Lesermeinung - Sterne und Weltraum

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  • Siderius nuncius - Herstellung der Druckplatten

    17.02.2014, Uwe Pilz
    Lieber Herr Reichert,

    recht vielen Dank für diesen außerordentlich interessanten und aufschlussreichen Aufsatz. Eines der Rätsel besteht ja darin, wie der große Aufwand zur Herstellung der Druckplatten hat bewältigt werden können. Ich glaube, das war gar nicht so schwierig. Die Faksimile-Ausgabe von 1964 ist leicht zugänglich, als gedrucktes Buch oder sogar online, zum Beispiel hier: http://libraries.mit.edu/150books/2011/04/20/1964/1964-cover

    Es ist ziemlich einfach, mit einem handelsüblichen 3-D-Drucker aus diesen elektronischen Vorlagen eine "Druckplatte" herzustellen. Dies erklärt auch sofort das schiefstehende V - es ist nämlich in den Fotos enthalten und beruht darauf, dass das Papier beim Abfotografieren gewölbt war. Auch das abweichende "&"-Zeichen ist dort wie in der Fälschung gedruckt zu sehen.

    Unklar bleibt "pepiodis" statt "periodis". Es ist auf jeden Fall ein Retuschierfehler und kein falsch gesetzter Buchstabe. Ein gesetzter Buchstabe wäre niemals so hineingequetscht gewesen. Auch Fälscher machen Fehler :)
  • Vorbildlich - Der gefälschte Sternenbote

    16.02.2014, Norbert Gregor Günkel
    Ein solches Selbstverständnis ist in der Medienlandschaft selten geworden: Eine fehlerhafte Berichterstattung wird in einer großen Geschichte richtiggestellt und nicht - mehr oder weniger vernebelt - in einer kleinen Notiz im hinteren Teil des Hefts so versteckt, dass die meisten Leser die Korrektur gar nicht registrieren. Ein solches Verhalten würde ich mir für andere Magazine und Zeitungen auch wünschen. Das darf man vorbildlich nennen, zumal die großzügigen Illustrationen der Leserschaft erlauben, die "Schritte der Erkenntnis" genau nachzuvollziehen.

    Das Interview mit Prof. Bredekamp allerdings hätte ich mir weniger "weichgespült" gewünscht. Der Wissenschaftler ist in seinen Antworten selbstkritischer mit sich umgegangen als die Fragen von ihm gefordert haben.
  • Trotz vermutlich totem Häschen - eine bemerkenswerte Leistung!

    12.02.2014, Dipl.-Ing. J. Woker
    Auch wenn mit dem "Yutu-Häschen" die Ambitionen der chinesischen Raumfahrer einen kleinen Rückschlag erlitten haben - die enorme Leistung und der glänzende Erfolg, eine Sonde auf einem anderen Himmelskörper landen zu lassen und einen Rover erfolgreich auszusetzen, wird dadurch nicht wirklich geschmälert. Schließlich ist dies doch die erste Mission Chinas in dieser Komplexität und Bandbreite.

    Letztlich ein Anlass, den Machern der Mission zu gratulieren. Ich hoffe, dass sich die zum Versagen führenden Fehler eruieren lassen, damit das Häschen Nachkommen bekommt und so mit zunehmender Erfahrung weitere nachhaltigere Erfolge erzielt werden.
  • Revolution?

    11.02.2014, Heinz Hamburg
    Man kann es auch ohne solche Superlative sagen. Dobson war sicher innovativ und hat mit seinem Konzept der Amateurastronomie sicher geholfen. Doch die Umsetzung des altbekannten Azimutalsystems ist keinesfalls eine "innovative Revolution".
  • Wow

    07.02.2014, Przemek
    Perfect moment. Congratulations!
  • Finsternisse unter Jupitermonden

    06.02.2014, Manfred Möller, Rödermark
    Erstaunlicherweise findet man kaum Hinweise auf Planetenbedeckungen untereinander. Neulich hörte ich aber doch davon: Am 12.09.1170 zog Mars vor Jupiter vorbei, und die nächste Begegnung dieser Art soll erst am 11. März 2079 mit Merkur vor Mars, stattfinden.

    Jupitermond-Begegnungen von der Erde aus, über die in SuW regelmäßig berichtet wird, habe ich zwar noch nicht gesehen, kann ich mir aber vorstellen. Mich bewegt in diesem Zusammenhang eine ganz spezielle Frage: Gibt es auch Sonnenfinsternisse auf Jupitermonden, die von einem anderen Jupitermond verursacht werden, eventuell sogar total?

    Antwort der Redaktion:

    Ja, die gibt es, sogar auch total, und zwar alle sechs Jahre in größeren Anzahlen. Die letzten derartigen Serien fanden 2009—2010 und 2004 statt. Einen etwas ausführlicheren Beitrag dazu gab es in SuW 2/2004, S. 62-65. Dort findet man auch Bilder.

