Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Amateurastronomen, Hobbyastronomen und das Finanzamt

    09.11.2009,
    Ich möchte das Editorial von SuW 11/2009 (S.5) kommentieren.
    Trotz meines Respekts und meiner Anerkennung für die Leistungen der vielen Hobbyastronomen teile ich nicht jede Ansicht des Chefredakteurs. Ich bezeichne mich als Hobby- und nicht als Amateurastronom und wehre mich auch entschieden dagegen, als Amateurastronom bezeichnet zu werden.

    Was den Hobbyastronomen antreibt, hat Herr Reichert ja sehr genau beschrieben. Und das sollte meiner Meinung nach auch ausreichen, denn so bleibt ein Hobby eben ein Hobby. In diesem Sinne verweise ich auf den Artikel ,,Vom Aussterben bedroht: der Homo Sapiens Astronomicus - eine kleine Denkschrift" von Susanne M. Hoffman im VdS Journal Nr.30 III/2009, der sehr deutlich aufzeigt, warum es eine Grenze in der Arbeit von Astronomen und Hobbyastronomen geben muss.

    Die Frage nach der steuerlichen Absetzbarkeit der Aufwendungen für dieses Hobby sollte deshalb erst gar nicht weiterverfolgt werden! Wir betreiben dieses Hobby freiwillig, so wie viele andere Menschen ihre Hobbys freiwillig betreiben. Warum sollte der Hobbyastronom nun seine Aufwendungen steuerlich geltend machen dürfen? Was unterscheidet ihn z.B. vom Hobbyfotografen?

    Viele haben Jahrelang auf ,,Ihr" Beobachtungsgerät gespart und erfreuen sich deshalb umso mehr, damit den Sternenhimmel zu durchmustern. Bevor wir also nach steuerlicher Absetzbarkeit schreien, sollte an den entsprechenden Stellen die Frage gestellt werden, ob die Preise für dieses Hobby immer gerechtfertigt sind. Ein kleiner Geldbeutel hätte auch keine große steuerliche Absetzbarkeit zu erwarten.

    Wir sollten also Hobby weiterhin Hobby sein lassen. Wer mehr möchte, sollte versuchen Profi werden. Wenn die Profis etwas übersehen, was der Hobbyastronom findet, dann ist das lobenswert, aber in anderen Bereichen gibt es das bestimmt auch. Respekt und Anerkennung dieser Leistungen sind doch Lohn genug!

    Thomas Klette, Frankfurt a.M.

  • Alles wird Spekulation bleiben

    04.11.2009, Maximilian Bahnmüller
    Na ja, mit den erdähnlichen Planeten ist es so eine Sache. Finden wird man sie möglicherweise schon, aber ob diese dann auch "zweite Erden" sind, steht auf einem ganz anderen Blatt.

    Man muss heute davon ausgehen, dass unsere Erde wohl ein einmaliger Glücksfall oder zumindest eine Rarität im Universum darstellen könnte. Zu einmalig und singulär sind die kosmischen Komponenten und Bedingungen, mit denen sie entstehen konnte. Dazu gehören ihre praktisch kreisrunde Umlaufbahn um die Sonne, ihr atypisch großer Mond (Schwesterplanet), der die Erdachsenlage stabilisiert usw. usw.

    Man sollte also vorsichtig sein, gefundene erdähnliche Planeten als "zweite Erden" einzustufen. Die Kepler-Sonde misst in Sonnensystemen, die Hunderte von Lichtjahren entfernt liegen, und deshalb ist es gewagt, solche Prognosen stellen. Vor 50 Jahren glaubte man auch, dass auf dem Mars - und er liegt nach kosmischen Massstäben direkt vor unserer Haustür - zumindest eine niedrige Vegetation vorherrscht. Als man schlussendlich dann hinflog, musste man feststellen, dass auf dem Mars nicht mal ein "Halbzeller" sein Unwesen treibt.

