Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Mehr zur Halbschatten-MoFi

    16.10.2013, Stefan
  • Sonnenteleskope

    13.10.2013, Christian Weis, Scheidegg
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mit sehr großem Interesse habe ich den Artikel „Sonnenteleskope“ von Hans Jürgen Kärcher gelesen, handelt es sich doch zum Teil um eine Reise in meine (zugegebenermaßen jüngere) Vergangenheit. Im Jahre 2010 konnte ich als Associate Research Scholar ein Semester am Steward Observatory der University of Arizona verbringen und habe dabei alle namhaften Observatorien des mittleren Westens der USA besucht – unter anderem auch einige der im Artikel erwähnten Sonnenteleskope.
    Hierbei habe ich auch Claude Plymate kennen gelernt, der damals noch am McMath-Pierce Solar Telescope (Arizona) arbeitete und mittlerweile als Chief Observer und Telescope Engineer an das Big Bear Solar Observatory (California) gewechselt ist. Von ihm stammt das Bild des McMath-Pierce Sonnenteleskopes im oben genannten Artikel. Mittlerweile verbindet uns auch über die große Distanz eine gute Freundschaft und so habe ich mir erlaubt, ihm mit Zustimmung Ihres Verlages eine Kopie des Artikels zukommen zu lassen.
    Claude hat sich sehr gefreut, daß ein Bild von ihm in der renommierten Zeitschrift Sterne und Weltraum abgedruckt worden ist und ich möchte Ihnen seine Kommentare nicht unterschlagen:

    "
    1) It's quite gratifying to hear of an article highlighting solar
    observatories. Solar is often a quite overlooked and under appreciated
    discipline within astronomy. 2) I'm quite disappointed to hear that BBSO
    - currently the highest resolution solar observatory - was not mentioned
    in the article! 3) They used a photo from me?!? I wonder which one and
    where they got it from.
    "

    Als Ingenieur, der beruflich wie privat mit Teleskopen arbeiten darf, freue ich mich immer über Artikel, die auch die instrumentellen Aspekte der Disziplin Astronomie näher beleuchten und danke Ihnen herzlich dafür, daß Sie der Technik in Ihrer Zeitschrift entsprechenden Raum zur Verfügung stellen. Selbstverständlich bedanke ich mich auch bei den Autoren dieser sehr interessanten Beiträge – ich freue mich schon auf die nächsten Artikel!

    Freundliche Grüße aus dem Allgäu,
    Christian Weis
  • Physik-Nobelpreis: Vorgabe des Stifters oder Tradition?

    09.10.2013, Norbert Gregor Günkel
    Je mehr ich über die Verleihung des Nobelpreises nicht nur bei SuW, sondern auch in anderen Quellen lese, desto stärker wird meine Verwirrung. Ist die Vergabe des Preises an eine Institution durch die Siftungsurkunde Nobels ausgeschlossen - oder handelt es sich bloß um eine Tradition, die das Komittee befolgt? Wenn es eine Regel ist, müssen sich die CERN-Wissenschaftler fügen, wie es ja auch bei Thomas Naumann anklingt. Denn die Vorgaben des Stifters kann das Komittee nicht ändern. Ist es bloß Tradition, dürfen sie sich zu Recht ärgern, dass an einem alten Zopf festgehalten wird, der in die moderne Forschungslandschaft einfach nicht mehr passt.
  • Erklärungsbedarf

    03.10.2013, Norbert Gregor Günkel
    Der Bericht lässt eine interessante Frage leider offen: Wie konnte die Gaswolke angesichts der schweren und "strahlenden" Nachbarschaft überhaupt so lange bestehen, dass sich dieser Stern bilden konnte? Das Bild legt doch die Vermutung nahe, dass der Strahlungsdruck immens ist.
    Antwort der Redaktion:
    Ja, er ist immens. Aber er wirkt sich erst dann in voller Wucht aus, wenn die Restwolke durch den Kollaps des Zentralbereichs bereits relativ dünn geworden ist. Genau dieser Druck der heißen Sterne der Umgebung kann sogar ganz im Gegenteil durch eine anfängliche Kompression der Wolke den Kollaps und damit die Bildung des Sterns erst angestoßen haben. Solche Sternwinde können also je nach den detaillierten Bedingungen die Sternbildung initiieren, beenden oder auch von vornherein verhindern.
  • Das Pferd von hinten aufgezäumt

    30.09.2013, Erwin Gebauer, Marl
    Die Feststellung, dass eine asymetrische Materieverteilung um uns herum aus unserer Perspektive erkannt wird, verwundert mich nicht.

