Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Dosenpfand als großes Problem?

    12.06.2017, Joachim Falken
    Das Einwegpfand ist sicherlich weder die effektivste noch die effizienteste Umweltschutzmaßnahme; erfunden wurde sie übrigens zur Steigerung der Mehrwegquote. Aber Sie könen die Dosen auch auch die (möglichst gelbe) Tonne werfen und sich mit dem "Bau von Flügeln" beschäftigen.
  • Falsch gelesen

    12.06.2017, Holger
    @Peter:
    Hier ging es um die negative Korrelation, die mit -0.2 (Korrelationskoeffizient) eindeutig zu messen ist. Das hat nichts mit einer absoluten Änderung von -0.2 IQ Punkten zu tun.
  • Gerade in der Umkehrphase

    12.06.2017, Rainer Michel, Hatten
    Die immer neuen Theorien und Erkenntnisse über den „Urknall“ faszinierten mich über Jahrzehnte. Die Idee, dass aus einer Singularität vor fast 14 Milliarden Jahren durch Expansion Raum, Zeit, Energie und damit auch Materie entstand, war irgendwie nachvollziehbar und harmonisch. Die Schwerkraft wird dafür sorgen, dass sich der Kosmos wieder zusammenzieht. Alles wird sich wieder gegenseitig aufheben und ein „Nichts“ ergeben.
    Die Wissenschaft fing damals an zu plausibilisieren und suchte krampfhaft nach der für den großen Kollaps notwendigen Menge an Materie. Für mich persönlich war das Ergebnis eines offenen Universums ohne Ende enttäuschend. Mein harmoniebedürftiges Ego sagte mir, es gab keinen Urknall; es muss umgekehrt sein: ein „Nichts“ ist implodiert und wir befinden uns gerade in der Umkehrphase. Die „dunkle“ Energie bringt uns zurück zum Nichts. Demzufolge gab es keinen Nullpunkt und keine Singularität. Die Implosionsphase stoppte vorher. Skeptisch beobachte ich die Entwicklung der immer komplizierter werdenden Expansionsmodelle, die die Urknalltheorie weiterhin stützen sollen. Ich bin kein Wissenschaftler, aber mein Bauchgefühl gibt den Autoren Recht: Wir sollten andere Modelle für die Anfänge des Alls in Betracht ziehen.
  • Ist die Absicht, steuerlich wirksame Abschreibungen auf die Anschaffungskosten von Robotern abzuschaffen?

    12.06.2017, Joachim Falken
    Im Unterschied zum Arbeitnehmer, der einen Teil seines Einkommens zur "Reproduktion" benötigt, und auch darauf Steuern und Sozialabgaben bezahlt, wird bei Roboter-Besitzer das Einkommen nach Abzug der Anschaffungs- und Instandhaltungskosten des Roboters besteuert, wobei das zu einem guten Teil über die Abschreibungen erfolgt. Wie aber soll man das von anderen Betriebsuasgaben abgrenzen? Wo endet das Werkzeug und die Fabrikausstattung, ab wann liegt ein Robotor vor, der steuerlich schlechter gestellt wäre?

    Ich fände es wichtiger, an die Primärverteilung zu denken. Hätten Kunden beispielsweise Informationen, wie hohe Provisionen bzw. Margen IT-Firmen wie Uber oder Hotelbuchungsseiten einbehalten, würden mehr Leute direkt beim Hotel buchen oder Taxifahrer direkt buchen. Dann bliebe auch mehr Geld bei den eigentlichen, menschlichen Leistungserbringern.
  • Man muss es auch tun!

    12.06.2017, Joachim Falken
    Auf dem Weg zum Abgrund Flügel entwickeln, statt zu bremsen?
    Man muss es auch tun, und die ersten Solarzellen wurden ja auch überwiegend mit Strom aus endlichen Energien produziert. Momentan geben wir eher noch Gas.

