Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Marsfoto von Michael Jurkschat

    19.03.2012, Christian Wellmann
    Top Ergebnis! Mir gefällts.
  • sehr schöne Aufnahme von M1

    15.03.2012, R. Schmidt, Frankfurt
    Die Aufnahme ist ihm sehr gelungen.
  • Guter Beitrag

    08.03.2012, Michael
    Danke für den guten Hinweis. Dann muss nur noch das Wetter mitspielen.
  • "Apollo 15 auf der Spur" - sind die Spuren echt?

    08.03.2012, Holger Marten
    In ihrem Online-Beitrag vom 6. März 2012 zeigten sie ein schönes Bild der Landestelle von Apollo 15 auf dem Mond. Obwohl man auf diesem Bild erkennen kann, dass sich dort etwas befindet, was kein Naturphänomen oder ähnliches sein kann, gibt es immer noch Menschen, die eine Landung auf dem Mond für nicht durchführbar hielten und daher an eine Manipulation seitens der Amerikaner glauben. Da das natürlich Unsinn ist, stelle ich mir trotzdem die Frage, wie man denn nun eigentlich einen rationalen Beweis für eine Landung auf dem Mond antreten kann, um Zweiflern und Verschwörungstheoretikern den Wind aus den Segeln zu nehmen. Denn kurz mal auf dem Mond vorbeifliegen und selbst nachsehen geht ja nicht unbedingt. Und auch über die aktuellen Bilder vom LRO gibt es schon Manipulationsgerüchte. Es nervt einfach, wie versucht wird, überall eine Verschwörung zu sehen. Gibt es wissenschaftliche Beweise, die nicht wegzudiskutieren sind?
    Antwort der Redaktion:

    Sehr geehrter Herr Marten,

    es gibt mehrere starke Argumente gegen angeblich simulierte Mondlandungen:

    Der Kalte Krieg in den 1960er und 1970er Jahren, bei dem sich die USA und die damalige Sowjetunion feindlich gegenüberstanden: Hätten die Sowjets seinerzeit mit ihren eigenen Raumfahrt-Empfangsanlagen nachweisen können, dass vom Mond keine Funksignale der gelandeten Astronauten kommen, wäre dieser Triumph einem militärischen Sieg nahegekommen.

    Auch auf den Bildern der chinesischen Raumsonde Chang'e-2 fanden sich Hinweise auf die Mondlandungen, so dass ein Manipulationsvorwurf gegen die Aufnahmen der US-Mondsonde Lunar Reconnaissance Orbiter absurd ist.

    Die auf dem Mond eingesammelten rund 381 Kilogramm Mondgestein: Proben dieser Gesteine wurden weltweit von hunderten von Wissenschaftlern untersucht und sie zeigen Eigenschaften wie chemische Zusammensetzung, radioaktive Alter und Mineralbestand, die sich auch bei großem Aufwand nicht fälschen lassen. Zu dieser Zeit standen der NASA übrigens keine unbemannten Raumsonden zur Verfügung, um Gesteinsproben vom Mond zu entnehmen und zur Erde zurückzuschaffen. Dies ist bislang nur mit den russischen Luna-Raumsonden gelungen, die aber jeweils nur wenige hundert Gramm Mondgestein zur Erde transportieren konnten.

    Dr. Tilmann Althaus, Redaktion "Sterne und Weltraum"

  • Positiv geladene Sonne?

    07.03.2012, Franz Großmann
    Sehr geehrte Damen und Herren von „Sterne und Weltraum“,
    ich unterrichte am Gymnasium Überlingen u.a. das Fach Astronomie. Gerne lese ich immer wieder Ihre astronomische Zeitschrift und dabei auch die Leserbriefe. Nun möchte ich eine fachliche Frage an Sie richten, die mich schon seit geraumer Zeit beschäftigt.

