Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • "Aktuelles am Himmel": M(1)4 ?

    22.04.2012, Julian Penzinger
    Sehr geehrtes SuW-Team,

    ich glaube in Ihrer aktuellen Ausgabe vom 5/2012 hat sich ein Fehler auf der Seite 62 eingeschlichen. Im Sternbild Schlangenträger ist bei der Abendsternkarte M4 eingezeichnet (in S. 61 beim begleitenden Text wird M4 richtigerweise als Kugelsternhaufen neben Antares (alpha-Sco) beschrieben. Das eigentlich gemeinte Objekt müsste doch M14 sein? Ich hoffe ich liege mit dieser Vermutung richtig und bereite der SuW-Redaktion keine Unannehmlichkeiten.

    Mit freundlichen Grüßen & clear skies,

    Julian Penzinger
    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Penzinger,

    Sie liegen völlig recht mit Ihrer Vermutung, da hat sich ein Druckfehler eingeschlichen, es sollte M14 heißen. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

  • Zeit und Raum

    18.04.2012, faladin
    Zitat: "Sie beobachteten die Reste eines Zusammenstoßes von zwei Galaxienhaufen in 5,2 Milliarden Lichtjahren Entfernung zur Erde, der sich vor 700 Millionen Jahren ereignete."

    Ist der Zusammenstoß dann nicht 5,9 Milliarden Jahre her?
    Antwort der Redaktion:

    Die ursprüngliche Formulierung im Artikel war in der Tat etwas missverständlich. Die Galaxienhaufen sind 5,2 Milliarden Lichtjahre entfernt. Das Bild, das wir heute sehen, zeigt die beiden Haufen 700 Millionen Jahre nach dem Zusammenstoß.

    Viele Grüße, Benjamin Knispel

  • Wunder über Wunder

    18.04.2012, Oydenos
    "Sie beobachteten die Reste eines Zusammenstoßes von zwei Galaxienhaufen in 5,2 Milliarden Lichtjahren Entfernung zur Erde, der sich vor 700 Millionen Jahren ereignete."

    Ort des Ereignisses: in 5,2 Milliarden Lichtjahren Entfernung.
    Zeitpunkt des Ereignisses: vor 700 Millionen Jahren.

    Wenn mein Kopfrechnen auch nur annähernd richtig funktioniert, dauert es noch 4,5 Milliarden Jahre, bis das Licht, das von diesem Ereignis kündet hier bei uns ankommt.

    Können Sie mir bitte die Lottozahlen von nächster Woche mitteilen?
  • SuW-Aprilscherz 2012

    17.04.2012, Ralf Greiner, Wien
    Es zahlt sich doch immer wieder aus, die Augen offen zu halten und sich an dem zu erfreuen, was einem zufällt.
    Der Artikel ist für das 50-jährige Jubiläum von SuW wahrlich würdig und aufs Beste gelungen.

    Ein herzliches Dankeschön an Herrn Bastian --- und weiter so! Ich freue mich schon auf die Ausgabe 04/2013.

    Antwort der Redaktion:
    Anmerkung für Leser, die den Scherz vielleicht noch nicht entdeckt haben: Er steht im Aprilheft auf S. 25
  • Kleinplaneten Animationen

    14.04.2012, Frank Sackenheim, Köln
    Hier zwei Aufnahmeserien von Kleinplaneten von mir, aufbereitet als animated gif:

    http://astrophotocologne.de/astrophotocologne/bilder/LeoII_anim_2.gif
    http://astrophotocologne.de/astrophotocologne/bilder/LeoII_anim_1.gif

    Achtung, die Animationen sind sehr groß und brauchen etwas Ladezeit, bis sie ruckelfrei laufen.

    In der ersten sehen Sie (579) Sidonia und links daneben (223482) 2003 YA97
    In der zweiten sehen Sie (6393) 1990 HM1 und links daneben (4585) Ainonai.
  • Anfrage

    04.04.2012, Hans-Jürgen Becker
    Sehr geehrte Damen und Herren, wie kann ich als Abonnent der Zeitschrift SuW auf den Inhalt alter Hefte, zum Beispiel von 1977, zugreifen?

    Mit freundlichen Grüßen,

    Hans-Jürgen Becker

    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Becker,

    Derzeit können Sie online nur bis einschließlich Jahrgang 2005 auf alte Hefte von Sterne und Weltraum zugreifen. Wir arbeiten aber daran, nach und nach die gesamten Heftinhalte ab der Erstausgabe 1962 digital verfügbar zu machen. Einen festen Termin können wir Ihnen dazu aber noch nicht nennen.

    Viele Grüße, Ihre SuW-Redaktion

  • Asteroid vor dem Krebsnebel ?

    04.04.2012, Markus Vertesich
    Hallo,
    fliegt da ein Asteroid am unteren Rand des Nebels?? Übrigens: Das ist eine SUPER-Aufnahme!