    Der Umweltverband BUND hat sich schon vor Jahren gegen Bioenergie ausgesprochen. Viele Umweltschützer sind für höhere CO2-Preise, die dann sowohl Innovationen wie den Verzicht auf gewisse Konsumzweige bewirken. Die Einnahmen aus CO2-Agaben sollen aber an die Bürger zurückgegeben werden, und ihnen damit entsprechende Ausgaben ermöglichen, das ist das Gegenteil von Verzicht.

    Club of Rome? Gewarnt hat er 1972 vor allem vor Bevölkerungswachstum - und wie haben doch heute gerade Probleme mit der Erosion der Lohnarbeit in den wohlhabenden Ländern (weil im Rest der Welt zu viele und deshalb billige Arbeitskräfte aufgewachsen sind), außerdem mit Fluchtbewegungen.

    "Der Pferdemist in den Großstädten" hat deshalb nicht überhand genommen, weil Moblitätsalternativen entwickelt wurden (Fahrräder, elektrische U-Bahnen, Autos), von denen wenigstens zwei wenig Folgeprobleme verursachen. Genau brauchen wir jetzt Alternativen zu Reisen mit fossil befeuerten Autos und Flugzeugen. Das kommt aber nicht von selber, oder nicht schnell genug.
  • "Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen."

    12.06.2017, Hans-Jürgen Steffens
    Oder soll man sagen "Viel Feind, viel Ehr"? ;-)
    So jemandem sollte man beistehen - wenn er das (hopefully) nicht als Beifall "von der falschen Seite" auffasst.

    Nun gibt es objektive, ganz generische Gründe, "Nachhaltigkeit" mit einem Fragezeichen zu versehen, denn "Nichts ist schwieriger zu erhalten, als der status quo."
    (Eigentlich eine Binsenweisheit.)

    Darüber hinaus gibt es mindestens 2 affektive Gründe, nicht auf "Nachhaltigkeit" zu setzen, die da "affektiv" zwar subjektiv aber (für mich) dennoch nicht verhandelbar sind.

    1. Hätten die Menschen auf die industrielle Revolution und die dadurch freiwerdenden produktiven Ressourcen verzichtet, gäbe es keine moderne Wissenschaft, insbesondere keine theoretische Physik u.v.a.m.

    2. Der genannte Verzicht hätte auch den Weg in den Weltraum "verunmöglicht". Ich zähle dies zwar zu den "affektiven Gründen", aber gut möglich, dass ein solcher Verzicht sich als "Tragödie für die ganze Galaxis" (zit. in Anlehnung an die Physiker Trefil und Rood) erwiesen hätte.

    Bottom line: Wir können entweder durchstarten oder eine Bruchlandung hinlegen, um als "nachhaltige" Sammler- und-Jäger-Kultur zu enden(!).

    HG H.-J. S.

    P.S.
    Meine letzten Kommentare endeten im Nirwana. Where is the problem?
  • Ist das Satire?

    12.06.2017, Manuel
    Lieber Herr Ebert,
    ich weiß wirklich nicht, ob dieser Artikel Satire sein soll. Einen Meteoriteneinschlag mit dem menschgemachten Klimawandel zu vergleichen ist mehr als hirnrissig. Die Welt ist nicht nur schwarz und weiß - es gibt nicht nur "die Klimakatastrophe" oder nicht. Es gibt nicht nur den "Abgrund" und den Himmel. Es gibt alle Stufen von grau dazwischen und wir können zumindest versuchen, ein helleres grau zu wählen! Und nicht noch möglichst viel CO2 in die Atmosphäre blasen, während wir rufen "Hurra diese Welt geht unter!"...

    Abgesehen davon ist die Argumentation mehr als schwach - wie sollen wir denn "Flügel bauen" wenn es um den Resourcenverbrauch geht?! Es gibt eine begrenzte Anzahl an Ressourcen und wenn diese verbraucht sind, dann sind sie verbraucht. Wir können noch so viele Innovationen hervorbringen, ganz ohne einen gemäßigteren Konsum und Ressourcenverbrauch wird es nicht funktionieren.