    Fazit: Um nicht nur auf Spekulationen bezüglich erdähnlichen Planeten angewiesen zu sein, müssten wir in Sonnensysteme reisen können, die unfassbar weit entfernt liegen. Aber das können wir nicht, und das werden wir (wahrscheinlich) auch niemals können.


  • Simulierte Echtzeit-Reise zum Mars

    23.10.2009, Maximilian Bahnmüller
    Der letzte Satz in diesem Artikel ist bezeichnend.

    "......können aber sicher sein, wieder auf die Erde zurückzukehren."

    Wenn die Marsmission wirklich einmal zustande kommt, dann wird das ein HIMMELFAHRTSKOMMANDO 1.Klasse. Auf den Mars herrschen extrem Lebensfeindliche Bedingungen, die schon beim kleinsten technischen Defekt den Tod der Besatzung herbeiführen können. Doch selbst wenn die Besatzung der Mission zur Erde zurückkehren sollte, weiss man nicht, ob sie gravierende gesundheitliche Schäden erlitten haben.

    Lohnt es sich also, so ein immenses Risiko einzugehen, speziell für einen Planeten, der nicht nur tot, sondern sogar mausetot ist? Ich glaube nicht, denn für die wissenschaftlichen Erkenntnisse die bei so einer Mission erzielt werden, kann man auch Roboter einsetzen. Dazu muss man keine Menschenleben aufs Spiel setzen.
  • Kein Geld für amerikanische Mondfahrt

    09.10.2009,
    Nun ja, nachdem die Bankster die Milliarden gefressen haben, ist für die Forschung nichts mehr übrig. Nur weiter so, möchte man dazu sagen.

    Wolfgang Grassmann, Nidda -

    Es ist eindeutig, dass den Amerikanern das große Geld für große Aufgaben in der Raumfahrt fehlt. Die Gründe sind zwar hier nicht genannt worden – aber sie sind klar: In der Bush-Ära wurde zu viel Geld für die Kriege ausgegeben. Es reicht jetzt nicht mal mehr für pünktliche Nachfolger der Space Shuttle.

    Klaus Deistung, Wismar -

    Man lasse sich das mal auf der Zunge zergehen. Da werden Billionen Dollar in dubiose Bankengeschäfte gepumpt, damit ein krankes Geldsystem weiterbestehen bleibt - und sicherlich bald wieder mit frischem "Blut" versorgt werden muss.

    Wer sich entspannt zurücklehnt und nur kurz darüber träumt, was man mit all dem Geld hätte machen können, das weltweit dafür rausgeschmissen wurde, kommt sicherlich den Tränen nah. Und damit meine ich jetzt nicht nur das Geld, was man sinnigerweise für Forschung und Technik hätte ausgeben können. Auch vielen Menschen hätte damit geholfen werden können.

    Jürgen Mischke, Hille
  • Was ist gefährlicher: Sonne oder kosmische Strahlung?

    30.09.2009, Frank Lorenz , Reinshagen
    Anfrage: Was ist für die Astronauten in der ISS und bei Raumflügen gefährlicher, die kosmische Strahlung oder die Strahlung der Sonne und des Sonnenwindes?

    Gruß
    Antwort der Redaktion:
    Es ist eindeutig die Sonne. Wenn es während des solaren Riesen-Sturms von 1859 schon Astronauten gegeben hätte,
    wären sie binnen weniger Stunden an der Strahlenkrankheit gestorben, ausgelöst durch energiereiche Protonen von der Sonne. Bei einigen weiteren sehr starken solaren Stürmen der letzten 150 Jahre wären sie so stark belastet worden, dass ihre Lebenserwartung aufgrund späterer Strahlenkrebse bedeutend reduziert worden wäre.




    Die allgemeine kosmische Strahlung ist zwar eine erhebliche Strahlenbelastung für Langzeit-Astronauten, aber selbst die "normalen" solaren Flares und koronalen Massenauswürfe um und nach den Sonnenfleckenmaxima sind in ihrer Gesamtheit der größere Faktor.




    Quelle: Vortrag von Prof. Henrik Lundstedt (Lund, Schweden) bei einer Tagung in Heidelberg im September 2009.
  • Rotverschiebung der Gamma-Bursts?

