Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Klasse! (Video und Sonderseite zum Venustransit 2012)

    05.06.2012, Onur Deniz
    Hallo AstroViews-Team!

    Klasse Idee mit dem Webcast.

    Das sind mal ganz interessante Infos über den Venustransit - die auch noch, für einen Amateur-Amateur-Astronomen wie mich, sehr verständlich erklärt sind! Ich bin schon auf die nächsten Webcasts gespannt.
  • ISS Video von den Lyriden

    03.06.2012, Konrad Marek

    Dazu gibt es ein NASA-Video von der ISS aus aufgenommen, am 18. Mai 2012 geposted, das neben vielen nächtlichen Gewittern auch einige Lyriden-Meteore zeigt!

    Konrad Marek

  • Eigene Videos und Fotos vom Venustransit 2004

    01.06.2012, Volker Hoff
    Hier der Link zu meiner Venustransit-Seite mit eigenen Videos und Fotos vom Transit am 8.06.2004 auf meiner Homepage:
    http://www.volkerhoff.de/videos-u-fotos-sonne-venus/venustransit-8-06-2004/
    Antwort der Redaktion:


    Auf dem zweiten Video ist ein sehr witziger technischer Effekt des verwendeten Detektors zu sehen: Der "Schwarze Tropfen"-Effekt reicht weit ueber den scheinbaren Sonnenrand hinaus. Er hat nichts mit der eigentlichen Venusscheibe zu tun.
  • Sonnenfinsternisbrillen: Allg. Fragen

    27.05.2012, Julian Penzinger
    Sehr geehrtes SuW-Team,

    ich hätte einige Fragen bezüglich Sonnenfinsternisbrillen für die einfachste Beobachtung des kommenden "Venustransits", die sicher auch jene Astronomiebegeisterten interessiert, die im Astromarkt (wie ich) nicht viel Erfahrung haben:

    - Wo kann man derzeit solche Sonnenfinsternis- bzw. Sofibrillen käuflich erwerben? Welche Anbieter könnten Sie mir empfehlen, und hörte man von ihnen auch positive Rückmeldung bezüglich Lieferung etc. (Sind derartige Internetanbieter vertrauenswürdig, weil von ihnen meist zuerst die finanzielle Überweisung vor der eigentlichen Lieferung verlangt wird.)

    - Sind solche Sonnenfinsternisbrillen auch sicher mit dem nötigem Schutz-(filter) für visuelle Beobachtungen ausgerüstet. Bei meinen Internetrecherchen fand ich bis jetzt "CalSKY", deren Angebot auf http://www.calsky.com/glasses.de.php vorliegt.

    – Oder sollte man den Kauf noch abwarten, falls kurz vor dem Transitereignis derartige Sofibrillen gratis verteilt werden?

    Ich weiß, dass Ihr womöglich spezifische Kaufempfehlungen nicht abgeben dürft, aber ich wäre sehr froh, wenn Ihr alsbald eine Rückmeldung schreiben würdet. Da das Jahrhundertereignis in weniger als zehn Tagen vonstatten geht, wusste ich nicht, an wen ich mich sonst hätte wenden sollen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Julian Penzinger
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Penzinger,

    Optikfachgeschäfte sind sicherlich eine gute Adresse, nach Sonnensichtbrillen oder Sofibrillen zu fragen, insbesondere jene, die auch Ferngläser und Teleskope im Angebot haben. Selbstverständlich können Sie auch bei speziellen Astronomie-Fachgeschäften oder -Versendern anfragen. Sonnensichtbrillen müssen immer für die visuelle direkte Beobachtung mit dem bloßen Auge geeignet sein. Wer hier ungeeignetes Material verkaufen sollte, macht sich strafbar. Man darf sie allerdings NICHT HINTER einem ungeschützten Fernglas oder gar Teleskop verwenden, sie sind nicht für die Abschirmung des durch ein Fernrohr gesammelten Lichts geeignet.

    Da sich der Venustransit in Deutschland nur am frühen Morgen des 6. Juni 2012 beobachten lässt, ist es eher unwahrscheinlich, dass Sonnensichtbrillen im Vorfeld in großem Umfang verteilt werden. Sollte bei Ihnen eine Volkssternwarte oder ein astronomischer Verein in der Nähe sein, so könnten Sie dort einmal anfragen, ob eine Veranstaltung zum Venustransit geplant ist. Dann können Sie mit den dortigen Geräten gefahrlos die Venus vor der Sonne bewundern, falls das Wetter mitspielt. Weitere Tippas zum Beobachten des Venustransits finden Sie auch auf unserer Venustransit-Sonderseite.

