Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Angemessene Bewertung

    05.11.2013, RJ
    1. Die Behauptung, dass die e-Zigarette "unweigerlich" zu einer Erhöhung der Nikotindosis und sodann zum Rauchen führe, sehe ich nicht als begründet an, weder pharmakologisch noch psychologisch noch sonstwie. Das Anflutverhalten des Nikotins ist ein anderes, darüber hinaus kann man sich fragen, ob das Nikotin nicht als Motivator des Gebrauchs von Zigaretten und e-Zigaretten überbewertet wird (siehe 5).

    2. Dass die Zigarettenindustrie sich für die e-Zigarette seit Jahren bereits interessiert, bedeutet meines Erachtens nicht viel. Sie exploriert vieles und hat manches exploriert und wieder fallengelassen. Der Hauptfaktor dürfte nach wie vor die extrem geschickte, ja perfide Werbung sein. Es gibt meines Wissens keine überzeugenden Daten, dass die e-Zigarette als Einstiegsdroge wirken könnte; so etwas scheint mir auch nicht plausibel. Ob die e-Zigarette Rauchern „hilft“, Raucher zu bleiben, ist ebenfalls alles andere als klar. Man sollte meines Erachtens zwischen Werbung und Realität unterscheiden, und zwar auf allen Seiten. Daher sehe ich, nach anfänglicher Aufregung, das "Interesse" der Zigarettenindustrie inzwischen gelassen.

    3. Die inhalative Belastung mit toxischen Substanzen liegt um Größenordnungen unter der des Zigarettenrauchens; das gilt erst recht für die Raumluftbelastung. Man sollte hier auf dem Teppich bleiben, vor allem wenn man weiß, wie geringe Konzentrationen mit heutigen analytischen Methoden noch nachweisbar sind. Nachweisbarkeit heißt nicht Gefährdung, das haben wir in der Umweltmedizin zu Genüge gelernt. Für die physiologischen Reaktionen, soweit sie ausnahmsweise überhaupt detektierbar waren, gilt das Gleiche. Die Daten beispielsweise zu Propylenglykol und Glycerin als Hauptanteilen der Liquids sind dünn. Daraus sollte man meines Erachtens weniger den Schluss ziehen, dass ihre Gefahren unterschätzt werden, als den Schluß, dass sie tatsächlich verschwindend gering sind. Es gibt nämlich keinerlei mechanistische Evidenz, anders als für PAH usw.; Evidenz dieser Art ist in der Bewertung nicht irrelevant.

    4. Aus einer klinischen Perspektive stellt sich das Bild wie folgt dar. Zigarettenrauchen begünstigt mit hohem Risiko eine Vielzahl von Erkrankungen, vor allem Lungenkrebs und COPD. Die effektivste Maßnahme zur Verminderung des Risikos usw., über die wir zur Zeit verfügen, heißt: mit Rauchen aufhören. Daran wird sich in absehbarer Zeit nichts ändern, denn keine durchschlagenden therapeutischen Optionen sind in Sicht. Es gibt eine Vielzahl vom Rauchern, die gerne aufhören möchten, aber Schwierigkeiten dabei haben. Unter diesem Aspekt sind Maßnahmen, die den Rauchstopp fördern können, zu begrüßen, selbst wenn die e-Zigarette nur einem gewissen Prozentsatz von Rauchern hilft. Es wäre meines Erachtens unsinnig, die vielen Berichte von Rauchern, denen die e-Zigarette nach ihren Angaben geholfen hat, zu ignorieren.

    5. Beim Aufhören spielt der Nikotinentzug eine gewisse Rolle, aber nur eine vorübergehende. Eine mindestens ebenso große, und viel länger anhaltende, Rolle spielt das Ritual des Gebrauchs. Man weiß lange Zeit nicht, „wohin mit den Händen“, wie mir immer wieder solche berichtet haben, die mit dem Rauchen aufgehört haben. Genau dieses Bedürfnis befriedigt die e-Zigarette. So zeigte eine Studie, dass nach Gebrauch einer nikotinfreien e-Zigarette das Bedürfnis zu rauchen für eine gewisse Zeit fast ebenso stark erniedrigt war wie nach Gebrauch einer nikotinhaltigen Zigarette. Es kommt also nur sekundär auf das Nikotin an. Das heißt natürlich nicht, dass diesem Bedürfnis nachzukommen, in allen Fällen die effektivste Strategie sein muss.