    28.09.2009, Dr. Hans-Joachim Knops, 40789 Monheim
    Bei der Lektüre des Artikels über Gammastrahlenausbrüche und ihre Lokalisierung und Vermessung der Afterglows mit immer neuen Rotverschiebungsrekorden fragte ich mich, wie es denn mit der Rotverschiebung der Gammabursts selbst steht, die ja auch eine entsprechend weite Reise durch Raum und Zeit hinter sich haben und eventuell auch eine Rotverschiebung erfahren müssen. Ist dise Überlegung richtig und wenn ja, bis in welche Frequenz- bzw. Wellenlängenlängenbereiche reichen die Rotverschiebungen?
    Antwort der Redaktion:
    Ja, auch die Gammastrahlung der Bursts selbst
    ist rotverschoben. Die Rotverschiebung betrifft elektromagnetische
    Strahlung jeglicher Wellenlänge bzw. jeglicher Energie absolut
    gleichermaßen.
    Nur: Da es sich bei der Gammastrahlung der Bursts um Strahlung ohne
    scharfe Spektrallinien handelt, kann man aus ihr selbst keine
    Rotverschiebung bestimmen. Einzig aus diesem einen Grund muss man das
    Nachglühen (afterglow) in anderen Spektralbereichen verwenden, um
    herauszufinden, wo und wann im Universum die Explosion stattgefunden hat,
    deren Strahlung wir heute empfangen.
  • Apollo, 40 Jahre danach

    28.08.2009, Bernd Moeller, Forststraße 18, 99842 Ruhla
    Als die Apollo-Flüge stattfanden, erwarteten viele, dass bald auch bemannte Flüge zu Nachbarplaneten erfolgen würden.
    Dies ist, wie bekannt, nicht geschehen .
    Auch war das Interesse der breiten Öffentlichkeit bei den
    letzten Flügen gering. Die Menschen hatten sich daran
    gewöhnt. Es war keine Sensation mehr.
    Immer mehr wurde die Frage nach den Kosten gestellt
    und bald traten Leute auf, die die Mondflüge als
    grossen Bluff bezeichneten.
    Heute nach 30 Jahren sieht man erst im Rückblick, welche
    großartige technische Leistung mit den Flügen zum Mond
    erbracht wurde und welchen Mut die Astronauten erbracht haben.
  • Faszinierendes Phänomen: Kuppeln anstelle von Kratern

    21.08.2009, Jürgen Mischke, Immengarten2 32479 Hille
    Beim Betrachten des Bildes fällt mir auf, dass je nach Orientierung des Bildes alle Krater NICHT als Krater sondern als Erhebungen von meinem Hirn interpretiert werden. Drehe ich das Bild um 180 Grad, erkenne ich die Krater sofort; wieder zurückgedreht sehe ich sie nicht mehr.

    Gibt es eine Erklärung dazu?
    Antwort der Redaktion:
    Ihr Gehirn interpretiert das Bild (unbewusst) so, als wäre die Beleuchtung auf dem Bild die gleiche wie in dem Raum, in dem Sie stehen. Kommt zum Beispiel das Licht auf dem Bild von links, in Ihrer realen Umgebung aber von rechts, dann kehrt
    sich das gesamte Geländeprofil in sein Negativ um. Die einfachste Abhilfe (Bild einfach auf den Kopf stellen) haben Sie bereits gefunden. Wenn man das mal nicht tun will, z.B. weil man Norden oben behalten will oder weil sonst Personen oder Berge mit den Köpfen nach unten hängen würden, dann hilft es auch, sich einfach mit dem Bild in der Hand im Zimmer um 180 Grad zu drehen. Um mögliche Unfälle zu vermeiden sei die folgende nicht ganz ernst gemeinte Bemerkung angefügt: Es ist hier eine Drehung um eine senkrechte Achse gemeint.
  • Titel Ihres Leserbriefes

    17.08.2009, Manfred Holl, Hamburg
    Leider wurde in diesem Beitrag (wieder einmal) vergessen, auch die Gesellschaft für volkstümliche Astronomie e.V. Hamburg (GvA) zu erwähnen. Gleich mehrere ihrer Mitglieder waren (wie die sehr geschätzten) Kollegen vom Förderverein an diesem Tag auch mit Fernrohren vor Ort, um den Besucherinnen und Besuchern nicht nur ihre mitgebrachten Instrumente zu erklären, sondern auch die - leider fleckenlose - Sonne und später die ersten in der Dämmerung sichtbaren Deep-Sky-Objekte zu zeigen.