    Befinden wir uns im Zentrum des Universums?
    Befanden wir uns zum Zeitpunkt der “Freisetzung” der Hintergrundstrahlung im Zentrum?
    Kann die Massenverteilung des Universums um uns herum weitestgehend symmetrsch sein, wenn wir uns nicht im Zentrum des Universums befinden?

    Können wir sicher sein, dass wir das gesamte Universum erkennen (physikalisch erfassen) können?

    Schön wäre es, wenn diese Fragen alle gesichert beantwortet wären.

  • Kalender für Sternfreunde: Großes Lob und ein Wunsch

    27.09.2013, Norbert Gregor Günkel, Wartenberg
    Als langjährigem Benutzer des Kosmos Himmelsjahres ist mir der Kalender für Sternfreunde eher zufällig in die Hände gefallen - und ich muss sagen, dass ich begeistert bin. Die Fülle der Daten und ihre Aufbereitung sind toll. Den Redakteuren und der Layouterin gilt ein großes Dankeschön.
    Nur einen Wunsch habe ich für den Kalender: Ein Einband, der nach zweimaligen Benutzen nicht schon so ausssieht, als wäre das Beobachtungsjahr bereits herum. Ich weiß, damit würde sich der Zeitschriften-Charakter ändern. Aber die Praxistauglichkeit des Kalenders würde deutlich gesteigert.
  • Ornithologie Glückssache ?

    23.09.2013, Peter Wanner, Aadorf (Schweiz) und Birgit Brückner, Norderstedt
    Zum Leserfoto Nico Geisler, gefiederte "Linsenverschmutzung durch einen Schwan", Seite 88:
    Bei der "Linsenverschmutzung" handelt es sich niemals um einen Schwan, sondern um einen Storch.

    B. Brückner, Norderstedt

    SuW Oktober 2013, Seite 88, Bild Nico Geisler: Die gespreizten Handschwingen und insbesondere die langen Beine der "Linsenverschmutzung" deuten doch wohl eher auf einen Kranich als auf einen Schwan.

    Peter Wanner, Aadorf (Schweiz)

    .
    Antwort der Redaktion:
    Der Vogel auf dem Bild ist ein Kranich. Störche haben ein viel "langgezogeneres" Erscheinungsbild im Flug. Kopf und Hals bilden bei Störchen im Flugbild eigentlich eine Einheit, während beim Kranich der Kopf genau so abgesetzt ist wie auf dem Foto zu sehen.

    Dr. Harald Kranz, Leiter des Arbeitskreis Vogelkunde/Ornithologie beim Naturschutzbund Heidelberg

    Asche auf mein Haupt! Herr Wanner hat also Recht. Ich glaubte zuerst an einen Storch, weil mir die Flügelform dafür besser passte und weil ich dachte, der lange Storchenschnabel sei für die Auflösung des Fotos zu dünn und deshalb nicht erkennbar. Zu spät wurde mir bewusst, dass die Beine sehr gut zu sehen sind - der Schnabel eines Storchs ist aber dicker als die Beine! Er müsste also ganz klar sichtbar sein. Daraufhin habe ich bei Herrn Kranz angefragt: Ergebnis siehe oben.

    U. Bastian


    Ursprüngliche redaktionelle Antwort:

    Frau Brückner hat wohl Recht; diese Silhouette kann keinesfalls einen Schwan darstellen. Das Flugbild eines Kranichs sieht zwar ziemlich ähnlich aus, ist aber dennoch von einem Storch unterscheidbar. Gegen einen Kranich spricht des Weiteren das Datum des Bildes (17.7.).
    U.B.
  • Raumfahrt ?

