Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
  • Und wo soll das hinführen?

    27.09.2013, Gilbert Brands
    Auch wenn man sich unwohl fühlt, weil Intuition manchmal nicht weiter hilft, bislang ist es mit keinem Experiment gelungen, Lücken in der bestehenden Quantenmechanik zu finden, so weit ich weiß. Lücken in Theoriegebäuden waren aber historisch stets die Ursache zu Weiterentwicklungen. Findet erst mal eine Lücke, bevor ihr alles umkrempelt, nur weil die Intuition auf menschlicher Ebene nicht mitmacht.

    Zum Vergleich: manche Krebse besitzen bis zu 12 verschiedene Farbrezeptoren in ihren Augen statt der mickrigen drei bei uns. Da versagt wohl auch jede Intuition oder Vorstellung, wie diese Burschen wohl die Welt sehen. Mit manchen Sachen muss man sich halt abfinden, weil sie eben nicht in die menschliche Sensorik passen.
  • wenn eisschilde schmelzen geben sie land frei

    27.09.2013, peter contra
    es wird mich natürlich längst nicht mehr berühren, so, wie ich jetzt mit meinen 73,5 jahren bin, aber es ist ja bekannt, daß die Antarktis auch mal eisfrei war und dieser durch die ungeheuren eismengen in den erdmantel gedrückten Landmassen, vom eise befreit wieder auftauschen und ebensraum freigeben werden. somit wird auf der einen seite land vom mehr überspült und auf der anderen land vom eis frei gegeben.
    die speditionen werden dann halt gut verdienen - an den übersiedlungsaktivitäten und die Bauindustrie an der neuerrichtung von infrastruktur und städten.... - und in Hamburg sind dann nicht mehr "die nächte lang...." - sondern ziemlich naß.
  • Einstein im Quantentest

    27.09.2013, Michael Kunert, Berlin
    Unter Punkt 2 des Äquivalenzprinzips "Lokale Lorenzinvarianz" wird der Versuch von Michelson auch bildlich dargestellt. Dabei kam bei mir die Frage auf, ob die Apparatur nicht nur waagerecht sondern auch schon einmal vertikal gedreht wurde (ein Weg senkrecht und ein Weg waagerecht), wodurch sich die Schwerkraft auf den 2 Wegen des Lichts unterscheiden würde. Könnte man damit ein Argument für die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit unabhängig vom Gravitationsfeld erhalten? (Wie bei einer Kanufahrt mit und gegen die Strömung müsste das Licht bei Bremswirkung durch Gravitation für den senklrechten Weg etwas mehr Zeit benötigen.)

    Die Wirkungen der Schwerkraft auf das Licht habe ich noch nie unter einen Hut bekommen:
    - Richtungsänderung von "Lichtstrahlen" durch Schwerkraft
    - Keine Änderung der Lichtgeschwindigkeit wenn Masse vor oder hinter "Lichtstrahlen"
    - Berechnung der benötigten Fluchtgeschwindigkeit, um einem Schwerefeld zu entkommen, um dann zu sagen, dass man ein schwarzes Loch hat, wenn notwendige Fluchtgeschwindigkeit größer/gleich Lichtgeschwindigkeit. Riecht das nicht nach Bremsen des Lichts durch Schwerkraft?
  • Balance ist die Antwort

    27.09.2013, Christl Meyer
    [44] Judith Haendeler et al., University of Frankfurt : Low doses of reactive oxygen species
    protect endothelial cells from apoptosis by increasing thioredoxin-1 expression
    [45] Song J., Lee Y., University of Pittsburgh, Biochem J. 2003 August 1; 373(Pt3): 845-853
    Differential role of glutaredoxin and thioredoxin in metabolic oxidative stress-induced
    Activation of apoptosis signal-regulating kinase 1
    [46] Jimenez Alberto et al: Characterization of human thioredoxin-like-1: Potential
    involvement in the cellular response against glucose deprivation
    Federation of European Biochemical Societies letters 2006, vol. 580, no 3, pp 960-967


  • naja...

    26.09.2013, Uwe Zimmermann, Ph.D.
    "einen rudimentären Computer aus Kohlenstoffnanoröhren gebaut, der ein einfaches Betriebssystem hat"

    Ja, ich weiß, so steht es im Abstract des Artikels aus Nature - aber wenn man weiter liest, so würde kein Informatiker auch nur den Ansatz eines Betriebssystems erkennen: http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebssystem .

