Lesermeinung - Sterne und Weltraum

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  • Wie weit ist es tatsächlich bis zum Mikrowellenhintergrund?

    13.03.2011, Peter Wüst, Überlingen
    Auf Seite 52 wird die tatsächliche Entfernung angesprochen, auf die wir zurückblicken, wenn wir Strahlung des Mikrowellenhintergrundes empfangen. Da ich wissen wollte, wie groß diese Entfernung zahlenmäßig ist, habe ich dazu den "Kosmologie-Rechner" auf der Internetseite von Ned Wright befragt (http://www.astro.ucla.edu/~wright/CosmoCalc.html), der nach Vorgabe des Rotverschiebungsparameters z für das derzeit akzeptierte Modell des expandierenden Universums die interessierenden Größen ausspuckt.
    Für z des Mikrowellenhintergrundes findet man in der Literatur den Wert 1089 angegeben.
    Damit ergibt sich für den Zeitpunkt der Rekombination 378 000 Jahre nach dem ANFANG (age at redshift) und für die "Emissionsentfernung" (angular size distance) 42 Millionen Lichtjahre.
    Man ist verblüfft angesichts der "Nähe", aus der diese Strahlung stammt. Ich glaube aber, verblüfft ist man nur, wenn man den Vorgang der Ausbreitung von Licht im expandierenden Universum sich nicht klar macht oder nicht ausreichend klar gemacht bekommt.
  • Zur Vorgeschichte des Effelsberger 100 Meter Teleskops

    11.03.2011, Prof.Dr. Kristen Rohlfs
    Zur Vorgeschichte des Effelsberger 100 Meter Teleskops sind vielleicht einige Ergänzungen von Interesse. Ich war während der ganzen Planungs- und Bauphase des Telerskops und auch danach Mitglied der radioastronomischen Abeilung des Astronomischen Instituts in Bonn. Aufbauend auf seine Erfahrungen mit dem 35 Meter Teleskop in Berlin Adlershof erkannte O. Hachenberg, daß es wichtig ist, daß alle Unterstützungspunkte des Spiegels möglichst gleich "weich" sein müssten und daß es nicht nur auf die Steifigkeit der Konstruktion ankommt. Durch die Unterstützung der VW-Stiftung wurde es möglich , Studien für ein 80 Meter Teleskop in Auftrag zu geben, die diese Überlegungen berücksichtigten.
    Das Ergebnis waren zwei Entwürfe, einer von MAN Gustavsburg, der eine Weiterentwicklung des von MAN gebauten 64-m Teleskops in Parkes/Australien war und ein zweiter neuartiger Entwurf der Firma Krupp Stahlbau. Nach langen Diskussionen, an denen auch der holländische Ingenieur B.Hooghoudt maßgeblich beteiligt war, wurde der Krupp´sche Entwurf ausgewählt.
    Zur gleichen Zeit verfolgte auch Sebastian von Hoerner im Zuge von Berufungsverhandlungen mit der Universität Tübingen Pläne für ein 160 Meter Teleskop, dessen Reflektorfläche aus Seilen gebildet wurde, die in einem Ring augespannt wurden.
    Versuche, die beiden Konzepte und ihre Vertreter auf ein Projekt zu einigen waren nicht erfolgreich, und so entschied sich die Max-Planck-Gesellschaft schliesslich für das Hachenberg´sche Projekt und gründete das MPI für Radioastronomie in Bonn mit Hachenberg als Gründungsdirektor.
    Da aber MAN durch den Bau des 64 Meter Teleskops unschätzbare Erfahrungen im Bau großer Teleskope hatte, ging der Bau Auftrag an die Arbeitsgemeinschaft Stahlbau Radioteleskop "Arge Star", die von den beiden Firmen zu diesem Zweck gegründet worden war. Die Kosten für den Bau des Teleskops in Höhe von 18 Mill. DM wurden durch die VW Stiftung getragen.
    Inzwischen waren leistungsfähige Rechenprogramme zur "finiten Element Analyse" entwickelt worden, die es erlaubten, die durch die Schwerkraft verursachten Verformungen räumlicher Fachwerke zu berechnen. Damit wurde es möglich nachzuprüfen, ob die gewählte Konstruktion die Kriterien einer "homologen Verformung" erfüllten, die inzwischen von v.Hoerner entwickelt worden waren. Seine theoretischen Überlegungen zu homolog verformbaren Strukturen konnten allerdings nicht einbezogen werden.
    Wie erfolgreich die Homologie im 100 Meter Teleskop realisiert wurde, kann man daraus entnehmen, daß die absoluten Verformungen des Spiegels durch die Schwerkraft von etwa 70 mm nur zu Fehlern in der Reflektorfläche von ca. 0.1 mm führt, wenn man das Teleskop um 90 Grad kippt.
  • Die Rakete "Liberty" - Warum entwickeln, was schon da ist?

