Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Herausforderung?

    05.08.2017, Friedel
    Viel Wahres dran und leider viel Falsches. Man möchte sich mal vorstellen, wir würden diesen Gedanken auf Benzin 'nachspinnen'. Wer würde es für möglich halten, dass wir für millionen Autos nach Öl bohren und es aus fernen Ländern rankarren, mit Schiffen! Und dann verteilen wir das Benzin mit Tausenden LKWs über unsere Straßen permanent auf tausende Tankstellen. Mit diesem so kostspielig verteilten Gut betanken wir Autos, die davon bestenfalls 40% nutzen und den Rest in Dreck und Wärme umwandeln...
    Klingt unmöglich, oder? Und wir machen das schon seit Jahrzehnten so.
    Und das Recycling, ein wichtiger Punkt. Bei den Batterien ist man inzwischen bei ca. 90% angelangt, ohne dass ich weiß, was in den 10% dann für ein Dreck steckt. Wie sieht die Recyclingquote eigentlich beim Öl aus, auch ein endlicher Rohstoff, der wenig umweltschonend abgebaut wird ... kurz rechnen... ich komme auf 0%.
  • Strom gibt es natürlich nur von Großkonzernen

    05.08.2017, Frank Erstling
    Immer wieder belustigend, wie neue Technologien mit alten Zöpfen frisiert werden. Elon Musk hat sich dem Thema schon längst angenommen. Sein Unternehmen entwickelt Photovoltaik-Dachpfannen, deren Stromerzeugung so effizient ist, dass neben dem Auto noch ein satter Anteil des Haushalts-Stroms erzeugt wird. Selbstverständlich tritt er damit zwei Lobby-Gruppen auf die Füße: Der Ölkozerne und der Autoindustrie, die gerne die Entwicklungskosten der Verbrennungsmotoren noch ein paar Jahrzehnte ausnutzen möchten.
    Umwelt und Ressourcen in Sachen Öl und Kohle lassen den Verbrennungsmotor aussterben. Da wird der autofahrende Mensch sich leider umstellen müssen. Die Reichweite eines aktuellen Elektroautos kommt nicht an die eines benzinangetriebenen Fahrzeugs heran - noch nicht. Diese Technologie steckt in der Entwicklung in den Anfängen, ganz im Gegenteil zum Benziner oder Diesel.
  • Sind Sie nicht Physiker?

    05.08.2017, Günter Pichl
    Wenn das tatsächlich stimmt dann verstehe ich nicht, was Sie sich hier aus den Fingern gesaugt haben. Falsche Grundannahmen* werden mit falschen Werten** zusammengerechnet und positive Wechselwirkungen*** einfach ignoriert. Hinsetzten 6 - und geben Sie Ihr Diplom zurück.
    *) Es werden sicherlich nicht von heute auf morgen 44 Millionen PKWs durch Elektroautos ersetzt.
    **) bitte nochmal rechnen: durchschnittliche Jahrsfahrleistung 14.000 km, Verbrauch: 20 kWh/km
    ***) Stichwort: Smartgrid - Entnahme von Spitzenlast aus E-Mobil-Batterien (statt Gaskraftwerke oder Pumpspeicherwerke), laden mit Überkapazitäten bzw. nachts.
  • Grenzwerte sind Grenzwerte. Wie die entsanden sind ist nicht interessant!

    05.08.2017, Fred Meier
    Lieber Vince Ebert, man merkt das du kein Jurist bist. Ob die "Grenzwerte" bei NOx schädlich oder gesund sind steht nicht zur Debatte. So wenig wie die Frage ob 50km/h oder doch besser 45, ne 55, bewiesen ist aber 58,5 das optimale Tempo in der Stadt sind.
    .
    Die NOx werte werden seit mehreren Jahren gerissen. Das wissen alle und das hat ein deutscher Verwaltungsrichter auch bemerkt und urteilt: Das muss anders werden! Schlimmstenfalls mit Fahrverbot.
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    Er urteilt so, weil BELEGT ist (mit Fakten nachgewiesen), dass seit Jahren Versprechungen "Alles wird gut!" das Haltbarkeitsdatum an Glaubwürdigkeit (auch ein Grenzwert) überschritten haben.
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    Das ist der kliene Unterschied zw. Physik&Juristerei. Die Einen sagen ungeklärt, die Anderen müssen handeln....
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    Grenzwertige Grüsse für einen grenzwertigen Beitrag
    Sikasuu
  • Strom gibt es natürlich nur von Großkonzernen