    Auch der versprochene Vorteil für den Einsatz von CNTs in einem Transistor, nämlich die erheblich kompaktere Bauweise, ist bei einer Gatelänge von 1µm und einem Platzbedarf von 240µmx160µm für ein einzelnes D-Flipflop nicht zu sehen.
  • Oxidanzien

    26.09.2013, MaxJoy
    Endlich kommt es zur Ehrenrettung der sogenannten freien Radikale! Oxidanzien wie H2O2, O3, ClO2 oder NaClO2 werden in der alternativen Medizin seit langer Zeit mit großem Erfolg gegen die verschiedensten Krankheiten eingesetzt. Hier also endlich von wissenschaftlicher Seite die Erklärung, warum das so gut funktioniert.
  • feuchte und trockene Luft

    25.09.2013, Fritz Diem
    Auf Seite 75 wird erwähnt, dass beim Mischen von kalter und feuchter Luft mit warmer und trockener Luft Regen entsteht. Kann dieser auf Anhieb unglaubliche Effekt mit Zahlen (Menge, Temperatur und Feuchte) belegt werden?
    Antwort der Redaktion:

    Als bearbeitender Redakteur kann ich zwar nicht mit detaillierten Zahlen dienen, wohl aber eine qualitative Erklärung anbieten. Es handelt sich bei tropischen Niederschlägen um so genannten Konvektionsregen. Die kühlere Luft wird in den wärmeren Regionen durch Wärmekonvektion zum Aufsteigen gezwungen und kühlt dabei ab, weil in höheren Luftschichten geringere Temperaturen herrschen. Dadurch kondensiert der mitgeführte Wasserdampf und regnet ab.

    Michael Springer, Redaktion

  • Fingerprints sind überall - Fingerprints sind in Diebstahlgefahr durch's iPhone5 = Widerspruch

    25.09.2013, HCFalkenberg
    Ist die neue Funktion sinnvoll oder nicht?
    Die Argumentation dagegen ist zumindest widersprüchlich. Einerseits wird sie abgelehnt, weil durch das unvermeidliche Hinterlassen der Abdrücke einer Person der Sensor überlistet werden könnte. Anderseits lautet eine häufige Gegenargumentation, der Fingerabdruck als solcher könne nun leicht gestohlen werden, weil er ja in digitaler Form im iPhone steckt. Nüchtern betrachtet, ist diese neue "Diebstahlsgefahr" tatsächlich etwas anders wohl aber nicht größer.
    Wenn man für den Sensor den rechten Zeigefinger schön flach vorne nimmt, ist das vielleicht vergleichbar mit dem Passwort "12345".
    Irgendwann wird sicher eine Diebstahlstatistik Auskunft geben, ob das hier ein Fortschritt ist.
  • Antioxidanzien

    25.09.2013, walli
    Bitte auf Rechtschreibung achten:
    Nicht langlebigste Nagetiere,
    sondern längstlebige……
    Antwort der Redaktion:

    Liebe/r walli

    vielen Dank für Ihre Anmerkung zur Wortbildung von "langlebig". Der Duden führt allerdings "am langlebigsten" als einzige Möglichkeit, den Superlativ zu diesem Wort zu bilden, siehe hier.

    Mit besten Grüßen, die Redaktion/JD

  • Anekdote am Rande

    25.09.2013, Gilbert Brands
    Eine bekannte Nobelautomarke rüstete schon vor längere Zeit Exportmodelle auf Wunsch mit Fingerabdrucksystemen als Diebstahlschutz aus. Fernöstliche Autoknacker waren davon nicht abzuhalten, allerdings in ihren Mitteln nicht so subtil wie der CCC: es ist mindestens ein Fall dokumentiert, in dem der Besitzer des Fahrzeugs dasselbe samt des dazugehörenden Fingers los war.
  • Kids, don't try this at home!