    Planetenbedeckungen werden deshalb so selten in der astronomischen Literatur erwähnt, weil sie eben so extrem selten vorkommen.
  • Staubarme bei Messier 83

    31.01.2014, Kai Hiltmann
    Die dunklen Bereiche sind doch Staubwolken, richtig? Und Staub entsteht bei Supernova-Ausbrüchen. Sind die dunklen Bereiche also abgebrannte, ehemalige H-alpha-Regionen?
    Antwort der Redaktion:
    Die dunklen Streifen sind in der Tat Staubwolken. Staub entsteht zwar tatsächlich bei den Supernova-Ausbrüchen am Ende des kurzen Lebens massereicher Sterne, jedoch auch in großen Mengen bei der langsamen Entwicklung der (viel zahlreicheren) massearmen Sterne. Die Produkte beider Arten von "Staubfabriken" werden im Allgemeinen nach ihrer Entstehung zunächst über weite Bereiche einer galaktischen Scheibe verstreut --- mitgerissen von dem expandierenden Gas, aus und in dem sie sich bilden. Erst nach langen Abkühlzeiten (typischerweise hunderte von Jahrmillionen) ballen sich die Gas- und Staubmassen wieder zu dichten Wolken zusammen, in denen dann neue Sterne entstehen. Sind die dunklen Bereiche also abgebrannte, ehemalige H-alpha-Regionen? Die Antwort lautet nein, obwohl ein wesentlicher Teil des Staubs aus solchen Regionen stammt. Die tatsächlichen Verhältnisse sind eher umgekehrt: Die dunklen Staub- und Molekülwolken sind die Vorläufer der leuchtenden HII-Regionen.
  • Die Funktechnik von Rosetta

    31.01.2014, Arnold Streif, Oberkirch

    Ich vermisse eine detallierte Beschreibung der "funktechnischen Ausrüstung" der Sonde bzw. Angaben, auf welchen Frequenzen der Funkverkehr abläuft. Oder habe ich dies übersehen?
    Antwort der Redaktion:
    Die Kometensonde Rosetta sendete nach ihrem "Aufwachen" zunächst eine Trägerwelle im S-Band (2 bis 4 Gigahertz), nach einigen Stunden konnten die Missionskontrolleure der ESA die Sonde auf den effizienteren X-Band-Modus (8 bis 12 Gigahertz) umschalten, der wesentlich höhere Datenraten erlaubt.
  • In Memory of Halton Arp

    26.01.2014, Ernst Karl Kunst, Königswinter
    Ich denke, dass Halton Arp nicht so ganz Unrecht hat(te), wenngleich er mit seinen Vorstellungen zur Rotverschiebung der Quasare gewiss übers Ziel hinaus geschossen ist. Aber die Auswertung der Rotverschiebung weit entfernter Galaxien seit den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts zeigt - und seitdem immer genauer - eindeutig, dass diese ein wellenartiges Muster aufweist, das zur linearen Zunahme in Relation zur Entfernung nach der heutigen kosmologischen Theorie in Widerspruch steht. Jedenfalls kann die Big Bang-Hypothese dieses physikalische Phänomen nicht ansatzweise erklären.
    Auf jeden Fall war H. Arp ein mutiger Wissenschaftler, der Widersprüche zur geltenden Theorie nicht einfach unter den Teppich kehrte. Er hat sich damit um die Wissenschaft verdient gemacht, denn Letztere ist im Kern: Ständiger Zweifel!
  • Nicht die nächste Supernova der letzten 25 Jahre

    23.01.2014, Andreas Brunthaler, Bonn
    Es ist nicht ganz korrekt, das die neue Supernova 2014J in M82 die allernächste seit 25 Jahren ist: Die Supernovae 1993J, 2004am und 2008iz waren alle bei der gleichen Entfernung. Die letzten beiden waren ebenso wie S014J in M82.
  • Rosetta ist aufgewacht - und wo steht sie am Himmel?

    23.01.2014, Bernhard Schröck, Hochheim
    Auch wenn man sowohl den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko als auch Rosetta nicht - auch nicht im kleinen Teleskop - sehen kann, wäre es doch hilfreich, eine "Aufsuchkarte" zu sehen, damit man sich überhaupt vorstellen kann, woher die ersehnten Signale gekommen sind.
    Freundliche Grüße
    Bernhard Schröck
    Antwort der Redaktion:
    Der Komet befindet sich derzeit im Sternbild des Schützen bei ca. 18h40m Rektaszension und -27 Grad Deklination, also am Taghimmel ziemlich nahe an der Sonne. Der Komet ist derzeit vermutlich schwächer als 21. Größe.

    Bei der derzeitigen Entfernung zwischen Erde und Komet bzw. Rosetta von rund 900 Millionen Kilometern und der derzeitigen Distanz von "nur" 9 Millionen Kilometern zwischen Komet und Rosetta ist die Raumsonde am Himmel weniger als ein halbes Grad von 67P/Tschurjumow-Gerasimenko entfernt.