    Ich bin 23 und würde gerne die nächsten 60 Jahre noch auf einem Planeten verbringen, der halbwegs lebenswert ist. Damit bin ich dann wohl eine der zukünftigen Generationen, von denen sie glauben zu wissen, was deren Bedürfnisse sind.
  • Ach so,

    11.06.2017, Wum von Wegen
    weil also die Armen arm sind, sollten wir lieber nicht nachhaltig leben. Super Logik!

    Und weil wir ja gar nicht wissen, ob unsere Kinder nicht doch gerne eine Erde hätten, die 4 Grad heißer ist mit ausgebeuteten Rohstoffen, vernichteten Regenwäldern und verarmter Natur, deshalb sollten wir also munter weiter unseren verschwenderischen Lebensstil beibehalten.

    Ach ja, die globale Erwärmung gibt es ja auch nicht, und sie ist ja eh nicht vom Menschen verursacht, und schlimm ist sie schon gar nicht... :roll:
  • Holz mit Maß und Verstand nutzen

    11.06.2017, Bernd Klane
    Wenn Heizen mit Holz grün werden soll, ist auch eine darauf zugeschnittene Bauweise und Heiztechnik erforderlich. Hier ein Beispiel, wie eine Familie mit dem Holz-Wuchs aus etwa 0,53 Hektar Wald auskommt.
    http://www.waerme-regenerativ.de/oekoligisch-heizen-mit-holz-und-sonne.html

    Generell sehe ich die Gefahr, dass immer dort, wo großindustrielles Denken das handeln formt, die Ökologie zu kurz kommt. Die Pelletindustrie ist da anfälliger als Stückholz-Handel aus der Region.
  • Kein nachhaltiger Beitrag

    11.06.2017, Martin Schnarrenberger
    Hier sind ja ein paar Fragwürdigkeiten zur Nachhaltigkeit nett formuliert worden, aber die Substanz der Kritik ist dünn! Die Forderung der Nachhaltigkeit ist doch entwickelt worden, weil angesichts des wachsenden Ressourcenverbrauchs der wachsenden Menschheit und ihrer Wohlstandsbedürfnisse viele Rohstoffquellen begrenzt erscheinen. Wollen wir auch in Zukunft möglichst viel Menschen Wohlstand ermöglichen, müssen wir mit den Ressourcen sparsamer umgehen, ganz gleich ob man den Einfluss auf das Klima oder die Bedürfnisse der Menschen in 200 Jahrn wirklich vorrausahnen kann. Sicher sind die Details aktueller klimapolitischen Maßnahmen frag-würdig oder merkwürdig. Aber dass wir mit try and error versuchen müssen, uns (evolutionär) den Gegebenheiten dieses Planeten anzupassen, also Nachhaltigkeit entwickeln müssen, ist in meinen Augen kaum sachlich zu widerlegen. Wenn man Erdölverbrauch verringert, hat man mehr Zeit, Alternativen - und damit "Flügel" zu entwickeln. Wenn man zu billige Energie verteuert, werden Alternativen bezahlbar! Übrigens wird in der Evolution Nichtanpassung meist mit Aussterben bezahlt.
  • Warum nicht Heidelbergensis?

    10.06.2017, Pertti Valkonen
    Wenn ich das recht verstanden habe, dann definiert man die Spezies Homo sapiens doch gerade über ihr "anatomisch modern".Wie kann es dann möglich sein, daß Forscher menschliche Fossilien dem Homo sapiens zuordnen, wenn diese doch eindeutig Merkmale besitzen, welche nicht in das phänotypische Spektrum heutiger Menschen passen. Schon als ich die Nachricht bei spiegel.de zuerst las, konnte selbst ich als Laie diese Merkmale trotz aller übrigen Sapiens-Ähnlichkeit nicht übersehen.