    6. Die Datenlage zur Unterstützung des Rauchstopps ist unbefriedigend. Man sollte aber meines Erachtens bei der Bewertung von Studien beachten, welcher Persönlichkeitstypus von Rauchern eingeschlossen wurde. Es kann gut sein, dass ein Ansatz dem einen Typus besser hilft und ein anderer dem anderen Typus. Wenn in einer randomisierten Studie alles gemischt wird, findet man möglicherweise keine Unterschiede, obgleich bei Adaptation an die Persönlichkeitsstruktur die Effizienz doch verschieden war. Angesichts der nach wie vor traurigen Lage bei der Raucherentwöhnung scheinen mir psychologisch individuell adaptierte Ansätze der einzige akzeptable Weg, den Erfolg wesentlich zu verbessern.

    7. Auf der Basis dieser Überlegungen scheint mir Ihr Beitrag wie etliche (leider auch wissenschaftliche) Artikel zum Thema ein wenig aus der Schreibtischperspektive geschrieben, unter Hintanstellung klinischer Aspekte und Risikoabwägungen. Man sollte immer im Auge haben, dass Tendenzen der Verharmlosung regelhaft solche der Dramatisierung gegenüberstehen, wenn es um Kampffelder wie Rauchen & Co geht. Sollte die Zigarettenindustrie "Erfolg" haben (was ich nicht glaube) und sich das durch Daten belegen lassen, werden wir immer noch zügig reagieren können. In meinen Augen wäre es unsinnig, sich bereits im Vorfeld mittels Verdachtshuberei plausibler Optionen zu berauben. Die primäre Frage ist nicht, was wir uns im Prinzip wünschen (keine vermeidbaren inhalativen usw. Belastungen), sondern was realitätsgerechte und gesellschaftlich angemessene Optionen ist. Und da steht für mich ganz klar die klinische Perspektive im Vordergrund und nicht eine nach meiner Erfahrung bisweilen zum Abgehobenen neigende Risikobewertung.
  • Frei stehendes H

    05.11.2013, Richard Wernig, Strassburg (Österreich)
    Auf S. 42 unten hat sich in der Darstellung der Strukturformel von Zuckern ein kleiner Fehler eingeschlichen: Frei stehendes 'H' bei Fructose und rechte Hälfte der Saccharose ist zu viel!
  • Abfall(er)lösung

    05.11.2013, Norbert Schmidt
    Sehr geehrte Frau Mayer!

    Bezüglich Ihres Kommentars (#3) kann ich Sie beruhigen. Die von der Boulevardpresse verbreitete Darstellung von "Kartuschendingern mit einem Licht am Ende" sind schon längst nicht mehr Stand der Technik. Heutzutage sind nachfüllbare Tanksysteme üblich, bei denen praktisch kein Abfall mehr entsteht. Lediglich die Verdampfereinheit (Heizdraht und Glasfaserdocht) muß gelegentlich ersetzt werden.

    Zwar versuchen jetzt auch einige Tabakriesen mit solchem veralteten Wegwerfschrott auf den Markt zu drängen, doch hätten sie damit langfristig nur eine Chance, wenn ihnen jemand den Weg ebnet, indem die ganzen kleinen Hersteller weg-"reguliert" werden.

