Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Nicht Turing allein hat den Enigma-Kode geknackt

    06.08.2014, Dominik Ptak
    Eine "urban legend" besagt, dass die Britische Armee den Enigma-Code allein in Bletchley Park gebrochen habe.
    Das stimmt nicht ganz. Ich zitiere hier Michael Smith aus seinem Artikel "The History of Bletchley Park":

    "The Poles had broken Enigma in 1932, when the encoding machine was undergoing trials with the German Army. But when the Poles broke Enigma, the cypher altered only once every few months. With the advent of war, it changed at least once a day, giving 150 million possible settings to
    choose from. The Poles decided to inform the British in July 1939..."

    Gerade diese Leistung wurde Ende Mai von dem IEEE Board of Directors anerkannt (IEEE Milestone 2013-03 First Breaking of Enigma Code by the Team of Polish Cipher Bureau, 1932-1939).
  • Menger-Schwamm

    06.08.2014, Roland Schröder
    Es ist ja nicht einfach, den Menger-Schwamm ganz ohne Unterstützung einer Abbildung zu beschreiben. Ebenso schwierig ist es dann für den Leser, die Beschreibung so nachzuvollziehen, dass der Menger-Schwamm vor dem geistigen Auge erscheint.

    Warum also wurde auf eine Abbildung verzichtet?
    Antwort der Redaktion:

    Es war schlichter Platzmangel. Wir hatten damals Mühe, überhaupt das eigentliche Thema mit ausreichend Bildern zu illustrieren.

    Aber es gibt Abhilfe. Ich habe das Projekt "Fraktale zu platonischen Körpern" weitergetrieben und dabei mit einer größeren Gruppe auch Menger-Schwämme gebastelt. Eine zusammenfassende Darstellung (mit Abbildungen) findet sich hier.

    Christoph Pöppe, Redaktion

  • Das ist eine wissenschaftliche Zeitung???

    05.08.2014, Alexis
    Ein Artikel aus dem Jahr 2014 der sich mit einer Technik beschäftigt, die bei Toyota im Prius seit 1998 serienreif und hunderttausendfach erprobt erfolgreich fährt.
    Das ist nicht fortschrittlich, das ist ein Artikel von "hinter dem Mond"!
    Ich bin entsetzt!
    Antwort der Redaktion:

    Vielen Dank für Ihre Zuschrift! Bitte beachten Sie auch unsere Antwort auf den vorhergehenden Leserbrief.

  • Fasern als Solarzellen

    05.08.2014, howetzel
    Perowskit ist nicht notwendig für Fasern als Solarzellen!
  • Pferdeohren als Signalwimpel

    05.08.2014, Ulrich Heemann
    Mir scheint obige Konsequenz aus der Beobachtung doch etwas herbeigezaubert. Zwingend ist sie jedenfalls keineswegs.
    Auch für uns Menschen wirddie Möglichkeit, zu erkennen, in welche Richtung z.B. ein anderer Mensch blickt, mit zunehmender Abdeckung von dessen Kopf immer schwerer. Fest am Kopf anliegende hervorragende oder sichtbare Merkmale wie Augen und Ohren geben aufgrund ihrer symmetrischen und weitgehend an allgemein gleicher Position befindlichen Lage eine hervorragende Möglichkeit, dessen Orientierung ziemlich präzise erkennen zu können. Warum sollten Pferde bei dieser grundlegenden Befähigung da hinter uns zurückliegen. So etwas ist nicht nur bei der Futtersuche überlebenswichtig. Das insbesondere die Ohren auch eine wichtige Signalrolle spielen, soll dabei nicht bestritten werden. Die angeführte Behauptung bleibt so lange ohne jede Substanz, so lange nicht bestimmte Ohrstellungen mit der Information "Futter voraus" oder "Futter rechts" nachweislich verknüpft werden können.
  • Was ist die Ursache, was die Wirkung?

    05.08.2014, Robert Orso
    Und wieder werden gemeinsam auftretende Merkmale in eine durch nichts belegte Ursache/Wirkung Beziehung gesetzt.

    Natürlich KANN es sein, dass das Spielen Risiko verherrlichender Spiele die betreffenden Personen insgesamt Risiko bereiter macht. Es kann aber genau so gut umgekehrt sein, dass eben Risiko bereite Personen eher Gefallen an solchen Spielen finden.