    11.02.2011, Mark Korn, Neese
    Hier und in anderen Puplikationen wird das Libertykonzept als "genial" und "originell" bezeichnet. Von außen betrachtet, frage ich mich jedoch, ob es diese Adjektive wirklich verdient?
    Diese Technik ist doch längst vorhanden, sie heißt Ariane 5ECA (Beschreibung siehe z.B. bei Wikipedia) und kann sogar noch eine Tonne mehr in den LEO (erdnahen Orbit, z.B. zur ISS) bringen.

    Als "crew transportation vehicle" wäre es sicher nötig, die derzeitige Oberstufe zu modifizieren. Jedoch ist das beim Liberty-Konzept ebenso nötig.

    Warum 200 Mio$ für etwas ausgegeben werden sollen, das schon fast vollständig existiert ist mir schleierhaft. Oder geht es hier doch eher wieder mal um nationale Interessen? Auch wenn es dann ein Gemeinschaftsprojekt wäre, die Booster kämen bei Liberty ja zumindest aus den USA, und mit dem Zusammenbau in jenem Land wäre es dann schon eine "fast US amerikanische Transportlösung".
  • Exoplaneten auf schiefen Bahnen

    24.01.2011, Liane Mayer, Wien
    Der Rossiter-McLaughlin-Effekt, wie auf der Zeichnung gezeigt, scheint mir nur zu funktionieren, wenn die Linie, entlang der die Bedeckung erfolgt, nicht durch das Zentrum der Sternscheibe geht. Wie weiß man das aber? Je exzentrischer diese gedachte Linie ist, desto stärker müsste sich doch die Bahnneigung auswirken, sodass es mir unmöglich scheint, ohne Information über die Geometrie der Bedeckungslinie zu quantitativ zuverlässigen Ergebnissen zu kommen.
    Und was tut man, wenn der Planet genau vor der Mitte des Sterns vorbeizieht? Dann sollte die Geschwindigkeitskurve auf jeden Fall symmetrisch sein, egal, wie der Stern geneigt ist!
    Mit freundlichen Grüßen aus Wien
    Antwort der Redaktion:
    Richtig, mit dem Effekt kann man eine Bahnneigung nicht ausschließen. Eine symmetrische Radialgeschwindigkeitskurve kann entweder bedeuten, dass die Bahnneigung null ist, oder aber dass die Bahn zwar geneigt, aber der Transit genau zentral verlaufen ist.



    Aber: Wenn die Kurve unsymmetrisch ist, dann ist die Bahn auf jeden Fall geneigt. Und aus dem Grad der Unsymmetrie lässt sich zumindest eine untere Grenze fuer die Größe der Bahnneigung ableiten. Unter günstigen Umständen kann man auch einen tatsächlichen Messwert für die Bahnneigung gewinnen.



    Als Rossiter-McLaughlin-Effekt wird übrigens der gesamte "Ausschlag" der Radialgeschwindigkeit beim Transit bezeichnet, nicht dessen Unsymmetrie durch eine Bahnneigung.
    Der Effekt tritt bei allen Transits vor rotierenden Sternen auf, gleichgültig ob die Bahn geneigt ist oder nicht. Der Effekt verschwindet lediglich in zwei sehr speziellen Fällen:


    a) Der Stern zeigt mit seinem Pol genau zur Erde.


    b) Der Planet läuft mit Bahnneigung 90 Grad genau zentral über die Sternscheibe.
  • Originale kosmische Klänge - nicht wirklich neu

    24.01.2011, Frank Specht
    Ich beziehe mich auf ein Zitat von Herrn Israelian: "erstmals werden die originalen kosmischen Klänge von Himmelskörpern in der Öffentlichkeit zu hören sein."

    Das stimmt so nicht. Bereits 1984 hat der japanische Musiker Isao Tomita Radiostrahlung verschiedener Sterne (AD Leo, V371 Orionis, etc.) in sein Album "Dawn Chorus" eingebaut.