    Wie wir wissen bläst die Sonne ständig den Sonnenwind ins All. Dieser beinhaltet u.a. Protonen und Elektronen. Unabhängig von der Ursache dieses Windes, erhalten genannte Teilchen Energie, die im Wesentlichen doch kinetische Energie ist, welche proportional ist zur Teilchenmasse und zum Quadrat der Teilchengeschwindigkeit. Ich gehe davon aus, dass viele dieser Teilchen eine Geschwindigkeit erhalten, die größer als die Fluchtgeschwindigkeit der Sonne ist. Sie sind somit im Prinzip in der Lage, das Sonnensystem ein für allemal zu verlassen. Nun ist das Proton grob 2000-mal massereicher als das Elektron. Also hat es – bei gleicher kinetischer Energie – eine erheblich geringere Geschwindigkeit als das Elektron. Daraus folgt doch, dass deutlich mehr Elektronen die Fluchgeschwindigkeit erreichen oder überschreiten als Protonen. Dies wiederum bedeutet eine zunehmende positive Ladung der Sonne, bis schließlich die Coulombkräfte ein neues Gleichgewicht herstellen. Also: Die Sonne – und im Übrigen auch die Sterne! – müssten doch eine gewisse positive Überschussladung tragen, was aber nach meiner Kenntnis nicht der Fall ist. Wo liegt mein Denkfehler bzw. wie verhält es sich mit dem Sonnenwind?

    Mit freundlichem Gruß
    Antwort der Redaktion:
    Einen Denkfehler hat Herr Großmann nicht begangen. Er ist lediglich von etwas falschen Voraussetzungen ausgegangen. Der Sonnenwind ist ein Gasstrom, in dem alle Teilchen die gleiche Geschwindigkeit besitzen, also die Protonen zweitausendmal mehr kinetische Energie. Und es sind nicht "viele" dieser Teilchen, die die Fluchtgeschwindigkeit ereichen, sondern alle.



    Seine dahinterstehende physikalische Überlegung ist aber völlig richtig. Wenn das kein Abströmen, sondern ein Verdampfen wäre, dann würden mehr Elektronen schneller entweichen - und die Sonne wuerde ein klitzekleines bisschen positiv geladen. Aber wirklich nur ein klitzekleines bisschen. Denn die elektrostatische Anziehung würde blitzschnell jeglichen Gasdruck und jegliche gravitativen Unterschiede ausgleichen. Die elektrostatische Anziehung ist nämlich eine ungeheuer starke Kraft.



    Und jetzt kommt's: Wieso verdampft die heiße Korona nicht, sondern strömt neutral und geordnet ab?
    Genau wegen der elektrostatischen Anziehung zwischen Elektronen und Protonen. Die heissen Elektronen würden ja gerne schneller entweichen als die genau so heißen (und deshalb langsameren) Protonen. Aber sobald sie das versuchen, werden sie von den Protonen elektrostatisch gebremst und können im Endeffekt nur so schnell weg wie die Protonen mitgehen. Die Elektronen schaffen es nicht mal, den Protonen auch nur um einen Meter vorauszueilen, aber ein klitzekleines bisschen hinken die Protonen tatsächlich hinterher.



    Um diese paar Ecken rum hat Herr Großmann also vollkommen recht. Die Sonne ist ein klitzekleines bisschen positiv geladen. Aber es ist für alle praktischen und astrophysikalischen Zwecke völlig irrelevant.



    Herzliche Grüße,
    Ihr Leserbriefredakteur,
    Ulrich Bastian
  • IceMole - Ein Maulwurf für Enceladus

    05.03.2012, siggi exner
    Wie will man eigentlich verhindern, dass das Verbindungskabel während des Abstiegs in weit über 100 Meter dicken Eis einfriert? Das Schmelzwasser des IceMole wird doch in das Bohrloch gedrückt. Dort müßte es doch bei diesen tiefen Temperaturen recht schnell wieder gefrieren.
    Antwort der Redaktion:
    Ein Einfrieren des Verbindungskabels wäre nicht weiter schlimm, da der IceMole ja nicht wieder zur Muttersonde zurückkehren soll. Das Gerät führt seine Untersuchungen vor Ort im Eis oder im Wasser durch. Dabei ist nur wichtig, dass Strom durch das Kabel zum IceMole fließen kann und Messdaten zur Muttersonde übertragen werden. Dies ist auch über ein fest eingefrorenes Kabel möglich.