    20.09.2013, P. Werner, Heidenheim
    Dem ersten Beitrag kann ich nur in vollem Umfang zustimmen. Mit Raumfahrt hat das nicht viel zu tun. Man fliegt mit Uralttechnik aus der Sechzigern im Schneckentempo um die Erde herum. Das Schlimmste ist, dass man noch nicht einmal mehr in der Lage zu dem ist, was man vor 40 Jahren schon hinbekommen hat. Ich glaube nicht, dass sich in den nächsten Jahren in der "Raumfahrt" was Größeres tut. Auch die "neue" Rakete wird, wie die Ares V auch schon, bestimmt so schnell nicht abheben. Da müssen wir uns wohl auf die Informationen neuer Teleskope beschränken. Da erfährt man dann, dass ein Planet an einer fernen Sonne vorbeigezogen ist und diese kaum messbar verdunkelt hat. Zum Glück funktionieren die Voyager-Sonden ja noch. Da kann man zumindest ihre Bahnen noch verfolgen. Das ist mer noch spannender.
  • Morgensichtbarkeit im Dezember

    16.09.2013, Peter Wüst
    Ich nutze den vorliegenden Artikel für die Vorbereitung auf ISON in unserer Sternwarte in Überlingen.
    Auf der Grafik Seite 76 unten muss es allerdings unter Morgenhimmel nicht 14.12. sondern 4.12. heißen.
  • zu genauere Messung der Gravitationskonstante

    15.09.2013, Konrad Marek
    Grüsse Sept., 2013
    wie wäre es, die G Konstante zur Zeit des solaren Minimums in der Nähe des Kleinplaneten Pluto zu messen? Falls das denn doch zu teuer ist, dann eben auf dem Planeten Mars, zu der Zeit, wenn Jupiter in Opposition zu Mars steht. Da müsste doch gravitativ mehr Ruhe herrschen als auf dem hiesigen Planeten, der Mond und auch noch Gezeiten hat.

    MfG Konrad
  • Grundsätzlichstes Thema der Physik

    15.09.2013, Mathias Völlinger, Rastatt
    Das hab ich kürzlich zum Thema der SuW-Nachricht "In Quantenschritten zum Urknall" gelesen:

    http://www.nature.com/news/theoretical-physics-the-origins-of-space-and-time-1.13613

    Jedoch sollte eine Theorie ja auch mal messbare Vorhersagen machen und nicht "nur" erklären. Sonst könnte man ja wohl viele Theorien stricken. Und gerade das Artikelthema scheint ja experimentell bis jetzt auch keine Unterstützung zu finden. Wenn denn die Raumzeit atomar strukturiert wäre, müsste es ja auch analog "Kräfte" geben, welche die Gesamtheit dieser Atome nicht als "Gas" verflüchtigen lassen, so dass sich eine "Flüssigkeit" bilden kann. Und damit wären wir beim Thema "Viskosität". Und gerade dazu fand doch schon ein Experiment des Fermi Gamma Teleskops der NASA statt. http://fermi.gsfc.nasa.gov/

    "In its first year of operation, not only did Fermi re-draw maps of the gamma-ray sky in dazzling detail, the telescope also collected evidence in favor of Einstein's view that the fabric of space-time is predominantly smooth and continuous. Fermi captured the photo-finish of two photons racing away from the same gamma-ray burst—with one photon (purple) carrying a million times the energy of the other (yellow). The fact that the photons arrived at essentially the same time despite their energy disparity ruled out some versions of quantum gravity, an alternative to Einstein's theory of general relativity in which space-time is "frothy," and therefore more likely to delay the higher-energy photons." http://www.symmetrymagazine.org/article/august-2013/fermis-first-five-years

    Ich möchte zu einem weiteren zugehörigen Aspekt, den der Konservierung von Information, noch auf einen früheren Artikel der "Nature" verweisen: http://www.nature.com/news/astrophysics-fire-in-the-hole-1.12726

    Und die "anderen", vielleicht nicht ganz so großen Themen sind die der Dunklen Materie und der Vereinigung von starker und elektroschwacher Wechselwirkung.