    Neben dem fliehenden Kinn und der fliehenden Stirn ist eben auch der schmale, längliche Schädel typisch für Nichtsapiens-Menschenformen wie HE oder HN. Desweiteren sind auch die Überaugenwülste noch sehr ausgeprägt, nach meinem Eindruck ebenfalls stärker als im Spektrum des heutigenSapiens-Möglichen. Vor allem aber verengt sich der Schädel bereits deutlich, bevor er die Überaugenwülste erreicht, sodaß das Schädeldach in Draufsicht eine typische Erectus-Gestalt abgeben würde. Für die Gehirnanatomie würde das eher zu einem schmalen Frontalbereich wie beim HN (oder sicher auch HE) passen. Na und schließlich die deutlich vorstehende Schnauze. Beim HS gibt es zuweilen deutliche Prognathie, aber die vorderen Kieferbereiche ragen dabei kaum über den Nasenansatz hinaus.

    Und wenn ich auch dies recht verstanden habe, dann ist der Homo heidelbergensis weniger eine SPezies, die über die Zeit ihrer Existenz hinweg stets die gleichen anatomischen Merkmale besaß; vielmehr bildet der HH quasi den allmählichen anatomischen Übergang vom afrikanischen HE hin zum HS in Afrika und hin zum HN in Europa (und ebenso hin zum Denisovaner). Wobei diese allmähliche Merkmalsumwandlung zum einen sehr kontinuierlich über die Jahrhunderttausende hinweg erfolgte, zum anderen aber nicht einheitlich in allen Teilpopulationen. In verschiedenen lokalen Gruppen konnte je ein anderer Merkmalsmix begegnen.

    Wenn ich das alles richtig verstanden habe, dann können die marokkanischen Funde also unmöglich dem Homo sapiens zugesellt werden, eben weil verschiedene Merkmale noch immer außerhalb des Variationsspektrum des HS liegen. Anders als Omo I oder Herto oder Skhul, die zwar ebenfalls noch einen urtümlichen EIndruck erwecken, bei denen jedoch kein Merkmal außerhalb des Variationsspielraumes heutiger Menschen liegt.

    Andererseits existierte der Homo heidelbergensis zwischen vielleicht grob 700.000 und 200.000 Jahren vor heute. Von einem gut 300.000 Jahre alten afrikanischen Heidelbergensis-Schädel sollten wir also recht viele sapiensähnliche Merkmale erwarten können und nur noch weniges, das an Homo erectus erinnert. Wie mir scheint, passen die marokkanischen Funde da wie die Faust aufs Auge.

    Leider konnte ich weder dem Artikel noch dem Abstract des Links entnehmen, ob jenes 2000 Jahre altes Genom des südafrikanischen Jungen insgesamt als 260.000 Jahre von unserem heutigen Genom separiert zu gelten hat, oder ob es nur bestimmte Bereiche betrifft. Menschen einer westafrikanischen Region haben ja ebenfalls Passagen im Erbgut von einer Population, die sich vor ca. 300.000 Jahren von unseren Vorfahren getrennt haben müssen. Na und wir Außerafrikanischen haben ja Neandertalergene, einige sogar Denisovanergene, also Erbgut, das schon vor ca. 500.000 Jahren eine separate Entwicklung von der zu unserer Spezies führenden Linie durchgemacht hat.

    Daß ein Sapiens solches Erbgut besitzt, heißt noch lange nicht, daß die, denen er dieses Erbgut verdankt - Neandertaler, Denisovaner, jene westafrikanische Population - ebenfalls Homo sapiens gewesen sein müssen. Im Falle, daß praktisch das ganze Genom jenes Jungen eine solch frühe Separation aufweist, sähe das anders aus. Dann sollte der HS entweder mindestens 260.000 Jahre alt sein - oder im südlichen Afrika hat bis vor wenigen tausend Jahren eine Schwesterspezies des HS überlebt. Wäre ja nicht die einzige, nur die, die am längsten überlebt hat.

    Spannend finde ich, daß im Abstract zumErbgut jenes südafrikanischen Jungen zu lesen ist, daß auch das südliche Afrika, "nicht nur Ostafrika", ein wichtiger Motor der Sapiens-Evolution gewesen sein könne. Auch hier also ein "Aufmucken" gegen ein "Out of East Africa" bzw. gegen ein "East Africa First", um mich mal bei Clovis zu bedienen. Doch frage ich mich, behauptet denn überhaupt jemand ernsthaft, Ostafrika sei hauptsächlich oder gar ausschließlich die "Wiege der Menschheit", gattung wie Art? Oder leben hier nur Ressentiments aus alten Tagen weiter, als der Leakey-Clan quasi über Ostafrika, Homininenfunde und Menschenstammbaum "herrschte"?

