Lesermeinung - Spektrum der Wissenschaft

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  • Viele Aspekte, aber ein sehr wichtiger fehlt - die Lebensmittelindustrie

    11.05.2016, Nina-Yvonne Michalk
    Ich habe ihren Beitrag am Ende doch nur überflogen, weil auch ich feststellen musste, dass sie zu Allgemeinplätzen neigen, die so nicht stimmen. Darüberhinaus fehlt ein Aspekt. Ich kenne viele Menschen, die ihre Ernährung umstellen als Reaktion auf die immer perverser werdende Lebensmittelindustrie. Abgesehen von den vielen Skandalen (Gammelfleisch et al) ist auch die gut funktionierende vorzeigbare Lebensmittelindustrie so dermaßen technologisiert, dass sie uns von unseren Lebensmitteln geradezu entfremdet. Tiere sind reine Fleischgeneratoren oder gar Fleischmutanten. Das lässt Menschen zu Vegetariern werden.
  • Die gemachten Erfahrungen sind unterschiedlich

    11.05.2016, Olaf P.
    Unser große Tochter (18) lebt seit einigen Jahren vegetarisch. Ausnahmen sind Fleisch aus Demeterhaltung (unbezahlbar) oder Haushaltung/-schlachtung (selten) und, wir sind ein Jägerhaushalt, selbsterlegtes Wild. Durchschnittlich eins- bis zweimal Fleisch im Monat. Der körperliche Zustand ist sehr gut.
    Unsere kleine Tochter (16) lebt seit einem Jahr vegan. Vermutlich um Mutter zu ärgern, weil Nasenring, etc. für uns keine Probleme darstellen. Sie isst ca. 6-8 Mahlzeiten am Tag. Nudeln, Reis, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Salat, Tomaten, etc. Nicht ausgewogen weil Ergänzungsmittel sind "nicht natürlich". Sie kocht alles selber und isst in ihrem Zimmer vor dem Computer. Letzte gemeinsame Mahlzeit liegt mehr als 12 Monate zurück. Der körperliche Zustand: teigige Haut, strähnige Haare und sie ist fett geworden. Wabbelig wäre der besser Ausdruck. Wie ein Industriemastschwein, dessen Fleisch in der Pfanne schnell schrumpft und nach nichts schmeckt. Über den geistigen Zustand möchte ich nicht spekulieren.
    Wir, die Eltern essen familienbedingt sehr oft vegetarisch, regelmäßig Wildbret und nur ausnahmsweise Fleisch aus dem Supermarkt. Wir nutzen Obst + Gemüse aus dem eigenen Garten. Alles andere wird gekauft. Oft kochen wir vegan, um unsere Kleine wenigstens zu gemeinsamen Mahlzeiten zu animieren. Nützt aber nichts, weshalb wir das vegane Essen dann selber genießen (müssen). Unser Zustand: altersbedingt. (Ich gehe auf die 50 zu) Meine letzte Untersuchung ergab keine Auffälligkeiten. Die Gefäße ohne sichtbare Ablagerungen, der Blutdruck 120 zu 70.
    Wir stecken recht tief in dieser Materie, können als gelernte Landwirte auch sehr gut mit einer Nährwerttabelle umgehen (auch wenn wir es für Nutzvieh erlernt haben, aber Eiweiß ist Eiweiß)
    Und darum gefällt mir der Artikel sehr gut! Vielen Dank!
    Dieser und die Kommentare zeigen den religiösen Eifer, mit dem "Nahrungsspezialisten" ihre Ernährung verteidigen. Ob man Recht hat oder nicht, Hauptsache man ist dem anderen moralisch überlegen.
    Unsere Heimische Natur würde weder vegetarische, schon gar kein vegane Ernährung ermöglichen. Diese ist nur möglich weil exotische Früchte mit bestimmten Inhaltsstoffen rund um die Welt gekarrt oder Ergänzungsmittel in der Chemiefabrik künstlich hergestellt werden. Das wird gern vergessen.
    Darum erinnere ich an das Wissen der Alten, Mäßigung und Abwechslung und an den Feiertagen auch mal übertreiben!
    P.S. Unser Töchter sind "Einser-Abiturientinnen". Wir, die Eltern haben beide einen landwirtschaftlichen Hintergrund bzw. eine abgeschlossene, landwirtschaftliche Ausbildung, arbeiten heute in völlig anderen, bürgerlichen Berufen und leben in der Stadt.
  • oberflächlich und falsche Unterstellung