    Letztendlich sind alle diese Studien nur der Versuch endlich einen Schuldigen dafür zu finden, warum die Jugend so rebellisch ist. Keinesfalls dürfen Erziehung, soziales Umfeld und wirtschaftlicher Un-Wohlstand schuld daran sein, dann müsste man ja etwas grundsätzliches ändern. Ein böses Computerspiel kann man einfach verbieten und schon ist wieder Ruhe im Land.
  • Nur Mut!

    05.08.2014, Otto Schult, Köln
    Gewiss ist es wissenschaftlich nicht uninteressant zu erfahren, ob es Leben auf anderen Himmelskörpern gibt. Für mich als Kernphysiker, der auch an Anwendungsmöglichkeitn denkt, ist aber klar, dass es wohl kaum einen Weg gibt, diese Erkenntnis, wenn man sie denn einmal haben sollte, umzusetzen.

    Da diese Artikel sich in Spektrum der Wissenschaft sehr häufen, frage ich mich schon, ob ich sie zukünftig noch lesen soll, denn es gibt meines Erachtens wichtigere Themen, auch wenn diese nichts mit Astronomie oder Astrophysik zu tun haben.

    Zum Beispiel: Lassen sich Finanzkrisen vermeiden? Die grundsätzliche Haltung von Spektrum ist, dass die Arbeit in einer referierten Zeitschrift veröffentlicht sein muss. Das leuchtet einerseits ein, andererseits kennen wir das Gutachtergeschäft. Die Finanzwissenschaftler lehnen jede Arbeit prinzipiell ab, die einen Vorschlag beinhaltet, der Spekulation antastet. Damit wird diese Frage als Tabubruch behandelt und einfach unter den Teppich gekehrt. Aber dient das der Wissenschaft und Wahrheitsfindung?


    Eine andere Frage ist die nach Staatsschulden und die Tatsache, dass wir in den Ländern der BRD ganz anders verfahren als bezüglich anderer EU-Staaten. Wäre das nicht mal ein interessantes Thema für Spektrum?

    Dann kann man sich fragen, ob die Umverteilung gemeinwohlorientiert ist. Auch hier ist die Antwort auf die Frage nicht ganz einfach. Aber sollte man deshalb die Frage im Spektrum nicht doch einmal stellen?

    Ich wünsche mir, dass Sie für Spektrum mehr Mut entwickeln, vielleicht sogar unveröffentlichte, heikle Themen aufgreifen und so die Diskussion anregen. Was nicht taugt, verschwindet "vom Markt" von selbst. Sie wissen sicher, dass manche Arbeiten später mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden, die vorher abgelenhnt worden waren.

    Also mehr Mut und bezüglich des Lebens auf anderen Himmelskörpern: Das rechte Maß wahren!
  • Objektivität und Nachprüfbarkeit

    05.08.2014, Konstantin Mittag
    Wolfgang Huß aus Hamburg warnt in seinem Kommentar vor der Eintrübung der Objektivität und Wertfreiheit der Wissenschaften, deutet sogar an, dass diese nicht die Ideale der Wissenschaft seien, nur weil die aktuelle Realisierung anders aussieht, also "voll von Wertungen, von moralischen und von nicht moralischen Einstellungen und Verhaltensweisen". Auch wenn diese Warnung durchaus seine Berechtigung hat, sehe ich Mängel in seiner Argumentation. Für mich sieht es so aus, als würde der Autor die Wissenschaft hauptsächlich von außerhalb wahrnehmen, da sein Hauptaugenmerk auf der Interpretation abgegrenzter Forschungsergebnisse einzelner Wissenschaftler liegt. Ist doch der Löwenanteil einer wissenschaftlichen Arbeit nicht in der Interpretation, sondern in dem Erlangen dieser Ergebnisse? In der Methode wie diese erworben werden? Sind diese Ergebnisse sowie die verwendeten Methoden zum Erkenntnisgewinn (jedenfalls in den Naturwissenschaften) nicht meist universell verwendbar, unabhängig jeglicher Interpretation? Und hat sich nicht Einsteins Relativitätstheorie als Beschreibung der Gravitation letztendlich bei den ernst zu nehmenden Wissenschaftlern durchgesetzt? Gerade die einflussreichsten Arbeiten sind doch einem starken Selektionsdruck hin zu Objektivität und Nachvollziehbarkeit beziehungsweise Nachprüfbarkeit ausgesetzt.
  • Ursache - Wirkung...

    05.08.2014, Tobias Fleischmann
    Der alte Hut:
    Vielleicht spielen von Natur aus risikoreicher-lebende Menschen auch lieber Spiele dieser Art?

