Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Stoßfront um Beteigeuze

    07.02.2013, Dr. Günther Schulz, Minden
    Zum o. g. Beitrag und den beigefügten Bildern habe ich folgende Frage: Warum steht Beteigeuze offensichtlich nicht im Zentrum der kreis- oder kugelförmigen Stoßfronten, wie es bei einer Bewegung im isotropen Raum zu erwarten wäre?
    Antwort der Redaktion:
    Die Fronten wären kugelförmig, und der Stern wäre in ihrem Zentrum, wenn sich der Sternwind im Vakuum ausbreiten würde, oder wenn Beteigeuze relativ zum umgebenden interstellaren Gas ruhen würde. Der Stern bewegt sich jedoch durch das Gas (nach links in den Bildern), wodurch der Sternwind in Luv-Richtung zusammengedrückt wird.

    Das umgebende Medium ist also keineswegs isotrop, sondern hat eine Vorzugsrichtung, nämlich die Strömungsrichtung des interstellaren Gases relativ zum Stern (nach rechts in den Bildern). In dieser Richtung, also nach der Leeseite, wird der Sternwind zu einem langen Schweif auseinandergezogen.
  • "Weißt du, wo die Sterne stehen?"

    03.02.2013, Erwin Gebauer, Marl
    Ich stimme der Rezension zu. Beachtlich ist bei dem Preis die gute Qualität des Einbandes, der Bindung und des verwendeten Papiers.
    Wirklich empfehlenswert.
  • Wie viele sogenannte Planetenkandidaten gibt es wirklich?

    29.01.2013, Julian Penzinger, Taufkirchen
    Wieder auf eine alte Frage aufmerksam gemacht wurde ich durch den online zugänglichen Artikel "Exoplaneten: Wie viele Sterne haben Planeten?" veröffentlicht am 10.01.2013:
    Dabei werden die KOIs erwähnt, also die Planetenkandidaten in der Datenbank des Kepler-Teleskops. Es gibt aber auch weitere, noch unbestätigte potentielle Planeten die u.a. von CoRoT und einigen erdgebundenen Teleskopen entdeckt wurden. Gibt es eine vollständige frei verfügbare Datenbank, die eine solche Liste führt?

    Antwort der Redaktion:
    Eine laufende öffentliche Liste wirklich aller Kandidaten (also nicht nur der von Kepler und CoRoT entdeckten) gibt es anscheinend nicht.

    Derzeit gibt es ca. 2500 Kandidaten bei Kepler. Die laufende Liste dieser "Kepler Objects of Interest" (KOI) ist öffentlich zugänglich, siehe http://archive.stsci.edu/kepler/koi/search.php. Außerdem gib es eine interne Liste von Kandidaten der "Planet Hunters", eines Freiwilligen-Projekts, das Kepler-Lichtkurven visuell inspiziert. Es hat schon zwei mittlerweile bestätigte Planeten entdeckt hat, die der Software des Profi-Teams von Kepler durch die Lappen gegangen waren. Die Kandidatenliste der "Planet Hunters" enthält derzeit, d.h. Ende Januar 2013, rund 150 Objekte. Man kann sie unter
    http://www.planethunters.org einsehen (Knopf "Candidates" oben rechts) und als Excel-Datei herunterladen, wenn man als Teilnehmer des Projekts angemeldet ist.

    Es gibt darüber hinaus eine öffentliche Liste aller bestätigten Exoplaneten: http://exoplanet.eu/

    U.B.
  • Jupitermonde und Kirche..., eine lange Geschichte

    28.01.2013, Franz Xaver Kohlhauf, Bad Tölz
    Herr Michael Ebert meint in seinem Leserbrief am 11.12.12, das Bild "Jupitermonde und Kirche" sei konstruiert. Das ist jedoch nicht so! Es handelt sich dabei um eine Originalaufnahme, an der ich lediglich aus ästhetischen Gründen etwas "gefeilt" habe. Wie Herr Ebert richtig anmerkt, wurden die Monde und die Planetenscheibe bei der Belichtungszeit von 1.3sec leicht länglich abgebildet. Dies habe ich mit dem Programm Fitswork korrigiert (aber nicht angegeben, mein Fehler). Die Abbildungsgröße des Planetenscheibchens ergibt sich daraus, dass es sich um einen Ausschnitt aus der mit einem 300mm Teleobjektiv gemachten Aufnahme handelt und zudem durch die Überbelichtung "aufgeblasen" wurde.
    Trotzdem finde ich es sehr gut, wenn man nicht alles glaubt was man täglich so auf Bildern zu sehen bekommt und man kritisch bleibt.
    Mit sternfreundlichen Grüßen an Herrn Ebert, Herrn Northoff und die Redaktion
  • Die größte Annäherung war wesentlich näher