    11.05.2016, Hannes Ou.
    Sehr geehrte Frau Burger,

    ein Punkt , der bisher noch nicht von Kommentatoren kritisiert wurde mich aber an Ihrem Artikel stört, ist die Reduzierung des Vegetarismus und Veganismus nur auf die Ernährung.
    Viele Menschen entscheiden sich vordergründig nicht aus gesundheitlichen Gründen und erst recht nicht dadurch, dass sie sich moralisch den "Fleischessern" oder Vegetariern überlegen fühlen können, wie Sie es durch ein Zitat von Herrn Klotter unterstellen, für den Veganismus, sondern um z.B. das Tierleid zu verringern oder den Ressourcen- und Landverbrauch zu minimieren, da sie Lebensmittel direkt essen und nicht ineffizient an Tiere verfüttern. Außerdem verzichten Veganer auch auf nicht essbare Produkte tierischen Ursprungs und das Besuchen von Einrichtungen zur Bespaßung des Menschen auf Kosten der Tiere (Zirkus,Zoo).

    Ihr Artikel erweckt den falschen Eindruck das alle Veganer blind einen Modetrend folgen, vermehrt zu "Fleischalternativen" mit Geschmacksverstärkern greifen, sich nur über die eigene Gesundheit Gedanken machen und dazu noch meinen sie wären allen Anderen moralisch überlegen.

    Bisher von mir geslesene Spektrum Artikel zeichneten sich durch eine neutrale und differenzierte Betrachtung der Thematik aus und verzichteten auf plumpe Unterstellungen. Dieser Artikel würde aber eher in eine Boulevardzeitung passen.
  • Trotz der berechtigten Kritik der Kommentare...

    11.05.2016, Frank
    ... ein Spektrum-würdiger Artikel. Mir persönlich ist allerdings aufgestoßen, dass man als sich gesund-ernährender Mensch "kein Genießer" sein könne. Dabei ist es doch für jemanden der z.B. unter der Woche Kalorien zählt und Grünzeug mümmelt am Wochenende umso schöner, wenn er sich für die Disziplin selbst "belohnt".
  • Danke

    11.05.2016, Edmund
    Hallo Daniel,

    ja, diese Erklärung macht Sinn. Deshalb dachte ich ja auch, dass man ausgehend von einer Schneise ein Gegenfeuer entzündet, um auf diese Weise dem eigentlichen Feuer das brennbare Material zu nehmen. Denn ab einer bestimmten Breite der so entstehenden Schneise müsste es dann ja auch das stärkste Feuer schwer haben, diese zu überspringen. Wenn nicht gerade ein Sturm bläst, der brennende Teile sehr weit fliegen lässt.

    Doch wahrscheinlich ist das alles graue Theorie, die sich in der Praxis nicht anwenden lässt. Sonst würde es ja gemacht.

    Was nicht die (weitere) Frage beantwortet, warum man nicht prophylaktisch den Wald in Segmente unterteilt, die von entsprechend breiten Schneisen getrennt werden. Oder zumindest mit den Orten und Ansiedlungen entsprechend große Abstände zum Wald hält. Diese freien Flächen kann man ja bspw. beweiden, so dass nahezu kein brennbares Material mehr übrig bleibt.
    Antwort der Redaktion:
    Hallo Edmund,

    ich nehme an, derart breite Schneisen anzulegen funktioniert aus zwei Gründen nicht: zu teuer und aufwändig - und es zerstückelt ein wichtiges Ökosystem und dessen Funktionalität.

    Viele Grüße
    Daniel
  • Ratespiel, was essen Vegetarier ?

    10.05.2016, Stefan
    Ich mag diesen Satz: Viele vegane und glutenfreie Lebensmittel strotzen beispielsweise vor Zusatzstoffen.

    Irgendwie denken Fleischesser immer, wir leben nur von dem ekelhaften Fleischersatz, bloss weil sie in ihrer eingeschränkten Wahrnehmung immer nur an Fleisch und Wurst denken. Nur mal so zur Klärung: Vegetarier und Veganer essen Pflanzen. Gemüse. Obst. Hülsenfrüchte. Getreide.


  • Entäuschend

    10.05.2016, Svenja S
    Liebe Redaktion,

    ich muss zugeben, dass ich begeisterter Spektrumleser bin.
    Bei folgendem Satz aus Ihrem Artikel wünsche ich mir mehr Recherche:

    "Gefährlich wird das Ganze, wenn Milch etwa auch Kleinkindern vorenthalten wird, weil die Eltern sie für ungesund halten. Vegan ernährte Kinder können unter einem Vitamin-B12-Mangel leiden, wenn das Vitamin nicht per Tablette zugeführt wird."