    Antwort der Redaktion:
    Die beiden von Herrn Völlinger zitierten Artikel aus "Nature" sind absolut lesenswerte und faszinierende Einblicke in die gegenwärtige Suche der Physik nach einer Möglichkeit, die Allgemeine Relativitätstheorie und die Quantenmechanik unter einen Hut zu bringen. Aber sie sind nur etwas für Leute, die gut Englisch können und starke Nerven haben.

    Nie zuvor habe ich derart drastisch vor Augen gehabt, wie verzweifelt diese Suche ist. Wie sehr die Physik ratlos - aber gleichzeitig mit vielen faszinierenden Spekulationen und Denkansätzen - vor der Unvereinbarkeit von Allgemeiner Relativitätstheorie und Quantenmechanik steht. Diese Situation gab es schon einmal: Am Ende des 19.Jahrhunderts war die mysteriöse Welt der Atome ebenso unvereinbar mit der gesamten klassischen Physik. Und erst eine große Revolution und Neubesinnung der Physik hat diese Sitation damals mit jahrzehntelanger mühsamer Arbeit überwunden: Die Quantenmechanik. Dies ging von Beobachtungsbefunden an Atomen aus.

    Die andere große Revolution des beginnenden 20. Jahrhunderts, die Spezielle und Allgemeine Relativitätstheorie, hatte dagegen rein ästhetische Antriebe. Einstein hat immer betont, dass er sie auf der Suche nach mathematischer Einheit und Schönheit, nicht zur Erklärung oder Vorhersage bestimmter Phänomene erstellt hat.

    Dass sie "richtige" Physik wurden, hat allerdings damit zu tun, dass sie letztendlich doch Phänomene erklären und vorhersagen konnten. Sonst wären sie auf längere Sicht von niemandem ernst genommen worden. Aber es hat Jahrzehnte gedauert, bis diese Phänomene ernstlich der Beobachtung zugänglich wurden.

    Und deshalb sollte man wohl ein bisschen Nachsicht und Geduld mit den derzeitigen Versuchen zur Vereinigung von Quantenmechanik und Allgemeiner Relativitätstheorie haben. Auch sie sind nicht direkt durch Phänomene, sondern durch die konzeptuelle Unvereinbarkeit der beiden Hauptgrundlagen heutiger Physik getrieben - also wiederum hauptsächlich von der Suche nach mathematischer Einheit und Schönheit.

    U. Bastian
  • Unvorstellbar

    15.09.2013, Bernd Parey
    Für mich ist und bleibt es nicht vorstellbar, das alles, was es im Universum gibt, aus einem einzigen kleinen Punkt gekommen sein soll.
    Bei dieser unendlichen Weite des Alls mit seinen unendlich vielen Sonnen, Galaxien u.s.w. - wie soll das möglich sein ?
    Antwort der Redaktion:
    Das ist genau die Frage, die die Physiker mit ihrem in dem Artikel beschriebenen Denk- und Rechenansatz zu beantworten suchen - auch die Frage, ob es denn im Widerspruch zur Quantenmechanik ein "Punkt" oder doch eher ein andersartiger, aber sehr kleiner Anfang gewesen ist.

    Auf jeden Fall besagt die heutige Expansion des von uns überschaubaren Universums, dass es früher kleiner war als jetzt. Aus der kosmischen Hintergrundstrahlung wissen wir, dass sein Volumen sogar einmal weniger als ein Milliardstel des heutigen betragen haben muss. Und aus der kosmischen Häufigkeit gewisser leichter Elemente können wir erschließen, dass es zur Zeit von deren Bildung sogar noch weitere unglaubliche 19 Zehnerpotenzen kleiner war.

    Was davor war, das ist weniger sicher. Aber wir würden es gerne wissen.