    Viele Grüße,

    Ihre SuW-Redaktion

  • "Super-Vollmonde"

    21.05.2012, Prof Matthias Dopleb, Zittau
    In jüngster Zeit fiel in den Medien häufiger das Schlagwort "Super-Vollmond" im Zusammenhang mit besonders erdnahen Vollmonden - beispielsweise für den Vollmond am 19. März 2011 (18:09 Uhr UT, geozentrische Entfernung: 356576 Kilometer) und erst wieder kürzlich am 6. Mai 2012 (3:35 Uhr UT, 356955 Kilometer). Meines Erachtens lohnt sich aber eine genauere Analyse, was eigentlich mit "Super-Vollmond" gemeint ist: der besonders große gravitative Einfluss des Mondes im Perigäum und/oder seine maximale Helligkeit bei besonders großem scheinbaren Durchmesser.

    Der historische "Allzeitrekord" im Hinblick auf die Mindestentfernung des Mondes liegt bei rund 356339 [+/- 2] Kilometer und wurde vor 4349 Jahren erreicht. Er dürfte
    wohl auch nicht mehr unterboten werden, da sich der Mond immer weiter von der Erde entfernt (knapp vier Zentimeter pro Jahr). In der jüngeren Vergangenheit gilt der Vollmond vom 4. Januar 1912 (13:29 Uhr UT) mit nur 356375 Kilometer Entfernung als Rekordhalter. Erst am 1. Januar 2257 (13:16 Uhr UT) wird die Entfernung noch um vier Kilometer unterboten werden. Aufgrund der gleichzeitigen perihelnahen Position der Erde in beiden Fällen kommt neben dem überdurchschnittlich großen gravitativen Einfluss des Mondes noch derjenige der Sonne hinzu.

    Für Deutschland wäre aber zum Beispiel auch der Vollmond vom 14. Januar 1930 (356405 Kilometer) hervorhebenswert, weil die Vollmondphase exakt um 23:20 Uhr MEZ kurz vor
    seiner Kulmination in mehr als 60 Grad Höhe eintrat und die Mondscheibe mit 34'4" besonders groß erschien. Allerdings betrug der Phasenwinkel 4,43 Grad (Angaben nach Software Guide 8), weil sich der Mond mehr als vier Grad über der "Gegensonne" befand. Wie Jean Meeus nachweist, wirkt sich dieser relativ große Phasenwinkel nachteilig auf die Albedo des Mondes und damit letztlich auch auf seine scheinbare Helligkeit aus (siehe "More Astronomy Morsels", Willmann-Bell 2002, S. 41-52).

    Im Vergleich dazu war beispielsweise der Vollmond vom 24. Dezember 1787 noch rekordverdächtiger: Nach einer partiellen Mondfinsternis war er gut zwei Stunden nach astronomischem Vollmond um 17:37 Uhr UT gerade wieder vollständig aus dem Halbschatten der Erde herausgetreten (Entfernung 356585 Kilometer). Vom Gebiet des heutigen Birma aus beobachtet, stand der Vollmond zu diesem Zeitpunkt im Zenit und hatte bei einem Phasenwinkel von nur 1,58 Grad (Minimalwert!) einen scheinbaren Durchmesser von sogar 34'7", so dass er der möglichen Maximalhelligkeit von -12,92 mag (siehe Erläuterung) sehr nahe gekommen sein dürfte.

    Am 1. Februar 2762 (356572 Kilometer) wird er unter denselben Bedingungen dem Beobachter sogar noch um rund 13 Kilometer näher sein - der "Super-Vollmond" im ersten bis dritten Jahrtausend unserer Zeitrechnung, in jeder Beziehung.
  • Wieso sollen beide Prozesse zur gleichen Supernova-Helligkeit führen?

    18.05.2012, Juergen Barsuhn
    Diese Frage wird in dem Artikel bereits angetippt. Ich möchte sie hier noch einmal deutlicher darstellen. Beide Modelle beruhen darauf, dass weisse Zwerge beim erreichen einer wohldefinierten Grenzmasse explodieren und zerstrahlen.
    Beim Akkretionsmodell nähert sich der weiße Zwerg kontinuierlich der kritischen Grenzmasse. Wird diese durch das einströmende Gas des Riesennachbarn soeben überschritten, explodiert der weiße Zwerg. Die hierbei frei werdende Energie entspricht genau der Grenzmasse.