    Des weiteren gibt es eine 5 CDs umfassende Veröffentlichung von 1993 namens "Symphonies Of The Planets - NASA Voyager Recordings", auf denen die von den Voyager-Sonden besuchten Planeten im Radiobereich zu hören sind.

    Und nicht zuletzt haben Rainbow Serpent, eine deutsche Elektronikformation, der ich angehöre, auf dem 2001 erschienenem Album "Voices of the first day" Radiorauschen von Jupiter, aufgenommen von der Raumsonde CASSINI im Dez. 2000, eingemischt.

    Am weitesten trieb es wohl Prof. Stroh von der Universität Oldenburg, der (Zitat) "aus den Positionen von bis zu 15 Gestirnen an der Ekliptik eine zeitliche Abfolge von MIDI-Daten nach einer holographischen Kompositionsmethode erzeugt." (Quelle: http://www.musik-for.uni-oldenburg.de/planet/index1.html)

    Das, was Tangerine Dream also angeblich erstmals vorführen werden, gibt es nach meiner Ansicht seit mindestens drei Jahrzehnten.

    Mit freundlichem Gruß
  • Leben trotz Riesen-Flares möglich

    19.01.2011, Heilsbronn
    Selbst starke Flares müssten nicht zwingend lebensfeindliche Bedingungen schaffen, denn das Leben könnte sich dann auf einem Planenten um diesen Stern in tiefen Ozeanen befinden.
    Das Leben hätte lediglich schlechte Karten, diese Ozeane zu verlassen und würde sich an Land dann ausschließlich unter dem Boden oder aber mit dicken reflektierenden Panzerungen (ähnlich der Schildkröte) entwickeln.

    M. Hänle, Heilsbronn
  • Lichtsäulen mit Trichtern

    15.01.2011, Alexander Haußmann, Dresden
    Ich habe mich sehr gefreut, dass in der Januar-Ausgabe auch wieder einige Bilder atmosphärischer Erscheinungen enthalten waren. Besonders gefallen hat mir das Bild der Lichtsäulen mit Trichter von Christof Wiedemair auf Seite 94. Bei den rätselhaften Trichtern handelt es sich übrigens um den oberen 22°-Berührungsbogen, welcher durch Lichtbrechung in horizontal ausgerichteten, säulenförmigen Eiskristalle hervorgerufen wird. Diese Erscheinung überlagert sich mit den Lichtsäulen, die durch Reflexion entstehen. Mehr zu den Besonderheiten von Halos an irdischen Lichtquellen findet sich im Manuskript "Streetlight Halos" von Walter Tape (sites.google.com/a/alaska.edu/walt-tape) sowie den Seiten der deutschsprachigen (www.meteoros.de) und finnischen Beobachternetzwerke (www.ursa.fi/blogit/ice_crystal_halos). Berichte über winterliche Haloerscheinungen an irdischen Lichtquellen finden sich auch in den VdS-Journalen Nr. 19 und 34.
  • Ballonteleskope

    10.01.2011, Dr. Helmut Steinle
    In dem Artikel steht auf Seite 19 "Das Sonnenteleskop
    SUNRISE hat einen Spiegeldurchmesser von einem Meter
    und ist damit das größte Ballon-Instrument, das jemals
    den Erdboden verlassen hat".
    Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch schon groessere Ballon-Teleskope gestartet wurden, aber mit Sicherheit weiss ich, dass am Max-Planck-Institut fuer extraterrestrische Physik anfang der 1980-er Jahre das Infrarot-Teleskop "Goldener Drache" einen Spiegelduchmesser von 1 m hatte und mehrfach von Palestine in Texas aus geflogen ist. (s. "The 1m Balloon-Borne Telescope "GOLDEN DRAGON" for Far-Infrared Astronomy.
    Autoren: S. Drapatz, L. Haser, R. Hofmann, R. et al.
    Mitteilungen der Astronomischen Gesellschaft, Vol. 54, p.91).
  • Stärke der Schutzgläser

    08.01.2011, D. Marxsen, Hamburg
    Vorsicht!
    Die Schutzgläser sollten die Stärke #14 haben. #12 geht zur Not auch (die #14 Typen sind manchmal schwierig zu beschaffen).
    Meines Wissens sind die Gläser für Autogenschweißen wesentlich schwächer.
    Ein guter Test ist folgender: Mit dem Schutzglas eine brennende Halogenlampe betrachten. Wenn nur die Glühwendel sichtbar ist und der Rest der Lampe (bis auf wenige Spiegelungen) dunkel ist, dann hat man die richtige Stärke.
    Wenn man durch so ein Schutzglas bei bedecktem Himmel in die Landschaft guckt, dann muss alles schwarz sein.
  • Augenschutz bei Sonnenfinsternis