    24.09.2013, Lars Fischer
    Wir raten sehr davon ab, Flussspat mit Schwefelsäure zu versetzen. So viele Leser haben wir nun auch nicht, dass wir so ohne weiteres auf welche verzichten können...
  • Äquivalenzprinzip und Annihilation

    24.09.2013, Lutz Dietrich
    Bei der Annihilation von Elektron und Positron (für deren Massen das Äquivalenzprinzip uneingeschränkt gilt) entstehen zwei Gamma-Photonen, deren Energie h∙f der Einstein-Formel m∙c^2 entspricht. Auf diese Photonen wirkt ein Schwerefeld aufgrund der ihnen nach dieser Beziehung zugeordneten schweren Masse (siehe Einstein-Ring oder auch Wellenlängenänderung bei Mößbauer-Effekt). Eine träge Masse aber haben Photonen natürlich keinesfalls. Offensichtlich verschwindet bei der Annihilation die träge Masse, die schwere Masse bleibt erhalten.
  • Es ist leider schon 5 nach 12!

    24.09.2013, Achim Wolf

    Lieber Herr van Veen,

    Wissenschaftler warnen vor einem raschen Kollaps des Ökosystems der Erde. Das ökologische Gleichgewicht ist bedroht: Klimawandel, Bevölkerungswachstum und Umweltzerstörung könnten noch in diesem Jahrhundert zu einem unwiderruflichen Kollaps des globalen Ökosystems führen.
    Siehe auch http://www.focus.de/wissen/klima/klimaprognosen/klimawandel-und-bevoelkerungswachstum-forscher-warnen-vor-raschem-kollaps-des-oekosystems_aid_763807.html.
    Die kardinale Ursache dafür ist die sprunghafte Bevölkerungsentwicklung des Menschen, die alle Ressourcen zu veschlingen droht. Seit dem 21. August gibt es daher bei change.org eine Petition für die Einführung weltweiter Geburtenregelungen.

    Falls Sie diese unterstützen oder ggf. auch auf Ihrer Homepage veröffentlichren möchtest, ist hier der Link dazu:
    http://www.change.org/de/Petitionen/weltweite-geburtenregelungen-verbindlich-einf%C3%BChren-introduce-obligatory-worldwide-birth-controls

    Es ist gut, Kindern zu helfen. Die beste Hilfe für Kinder in Not besteht darin, daß nicht noch mehr Kinder geboren werden, die leiden müssen, weil sie nicht genug zum Leben haben! Bitte verbreiten Sie den Link bzw. die Petition nach Möglichkeit an allen Interessierten weiter.

    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Achim Wolf
  • vielschichtiger Sachverhalt klar dargestellt

    24.09.2013, Rainer Hamp, Neuburg an der Donau
    Ihre Zeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" wendet sich freilich an ein Fachpublikum und interessierte Laien mit doch gewissen Vorkenntnissen. Trotzdem ist es manchmal recht mühsam, sprachlich den wissenschaftlichen Texten zu folgen. Anders ist dies beim Text "Das wechselhafte Leben der Sterne" von Rolf Launhardt. Dem Autor ist es gelungen, einen vielschichtigen Sachverhalt – die Sternentwicklung – sprachlich in Satzbau und Wortwahl und inhaltlich im Aufbau so klar und einleuchtend darzustellen, dass es ein Genuss war, den Text zu lesen. Sehr gut gelungen ist auch der letzte Abschnitt, in dem Herr Launhardt den Inhalt noch einmal mit wenigen Sätzen so zusammenfasst, dass man sich den Gesamtprozess der Sternentwicklung gut vorstellen kann.
  • Ergänzung

    24.09.2013, Roland Schröder, Celle
    Die Mathematik entscheidet nicht über den Wahrheitsgehalt einer Aussage. Sie macht ausnahmslos "Wenn-Dann-Aussagen" der Art: "Wenn A wahr ist, dann ist auch B wahr". Die Frage, was eigentlich noch wahr ist, wenn bereits A falsch ist, gilt in der Mathematik als nicht entscheidbar. Damit ist auch klar, dass Gerichturteile, die streng nach den Grundregeln mathematischer Logik gefunden werden, nur dann wirklich gerecht sind, wenn die Basistatsachen, (juristisch: die Indizien, mathematisch: die Prämissen), gesichert sind. Wenn also Urteile trotz Anwendung mathematischer Logik sich später als Fehlurteile herausstellen, hat dies zwei mögliche Ursachen: Die Prämissen waren falsch oder es wurde gegen Schlussregeln verstoßen. Die Mathematik bringt aus sich heraus keine Fehlurteile hervor. Das muss hier zur Ehrenrettung der Mathematik unbedingt gesagt werden.