Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Plane Reise nach Genf; kann man das CERN/LHC besuchen?

    28.04.2013, Lucas Bothe, Linnich
    Sehr geehrtes SuW-Team,
    ich plane eine private Reise zum LHC (2014). Da ich noch zur Schule gehe, kann ich die von Euch organisierte Leserreise nicht bezahlen. Daher meine Frage: Kann man auch als Privatperson das ATLAS-Experiment besichtigen? Leider habe ich auf der offiziellen CERN-Seite keine Antwort auf meine Frage gefunden.
    Viele Grüße und Danke für ein so tolles Heft

    Lucas Bothe
    Antwort der Redaktion:
    Lieber Herr Bothe,

    unter outreach.web.cern.ch finden Sie die Information, dass es in der Tat Führungen zum LHC für Einzelpersonen gibt und den Terminplan. Unter Visites sind weitere Einzelheiten und ein Anmeldeformular zu finden. Dort steht unter anderem, dass es die Führungen nur in Englisch und Französisch gibt.
    U.B.
  • Apple? oder was?

    25.04.2013, Robert König, Reinheim
    Ich habe soeben die Mondfinsternis beobachtet und fühle mich durch das Teleskop beobachtet ein wenig an Apple erinnert.
  • "Sonnenschutz für den Großen Hund" - Titanoxide im Weltraum - Interessanter Artikel!

    17.04.2013, A.Weitnauer
    Das hatte ich noch nicht gehört. Erstaunlich, dass man über so weite Entfernung Moleküle identifizieren kann. Mit VY Canis Majoris habe ich mich schon mal beschäftigt. Vielleicht ist in diesem Zusammenhang folgender Artikel interessant: http://pagewizz.com/vy-canis-majoris-der-groesste-stern-des-universums/
  • Der Orion-Nebel vor 500 Jahren

    06.04.2013, Johannes Kulzer, Laufen (8 Jahre)
    Im Heft 3/13 auf Seite 12, 1. und 2. Zeile: der Orion-Nebel ist 1500 Lichtjahre entfernt, die Explosion hat aber vor 500 Jahren stattgefunden. Also 1500-500=1000! Wir sehen also etwas, das 1000 Jahre vor der Explosion passiert ist! Könnten Sie mir das näher erklären. Ich verstehe nicht, wie man etwas sehen kann, bevor es passiert ist. Vielen Dank.

    Antwort der Redaktion:
    Derartige Fragen werden der Redaktion relativ oft gestellt; zu dieser speziellen Zeitangabe fragten sogar vier Leser unabhängig voneinander. Deshalb hier eine etwas ausführlichere Erklärung: Wenn gesagt wird, dass dieses oder jenes astronomische Ereignis vor so-und-so-viel Jahren stattfand, dann ist das stets so zu verstehen, dass zu der genannten Zeit das Licht des Ereignisses die Erde erreichte. Das ist auch die einzig sinnvolle Art einer Zeitangabe, zumindest wenn man es mit astronomisch Vorgebildeten Lesern bzw. Gesprächspartnern zu tun hat - und zwar aus drei Gründen.

    Erstens ist bei den meisten astronomischen Objekten die Lichtlaufzeit bis zur Erde nur sehr ungenau bekannt. Bei einem Ereignis im Orionnebel-Komplex liegt die Unsicherheit derzeit in der Größenordnung von 100 Jahren. Es hätte also wenig Sinn zu sagen, vor 2100 Jahren hat sich irgendetwas dort ereignet, denn dasselbe Ereignis könnte im nächsten Artikel derselben Zeitschrift als ``vor 1950 Jahren'' beschrieben werden. Niemand könnte ohne Weiteres erkennen, dass dasselbe Ereignis und derselbe Zeitpunkt gemeint sind.

    Zweitens, selbst wenn die Lichtlaufzeit genau genug bekannt wäre, würde der historische-praktische Aspekt der Forschung verdunkelt und verkompliziert. ``Supernova 1987A in der Großen Magellanschen Wolke'' wäre selbst dann viel praktischer als ``Supernova im Jahr minus 186459 in der Großen Magellanschen Wolke''. Spätestens wenn es um die genaue zeitliche Zuordnung verschiedener Beobachtungen geht - wie im Fall der SN 1987A zwischen dem Lichtausbruch von der explodierenden Hülle und den Neutrinos aus dem kollabierenden Kern des Sterns - wird eine solche Zeitangabe völlig unnütz.