    U.B.
  • Gravitation

    13.09.2013, Mathias Völlinger
    Vom solaren Standpunkt aus wird für Voyager natürlich noch sehr lange das solare Gravitationspotenzial dominieren. Davon spürt Voyager in ihrem Bezugssystem allerdings nichts, da sie sich ja in freiem Fall befindet. Daher unterscheidet sich für Voyager die Sonne qualitativ in nichts mehr von anderen Sternen, wenn die Heliosphäre überwunden ist. So gesehen hat Voyager jetzt wohl wirklich das Sonnensystem verlassen.
  • Medialer Mechanismus - zu: „Exoplaneten – Eine Spurensuche“ von Lisa Kaltenegger SuW 9/2013

    12.09.2013, Norbert Gregor Günkel, Wartenberg
    Ich stimme Thomas Eversberg (Leserbrief vom 11.9.) in seiner kritischen Betrachtung zu. Die Medienwelt funktioniert seit etwa 30 Jahren nur noch mit vermeintlich populären Stichworten ("Leben im All", "zweite Erde"). Und Wissenschaft generell steht in der Versuchung, diese Stichworte mit mehr oder weniger zweifelhaften Inhalten zu füllen. Denn: Die Wissenschaft will (und sollte auch) in die Medien, aber die bestimmen zu sehr, mit welchen Inhalten. Aus vielerlei Gründen (zum Beispiel wegen der Finanzierung) braucht die Wissenschaft die Öffentlichkeit. Und der Weg dorthin führt über die stichwortgesteuerten Medien, die gar zu gerne auf grandiose Simplifizierungen zielen. Vielleicht auch deshalb, weil den Wissenschaftlern keine sach- und fachkundigen Redakteure mehr gegenübersitzen. Fachmagazine wie SuW sollten diese Mechanismen des Medienmarkts mit mehr Distanz sehen.
  • „Exoplaneten – Eine Spurensuche“ von Lisa Kaltenegger SuW 9/2013

    11.09.2013, Dr. Thomas Eversberg, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Bonn
    Dieser Artikel aus erster Hand über ein spannendes Forschungsfeld ist bezüglich der untersuchten Physik hochinteressant. Es lohnt sich, die wissenschaftlichen Methoden und Fragestellungen zu verinnerlichen. In dieser Hinsicht bleibt dem Artikel nichts hinzuzufügen. Allerdings fällt auf, dass in beinahe allen entsprechenden populären Publikationen das Thema "zweite Erde", "Leben im All" etc. hervorgehoben wird. Warum ist das eigentlich so? Mir scheint, reine Untersuchungen der physikalischen Parameter von Exoplaneten reichen nicht aus, um das entsprechende Forschungsgebiet und dazu notwendigerweise riesige Teleskope in der Öffentlichkeit zu legitimieren. Man tut jedoch gut daran, der Öffentlichkeit auch die wahren Probleme solcher Untersuchungen zu präsentieren und nicht Erwartungen zu wecken, die kaum erfüllt werden können. Denn auch Riesenteleskope liefern zunächst keinen Quantensprung mehrerer Größenordnungen in der Datenqualität. Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich halte solche Untersuchungen für erstrebenswert und wichtig. Wenn es jedoch vordergründig um die Entdeckung von Leben geht (der Laie erwartet ja gleich "Aliens", die uns besuchen), darf ich als Leser fragen, wie eine entsprechend sichere Bestätigung desselben denn letztendlich aussehen sollte.

    Ich gebe zu bedenken, dass sich die Astronomie völlig analog zur Hochenergiephysik auf den Pfad teurer Großforschung begeben hat und auch Astronomen wohl bald an ihre "natürlichen finanziellen Grenzen" stoßen. Noch einmal: Der Beitrag nutzt durchaus die Chance, dem entsprechend vorbelasteten und gebildeten Leser einen nüchternen Abriss zur Problematik zu liefern. Warum jedoch die höchst zweifelhafte Verifizierung außerirdischen Lebens mit außerordentlich teurer Technik auch hier wie ein Banner hervorgehoben wird, kann sich mir nur bedingt erschließen. Meine inhaltliche Skepsis wird angesichts der Anzahl an Konjunktiven in dem Artikel nicht reduziert. Mehr Bescheidenheit hätte dem Artikel gutgetan.
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