenlänge, die mit der Geschwindigkeit zunimmt.
    Es hat sich gezeigt, dass längere Boote weniger Widerstand haben als kürzere. Deshalb werden die Segelboote bei Regatten in Längenklassen eingeteilt. Wird die Wellenlänge gleich oder länger als das Boot, steigt der Widerstand überproportional, und es besteht eine Art Schallmauer, die von Segelbooten nicht durchbrochen werden kann. Eine einfache Dispersionsgleichung beschreibt, wie die Wellenlänge mit der Geschwindigkeit zunimmt:
    λ = 2π v2/g
    (mit der Erdbeschleunigung g=9,81 m/s2). Setzt man die schnellste Schwimmgeschwindigkeit von ca. v=2,05 m/s ein, so erhält man λ = 2,69 m. Dies entspricht erstaunlich genau der Länge eines 2 m großen Schwimmers mit ausgestrecktem Arm.
    Was kann man daraus fürs Schwimmen lernen? Offensichtlich ist es gut, groß zu sein. In der Tat messen die Sprintkönige alle zwischen 1,90 m und 2m. Da der Widerstand an der Wasseroberfläche größer ist als unter Wasser, bewegen sich die Schwimmer nach Start und Wende jeweils bis zu 15 m mit Delphinbeinschlag unter Wasser. Bei Brust und Delphin wird die Wasseroberfläche nur kurz zum Atmen durchbrochen, und ein Teil des Zugzyklus wird unter der Wasseroberfläche verbracht.
    Da ein längerer Körper weniger Wellenwiderstand verursacht, kommt es zu der kontra-intuitiven und von vielen Trainern abgelehnten Empfehlung, mit dem nach vorne ausgestreckten Arm nicht sofort zu ziehen, sondern einen kurzen Moment in dieser hydrodynamischen ausgestreckten Stellung zu gleiten und den Körper mit dem ausgestreckten Arm über einen möglichst großen Teil des Zugzyklus zu verlängern (was auch Front-Quadrant-Swimming genannt wird). Diese Zusammenhänge wurden 1996 von Terry Laughlin in seinem Buch „Total Immersion“ einem breiteren Schwimm-Publikum vorgestellt.