    Es wurde Fragen rund um das Hobby Astronomie beantwortet und etliche GvA-Mitglieder blieben bis weit nach Mitternacht auf dem Gelände, um den noch immer staunenden Interessenten einen Blick durch die Fernrohe auf den Sternenhimmel zu gönnen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Ihr
  • Erstmals Apollo-Landefähren fotografiert !

    10.08.2009,
    Ende der Verschwörungstheorie

    Mit diesen, hoffentlich zur Genüge beweiskräftigen Aufnahmen von den Mondlandungsplätzen dürfte die Theorie über die Mondlandungslüge, sprich "Verschwörungstheorie", wohl endgültig aus der Welt geschaffen sein.
    Was müssten sich die Verschwörungstheoretiker noch einfallen lassen um ihre Behauptung aufrecht erhalten zu können?

    Winfried Böcker
    Am Franz-Felix-See 150
    48268 GREVEN
    Antwort der Redaktion:
    Ganz einfach: Dass auch diese Bilder von der NASA gefälscht worden sind. Dieser Gemeinde ist mit neuen Argumenten nicht wirklich beizukommen.



    Ulrich Bastian



    Kommentar von Roland Idaczyk, Wellington (Neuseeland) zu dieser Antwort:



    Das ist ja gerade das Schöne an Verschwörungstheorien; sie lassen sich einfach nicht widerlegen! Roland Idaczyk, 12.8.2009
  • Apollo auf dem Mond

    26.07.2009, Dr. med. S. Kaula
    Neben "Google-Mars" gibt es jetzt bei der aktuellen Google-Earth-Version, vermutlich anlässlich 40 Jahren Mondlandung, auch "Google-Mond" mit allen Landeplätzen und der Möglichkeit, in Fotopanoramen (aus den Hasselblad-Aufnahmen zusammengesetzte Panoramen) hinein-zu-zoomen. Sehenswert!
  • Galileo Galilei war kein Märtyrer, er schützte seine Augen

    20.07.2009, Prof. Dr. Franz Daxecker, 6020 Innsbruck, Gufeltalweg 9a
    Dafür gibt es klare historische und medizinische Belege.

    Antwort der Redaktion:
    Die von Herrn Prof. Daxecker aufgeführten Gründe werden in einem der nächsten SuW-Hefte auf der Leserbriefseite zu finden sein.
  • Apollo-Mondpanoramen

    05.07.2009, Holger Marten Wächtersbach
    Als begeisterter Leser von Sterne und Weltraum habe ich mit sehr großem Interesse ihren Beitrag zur Landung von Apollo 11 gelesen. Hier haben sie auf Seite 35 und 36 ein Panoramabild der Apollo 11 Landestelle abgebildet. Woher kann ich dieses Panoramabild, als Poster oder Fotografie, beziehen?

    MfG H. Marten
    Antwort der Redaktion:
    Sie können die Panoramabilder von den Landeplätzen der verschiedenen Missionen auf der Website des Lunar & Planetary Institute der NASA herunterladen, auf CD brennen und von einem kommerziellen Fotolabor ausgeben lassen. Sie finden die Bilder in sehr hoher Auflösung hier.