    Durch die momentan im EU-Ministerrat verhandelte Regulierung [2012/0366(COD) Artikel 18.3] wird für die Liquidfläschen allerdings zusätzlicher Müll in Form einer vorgeschriebenen Umverpackung und eines Beipackzettels entstehen.
  • Abfall

    05.11.2013, Liane Mayer
    Offenbar ist die E-Zigarette nur dann sinnvoll, wenn sie die echten Zigaretten verdrängt und ersetzt. Wenn ich an die zahlreichen weggeworfenen Zigarettenstummel denke, die Natur und Straßen verschandeln, wäre zumindest in dieser Hinsicht auf eine Erleichterung zu hoffen, wenn die E-Zigarette sich gegenüber der "echten" Zigarette durchsetzt. Zwar fürchte ich, auch die E-Zigarette wäre nicht abfallfrei, da die Kartuschen vermutlich nicht beliebig oft (wenn überhaupt) nachfüllbar sein dürften. Aber zumindest ist zu hoffen, dass kein "Dampfer" auf die Idee kommt, seine ausgedampfte Kartusche einfach mitten auf dem Weg fallen zu lassen, wie das mit den ausgerauchten Zigaretten ständig geschieht. Sogar auf Spielplätzen habe ich schon zahlreiche Stummel am Boden gefunden (obwohl mehrere Abfallkörbe zur Verfügung standen!). Dabei ist bekannt, dass Kinder alles in den Mund stecken, was ihnen in den Weg kommt und dass das Lutschen von Zigarettenstummeln für Kinder äußerst gefährlich ist.
    Ich wünsche mir jedenfalls eine zigarettenstummelfreie Welt, sei es, dass sich Raucher angewöhnen, ihre Reste wieder in die Schachtel (oder einen tragbaren Aschenbecher) zu stecken und dann gesammelt ordnungsgemäß zu entsorgen, oder dass das Rauchen irgendwann überhaupt durch Dampfen ersetzt wird (und die Kartuschen wieder verwertet werden, sei es vom Dampfer selber oder von den Erzeugern)
  • Durch die Pharmalobby, WHO und DKFZ manipuliert oder nur schlecht recherchiert?

    05.11.2013, Bernd Mayer
    Es würde zu weit führen, hier die vielen Unsachlichkeiten Punkt für Punkt zu widerlegen. Es wäre an der Zeit, sorgfältig zwischen den (nachweislich schädlichen) Wirkungen des Rauchens und den Wirkungen von Nikotin zu unterscheiden.


    (Der Leserbrief wurde von der Redaktion gekürzt. Bitte beteiligen Sie sich mit Argumenten an der Diskussion und unterlassen Sie persönliche Angriffe. Vielen Dank!)

    Reaktion Spektrum.de
  • Quantitativer Vergleich?

    04.11.2013, Fredolin
    Zusätze prinzipielles Problen der E-Zigarette?:
    Ist das Freisetzen von den beschriebenen Stoffen (leicht flüchtige organische Verbindungen, Propylenglykol, Diacetin, Duftstoffe und feine Partikel und Formaldehyd..) denn nicht verhinderbar und zwingend mit dem Prinzip E-Zigarette verbunden (wäre allerdings ein schlechtes Zeichen für Nebelmaschinen in Diskos), oder KANN es nur auftreten, wenn der Hersteller rücksichtsloser Weise diese Zusätze, obwohl nicht dringend nötig, dazugibt? Dann sollte man bedenkliche Zusätze verbieten und hat dieses Teil-Problem erledigt.

    Quantitativer Vergleich aussagekräftiger:
    Unter den tausenden von giftigen Substanzen in dem Rauch normaler Zigaretten ist auch Formaldehyd, vermutlich auch die anderen Substanzen. Wäre da ein Mengenvergleich nicht aufschlussreich? Das Krebsrisiko scheint deutlich geringer zu sein, wie wird das Infarktrisiko eingeschätzt, ausgehend von den schädlichen Substanzen?

    Suchterzeugung:
    Falls E-Zigaretten nicht mehr oder weniger Sucht erzeugen wie normale Zigaretten, wäre es dann nicht konsequent, sie nicht mehr oder weniger streng zu regulieren, wie normale Zigaretten? (Ab 16 oder von mir aus 18 und riesige Warnhinweise und Steuer, nicht in Rauchverbotszonen, bzw normale Zigaretten nur noch in Apotheken)

    Mir kommt es so vor, als ob man die E-Zigarette hier eher mit einem Apfel vergleicht und nicht mit normalen Zigaretten.
  • Keine neue Theorie