    Drittens, stellen Sie sich vor, Sie lesen in SuW, dass um 21:40 MEZ der Saturnmond Titan den Saturnmond Hyperion verfinstert. Sie gehen zu dieser Zeit an's Teleskop - und nichts passiert. Es wäre für unsere Leser eine Zumutung, diese hübsche ferne Sonnenfinsternis erst dann beobachten zu können, wenn sie sich zuvor mühsam die derzeitige Entfernung des Saturnsystems von der Erde beschaffen und in eine Zeitverschiebung (in diesem Fall zwischen ca. 70 und 90 Minuten) umrechnen müssten.

    Hat man astronomisch völlig ungebildete Gesprächspartner vor sich, dann ist es allerdings sinnvoll, immer mal wieder auf die Lichtlaufzeit hinzuweisen.

    U.B.
  • Hut ab !

    03.04.2013, Gerhard Henning, Wachtberg


    Hervorragendes Bild, mit viel Aufwand erstellt.
  • Wieso Zeitdruck?

    31.03.2013,
    Verstehe ich nicht! Ein Drittel der Missionszeit wird Curiosity frühestens in vier Jahren erreichen, dank der Radioisotopengeneratoren. Wen interessiert noch die ursprüngliche rein formelle Missionsdauer?
    Antwort der Redaktion:
    Die Leistung der Radioisotopengeneratoren ist nur einer von vielen Faktoren, die die Lebensdauer potenziell begrenzen können. Die wichtigsten Faktoren sind die garantierten Lebensdauern der vielen, vielen Einzelteile, aus denen das Gesamtgerät besteht. Eine formelle Missionsdauer wird im Allgemeinen in erster Linie dadurch bestimmt. Verbrauchsmaterialien wie Radiosisotope, Raketentreibstoff, Lageregelungsgas, Kühlmittel usw. werden meist entsprechend - und mit einer gewissen Reserve - danach bemessen.

    Aber noch jemand interessiert sich fuer die formelle Missionsdauer: Die Agentur(en), die den laufenden Betrieb am Boden bezahlen müssen! Curiosity wäre nicht die erste Raumfahrtmission, deren Aktivität bei bester Gesundheit vor Ort durch Finanzmangel auf der Erde beendet würde.

    U.B.

  • Sehr ansprechende Präsentation des Mondes

    28.03.2013, Reinhard Pankrath
    Tolle Aufnahme mit kleinen Mitteln und sehr informativ! So muss Astronomie sein. Das gewinnt auch bestimmt Interessierte dazu. Klasse!
    Reinhard Pankrath
  • Wunderschöne Polarlichter

    26.03.2013, Oliver Frydrysiak, Lindendorf-Libbenichen
    Eine sehr schöne Aufnahme...
    einfach nur märchenhaft.
  • Java-Applet zur Achterbahn der Sonne

    22.03.2013, Jürgen Giesen, Welver
    Prof. Hebbekers interessanter Artikel in SuW 3/2013, S. 80, gab mir die Anregung, ein interaktives Java-Applet zu schreiben: Es zeichnet die Analemma-Figur in Abhängigkeit von Ekliptikschiefe und Exzentrizität; Beobachtungsort (Breite, Länge) und Uhrzeit sind frei wählbar. Außerdem stellt das Applet den Verlauf der Zeitgleichung als Diagramm dar. Für bestimmte Werte von Ekliptikschiefe und Exzentrizität verschwindet der Schnittpunkt, und die Achterbahn der Sonne wird einer Ellipse ähnlich:
    http://www.geoastro.de/drawanalemma/
  • Sonnenflecken-Maximum schon vorbei?

