Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • In Memory of Halton Arp

    26.01.2014, Ernst Karl Kunst, Königswinter
    Ich denke, dass Halton Arp nicht so ganz Unrecht hat(te), wenngleich er mit seinen Vorstellungen zur Rotverschiebung der Quasare gewiss übers Ziel hinaus geschossen ist. Aber die Auswertung der Rotverschiebung weit entfernter Galaxien seit den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zeigt - und seitdem immer genauer - eindeutig, dass diese ein wellenartiges Muster aufweist, das zur linearen Zunahme in Relation zur Entfernung nach der heutigen kosmologischen Theorie in Widerspruch steht. Jedenfalls kann die Big Bang-Hypothese dieses physikalische Phänomen nicht ansatzweise erklären.
    Auf jeden Fall war H. Arp ein mutiger Wissenschaftler, der Widersprüche zur geltenden Theorie nicht einfach unter den Teppich kehrte. Er hat sich damit um die Wissenschaft verdient gemacht, denn Letztere ist im Kern: Ständiger Zweifel!
  • Nicht die nächste Supernova der letzten 25 Jahre

    23.01.2014, Andreas Brunthaler, Bonn
    Es ist nicht ganz korrekt, das die neue Supernova 2014J in M82 die allernächste seit 25 Jahren ist: Die Supernovae 1993J, 2004am und 2008iz waren alle bei der gleichen Entfernung. Die letzten beiden waren ebenso wie S014J in M82.
  • Rosetta ist aufgewacht - und wo steht sie am Himmel?

    23.01.2014, Bernhard Schröck, Hochheim
    Auch wenn man sowohl den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko als auch Rosetta nicht - auch nicht im kleinen Teleskop - sehen kann, wäre es doch hilfreich, eine "Aufsuchkarte" zu sehen, damit man sich überhaupt vorstellen kann, woher die ersehnten Signale gekommen sind.
    Freundliche Grüße
    Bernhard Schröck
    Antwort der Redaktion:
    Der Komet befindet sich derzeit im Sternbild des Schützen bei ca. 18h40m Rektaszension und -27 Grad Deklination, also am Taghimmel ziemlich nahe an der Sonne. Der Komet ist derzeit vermutlich schwächer als 21. Größe.

    Bei der derzeitigen Entfernung zwischen Erde und Komet bzw. Rosetta von rund 900 Millionen Kilometern und der derzeitigen Distanz von "nur" 9 Millionen Kilometern zwischen Komet und Rosetta ist die Raumsonde am Himmel weniger als ein halbes Grad von 67P/Tschurjumow-Gerasimenko entfernt.

    UB
  • John Lowry Dobson

    23.01.2014, C. Richter
    Wenn Dobson nicht gewesen wäre, wäre die Astronomie nur für Wissenschaftler. John Dobson ebnete den Weg für die Amateurastronomie. Wie die Erfindung, die seinen Namen trägt, so war in meinen Augen auch John Dobson: Einfach genial.
  • Drehimpuls-Erhaltung?

    18.01.2014, Dipl.Ing. Peter Kirsch, Linz, Österreich
    Ich stelle mir vor, dass auch der ursprünglich in der Elternwolke enthaltene Drehimpuls von Einfluss auf das Kräftegleichgewicht ist, weil Fliehkräfte entstehen, wenn "die Bienen den Korb umschwirren". Dabei sind dann unterschiedliche Kombinationen vorstellbar: Massenreiche Elternwolke und kleiner Drehimpuls wird vermutlich einen stabileren Sternhaufen bilden, als eine massenarme Wolke mit großem Drehimpuls usw.
    Da man den anfänglichen Drehimpuls wohl nicht feststellen kann, macht er Vorhersagen, aber auch Rückwärtsrechnungen unsicherer. Liege ich mit meiner Vermutung richtig?
    Antwort der Redaktion:
    Ja, mit dieser Überlegung liegt Herr Kirsch vollkommen richtig. In kleinen dichten Kernbereichen spielt der Drehimpuls nur eine geringe Rolle, wohl aber auf größeren Skalen. Der anfängliche Drehimpuls legt insbesondere fest, wie weit sich die Wolke als Ganzes zusammenziehen kann, also welcher Anteil des Wolkenvolumens dicht genug für das Einsetzen von Sternentstehung werden kann.
  • Planetenfutter