    Antwort der Redaktion:
    Die Redaktion hat Herrn Vertesich vorgeschlagen, sich mit seiner Frage an den Bildautor Vladimir Rau zu wenden. Ergebnis: Es handelt sich um den Kleinplaneten 3724 Annenskij.
  • Große Zahlen

    02.04.2012, Ulrich Sandkühler
    Es würde mich interessieren, wie auf einer Aufnahme mit insgesamt 150 Megapixeln eine Milliarde einzelne Sterne zu erkennen sein können.
    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Sandkühler,

    vielen Dank für Ihren Hinweis. Bei den zuvor zitierten 150 Megapixeln handelt es sich in der Tat um eine Aufnahme in reduzierter Auflösung, welche die Astronomen zum Herunterladen bereitstellten. Das frei navigierbare Originalbild, in dem sich eine Milliarde Sterne erkennen lassen, hat eine höhere Auflösung. Ich habe den Artikel an der entsprechenden Stelle korrigiert.

    Mit freundlichen Grüßen, Benjamin Knispel

  • 40 Jahre Pioneer 10, SuW 4/2012, S. 13

    31.03.2012, D. Schisler
    Bei meiner Frage geht es um die goldene Metallplakette die auf der Sonde angebracht ist oder besser gesagt um deren Inhalt.
    Es geht um die dortige Position der Sonne in Bezug auf das galaktische Zentrum und 14 Pulsaren.
    Pulsare werden doch sogenannte kosmische Leuchttürme genannt, und um sie zu sehen muss man schon in der Sichtlinie sein. Nun sagen wir mal, dass irgendeine außerirdische Lebensform in ein paar Lichtjahren Entfernung die Sonde entdeckt und versucht, die Tafel zu entschlüsseln. Dann sind eigentlich die Pulsare keine geeigneten Objekte, um zu zeigen wo wir uns befinden. In ein paar Lichtjahren könnte man einige wenn nicht sogar alle dieser Pulsare, die man bei uns beobachten kann, gar nicht sehen, weil sie sich gar nicht mehr in der Sichtlinie befinden. Oder?
    Antwort der Redaktion:
    Im Prinzip richtig. Allerdings liegen die Öffnungswinkel der Kegel, die von dem "Leuchtturm-Strahl" überstrichen werden, typischerweise in der Größenordnung von 30 Grad und die Pulsare typischerweise in Entfernungen von Kiloparsec (tausenden von Lichtjahren). Das heißt, dass die selben Pulsare zwar nicht überall in der Milchstra"se, aber doch immerhin über viele hunderte von Lichtjahren beobachtbar sind. Das größere Problem sehe ich darin, dass die Sonde Dutzende bis hunderte von Millionen Jahren braucht, um interstellare Distanzen zu durchlaufen und die reelle Chance zu gewinnen, in die Nähe eines anderen Sterns/Planeten zu kommen. Und bis dahin werden sich sowohl die relativen Lagen als auch die Frequenzen der Pulsare stark geändert haben.


    Ulrich Bastian
  • Plasmatornado auf der Sonne

    30.03.2012, magicpen
    Man sieht den Sonnenkörper langsam rotieren. Welchem Zeitraum entsprechen die 20 Sekunden des Videos in Realzeit?
    Antwort der Redaktion:
    Die Dauer des Videos in Realzeit beträgt zwölf Stunden.
  • Magnetfelder von Neutronensternen

    28.03.2012, Gerhard Scholtze
    Neutronensterne oder Pulsare haben ein extrem starkes Magnetfeld. Magnetfelder werden durch bewegte Ladungsträger, Elektronen oder Protonen verursacht. In einem Neutronenstern werden aber diese Ladungsträger zu Neutronen verschmolzen. Die Frage lautet daher, woher bezieht der Neutronenstern seine Magnetfelder, wenn er hauptsächlich aus Neutronen besteht?
    Antwort der Redaktion:
    Das ist eine sehr kluge Frage. Die Antwort ist jedoch in der Fragestellung bereits angedeutet: Sie liegt in dem Wort "hauptsächlich". Ein winziger Anteil des Materials besteht eben nicht aus Neutronen, sondern es gibt auch Protonen und Elektronen (hauptsächlich in den Außenbereichen) und Pionen (im Kern). Diese halten das Magnetfeld aufrecht, das schon vor der Bildung des Neutronensterns vorhanden war und durch den Kollaps des Vorläuferobjekts lediglich verstärkt wurde.
  • Konjunktion

    25.03.2012, Joachim Stingl
    Auch heute sind die beiden Planeten sehr schön sichtbar - zusätzlich noch eine tolle Mondsichel. Leider habe ich keine Möglichkeit, durch meinen Meade-Refraktor ein Foto zu machen. Daher nur ein Schnappschuss vom iPhone aus: http://m.flickr.com/photos/arandielle/6868981582/lightbox/
  • Keine "verschlüsselten Botschaften" bei Galilei