    Tilmann Althaus, Redaktion "Sterne und Weltraum"
  • Sonnenaktivität: verwirrende Darstellung

    03.03.2012, Hubertus Woehl, Freiburg
    Es ist korrekt, dass in der monatlichen SuW-Seite "Sonnenaktivität aktuell" immer wieder auf die starken Schwankungen der Sonnenaktivität hingewiesen wird. Zuletzt (SuW 2/2012, S.64) wurde auch betont, dass über längere Zeiträume gemittelt werden müsse, um Trends im Aktivitätszyklus der Sonne festzustellen. Die SIDC-Daten, die in den dazugehörigen SuW-Graphiken verwendet werden, sind aber Monatsmittelwerte und nicht geeignet, mit "Prognose"-Daten verglichen zu werden. Sie geben ein verwirrendes Bild, weil die "Prognose" scheinbar falsch ist.

    SIDC (sidc.oma.be) liefert auch gleitend gemittelte Monatswerte (über 13 Monate mit halber Gewichtung des ersten und letzten Wertes), die seit Jahrzehnten von Sonnenforschern verwendet werden, um Trends der Aktivität festzustellen und Prognosen zu erstellen. Mit dem dort zuletzt gegebenen Wert von 53.2 für Juni 2011 sind viele der Prognosen für den Verlauf des 24. Zyklus noch vereinbar.

    Wie sich der Abfall der Sonnenaktivität am Ende des 23. Zyklus, im Minimum und nun im Anstieg des 24. Zyklus im Vergleich zu den Jahren um die Minima der vergangenen 10 bzw. 20 Zyklen verhält, wird - monatlich aktualisiert - von mir hier gegeben: http://www3.kis.uni-freiburg.de/~hw/whatsnew.html

    Der Abfall und insbesondere der Anstieg zeichnen sich durch niedrige und sich sehr monoton ändernde gleitende Mittelwerte aus.
  • Startdatum SpaceX/Dragon

    01.03.2012, Tim
    Hallo SuW Redaktion,

    Das Startdatum der SpaceX-Demo wurde leider erneut wegen technischer Probleme verschoben. Der neue Termin ist der 30. April, dies entspricht einem Andocken an die ISS am 2. oder 3. Mai.

    Gruesse,

    Tim
  • Nebra-Scheibe: Einfach nur Sonne, Mond und Sterne?

    28.02.2012, Hartmut Genest
    Sowohl in einzelnen Beiträgen in "Sterne und Weltraum" als auch im Ausstellungskatalog "Der geschmiedete Himmel" wird von W. Schlosser bzw. B. Steinrücken eine Deutung der Nebraer Himmelsscheibe gegeben, die davon ausgeht, daß auf der Scheibe der Mond in zwei Phasen, die Plejaden und Einzelsterne sowie andere Elemente dargeboten werden. An diese Voraussetzungen werden weitreichende astronomische Deutungen geknüpft. Ich halte diesen Ansatz für einen Holzweg und möchte eine Deutung skizzieren, die davon ausgeht, dass auf der Scheibe Sonne, Mond und Sterne sowie weitere Elemente dargestellt sind.