    Habe die veroeffentlich nicht gelesen, aber dieser von mir genannte Punkt sollte erst mal ausgeschlossen werden, bevor man andere Schlussfolgerung zieht.

    Dr. Tobias Fleischmann
  • Korrelation oder Kausalität

    05.08.2014, Jan
    Was mich interessieren würde: Wie schließen die Wissenschaftler von der Korrelation auf die Kausalität? Dass riskantes Verhalten und das Spielen bestimmter (Computer-)Spiele bei einigen Jugendlichen gehäuft auftritt, ist das eine. Aber bedeutet das, dass die Spiele zu riskanterem Verhalten führen? Oder bedeutet das, dass Jugendliche mit einem Hang zu riskanterem Verhalten gern solche Spiele spielen?
    Für mich machen solche Studien oft einen tendenziösen Eindruck: Da wird nicht neutral geforscht, sondern die Studien haben das Ziel, eine bestimmte ideologisch geprägte Meinung ("Computerspiele sind schädlich") mit allen Mitteln zu belegen.

    PS: Nein, ich bin selbst kein Computerspieler, halte diese "Erkenntnisse" aber trotzdem für fragwürdig.
  • Experten

    05.08.2014, Tutnix Zursache
    ... In Anbetracht der insgesamt kleinen Anzahl von Ebola-Fällen schätzt das ECDC die Wahrscheinlichkeit, dass eine infizierte Person in ein Flugzeug gelangt, als sehr gering ein ...

    ... Die Weltgesundheitsorganisation hat inzwischen bestätigt, dass der 40-jährige Mann bei seiner Landung in Lagos an Ebola erkrankt war ...

    soviel zur Einschätzung der Experten
  • Die Jugendlichen wurden rebellischer

    05.08.2014, Sascha
    Das mann man in den USA natürlich nicht gebrauchen. "Riskanten Sex" schauen Jugendliche sicher nicht aus Computerspielen ab.
  • Eine alternative Sichtweise

    04.08.2014, Peter
    Ich muss leider dem Gesamturteil des Beitrags widersprechen. Das Buch hat eine chaotische Struktur (trotz einer guten Gliederung (die wird nicht wirklich konsequent eingehalten)). Außerdem sind die Absätze oft sehr verwirrend und kompliziert geschrieben - selbst für Wissenschaftler. Die Hauptideen werden viel zu unklar erläutert. Dazu kommen einige grammatikalische und Rechtschreibfehler (in der deutschen Fassung). Ich finde den Inhalt des Buchs trotzdem interessant und bereichernd, nur nicht gut dargelegt.
  • Nur in der Theorie oder in der Praxis?

    04.08.2014, Roland Tluk, Heidelberg
    Windkrafträder haben einen Nennleistung, die nie erreicht wird. Im Jahresdurchschnitt erreichen die Windkrafträder in Deutschland 1/5 ihrer Nennleistung.

    Die Leistung hängt also vom Standort ab und vom günstigen Bedingungen.

    Um ein durchschnittliches Kraftwerk mit 1300MW Nennleistung (i.d.R. 90% Auslastung 1170MW) zu erstetzen, brauchen wir demnach 4500 Windkrafträder und der Glaube an gutes Wetter.

    Ich erinnere an den 17. Juli 2014: 22642 Anlagen mit 34.896MW Nennleistung leisteten nur 24MW.

    Die Leistungsbilanz ist fragwürdig.

  • Die Technik ist doch schon seit Jahren in Einsatz

    04.08.2014, Ting Chen
    Diese Technik ist seit Jahren bei Toyota Prius in Einsatz: Wenn das Auto berg ab fährt, wird das Benzen-Motor stillgelegt und die Batterie aufgeladen. An dem besagten Elzer Berg (ich fuhr in den letzten vier Jahren fast jede Woche einmal durch) musste ich sogar die Motorbremse einschalten, damit das Auto nicht über das Tempolimit von 100kmh hinaus beschleunigt, eben weil der Prius ein sehr günstige Luftwiderstand besitzt.
    Antwort der Redaktion:

    Vielen Dank für Ihre Zuschrift! Sie sprechen das "Rekuperieren" an, das bei Hybridfahrzeugen schon länger eingesetzt wird. Dieses Verfahren ist nicht identisch mit dem "Segeln", das im Artikel behandelt wird (siehe auch den vorletzten Absatz des Texts). D. Red.

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