    05.08.2017, Frank Erstling
    Immer wieder belustigend, wie neue Technologien mit alten Zöpfen frisiert werden. Elon Musk hat sich dem Thema schon längst angenommen. Sein Unternehmen entwickelt Photovoltaik-Dachpfannen, deren Stromerzeugung so effizient ist, dass neben dem Auto noch ein satter Anteil des Haushalts-Stroms erzeugt wird. Selbstverständlich tritt er damit zwei Lobby-Gruppen auf die Füße: Der Ölkozerne und der Autoindustrie, die gerne die Entwicklungskosten der Verbrennungsmotoren noch ein paar Jahrzehnte ausnutzen möchten.
    Umwelt und Ressourcen in Sachen Öl und Kohle lassen den Verbrennungsmotor aussterben. Da wird der autofahrende Mensch sich leider umstellen müssen. Die Reichweite eines aktuellen Elektroautos kommt nicht an die eines benzinangetriebenen Fahrzeugs heran - noch nicht. Diese Technologie steckt in der Entwicklung in den Anfängen, ganz im Gegenteil zum Benziner oder Diesel.
  • Flug eher als Kreuzfahrt

    05.08.2017, Dr. Carl Strutinski
    An die Verflößung über Tausende Kilometer kann ich schwerlich glauben, aber eine Verfrachtung etwa durch Westwinde halte ich nicht für ausgeschlossen, seit ich in meiner Kindheit miterlebt habe, wie es einmal mit kleinen Kröten regnete. Sowohl im Falle des Floßtransports als auch der Nutzung der "Fluglinie" müssten aber auch andere Kleintiere davon profitiert haben. Was lässt sich dazu sagen?
  • Naive Prämissen:

    05.08.2017, Benjamin Gann
    Wenn bisher keine Gefährdung nachgewiesen wurde, besteht keine. Menschen sind weniger empfindlich als Meerschweinchen. Mit niedrigen Grenzwerten geht man bei Stoffen, deren Schädlichkeit sich nicht schlüssig quantifizieren lässt, auf Nummer sicher.
    Lassen sich mit dieser Überzeugung gravierende Langzeitschäden wie diese verhindern: "Hohe Bleibelastung in der Kindeit mindert IQ und späteren sozioökonomischen Status" (https://m.aerzteblatt.de/news/73912.html)? Muss sich das Gleiche mit Feinstaub anstelle vonTetraethyblei wiederholen: "Mögliches Alzheimer-Risiko: Feinstaub aus der Luft ins Gehirn" (http://www.faz.net/aktuell/wissen/moegliches-alzheimer-risiko-feinstaub-aus-der-luft-ins-gehirn-14422179.html)?
  • Ist das eine bewusste Provokation, oder glauben Sie was Sie hier vertreten?

    05.08.2017, Paul
    "Aber was würde die kostenintensive Reduzierung von CO2 noch für einen Sinn machen, wenn herauskäme, dass die Klimakatastrophe ohnehin unausweichlich wäre? " - ernsthaft? Und was wenn herauskäme, das man die Klimakatastrophe hätte verhindern können?
  • Die Wahrheit liegt dazwischen

    05.08.2017, Waldemar Cichon
    Tja, leider ist diese Studie genauso falsch wie die Berechnung von Herr Ebert. Die Wahrheit liegt dazwischen. Und wird, da die Autos vorwiegend zu Hause aufgeladen werden (die Regierung schafft es noch nicht mal die aktuelle Infrastruktur aufrecht zu erhalten, um z.B. auf öffentlichen Parkplätzen oder beim Arbeitgeber flächendeckend Ladeplätze anzubieten dazu brauch man Kabel, die mehrere 100 kW durchleiten können, am besten im Mittelspannungsberech) passiert dieses halt meist am Abend, wenn keine Sonne mehr scheint. Wenn da auch noch mal windstill sein sollte und die noch vorhandenen Atomkraftwerke abgeschaltet werden brauchen wir nochmals eine große Menge an umweltschädigenden Kohlekraftwerken oder machen uns über Gaskraftwerke von den Russen (und noch viel mehr von den Amis) abhängig. Und Smart Grid wird da auch nix - da die meisten Autos halt tagsüber-wo Überschüsse anfallen doch nicht an der Dose hängen. Und beim Smart Grid vergisst man ja auch noch, dass man nach einer windstillen Nacht dennoch mit einer vollen Batterie starten möchte und nicht einer leeren (was ja der Gedanke des Smartgrids nahelegt). Das Elektroauto so wie es jetzt ist, kann nur eine Übergangslösung sein. Mal schauen, was die Zukunft so bringt.
  • "Determinismus sagt nichts über den freien Willen aus." – Ein probabilistisches Weltbild genauso wenig!