    14.01.2014, Sylvia Didem, Oldenburg

    Jeden Tag fallen Staub und kleine Meteoriten auf die Erde. Verbrennt alles zu Asche und Gasen und verschwindet auf Nimmerwiedersehen? Wird das Material aus dem All fast ausschließlich in Wärme umgewandelt? Oder nimmt die Erde dadurch an Masse zu? Wenn ja, kann man abschätzen, um wie viel Masse die Erde in den letzten vier Milliarden Jahren zugenommen hat?
    Antwort der Redaktion:
    Die Gesamtmasse der auf die Erde einfallenden Meteoroiden und Mikrometeoroiden ist immer noch ziemlich unsicher. Meist werden einige zehntausend Tonnen pro Jahr angegeben. Eine 2005 erstellte Übersicht mehrerer Abschätzungen aus der Literatur weist Zahlen zwischen 3000 Tonnen und 40 000 Tonnen aus. Die wirklich auf dem Erdboden ankommende Masse an Meteoriten wird auf ungefähr 5 Tonnen pro Jahr geschätzt. Der Rest (zumeist winzige Teilchen) verdampft völlig und wird zunächst Teil der Erdatmosphäre.

    Hochgerechnet auf das Alter der Erde beläuft sich das auf die Größenordnng von 100 Milliarden Tonnen, also weit weniger als ein Milliardstel der Erdmasse. Das gilt für die sozusagen fertige Erde. Während ihrer Entstehung und in den ersten Jahrmillionen danach sah das selbst verständlich ganz anders aus!
  • Polarlichter

    09.01.2014, Walter Kraul, Icking
    Kürzlich hatte ich Gelegenheit, Nordlichter zu sehen. Dabei kamen mir Fragen:
    Der Literatur entnahm ich, dass Nordlichter in Höhen von 80 bis 100 km Höhe auftreten. Die untere Grenze ist in Ihrem ArtikeL "Der Sturm der Aurora Borealis" (Heft 10 / 2013) in etwa bestätigt. Es wundert mich aber, dass diese sensible Erscheinung bis in so große Höhen stattfinden soll, wo doch ganz andere Zustände herrschen.
    Der "Sonnenwind" besteht aus Protonen und Elektronen, die bei Eruptionen ausgestoßen werden. Die meiste Materie fällt doch auf die Sonne in Bögen zurück, was bewirkt den Sonnenwind und warum neutralisieren sich die Partikel nicht auf ihrem etwa 40 stündigem Weg zur Erde?
    Antwort der Redaktion:
    Der Sonnenwind, jedenfalls die dichten schnellen Wolken, von denen deutliche Polarlichter ausgelöst werden, besteht aus dem Teil der Eruptionswolken, die nicht auf die Sonne zurückfallen. Daneben gibt es einen beständigen Sonnenwind, der einfach durch den sehr großen thermischen Druck des heißen Koronagases von der Sonne wegströmt.

    Die Teilchen neutralisieren sich nicht, weil das Gas (Plasma) extrem dünn und anfänglich auch viel zu heiß ist. Wegen der geringen Dichte reichen selbst ein paar Tage nicht aus, damit sich hinreichend viele Elektronen und Protonen begegnen. Im interstellaren Raum kann die benötigte Zeit für die Neutralisierung in die Jahrmillionen gehen.

    UB
  • Hesiodus-Lichtstrahl: Danke für die Anregung

    05.01.2014, Christof Wiedemair, Bruneck
    Sehr geehrter Herr Dieme,
    vielen Dank für die Anregung zu dem Phänomen im Hesiodus-Krater auf dem Mond. Die Astrogruppe des Cusanusgymnasiums in Bruneck, Südtirol hat die Idee begeistert aufgenommen und das Wetter hat auch noch mitgespielt. Unser Ergebnis finden sie hier unter den Leserbildern und nochmals als ausführlicher Bericht unter:
    http://astrocusanus.org/projekte/hesiodus/hesiodus.html
  • Gefällt mir!

    14.12.2013, Frank
    Tolles Foto!
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  • Chinas Mondfahrt

    09.12.2013, Dieter Zude
    Ihr Artikel ist ja jetzt ein paar Tage her. Warum höre und lese ich keine Neuigkeiten? Hat das denn nun funktioniert? Wie weit ist das Vorhaben denn jetzt gediegen? Ich finde keine weiteren Infos im Netz.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Zude,

    Chang'e 3 fliegt ruhig dem Mond entgegen. Am Wochenende soll dann dort der "Jadehase" abgesetzt werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Über die aktuelle Ausgabe (12|2013)