    Daß der asiatische Homo erectus nicht über Lemurien mit dam afrikanischen Erectus in Verbindung stand, daß der europäische Neandertaler, Heidelbergmensch oder der Homo antecessor nicht auf den Bäumen gewachsen sind, sondern sämtlich von afrikanischen VOrfahren abstammen, die ihren Weg über Nordafrika genommenhaben, das wissen wir schon lange. Mit dem Homo georgicus haben wir eine Gruppe gefunden, die quasi zwischen Australopithecus-Anatomie sowie der von Homo habilis / rudolfensis und der frühen Ergaster/Erectus-Anatomie vermitteln. Der Georgicus muß nicht nur durch Nordafrika gekommen sein, womöglich entstand hier überhaupt erst der Erectus-Typus. Und obwohl der späte afrikanische Erectus bzw. der frühe Heidelbergensis schon recht bald nach Europa eingewandert war - durchs nördliche Afrika - blieb es nicht dabei. Der europäische wie afrikanische Heidelbergensis müssen noch über Jahrhunderttausende hinweg ihr Erbgut miteinander ausgetauscht haben, da das Neandertaler-Erbgut und unseres sich erst vor 500.000 Jahren separierten. Ohne Nordafrika läuft da aber kein Genfluß.

    Auch aus Algerien und Marokko kennen wir Fossilien, gefunden in den Fünfzigern, Sechzigern und Nuller Jahren. Alter 500.000 bis 700.000 Jahre. Selbst Sahelanthropus vor mehr als 6 Millionen Jahren und Australopithecus bahrelghazali vor mehr als 3 Millionen haben es wenigstens bis in den Tschad, in die heutigeSahelzone geschafft. Von Ostafrika bis Algerien-Marokko ist das immerhin schon der halbe Weg. (Und fallsSahelanthropus tchadensis kein Hominine war, auch von Zentralafrika, der Heimat heutiger Menschenaffen, wäre das der halbe Weg bis ans Mittelmeer.) Und schließlich las ich vor nicht langer Zeit etwas über einen südosteuropäischen spätmiozänen Menschenaffen, der womöglich in die Nähe des Anfangs der Homininenentwicklung gehört.

    Außerhalb Ostafrikas passiert durchaus vieles in Sachen Menschenevolution. Wird das tatsächlich von irgendwelchen Paläanthropologen bezweifelt? Oder hält sich da nur eine schlechte Erinnerung an Jahrzehnte zurückliegende Positionen?

    Neu wäre sowas nicht. In den Achtziger, Neunziger und Nuller Jahren kam kaum eine Publikation zum Neandetaler ohne die Bemerkung aus, daß der Gute "eben noch" für einen tumben Toren gehalten wurde, "nun aber" sehe man, wie intelligent er doch sei, und die Geschichte der Menschheitsentwicklung müsse neu geschrieben werden.
  • Wenn jemand so tut als wäre er geistreich

    10.06.2017, Ralph Fischer
    Man merkt das der Mann Kabarettist ist. Ich frage mich aber immer öfter, warum der hier so ein grosses Forum bekommt.

    Erstmal: Nachaltiges Wachstum kann es schon aus Prinzip nicht geben, solange die Menschheit derart ungebremst weiterwächst. Die Natur ist bestimmt nicht nachhaltig, aber sie macht meistens kurzen Prozess mit Überpopulationen.

    Wenn wir über die letzten Tiger so ein Drama machen würden wie über verhungernde Menschen, die hungern, weil sie sich zu stark vermehrt haben, dann wären Tiger nicht vom Aussterben bedroht. Tiger sind sowieso ein gutes Stichwort. Der Mensch steht mittlerweile ausserhalb der Natur. Das macht einerseits seinen Erfolg aus, ist aber auch der Kern aller Probleme. Der Mensch wird erst wieder Teil der Natur sein, wenn Löwen und Tiger auf den Strassen rumlaufen.

