Lesermeinung - Sterne und Weltraum

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  • Wieso können Neutronensterne ein Magnetfeld erzeugen ?

    05.05.2014, Hans-Jürgen Schreyer, Kehlbach
    Da ein Neutronenstern nur aus elektrisch neutralen Neutronen besteht, wie kann dann ein Magnetfeld erzeugt werden ?
    Antwort der Redaktion:
    Gute Frage! Die Antwort liegt in dem Wort "nur". Tatsächlich bestehen Neutronensterne zum weitaus größten Teil - man könnte auch sagen fast nur - aus Neutronen, aber eben nur fast. Insbesondere in der äußeren Schichten gibt es einen kleinen aber wichtigen Anteil an Protonen und Elektronen, der elektrische Ströme tragen, und damit also Magnetfelder erzeugen kann.

    Mehr als Nebenbemerkung sei erwähnt, dass Neutronen zwar elektrisch neutral aber dennoch magnetisch sind. Jedes Neutron ist ein winzig kleiner Dipolmagnet. Wenn man diese Magneten in großerer Zahl parallel ausrichten würde, dann könnte man auch mit "nur" Neutronen ein sehr starkes Magnetfeld erzeugen. Aber das ist für die tatsächlichen Magnetfelder von Neutronensternen nicht ausschlaggebend.

    Übrigens ist auch ein ganz normaler technischer Eisenmagnet elektrisch neutral und trotzdem magnetisch. Hier sind viele kleine atomare Dipolmagnete parallel ausgerichtet. Auch dieses Magnetfeld entsteht ohne Ströme, d.h. ohne dass elektrisch geladene Teilchen sich bewegen, sondern aus dem Magnetismus ruhender, neutraler Atome.
  • Salz in Kometen - und in den Meeren der Erde

    01.05.2014, Alexander Reinders
    Sehr geehrte Redaktion von SuW, wenn das Wasser der Weltmeere zu einem großen Teil von Kometen stammt, kommt dann auch ein Teil des Salzes im Meer von Kometen? Gibt es Analysen, ob und wenn ja, zu wieviel Prozent Kometen Natrium-Chlorid enthalten?
    Antwort der Redaktion:
    Die Antwort auf die erste Frage von Herrn Reinders lautet: "ja, aber ..."

    Das Salz der Welmeere ist zum weitaus größten Teil aus irdischen Gesteinen herausgelöst worden, die ursprünglich sehr viel Natrium und Chlor enthielten. Heute gibt es genau durch diesen Prozess an der Erdoberfläche Gesteine, die nur noch geringe relativ Anteile dieser Elemente enthalten.

    Kometenmaterial enthält zwar auch ein wenig an mineralischen Stoffen - diese zeigen sich bei intakten Kometen in Form der Staubschweife, und bei zerfallen(d)en Kometen in Form von Sternschnuppenstromen - also insbesondere auch an Natrium und Chlor, aber ihr Anteil am gesamten Kometenmaterial ist geringer als der in irdischem Ozeanwasser.

    Eine erweiterte Form dieser Antwort wird in SuW 11/2014, S. 10 im Druck erscheinen.
  • Kosmischer Test für die Quantenphysik: Sehr wichtiges Experiment

    29.04.2014, Mathias Völlinger, Rastatt
    Quantenverschränkung ist ja eine Verallgemeinerung des Korrelationsbegriffs aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung und die Bell'sche Ungleichung scheint sich ja immer mehr zu bestätigen. Das heißt dann wohl, dass die Quantenmechanik doch grundlegend ist.
  • Meteor 31. März 2014

    18.04.2014, A. Kabuth
    Obwohl ich in NRW wohne, habe ich am 31. März 2014 zur fraglichen Zeit ein sehr hell strahlendes Objekt auf mich zufliegen sehen. Zur Erklärung: Ich saß auf einem Sofa mit dem Gesicht zur bodentiefen Fensterwand Richtung Südwest. Im ersten Moment war ich erschrocken, denn es sah aus wie ein auf mich zufliegender Flugkörper. Ich sprang auf und rannte zum Balkon und rief gleichzeitig meinen Mann. Auf dem Balkon bot sich mir ein nie vorher gesehenes Schauspiel. Ich beobachtete eine helle Lichtkugel - so groß wie ein Ball - in hellem bläulichen Licht - völlig leise und mehrere Sekunden lang. Diese leuchtende Kugel flog von Westen Richtung Südosten sehr flach bis sie am Horizont verschwand.
  • Ja! zu den H.E.S.S.-Aktivitäten!