    Beim Kollisionsmodell kann man sich zwei Extreme vorstellen:
    a. Die beiden kollidierenden weißen Zwerge überschreiten zusammen gerade die kritische Grenzmasse. Die Hellikeit der Explosion entspricht also gerade dieser Grenzmasse. Es wird die gleiche Helligkeit wie beim Akkretionsmodell erreicht.
    b. Die Masse jedes der beiden kollidierenden weißen Zwergs liegt knapp unter der kritischen Grenzmasse. Bei der Kollision wird fast das Doppelte der Grenzmasse erreicht. Die Helligkeit der Supernova sollte also fast doppelt so groß sein wie im Fall a. und wie beim Akkretionsmodell. - Für eine Standardkerze wäre die Spannweite von Fall a bis zum Fall b zu groß. Wenn es also gute Gründe gäbe dafür, dass die Typ Ia-Supernovae eine genau definierte Standardhelligkeit haben, wären dies Argumente gegen das Kollisionsmodell.

    Viele Grüße Jürgen
  • Hubble-Weltraumteleskop

    14.05.2012, Tom Radziwill
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    mich interessiert, unabhängig von einem SuW-Artikel, wie das Hubble-Weltraumteleskop seine langbelichteten Aufnahmen macht (z.B. "Hubble Ultra Deep Field").
    Das Weltraumteleskop besitzt doch eine Eigenbewegung um die Erde, sprich: Es kreist um die Erde. Dabei zieht das Teleskop doch auch immer einmal zwischen Erde und Sonne bzw. zwischen Erde und Mond seine Bahn. Diese Aufnahmen wären doch dann total überstrahlt vom Licht der Sonne, des Mondes und natürlich auch vom Streulicht der Erde.

    Wie gelingt es dem Weltraum-Teleskop dennoch solch spektakulären und wunderschönen Aufahmen des Kosmos zu machen, die regelmäßig in Ihrer Zeitschrift erscheinen?


    Mit freundlichen Grüßen
    T. Radziwill
    Antwort der Redaktion:
    Die Zeitpunkte aller Aufnahmen werden vom Space Telescope Science Institute sorgfältig so geplant, dass weder die Erde noch die Sonne noch der Mond in das Teleskop scheinen können. Erde und Sonne dürfen noch nicht mal schräg von vorne auf die Teleskop-Öffnung scheinen. Das ist einer der Gründe, weshalb das Hubble Space Telescope "praktisch nie" länger als ca. eine halbe Stunde am Stück belichten kann und lange Belichtungen aus vielen Teilaufnahmen zusammengesetzt werden.
  • Weiße Zwerge verspeisen felsige Exoplaneten - Das verstehe ich nicht!

    07.05.2012, Liane Mayer
    Im Artikel steht: "Im Staub der Atmosphäre des Weißen Zwergs PG0843+516 zeigten sich relativ viel Eisen, Nickel und Schwefel. Diese finden sich auch im Kern unserer Erde, denn sie sanken bei ihrer Entstehung schnell zum Mittelpunkt. Es muss also einen Planeten um PG0843+516 zu seiner Zeit als normaler Stern gegeben haben, der ausreichend groß war, um wie die Erde eine differenzierte Struktur mit einem Kern zu bilden."

    Diesen Schluss kann ich derzeit nicht nachvollziehen. Woher weiß man, dass das viele Eisen etc. aus dem Kern eines einzigen Planeten stammt? Es hätte ja auch auf mehrere kleinere Planeten verteilt gewesen sein können, wo es nicht in den Kern sinken hätte müssen. Ich nehme einmal an, wenn es von einem einzigen Planeten stammt, dann zeigt die schiere Menge, dass dieser groß genug gewesen sein muss, um auch differenziert zu sein. Aber wenn es von einer ganzen Schar kleinerer Planeten stammt, stimmt das nicht mehr. Oder kann eine solche Schar nicht auf nahe genug beieinander liegenden Bahnen existieren, dass auch alle ungefähr gleichzeitig geschluckt werden?

    Antwort der Redaktion:
    Es könnte in der Tat auch mehrere solch großer Planeten gegeben haben. Der springende Punkt der Aussage ist die chemische Zusammensetzung des derzeit herabregnenden Materials. Diese entspricht dem Material des Eisenkerns eines (oder mehrerer) hinreichend großer Planeten. Präziser hätte der Satz vielleicht lauten sollen "... muss also mindestens einen Planeten um PG0843+516 zu seiner Zeit als normaler Stern gegeben haben, der ..."
  • Wahnsinnsaufnahme

    05.05.2012, Roman Feldhaas
    Grüß Dich Dieter und Patrick,

    Eine Wahnsinnsaufnahme habt ihr da gemacht.
    Gratuliere euch.

    LG

    Roman
  • Name von Ξ*b0

    03.05.2012, Magi

    Eine Frage blieb mir bei diesem Artikel unbeantwortet: Wie wird Ξ*b0 gelesen bzw. ausgesprochen?