    UB
  • John Lowry Dobson

    23.01.2014, C. Richter
    Wenn Dobson nicht gewesen wäre, wäre die Astronomie nur für Wissenschaftler. John Dobson ebnete den Weg für die Amateurastronomie. Wie die Erfindung, die seinen Namen trägt, so war in meinen Augen auch John Dobson: Einfach genial.
  • Drehimpuls-Erhaltung?

    18.01.2014, Dipl.Ing. Peter Kirsch, Linz, Österreich
    Ich stelle mir vor, dass auch der ursprünglich in der Elternwolke enthaltene Drehimpuls von Einfluss auf das Kräftegleichgewicht ist, weil Fliehkräfte entstehen, wenn "die Bienen den Korb umschwirren". Dabei sind dann unterschiedliche Kombinationen vorstellbar: Massenreiche Elternwolke und kleiner Drehimpuls wird vermutlich einen stabileren Sternhaufen bilden, als eine massenarme Wolke mit großem Drehimpuls usw.
    Da man den anfänglichen Drehimpuls wohl nicht feststellen kann, macht er Vorhersagen, aber auch Rückwärtsrechnungen unsicherer. Liege ich mit meiner Vermutung richtig?
    Antwort der Redaktion:
    Ja, mit dieser Überlegung liegt Herr Kirsch vollkommen richtig. In kleinen dichten Kernbereichen spielt der Drehimpuls nur eine geringe Rolle, wohl aber auf größeren Skalen. Der anfängliche Drehimpuls legt insbesondere fest, wie weit sich die Wolke als Ganzes zusammenziehen kann, also welcher Anteil des Wolkenvolumens dicht genug für das Einsetzen von Sternentstehung werden kann.
  • Planetenfutter

    14.01.2014, Sylvia Didem, Oldenburg

    Jeden Tag fallen Staub und kleine Meteoriten auf die Erde. Verbrennt alles zu Asche und Gasen und verschwindet auf Nimmerwiedersehen? Wird das Material aus dem All fast ausschließlich in Wärme umgewandelt? Oder nimmt die Erde dadurch an Masse zu? Wenn ja, kann man abschätzen, um wie viel Masse die Erde in den letzten vier Milliarden Jahren zugenommen hat?
    Antwort der Redaktion:
    Die Gesamtmasse der auf die Erde einfallenden Meteoroiden und Mikrometeoroiden ist immer noch ziemlich unsicher. Meist werden einige zehntausend Tonnen pro Jahr angegeben. Eine 2005 erstellte Übersicht mehrerer Abschätzungen aus der Literatur weist Zahlen zwischen 3000 Tonnen und 40 000 Tonnen aus. Die wirklich auf dem Erdboden ankommende Masse an Meteoriten wird auf ungefähr 5 Tonnen pro Jahr geschätzt. Der Rest (zumeist winzige Teilchen) verdampft völlig und wird zunächst Teil der Erdatmosphäre.

    Hochgerechnet auf das Alter der Erde beläuft sich das auf die Größenordnng von 100 Milliarden Tonnen, also weit weniger als ein Milliardstel der Erdmasse. Das gilt für die sozusagen fertige Erde. Während ihrer Entstehung und in den ersten Jahrmillionen danach sah das selbst verständlich ganz anders aus!
  • Polarlichter

    09.01.2014, Walter Kraul, Icking
    Kürzlich hatte ich Gelegenheit, Nordlichter zu sehen. Dabei kamen mir Fragen:
    Der Literatur entnahm ich, dass Nordlichter in Höhen von 80 bis 100 km Höhe auftreten. Die untere Grenze ist in Ihrem ArtikeL "Der Sturm der Aurora Borealis" (Heft 10 / 2013) in etwa bestätigt. Es wundert mich aber, dass diese sensible Erscheinung bis in so große Höhen stattfinden soll, wo doch ganz andere Zustände herrschen.
    Der "Sonnenwind" besteht aus Protonen und Elektronen, die bei Eruptionen ausgestoßen werden. Die meiste Materie fällt doch auf die Sonne in Bögen zurück, was bewirkt den Sonnenwind und warum neutralisieren sich die Partikel nicht auf ihrem etwa 40 stündigem Weg zur Erde?
    Antwort der Redaktion:
    Der Sonnenwind, jedenfalls die dichten schnellen Wolken, von denen deutliche Polarlichter ausgelöst werden, besteht aus dem Teil der Eruptionswolken, die nicht auf die Sonne zurückfallen. Daneben gibt es einen beständigen Sonnenwind, der einfach durch den sehr großen thermischen Druck des heißen Koronagases von der Sonne wegströmt.

    Die Teilchen neutralisieren sich nicht, weil das Gas (Plasma) extrem dünn und anfänglich auch viel zu heiß ist. Wegen der geringen Dichte reichen selbst ein paar Tage nicht aus, damit sich hinreichend viele Elektronen und Protonen begegnen. Im interstellaren Raum kann die benötigte Zeit für die Neutralisierung in die Jahrmillionen gehen.

    UB
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