    16.04.2014, Dr.Gottfried Zwerenz, Wien
    Budgetknappheit gibt es immer wieder und viele stellen die Frage, wozu der Einsatz von so viel Geld für wissenschaftliche Grundlagenforschung gut ist. Beiträge wie dieser hier von Prof. Hofmann machen dann Appetit darauf, noch mehr zu erfahren, und werden hoffentlich auch viele überzeugen, dass solche Ausgaben sinnvoll und für die weitere Entwicklung der Menschen notwendig sind.
    Viel Forscherfreude und Erfolg weiterhin!
  • Asteroid oder Meteor

    11.04.2014, Diana Herrmann
    Ich wohne im Schwarzwald zwischen Oberndorf und Rottweil . Ich und auch mein Sohn haben mittlerweile innerhalb von drei Monaten schon zwei dieser Phänomene gesichtet. Den letzten Anfang April gegen 22 Uhr. Mein Sohn und ich waren draußen, als dieses Phänomen richtig langsam und augenscheinlich sehr groß und nah am Himmel zu sehen war und leicht waagerecht wie ein Flugzeug herunterkam. Dieses Schauspiel dauerte rund eine Minute. Den ersten beobachtete ich Ende Februar morgens um etwa 4:30 Uhr, er war so ähnlich, wie ich es oben beschrieb. Da dachte ich, es wäre ein Flugzeug, das abstürzte. Es wirkte sehr groß und man konnte sehen, wie es verglühte.
  • Meteor

    08.04.2014, J. Brucker
    Auch ich habe den Meteor gesichtet. Wir waren in Ludwigsburg zu viert, als uns plötzlich ein waagerecht fliegender grüner "Feuerwerkskörper" aufgefallen ist. Wir haben diesen rund 20 Sekunden lang beobachtet, bis er schließlich erlosch. Nach geschätzten circa ein bis zwei Minuten hörte man einen Knall, ähnlich Überschallknall oder Schlussknall bei einem größeren Feuerwerk.
  • Gravitationswellen mit Licht detektieren. Geht das?

    08.04.2014, Tino Wagner, Augsburg
    Mir stellt sich die Frage wie eine Laufzeitdifferenz in den Laserinterferometern von LIGO, VIRGO und GEO600 beim Durchgang einer Gravitationswelle entstehen soll. Denn nach meinem Verständnis der Relativitätstheorie ist die Ausbreitung des Lichts an die Raumzeit gekoppelt. Schön zu beobachten am Gravitationslinseneffekt der im Universum nicht gerade selten zu finden ist. Das Licht folgt der Krümmung / Verzerrung / Stauchung des Raumes.
    Auch ist die Lichtgeschwindigkeit nach der Relativitätstheorie immer und überall konstant. Wenn ich mich in einem Gebiet mit sehr hoher Gravitation aufhalte, so messe ich die selbe Lichtgeschwindigkeit wie in einem Gebiet mit sehr geringer Gravitation. Oder anders ausgedrückt. Durch erhöhte Gravitation erscheint zwar der Raumabschnitt für einen externen Beobachter gestaucht, gleichzeitig wird aber die Zeit in diesem Raumabschnitt gedehnt (Zeitdilatation).
    Wie soll also eine Gravitationswelle mit Laserinterferometern gemessen werden können?
    Jetzt nehme ich natürlich nicht an, dass die Wissenschaftler die Relativitätstheorie nicht kennen. Folglich habe ich irgendwo etwas Wesentliches übersehen.
    Kann mir bitte jemand erklären wo mein Denkfehler ist? Was habe ich übersehen?
    Antwort der Redaktion:
    Diese Frage wird öfters gestellt. Sie ist sehr berechtigt. Die Antwort liegt gewissermaßen in der Aussage, dass Raum und Zeit in der Allgemeinen Relativitätstheorie nicht nur "gekoppelt" sind, wie Herr Schubert es ausdrückt, sondern mehr oder weniger identisch. Strikt relativistisch gesehen können räumliche Distanzen nämlich nur durch Zeitmessungen bestimmt werden, und zwar durch Lichtlaufzeiten. Wenn man also gemeinhin sagt, dass durch eine Gravitationswelle der Abstand zwischen den beiden Spiegeln in einem Gravitationswellenempfänger sich ändert, dann heißt das ganz strikt und ausschließlich: Die Lichtlaufzeit vom einen Spiegel zum anderen und wieder zurück ändert sich. Genau das - und nur das - kann man mit dem Interferenz-Detektor am einen Ende der Interferometerstrecke feststellen.