    Gruß, Magi

    Antwort der Redaktion:

    Das Zeichen Ξ ist der griechische Buchstabe "Xi", der Großbuchstabe um genau zu sein. Der entsprechende Kleinbuchstabe "xi" lautet ξ. Die Aussprache ist wie die deutsche Transkription bereits anzeigt "Xi" oder "Ksi". Der vollständige Name des neuen Xi-Baryons Ξ*b0 lautet dann "angeregtes Xi-b-Null" oder "Xi-b-Null-Stern".

    Viele Grüße, Benjamin Knispel

  • Keplers Ende?

    23.04.2012, Thomas Sauer
    In einem früheren SuW-Artikel wurde berichtet, dass die Laufzeit der Kepler-Mission verlängert werden soll. Als Grund wurde angeführt, dass die beobachteten Sternhelligkeiten stärker rauschen als die Helligkeit unserer Sonne. Im aktuellen Beitrag wird nun als Ende der Kepler-Mission 2012 genannt. Heißt das, dass die Verlängerung nicht genehmigt wurde?
    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Sauer,

    die angegebene Missionsdauer im Beitrag "Tausend neue Welten?" in SuW 5/2012, S. 24, bezog sich auf die zum Redaktionsschluss finanzierte Mission. Anfang April hat die NASA beschlossen, die Beobachtung mit Kepler bis 2014 zu verlängern, siehe auch diesen Online-Beitrag NASA verlängert die Finanzierung aller großen Weltraumteleskope bis mindestens 2014.

    Viele Grüße, Ihre SuW-Redaktion

  • Brian May - Gitarrist - Das Universum zu Gast in London

    23.04.2012, Reinhard Grimmer
    Liebe Redakteure,
    im Weltraum kennt ihr euch ein bisschen besser aus als in der Rockmusik :-)
    Brian May ist Gitarrist und kein Schlagzeuger der Gruppe Queen.
    Ansonsten: Macht so weiter und berichtet so informativ wie bisher!
    Viele Grüße
    R. Grimmer
  • "Aktuelles am Himmel": M(1)4 ?

    22.04.2012, Julian Penzinger
    Sehr geehrtes SuW-Team,

    ich glaube in Ihrer aktuellen Ausgabe vom 5/2012 hat sich ein Fehler auf der Seite 62 eingeschlichen. Im Sternbild Schlangenträger ist bei der Abendsternkarte M4 eingezeichnet (in S. 61 beim begleitenden Text wird M4 richtigerweise als Kugelsternhaufen neben Antares (alpha-Sco) beschrieben. Das eigentlich gemeinte Objekt müsste doch M14 sein? Ich hoffe ich liege mit dieser Vermutung richtig und bereite der SuW-Redaktion keine Unannehmlichkeiten.

    Mit freundlichen Grüßen & clear skies,

    Julian Penzinger
    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Penzinger,

    Sie liegen völlig recht mit Ihrer Vermutung, da hat sich ein Druckfehler eingeschlichen, es sollte M14 heißen. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

  • Zeit und Raum

    18.04.2012, faladin
    Zitat: "Sie beobachteten die Reste eines Zusammenstoßes von zwei Galaxienhaufen in 5,2 Milliarden Lichtjahren Entfernung zur Erde, der sich vor 700 Millionen Jahren ereignete."

    Ist der Zusammenstoß dann nicht 5,9 Milliarden Jahre her?
    Antwort der Redaktion:

    Die ursprüngliche Formulierung im Artikel war in der Tat etwas missverständlich. Die Galaxienhaufen sind 5,2 Milliarden Lichtjahre entfernt. Das Bild, das wir heute sehen, zeigt die beiden Haufen 700 Millionen Jahre nach dem Zusammenstoß.

    Viele Grüße, Benjamin Knispel

  • Wunder über Wunder

    18.04.2012, Oydenos
    "Sie beobachteten die Reste eines Zusammenstoßes von zwei Galaxienhaufen in 5,2 Milliarden Lichtjahren Entfernung zur Erde, der sich vor 700 Millionen Jahren ereignete."

    Ort des Ereignisses: in 5,2 Milliarden Lichtjahren Entfernung.
    Zeitpunkt des Ereignisses: vor 700 Millionen Jahren.

    Wenn mein Kopfrechnen auch nur annähernd richtig funktioniert, dauert es noch 4,5 Milliarden Jahre, bis das Licht, das von diesem Ereignis kündet hier bei uns ankommt.

    Können Sie mir bitte die Lottozahlen von nächster Woche mitteilen?