Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Rezension ohne jegliche kritische Distanz!

    26.11.2016, Josef König
    Ich habe aufgrund dieser Rezension das Buch gekauft. Sie führte mich in die Irre! Jetzt, schon nach der Hälfte der Lektüre, frage ich mich, wie der Autor der Rezension zu solch einem Urteil kommt: "umkreist mit Hilfe neuer Forschungsergebnisse aus Psychologie, Hirnforschung und Humangenetik das Thema individuelle Schuld in der Rechtsprechung. Auch philosophische Thesen zieht er hierfür heran."
    Scheele hat so gut wie überhaupt keine neueren wissenschaftlichen Studien gelesen, zitiert zumeist Artikel aus FAZ, ZEIT, SpOn, u.ä. Die wenigen Bücher, die er zitiert, sind längst veraltet. Im Literaturverzeichnis gibt es kein Werk der aktuellen Hirnforschung und Psychologie, von Philosophie hat der Autor überhaupt keine Ahnung. Das Buch ist nach meinem Dafürhalten eine Komposition von privaten Erfahrungen und Verletzungen (die er gern dauernd ausführt) nebst einer nur ungefähren Ahnung über die Forschung und die von ihm gestreiften Themen. Nur im Bereich des Strafrechts kann man ihm Wissen und Erfahrung zubilligen. Das ist aber für solch ein Thema absolut unzureichend.
    Der zudem auf das breite Publikum zielende schreierische Stil ist Ärgerlich. Zudem zeigt sich, dass er selbst noch Zitate falsch wiedergibt - so etwa schon auf den ersten Seiten das von Max Planck über wissenschaftliche Erkenntnisse.
    Mir wäre es deutlich wohler, wenn die Rezensionen in Spektrum kritischer wären und von mehr Kompetenz der Rezensenten zeugten!
    Mit freundlichem Gruß
    Josef König
  • Mit Verlaub, aber es ist nicht so ganz der reine Unsinn

    26.11.2016, L.Schaber
    @redaktion und:
    "...Mit Verlaub, aber das ist Unsinn...." (Zitatende)

    Mir Verlaub, Euer Ehren Redaktion, im Prinzip verstehe ich Ihren Einwand schon, aber ganz so einfach kann man sich das auch wieder nicht machen. Denn je weiter Sie in der Zeitlinie "der Evolution" zurückgehen, desto schwieriger wirds mit der Falsifikation . Es ist m. E. noch immer nicht eindeutig klar (ob und wie und wo)) die molekularen Mechanismen bis zum Einzellerstadium abgelaufen sind.
    Nicht umsonst wird neuerdings wegen der erheblichen Schwierigkeiten, die ersten terrestrischen (!)molekularen Entwicklungsmechanismen zu identifizieren, wieder auf die Panspermie- Hypothesen zurückgegriffen, welche bis vor nicht allzu langer Zeit als abseitig esoterisch wegpolemisiert wurden.

    Auf die eheblichen Probleme mit einer echten Falsifikation (vor allem der Mechanismen bis zu den ersten Ursprüngen) hat in den 60er Jahren im Übrigen schon der Wissenschaftsphilosoph K.R Popper hingewiesen und damals (auch) mit Molekularbiologen diskutiert.
    Antwort der Redaktion:
    Das war bereits mehrfach Thema in Spektrum der Wissenschaft, etwa in diesem Zusammenhang:
    http://www.spektrum.de/magazin/in-welchem-sinn-sind-die-von-der-quantentheorie-beschriebenen-objekte-real/1382045

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • @ C. Besch: Sind Theoretisch Physik und Kosmologie Apfelbirnenbrei?

    26.11.2016, L.Schaber
    @ C.Besch und zu seiner Aussage in folgendem Zitat:
    "............Äpfel": Wissenschaft (im engeren Sinne Naturwissenschaft) bildet einen Bereich der Realität im Modell ab, untersucht das Modell, macht darüber Aussagen und überträgt diese Aussagen auf zurück auf diesen Bereich der Realität. Entwickelt die Aussagen gflls. weiter, bzw. erweitert das Modell (das war jetzt sehr verkürzt. Sonst würd's den Rahmen sprengen). "Birnen": Kreationisten erheben mit Ihren Aussagen einen ganzheitlichen Anspruch. Allein das ist schon unwissenschaftlich und deshalb kann dem mit wissenschaftlichen Argumenten nicht begegnet werden........"
    (Zitatende)

    Und was betreiben Ihrer Ansicht nach dann Theoretische Physiker und Kosmologen, wenn sie über das „Weniger als Nichts“ (Quantenphysik) oder das „Vor dem Anfang von Allem“ oder über eine „Theorie von ALLEM“ spekulieren?

    Ist das dann (im engeren Sinn von Naturwissenschaft) eine Art von „Apfelbirnenbrei“?