    Tilmann Althaus / Redaktion "Sterne und Weltraum"
  • Kreisförmige Planetenbahnen

    25.06.2009, Heiner Kemmann, Genklerhardt 13, 51647 Gummersbach
    Ich hörte einmal, dass das Sonnensystem mit mehreren Planeten ein chaotisches System bildet, das sich zukünftig noch wesentlich weiter von kreisförmigen Planetenbahnen wegentwickelt. Bei der Erde soll es vor allem der Einfluss von Jupiter, danach Venus sein, der die Erdumlaufbahn "verbeult".
    Gibt es eine "maximale Exzentrität"? In welchen Zeiträumen finden solche Verformungen statt? Kann man das heute auf Rechnern simulieren? Hat das schon mal jemand gemacht?

    Freundliche Grüße

    Antwort der Redaktion:
    Herr Kemmann hat richtig gehört. Antworten auf alle seine Fragen findet man in den beiden schönen Aufsätzen von Günther Wuchterl in SuW 6/2002, S. 24-33 und SuW 12/2002, S. 32-41. Das Fazit im Dezemberheft lautet: "Das Sonnensystem ist nicht stabil, es ist nur alt". Drastische Änderungen der Planetenbahnen sind auf lange Sicht zu erwarten. Die zeitlich nächstgelegene ist wahrscheinlich ein kompletter Rauswurf des Merkur aus dem Sonnensystem innerhalb einiger Milliarden Jahre.



    Es handelt sich hierbei um ein noch sehr aktives Forschungsfeld, in dem viele Antworten derzeit als vorläufig angesehen werden müssen. Nach 2002 ist auf dem Gebiet weiter gearbeitet worden. Neben den bereits von Wuchterl zitierten Originalarbeiten sind zum Beispiel die folgenden neueren als Einstieg in die Literatur geeignet:



    Kholshevnikov, K. V.; Kuznetsov, E. D.:
    Review of the works on the orbital evolution of solar system major planets, 2007, in SolSystRes, Bd. 41, S. 265, und



    Ito, Takashi; Tanikawa, Kiyotaka:
    Long-term integrations and stability of planetary orbits in our Solar system, 2002, in MonNotRoyAstronSoc, Bd. 336, S. 483
  • Mondsonde als Müll, Teil 2

    23.06.2009, Michael Khan, Darmstadt
    Dies ist ein Kommentar zum Leserbrief "Mondsonde als Müll" von Frank Reinshagen vom 13.06.2009

    Die Mondoberfläche hat eine Ausdehnung von 38 Millionen Quadratkilometern. Das ist mehr als der ganze Kontinent Afrika (30 Millionen qkm) und etwas weniger als Nord- und Südamerika zusammen (42 Millionen qkm).

    Was soll es da schon ausmachen, wenn ab und zu eine Raumsonde einige Hundert Kilo Schrott auf der Onerfläche zurücklässt? (Einiges wird beim Einschlag verdampft sein, der Rest in der Umgebung des Einschlagsorts feinverteilt)

    Nicht nur steht das in keiner Relation zu der Gesamtfläche des Mondes, es ist auch noch verschwindend wenig im Vergleich zu der viel größeren Masse an kleinen und großen Meteoriten, die täglich den Mond treffen und ihn damit "zumüllen" - mit einem Cocktail aus verschiedenen Silikaten, Metallen und Kohlenwasserstoffen, der sich im Endeffekt auch nicht dramatisch von dem bisschen Metall und Kohlenwasserstoff unterscheidet, das eine Mondsonde hinterlässt.

    Bei allem lobenswerten Einsatz für die Reinhaltung des Sonnensystems: Man soll doch bitte die Kirche im Dorf lassen. Ein niedriges Mondorbit ist nun einmal instabil. Man kann nicht verhindern, dass eine Mondsonde, wenn ihr Treibstoff aufgebraucht ist, abstürzt. Die Alternative wäre, nicht erst hinzufliegen und damit auch den Mond nicht zu erforschen. Ist das etwa besser?

    Die Besucher von einem fremden Planeten sollten erst einmal darlegen, wie groß denn der CO2-Fußabdruck ihres Flugs zu uns gewesen ist und ob ihre Reise auch wirklich energetisch nachhaltig war. Falls nicht - und davon kann man ausgehen - haben sie auch nicht zu kritisieren, was wir mit unserem Trabanten machen.
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