Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Vielen fehlt der sachliche Bezug!

    11.01.2017, Günter Puffer
    Viele Psychologen fehlt einfach der Sachlich Praxis bezogene Bezug zum Klientel. Theorien angewendet sagt noch gar nichts über den Menschen aus. Und, was mich stört ist - dass viele Hilfe und Ratsuchende in eine Abhängigkeit zur Psychologischen Beratungsseite fallen. Hier liegt ein wesentlicher Knackpunkt - wo die Hilfeleistung einen Bruch erleben kann. Einem Psychologen kann ich nur Raten die absoluten Ballungsräume der Problemkonzentration Praxisnah über einen langen Zeitraum zu nutzen. Der Mensch unterliegt zu vielen Ausweichmöglichkeiten.
  • Aggressivität

    11.01.2017, Koslowski
    Um ehrlich zu sein, für mich ergibt sich in puncto Verbindung von Gewalt-Videospielen und Aggressivität eigentlich eher die Frage: Warum sollte es sie NICHT geben? Zugegeben, das hat mit Wissenschaft nichts zu tun. Man könnte allerdings auch mal nachforschen, wieviele der jugendlichen Amokläufer Gewaltspiele gespielt und gewaltverherrlichende Filme gesehen haben. Könnte vielleicht sein, man landet da nahe an der 100%-Marke.
  • Kurven im Diagramm

    11.01.2017, Phil
    Was ist die rote und was die schwarze Kurve im Diagramm? Sollte man dazuschreiben.
    Ansonsten interessanter Bericht.
    Antwort der Redaktion:
    Stimmt, das hatte ich vergessen. Die rote Kurve besteht aus den absoluten Monatsmittelwerten, die schwarze Kurve aus den entsprechenden Monatswerten, von denen die jahreszeitlichen Effekte abgezogen wurden.
  • langsame Mühlen

    11.01.2017, Michael Weskamp
    Die Politik stellt Weichen, bis zur Umsetzung und bis man es am CO2 Level oder Temperatur ablesen kann, dass kann dauern. Ich hoffe jedenfalls, dass die Weichenstellung etwas bewirkt in den nächsten Jahren.
  • Zeitverschiebung

    10.01.2017, Mats Beck
    Wenn das Ereignis in 5 Jahren zu sehen ist, und es sich in einer Entfernung von 1842 Lichtjahren ereignet, ist es dann nicht schon tatsächlich vor 1837 Jahren geschehen, bloß wir auf der Erde sehen es erst später?
    Antwort der Redaktion:
    Ja und nein. Die Überlegung ist insofern korrekt, dass das Licht der Sterne 1842 Jahre hierher unterwegs war, wenn es ankommt. Aber dann kommen die Tücken der speziellen Relativitätstheorie ins Spiel: Wann etwas passiert, ist vom Bezugssystem abhängig, insofern muss man vorsichtig mit der Aussage sein, dass es "tatsächlich" schon damals passiert sei.
  • chemisch stark unterscheiden

    10.01.2017, Christian Ramthun
    >Doch dann würden sich Erde und Mond chemisch stark unterscheiden.
    Die Behauptung ist mir nicht klar. Einer Hypothese zufolge kann Theia im gleichen Abstand zur Sonne enstanden sein wie die Protoerde. Demnach müsste sie sich doch chemisch nicht stark unterschieden haben.
    Antwort der Redaktion:

    Ein Ausweg aus dem Dilemma ist es in der Tat anzunehmen, dass sich die beiden Objekte vor der Kollision nicht sonderlich stark unterschieden haben. Doch auch diese Zusatzannahme nagt an der Wahrscheinlichkeit des ganzen Szenarios. Es wäre dann beispielsweise auch zu erwarten, dass es noch mehr solcher Himmelskörper aus erdähnlichem Material im Sonnensystem gibt, was nicht der Fall ist.

    Beste Grüße, jd/Red


  • geil!

    10.01.2017, jo
    wunderschön.
  • Fiasko (S. Lem)

    09.01.2017, Steve_Reeve
  • Wie klein sind wir doch geworden.

    09.01.2017, Martin B.
    Was ich an dem Artikel wirklich interessant finde ist, wie optimistisch die Menschheit die Zukunft gesehen haben muss, trotz kaltem Krieg, als sie die Voyager-Sonden ins All schickte und wie klein und ängstlich wir heute da stehen.

    Wann haben wir zuletzt ein ähnlich tolles Projekt wie die beiden Voyager-Sonden mit den technischen Möglichkeiten unserer Zeit hervorgebracht?

    Bevor Sie sich überlegen, wie gefährlich es ist ins All Signale zu senden, überlegen Sie sich lieber wie hoch der Energieaufwand wäre hierher zu kommen und das nur um uns zu bekämpfen? Blödsinn, keine halbwegs intelligente Spezies würde diesen Aufwand auf sich nehmen.
    Antwort der Redaktion:
    Stephen Hawking, Martin John Rees, Ulrich Walter etc. behaupten nicht, dass Außerirdische hierher kämen, NUR um uns zu bekämpfen. Sie argumentieren anders: Wer hierher kommt, hat nicht vor, mal eben Hallo zu sagen und dann wieder zu verschwinden. Eine interstellare Reise dauert nach heutigem Wissensstand viele Generationen und ist ein One-Way-Ticket. Sie verschlingt dermaßen gigantische Ressourcen, dass ein Rückflug nicht möglich ist. Für etwaige Besucher ginge es also ums nackte Überleben. Auf einen solchen Trip lässt sich vermutlich nur ein, wer dazu gezwungen ist, beispielsweise weil sein Heimatplanet unbewohnbar geworden ist. Rees' und Hawkings Kritik (und die von anderen) bezieht sich darauf, dass wir mit interstellaren Radiobotschaften möglicherweise jemanden auf uns aufmerksam machen, den wir lieber nicht hier hätten.

