Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • @1 Gert Weigelt

    25.02.2014, Mathias Völlinger
    Wenn es denn diese 4. "sterile" Neutrinomodifikation gäbe, würde diese nicht mal mehr der schwachen Wechselwirkung unterliegen, daher der Name, und nur auf Grund ihrer Ruhemasse gravitativ wechselwirken. Wenn dessen Massenanteil an der gesamten Neutrinomasse groß genug wäre, könnte dies dann durchaus zur Erklärung der dunklen Materie dienen. Diese Neutrinos wären allerdings nicht mehr einzeln detektierbar, dazu ist die Gravitation pro Teilchen erheblich zu schwach, gelinde gesagt. In der übergroßen Menge allerdings, die dann vorhanden wäre, könnten sie aber die Dynamik des Kosmos maßgeblich bestimmen. Es wäre dann in der Tat eine plausible Erklärung der dunklen Materie, und eine Tür zu "neuer Physik", wenn ich das richtig verstanden habe.
  • Masse der sterilen Neutrinos

    25.02.2014, Karl-Otto Eschrich
    Mir stellt sich die Frage, ob die vermutlich existierenden sterilen Neutrinos eine Ruhenergie/Ruhmasse besitzen. Gibt es dazu Ergebnisse aus den Messungen?
    Nach einer von mir aufgestellten These können die Neutrinos mit ihren zugehörigen Antineutrinos annihilieren. Dabei entstehen keine Photonen, aber die von mir eingeführten Coloronen, die ebenfalls wie die Photonen keine Ruhenergie/Ruhmasse besitzen und sich unter bestimmten Umständen in Photonen umwandeln können (müssen). Siehe hierzu auf >http://space.arcor.de/karl-o.eschrich/< den Artikel auf der homepage. Diese Coloronen wechselwirken mit Neutrinos/Antineutrinos, ähnlich wie Photonen mit den Positronen/Elektronen, allerdings viel schwächer.

    Auf die Frage von Herrn Gert Weigelt - siehe oben - erlaube ich mir zu antworten: Neutrinos, auch die hypothetische 4. Art, gehören nicht zur Dunklen Materie.
  • Implementierung der Evolutionsstrategie

    25.02.2014, Uwe Schächterle
    Ich versuche ebenfalls, die Ergebnisse ihres Artikels nachzurechnen. Es freut mich, dass ich nicht der Einzige bin, welcher die diversen Fehler in Ihren Tabellen gefunden hat.

    Leider ist es mir bisher nicht gelungen, Ihre Evolutionssimulation nachzustellen. Ich komme z. B. auf dieselben Werte wie im Kasten "Gedämpfte und ungedämpfte Schwingungen" auf Seite 32. Doch Ihre Beschreibung des implementierten Verfahrens ist einfach zu mager, als dass ich daraus eine Implementierung ableiten kann.
    Setze ich die erreichte Fitness = der Anzahl der Nachkommen, so fehlt noch die Verknüpfung mit der bisherigen Anzahl der Individuen.
    Eine einfache Multiplikation mit der Anzahl der Individuen und anschließende "Kürzung" so dass die Gesamtanzahl der Individuen über alle Rassen gleich bleibt, scheint hier nicht zu genügen.

    Ich würde mich daher sehr freuen, wenn Sie weitere Details zu Ihrer Implementierung preisgeben könnten, auf dass ich ihre Diagramme nachstellen kann.
    Antwort der Redaktion:

    Offensichtlich haben Sie richtig programmiert. Die Autoren Jean-Paul Delahaye und Philippe Mathieu sprechen in ihrem Artikel die Idee mit der Evolution zwar an, haben sie aber (jedenfalls an dieser Stelle) nicht durchgerechnet. Deswegen würden Ihre diesbezüglichen Bemühungen in jedem Fall über die Ergebnisse des Artikels hinausgehen.

    Für eine derartige Weiterentwicklung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Typischerweise setzt man einige hundert Akteure, denen die verschiedensten Strategien angeboren sind, in eine Umwelt, in der jeder mit jedem interagiert. Nach ein paar Spielrunden (jeder mit jedem) wird die Gesamtpunktzahl ausgezählt, und im nächsten Spiel ist jede Strategie proportional zu der von ihren Vertretern erreichten Punktzahl vertreten. Es gibt Varianten mit sesshaften Organismen: Da spielt jeder Akteur nur mit seinen unmittelbaren Nachbarn.

    Dann kann man durchprobieren, welche Strategien sich auf die Dauer durchsetzen (Prognose: eher die netten), und vor allem, was passiert, wenn in so eine Idylle eine böse Strategie einbricht. Derartige Untersuchungen gibt es inzwischen zahlreich; wahrscheinlich bringt eine Google-Suche mit dem Stichwort "iterated prisoner's dilemma" reiche Ernte.

    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Erklärung für Dunkle Materie

    25.02.2014, Gert weigelt
    Kann die 4.Neutrinoart und die insgesamt höhere Neutrinomasse eine Erklärung für Dunkle Materie sein?
  • Hakenkreuzornament

    24.02.2014, Manuel Meffke
    O.K. - die Amis haben eine andere Einstellung zu Waffen.
    Auch die Einstellung zum Rechtsradikalismus ist eine andere.