    04.11.2013, Gunter Berauer, München
    Bei den Aussagen des Beitrags von einer neuen Quantentheorie zu sprechen, ist ein wenig vermessen. Denn alles, was in dem Beitrag als neu bezeichnet wird, ist eine direkte Folge der doch schon ziemlich alten Kopenhagener Deutung der Quantenmechanik, die auch heute noch als Standardinterpretation gilt. Auch sie kombiniert schon Quanten- und Wahrscheinlichkeitstheorie - genauso, wie es der im Beitrag so bezeichnete QBismus tut. Nach Kopenhagen sagt uns die Wellenfunktion, mit welchen Wahrscheinlichkeiten bei einer bestimmten Wechselwirkung zwischen Teilen der Welt sich die verschiedenen Werte von Eigenschaften manifestieren können. Dabei ist die Art der in Betracht gezogenen Wechselwirkung bereits in der Wellenfunktion erfasst. Aus diesem Spektrum der Möglichkeiten wählt dann die Natur bei der Wechselwirkung durch den Kollaps der Wellenfunktion je einen Wert pro Eigenschaft aus, der so zum Faktum wird. Die vor der Beobachtung bestehenden Möglichkeiten als gleichzeitig nebeneinander bestehende Fakten aufzufassen, bedeutet eine Gleichsetzung von Möglichem und Faktischem, die schon immer unvereinbar war mit der Kopenhagener Deutung. Danach waren es schon immer Fehlinterpretationen der Quantenmechanik zu behaupten, Teilchen könnten sich gleichzeitig an verschiedenen Orten aufhalten, oder Schrödingers Katze sei, solange man nicht nachschaut, gleichzeitig tot und lebendig. Schon nach Bohr, Born und Heisenberg war klar, dass sich vor einer Wechselwirkung in aller Regel mehrere Möglichkeiten überlagern, Fakten aber eben nicht. So wäre es ja auch beim Lottospiel unsinnig, vor der Ziehung der Zahlen zu behaupten, man habe gleichzeitig gewonnen und verloren. Siehe dazu auch meinen Leserbrief im Spektrum 2/2013, S. 7.

    Auch war schon immer klar, dass die bei einer Wechselwirkung zwischen einem beobachteten Teil A und einem beobachtenden Teil B der Welt eine Wellenfunktion wirksam wird, die die Teile A und B verbindet, und dass deshalb selbstverständlich der Beobachter das Messergebnis (mit)bestimmt. So fungiert bei Experimenten am Spalt dieser selbst als Beobachter und engt durch seine Breite das Spektrum der Impulswerte, die sich an einem den Spalt passierenden Photon manifestieren können, mehr oder weniger ein. Auch war schon immer klar, dass bei einem menschlichen Beobachter auch seine Erwartungen eine Rolle spielen, weil er die Art seiner Beobachtung meist auch auf diese Erwartungen ausrichten wird. Also, alles nichts Neues. Und da nach Kopenhagen die Wellenfunktion nur Möglichkeiten beschreibt, ist sie natürlich auch nichts immanent Reales. Der Begriff der Wahrscheinlichkeit ist ja (das wird jeder Mathematiker bestätigen) ein abstraktes, man kann auch sagen ein transzendentes Konstrukt. Diese Tatsache äußert sich auch darin, dass man Wahrscheinlichkeiten nicht exakt beweisen, sondern nur über relative Häufigkeiten näherungsweise bestätigen kann. Auch präsentiert der QBismus keineswegs, wie im Beitrag behauptet, eine neue Wirklichkeit. Es war schon immer klar, dass das Ergebnis eines Experiments erst durch das Experiment selbst erzeugt wird und nicht schon vorher existierte. Diese Sicht wird auch z.B. von dem Wiener Professor Zeilinger bezüglich der Polarisation von Photonen immer wieder konstatiert. Man kann sogar auf Immanuel Kant zurückgreifen. Denn hätten die Objekte die beobachteten Eigenschaften a priori, dann wären sie nach Kant Dinge-an-sich. Diese könnte man aber, so Kant, wenn es sie gäbe, gar nicht wahrnehmen. Und etwas anzunehmen, was man durch nichts nachweisen kann, ist nach Kant und Popper wenig sinnvoll.

