Lesermeinung - Sterne und Weltraum

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  • Gaia - Erbsenzähler im All - Respekt

    07.09.2013, Norbert Gregor Günkel, Wartenberg
    Man findet es leider nicht oft, dass Journalisten über "Sponsoring" informieren. Aber es stärkt das Vertrauen in die Berichterstatter, wenn sie dergleichen nicht verschweigen. Insofern schon mal: Respekt. Aber vielen Dank auch für den Bericht, der sehr anschaulich geschrieben und höchst informativ ist. Da weiß ich wieder, warum ich Fachmagazine wie Sterne und Weltraum lese.
  • Die Farbe der Sterne und die Masse

    06.09.2013, Peter Hofer
    "Mithilfe eines Fotometers lassen sich daraus ... Masse ermitteln". Wie funktioniert das?
    Antwort der Redaktion:
    Die Frage ist berechtigt. Direkt geht das nicht, sondern nur indirekt ueber unser Verstaendnis der Sternentwicklung. Direkte Massenbestimmungen sind nur bei Doppelsternen aufgrund der Keplerschen Gesetze moeglich. An diesen Bestimmungen muessen sich alle indirekten Methoden messen und eichen lassen.

    In der von Herrn Hofer zitierten Stelle ist Folgendes gemeint: Die Farbe und die absolute Helligkeit (fuer diese braucht man die scheinbare Helligkeit und die Entfernung) legen den Ort des Sterns im sogenannten Hertzsprung-Russell-Diagramm fest. Aus der Theorie der Sternentwicklung (und durch Vergleich mit direkten Massenbestimmungen, siehe oben!) koennen wir jedem Punkt in diesem Diagramm eine Masse zuordnen. Naja, nicht wirklich *jedem* Punkt, aber den meisten. Nur in einigen Bereichen des Diagramms gibt es Mehrdeutigkeiten.

    U.B.
  • Beschleunigte Expansion des Kosmos: sehr anschaulich

    01.09.2013, Jan Menzel, Frankfurt
    Der Artikel ist zwar schon von 2008, aber trotzdem: Danke für den knappen, aber sehr klaren Beitrag, der viel zum Verständnis des Themas "beschleunigte Expansion des Weltraums" beiträgt.
  • Kulturgut

    27.08.2013, Norbert Gregor Günkel, Wartenberg
    Wohin sind wir eigentlich gekommen, dass selbst der Nachthimmel in Euro und Cent bemessen werden muss? Was nicht quantifizierbar ist in Geld, das hat heute in der öffentlichen Diskussion offenbar keine Chance mehr. Das mag ja für Folge-Entscheidungen noch angehen. Aber für die grundsätzliche Frage darf es keine Rolle spielen: Der dunkle Nachthimmel ist ein Kulturgut. Er ist nicht mit Geld aufzuwiegen und nicht in Euro zu beziffern. Und es geht auch nicht um die Umrüstung der Straßenbeleuchtung, sondern schlicht ums Abschalten der überflüssigen Beleuchtungen. Wie viele Bauwerke werden die ganze Nacht beleuchtet! Und es kostet NICHTS, die Lampen abzuschalten, sondern spart sogar noch Energie und damit Kosten. Es wäre ein Anfang.
  • Kepler, ein Risiko für neue Welten

    22.08.2013, Cleto Tolpeit, St Lorenzen
    Dennoch hat Kepler unseren Horizont merklich erweitert. Wir wissen nun, dass Exoplaneten eher die Norm als die Ausnahme sind. Zweifelhaft sind aber die habitablen Planeten geblieben, derer es wenige gibt. Im Grunde ist es schwer, Exoplaneten sicher nachzuweisen. Ich hoffe, dass noch Missionen folgen werden.

    Ruhe in Frieden, Kepler!
  • Erkenntnisgewinn ?

    18.08.2013, B. Neelen, Elze
    Die NASA erhält ca. 17 Mrd Dollar und die 11 Geheimdienste der USA bekommen ca. 30 Mrd Dollar pro Jahr. Solange uns das gegenseitige Ausspionieren wichtiger ist als wirklich neue Erkenntnisse bleibt alle Raumfahrt halbherzig.
  • Was passiert mit dem Gas

    13.08.2013, Michael
    Interessant wäre zu wissen, was mit dem Gas passiert, strömt es irgendwann zurück, und wird dadurch die Sternenentstehung nur verzögert?
    Antwort der Redaktion:
    Je nach Umgebung der Galaxie und Geschwindigkeit des Ausstroms kann dem Gas viererlei geschehen:
    - Es fällt ballistisch direkt in die Galaxie zurück (Größenordnung eine Milliarde Jahre).
    - Es wird durch schon vorhandenes zirkumgalaktisches Gas gebremst und kondensiert sich nach einer langen Abkühlzeit in dichte Klumpen, die dann in die Galaxie zurückfallen (Größenordnung 10 Milliarden Jahre).
    - Es trifft zufällig auf eine Nachbargalaxie und wird teilweise von dieser "verspeist".
    - Es zerstreut sich wirklich endgültig im intergalaktischen Raum.

    In den ersten beiden Fällen kann es also nach langer Zeit wieder zu einer Sternentstehung in der Galaxie beitragen.
  • Zuerst...

    12.08.2013, Mathias Völlinger
    ...dachte ich: Klar, keine Nachhaltigkeit beim Umgang mit den Rohstoffen...