    27.12.2010, Dr. J. Götz, Dresden
    Geeignet und vergleichsweise leicht zu beschaffen sind Schweißerschutzbrillen. Sie sind zwar nicht farbneutral, weisen aber eine hinreichende Filterwirkung auf. Man kann sie in den entsprechenden Fachabteilungen der Baumärkte finden. Mit einer Schutzbrille für das Autogenschweissen (im Unterschied zum Elektro- oder Lichtbogenschweissen) konnte ich frühere Sonnenfinsternisse - sofern das Wetter mitspielte - gut beobachten.
  • Das größte Radioteleskop

    15.12.2010, C. Lidke
    Zu dem Artikel "Pulsare mit dem Heimcomputer entdeckt" aus "Sterne und Weltraum" Heft 12/2010 (Seite 80) möchte ich Folgendes anmerken: Im erwähnten Artikel wird das Arecibo-Radioteleskop auf Puerto Rico (Durchmesser 305 m) als das größte der Welt beschrieben. Ich möchte bemerken, dass das Radioteleskop RATAN 600 in Selentschukskaja einen Durchmesser von ca. 600 m besitzt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Antwort der Redaktion:
    Es ist eine schwer zu beantwortende Frage, was das "größte Radioteleskop" ist. Das Arecibo-Teleskop ist das größte mit einer kompletten Parabolschüssel, also einer komplett gefüllten kreisförmigen Sammelfläche. Es kann aber nicht an einen beliebigen Punkt des Himmels geschwenkt werden, sondern liegt unbeweglich in einer Talmulde. Es kann deshalb nur einen sehr kleinen Himmelsbereich nahe des Zenits beobachten.



    Das größte frei schwenkbare Teleskop mit gefüllter Sammelfläche - also das, was ein Unbedarfter als normales Teleskop ansehen würde - ist das 100m-Teleskop in der Eifel.



    RATAN 600 ist das größte Radioteleskop, bei dem die gesamte gesammelte Strahlung in einen gemeinsamen Brennpunkt gelenkt werden kann. Aber es ist keine gefüllte Kreisfläche von 600 Metern Durchmesser, sondern nur ein schmaler Ring, der flach auf dem Boden liegt. Es kann mit Einschränkungen auf einen großen Teil des Himmels gerichtet werden, indem viele einzelne Segmente des Rings geeignet geschwenkt werden. Seine Fläche ist kleiner als die des 300m-Teleskops.



    Es gibt noch wesentlich größere Radioteleskope mit nicht gefüllter Sammelfläche, sogenannte Interferometer, bei denen vollständig getrennte, komplett schwenkbare einzelne Parabol-Teleskope die Strahlung auffangen, die dann erst nach Umwandlung in elektrische Signale in einem Rechner kombiniert wird. Dazu gehört zum Beispiel das VLA (Very Large Array) in New Mexico (USA), das 36 Kilometer Durchmesser erreicht, aber insgesamt nur die Sammelfläche eines 130-Meter-Spiegels aufbringt.



    Noch größer ist LOFAR (Low-Frequency Array), mit einem Durchmesser von über 1000 Kilometer, dessen Grundversion in diesem Jahr eröffnet wurde. Es ist derzeit ein deutsch-niederländisches Gemeinschaftsprojekt und erstreckt sich über wesentliche Teile der beiden Länder. Im weiteren Ausbau soll es auch noch Empfänger in Frankreich, Schweden, Polen und Großbritannien erhalten.
    LOFAR ist ebenfalls ein Interferometer, aber in diesem Fall sehen noch nicht einmal die einzelnen Teilstationen wie ein "Radioteleskop" aus. Es sind lediglich Drahtgestelle, die als Antennen wirken. Deshalb kann LOFAR nur bei ziemlich großen Wellenlängen (d.h. niedrigen Frequenzen, daher der Name) arbeiten.



    Das in jeder Hinsicht größte Radioteleskop soll einmal das SKA (Square Kilometer Array) werden, das einen Durchmesser von 3000 Kilometern und eine Sammelfläche von einem vollen Quadratkilometer (daher der Name) erhalten soll. Es wird in internationaler Zusammenarbeit entweder in Südafrika oder in Australien gebaut werden.