    27.01.2013, Daniel Fischer, Königswinter
    Um das zu sehen, muss man bloß die Distanzen gegen die Zeit auftragen: es ergibt sich eine perfekte Gerade (mit einem Korrelationskoeffizienten von 0,9998), was beweist, dass der eigentliche Flyby - ca. 3 Sekunden vor der ersten Aufnahme in der Montage - noch dramatisch näher als 40 km erfolgt sein muss (ob es nun "3,2 km" waren, sei mal dahin gestellt). Auch ist besagtes Bild - das übrigens schon kurz nach dem Encounter im chinesischen TV vorgeführt worden war - nicht das erste der Sequenz: Li zeigte auch ein Video mit sämtlichen Aufnahmen, das noch ein bisschen früher einsetzt.
  • Korrektur zu SuW 2/2013 Seite 9: Was ist Eis-7?

    23.01.2013, Roman Jakob, Frankenthal
    Das Eis-Diagramm zeigt zwar die diversen Eiszustände ,aber
    die linksseitige Skala zeigt Eis bei Normaldruck bis 40 Grad
    Celsius anstatt bis 0 Grad. Die Skalierung ist einfach nur verrutscht.
    Antwort der Redaktion:
    Wir danken Herrn Jakob fuer den Hinweis. Wir werden eine Korrektur auch im nächstmöglichen Heft publizieren.

    Red.
  • Können Sterne schwindeln?

    19.01.2013, H.O. Wetzel, Guben
    Ich glaube eher nicht, aber es ist typisch Mensch, andere für seine Unzulänglichkeiten verantwortlich zu machen!
  • Einmaliger Kommunikationsversuch

    15.01.2013, Walter Eckert, Bayreuth
    Ich bin mir sicher, dass es sich bei dem
    "Wow-Signal", das damals empfangen wurde,
    um eine Botschaft einer Außerirdischen
    Zivilisation an andere Zivilisationen
    handelte. Die Frequenz und Bandbreite
    lassen darauf schließen, dass es keine
    natürliche Radioquelle war.
  • Jahresinhaltsverzeichnis 2012

    10.01.2013, Georg Rojek, Waldshut
    Die gesammelten Hefte eines Jahrgangs von Sterne und Weltraum lasse ich jedes Jahr zusammen mit dem Jahresinhaltsverzeichnis zu einem Buch zusammenbinden. Bis anhin war dabei das Jahresinhaltsverzeichnis als separater Druck dem Januarheft beigelegt. Seit Neuestem ist jedoch das Jahresinhaltsverzeichnis in das Januarheft integriert. Für die Einsendung beim Buchbinder muss ich deshalb das Januarheft auseinandertrennen und mit unzulänglichem Werkzeug die Jahresinhaltsseiten für den Buchbinder „zusammenbasteln“. Das Januarheft ist nun bei mir ein Jahr lang nur noch in zerlegtem Zustand mit Einzelseiten in einem Schnellhefter verfügbar.

    Könnten Sie diesem Problem bitte abhelfen und wieder zu Ihrer alten Handhabung, Jahresinhaltsverzeichnis als separater Druck, zurückkehren?

    Freundliche Grüße

    Antwort der Redaktion:
    Die Einbindung des Jahresinhaltsverzeichnisses am Ende des Januarhefts war nicht beabsichtigt - sie ist ein bedauerliches Versehen der Druckerei, das keineswegs zur Regel werden soll. Künftig wird das Jahresinhaltsverzeichnis wieder in der Heftmitte eingebunden sein, wo man es durch Anheben und wieder Schließen der beiden Heftklammern (mit einem Messerrücken, kleinen Schraubenzieher oder Fingernagel) leicht und beschädigungsfrei herausnehmen kann.

    Für Leser, die den Jahrgang 2012 binden lassen wollen ohne das Januarheft zu zerschneiden, haben wir 300 Sonderdrucke des Jahresinhaltsverzeichnis anfertigen lassen, die - so lange der Vorrat reicht - per Email beim Leserservice
    (service@spektrum.com) unter dem Stichwort "Jahresinhaltsverzeichnis 2012" angefordert werden können. Eine weitere
    mögliche Lösung des Problems besteht darin, Fotokopien der entsprechenden Seiten aus dem Januarheft anzufertigen und in den Jahrgang 2012 mit einzubinden.
  • von Puttkamers Werk und die Rezension in SuW