    Hier gehts wohl aber in erster Linie um die uns jetzt zur Verfügung stehen Analysemethoden astronomischer Messdaten, und ich muss schon sagen, das gezeigte Bild hat mich sehr beeindruckt. Da kann man wirklich das Gasleck sehen. Vielen Dank für diesen Artikel.
  • Raumfahrt ?

    08.08.2013, Norbert Gregor Günkel
    Schon der Sprachgebrauch der NASA enthüllt, dass es um Beschäftigungsprogramme geht: Wir shippern gerade mal ein wenig im Orbit der Erde umher, und die NASA und alle Welt reden von Raumfahrt. Nichts könnte weniger wahr sein. Die Sonden Voyager 1 und 2, seit fast 40 Jahren unterwegs, sind an der Schwelle zur Raumfahrt, das war es aber auch schon. Mit immer neuen Projekten und Verheißungen sichert sich die NASA Aufmerksamkeit und Geld, um nicht nach Hause gehen zu müssen. Wer um die Dimensionen des Weltraums weiß, kann über die NASA-Raumfahrt nur lachen.
  • Supernova

    04.08.2013, Mathias Völlinger
    "Nach wenigen Millionen Jahren ist der zur Energiegewinnung nötige Wasserstoffvorrat im Inneren erschöpft. In seinem Todeskampf bläht sich der Stern zu einem Roten Überriesen auf, bevor er in einer gewaltigen Supernova-Explosion sein Leben aushaucht."

    Das kann ja bei der Größe auch noch schneller gehen, wenn es im Core zur Elektron-Positron-Paarbildung kommt. Dann ist der innere Strahlungsdruck vorzeitig plötzlich weg und das gesamte System kollabiert. War ein interessanter Artikel im Spektrum Spezial 2/13:

    http://spektrum.de/artikel/1155294
    http://www.nature.com/nature/journal/v494/n7435/full/nature11877.html
  • Der große Trost zum leider vorzeitig sterbenden Kepler-Teleskop, alternative erdgebundene adaptive Optik:

    01.08.2013, Andreas Faessler
    Liebe Mitinteressierte!

    Sehr wahrscheinlich wird das bislang so erfolgreiche Weltraumtelesop Kepler der NASA zur Suche und Beobachtung felsiger erdähnlicher Exoplaneten leider endgültig aufgegeben werden müssen. Aber glücklicherweise kann trotzdem zum sogar ganz großen und sehr glücklichen Trost ein alternativer und viel besserer, günstigerer und preiswerterer Umweg gefunden und begangen werden. Er wäre sogar unter Umständen noch viel besser als auch etwa das Weltraumteleskop Hubble, mit Hilfe von adaptiven optischen Hochleistungslasern von der Erde aus wie VLT, Keck,
    ALMA, et cetera Kepler und den Extraterrrestrial-Planet-Finder sogar um ganz ein Vielfaches noch zu übertreffen.

    Andreas Faessler
  • 4. zu Gedankenspiele

    20.07.2013, Peter Reigber
    Wenn ein Photon eine noch so kleine Masse hätte, dann würde es halt NICHT mit Lichtgeschwindigkeit fliegen sondern ein kleeeeines bisschen langsamer.
    Damit hätte Eistein dann doch wieder recht.
  • zu Gedankenspiele

    18.07.2013, Jörg Brück
    Das eigentlich interessante ist doch, daß die Zeit für das Licht gar nicht existiert. Weil für alles was sich mit Lichtgeschwindigkeit bewegt nach Einstein die Zeit subjektiv gefriert. Das tut der Raum aus Sicht des Lichts dann natürlich auch; er schrumpft auf Null. Somit ist aus Sicht des Lichts das beim Urknall entstanden ist keine Zeit vergangen und das Universum subjektiv aus seiner Sicht nicht existent. DAS ist spannend!
  • Zu: Gedankenspiele

    18.07.2013, Norbert Gregor Günkel
    Jochen Otte trifft den Kern: Wenn Photonen mit einer noch so kleinen Masse die Lichtgeschwindigkeit erreichen können, hat Einstein dann überhaupt Recht? Und wird die Geschwindigkeit des Raumschiffs Enterprise in Star Trek nicht doch plötzlich möglich, wenn man nur genug Energie zur Verfügung stellen kann? "Spannend" ist gar kein Ausdruck für die Zahl der Fragen, die sich aus diesem Experiment ergeben.
  • Phantasievolles Bild

    13.07.2013, Norbert Gregor Günkel, Wartenberg
    Beim Bild des "blauen Exo-Planeten" kann es sich eigentlich nur um das Phantasieprodukt eines NASA-Gestalters handeln, nicht um ein echtes Foto des echten Exo-Planeten. Ich finde, solche Illustrationen, die nicht illegitim sind, sollten als solche kenntlich gemacht werden statt den Eindruck zu erwecken, hier sei tatsächlich der beschriebene Exo-Planet abgebildet.
    Antwort der Redaktion:
    Herr Günkel hat vollkommen Recht, sowohl mit seiner Vermutung, dass es sich hier um ein Gemälde handelt, als auch mit seiner Forderung, das Bild als solches zu kennzeichnen. Üblicherweise wird das in SuW auch getan, gelegentlich jedoch versäumt. Wir bedanken uns für die Nachfrage.
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