    05.08.2017, Aleksandar Janjic
    Der Autor macht seines Erachtens deutlich, dass ein deterministisches Weltbild keine Aussagen über die Existenz eines freien Willens macht. Das könnte für einige Leser den Eindruck erwecken, dass der Probabilismus dies hingegen schon macht oder einen freien Willen im Gegensatz zum Determinismus sogar erlaubt. Das tut er aber keineswegs – selbst wenn unsere neuronalen Vorgänge letztlich auf fundamental zufälligen Prozessen (etwa auf der Quantenebene) beruhen, so sind es keineswegs wir, die willentlich und "frei" entscheiden, welches Ergebnis der Zufall nun physisch real werden lässt und welches nicht. Probabilismus sagt ebenfalls nichts über die Existenz des freien Willens aus.
    Stellungnahme:

    Das ist vollkommen richtig und in der Kürze der Absätze zum freien Willen untergegangen: Probabilistische Naturgesetze sagen ebenso wenig wie deterministische etwas gegen (oder für) freien Willen aus. Danke für die Klarstellung.


    Michael Esfeld

  • Das soll Satire sein, oder?

    04.08.2017, Marinos Yannikos
    Zuerst mal die einfachen Fehler im Artikel:

    - der Tesla-Akku wiegt ca. 600Kg (nicht 900). Ob er 30 Liter Benzin ersetzt oder eher 50+, sei dahingestellt - man bedenke den Verbrauch von Benzinern mit ähnlichen Leistungsdaten.

    - Neodym und andere Seltene Erden gibt es in den Tesla-Akkus nicht. Auch die Motoren enthalten keine.

    Zu den Phantastereien:

    - um 35GW gleichzeitig zu verbrauchen, müssten erst mal 100.000 Schnelladestationen mit 350W installiert werden. Das wird noch dauern, bzw. eher nie passieren. Darüber hinaus lädt man an solchen Schnelladern nicht konstant mit 350W, es gibt eine optimierte Ladekurve, die den Akku schont.

    - der typische E-Fahrer lädt seinen Tagesverbrauch zu Hause über Nacht mit 3-11kW, das belastet das Netz kaum und schont den Akku. Schnelladen braucht man nur bei Langstreckenfahrten.

    Zur Frage in der Artikelüberschrift: wenn alle Deutschen Tesla fahren würden, bräuchten sie pro Jahr ca.:

    15.000 Km x 200Wh x 60 Mio.= 180 TWh zusätzlich. Der Gesamtverbrauch liegt aktuell bei ca. 520 TWh jährlich, er würde also um ca. 1/3 steigen.

    Das Fazit des Artikels kann ich also kaum unterschreiben. Man verlagert die Probleme nicht, sondern ersetzt alle PKW-Abgase, den Lärm, den Transport von fossilen Treibstoffen mit Schiffen, Pipelines und Tanklastern, den Betrieb von Tankstellen, die Wartung und Kontrolle etlicher PKW-Teile großteils durch einen Ausbau des Stromnetzes um 1/3 - und dieser ist ohnehin absehbar durch den großen Erfolg der Erneuerbaren und die stark sinkenden Preise für PV-Anlagen für Privathaushalte.
  • Veganismus kann gesund sein ...

    04.08.2017, Uwe Richard
    aber bitte nicht ohne ärztliche Kontrolle, ist die (wenn auch etwas verbrämte) Quintessenz dieses Artikels, als auch die Ansicht meines Vorredners, Ralf.
    Ich persönlich esse, was mir schmeckt, und bin trotzdem gesund ;-)

    Das Thema betrifft unglaubliche zwei bis zehn Personen von 1000 (in Worten: eintausend), mehr nicht. In Relation zu dieser Zahl, wird meiner Meinung nach etwas zu viel Wind um das Thema gemacht.

