Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • ISS

    25.03.2009, Cleto Tolpeit, St Lorenzen
    Die Arbeit der Astronauten grenzt wahrlich an Heldentaten.
    Man kann sie vergleichen mit den grossen Entdeckern (Kolumbus, Marco Polo). Ich hoffe sie werden auch entsprechend von der Geschichte honoriert.
    Bei einer moeglichen bemannten Marsmission kommen mir aber schon Bedenken. Wie kann man 2 jahre in einem so kleinen Raum verbringen?.....
  • Einsturz oder Einschlag?

    24.03.2009, Rolf Kohl , Langgöns
    Nach meiner Meinung kann es sich durchaus um einen Einschlagkrater handeln. Wenn nämlich - wie in der Nachricht beschrieben - Hohlräume unterhalb von relativ dünnen Decken bestehen und dort Fremdkörper niedergehen, dann kann sich seitlich kein Wall bilden. Es entsteht vermutlich ein kreisrundes Loch. Hier auf der Erde kann man dies schön an dünnen Eisdecken auf Gewässern nachstellen.

    Was mich bei diesen Bildern noch wundert, ist dass der Boden so hellweiß ist, während Ergussgesteine doch eher dunkel oder schwarz sein dürften. Einen Unterschied zu irdischen Ergussgesteinen dürfte es kaum geben, da die Zusammensetzung sehr ähnlich sein dürfte.
    Mir hat sich mehrfach schon der Verdacht aufgedrängt, dass es sich vieleicht sogar um Eisböden handelt, da auch in diesen Löchern erkennbare Felsen weiß und nicht schwarz sind.
    Antwort der Redaktion:
    Herr Kohl hat insofern Recht als der Einsturz im Einzelfall durch einen Einschlag ausgelöst werden kann. Aber generell ist dazu kein Einschlag nötig, wie auch durch ähnliche Strukturen auf der Erde nahegelegt wird.

    Seine Argumente bezüglich der Helligkeit des Materials auf dem Boden des Lochs sind weniger stichhaltig. Da man die genauen Beleuchtungs- und Reflexionsverhältnisse im Innern des Schachts nicht kennt, kann aus den gezeigten Bildern nicht abgeleitet werden, wie hell oder dunkel der Boden genau ist.
  • Womöglich im Zentrum unserer Milchstraße mehrere Schwarze Löcher?

    05.03.2009, Michael Schlaak, Dessau-Roßlau
    Die oben veröffentlichte Meldung verwundert mich nun etwas. Am vergangenen Sonntag (01.03.) sah ich in "alpha centauri" bei BR-alpha eine Sendung zu eben diesem Thema. Professor Lesch sprach dabei die Vermutung aus, dass Beobachtungen mithilfe von Radioteleskopen vermuten lassen, dass möglicherweise im Zentrum unserer Galaxis auch mehrere schwarze Löcher ihr Unwesen treiben, nur wären sie schon einige Zeit wenig aktiv, da es wahrscheinlich wenig Gas und Staub zu verschlingen gibt. Da diese Sendung eine frühere Aufzeichnung war (copyright 2006) glaubte, ich dass inzwischen schon neuere Erkenntnisse vorhanden sein müssten. Deshalb erstaunt mich jetzt die Meldung, dass erstmalig so ein Phänomen beobachtet wurde.
    Antwort der Redaktion:
    Harald Lesch bezog sich auf sehr indirekte Hinweise, die eine sehr vage Vermutung begründeten, die sich aber bisher nicht weiter konkretisiert haben. Die neue Beobachtung ist dagegen sehr konkret: Hier sieht man direkt die Spektren zweier Quasar-ähnlicher Objekte im Kern derselben Galaxie. Das ist in der Tat etwas Neues. - UB
  • Kometenschweif

    25.02.2009, Uwe Lemmer, Stuttgart
    Die Bahngeometrie macht das Erkennen des Kometenschweifes von Lulin nicht einfach, zumal Staub- und Ionenschweif in verschiedene Richtungen zeigen. Aber hätte man in Ihrer Übersichtsgrafik den Schweif nicht anders herum zeichnen müssen? Auf den meisten Astroaufnahmen sehe ich einen Schweif, der nach Osten (also vom Löwen in Richtung Jungfrau) zeigt.