    24.03.2012, Prof. Dr. Hartmut Genest
    In unserer Enthüllungsgesellschaft wird immerzu etwas enthüllt oder ent- schlüsselt. Nun hat sich sogar "Sterne und Weltraum" diesem Trend geöffnet: Im Heft 1/2012 als Schlagzeile und redaktionell sanktionierte Spitzenmeldung: "Galileos O". Aber das Ganze ist keine tiefsinnige "metaphorische Verknüpfung" Galileis, sondern eine Schlamperei der Drucker. Des Pudels Kern ist ein verdoppeltes und dann verdrehtes "O" in Titel und Text, aus dem mit Phantasie und Kunst ein bewunderndes "l’O di Giotto" heraus - besser: hineinexegesiert wird.

    1. Zur Verdopplung des Namens
    Zunächst fällt auf dem Titelblatt des "Sidereus Nuncius" die Verdopplung des Vornamens Galileis auf (das O allein wird ja nicht verdoppelt). Die einfachste Erklärung dafür ist ein Druckfehler (Dittographie), der in der Eile des Druckens übersehen wurde und den auch Galilei vor dem Erscheinen des Buches nicht korrigierte. Erst nachträglich brachte er auf dem Dedikationsexemplar für die Accademia dei Lincei (SuW, S.44) eine handschriftliche Korrektur mit dem berichtigten Namen an: "Dies habe ich, Galileo Galilei, gemacht." Dieser Satz hat keinen Sinn als Widmung, sondern nur als Korrektur (vgl. SuW, S. 43 unten links). Immerhin hat der Druckfehler auf dem Titelblatt Leser irregeführt, wie ein Brief bezeugt, in dem Galilei als "Herr Galileo" bezeichnet wird (Galilei, Bd II, S.24f.).

    2. Zu "Galileis O"
    Sodann wird das O auf dem Titelblatt mit dem Oval identifiziert, das später im Text für den Planeten Jupiter steht. (SuW, S. 50f.). Aber auch das ist - zwar kein Druckfehler aber - ein Fehler des Druckers: Das Oval war damals gar nicht nötig, da die Abplattung des Jupiters erst Ende des 17.Jahrhunderts durch Cassini entdeckt wurde. Galilei hat den Jupiter gar nicht als Oval, sondern als Kreis gesehen, wie aus dem Faksimile seines Beobachtungstagebuches (Galilei, I,132f.) deutlich wird [vgl. Galileis Bemerkung "eine ovale Bewegung … scheint unvorstellbar und in nichts zu dem Beobachteten passend" Galilei, I, 143].
    Dabei fällt auf, daß das gedrehte Oval im gedruckten Text im Widerspruch zu den kleineren Kreisen im Beobachtungstagebuch steht. Wie kam dieser Fehler zustande?
    Man kann mit dem Astroprogramm "Redshift 7" sehr bequem die ganze Beobachtungsreihe Galileis nachvollziehen und mitmessen. So etwa die Stellungen von Planet und Monden am 22. Januar 1610 (Galilei I,129. vgl. StuW, S.49): Kallisto – Jupiter – Io – Europa – Ganymed. Der Durchmesser des Planeten beträgt rund 41 Bogensekunden, die Distanz Io-Europa rund 39 Bogensekunden. Damit erweist sich das im Druck verwendete Oval als viel zu groß. Immerhin fällt auf, daß Galilei keine Angabe zum Durchmesser des Planeten macht. Sollte er es so aus ästhetischen Gründen haben stehen lassen? Für einen Naturwissenschaftler kaum glaublich. Aber noch etwas anderes kann erwogen werden: Auf dem Titelblatt folgt auf den Namen "Galileo Galileo" in der nächsten Zeile der Ausdruck "Patritio Florentino" in deutlich kleinerer Schrift. Das "o" hier entspricht etwa der Größe des Planeten in Galileis handschriftlichem Beobachtungsprotokoll und nähert sich der Kreisform. Diese Letter ist entschieden die geeignete, um den Sachverhalt angemessen darzustellen. Warum wurde sie nicht gewählt? Sollte hier der eigentliche Fehler des Druckers liegen? Aber als Galilei ihn bemerkte, war es wohl schon zu spät: Zwar hätte man schnell ein neues Titelblatt drucken können – aber nicht ein ganzes Beobachtungstagebuch! So etwa könnte man sich die Vorgänge plausibel vorstellen – ohne nach "metaphorischen Verknüpfungen" zu greifen! Vielleicht sollte sich StuW doch nicht in die Welt der Hermeneutik begeben, sondern mit der Hermeneutik der Welt beschäftigen!
  • Marsfoto von Michael Jurkschat

    24.03.2012, Markus Kraffczyk
    Sehr anständiges Ergebnis! Meinen Glückwunsch!
    MfG
  • Marsfoto von Michael Jurkschat

    19.03.2012, Christian Wellmann
    Top Ergebnis! Mir gefällts.