Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Heliumregen: In welcher Tiefe?

    19.12.2015, Friedrich Gebhardt, Bonn
    Für einen Laien wäre interessant: In welcher Tiefe passiert das?
    Antwort der Redaktion:
    Bei Jupiter passiert das in etwa 20 000 km Tiefe, bei Saturn wegen der geringeren Schwerkraft erst etwas tiefer.

    Tilmann Althaus
  • Metallwolken auf einsamen Exoplaneten?

    19.12.2015, Peter Rathgeb, Therwil
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ich habe eine Frage zu Ihrem Beitrag im Heft 1/2016, S. 17, über den Exoplaneten PSO J318.5-22. Wie kann dieser Exoplanet mit nur der sechsfachen Masse von Jupiter eine Oberflächentemperatur von 800 Grad Celsius aufweisen? Meines Wissens beginnt die Deuteriumfusion erst bei rund 13 Jupitermassen, so dass Fusionsreaktionen als Wärmequelle ausgeschlossen werden können. Da der Exoplanet auch keine Energie von einem Zentralstern erhält, sollte er doch eine ähnliche Oberflächentemperatur wie der Jupiter besitzen.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Rathgeb,

    die hohe Temperatur dieses einsamen Exoplaneten ist teilweise ein Überbleibsel seiner Entstehungszeit, als er in seiner Geburtswolke viel Gas und Staub an sich binden konnten. Dabei wurde die so genannte Akkretionswärme frei, die den Himmelskörper durchaus auf mehr als 1000 Grad Celsius aufheizen konnte. Ähnliches ist Jupiter in seiner Jugend vor mehr als 4,5 Milliarden Jahren wiederfahren. Der Himmelskörper ist aber im Vergleich zum Sonnensystem noch recht jung, so dass er noch nicht so stark abgekühlt ist. Zudem gibt es noch eine weitere Wärmequelle, die Kontraktion. Da sich der Himmelskörper mit hoher Wahrscheinlichkeit noch weiter zusammenzieht, wird dabei Wärme frei. Auch dies beobachten wir bei Jupiter, der rund zweieinhalb mal mehr Wärme in den Weltraum abstrahlt, als er von der Sonne erhält. Somit ist die Deuteriumfusion nicht notwendig, um einen jungen und heißen Himmelskörper vorzufinden.

    Dr. Tilmann Althaus, Redaktion "Sterne und Weltraum"
  • 2017 gesteuerter Absturz auf Saturn – warum?

    17.12.2015, Hannes Partsch
    Was sind die Gründe, dass diese hocheffiziente Raumsonde Cassini Ende 2017 mit Absicht zum Absturz gebracht wird? Könnte diese Sonde nicht noch mehr Informationen des Saturnsystems über eine längere Einsatzdauer erbringen? Der Flug zum Saturn dauert ohnehin schon so viele Jahre Jahre der Wartezeit, da müsste man doch froh sein, wenn so eine Sonde, die nun endlich vor Ort ist, möglichst lang weitere Aufgaben erfüllen kann.
    Antwort der Redaktion:
    Der Grund für das Ende der Cassini-Mission im September 2017 ist, dass zu diesem Zeitpunkt die Vorräte an Treibstoff für die Lagekontrolle der Raumsonde und für die Anpassung ihrer Umlaufbahnen um Saturn zur Neige gehen. Schließlich wäre der Treibstoff aufgebraucht, und Cassini würde ungesteuert um Saturn kreisen. Die Sonde könnte auch keine Deten mehr zur Erde funken, da sie ihre Antenne dann nicht mehr in Richtung unseres Planeten ausrichten kann.
    Die NASA möchte zudem sicherstellen, dass Cassini nicht eines Tages auf den Saturnmond Enceladus oder Titan abstürzt und den getroffenen Himmelskörper mit irdischen Mikroorganismen "verseuchen" könnte. Die Sonde wurde zwar unter Reinraumbedingungen gebaut, sie ist aber nicht steril. Somit wurde schon vor mehr als zehn Jahren der Beschluss gefasst, Cassini kontrolliert im September 2017 in den Saturn zu lenken. Immerhin hat dann die Sonde seit Juli 2004 den Ringplaneten umkreist und mehrere 100000 Bilder und enorme Mengen an anderen Messdaten zur Erde gefunkt. Damit ist Cassini eine der langlebigsten Planetensonden überhaupt. Ursprünglich sollte die Sonde maximal vier Jahre im Saturnsystem aktiv sein.

    Dr. Tilmann Althaus, Redakteur "Sterne und Weltraum"
  • Kaum vorstellbar...

