Pressemitteilung | 20.03.2013

Spektrum Spezial Archäologie Geschichte Kultur 1/2013

Amerika vor Kolumbus

Die Ankunft der Spanier in der Neuen Welt am 12. Oktober 1492 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Doppelkontinents. Goldgierig, landhungrig oder in christlich-missionierender Absicht vernichteten die Eroberer das Meiste von dem, was sie an "präkolumbischer" Kultur vorfanden. Hochkulturen verschwanden genauso wie traditionelle Lebensweisen.

Spektrum der Wissenschaft
Bildzoom Spektrum Spezial Archäologie Geschichte Kultur 1/2013

Erst ab dem 19. Jahrhundert machten sich Forschungsreisende auf die Suche nach den Ruinen von Festungen und kultischen Zentren – mehr Jäger verlorener Schätze als Wissenschaftler. Seit gut einem Jahrhundert widmen sich Archäologen und Historiker der präkolumbischen Zeit.

Was "Altamerikanisten" entdeckten, öffnet ein Fenster in eine verschwundene, exotische und in vielem nach wie vor rätselhafte Welt. In dem Spektrum Spezial-Heft "Amerika vor Kolubus" wird sie beleuchtet.

Inhalt:
Die ersten Amerikaner

Die Hinweise mehren sich, dass Menschen die Neue Welt früher als bislang gedacht erreichten – und auch auf dem Seeweg dorthin kamen.

Zukunftsmodell Bauer
Olmeken, Maya, Inka – jede Hochkultur Altamerikas beruhte auf dem Fundament einer ertragreichen Landwirtschaft und damit auf einer Jahrtausende dauernden Entwicklung.

Spuren des Glaubens
Die Olmeken, Mittelamerikas älteste Hochkultur, kannten nach vorherrschender Meinung keine Priester, sondern Schamanen. Doch neue Indizien weisen in eine andere Richtung.

In vielen Schritten zur Schrift
Welche der Kulturen Altamerikas als erste Zeichen nutzte, um Botschaften in Stein zu fixieren, darüber lässt sich nur spekulieren. Auch dass nur die Maya die Entwicklung bis zu einem komplexen Schriftsystem konsequent verfolgten, bleibt ein Rätsel.

Mit den Azteken im Katasteramt
Die Azteken entwickelten eine Mathematik, die mit dem Untergang ihres Reichs in Vergessenheit geriet. Doch überlieferte Dokumente enthüllen ihre Rechenkünste.

Das Königreich der Schlange
Tief im Dschungel Yukatans gelegen, offenbart die Maya-Metropole Calakmul erst seit wenigen Jahren ihre Geheimnisse. Vor allem eines: Calakmul war der Erzfeind der mächtigen Stadt Tikal.

150 Jahre Trockenheit
Waren langjährige Dürren der Grund für den Niedergang der Maya? Indizien für die umstrittene These liefert das Meer.

Tropenwälder – eine alte Kulturlandschaft?
Wo heute dichter Dschungel wuchert, so die neue Sicht einiger Archäologen, gediehen einst miteinander vernetzte "Gartenstädte", in denen Amazoniens Ureinwohner Maniokfelder und Obstgärten hegten.

Kultur als Überlebensstrategie
Im Rahmen des Projekts "Anden-Transekt" gingen und gehen Archäologen gemeinsam mit Naturwissenschaftlern der Frage nach: Wie entstanden die ersten Hochkulturen Südamerikas – und was war der Grund für ihren Untergang?

Aufbruch ins Goldland
Als die spanischen Eroberer vor 470 Jahren in Peru einfielen und das Reich der Inka unterwarfen, hatten sie vor allem eines im Sinn: Gold.

Die Quipus der Inka
Die Buchhaltung des südamerikanischen Reichs arbeitete mit Knotenschnüren, den Quipus. Die darin kodierten Zahlen sind, im Gegensatz zu textlichen Inhalten, kein Geheimnis mehr.

Forschung auf dem Prüfstand
Archäologische Befunde, vorspanische und spanische Texte, paläoklimatische Daten – Altamerikanisten nutzen unterschiedliche Quellen, um das Leben der Indianer vor der Ankunft der Europäer zu rekonstruieren. Doch gerade, wenn alles gut zusammenzupassen scheint, empfiehlt sich eine kritische Haltung.

Exodus im Computer
Computersimulationen helfen Archäologen, das rätselhafte Verschwinden vorgeschichtlicher Indianervölker zu verstehen. DAI International

"Mehr als nur Büffel jagende Nomaden"
Der französische Historiker Gilles Harvard gibt Einblick in die Geschichte nordamerikanischer Indianer

98 Seiten, ISBN 978-3-943702-25-5, € 8,90

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