    Insgesamt gesehen muss man dem QBismus bescheinigen, dass er eine alte Kamelle ist. Positiv daran ist allerdings, dass seine Protagonisten offenbar die immer noch und immer wieder begangenen Interpretationsfehler der Quantenmechanik erkannt haben. Aus der Erkenntnis, etwas bisher falsch interpretiert zu haben, sollte man aber keine „neue Theorie“ machen wollen. Für weitere Informationen/Literatur zu diesem Thema verweise ich auf meine Webseite www.berauer.org.“
  • Auftrag des Schulsports - welche Einsicht!

    31.10.2013, Der anonyme Sportdidaktiker
    Ich finde den Beitrag wirklich ausgesprochen spannend und inspirierend. Aber an einer Stelle muss man staunen:

    "Deshalb stellten wir uns die Frage, welche Aufgabe der Schulsport hat. Dabei wurde mir erst bewusst, dass der Schulsport auch eine pädagogische Funktion hat. "

    Der Sportunterricht ist ja ein relativ gut legitimiertes Fach in der BILDUNGsinstitution Schule. Dass nun das Bewusstsein für seine pädagogische Funktion erweckt wird, ist zwar erfreulich, kann aber vor dem Hintergrund von Tonnen an Literatur zum Thema nun wirklich nicht überraschen.

    Offenbar interessante Einsichten eines Hirnforschers?
  • DM

    31.10.2013, Mathias Völlinger
    OK, das mit dem WIMPs hat jetzt wieder neue Grenzen ergeben. Was wäre denn eigentlich, wenn die dunkle Materie wirklich aus "Punktteilchen" bestünde, wie Elektronen, jedoch ohne elektrische Ladung und ohne schwache Wechselwirkung? Unbegrenzte Lebensdauer und dimensionslos in der Ausdehnung, jedoch mit kinetischer Energie und Ruhemasse und mit Phasenraumkoordinaten (Ort, Impuls), welche den Unschärferelationen genügen. Die einzige Wechselwirkung wäre dann wirklich rein gravitativ, was Einzeldetektionen praktisch gänzlich ausschließen würde. Als Gas im Kosmos würden diese trotzdem die Dynamik im Großen relevant mitbestimmen.
  • Kunststoff Recycling

    31.10.2013, Oliver D
    Schon seit vielen Jahren kämpft die Bürgerinitiative für Kryorecycling für die Umsetzung des Kunststoffrecycling-Verfahrens nach Professor Rosin. Dabei werden Kunststoffe und auch Elektronikschrott bei Tieftemperaturen gemahlen und sortenrein getrennt zur Wiederverwertung. Leider wird diese existenzielle Zukunftstechnologie durch den industriellen Komplex der Chemieindustrie und besonders der Müllverbrennung vehement unterdrückt. Spektrum.de sollte sich nicht durch deren Propaganda der Alternativlosigkeit zur Müllverbrennung und -deponierung blenden lassen, sondern das Kryorecycling diskutieren.
  • Wie sieht es anderswo aus?

    31.10.2013, Liane Mayer
    Gibt es ein "ranking" unter den Städten, wo man sich informieren kann, wie gut z. B. die eigene Heimatstadt ihren Müll managt? Vielleicht motiviert ein solches (wenn es regelmäßig aktualisiert wird) ja die Stadtväter und - mütter, diesem Problem verstärkte Aufmerksamkeit zu widmen? ("wir haben uns durch Maßnahme xy vom 87. auf den 34. Platz emporgearbeitet!")
  • Viele Studien zitiert