    10.12.2015, Walter Leisten
    ...da ich mich an Fotos erinnere, wo diese Flecken im Sonnenschatten waren ...und trotzdem reflektierten?
    Antwort der Redaktion:
    Wenn ein Kraterboden im Sonnenschatten liegt, dann "sieht" er einen eventuell noch sonnenbeschienenen Kraterwall, und kann dann dessen Licht wiederum zur Erde reflektieren. Auf diese Weise konnten sich z.B. auch die Apollo-Astronauten gegenseitig im Gegenlicht oder im Schatten der Landefähre fotografieren ohne nur tiefschwarze Silhouetten auf den Bildern zu haben.
  • Verständnis Schwarzer Löcher

    10.12.2015, Olaf Schlüter, Baldham
    Für mein Verständnis Schwarzer Löcher wäre es fundamental, wenn mir einmal jemand (Spektrum der Wissenschat?) erklären könnte, auf welche Weise diese Löcher eigentlich Materie verschlucken können, wenn jedes Objekt, dass vom Schwarzen Loch angezogen wird, für uns als weit entfernte Beobachter am Ereignishorizont stehen bleibt, weil dort die Zeit einfach nicht mehr weiterläuft. Mag ein solches Objekt in seiner Eigenzeit in endlicher Zeit den Ereignishorizont überschreiten - für jeden entfernten Beobachter im Universum dauert dieser Prozess unendlich lang. Deshalb können Schwarze Löcher eigentlich nicht wachsen, vielleicht noch nicht einmal entstehen.
    Wie klärt sich das auf?
    Antwort der Redaktion:
    Das ist eine gute und berechtigte Frage, die der Redaktion von Spektrum bzw. Sterne und Weltraum auch nicht zum ersten Mal gestellt wurde. Wir sind seit einiger Zeit dabei, einen Experten ausfündig zu machen, der die Frage sachgerecht und verständlich beantworten kann.

    Wir müssen deshalb um etwas Geduld bitten.
    U. Bastian
  • Das TMT-Projekt

    04.12.2015, Dr. Volker Korbel
    War ja schon lange in der Planung und die religiösen Nöte der Ureinwohner auch. Hat niemand daran gedacht, das TMT auf dem Mauna Kea, aber einige wenige 100 Meter unterhalb des Problemgipfels aufzustellen. Mit Hilfe der Erdrotation sollten sich auch so alle Punkte des Himmels der Nordhalbkugel anvisieren lassen.
  • Und wieder...

    04.12.2015, Ichderda
    ...einmal siegt die Rückwärtsgewandheit einer Religion durch die Behinderung wissenschaftlichen Fortschritts über den gesunden Menschenverstand und das darauf aufbauende Fortkommen der Menschheit insgesamt.

    Traurig, traurig - aber mit Trauerarbeit kennen sich Religionen ja aus - sorgen Sie doch selbst dafür, dass es genug zu heulen gibt auf diesem Planeten.
  • ASASSN-14li

    29.11.2015, hjk, Bergisch Gladbach
    Ein interessanter Artikel. Etwas fehlt allerdings: die Bezeichnung des black hole.
  • Verschlucken eines Sterns im schwarzen Loch

    28.11.2015, Heinrich Zimmermann
    Mich wuerden mal die Physiktheoretiker interessieren, wie sie den Zustand der Materie im schwarzen Lochs beschreiben wuerden. Das Material ist ja nicht einfach weg. Zudem scheinen ja Lichtgeschwindigkeiten (Photonen) dann different zu werden, wenn sie von so riesigen Gravitationskräften gefangen wuerden. Oder wird da auch von Raumkruemmungen geredet, und wie waere die zu beschreiben? Mehrdimensional, oder wie?
  • Radarbild in Stereo

    27.11.2015, Walter Christ
    Die beiden Radarbilder können auch als Kreuzblick-Stereobilder betrachtet werden, finde ich.
  • Wo sind die (optischen) Nachweise

    27.11.2015, H. Rohwer
    von den beschriebenen Vorgängen? Kein klitzekleiner Hinweis auf "Diesen Materiauswurf konnten van Velzen und Co. sowohl im Röntgenbereich und im sichtbaren Licht als auch in Form von Radiowellen nachweisen und damit auch von den "normalen" Wirbeln der Akkretionsscheibe am Ereignishorizont unterscheiden: Hier sammelt sich ebenfalls Materie, die von den Gravitationskräften des Schwarzen Lochs in Bewegung versetzt wird."?
    Oder ist das alles nur hypothetisch, virtuell oder ein sonstiges Konstrukt?
    Antwort der Redaktion:
    Die detektierte optische Strahlung des Ausbruchs ist in der Original-Veröffentlichung der Zeitschrift Science, http://www.sciencemag.org/content/early/2015/11/24/science.aad1182 in Abb. 1 gezeigt.
  • (T)raumsonde

