Allein vor dem Rechner sitzend, versunken in einer abstrakten Welt aus Bits und Bytes – das ist das Bild, das sich viele von der Arbeit des Informatikers machen. Tatsächlich sieht die Realität oft anders aus. So unterstützt die HITS-Gruppe "Scientific Databases and Visualization" (SDBV) Systembiologen durch die Einrichtung und Pflege spezieller Datenbanken. Das erfordert interdisziplinäre Zusammenarbeit und regen Austausch mit den Nutzern.

Systembiologen betrachten Vorgänge in lebenden Organismen nicht isoliert, sondern in größeren Zusammenhängen. Da sich hierbei schnell zu viele Informationen für einen einzigen Kopf anhäufen, arbeiten diese Forscher disziplinübergreifend zusammen. Während Experimentatoren sich zum Beispiel intensiv mit der Messung von Vorgängen innerhalb der Zelle befassen, haben Theoretiker etwa Stoffwechselketten und deren Kombinationen im Blick. Sie versuchen die zu Grunde liegenden biochemischen Prozesse in mathematischen Modellen zu formulieren, um nicht allein das "Wer reagiert mit wem?" zu beantworten, sondern auch Fragen wie "Wie schnell läuft die Reaktionskette bei den gegebenen äußeren Bedingungen ab?"…