    "Much ado about nothing" ist nicht zu Unrecht eine Kommödie.
  • Einiges stimmt nicht

    04.08.2017, Uwe Harrweg
    In dem Artikel ist einiges schlicht falsch.
    Zum Beispiel liefern moderne Windräder jeweils ca. 4 MW.
    Das wäre dann im Beispiel des Artikels ca. 9000 zusätzliche Windräder.
    Außerdem ist es nicht egal, wo die Energie erzeugt wird, lokal oder zentral.
    Der Verbrennungsmotor mit seinem katastrophalen Wirkungsgrad (ca.20%) sorgt für weit mehr schädliche Abgase bei geringerer Leistung als der Elektromotor (80%). Daran ändert auch die Tatsache wenig, wenn der Strom aus Kohlekraftwerken kommt. Das Aufladen an E-Säulen wird wohl in Zukunft auch
    viel einfacher sein können, wenn die Infrastruktur mit der von heutigen Tankstellen vergleichbar ist.
    kommt.
  • So ein Unsinn!

    04.08.2017, Kai Petzke
    Zum Glück habe ich selten so einen Unsinn in "Spektrum" gelesen, aber der Beitrag hier wird von den E-Auto-Gegnern leider so oft zitiert, dass echt nötig wäre, dass die falschen Zusammenhänge mal korrigiert werden! Je länger "Spektrum" das hier stehen lässt, desto peinlicher!

    WENN die Ladestationen 350 kW Leistung benötigen, DANN ist selbst ein Tesla Model S mit seiner 75-kWh-Batterie bereits nach 15 Minuten vollgeladen, unter der Annahme eines Ladungswirkungsgrads von 86 Prozent, der sicherlich realistisch ist. Die im folgenden im Artikel getroffene Annahme, dass die E-Auto-Fahrer ihre Batterie "alle zwei Tage eine halbe Stunde laden", würde also bedeuten, dass Tesla-Fahrer ihr Auto täglich voll laden. Und folglich auch täglich leer fahren. Also 300 Kilometer, so weit kommt der Tesla bei "normaler" Fahrweise mit voller Batterie locker. Täglich 300 Kilometer entspricht jährlich 110.000 Kilometer. Zehnmal mehr als der Durchschnittsfahrer fährt!

    Dass dann Ebert auf einen absurden Gesamtstromverbrauch aller E-Autos extrapoliert, ist folgerichtig. DIe Wahrheit liegt also bei einem Zehntel der genannten Werte, also 14 Kohlekraftwerken statt 140. Im Ausgleich für die zusätzlichen Kohlekraftwerke können wir dann übrigens zahlreiche Raffinerien schließen. Insgesamt blasen die Raffinerien Deutschlands jährlich 25 Mt CO2 in die Luft - so viel, wie drei große Steinkohlekraftwerke mit je 1 GW Leistung bei Dauerbetrieb zusammen.
  • Batterie "tanken" Redox-Flow-Batterien

    04.08.2017, Holger
    Man kann auch einfach eine volle Batterie "tanken" (Redox-Flow-Batterien).
    Damit hätte man das Problem des langen Aufladens gelöst.
    https://www.heise.de/autos/artikel/Die-Batterie-zum-Nachtanken-792513.html

    Zu der Umweltbilanz:
    Wenn man sagt, der Strom kommt nicht aus der Steckdose, ist das zwar richtig und natürlich stimmt es, dass wir viel Kohlestrom haben und damit das Elektroauto nicht CO2 neutral fährt, aber dann kommt das Benzin auch nicht aus dem Zapfhahn. Dass das Öl gefördert und aufbereitet werden muss wird oft in der Berechnung vergessen.
    Zu den langen "Tankzeiten" des Elektroautos:
    Hier gibt es die Überlegung, einfach das ?Elektrolyt? nachzutanken. Damit hätte man das Problem des langen Wartens gelöst.
    https://www.heise.de/autos/artikel/Die-Batterie-zum-Nachtanken-792513.html