In einer Studie, die Ende 2009 im Fachjournal "Neuron" erschien, untersuch­ten Neuroökonomen die Hirnaktivität unehrlicher Personen. Die Ergebnisse weisen laut der Autoren Thomas Baumgartner und Ernst Fehr von der Universität Zürich sowie Urs Fischbacher von der Universität Konstanz darauf hin, dass Menschen, die mit großer Wahrscheinlichkeit ein Versprechen brechen, einen emotionalen Konflikt erleben. Die Forscher zogen daraus weit reichende Schlüsse: Ein einzigartiges, "betrügerisches" Muster von neuronaler Aktivität erlaube es nicht nur, ehrliche und unehrliche Menschen voneinander zu unterscheiden. Man könne allein durch den Blick ins Gehirn sogar vorhersagen, ob sich eine Person zukünftig fair verhalten werde oder nicht …