    Und damit ist auch klargestellt, dass eine solche Änderung, wenn sie denn eintritt, messbar ist. Und zwar innerhalb des Systems, nicht von außen. Es ist dabei völlig gleichgültig, ob ein äußerer Beobachter diese Änderung als eine Änderung der räumlichen Anordnung der Spiegel, oder als eine Änderung des Zeitablaufs im System, oder als eine Mischung aus beidem sehen würde. Das hängt letztlich nur von dem Koordinatensystem ab, das verschiedene Beobachter zur Beschreibung der Welle verwenden würden.

    ((Diese Antwort ist die Kopie einer bereits gedruckten Leserbriefantwort aus SuW 7/2012 auf eine ähnliche Frage von einem anderen Leser.))
  • Meteor gesichtet.

    07.04.2014, A. Benzinger
    Beim Beobachten des Nachthimmels nahm ich einen Feuerschweif war, gesichtet wurde er zu der von ihnen beschriebenen Zeit. Erst dachte ich es wäre vielleicht Weltraumschrott, der verglüht. Wenn es sich dabei um den besagten Meteor handelt, Glück gehabt.
  • Meteor

    04.04.2014, Ellen Wehleit, Karlsruhe
    Ich war an dem Abend in Karlsruhe und habe den Meteor auch gesehen. Wenige Minuten später konnte ich auch einen leisen, dumpfen Knall hören, ähnlich wie bei einem Überschall-Knall.
  • Hut ab!

    04.04.2014, Peter Weissbach
    Bei diesem Bild frage ich mich, warum Hubble überhaupt dort hoch geschickt wurde...
  • Bolide 31. März 2014

    03.04.2014, Angela Strasser, Augsburg
    Den von Ihnen beschriebenen Boliden habe ich über dem Nachthimmel von Augsburg ebenfalls beobachten können. Etwa eine bis eineinhalb Minuten später habe ich das Geräusch der Schallmauerdurchbrechung akustisch vernommen. Eventuell lässt dies für Sie Rückschlüsse über den Verbleib des Boliden zu.
  • Himmelsereignis ...31.3.14

    01.04.2014, C. Hahn-Gröning, Deckenpfronn
    Wir (vier Frauen) haben den Kometen, Feuerball, Stern... auch gesehen.
    Er flog über uns hinweg und es war wahnsinnig beeindruckend.
    Nach 1-2 Minuten haben wir ein fernes Donnern gehört.
  • Danke …

    31.03.2014, Ralf Seidler
    … für diese klärenden Worte. Wer, wie ich, nicht so tief in der Materie bewandert ist, tut sich schwer, "Wahrheit" gegen "Phantasie" abwägen zu können. Mir ist schon aufgefallen, dass in Originalveröffentlichungen sehr oft von "Möglichkeit" gesprochen wird, diese nach kurzer Zeit aber als "Wahrheit" oder "bewiesen" von Medien verbreitet wird. Typisches Beispiel ist die Entdeckung des Higgs-Teilchen, das in der nicht-fachlichen Medienlandschaft sehr schnell als "(Gottesteilchen) gefunden" (mit vielen Ausrufungszeichen) wiedergegeben wurde, lange ehe man die Ergebnisse in der Physik als "ziemlich sicher" bezeichnete.

    Grüße aus Bingen am Rhein
  • Teufelskreis?

    30.03.2014, Norbert Gregor Günkel
    Bisher dachte ich, die oft fehlende Sachkunde in den Medien sei die Ursache dafür, dass uns wissenschaftliche Sachverhalte entweder gar nicht mehr oder nur schlampig präsentiert werden (für beides sind die Schwerkraftwellen ja ein Beispiel). Aber Tilmann Althaus macht leider deutlich, dass die fehlenden Fachleute auf der Medienseite bereits in die Wissenschaften hineinwirken. Setzt da bei den Wissenschaftlern jetzt ein Mechanismus ein: Wenn bei den Medien sowieso keiner mehr kontrolliert, ob die Sachverhalte stimmen, dann brauchen wir uns auch keine Mühe mehr zu geben? Das wäre außerordentlich fatal für die seriöse Darstellung von Wissenschaft. Aber wer kann den sich abzeichnenden Teufelskreis noch stoppen? Wenigstens hat SuW ordentlich dagegen gehalten. Weiter so!!
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