    Mit freundlichen Grüßen,
    Uwe Lemmer
    Antwort der Redaktion:
    Die Sache ist etwas komplizierter. Da wir uns derzeit fast genau zwischen der Sonne und dem Kometen, und zudem fast genau in seiner Bahnebene, sehen wir den in der Bahnebene verteilten Staub zu beiden Seiten des Kometen, allerdings auf der Ostseite (in Flugrichtung "hinter" dem Kometen) wesentlich deutlicher. Das ist der Schweif, den Herr Lemmer in seiner Frage diskutiert. Der Gasschweif dagegen war Anfang des Jahres nach Westen gerichtet (wie in der Übersichtskarte). Dann war er Mitte Februar eine Weile praktisch unsichtbar, da er genau von uns weg zeigte und von der Koma überlagert wurde. Und nach seiner kürzlich durchlaufenen Opposition wird der Komet uns ab jetzt seinen Gasschweif nach Osten gerichtet präsentieren. Dieser Richtungswechsel ist in der Karte nicht korrekt wiedergegeben. UB
  • Entdeckung des Olympus Mons

    23.02.2009, Gretschus, Buxtehude
    Ich glaube der Olympus Mons wurde etwas früher entdeckt als in dem Beitrag angegeben. Dort wird behauptet, erst die US-amerikanischen Raumsonde Mariner 9 habe ihn im Jahr 1972 entdeckt.


    Dagegen Zitat aus Wikipedia:
    Olympus Mons wurde früher als Nix Olympica (lat. nix = Schnee) bezeichnet. Diese Albedobezeichnung stammte von Giovanni Schiaparelli, der ihn am 10. November 1879 entdeckte und glaubte, Schnee zu sehen.

  • Apollo 8 - 40 Jahre Mondflug

    01.02.2009, Gerhard Volk, Bendorf/Rhein
    Mit dem Artikel "Apollo 8 - 40 Jahre Mondflug" in SuW 12/2008 ist Thilo Günter eine sehr gute Zusammenfassung für diesen Teil der Raumfahrtgeschichte gelungen! Es werden nicht nur die spektakulären Ereignisse bei der technischen Umsetzung und der praktischen Durchführung des Mondflugs eingehend beschrieben, sondern es wird auch an die tragischen Umstände erinnert, die den Mondflug, ja - so makaber es auch klingen mag, quasi zu einem solch frühen Zeitpunkt erst möglich gemacht haben. Gemeint sind hierbei die Menschen, die durch die "V2" - die erste Großrakete der Welt - ums Leben kamen, sei es durch deren Einsatz als Kriegswaffe oder durch die menschenverachtenden Lebensbedingungen der Zwangsarbeiter bei deren Bau in Penemünde.


    Auch die wesentlich zu dieser Forcierung eines erfolgreichen Mondfluges beitragenden Umstände des "Kalten Krieges" werden verdeutlicht. So lässt sich z. B. Apollo 8-Komandant Borman erst nach seinem massiven Hinterfragen davon überzeugen, dass diese Mission kein Himmelfahrtskommando ist, bei dem Sicherheitsvorkehrungen außer Acht gelassen wurden, nur um einer vermeintlich bevorstehenden Mondumrundung durch sowjetische Kosmonauten zuvorzukommen. Dies erklärt auch weiterhin, was heute kaum mehr vorstellbar ist: Von der Ankündigung des Mondfluges durch Kennedy im Mai 1961 bis zu dessen serienreifer Umsetzung 1968 vergehen gerade mal lächerliche 8 Jahre. Eine Zeitspanne, mit der heutzutage ein einfacher Mittelklassewagen von der ersten Planung bis zur Serienreife gerade mal eben so hinkommt.