    U. Bastian
  • Klassifikation der Monde

    28.11.2010, Wolfgang Haendler, Bonn
    Warum führt man nicht wie bei den Planeten auch bei den Monden eine Klassifizierung ein?

    Da gibt es jetzt bei den beiden Riesenplaneten jeweils über 60 Monde, und es ist ja abzusehen, dass sich diese Anzahl noch erheblich erhöhen wird. Dazu zählen solche Giganten wie Titan und Ganymed, und dann aber auch Brocken, die es gerade mal auf einen km Durchmesser bringen. Wo soll denn da die Grenze sein? Wird man irgendwann jedem einzelnen Eisklumpen des Saturnringes einen Namen geben? Und über die Anerkennung der sogenannten Schäferhundmonde könnte man dann wohl auch trefflich streiten.

    Die Klassifizierung könnte evtl. folgendermaßen aussehen:

    Monde: z.B. Erdmond, Ganymed, Titan

    Zwergmonde: Irregulär geformte Objekte, z.B. Phobos und Deimos

    Dritte Gruppe: Alles was kleiner als 5 km in der größten Ausdehnung ist, kommt in eine dritte Gruppe, für die noch ein Name zu finden wäre.
  • Blasen aus Gammastrahlen

    14.11.2010, 94249 Bodenmais
    Mysteriöse Blasen in der Süddeutschen Zeitung vom 11.11.10

    Ich frage mich, warum die SZ nicht die Original-Darstellung (wie in dem Artikel in SuW-online) abgedruckt hat, sondern eine unseriöse Darstellung, die an zwei Bubble-Gum-Blasen erinnerte. Ich habe dazu einen Leserbrief an die SZ geschrieben und erwarte, dass die SZ ihn abdruckt.
    Ansonsten finde ich es wunderbar, wie weit die Forschung bisher schon gekommen ist. Ich tippe auch auf den Jet, der beiderseits dem Black Hole entströmt.
    Danke
    Antwort der Redaktion:
    Die Künstlerblasen gibt es nicht nur in der gedruckten SZ, sondern auch bei SZ-online, unter
    http://www.sueddeutsche.de/wissen/astronomie-raetselhafte-blasen-im-all-1.1022020
  • Messmethode für die Rotation von Exoplaneten?

    01.11.2010, Ludger van Heyden
    Wenn es für mich als astronomischen Laien schon schwer genug ist, die Messmethoden für die Haupteigenschaften von Exoplaneten wie Masse, Größe, Umlaufzeit und Abstand zum Zentralgestirn halbwegs zu verstehen, so ist es für mich völlig schleierhaft, wie man die Rotationsgeschwindigkeit messen kann oder im Fall von Gliese 581 g seine "gebundene Rotation". D. h. er wendet seinem Zentralgestirn stets dieselbe Seite zu.
    Antwort der Redaktion:
    In diesem Fall ist die gebundene Rotation nicht gemessen worden, sondern lediglich als unvermeidbare Folge aus der Nähe zum Stern theoretisch erschlossen worden. Bei sehr engen Umlaufbahnen bewirken Gezeitenkräfte die gebundene Rotation in kosmisch gesehen sehr kurzen Zeiträumen.



    Allerdings kann man im Prinzip durchaus die Rotation von Exoplaneten messen, selbst wenn man den Planeten nicht direkt abbilden kann. Da gibt es mehrere Möglichkeiten. Die kurzfristig aussichtsreichte besteht wohl darin, die Radialgeschwindigkeit am Rand der Planetenscheibe zu messen, indem man die Absorptionslinien im Sternspektrum beobachtet, die beim Vorübergang des Planeten vor der Sternscheibe entstehen. Auf diese Weise ist zwar noch keine Rotation aber imerhin die chemische Zusammensetzung einer
    Exo-Planeten-Atmosphäre beobachtet worden.



    Nebenbei sei erwähnt, dass die Existenz von Gliese 581 g derzeit sehr ernsthaft bezweifelt wird.
  • Bedeckt der Mond den Kometen Hartley-2?

    25.10.2010, Björn Brezger
    Wird der Mond direkt vor dem Kometen vorbeiziehen oder nur in der Nähe?
    Antwort der Redaktion:
    Nein, der Mond wird den Kometen nicht bedecken, er befindet sich im angegebenen Zeitraum nur in der Nähe und hellt dabei mit seinem Licht den Himmel auf, was die Suche nach Hartley-2 schwieriger macht.