    Die ursprüngliche Scheibe (Phase I) war eine kunstvoll geschmiedete wertvolle Weihegabe, die das wiedergab, was eben am Himmel zu sehen ist und was noch heute jedes Kind. weiß: Sonne, Mond und Sterne. Da der Himmel für die Erde in Theorie und Praxis von großer Bedeutung war, lag es nahe, eine solche ästhetisch-symbolische Darstellung als Gabe an einen Priester oder Fürsten, die ja die Verbindung von Himmel und Erde vermittelten, anzufertigen und zu überreichen. Wenn das so ist, dann war diese Scheibe keine Sternkarte und auch kein Kalender sondern wurde im Palast oder im Heiligtum abgelegt, zu didaktischen Zwecken in der Hand gehalten oder bei kultischen Riten über dem Kopf getragen.


    In einer landwirtschaftlich orientierten Kultur war die golden strahlende Sonne die Regentin des Tages, der wechselnde Mond bestimmte die Nacht. Auch das Jahr bzw. der Monat oder die Wochen wurden durch diese Gestirne angezeigt. Bis heute ist die Beobachtung der schmalen Sichel des zunehmenden Mondes als Zeichen des Beginns des neuen Monats (etwa im Islam) wichtig. Nur diese schmale Sichel zeigt das Phänomen des aschgrauen Mondlichtes und der Überstrahlung (Irradiation) der Mondscheibe (Vgl. AH 3/2005, S. 60 und 71), was zu der größeren Darstellung der Mondsichel beigetragen haben mag. In einer landwirtschaftlichen Kultur kann die Sichtbarkeit der Plejaden als Zeichen für den Beginn bzw. das Ende der Feldarbeiten dienen und darauf beziehen sich die vielen historischen Zeugnisse (zB. Hesiod, Werke und Tage, V.383-391) ohne jede Bezugnahme auf die Stellung des Mondes!


    Eine neue semantische Ebene erreicht die Darstellung auf der Himmelsscheibe, als die seitlichen Horizontstreifen angebracht wurden (Phase II). Hier wird nicht nur der Himmel betrachtet, sondern auch vermessen! So zeigt etwa der Kreisgraben von Goseck eine astrometrische Großanlage, die es erlaubte, die entscheidenden Daten der Sonnenbewegung am Firmament und damit die Jahreszeiten und die Stellung der Sonne zu bestimmen. Einen Reflex dieser Erkenntnisse stellen die beiden Randstreifen der Scheibe dar, umfassen sie doch einen Winkel von ca. 83 Grad, was den Azimutdifferenzen der Sonne am 21. Juni und 21. Dezember ziemlich genau entspricht (ca. 84 Grad). Aber auch dadurch gewann die Scheibe keine neue Funktion (etwa der Peilung), sondern nur eine Ergänzung und Vertiefung des auf der Scheibe dargestellten Weltbildes. Immerhin gab es auf der Scheibe nun etwas anschaulich zu sehen, was man sonst am Himmel nicht sehen konnte: den Lauf der Sonne, wie er sich an ihrer Horizontstellung zeigte. Der kosmologische Gehalt des Weltbildes überschritt das Augenscheinliche und stellte wesentliche kosmische Zusammenhänge dar.