    Thilo Günter veranschaulicht in seinem Artikel, welch logistische Meisterleistung bei diesem gigantischen Vorhaben, bei dem zeitweise 450.000 Menschen beschäftigt sind, von Nöten war. Das Ablaufgeschehen und die wichtigen Manöver des Mondfluges werden weiterhin verständlich erläutert. So z.B. dass die Planung der Flugbahn über den Gleichgewichtspunkt zwischen Mond und Erde dazu führt, dass Treibstoff eingespart und gleichzeitig auch noch mehr Nutzlast zum Mond geschossen werden kann.


    Ein kleiner (Zähl-)Fehler passiert dann doch noch bei der Statistik der Mondlandungen: Es waren nicht fünf, sondern mit Apollo 11, 12, 14, 15, 16 und 17 insgesamt sechs erfolgreiche Landungen!


    Mich würde es sehr freuen, wenn aus dem Anlass "40 Jahre Mondlandung" von Thilo Günter an dieser Stelle noch weitere Einzelberichte erscheinen würden; nicht nur zu den oben erwähnten 6 Mondlandungen, sondern auch Detailberichte zu den meist etwas vernachlässigten Missionen von Apollo 7, 9 und 10, durch deren umfangreiches Testprogramm eine erfolgreiche Landung auf dem Mond erst möglich wurde. Vielleicht wäre auch ein Fachbericht interessant, der die einzelnen Flugbahnen der Apollo-Mondschiffe, deren Positionsbestimmung und Navigation und vor allem deren Berechnung in den Raumschiffen mit dem Hintergrund der für heutige Verhältnisse doch sehr sehr schmalbrüstigen Bord-Computer der Apollo-Raumfahrzeuge zum Thema hat.
  • Gravitations-Astronomie zum Mitmachen

    01.02.2009, Heinz-Bernd Eggenstein
    Wer bei der Jagd nach Gravitationswellen mithelfen will, kann dies durch das "Spenden" von Rechenzeit auf seinem heimischen PC tun: Das Projekt Einstein@Home (http://einstein.phys.uwm.edu) arbeitet nach dem Vorbild von SETI@Home um durch verteiltes Rechnen die nötige Rechenkapazität zum Durchstöbern der Detektor-Daten nach Gravitationswellen von Neutronensternen zur Verfügung zu stellen.

  • Es war richtig unheimlich

    19.01.2009, : Leider anonym
    Jetzt - endlich! - erfahre ich hier, was wir am Samstag, als wir auf der Autobahn Hamburg-Berlin auf halber Strecke waren, gesehen haben und uns noch viele Kilometer Rätsel aufgab. Ohne Ankündigung, ohne Geräusch und ohne andere Anzeichen auf das besondere Ereignis wurde es mit einem Mal taghell. Ich rief sofort "Was ist das denn?" und versuchte durch die Windschutzscheibe die Ursache des Ungewöhnlichen zu erfahren. Aber nichts, nur ein aufflackerndes Licht, und nach wenigen Sekunden war der Spuk vorbei. Aufmerksam lauschten wir nach einem Knall, hielten Ausschau nach einem weiteren Leuchten, welches die Erscheinung als Gewitterblitze entpuppen würde, oder sonst einer Erklärung. Im Radio kam auch nichts weiter als Musik und Heiterkeit. Was konnte so unglaublich hell und gleichzeitig so geräuschlos sein - jetzt weiß ich es und die Natur erfüllt mich wieder einmal mit Ehrfurcht!
    Antwort der Redaktion:
    Leider hat der Leser weder seinen Namen noch seine email-Adresse angegeben. Normalerweise veröffentlicht SuW solche Briefe nicht. Diesen möchte ich ausnahmsweise zum Anlass mehmen, alle Leserbriefschreiber daran zu erinnern, dass sie solche Angaben unbedingt machen sollten. Offenbar sind die "anonymen" Leserbriefe fast durchweg Versehen, denn sehr oft werden darin Fragen an die Redaktion gestellt. Natürlich haben wir in diesen Fällen keinerlei Möglichkeit zu reagieren, denn nicht jeder Brief, nicht jede Frage ist für eine öffentliche Antwort geeignet.



    Herzliche Grüße,

    Ihr Leserbriefredakteur,

    Ulrich Bastian

  • Präzession oder magnetische Kurzschlüsse?

