Das Forschungsgebiet der Epigenetik steht im Mittelpunkt des Sonderheftes "Gene und Umwelt", das aus den Vorträgen des Berliner Kolloquiums der Daimler und Benz Stiftung von 2012 hervorgegangen ist. Lassen Sie sich verblüffen von den aufregenden neuen Erkenntnissen – unter anderem über die erst kürzlich entdeckten epigenetischen Hintergründe der Alzheimerkrankheit.
InhaltsverzeichnisNeue Erklärungenmenschlichen Verhaltens
Erbanlagen und Umwelt konkurrieren nicht miteinander.
Was lange unvorstellbar schien:Sie beeinflussen sich gegenseitig.
Das interaktive Buch des Lebens
Wichtiger als die Gene selbst ist
die Steuerung ihrer Aktivität. Sie
bestimmt, wann welches wofür
genutzt wird. Darauf aber hat die
Umwelt entscheidenden Einfluss!
Verborgene Schalterim Gehirn
Erlebnisse und Erfahrungen können
sich auf das Ablesen einzelner
Gene in Nervenzellen auswirken –
mit Verhaltensänderungen bis hin
zu psychiatrischen Störungen als
möglicher Folge.
Verankerung frühkindlicher Erfahrungen im Erbgut
Wenn Zellen sich in Organen spezialisieren,
werden Gene durch
Anbringen von Markierungen dauerhaft
abgeschaltet. Auf dieselbe
Art hinterlassen frühe Eindrücke
lebenslange Spuren im Genom.
Wie Gene Gesundheit und Verhalten beeinflussen
An Volkskrankheiten sind viele
Gene und Umweltfaktoren beteiligt.
Sie im Einzelnen zu ermitteln
stellt Forscher noch immer
vor Probleme.
Die Epigenetik neurodegenerativer Erkrankungen
Zu Leiden wie der Alzheimerdemenz
tragen Mechanismen bei,
welche die Aktivität von Genen
ändern. Das eröffnet aussichtsreiche
neue Therapieansätze.
Vom Sozialverhalten zur DNA – und zurück
Unser soziales Umfeld ist durch
unsere Erbanlagen mitbestimmt,
wirkt aber auch auf diese zurück –
mit Konsequenzen bis hin zum
Schulerfolg von Kindern.
Gibt es ein Gen für Intelligenz?
Intelligenz ist großenteils ererbt.
Aber welche Gene sind dafür
verantwortlich? Bisher blieb die
Suche erfolglos. Analysen kompletter
Genome sollten jedoch
schon bald Aufschluss geben.
Wovon unsere Lebenszufriedenheit abhängt
Gemeinhin gelten Gesundheit,
Geld und eine liebevolle Beziehung
als Eckpfeiler eines glücklichen
Lebens. Doch auch die Veranlagung
hat viel mit unserem persönlichen
Wohlbefinden zu tun.
Was man für sein Gehirn tun kann
Unser genetisches Erbe setzt die
Rahmenbedingungen dafür, wie
geistig vital wir altern. Aber was
kann man selbst tun, um diesen
Rahmen auszuschöpfen? Wirksamer
als das viel gepriesene
Hirnjogging ist erstaunlicherweise
einfache körperliche Aktivität.
90 Seiten ISBN 978-3-943702-27-9, € 8,90



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