    Die Hinzufügung der Himmelsbarke (Phase III) ist nicht eine irrationale "Mvthologisierung" (H.Meller) der Himmelsscheibe, sondern markiert eine weitere semantische Ebene des Weltbildes: Jetzt wird nach der ‚Dynamik’ des Himmelsgeschehens gefragt: Wie wird das Ganze bewegt? Diese Ur-Kräfte sind natürlich nicht sichtbar oder durch Messung darstellbar, sondern in bestimmter Weise spekulativ. Was bedeuten Himmelswagen oder Himmelsbarke? Zunächst einmal wird hier (im Gegensatz zum Mythos) Unbekanntes, Überirdisches durch bekanntes Irdisches erklärt, was ja eher eine Rationalisierung bedeutet. Und dann ist der Sinn der Kombination von Pferd und Wagen bzw. Ruderer und Barke ja der, daß hier eine lebendige Kraft und eine gebahnte Richtung kombiniert werden, um die gewaltige, aber regelhafte Bewegung der Himmelskörper zu erfassen. Wobei die Barke ein weiteres kosmologisches Element erfaßt: im Himmelsblau zeigt sich der die Erde umfassende Himmelsozean, auf dem die Himmelskörper bewegt werden. Die schließliche Durchlöcherung der Scheibe (Phase IV) deutet wohl auf eine Änderung in ihrer Handhabung: sie wurde befestigt. Dass es so viele Löcher sind und diese auf der Rückseite geglättet wurden, kann man wohl am besten so verstehen, daß die Scheibe auf eine Textilie (ein liturgisches Gewand) genäht wurde und so ihre kultische Verwendung auf einer Amtstracht fand.
    Irgendwann (Phase V) ging der linke Horizontstreifen verloren oder er wurde beseitigt. Eine bewusste Unbrauchbarmachung (vgl. den Sonnenwagen von Trundholm) hätte wohl tiefer in die Darstellung eingreifen müssen. Und die aufrechte 'Beisetzung' der Scheibe in einem Hort zeigt, daß sie sich weiter einer hohen Wertschätzung erfreute.


    So zeigt sich, dass eine Ausdeutung der Scheibe, die von "Sonne, Mond und Sterne..." ausgeht, natürlich und plausibel ist und nichts in die Darstellung hineinliest, was nicht unmittelbar in ihr gegeben ist.



  • Wichtige Aufgaben für freiwillige Helfer und interessante Projekte für Interessierte!

    28.02.2012, Hattendorf&Oltrogge GmbH
    Unsere Rechner laufen täglich im Netz von Einstein@Home und wir sind froh, dass wir damit einen kleinen Beitrag zur Arbeit von Einstein@Home und auch SETI leisten können. Die Erforschung des Universums ist eine wichtige Aufgabe, an der sich jeder Besitzer eines PCs beteiligen kann. Wir möchten Einstein@Home und SETI weiterhin viel Erfolg bei der Suche wünschen - Wir werden Sie weiterhin dabei unterstützen!

    Ihre Hattendorf&Oltrogge GmbH
    Hannover / Lindhorst
    http://www.hattendorf-oltrogge.de
  • Spaß mit der Merkur-Rotation

    24.02.2012, Dipl.Ing.W.Scharschmidt
    Im Beitrag zu Merkur auf Seite 14 von Sterne und Weltraum 2/2012 steht folgende Passage: "Allerdings ist Merkurs Drehung im Vergleich zur Erde so langsam, dass in zwei Merkurjahren von je 88 Erdtagen nur drei Merkurtage von je 59 Erdtagen vergehen."
    Dieser Satz ist einfach genial und ohne nachzudenken verständlich. Die grandios verwirrende Formulierung hat bei vielen, denen ich sie vorlas, Kopfschütteln und Gelächter verursacht. Mir war als langjährigem Leser ihrer Zeitschrift bislang gänzlich entgangen, dass in der ernsthaften Thematik dieser Zeitschrift Humoristisches vorkommt.

    Generell: Weiter so, SuW macht Spaß.


  • Sichtbarkeit des Venustransits 2012

    20.02.2012, Udo Backhaus, Duisburg/Essen
    In das Sichtbarkeitsdiagramm auf Seite 45, Heft 3/2012 haben sich ärgerliche Fehler eingeschlichen: Die Beschriftung "3./4. Kontakt bei Sonnenuntergang" muss richtig lauten: "3./4. Kontakt bei Sonnenaufgang". Entsprechend müssen die Beschriftungen "1./2. Kontakt bei Sonnenaufgang" geändert werden (s. F. Espanak, http://eclipse.gsfc.nasa.gov/OH/transit12.html). Vielleicht ist die Darstellung, die wir auf unserer Projektseite zum Venustransit (http://www.venus2012.de/venustransits/visibility/visibility.php) gewählt haben, unmittelbarer verständlich.
    Antwort der Redaktion:
    Vielen Dank für den Hinweis. Wir werden ein "erratum" im Aprilheft drucken.
  • Wieso funktionieren Gravitationswellen-Empfänger?