    16.01.2009, Herbert Haupt
    Mich interessiert neben der Energieverlust-bedingten Zunahme der Rotationsperiode auch der genaue Verlauf der Höhe der weichen Gammablitze (Bursts): (a) Nimmt die Höhe sehr gleichmäßig zu und wieder ab, z.B. ähnlich einer Parabel? Dann könnte die Ursache eine Präzession der Drehachse sein; falls ein massereicher Begleiter vorhanden ist. (b) Oder nehmen innerhalb der Sichtbarkeitsperiode die Höhen unregelmäßig zu und ab, evtl. auch mehrfach? Dann könnten die Energieausbrüche auf Kurzschlüsse in den aufgewickelten Magnetfeldlinien zurückgehen, die momentan enorme Energiemengen freisetzen.
    Antwort der Redaktion:
    Die Überlegung von Herrn Haupt ist richtig. Mit dem von ihm vorgeschlagenen Kriterium lassen sich die beiden möglichen Gründe für das nur sporadische Auftreten der "weichen" Gammastrahlenausbrüche (Bursts) unterscheiden. Die Antwort lautet: Innerhalb der Aktivitätsperioden eines "Soft Gamma-Ray Repeaters" (SGR) ereignen sich die einzelnen Ausbrüche in unregelmäßigen zeitlichen Abständen und mit unregelmäßig wechselnder Stärke. Die spricht für die "Kurzschlüsse", und so wird das Phänomen auch durchgängig von der Fachwelt interpretiert.



    Eine sehr schöne, populäre und dennoch tiefgehende Darstellung der Soft Gamma-Ray Repeaters und ihrer Deutung (allerdings nur in Englisch und Spanisch) von Robert Duncan findet sich auf der
    folgenden Internet-Adresse: http://solomon.as.utexas.edu/~duncan/magnetar.html. Der Text ist zwar schon 5 Jahre alt,
    aber das Grundsätzliche der Darstellung gilt auch heute noch.
  • Bewiesen ist nichts, Kommentar

    04.01.2009, Wolfgang Graßmann, Nidda Oberwiddersheim
    Dies ist ein Kommentar zu dem Leserbrief von Ernst Kunst vom
    23.12.2008.


    Der Begriff des Beweises ist in den Naturwissenschaften prinzipiell problematisch. Beweisen, das kann die Mathematik mit deren eigenen Methoden. Die Physik kann nichts beweisen, sie kannn nur zeigen, daß Beobachtungen (Messungen) sich innerhalb eines paradigmatischen Rahmens verifizieren lassen. In vielen Fällen können deshalb Messdaten unterschiedlich interpretiert werden. Das gilt insbesondere in Gebieten, die als noch nicht abgeschlossen betrachtet werden (ein abgeschlossenes Gebiet wäre z.B. die klassische Mechanik). Deshalb ist auch das Prinzip von "Okkams razor" so wichtig: Niemals mehr Hypothesen einzuführen als nötig sind.
  • Bewiesen ist nichts

    23.12.2008, Ernst Kunst, Königswinter
    Die Existenz der "dunklen Energie" wurde keineswegs nachgewiesen (bewiesen). Festgestellt wurde lediglich ein Unterschied in der Kompaktheit von weiter entfenten und näheren Galaxienhaufen. Dieser Sachverhalt wird dem Wirken der nach wie vor ominösen dunklen Energie zugeschrieben. Ein Beweis sieht anders aus.
  • Wie entstehen neue Weltbilder?