    06.01.2013, Wolfgang Albrecht, Slubice/Polen


    Vielleicht stimmt es, dass gegenwärtig eine geringere Zahl von Menschen sich für Raumfahrt und Marsprojekte interessiert als das vor einigen Jahren der Fall war. Schade. Um so wichtiger ist es, dass Wissenschaftler, Visionäre und kompetente Autoren vom Range von Puttkamers wieder von einer breiteren Leserschaft ernst genommen werden.
    Es geht um die Erde, den Mars, die Zukunft unseres Planeten, ja, um die Zukunft der ganzen Menschheit. Der Rezensent Tilman Althaus muss sich fragen lassen, woher und von wem Lösungen für die heraufdämmernden Probleme unseres Planeten und unserer Spezies gefunden werden sollen, wenn nicht von Wissenschaftsoptimisten vom Schlage von Puttkamers.

  • "Was ist Zeit?" - Anmerkungen zur Entropie

    02.01.2013, Wilhelm Eichner
    In der Antwort zur Leserfrage von Herrn Dr. F.P.Schmidt "Was ist Zeit" (SuW 1/2013, S. 12) spielt die Entropie eine wichtige Rolle. Zur Entropie einige ergänzende Bemerkungen:

    Entropie ist eine aus thermodynamischen Parametern abgeleitete Größe und daher nicht direkt messbar. Jede Wärmenergie, die eine von der Umgebungstemperatur abweichende Temperatur aufweist, gleichgültig, ob höher oder niedriger, wird ihre Temperatur unaufhaltsam in einer theoretisch unendlichen Zeit (Nernst: Nichterreichbarkeit des absoluten Nullpunkts) der Umgebungstemperatur anpassen. Dieser Prozess ist zwingend mit einer Zunahme der Entropie verbunden. Nun gibt es in der Tat in der Natur Prozesse, die scheinbar mit einer Entropieminderung verbunden sind. So trifft das z. B. auf Aufbau und (zeitlich begrenzten) Bestand belebter Materie, die aus unbelebter Materie besteht, zu. Diese Entropieabnahme wird aber durch Zuführung von äußerer Arbeit, d.h. von Energie, die auf einem Niveau liegt, das die notwendigen Prozesse antreibt und somit höher als die Umgebungstemperatur ist, verursacht. Diese Energie jedoch wird durch einen Prozess mit Entropiezunahme erzeugt, so dass die Entropiebilanz eines jeden Prozesses insgesamt doch immer positiv ist. Daraus folgt u.a., dass Energie mit Umgebungstemperatur thermodynamisch wertlos ist und jeder Prozess letztendlich irreversibel ist.
  • "Das All ist kein Schwarzes Loch"

    28.12.2012, Gottfried Beyvers, Landshut

    Andreas Müller weist in der Antwort zur Leserfrage "Was ist Zeit?" (SuW 1/2013, S.12) zu Recht darauf hin, dass wir nicht in einem Schwarzen Loch leben, u.a. mit dem Argument, dass es im realen Universum eine großräumige Materieverteilung gibt, im Gegensatz zu einem (abgesehen von der punktförmigen Singularität) leeren statischen Schwarzen Loch. Dieses Argument hat jedoch Schwächen. So könnte z.B. jemand einen Materieeinfall von Nachbaruniversen oder ähnlichen Phantasieprodukten postulieren.

    Es gibt aber ein viel wirkmächtigeres Argument gegen die irrige Annahme, das Universum sei ein Schwarzes Loch: die beobachtete Isotropie des Alls! Wären wir im Inneren eines Schwarzen Lochs, so würden Beobachter in den frei fallenden Galaxienhaufen aufgrund der hohen Fallgeschwindigkeit eine extreme Aberration des Lichts wahrnehmen. Diese Lichtaberration würde ein äußerst verzerrtes Bild der Umgebung erzeugen, also kaum die tatsächlich beobachtete isotrope Verteilung der Galaxienhaufen. Die Bedingungen sind extrem: Für Freifaller füllt aufgrund der extremen Lichtaberration selbst innerhalb des Ereignishorizonts das Schwarze Loch nicht das gesamte Blickfeld aus! Vielmehr fällt beim Blick "zurück" Licht von "außerhalb" durch einen kreisförmigen Himmelsausschnitt in das Auge des Freifallers. In einem "Abstand" von 0,3 Schwarzschildradien zur Singularität (also schon weit innerhalb des Ereignishorizonts) beträgt für einen Freifaller der Winkeldurchmesser des Schwarzen Lochs nur 150°; der Rest der Himmelssphäre gibt den Blick nach "außen" frei. Keine einzige astronomische Beobachtung in unserem tatsächlichen Universum lässt sich in diesem Sinne deuten.