    Antwort der Redaktion:
    Eine physikalische "Theorie von Allem" wird, so sie je gefunden wird, nicht alles erklären. Schon gar nicht wird sie ethisch/rechtlich/sozial normativ sein. Insofern ist ihre Bezeichnung irreführend. Ihr Name rührt daher, dass sie alle fundamentalen Bausteine der Materie und alle grundlegenden Wechselwirkungen wird beschreiben können. Sie wird keine Wertvorstellungen vermitteln, und sie wird keine gesellschaftlichen/politischen/psychologischen Funktionen erfüllen, wie das Religionen üblicherweise für sich in Anspruch nehmen.

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • Widerlegen der Evolutionstheorie unmöglich

    26.11.2016, Bertram
    Dr.Werner Thurner
    "Die Evolutions Theorie ist keine Interpretation sondern eine wissenschaftliche Theorie, die so lange gilt, bis sie im wissenschaftlichen Sinne falsifiziert oder verändert werden muss."

    Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass die Evolutionstheorie gar nicht falsifiziert werden kann? Weil jedes Argument gegen sie beantwortet wird mit: Dieses Argument kann nur von einem Kreationisten stammen, also ist sie nicht ernst zu nehmen.
    Antwort der Redaktion:
    Mit Verlaub, aber das ist Unsinn. Selbstverständlich ist die Evolutionstheorie falsifizierbar. Würden Primatenfossilien auftauchen, die unzweifelhaft ins Ediacarium datieren, wäre die Evolutionstheorie auf einen Schlag passé. Das unterscheidet sie von Religionen, die in ihrem Kern - dem Glauben an transzendente Kräfte - nicht falsifizierbar sind.

    Mit freundlichen Grüßen, d. Red.
  • Redundanz?

    26.11.2016, Marcel Reese
    War da nicht was, mit 3-fach Redundanz und so?! An Beschleunigungsensoren muss man ja nicht wirklich sparen.
  • Contra Reduktionismus

    25.11.2016, T.T.
    Naturwissenschaftler machen ihre Arbeit gut. Gar keine Frage. Das Problem ist lediglich, dass eben der Gegenstand der Naturwissenschaft nur das naturwissenschaftlich erkennbare ist, und nicht die ganze Realität. Ihr übergeordnet ist das, was man mit Seele, Geist oder auch Leben benennen kann.
    Dieses ist der eigentliche Motor der Evolution und damit werden auch die sogenannten "Zufälle" überflüssig.
    Freilich kennt unsere Welt noch keine Wissenschaft, die das Nichtmaterielle erforscht. Deshalb können nur philosophische Antworten gegeben werden.
    Eine sehr gute Antwort auf die Evolutionsproblematik bietet der Beitrag "Vom Sinn des Kosmos" : http://geheimnisdesmenschen.blogspot.de/search/label/Vom%20Sinn%20des%20Kosmos
  • Es ist wirklich erschreckend!

    25.11.2016, Valentin
    Ein schleichender Prozess den keiner wahrnimmt! Genau zu dieser Thematik hatte ich vor kurzem ein kleines Video gemacht, weil es mich einfach unglaublich traurig macht was hier vor sich geht. Hier geht es speziell um das Sterben der Schmetterlinge:

    https://www.youtube.com/watch?v=Ici1MX30kjU
  • Wissenschaft bleibt emotionslos, Kreationismus erfüllt mit Inbrunst.

    25.11.2016, Holger Gerlach
    Für Menschen, die in einem Glauben sozialisiert wurden, der eine göttliche Schöpfungsgeschichte beinhaltet, wird es immer eine große Herausforderung sein, sich später in ihrem Denken davon zu emanzipieren. "Die Wissenschaft hat Beweise ohne Sicherheit, der Kreationismus hat Sicherheit ohne Beweise" sagte Ashley Montagu. Und Sicherheit dürfte emotional stets höher bewertet werden als das rationale Nachvollziehen wissenschaftlicher Erkenntnisse. Das gläubige Sehnen nach kreationistischen Denkfiguren wird daher weiter anhalten. Und in einer Zeit, in der menschliche Bedürfnisse nach Spiritualität und Sicherheit zunehmen, werden Ideen wie intelligentes Design daher auch weiter an Attraktivität gewinnen. Leider.
  • Bleiproblematik erscheint künstlich

    25.11.2016, DK
    Bezüglich der Bleiproblematik wäre ein Abgleich der Zulassungsvorschriften mit dem Bauwesen sinnvoll. Denn warum sollen die wenigen Gramm Blei, die in Perowskit-Zellen gebunden sind, ein Problem sein, während in der Dachdeckung die kiloweise Verwendung von Walzblei zum Eindecken oder Abdichten zugelassen ist? - Das Kuppeldach des Aachener Doms ist ganz frisch (2016) komplett mit Blei neu eingedeckt worden...
  • Glauben und Wissen

    24.11.2016, Dr.Werner Thurner
    Stefan Bittner:
    "Die Evolution ist eine Interpretation, die Schöpfung eine alternative."

    Falsch, die Evolutions Theorie ist keine Interpretation sondern eine wissenschaftliche Theorie, die so lange gilt, bis sie im wissenschaftlichen Sinne falsifiziert oder verändert werden muss.
    Kreationismus Glaube, bzw. Schöpfungs Glaube ist k e i n e wissenschaftliche Theorie sondern eben ein Glaube.
  • Es gibt Leute, die gibts net!