    10.12.2008, Walter Kraul, 82057 Icking, Neufahrner Weg 2
    "Der Mond war der einzige Himmelskörper, dessen Parallaxe man vor der Erfindung des Teleskops ermitteln konnte." Bitte wer hat das wann wie gemacht? Welche Basis wurde verwendet? Nur angedeutet ist in diesem Aufsatz ferner, dass man zu den relativen Abständen der Planeten kam. Kepler standen sie wohl zur Verfügung. Wie kam man zu diesen?
    Antwort der Redaktion:
    Schon Hipparch von Nicaea hat aus der Größe des Erdschattens bei Mondfinsternissen die Entfernung des Mondes hergeleitet (das ist indirekt eine Parallaxenmessung mit dem Erdradius als Basis, siehe meinen Aufsatz in Spektrum der Wissenschaft Feb. 2000, S. 55).
    Im Prinzip kann man das auch mit der Beobachtung der täglichen Ungleicheit der Mondbewegung erreichen (Parallaxenmessung durch die Erdrotation). Ob das schon bei
    Ptolemaeus benutzt wurde, weiß ich nicht, das könnte aber durchaus sein. In der beginnenden Neuzeit haben das mehrere Astronomen durchgeführt, wohl zuerst Tycho Brahe mit
    wirklich guter Genauigkeit.



    Als Alternative bietet sich die gleichzeitige Beobachtung des Mondes relativ zu Sternen von verschiedenen Orten auf der Erde an; das ist heutzutage ein häufig
    durchgeführtes Amateur- und Schulklassen-Experiment.



    Zu Ihrer zweiten Frage: Kepler hat die relativen Abstände der Planeten selbst gefunden: aus dem dritten Keplerschen Gesetz. Dieses wiederum hat er (vereinfacht gesagt) aus der Winkel-Größe der Oppositionsschleifen der
    Planeten abgeleitet (praktisch eine Parallaxenmessung mit der Erdbahn als Basis).



    Ulrich Bastian
  • Venusbedeckung

    10.12.2008, Walter Kraul, 82057 Icking, Neufahrner Weg 2
    Der Mond bedeckt ständig Sterne, selten aber "erwischt" er die Venus, das hellste Gestirn nach ihm. Dies geschah am vergangenen 1. Dezember, zu einem bequemen Zeitpunkt und mit der dunklen Seite voraus. An meinem Beobachtungsort befand sich eine geschlossene Wolkendecke. Bitte, wann wird sich dieses Ereignis wiederholen?
    Antwort der Redaktion:
    Wir haben bei einem Experten für solche Themen, Oliver Montenbruck, nachgefragt. Er wird sicher eine Antwort ermitteln können. Sie wird in einem der nächsten Hefte von SuW erscheinen.
  • Index 2008?

    24.11.2008, Dr. Martin Federspiel, Freiburg-Hochdorf
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    im Dezemberheft 2008 vermisse ich den gedruckten Index für den Jahrgang 2008 - oder habe ich etwa etwas übersehen? Ich hoffe nicht, dass SuW damit dem aus meiner Sicht unrühmlichen Trend (siehe z.B. Sky & Telescope) folgt und auf ein gedrucktes Jahresinhaltsverzeichnis in Zukunft verzichtet. Um eine mehr oder weniger wissenschaftliche, gedruckte Zeitschrift auch nach Jahren noch sinnvoll nutzen zu können, bedarf es eines gedruckten Indexes. Dieser kann meines Erachtens auch nicht völlig durch eine Online-Suchfunktion ersetzt werden.

    Antwort der Redaktion:
    Der Index 2008 wird dem Januar-Heft beiliegen.
  • Ungesunder Marsboden II

    21.11.2008, Michael Khan, Darmstadt
    Kleine Korrektur zur Antwort der Redaktion auf den Leserbrief von Manfred Seidel:

    Die Triebwerke der Phoenix-Sonde verwenden als Treibstoff nicht Hydrazin mit Distickstofftetroxid, sondern sogar nur Hydrazin. Dieses wird katalytisch zersetzt und braucht dabei keinen Oxidator. Solche "Monopropellant"-Triebwerke sind zwar ineffizienter als ein Triebwerk, bei dem Hydrazin mit Distickstofftetroxid (oder chemischen Abwandlungungen dieser Stoffe) reagiert, sie haben aber den Vorteil, dass sie leichter geregelt und auch gepulst betrieben werden können, wodurch die effektive (mittlere) Schubkraft genau eingestellt werden kann - sehr wichtig bei einer weichen Landung.

    An der Schlussfolgerung der Redaktion ändert diese Klarstellung nichts - das Perchlorat kann nicht aus den Rückständen des Triebwerksstrahls stammen.