  • Stephen Hawking...

    23.12.2012, Manfred Eberling, Hochdorf
    ...hat diesen schönen Preis gewiss mehr als verdient.
    Wir gewöhnlichen Leute können das von ihm Erforschte gar nicht richtig begreifen. Gegenwärtig lese ich zum zweitenmal sein Buch "Das Universum in der Nuss-Schale". Vielleicht verstehe ich nachher wieder einiges etwas besser. - Hoffentlich.
  • ...klingt doch ziemlich plausibel.

    19.12.2012, Mathias Völlinger, Layer8, Berlin
    ...klingt doch ziemlich plausibel. Aus 3 Sternen in labilem dynamischem Gleichgewicht (3-Körper-Problem) entsteht durch Störungen entweder ein stabiles gebundenes Gleichgewicht aus 3 Körpern, welches sich annähernd wie 2 Körper verhält, oder der dritte Körper fliegt halt davon. Oder hab' ich da was falsch verstanden?
    Antwort der Redaktion:
    Genau richtig verstanden! Der Wert der Arbeit von Reipurth und Mikkola besteht darin, das sie diesen plausiblen Mechanismus in direkten Simulationen von realistischen Sternhaufen als tatsächlich wirksam demonstriert haben.
  • SuW 12/2012, "Aminosäuren aus dem All"

    15.12.2012, Dr. Jürgen Clade
    Zu dem Artikel "Aminosäuren aus dem All" in Ausgabe 12/2012 möchte ich betreffs der Abbildung auf S. 24 einiges zur Klärung anmerken.

    Zunächst werden hier zwei verschiedene Nomenklaturen zur Bezeichnung der absoluten Konfiguration der chiralen Asparaginsäure-Moleküle vermischt. Zum einen ist dies die Nomenklatur nach Cahn, Ingold und Prelog (kurz CIP) und zum anderen diejenige nach Fischer.

    Das rechte Molekül in der Abbildung ist nach CIP korrekt als "R"-Enantiomeres beschriftet: Man drehe es hierzu so, daß das Wasserstoffatom an dem Kohlenstoffatom, das die Aminogruppe trägt, nach hinten zeigt, und findet dann die Gruppen NH2, COOH und CH2... in dieser Reihenfolge im Uhrzeigersinn, also rechts herum angeordnet. Das spiegelbildliche Enantiomer (in der Abbildung links) wäre nach CIP allerdings mit dem Buchstaben "S" (von lat. sinister = der Linke) zu bezeichnen.

    Der Buchstabe "L" (von lat. laevus =links (nicht "levo", das kommt von dem Verb "levare" und heißt "ich erleichtere") bezieht sich hingegen auf die Fischer-Nomenklatur. Nach dieser richtet man das Molekül so aus, daß die Kohlenstoff-Kette senkrecht steht, wobei die Aminogruppe am zweiten C-Atom von oben gebunden sein muss (am besten dreht man die Abbildung also um). Die Bindungen in der C-Kette müssen dabei vom Betrachter weg und die Bindungen quer zur C-Kette auf den Betrachter hin zeigen. Dann steht bei dem im linken Teilbild korrekt mit "L" beschrifteten Molekül die Aminogruppe links. Das Pendant hierzu wäre aber nach Fischer mit "D" zu bezeichnen (von lat. dexter: der Rechte; "dextra" ist die weibliche Form dazu), und nicht mit "R".

    Die Begriffe "linksdrehend" und "rechtsdrehend" haben mit alledem nur indirekt zu tun; sie bezeichnen nämlich nicht die absolute Konfiguration eines chiralen Moleküls, sondern die Richtung, in die die Ebene von linear polarisiertem Licht gedreht wird, wenn es durch eine Lösung der Substanz fällt. Es läßt sich nicht ohne weiteres vorhersagen, welches Enantiomer einer bestimmten Verbindung rechts- und welches linksdrehend ist. Gerade bei der Asparaginsäure ist es so, daß das R- (oder nach Fischer D-) Enantiomer LINKSdrehend und das S- (oder nach Fischer L-) Enantiomer RECHTSdrehend ist, also gerade umgekehrt wie in der Legende zur Abbildung beschrieben.

    Rechtsdrehend wird übrigens mit dem Symbol (+), veraltet auch mit dem Klein(!)buchstaben d, und linksdrehend mit (-), veraltet auch mit dem Kleinbuchstaben l, symbolisiert. In der Abbildung sehen wir also links L-(+)-Asparaginsäure mit S-Konfiguration am asymmetrischen C-Atom und rechts D-(-)-Asparaginsäure mit R-Konfiguration am asymmetrischen C-Atom.
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