Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Sternfinsternispfad verlief weiter nordöstlich.

    09.07.2015, Ralf Schönfeld, Seeth-Ekholt
    In der Nähe von Hamburg gab es eine 2,7 sec lange Verfinsterung: https://youtu.be/XOKZVnOK4rI
  • Wie erklärten die Ptolemäer, daß Merkur und Venus nie die ganze Nacht über zu sehen sind?

    09.07.2015, Harald Lutz
    Bezüglich des Artikels "Ptolemäus und sein Weg nach Europa" im Heft 7/2015 habe ich die folgende Frage: wie erklärte Ptolemäus in seinem Weltbild, dass die Planeten Merkur und Venus nie die ganze Nacht über zu sehen sind?

    Antwort der Redaktion:
    Das wurde dadurch erreicht, dass ihre Umlaufzeit um die Erde exakt gleich der der Sonne war, und sie somit ihre Epizykel stets um die geozentrische Position der Sonne herum ausführen konnten.
  • Late Heavy Bombardement vor ca. 4 Miliarden Jahren

    08.07.2015, Konrad Marek, Buchloe
    Besteht ein Zusammenhang zwischen dem "Schweren, späten Bombardement" der inneren Planeten (siehe zum Beispiel SuW 10/2013, S. 18) und der Wanderung der äußeren Planeten "Planetenmigration", bei der Uranus und Neptun ihre Orbits tauschten? (siehe SuW 6/2015, S. 27). Gibt es dafür Indizien, Beweise? Bei dieser Migration müsste doch einiges an Kometen- und Planetesimal-Material umhergeschleudert worden sein!
    Antwort der Redaktion:
    Der Bahntausch ist einer der möglichen Mechanismen zur Erzeugung des "Late Heavy Bombardment", aber es ist keinseswegs sicher, dass er die tatsächliche (oder alleinige) Ursache ist. Sicher ist dagegen, dass in der Tat bei dieser Migration riesige Mengen an Kometen- und Planetesimalen-Material "umhergeschleudert" worden sein müssen. Auch dass sie wirklich stattgefunden hat, ist zunehmend sicher.
  • Eine lange Reise

    08.07.2015, Shi
    Die Sonde ist seit 2006 unterwegs. Verfolge das Ganze seitdem, fast ein Jahrzehnt ist vergangen, wenn sie nun ihre finalen Bilder vom Ziel schickt. Bin echt gespannt wie es dort aussieht … Bilder und Daten von einer fernen, kalten und fremden Welt.
  • Todesstern

    07.07.2015, Jay U. Martin
    >Schon auf ihrem Weg dahin fotografiert das Raumfahrzeug immer wieder den Himmelskörper - und lässt Astronomen rätseln:...Im linken Bild erkennt man eine große helle Fläche am rechten Rand Plutos...<

    Sehr gleichförmig, viereckig, fast quadratisch. Entweder ein Bildfehler, zu unscharf aufgrund der noch recht großen Entfernung, weshalb die Fläche nur so gleichmäßig aussieht...oder man hat den Todesstern entdeckt. Der Name "Pluto" würde ja zumindest passen...

    Ich bin gespannt auf weitere Bilder und den Vorbeiflug.
  • Die Fürsorgepflicht bei Sonnenfinsternissen - zu Ende gedacht

    06.07.2015, Gerhard Weiland, Köln

    Zum Leserbrief von Klaus Geier aus Iserlohn in SuW 7/2015:

    Ich muss Herrn Geier absolut recht geben, wenn er auf die Fürsorgepflicht der Schulen hinweist. Sie sollte aber noch konsequenter angewandt werden: Im Chemie- und Physikunterricht sollten keine aktiven Experimente mehr durchgeführt werden, sondern den Schülern ausschließlich Filme derselben gezeigt werden. Im Sportunterricht wären dementsprechend Aufzeichnungen der letzten Olympiade zu zeigen. Am besten kämen die Kinder gar nicht mehr zur Schule und würden dann online unterrichtet. Das würde der Fürsorgepflicht zum Vorteil gereichen. Willkommen im virtuellen Leben.
  • Komet Tschurjumow-Gerasimenko bewohnt?