    21.11.2015, Bogdahn
    Ich kreiere keine (T)raumsonde, sondern erzähle euch was: Als ich etwa elf Jahre alt war, gab es in der Schule eine Filmvorführung über die amerikanischen Satelliten "Vanguard" und "Explorer". Ich schlechter Schüler war hellauf begeistert und habe mir eine Traumwelt kreiert. Der Traum bestand darin, dass meine Schulklasse, in der ich der absolute Underdog war, unter meiner Regie einen Satelliten baut und ihn auf einer selbstgebauten Rakete in den Weltraum schießt. Der Traum eines kleinen Underdogs.
  • Verdrillte Magnetfeld-Schleife in der Galaxie IC 342

    20.11.2015, Christian Netzel, Aachen

    Für das physikalische Verständnis des Artikels ``Verdrillte Magnetfeld-Schleife in der Galaxie IC 342'' von Rainer Beck in SuW 12/2015, S. 16 wäre es hilfreich, etwas über den Entstehungsmechanismus der Radiowellen zu erfahren. Handelt es sich um Synchrotonstrahlung oder um Niveau-Übergänge beim atomaren Wasserstoff?

    Christian Netzel
    Antwort der Redaktion:
    Es handelt sich um Synchrotonstrahlung, die von freien Elektronen bei ihrer erzwungenen Spiralbewegung um magnetische Feldlinien erzeugt wird. Dieser Mechanismus begründet den Zusammenhang mit dem Magnetfeld, und er erzeugt auch die Polarisation, die wir beobachten. Es handelt sich also nicht um Linienstrahlung von Atomen.

    Rainer Beck
  • Immer wieder faszinierend!

    18.11.2015, Volker Hoff, Brühl
    Der Mond ist immer wieder faszinierend! Hier einige Fotos, aufgenommen mit meiner Digitalkamera:

    Fotos von der totalen Mondfinsternis am 28.09.2015
    http://volkerhoff.com/fotos-von-der-totalen-mondfinsternis-am-28-09-2015/
    Mond und Jupiter
    http://volkerhoff.com/mond-und-jupiter/
    Mond über La Palma/Kanaren
    http://volkerhoff.com/mond-ueber-la-palmakanaren/
    Der Mond im Perigäum (Erdnähe)
    http://volkerhoff.com/der-mond-im-perigaum-erdnahe/

    Beste Grüße von einem treuen Abonnenten!
  • NGC 1514 - ein Planetarischer Nebel mit "falschem" Zentralstern

    16.11.2015, Christian Weis, Lindenau
    Sehr geehrter Herr Schröder,

    vielen Dank für die interessanten Objekte, welche Sie jeden Monat in Sterne und Weltraum vorstellen. Es sind solche Geschichten, wie diejenige um den "falschen" Zentralstern in Ihrem Artikel "NGC 1514 - ein Planetarischer Nebel mit "falschem" Zentralstern" in der Novemberausgabe 2015, welche Ihre Artikel für mich besonders lesenswert machen. Gerne beobachte ich "Ihre" Objekte auch selbst nach.
    Eine kleine Anmerkung möchte ich mir bei o.g. Artikel dennoch erlauben: Im Sternbild Stier gibt es noch einige weitere Planetarische Nebel. NGC 1514 ist also nicht das "einzige Objekt dieser Art im Stier", sondern lediglich der einzige Planetarische Nebel, der über eine NGC-Nummer verfügt. Mir sind noch folgende weitere Planetarische Nebel im Taurus bekannt: Baade 1, Henize 3-29, Kohoutek 3-70, Minkowski 1-5 und Purgathofer 1.
    Es gibt jedoch auch einige Sternbilder, die tatsächlich nur über einen Planetarischen Nebel verfügen. Das sind Caelum, Corvus, Fornax, Grus, Leo, Libra, Microscopium und Pisces.
    Die von mir hierfür verwendete Quelle ist eine umfangreiche Liste, welche von Kent Wallace herausgegeben und von Doug Snyder modifiziert wurde (Revision 6, August 2003). Leider ist diese Liste derzeit online nicht mehr verfügbar.

    Freundliche Grüße,
    Christian Weis