    Mir gefällt weder die eine noch die andere.

    Das Muster mag ganz gefällig sein, die hakenkreuzähnlichen Gebilde sind es nicht.
    Und - bitte nicht die 'künstlerische Freiheit' bemühen.
  • Gegenaufklärung 2.0

    23.02.2014, michael s. salomon
    Ich unterrichte seit 11 jahren biologie und chemie an einer realschule in bayern. ich bin über mein studium zum atheisten geworden. ich befürchte, dass es vielen, die die prinzipien der evolution und proteinbiosynthese verstanden haben, ähnlich geht. seither fokussiert sich mein problembewusstsein für diese welt auf überbevölkerung, artensterben und ungerechte resourcenverteilung und weniger um imaginäre (religiöse) fragestellungen.
    als ich an einer staatlichen fortbildung teilnahm wurde uns biologielehrern abverlangt, fragen bezüglich der seele des menschen zu beantworten. keiner der anwesenden außer mir wies darauf hin, dass diese frage unwissenschaftlich ist. eine seele gibt es nicht. nun ist der wunsch danach aber stärker als die vernunft und in den usa mit den kreationisten ebenso wie bei uns mit gut organisierten kräften auf dem vormarsch. dabei kann ich den bibeltreuen einen einfachen ratschlag geben. lesen sie die bibel. zb. 2 könige 4, wo nekrophile pädophilie jedenfalls gestreift wird. oder 5 mose deuteronomium wo "der liebe gott" zum völkermord aufruft. wenn sie an ihrem glauben festhalten, ist ihnen nicht mehr zu helfen. aber vielleicht ihren kindern.
  • Ganzheitlicher Unterricht

    22.02.2014, Dr. Ekkard Brewig
    Grundsätzlich ist ein Schritt in Richtung ganzheitlicher Unterricht zu begrüßen. Denn die Fächeraufteilung ist der herrschenden Idee zu verdanken: Teile und herrsche! Was für wichtig gehalten wird, erhält mehr (Lehr-)Stunden. Und die Rangfolge legt die Kulturbürokratie fest. Was für Schüler gerade interessant und wichtig ist, bleibt unberücksichtigt. Ob ein "Naturphänomen" nun mehr Biologie ist oder Chemie oder Physik z. B. wie Ameisen zu ihrem Futter finden, spielt in einem übergreifenden Fach keine entscheidende Rolle. Man könnte sogar die mathematische Beschreibung einbeziehen: Vom Zählen zur Statistik.
  • Da steckt ein Konzept dahinter..

    21.02.2014, Georg
    Biologie uns Technik ohne Trennung verfestigt das Denken der Manipulierbarkeit von Umwelt und Leben! Selbstverständlich zum Wohle der Kinder - permanent wird alles geändert zum Wohle der Kinder! Verhinderung von Schubladendenken - sehr schön. Man packt dann halt alles in einen großen Koffer! Statt von einem kompetenten Fachlehrer werden dann die Kinder vom Einheitssoßenlehrer (ESL) unterrichtet. Selbstverständlich sind fachübergreifende Projekttage sinnvoll, wobei Kinder erfahren, dass Wirklichkeit "vielseitig" ist, aber diese Vielfältigkeit muss anschaulich gemacht, nicht verwischt werden. Nur so werden die verschiedenen Sichtweisen offengelegt z.B. biologische Evolution als historischer Prozess einerseits, biblische Darstellung als sinnsuchende Aussage andererseits!
  • Biologie

    21.02.2014, Ursula Oberdieck
    Die klassischen Naturwissenschaften realsieren an Gymnasien fächerübergreifenden Naturwissenschaftsunterricht! Desweiteren haben die Schulen die Möglichkeit durch Projekte, AGs, Projektkurse und anderem die angesprochenen Denkschubladen aufzubrechen.
    Jeder Biologe ist irgendwie ein Systemtheoretiker, der keine Struktur & keine Funktion in Lebewesen oder in deren Lebensräumen isoliert von anderen Elementen verstehen und somit auch lehren kann! Dann bietet sich auch das Fach Erdkunde - Geographie als Umweltwissenschaft an! In diesem Fach werden naturwissenschaftliche Phänomene mit Gesellschaft verknüpft!
  • Woher kommt die Idee?