    03.07.2015, H. Kabitz, Berlin
    Auf dem Bild "Schächte unter die Oberfläche" sind Strukturen zu sehen, die wie zwei Menschen aussehen. Rechts unten.
    Antwort der Redaktion:
    Neben dem guten alten "Mann im Mond" und dem berühmten "Marsgesicht" gibt es jetzt also auch das "Alte Ehepaar auf der Kometen-Bank". Vielen Dank an Herrn Kabitz fuer den Hinweis.
  • Schöne Formulierung & missglückte Frage

    27.06.2015, Rüdiger Kuhnke
    (i) Eine wirklich schöne Formulierung: "Wenn ein Roboter um den Mond fliegt und sieht, wie der Blaue Planet langsam aufgeht, sagt er nicht: "Boah ey!" Fliegt dagegen ein Astronaut um die Erde und schildert, wie eine dünne Luftschicht unseren Lebensraum vom Schwarz des Weltalls trennt, ist das eine kulturelle Leistung."
    (ii) "Die verschwenden dafür allerdings auch keine Steuergelder." Wie kommt der Interviewer denn dazu, kulturelle Leistungen als Verschwendung zu bezeichnen?
  • Mit Visionen muss man nicht zum Arzt ;-)

    27.06.2015, Detlef Köhler
    Es freut mich zu hören, dass der neue ESA-Generaldirektor endlich auch in Europa wieder Raumfahrt-Visionen verwirklichen will. Eine Mondbasis wäre dafür ein Anfang. Bleibt zu hoffen, dass seinen Worten auch bald Taten folgen. Dafür viel Erfolg!
  • Zum Leserbrief "Die Farben der Sterne" in SuW 5/2015

    12.05.2015, Dr. Thomas Scharnagl, Tiefenbach

    Hallo, ein paar Anmerkungen zu den empfundenen Farben:

    Es ist eigentlich recht einfach, sich die Farbverhältnisse unter einem M-Stern vorzustellen: wenn ein Innenraum nachts mit typischen warm-weißen LED Lampen oder Halogenlampen beleuchtet ist, entspricht das ungefähr einem Farbwert von 2700 K, also einem nicht allzu heißen M-Stern. Ohne Vergleich mit anderen, heißeren Lichtquellen erscheint uns das Licht weiß, weil unser Sehsystem einen gut funktionierenden automatischen Weiß-Abgleich hat. Wie gut der funktioniert kann man z.B. daran erkennen, dass man unter einem gelben Sonnenschirm keineswegs alle Gegenstände gelb sieht, sondern nach kurzer Gewöhnungsphase in natürlichen Farben. Nur im Vergleich mit Tageslicht erscheint eine warm-weiße Lichtquelle gelblich. Der Farbabgleich hat natürlich Grenzen: Kerzenlicht wird wohl jeder als gelblich empfinden (1500 K).

    Der M-Stern selbst würde also weiß, aber bei weitem nicht so grell wirken wie die Sonne, da nach dem Planckschen Strahlungsgesetz die abgestrahlte Energie mit der 4. Potenz der Temperatur geht, und sich nach dem Wienschen Verschiebungsgesetz auch noch das Spektrum verschiebt. Insgesamt dürfte die Leuchtdichte der „Sonnen“-Scheibe des betrachteten M-Sterns (2700 K) im sichtbaren Bereich ungefähr zwei Größenordnungen geringer sein als die Leuchtdichte unserer Sonne, wohl ähnlich wie ein direkter Blick in eine Halogenlampe.
  • Toller Artikel über das Observatorio del Teide auf Teneriffa

    03.05.2015, Volker Hoff, Brühl
    Ich habe soeben Ihren faszinierenden Artikel über das Observatorio del Teide auf Teneriffa gelesen. Ich war im Dezember 2011 auf Teneriffa, über das Observatorio wusste ich damals aber leider nichts.
    Ende 2014 haben wir unseren Urlaub auf La Palma verbracht und ich habe die Sternwarten auf dem Roque de los Muchachos besichtigt. Bei Interesse, hier ist mein Bericht mit vielen Fotos (und Videos):
    http://volkerhoff.com/reisebericht-la-palma-teil-4-auf-dem-roque-de-los-muchachos/
    In diesem Sinne: immer clear skies!
  • Die Weisheit der Welt

    30.04.2015, Dr. Ing. Franz Maurer, Lohmar

    Im Artikel „Die Weisheit der Welt“ von Ernst Peter Fischer in „Sterne und Weltraum“ 5/2015 (S. 46) steht:
    „Unsere Weisheit entsteht nicht als Ergebnis der Welt, sondern bringt sie und ihre Ordnung erst hervor."