    18.03.2013, Manfred Holl, Hamburg
    Gegen die in der SuW-Nachricht wiedergegebene Meinung von Dean Pesnell vom Goddard Space Flight Center der NASA sprechen allerdings aktuelle Berichte etwa des Marshall Space Flight Center http://solarscience.msfc.nasa.gov/predict.shtml und die Monatsberichte des Sonnenobservatoriums Kanzelhöhe, z.B. http://cesar.kso.ac.at/sunspot_numbers/2013/Akt201301.pdf . Die Daten sagen aus, dass es wie schon beim letzten Maximum eine Doppelspitze gab. Normalerweise gibt es etwa ein Jahr nach dem Hauptmaximum das Nebenmaximum. Im Augenblick sieht es danach so aus, als ob wir Ende 2011 / Anfang 2012 das Haupt- und Anfang 2013 beim Aktivitätsausbruch das Nebenmaximum hatten. Es deutet derzeit viel darauf hin, dass das Maximum schon vorüber und für die kommenden Jahre nicht mehr viel zu erwarten ist.

  • Link zur Audiodatei

    18.03.2013, Thorsten Kuske
    Der im Heft angegebene Link zur Audiodatei des Chorus scheint momentan nicht zu funktionieren. Daher nun hier: http://www.nasa.gov/mp3/687631main_687014main_emfisis_chorus_1.mp3
  • Webcam zeigt Komet

    15.03.2013, Florian Mengedoht
  • Tscheljabinsk-Explosion: Gibt es Präzedenzfälle außer Tunguska 1908?

    04.03.2013, Horst Thiel, Bad Driburg
    Ist es richtig zu sagen, dass es aus den letzten 2500-3000 Jahren keine schriftlichen Berichte in den Hochkulturen über ein Ereignis wie das in Sibirien 1908 oder die gerade erfolgte Explosion von Tscheljabinsk gibt? Ich meine keine Erzählungen oder Mythen. Dann wäre ja die Tscheljabinsk-Explosion ein Jahrtausendereignis.
    Antwort der Redaktion:
    Vor drei Monaten hätten wahrscheinlich fast alle Astronomen diese Frage mit ja beantwortet. Aber Tscheljabinsk hat vieles verändert, so auch das kollektive Gedächtnis der Menschheit. Am 27. November 1919, ca. 2 Uhr UT, ist im Norden der USA zumindest Gleichartiges passiert - und dann ist es offenbar völlig vergessen worden. Damals gingen Fensterscheiben in einem Gebiet von mindestens 110 km mal 130 km zu Bruch. Das zeigt sich, wenn man die im diesbezüglichen Zeitungsartikel der ''Washington Times'' genannten Ortschaften auf einer Karte aufsucht. Im Gegensatz zu Tscheljabinsk traf es 1919 aber keine Großstadt, sondern ein eher dünn besiedeltes Gebiet. Man muss sich fragen, wie viele weitere derartige Ereignisse in den Archiven und Bibliotheken der Welt schlummern.

    Der SuW-Redaktion ist das Ereignis von 1919 durch die Webseite http://ogleearth.com/2013/02/reconstructing-the-chelyabinsk-meteors-path-with-google-earth-youtube-and-high-school-math/ bekannt geworden, die auch aus anderen Gründen absolut lesenswert ist. Auf dieser Webseite sind auch Koordinaten der genannten Orte angegeben.

    Der entsprechende Ausschnitt aus ''The Washington Times'' vom 27.11.1919, Seite 1, wird auf den Leserbriefseiten des Maihefts zu bewundern sein.
  • Geschosse im Orion - Explosion "vor 500 Jahren" ?

    01.03.2013, Dr. Hans-Joachim Knops, Monheim am Rhein
    In Heft 3/2013, Seite 12 wird von einer Explosion berichtet, die sich vor 500 Jahren im 1500 Lichtjahre entfernten Orionnebel, der ja noch in unserer Milchstraße liegt, ereignet hat.
    Nach meinem Verständnis sehen wir den Nebel heute, wie er vor 1500 Jahren aussah, und wenn vor 500 Jahren eine Explosion dort stattfand, werden wir sie erst in 1000 Jahren sehen können.
    Oder hätten wir bzw. unsere Vorfahren wie z.B. Kopernikus die Explosion vor 500 Jahren mit den Instrumenten von heute erstmals wahrgenommen?
    Wo liegt da mein Irrtum bzw. mein Missverständnis?
    Antwort der Redaktion:
    Die Frage ist berechtigt; sie beruht nicht auf einem Irrtum bzw. Missverständnis.