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • Antwort auf "Beinahe Einleuchtend"

    09.01.2017, Altmannshofer
    @ Werner Kohl: Den von Ihnen beschriebenen Effekt kenne ich persönlich aus der VEgetationsgeschichte Mitteleuropas mit der ich mich im Studium und Privat viel beschäftigt habe:
    Demnach fand vor ca. 13.400 Jahren eine starke Erwärmung (Aufkommen eines Kiefern und Birken-Waldes, Sog. Alleröd Interstadial) statt, der vor ca. 12.700 Jahren eine erneute Abkühlung auf ein eiszeitliche Temperaturniveau mit Tundravegetation (sog. jüngere Dryaszeit, nach der Tundrapflanze Dryas octopetala= Silberwurz) folgte, ehe dann vor ca. 11.500 Jahren die holozäne Erwärmung und Waldentwicklung einsetzte.

    Nach meinem Kenntnisstand wird ein Zusammenbruch des nordatlantischen Strömungssystems durch den starken Süßwasserzufluss aus den abtauenden Gletschern als eine mögliche Ursache dieser sehr raschen Klimaänderungen angesehen.
  • Intelligente Wesen werden entscheiden

    09.01.2017, Friedrich Gebhardt, Bonn
    Die Antwort auf die Frage, ob das Anthropozän ein neues Erdzeitalter ist, sollte man den intelligenten Wesen überlassen, die in einigen Millionen Jahren die Erde bevölkern werden. Die finden dann vielleicht inmitten in der Schicht, die wir Holozän nennen, eine seltsame, meist dünne Ablagerung mit ungewöhnlich hohem Metallanteil, die womöglich oben mit einer noch dünneren Schicht mit Uran- und Plutoniumbeimischungen abschließt. Dass sie zufällig auf das ehemalige New York stoßen, ist kaum zu erwarten, da dieser Bereich tief abgesunken ist.
  • nachdenken!

    09.01.2017, Thomas Bode
    schon die Redensart 'Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen' trifft schon den Kern der Sache, denn wo finden wir die größten Verbreiter von Falschmeldungen (Lügen?). Doch genau von dort woher die größte Aufregung kommt, sind die meisten Teilwahrheiten oder Falschaussagen zu finden, nämlich in der Politik!
    Fakt sollte sein, dass alles, außer persönlichen Beleidigungen, freie Meinungsäußerungen sind; auch wenn diese für die Betroffenen sicher unangenehm sein können.
    Antwort der Redaktion:
    Fake News sind mitnichten freie Meinungsäußerungen. Es sind falsche Tatsachenbehauptungen und als solche oft strafrechtlich relevant. Straftatbestände erfüllen sie beispielsweise, wenn sie Geschichtsklitterung betreiben (etwa den Holocaust leugnen), der Volksverhetzung dienen, zum Mord aufrufen etc. Auch Verleumdungen sind strafrechtlich relevant. Hierfür müssen sie nicht persönlich beleidigend sein.

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • Ozeanische Tierschützer sind anders...

    08.01.2017, Peter Steier
    ... auch in Neuseeland habe ich erlebt, dass Tierschützer grundsätzlich mit Flinte in den (eingezäunten) Naturschutzpark gehen - und nicht zur Selbstverteidigung. Auf einer Schautafel wird erzählt, wie die letzte Katze im Gehege jahrelang ihren "Schergen" entwischte. Das andere Berufsbild zieht auch andere (Menschen-)Charaktere an, solche Begegnungen schulen die Toleranz.
  • Warum verschwinden Wildwuchs-Hecken?

    08.01.2017, Peter Steier
    Ich beobachte, dass rundum mein Wochenendhaus in den letzten Jahren Inseln und Streifen von "Wildwuchs" - meist Weiden, Erlen, Hartriegel, Schneeball; manchmal Robinie - zusehends verschwinden. Die Vermutung liegt nahe, dass auf nicht nutzbaren Winkeln entstandene Hecken plötzlich kommerziell als Biomasse "verwertet" werden. Folgen für die Biodiversität wären zu befürchten.
    Ist das bei uns ein Einzelfall, oder ist so ein Trend bekannt? Gibt es überhaupt Statistiken und Daten zum Heckenbestand?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Steier,

    ob es bundesweite Daten gibt, weiß ich nicht. Für Schleswig-Holstein gibt es allerdings Aufzeichnungen, die zeigen, wie stark die dort landschaftsprägenden Knicks (oder Wallhecken) in den letzten Jahrzehnten verschwunden sind. Im Nationalatlas von Deutschland (Band 2 oder 3) gab es meines Wissens ebenfalls Zahlen dazu. In beiden Fällen dürften die Daten allerdings schon älter sein.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
    Redaktion Spektrum.de
  • Deutsche Kabarettisten und ihr Wienerisch

    08.01.2017, Walt Linde
    Eine "intergalaktische Einladung auf a Kaffeescherl nach Wien" würden nicht nur die Außerirdischen nicht, sondern auch kein Wiener verstehen! Wohl aber eine Einladung auf "a Kaffeetscherl"...;)...

    Ich würde meinen Kommentar von vorhin gerne erklärend ergänzen:

    Der "Scher" ist der Maulwurf, und der "Scherl" ist daher ein kleiner Maulwurf. Und mit der deutschen (Wein)"Schorle" hat der Wiener Kaffee auch keine Gemeinsamkeiten. Also, wer möchte sich schon gerne auf "einen kleinen Kaffee-Maulwurf" einladen lassen? Möglicherweise jedoch die Außerirdischen...