    31.10.2013, Theodor Much, Wien
    Mein Name ist Theodor Much und ich bin der Autor des Buchs "Der grosse Bluff: Irrwege und Lügen der Alternativmedizin". Das Buch wurde bei Ihnen vorgestellt, allerdings - wie ich meine - von jemanden, der sich nicht die Mühe machte, das Buch komplett zu lesen. Ich habe absolut nichts gegen eine fundierte Kritik einzuwenden, wobei mir bewusst ist, dass dieses Thema sehr unterschiedlich gesehen wird (also polarisiert), wobei Anhänger der esoterischen Scheinmedizin das Buch nicht gerade lieben werden.
    So behauptet der Autor dieser Rezension unter anderem, dass in meinem Buch wissenschaftliche Studien nicht erwähnt werden. Unsinniger kann eine Behauptung nicht sein. Ein Beispiel: Geht es um die Homöopathie, dem Flagschiff der medizinischen Esoterik, finden Sie auf den Seiten 114 bis 122 und 144 bis 146 zahlreiche ausführlich besprochene Studien zum Thema (vielleicht so gar zu viele Studien, da es ja ein Buch für medizinische Laien geschrieben wurde). Hätte der Mann das Buch gelesen, wäre ihm ausserdem aufgefallen, dass es hier auch um Esoterik geht, also um die Darstellung der Hintergründe vieler scheinmedizinischer Verfahren. Verlangt er im Ernst von mir, die Leser mit endlosen Studien zur Esoterik zu langweilen? In manchen Fällen ist es ausserdem durchaus legitim, die Leser auf den Hausverstand hinzuweisen, denn um Unsinn zu widerlegen, benötigt man manchmal keine Studien (meine Vorgangsweise bezeichnet er als "Floskeln").
    Ich bin erstaunt, dass eine wissenschaftlich orientierte Zeitschrift, die auch die Aufgabe hat, Menschen aufzuklären und sie vor unsinnigen, oftmals gefährlichen medizinischen Praktiken zu warnen, ein Buch das genau dieser Aufgabe übernimmt, derartige unseriöse Rezensionen zulässt und somit Aufklärung erschwert.
    Es wäre daher nur fair, jemanden mit einer neuerlichen Rezension zu beauftragen, der keine Sympathien für esoterische Scheintherapien (vielleicht auch Astrologie und sonstige Esoterik) aufbringt und auch bereit ist das Buch zuerst zu lesen.

    Antwort der Redaktion:
    Vielen Dank für Ihre Zuschrift. Auch wenn Sie in Ihrem Werk auf zahlreiche Studien zurückgreifen – mir ging es darum, dass Formulierungen wie "Untersuchungen in aller Welt zeigen", die in dem Buch häufig vorkommen, aus wissenschaftlicher Perpektive keine belastbare Argumentationsgrundlage darstellen. Aus meiner Sicht wäre es besser gewesen, stets auf konkrete Studien zu verweisen und auf deren jeweilige Ergebnisse sowie gegebenenfalls Stärken und Schwächen einzugehen.

    Mit besten Grüßen
    Julian Jakubiak
  • Rolle des Zufalls

    30.10.2013, Martin Piehslinger, Wien
    Soweit ich das Standardmodell und den den QBismus verstehe, wird die Rolle des Zufalls, der im Standardmodell eine ganz andere Qualität als im Alltag hat, im QBismus wieder auf die gleiche Art von Zufall zurückgeführt, der auch dem Roulette zu Grunde liegt: Wo die Kugel zu liegen kommt, ist im Prinzip bestimmt und wäre bei hinreichend genauer Kenntnis der Anfangsbedingungen vorherzusagen, wird dem Beobachter aber trotzdem erst bei der Beobachtung bekannt.
  • Klettern

    30.10.2013, Baumann Eduard
    Klettern ist in dieser Hinsicht besonders gut.
  • Alltag für ADHS Kinder

    30.10.2013, Artgerecht
    Für mich als Mutter bedeutet es viel Eigeninitiative damit meine Kinder genügend Bewegung bekommen.
    Der Grund dafür ist, dass es nur wenig Sportvereine gibt die Aktivitäten in kleinen Gruppen anbieten. Der Unterricht in der Grundschule bereits in 90 Min. Blöcken "verabreicht" wird, auf dem Schulhof kaum Möglichkeiten zum spielen sind und die Nachmittage verbringen wir mit Hausaufgaben machen.
    Mir ist es sehr wichtig das meine Kinder genügend Bewegung bekommen, doch erfordert es ein sehr hohes Maß an Engagement der Eltern, von denen sich nicht alle den Luxus leisten können, nur für die Kinder da zu sein, sondern oft noch beide Arbeiten müssen.