    Bitte recherchieren Sie hier genauer. Milch enthält wensentlich weniger B12 als Fleisch. Zudem können auch Menschen, die Fleisch verzehren durchaus einen B12 Mangel haben. Daher sollte sich jeder Mensch (mit steigendem Alter sowieso) mit seinen B12 Werten befassen und ggf. vorbeugen.

    Zudem erwähnen Sie, vegane Produkte seien ungesund aufgrund von Zusatzstoffen ("Viele vegane und glutenfreie Lebensmittel strotzen beispielsweise vor Zusatzstoffen.").

    Hier haben Sie nur bedingt recht, da die meisten veganen Lebensmittel (Obst, Gemüse) Zusatzstoff-frei sind und nur die Nahrungsersatzmittel stark verarbeitet sind (hier haben Sie selbstredend recht). Allerdings sei auch eine Lanze an dieser Stelle für die Veganer gebrochen, denn Veganer essen nicht automatisch Fleischersatzmahlzeiten, diese Veganer sind eine Minderheit.

    Zudem möchte ich an dieser Stelle darauf hinweisen, dass auch "herkömmliche" Ernährung, je nach Ausprägung sehr ungesund sein kann. Wer über die Zusatzstoffe veganer Fleischersatzprodukte moniert und auf Grund dessen behauptet, Veganismus sei ungesünder als konventionelle Ernährung, der sei herzlich dazu eingeladen, die Zutatenliste seiner Wurst-und Käseprodukte der gleichen Kontrolle zu unterziehen.

    Geschmacksverstärker sind da nur das geringste Übel. Gerade wenn man mal recherchiert was das "Natürliche Aroma" in Lebensmitteln genau meint und wie es gewonnen wird.

    Mich würde eine kritischere Beleuchtung einiger Studien sehr interessieren. Ich würde mir wünschen, dass Sie auch Artikel über Mythen der Ernährung (wie Calcium/Milch/Aufnahme des Körpers) und den Zusammenhang dieser Studien in der Finanzierung durch die "Lebensmittelindustrie" veröffentlichen.

    Ich würde mich sehr freuen, wenn meine konstruktive Kritik Ihnen an der Stelle weiterhilft und freue mich auf weitere interessante Artikel.

  • Wir müssen auch mal was gegen Ernährungstrends schreiben...

    10.05.2016, Erik Geibel
    ...und schließen uns dabei der Einfachheit halber einem Medientrend an - nämlich dem, eine Ernährung ohne tierische Produkte in den gleichen Topf mit allen Ernährungsmythen zu werfen. Dass Vegetarier/Veganer vielleicht noch gute weitere Gründe haben auf Fleisch und Fisch sowie ggf. Eier, Käse und Milch zu verzichten, ist dann halt auch im Bereich von Pseudoreligion und Weltanschauung zu verorten.

    Wie? Weniger Fleischproduktion verringert Klimagase, nimmt den Druck von der Landnutzung, erhält die Artenvielfalt und erleichtert die Ernährung von 7 Mrd Menschen?

    Ja, gut, darüber können wir ja wieder nächste Woche was schreiben - jetzt müssen wir mal wie DIE ZEIT so einen Artikel über Ernährungsdogmatismus schreiben und damit all den von diesen Gutmenschen genervten Lesern aus der Seele schreiben.

  • Zecken als Fallobst?

    10.05.2016, Dr. R. Sondermann
    Zecken fallen nicht von Bäumen, sie befinden sich in der Vegetation bis maximal 70-100cm Höhe und lassen sich von vorbeigehenden potentiellen Wirten abstreifen.

    In der mongolischen Steppe und Halbwüste (ich war seinerzeit zur Parasitenbekämpfung dort im Einsatz) wachsen keine Bäume, die Vegetation ist max. 30cm hoch, wir hatten an Schafen und Rindern massenhaften Zeckenbefall, vor allem im Hals- und Flankenbereich. Zecken wandern also am Körper in für sie vorteilhafte Körperregionen (dünne Haut). Beim Menschen sind deshalb Kniekehlen und Ellenbeugen besonders "beliebt".
    Die Entfernung gelingt uns (bei Tieren) am besten mit Zeckenzangen, direkt über der Haut des Wirtes nur Kopf und Mundwerkzeuge der Zecke fassen.
    Antwort der Redaktion:
    Lieber Leser,

    wenn Sie das Bild anklicken, geht die BU auf - darin wird der Mythos enttarnt ;-)