    16.02.2012, R. Schubert
    Ich habe schon öfter über Gravitationswellen gelesen und habe dazu eine Frage: Soviel ich weiß, sind Raum und Zeit miteinander gekoppelt, wenn sich der Raum ändert, dann tut das ebenso die Zeit und umgekehrt. Mir geht es nun um das Geo 600-Experiment. Ich verstehe, wie das Experiment funktioniert (es wird ein Weg gemessen, der von einer Welle getroffen wird), aber denke nicht, dass man da eine Differenz messen kann - da sich ja gleichzeitig auch die Zeit ändert. Wenn ich das richtig verstehe, könnte man eine Diskrepanz doch nur von außerhalb des Systems messen können, auf das die Welle trifft. Was ist das Bezugssystem? Oder liege ich mit meiner Vermutung falsch?
    Antwort der Redaktion:
    Diese Frage wird mir öfters gestellt. Sie ist sehr berechtigt. Die Antwort liegt gewissermassen in der Aussage, dass Raum und Zeit in der Allgemeinen Relativitätstheorie nicht nur ``gekoppelt'' sind, wie Herr Schubert es ausdrückt, sondern mehr oder weniger identisch. Strikt relativistisch gesehen können räumliche Distanzen nämlich nur durch Zeitmessungen bestimmt werden, und zwar durch Lichtlaufzeiten. Wenn man also gemeinhin sagt, dass durch eine Gravitationswelle der Abstand zwischen den beiden Spiegeln in einem Gravitationswellenempfänger sich ändert, dann heißt das ganz strikt und ausschließlich: Die Lichtlaufzeit vom einen Spiegel zum anderen und wieder zurück ändert sich. Genau das --- und nur das --- kann man mit dem Interferenz-Detektor am einen Ende der Interferometerstrecke feststellen.



    Und damit ist auch klar, dass eine solche Änderung, wenn sie denn eintritt, messbar ist. Und zwar innerhalb des Systems, nicht von außen. Es ist dabei völlig gleichgültig, ob ein äußerer Beobachter diese Änderung als eine Änderung der räumlichen Anordnung der Spiegel, oder als eine Änderung des Zeitablaufs im System, oder als eine Mischung aus beiden sehen würde. Das hängt letztlich nur von dem Koordinatensystem ab, das verschiedene Beobachter zur Beschreibung der Welle verwenden würden.



    In der Hoffnung, damit eine Klärung und nicht Verwirrung gestiftet zu haben,

    herzliche Grüße,

    Ihr Leserbriefredakteur,

    Ulrich Bastian
  • Been there, done that

    13.02.2012, Stefan Taube
    Wie viele Orbiter und Rover sollen denn noch zum Mars geschickt werden, bis wir endlich den nächsten Schritt wagen und selber hinfliegen? Für robotische Missionen gibt es noch sehr viel unentdecktes Land in unserem Sonnensystem, aber was können die unbemannten Flüge zum Mars noch Sensationelles bringen? Dass Europa nicht aus eigener Kraft einen Marsrover gelandet bekommt, ist ein schlimmes Armutszeugnis.
  • Dimension der Bilder

    10.02.2012, Thomas Sauer
    Wie lautet die Dimension der gezeigten Bilder (z.B. 1° x 1°) ?
    Wäre ganz hilfreich zu wissen, wenn man das Objekt, insbesondere den Jet, mit einem Amateurteleskop ablichten möchte.
    Antwort der Redaktion:
    Dieser sehr berechtigte Wunsch ist in diesem Fall wohl am besten durch die Angabe zu erfüllen, dass die Länge des otischen Jets bei etwa 20 Bogensekunden liegt.

    U.B.