    Einleitend heißt es dazu noch:
    „Es geht damit mehr um den Menschen und weniger um den Kosmos, dessen Ordnung … wir ihm vorschreiben
    und Aufprägen."

    Auch wird auf die „ungeheure Alternative“ des Heraklid
    hingewiesen, dass man sich die Welt entweder von Göttern oder vom Menschen erschaffen vorstellen könnte. Spätestens seit der Aufklärung und erst recht seit der modernen Quantenmechanik: Kann man sinnvoll darüber reden, wie der Mensch selbst die Ordnung „vorschreibt und aufprägt“?

    Es wäre sinnvoller gewesen, der Alternative der „Göttervorstellung“ des Heraklid die im – noch - christlich geprägten Abendland gültige Alternative kurz gegenüberzustellen, wie sie in den vor fast 2000 Jahren aufgeschriebenen Sätzen zum Ausdruck kommt:

    „Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloss Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten.“ (Paulus,1. Korinter 1, 21ff).



  • Mehr Wissenschaftlichkeit, bitte!

    29.04.2015, Jochem Berlemann, Lemgo
    Es wäre für eine Zeitschrift wie SuW sinnvoll, in dem Artikel deutlicher auf den Erkenntnisgewinn der Hubble-Bilder hinzuweisen. Eine Erklärung der Hubble-Palette im Bild "Säulen der Schöpfung" von 1995 und der physikalischen Hintergründe des Bildes von 2014 würde dem Artikel mehr Ernsthaftigkeit verleihen. So wird die Kritik an den hübschen Bildern genährt, die in der SZ am 18./19. April unter dem Titel "Sternen-Porno" geäußert wurde.
  • "Die Weisheit der Welt", die Gott nicht die Ehre gibt, kann nicht weise sein.

    26.04.2015, Dipl.-Phys. Mark-Munir Hödtke, Ismaning
    Den Essay "Die Weisheit der Welt" (SuW 05/2015) vom Autor Ernst Peter Fischer,
    empfinde ich als ein nur wenig unterschwelliges antireligiöses Bekenntnis, Gottlosigkeit quasi als mutigen, notwendigen, gelungenen, freiheitlichen, aufgeklärten, evolutionären Schritt in die weise Zukunft menschlich gemachter (wissenschaftlicher) Erkenntnis zu feiern.

    Diesem üblichen Tenor des Zeitgeistes möchte ich entgegenhalten: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde."(1. Mose 1,1) und "Die Himmel erzählen die Ehre Gottes ..."(Psalm 19,1)

    Ich frage, welche "Kohlenstoffeinheit", welches "(Sternen)staub-Teilchen" mag sich anmaßen, auf Grund welcher Staub-Weisheit, diesen Schöpfer zu negieren, im Sinne des Wortes "... und die Finsternis hat's nicht begriffen." (Johannes 1,5)?
    Der lebendige Schöpfer-Gott bewahre/behüte, und vor allem, erlöse uns daher von solcher toten finsteren Predigt und mache seine Verheißung wahr, dass seine Kinder - eben nicht nur "Sternenstaub" - ihn erkennen und das ewige Leben erlangen mögen:
    "Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen."(Johannes 17, 3)

    Gottlosigkeit, auch wenn sie pseudo-wissenschaftlich verbrämt wird, bedeutet Entfernung von wahrer Erkenntnis und auch nicht Zu- sondern Abnahme an Weisheit.

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen alles Gute und Gottes Erkenntnis.
  • Zunahme der Anziehungskraft?

    18.04.2015, H. Heinemann

    "... Weiße Zwerge: Nur wenig größer als die Erde vereinigen sie ihre gesamte noch vorhandene Materie auf kleinem Raum und entwickeln dadurch eine extreme Anziehungskraft. Sie reicht aus, um Planeten zu zerreißen, wenn diese sich den Weißen Zwergen zu stark annähern, ..." - Diese Aussage erscheint mir auf den ersten Blick unlogisch: Da sich durch die Materiekonzentration die Gesamtmasse des Sterns nicht ändert, kann er wohl auch keine größere Anziehungskraft "entwickeln". Ist die "extreme Anziehungskraft" durch die nun möglich gewordene größere Nähe zum (Gravitations-)Zentrum des verdichteten Himmelskörper verursacht?
    Antwort der Redaktion:
    Ja, genau so ist der Satz zu verstehen. Bei einem vorgegebenen Abstand ist die Schwerkraft in der Tat nur von der Masse abhaengig.