    24.11.2016, Straub
    Die karren einen alten Fernseher in den Wald, statt ihn einfach im Wertstoffhof abzuliefern, die schmeißen Plastiktüten in den Fluß oder ins Meer, statt in die Plastiktonne.
    An solchen Deppen geht die Umwelt zugrunde!
  • Die letzte Jagd auf Urwaldindianer, Yanomami- Indianer

    24.11.2016, Krimm
    Ich darf kurz einen Hinweis machen: Rüdiger Nehberg, der Überlebenskünstler, erklärte diese Notlage schon seit Jahren in seinen Vorträgen und literarischen Beiträgen (z.B.:" Die letzte Jagd", Im Spiegel der Zeit, Verlag Das Beste, 1995) : nämlich Bestechlichkeit der halbherzig verteidigenden Regierungen mittels Goldmafien usw. usw. --Nehberg war ein Vertrauter und Indianer- Verteidiger , half auch medizin. bei Krankheiten, angeh.Vergiftungen und war Vermittler mit Behörden usw., alles offensichtlich vergeblich bis heute ... von einem Runddorf und Gemüseversorgung las man nichts (eher von Jagdt). ---Pardon: hoffentlich ist es keine Verwechslung mit einem anderem Stamm oder einem zweiten ähnlichen oder neuen? Das würde (mich, als Naturschützer usw.) bitte interessieren. Danke!
  • Unintelligent Doubting?

    24.11.2016, Ehrmann
    "Intelligent Design? [...]"

    Na in diesem Kommentar haben wir doch schon das perfekte Beispiel für die rhetorischen Tricks der Kreationisten - "Doch den europäischen Journalisten waren die Tricks der amerikanischen Kreationisten noch nicht bekannt, und sie verfielen zu häufig in Standardaussagen über eine ausgewogene Sicht der Dinge und den Versuch, alles von zwei Seiten zu betrachten."

    Selbst ethische Verfehlungen der Vergangenheit stellen die aus wissenschaftlicher Sicht offensichtlichen Pozesse der Evolution nicht in Frage! Die in diesem Kommentar aufgeworfenen Fragen sind philosophischer Natur und damit in keinster Weise mit wissenschaftlichen Abläufen zu verwechseln! Die (teils) persönlichen Antworten, die auf philosophische Fragen gefunden werden können, werden hier als indirekter Strohmann angeführt, der suggerieren soll, dass wissenschaftliche Erkenntnisse von der persönlichen Meinung eines Individuums abhängen. Da man als Leser solcher Kommentare oder Beiträge in Zeitschriften natürlich sich selbst in der Rolle des Fragenstellenden sieht, scheint die Einnahme einer intuitiven (heißt: nicht wissenschaftlichen) Sichtweise wahrscheinlich, insbesondere dann, wenn man nicht selbst täglich dem wissenschaftlichen Prozess unterworfen ist. Also, Vorsicht beim Verallgmeinern!
  • Salzkristalle

    24.11.2016, Karl Bednarik
    Wie verhindert man, dass sich im Zellstoff unter dem Graphenoxid durch die Verdunstung Salzkristalle bilden, die im Laufe der Zeit alle Poren verstopfen?

    Zum Auffangen des Kondensats eine einfache Zeichnung mit zwei Varianten:
    http://members.chello.at/karl.bednarik/ENTSALZ1.PNG
    Antwort der Redaktion:

    Die Forscher schreiben dazu: "Obwohl sich ein wenig Salz auf der Oberfläche des Graphenoxidfilms niederschlägt (das leicht mit Salzwasser abgewaschen werden kann), gab es keine offensichtliche Veränderung in der Morphologie des Graphenoxidfilms nach 10 Zyklen..." Das klingt nicht danach, als wäre das Problem groß, aber echte Langzeittests haben die Forscher laut ihrer Veröffentlichung nicht gemacht.

    Beste Grüße, jd/Red

  • Nicht alle Fragensteller über einen Kamm scheren

    24.11.2016, L.Schaber
    Es macht keinen Sinn, alle (von was auch immer motivierten) Skeptiker über einen Kamm zu scheren. Denn es ist schon ein Unterschied, ob jemand in durchaus wissenschaftlicher Weise Überlegungen (Hypothesen/SpekulationenTheorien) darüber anstellt, ob (zum Beispiel) "der Evolution" nicht doch irgeneine Art von Gerichtetheit innewohnen könnte, oder ob ein alter Mann mit Bart, von dem man nicht wissen will, wo er herkam, vor einigen tausend Jahren in seinem Sandkasten die Welt erschaffen hat.

    Auch ich bin ein Anhänger der Religion des fliegenden Spaghettimonsters. Aber nur, weil ich weiß, wer sie erfunden hat. Man sollte sich das mit den (eventuellen!) "Erst- Verursachern" aber auch nicht zu (polemisch) einfach machen.