    Wenn gesagt wird, dass dieses oder jenes astronomische Ereignis vor so-und-so-viel Jahren stattfand, dann ist das stets so zu verstehen, dass zu der genannten Zeit das Licht des Ereignisses die Erde erreichte. Das ist auch die einzig sinnvolle Art einer Zeitangabe, zumindest wenn man es mit astronomisch Vorgebildeten Lesern bzw. Gesprächspartnern zu tun hat - und zwar aus drei Gründen:

    Erstens ist bei den meisten astronomischen Objekten die Lichtlaufzeit bis zur Erde nur sehr ungenau bekannt. Bei einem Ereignis im Orionnebel-Komplex liegt die Unsicherheit derzeit in der Größenordnung von 100 Jahren. Was hätte es also für einen Sinn zu sagen, vor 2100 Jahren hat sich dieses oder jenes dort ereignet? Das selbe Ereignis könnte im nächsten Artikel der selben Zeitschrift als "vor 1950 Jahren" beschrieben werden. Und niemand könnte ohne Weiteres erkennen, dass das selbe Ereignis und der selbe Zeitpunkt gemeint ist. Diese Unsicherheit steigt bei fernen Galaxien und Quasaren auf hunderte von Millionen Jahren.

    Zweitens, selbst wenn die Lichtlaufzeit genau genug bekannt wäre: Der historische, praktische Aspekt der Forschung würde verdunkelt und verkompliziert. "Supernova 1987A in der Großen Magellanschen Wolke" wäre selbst dann viel praktischer als "Supernova im Jahr minus 186459 in der Großen Magellanschen Wolke". Spätestens wenn es um die genaue zeitliche Zuordnung verschiedener Beobachtungen geht, wie im Fall der SN 1987A zwischen dem Lichtausbruch und den Neutrinos, wird eine solche Zeitangabe völlig unnütz.

    Drittens, auch bei der Voraussage von Ereignissen wäre alles andere als die Lichtankunftzeit an der Erde unpraktisch - gelinde gesagt. Stellen Sie sich vor, Sie lesen in SuW, dass um 21:40 MEZ der Saturnmond Titan den Saturnmond Hyperion verfinstert. Sie gehen zu der Zeit an's Teleskop - und nix passiert. Es wäre für unsere Leser eine Zumutung, diese hübsche ferne Sonnenfinsternis erst dann beobachten zu können, wenn sie sich zuvor mühsam die derzeitige Entfernung des Saturnsystems von der Erde beschaffen und in eine Zeitverschiebung - in diesem Fall zwischen ca. 70 und 90 Minuten - umrechnen müssten. Bei einem Ereignis im Jupitersystem wären es ca. 30 und 50 Minuten, im äußeren Sonnensystem etliche Stunden, und bei Sternen zumindest einige Jahre.

    Hat man astronomisch völlig ungebildete Gesprächspartner vor sich, dann ist es allerdings sinnvoll, immer mal wieder auf die Lichtlaufzeit hinzuweisen.
  • Ural-/Tscheljabinsk-Einschlag: Zylinderform der Druckwelle

    27.02.2013, J. Peiker, Essen
    Hinzu kommt, dass die kinetische Energie nicht an einem Punkt umgesetzt wird, sondern neben der thermischen Umsetzung in einer sehr lang gestreckten Schockwelle, die sich bei einer Objektgeschwindigkeit von Mach 60 fast zylinderförmig ausbreitet, durchsetzt mit stärkeren Knoten, die vom Mehrfachzerfall (man sieht in einem anderen Video sehr deutlich die mehrfache zeitlich versetzte Zerlegung der Rauchspur) herrühren. Dies könnte der Grund für die scheinbaren späten "Echos" der Druckwelle sein. All dies deutet darauf hin, dass lediglich mit einem anderen Impaktwinkel z.B. von 60° Grad statt 20° und der damit größeren Eindringtiefe, Luftdichte und Konzentration der Druckwelle wesentlich verheerendere Folgen für die Stadt zu befürchten gewesen wären.