    Viele Grüße
    Daniel Lingenhöhl
  • Gemüse, Gemüse, Gemüse

    10.05.2016, Wolf Niese
    Gemüse kann man vielfältig und viel verzehren, ohne gesundheitliche Risiken einzugehen. Nicht so beim Obst, nicht so beim Fleisch, nicht so bei Milchprodukten. Heißt nicht, dass man nur Gemüse essen soll. Stimmt´s?
  • Universum

    10.05.2016, Sandro Dahse
    Zu Oannes, Wir definieren es so das der Raum aus 3 bzw 4 Dimensionen besteht. Wie der Raum nun wirklich aufgebaut ist werden wir wohl nie erfahren. Um eine Sache zu bestimmen oder zu bewerten muss man die Sache überschauen. Wie heißt es so schön, befinde ich mich in einem Tank und will diesen bewerten (Größe, Dimension) muss ich raus aus dem Tank.
    Zu R.N. Steigene Entropie heißt nicht zugemöltes Kinderzimmer, sondern das es immer mehr Möglichkeiten gibt wie das System aufgebaut sein könnte.
    Das Kinderzimmer ist in dem Zustand der Unordnung aber die Entropie besagt nur das ein System mehr und mehr Zustände annehmen KANN.

    Gruß aus Dahlenburg, freue mich auf Rückmeldungen
  • 3 Dimensionen sind notwendig

    10.05.2016, readone
    für Leben wie wir es kennen. Mit 2 Dimensionen und weniger können keine komplexen Organismen entstehen. Mit Dimensionen die höher als 3 sind gibt es keine stabilen Planetenumlaufbahnen. Zumindest hab ich das in Hawkings Buch eine kurze Geschichte der Zeit oder das Universum in der Nussschale gelesen. Welches von beiden es war weiß ich nicht mehr.
    Aber wäre die Dimensionszahl von 3 verschieden gäb es uns nicht um darüber nachzudenken.
    Das ist natürlich keine Erklärung. Nur so eine Zusatzinfo zu dem Thema.
    Mich würde es interessieren ob es nun aufgerollte Zusatzdimensionen gibt wie von der Stringtheorie gefordert oder nicht.
  • Zecke nach Stich aufbewahren und ins Labor bringen

    09.05.2016, Martin Wienand
    Viele Labore können Zecken auf Borreliose- Erreger untersuchen.

    Zecke nach Stich in ein kleines Glas stecken, im Internet nach Labor in der Umgebung suchen, hinbringen.

    Ist kein Labor in der Gegend, funktioniert dies auch über ins Labor geschickten Briefumschlag. Geht auch mit seit einer Woche toten Zecken.

    Der Check kostet ca. 40 Euro.

    Habe das letztes Jahr in München-Perlach machen lassen.

    Der Vorteil ist, dass man innerhalb von 48 Stunden Bescheid weiß und, falls notwendig, eine Behandlung beginnen kann. Diese bitte nur bei kompetenten Ärzten, die auf so etwas spezialisiert sind.

    Übrigens, Zecken beim Rausziehen nie quetschen, da sie sonst Borreliose-Erreger ins Blut kotzen. Auch kein Öl oder Vaseline benutzen. Besser mit spitzem Messer sehr behutsam raushebeln.
  • Wirklich?

    09.05.2016, Fritz Kronberg
    Die Rezension liest sich so, als würde den Umwelttheoretikern in diesem Buch zu 100% recht gegeben. Das kann ich mir nicht vorstellen. Da hat wohl der Rezensent entweder nicht richtig gelesen oder nicht richtig verstanden.
  • Expertenfrage

    09.05.2016, Edmung
    Kann mir bitte mal jemand erklären, warum man das Feuer nicht durch entsprechend breite Schneisen im brennbaren "Material", also dem Wald stoppen kann? Und wenn die Schneise steht, dann wenn möglich von der Schneise aus ein Gegenfeuer starten. So war doch zumindest früher die Vorgehensweise in solchen Fällen, oder nicht?
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Edmund,

    ich bin natürlich kein Feuerwehrmann, deshalb nur eine Theorie meinerseits: Das Feuer hier brennt als sehr heißes Kronenfeuer und springt dabei auch von Baumwipfel zu Baumwipfel - wahrscheinlich inklusive starkem Funkenflug. Diese Brände schaffen ihre eigene Thermodynamik, so dass brennende Pflanzenteile weit getragen werden und mühelos Schneisen überspringen. Diese helfen eher bei leichteren Oberflächenfeuern, bei denen nur der Unterwuchs brennt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl