Lesermeinung - Sterne und Weltraum

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  • Wandert der Andromedanebel ?

    26.07.2012, Jan Klingenberg, Bremen
    Mich beschäftigt momentan eine elementare Frage, auf die ich partout keine Antwort finde - oder die falschen Fragen google: Wird sich die Position des Andromeda-Nebel am Sternenhimmel im Laufe der Zeit für den Erdenbetrachter verändern? Ich denke da an die Eigenrotation unserer Galaxis (relativ auch zum Andromeda-Nebel) und die Bewegung unseres Sonnensystems innerhalb dieser. Müsste das nicht die Perspektive auf Andromeda früher oder später verschieben?
    Einzig über das Ausmaß an Zeit für diesen Vorgang bin ich mir bewusst...
    Antwort der Redaktion:
    Richtig, über lange Zeiträume ändert sich sowohl die Position des Andromedanebels vor dem Hintergrund viel weiter entfernter anderer Galaxien, als auch unsere Perspektive darauf. Wir werden die Scheibe von M31 allmählich unter einem anderen Winkel sehen. Ursache für diese Veränderungen sind sowohl die Bewegung der Sonne durch ihrem Umlauf um die Milchstraße als auch - vor allem! - die Relativbewegung der beiden Galaxien zueinander.

    Wesentliche Änderungen der relativen Lage von M31 und Milchstraße brauchen größenordnungsmäßig 100 Millionen Jahre. Bezüglich der langfristigeren Entwicklung gab es grade kürzlich bedeutende Neuigkeiten, deren Veröffentlichung mit ganz dramatischen Bildern "verziert" wurde. Siehe http://apod.nasa.gov/apod/ap120604.html und die dort angegebenen weiteren Webseiten, insbesondere
    http://hubblesite.org/newscenter/archive/releases/2012/20/image/b/format/web_print/ und
    http://science.nasa.gov/science-news/science-at-nasa/2012/31may_andromeda/

    U.B.
  • Buchbesprechung: Nur für Physikstudenten??

    22.07.2012, Dr. rer. nat. Günther Coen, Velbert
    Roger Penrose ist ein Forscher und er bewegt sich an der vordersten Front der physikalischen Forschung zum Thema Kosmologie. Er hat dieses Buch sicher nicht geschrieben, damit seine Leser nach der Lektüre auf Partys mit mehr oder weniger verstandenen Details aus dem Buch brillieren können.

    Selbst wenn Penrose das Buch nur für Physikstudenten und Physiker geschrieben haben sollte, mindert das nicht den Wert des Werks: Auch Physikstudenten und Physiker sind Menschen. Auch das Argument, dass es für Fachleute einer Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche nicht bedurft hätte, zieht nicht: Wenn nur ein Dutzend Schüler(innen) der Oberstufe mit Leistungskurs Physik oder Mathematik von diesem Buch so fasziniert ist, dass diese jungen Menschen sich nach Lektüre dieses Buches dazu animiert fühlen, theoretische Physik zu studieren, dann hat sich die Übersetzung bereits gelohnt.

    Dr. rer. nat. Günther Coen (Theoretischer Physiker)
  • SuW auf Twitter: Glückwunsch!

    18.07.2012, Andreas Schepers, Darmstadt
    Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg!

    Ich werde diesen Text hier - Achtung! - ausdrucken und einigen Leuten zu lesen geben, die sich noch immer schwer tun mit dem Internet.

    Euer Erfolg zeigt, dass eine zeitgemäße Wissensvermittlung möglich ist, die Spaß macht und dabei eben nicht unseriös und flach ist.

    In diesem Sinne, um einen gängigen Internetspruch zu zitieren: Weiter so!
  • Marsrover "Curiosity": Radiation Assessment Detector

    18.07.2012, Stephan Boettcher
    Den Sensorkopf für den Radiation Assessment Detector auf dem Rover Curiosity hat die Arbeitsgruppe Extraterrestrische Physik am Institut für Experimentelle und Angewandte Physik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gebaut.

    http://www.ieap.uni-kiel.de/et
  • Sonnenfleckengruppe: Habe sie mit bloßem Auge gesehen !

    15.07.2012, Roman Bolt
    Im Meer vor Tunesien auf einem Segelboot in der staubigen Luft konnte man ca. 10-15 Minuten vor Untergang direkt in die Sonne schauen. Die Flecken waren mit bloßem Auge zu sehen; mit dem Feldstecher waren die einzelnen gut zu separieren. Danke für das Foto von Julian Zoller und die Bestätigung, dass ich keine Halluzinationen gesehen habe ...
  • Leica M9 als Astrokamera?

    13.07.2012, Stefan Seip
    Sehr geehrter Herr Dr. Winter.

    Vielen Dank für Ihre Ergänzung.

    Der von Ihnen beschriebene Weg über das nur noch gebraucht erhältliche Visoflex 3 (Produktionsende 1983!) ist mir bekannt, habe sogar praktische Versuche damit angestellt.

    Mein kurzes Fazit: Jede aktuelle Spiegelreflexkamera ist haushoch überlegen.

    Freundliche Grüße
    Stefan Seip
  • Jupiterbedeckung am Sonntagmorgen

    10.07.2012, R. Reisinger
    Bei guten Wetter und klarer Sicht ist das Bedeckungsende überall in Deutschland mit bloßen und gesunden Auge zu sehen, denn der Planet Jupiter ist nach der Venus der zweithellste Planet am irdischen Firmament. Zudem ist die Sonne zu diesem Zeitpunkt noch nicht aufgegangen. In nördlichen Gebieten, wo der Himmel stärker aufgehellt ist, dient eben der Mond als Aufsuchhilfe. Venusbedeckungen durch den Mond am Taghimmel sind zum Beispiel auch sehr gut mit bloßem Auge zu sehen. Wichtig ist nur, dass die Sonne duch ein Gebäude abgedeckt wird, denn sonst blendet sie zu stark und man sieht nichts.
  • Eine kommende Supernova

    06.07.2012, Ronny
    Sehr feiner Artikel, Respekt und vielen Dank. :)
  • Monde

    04.07.2012, Werner Seidlitz
    Sehr geehrtes SuW-Team,

    Ist es ein Zufall, dass in unserem Sonnensystem die (inneren) Planeten Merkur und Venus keine Monde besitzen?

    Bitte eine zweite Frage: Wäre es denkbar, dass Merkur, der vielleicht ein Venusmond werden sollte (!), in der Frühzeit unseres Sonnensystems mit der Venus kollidierte? Wie lässt sich die retrograde Rotation der Venus erklären?

    Vielen Dank für Ihre geschätzte Antwort und freundliche Grüße,

    Werner Seidlitz aus Freising
    Antwort der Redaktion:
    Dass Merkur und Venus keine Monde besitzen, ist wahrscheinlich eine Folge ihrer Nähe zur Sonne. Insbesondere bei Merkur könnten Gezeiteneffekte durch die Sonne das Entstehen eines Mondes verhindert haben.

    Ähnliches könnte auch für Venus gelten. Die rückläufige Rotation des Planeten wird von einigen Planetenforschern als Folge einer heftigen Kollision mit einem kleineren Himmelskörper in der Frühzeit des Sonnensystems vor rund 4,5 Milliarden Jahren interpretiert. Sie stoppte die ursprünglich prograde Rotation der Venus und sorgte dafür, dass sich der Planet äußerst langsam in Gegenrichtung dreht.

    Wäre Merkur in der Frühzeit mit Venus kollidiert, so gäbe es diesen Himmelskörper nicht mehr. Selbst eine nur streifende Kollision setzt so viel Energie frei, dass dabei ein Planet der Größe und Masse Merkurs zerstört worden wäre.
  • Die Atmosphäre von Tau Bootis b: Wow!

    28.06.2012, Ayhan
    Unglaublich, was man alles aus den Spektrallinien lesen kann.
  • Fotomontage

    23.06.2012, Dr. Gerhard Hobiger
    Dies ist eine Fotomontage.
    1. Mit einem Sonnenfilter wird das Licht der Venus komplett absorbiert (daher kann sie auf der Aufnahme nicht sichtbar sein)
    2. Die Venus müsste bei dieser Vergrößerung als hauchdünne Sichel erscheinen.
    Antwort der Redaktion:
    Eine weitere Möglichkeit: Das vermutete Venusbild könnte auch ein Bildfehler sein. Auf diese Möglichkeit deutet insbesondere die Tatsache hin, dass das vermutete Venusbild viel schärfer ist als das Bild der Sonne in dieser Aufnahme.


    Jedenfalls muss ich Herrn Hobiger Recht geben: Als gemeinsame Aufnahme von Sonne und Venus ist dieses Bild unplausibel.


    U. Bastian
  • Komposit vom Venustransit

    19.06.2012, Rainer Brunath
    Meine Antwort auf den Leserbrief von Sonngard Sänger vom 18.6.:

    Die Sonne erhob sich bei klarer Sicht mit ihrem ersten Drittel um 5h 21 MESZ (Ortszeit) aus dem Meer und ich konnte schon mit bloßem Auge noch auf der halb eingetauchten Sonnenscheibe den schwarzen Punkt der Venus sehen. Um 5h 40 MESZ (Ortszeit) gelang mein erstes Foto durch das Telekop, das aber bedingt durch die horizontnahe Stellung der Sonne noch von atmosphärischen Störungen verzerrt war. Erst ab 5h 55' MESZ (Ortszeit) kamen einigermaßen verzerrungsfreie Ablichtungen zustande. Mein Wunsch war, einen Art Ereignisverlauf bis zur Tropfenbildung auf einem Komposit darzustellen.
  • Venustransit

    18.06.2012, Sonngard Sänger
    Eine ungewöhnlich gut gelungene Komposition der einzelnen Transitpositionen.
  • Früher Kleinbild.... Heft 6 2012 S 70-77

    18.06.2012, Dr. Thomas Winter
    Nur eine kleine Ergänzung: Die Leica M9 kann trotzdem für die Astrophotographie verwendet werden. Entsprechende Zwischenringe gibt es. T2 auf Leica R; Leica R auf Leica M (zum Beispiel über Novoflex). Scharfstellung über den Visoflex 3 (gebraucht noch erhältlich und sehr heller Mattscheibensucher). Der Vorgänger zur Leica M9, die M8 hat zwar nicht den Vollformatsensor der M9, sondern einen Cropfaktor von 1,3. Sie ist aber bereits infrarotempfindlich.
  • Sehr gut erwischt!

    12.06.2012, Jean-Marie Will
    Hallo Gabriele, diesen Moment hast du sehr gut erwischt!
    Gruß, Jean-Marie