    21.02.2014, Klaus Moll
    Man muss fragen, an was sich die Gemeinschaft in bezug auf Biologie allgemein und menschliche Biologie im Besonderen stösst und woher kommt der Anstoss. Ich will hier nichts vermuten, damit man mir nicht widerspricht. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass Kultur besonders auch in der Regelung der Beziehung zwischen Bund und Ländern bewusst den Ländern zugeordnet wird. Das trägt zur Vielfalt bei. Also sehen wir, was daraus wird, um zu lernen.
  • Neuer Name und Lehrinhalte neu definiert

    21.02.2014, Dr.Hans-jJoachim Scheel
    Weil das Schulfach Biologie heutzutage eher fachübergreifend ist, könnte das Lehrfach auch Umweltkunde heißen, denn darin gehört die Ökologie, Gesundheitslehre des Menschen und Umsetzungen in der Technik nach Vorbildern aus der Natur in die Reichweite der Lehrinhaltes.
  • Niveau ist schlecht

    21.02.2014, Dr. Ilka Peters
    Als prom. Biologin. die Studenten der Biologie, Biochemie und Medizin (in BW) betreut und nebenher noch Nachhilfeunterricht erteilt, bin ich jedes Jahr aufs Neue erschreckt, wie wenig Vorwissen die Studenten und Schüler der Oberstufe haben. Oberstufenschüler sind erschreckt, wenn ihnen gewahr wird, was sie in der Unter- und Mittelstufe alles nicht gelernt haben und in der Oberstufe nun wissen müssen. Schafft man einen kontinuierlichen Unterricht in den Fächern Biologie, Chemie und Physik als Fach ab, dann fürchte ich sehr um das Bildungsniveau der angehenden Studenten. In letzter Konsequenz fürchte ich so auch um den Bildungsstandort Deutschland und auch um die Wirtschaft.
  • Naivität!

    21.02.2014, Dr. Thomas Bernstein
    Wenn man die "klassischen" Naturwissenschaften, beginnend mit der Biologie, schrittweise auf ein Wischi- Waschi- Fach "Naturphänomene" reduziert ist die sinkende Qualität der Ausbildung absehbar: Es unterrichtet dann evtl. bald eine Lehrkaft, die alles und gar nichts mehr richtig kann. Damit ist dem fachpädagogische Dilettantismus Tür und Tor geöffnet.
    Satirisch betrachtet: Steht dann irgendwann ein graubärtiger Alm- Öhi vor der Klasse, der über das Wetter im Gebirge und die ökologisch heile Welt der Almwiesen berichtet aber noch nie in Zürich oder München war?
    Unsere Lehrer habens doch schon schwer genug- warum dieser Käse?
    Obwohl: Es paßt zu den Grünen- die habens eh weniger mit den exakten Wissenschaften sondern mehr mit der Öko- Religion.
    PS: Bin Physiker!
  • Alter Hut

    21.02.2014, Stefan Hartmann
    Gegen die unbedingte Fixierung auf den p-Wert wird schon seit einer ganzen Weile angekämpft - in der empirischen Psychologie so erfolgreich, dass das Erreichen eines bestimmten Signifikanzniveaus von der Deutschen Gesellschaft für Psychologie seit 2007 nicht mehr als Kriterium zur Hypothesenprüfung empfohlen wird.

    Aber ob nun mit Signifikanztest oder ohne: Wer sich nach einer (psychologischen) Laborstudie hinstellt und behauptet, "vollkommen eindeutige" Ergebnisse zu haben, ist kein seriöser Wissenschaftler -- erst recht nicht, wenn die errechnete Irrtumswahrscheinlichkeit bei einem Prozent (.01) liegt! Wie es aussieht, muss der Psychologiedoktorand aus dem Artikel noch mal eine einführende Statistikvorlesung für Erstsemesterstudenten besuchen.
  • Biologie und Technik von einem Lehrer ???

    21.02.2014, Gottfried Heumesser
    Nun, bei mir ist es lange her, habe 1966 in Wien maturiert. Damals gab es noch am Realgymnasium 8 Jahre Naturgeschichte, , 6 Jahre Physik und 4 Jahre Chemie zu jeweils 2 Wochenstunden. Bei den "Naturgeschichtlern" merkte man, was herauskam, wenn Biologen zum Mineralogieunterricht vergewaltigt werden: nämlich fast nichts. Bald darauf wurde aus Naturgeschichte Biologie, und damit das Problem behoben. Und der eine, der aus dem rahmen fiel wurde Leiter der Späleologie im Naturhistorischen Museum.
    Heute stelle ich fest, dass Biologen oft begeisterte Naturschützer sind, die mitunter die ihnen anvertrauten Kinder geradezu mit ihrer Ersatzreligion begeistern können. Und die sollen jetzt Physik, Chemie und Technik unterrichten? Die Schulen haben ohnehin schon Probleme, brauchbare Lehrer für Physik und Chemie zu finden. Wer gut ist geht in Forschung oder Industrie, der Rest versucht es eventuell an einer Schule. Im Gegensatz dazu geht bei Geisteswissenschaften und beschreibenden Naturwissenschaften ein Grossteil als Lehrer an die Schulen. Was leider auch dazu führt, dass die Qualität der Lehrer sehr unterschiedlich ist.
    Wenn man nun Biologie mit Physik und Chemie zusammenlegt kann man sich ausrechnen, was passiert. Die Sprache der Physik ist die Mathematik, und es gelten die solcherart definierten Naturgesetze. Die Chemie hat auch ihre exakte Formelsprache, wobei man in den Höheren Schulen die Energietönung weggelassen hat.
    Mir kommt das Gruseln!
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