    07.12.2013, Tom Radziwill
    Auch wenn ich Sie schon früher für Ihre Arbeit an „Sterne und Weltraum“ gelobt habe, möchte ich dies gern noch einmal tun: Ich bin begeistert von der aktuellen Ausgabe (12|2013). Diese Ausgabe ist ein grandioses Beispiel für die Vielfältigkeit, die Sie immer wieder in Ihren Ausgaben bieten: Von hochinteressanten aktuellen Forschungsberichten, die z.B die Themen Schwarze Löcher und Exoplaneten behandeln, über praxisorientierte Beiträge (Ihre visuelle Deep-Sky-Serie ist bei diesem Wetter einfach nur schön zu lesen), und natürlich die Artikel, die sich mit dem aktuellen Himmel beschäftigen. Es ist einfach immer wieder alles dabei, und SuW versüßt manch wolkenverhangenen Abend in diesen Tagen.

    Diese Vielfalt zwischen Theorie (Forschungen) und Praxis (Amateurastronomie) darf auch nicht verloren gehen.
    Besonders freue ich mich über die zahlreichen Artikel über Kometen - speziell natürlich ISON - in der aktuellen Ausgabe, denn diese schaffen es ja nicht jedes Jahr auf die Titelseite. Vor allem aber der Artikel über die „Top Ten“ der Kometen, den übersichtlichen Beobachtungskalender über ISON und die zahlreichen Bilder der vergangenen Kometen schüren deutlich die Vorfreude auf dieses Ereignis.

    In diesem Sinne: Clear Skies!

  • Isons Ende

    04.12.2013, Uwe Wunderlich, Waltrop
    Okay, Ihre Theorie war richtig. Ison zerfleddert, der geneigte Leser enttäuscht. Bis zur nächsten Ankündigung eines Jahrhundertkometen ... :-)
  • Materie-Einfall in ein Schwarzes Loch

    03.12.2013, Johannes Kippenberg, Karlsruhe
    Die Leserbrief-Antwort von Herrn Gillessen auf S. 10 der Dezemberausgabe wirft eine weitere Frage für mich auf: Den allgegenwärtigen Formulierungen folgend ging ich immer davon aus, in dessen Schwerkraftfeld gefangene Materie würde irgendwann "in das Schwarze Loch stürzen".
    Wenn nun aber diese Materie in Wahrheit für einen außenstehenden Beobachter im Zuge Ihrer einsteinschen Dilatations-Meditation am Ereignishorizont des Loches quasi geparkt wird, so sollte doch das vielzitierte und in SuW 11/2013, S. 46-51 ausführlich diskutierte Informationsproblem in der Realität gar nicht auftauchen, da die Materie nicht verschwindet, sondern nur in einer Art Sackgassen-Einbahnstraße parkt. Vermeidet die Natur den Informationsverlust auf diese Weise?
  • Koma weggeblasen?

    30.11.2013, Uwe Wunderlich, Waltrop
    Hmm, wäre es möglich, dass die Kometenkoma durch den enormen Strahlungsdruck der Sonne während des Perihels komplett "weggeblasen" wurde und sich jetzt wieder beginnt zu entwickeln? Das würde bedeuten, dass der Kern weitestgehend intakt ist. Naja, nur die Theorie eines interessierten Laien am frühen Morgen. ;-)
    Antwort der Redaktion:
    Und hier die Antwort eines interessierten Profis am frühen Morgen, der aber kein Experte für Kometen ist. Offenbar wissen auch die Experten nicht wirklich, was da im Moment vorgeht. Die Koma eines Kometen wird ja zu jeder Zeit ständig weggeblasen. Sie existiert nur, so lange sie sich permanent durch Verdampfen erneuert. Wenn keine mehr da ist, dann hat einfach das Verdampfen aufgehört. Meine (physikalisch nicht schlecht begründete, glaube ich) Vermutung ist, dass der Kern sich wirklich vollständig aufgelöst hat. Es wird auch keine Koma mehr entstehen. Das, was wir da sehen, ist - entgegen allen Pressemeldungen und Bloggerüchten - meines Erachtens kein Komet mehr, sondern ein Trümmerhaufen, eine Staubwolke, eine Geröllhalde. Was viele Kommentatoren derzeit als neue Koma und neuen Schweifansatz deklarieren, hat weder die Form einer Koma noch eines (Gas-)Schweifs. Und es zeigt nicht von der Sonne weg. Das ist kein Komet ( = Verdampfungswolke eines Kometenkerns ) mehr. Sondern nur noch ein zerfledderter, zerfallender Staubschweif ohne klares Zentrum. In ein, zwei Tagen werden wir wissen, ob ich Recht hatte.

    Herzliche Grüße,
    Ihr Leserbriefredakteur,
    Ulrich Bastian
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