    Über den Dosenpfand kann man geteilter Meinung sein, aber Dosen im Kreis zu Tragen ist viel besser als die überall rumliegen zu lassen. Ich bin gerade in Phuket und man sollte gar nicht glauben wieviele Flaschen, Dosen und Plastikflaschen hier rumliegen. Vieles davon wandert ins Meer und sorgt dort für Schlagzeilen.

    Das Bildhafte Beispiel vom bremsenden Auto am Abgrund macht dann den krönenden Abschluss. Lieber daran arbeiten zu fliegen. Gute Idee. Kann aber nicht schaden, wenn man durch das Bremsen genug Zeit dafür gewinnt.
    Es gibt am Südpol einen ganz tollen Gletscher, der im Moment schneller schmilzt als gedacht. Wenn der Abbricht, bevor wir fliegen können, werden millionen Menschen absaufen.

    Dann will ich nicht hören: na und ? War sowieso schon zu spät
  • Entwicklungsstand?

    09.06.2017, Paul Laudenberg
    Was bedeutet das für die Kapazität z.B. einer BOSCH Lithium-Ionen mit BMS, 36 V, 13,88 Ah, 500 Wh, die für E-Bikes benutzt wird. Die optimale Reichweite wird mit 80 km angegeben. Oder einfach eine Angabe in Prozent, was die zu erwartende Leistungssteigerung betrifft. Letztlich aber die Frage, ob und ggf. wann überhaupt mit einer Markteinführung zu rechnen ist.
  • Diese Kometen waren es nicht.

    07.06.2017, Zweifler
    Das BigEar hatte einen Öffnungswinkel von DEC 40 arc min/0,67° und RA sogar nur 10 arcmin/0,16°) oder kleiner/besser. Die Kometen sind nach Bild 1 (s. http://planetary-science.org/wp-content/uploads/2016/01/Paris_Davies-H-I-Line-Signal.pdf) allerdings mindestens 1° von der WOW-Position entfernt.

    Genauer:
    - 266P/1977 -25,53° zu Positive Horn(1977, Mitte von B1950-J2000) -26,8°-> Differenz WOW zu 266P ca. 1.27°
    - 208G/1977 -27,36° zu Positive Horn(1977, Mitte von B1950-J2000) -26,8°-> Differenz ca 0.6° - würde passen, aber RA Wert (RA 1977 positive Horn zu RA 208G/1977 -> 19H24m - 19H16m -> Differenz ca. 8min/2°

    Diese Kometen konnten also nie im Erfassungsbereich von BigEar zum WOW-Zeitpunkt sein. Knapp daneben ist auch vorbei.
    Möglicherweise hat einer(208G) , wenige Minuten vorher/nachher eine kleinen Peak in Driftscan verursacht.
    Ein Besucher mit hyper- oder parabolischer Bahn hätte es auch sein können.

    Richtigstellung erwünscht.
  • Zu Nr. 2 und 8

    07.06.2017, Matthias Warkus
    Ich kann es leider nicht leisten, hier ausführlich alle bisherigen Kommentare aufzugreifen, auch wenn mir zu allen davon viel einfiele. Ich möchte nur zwei Punkte nennen:

    Zur Frage der Euklidizität des Erfahrungsraumes und zur Frage der Leistungsfähigkeit der Evolutionären Erkenntnistheorie empfehle ich die Lektüre von Peter Janich. Es gibt gute Argumente dafür, die Dinge genau andersherum zu sehen als hier kommentiert.

    Was die angebliche Trennung zwischen "empirischen" und auf Axiome zurückführbaren Sätzen angeht: Warum sollte man die machen? Die Wahrheit von Behauptungen ist m.E. immer relativ zu ihren Prüfverfahren, und da gibt es mitnichten bloß zwei à la Wiener Kreis, auch wenn Naturwissenschaftler uns das oft erzählen möchten. Ich wüsste nicht, was daran unseriös sein sollte, diese willkürliche Trennlinie zu ziehen.