Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • John Lowry Dobson

    23.01.2014, C. Richter
    Wenn Dobson nicht gewesen wäre, wäre die Astronomie nur für Wissenschaftler. John Dobson ebnete den Weg für die Amateurastronomie. Wie die Erfindung, die seinen Namen trägt, so war in meinen Augen auch John Dobson: Einfach genial.
  • Drehimpuls-Erhaltung?

    18.01.2014, Dipl.Ing. Peter Kirsch, Linz, Österreich
    Ich stelle mir vor, dass auch der ursprünglich in der Elternwolke enthaltene Drehimpuls von Einfluss auf das Kräftegleichgewicht ist, weil Fliehkräfte entstehen, wenn "die Bienen den Korb umschwirren". Dabei sind dann unterschiedliche Kombinationen vorstellbar: Massenreiche Elternwolke und kleiner Drehimpuls wird vermutlich einen stabileren Sternhaufen bilden, als eine massenarme Wolke mit großem Drehimpuls usw.
    Da man den anfänglichen Drehimpuls wohl nicht feststellen kann, macht er Vorhersagen, aber auch Rückwärtsrechnungen unsicherer. Liege ich mit meiner Vermutung richtig?
    Antwort der Redaktion:
    Ja, mit dieser Überlegung liegt Herr Kirsch vollkommen richtig. In kleinen dichten Kernbereichen spielt der Drehimpuls nur eine geringe Rolle, wohl aber auf größeren Skalen. Der anfängliche Drehimpuls legt insbesondere fest, wie weit sich die Wolke als Ganzes zusammenziehen kann, also welcher Anteil des Wolkenvolumens dicht genug für das Einsetzen von Sternentstehung werden kann.
  • Planetenfutter

    14.01.2014, Sylvia Didem, Oldenburg

    Jeden Tag fallen Staub und kleine Meteoriten auf die Erde. Verbrennt alles zu Asche und Gasen und verschwindet auf Nimmerwiedersehen? Wird das Material aus dem All fast ausschließlich in Wärme umgewandelt? Oder nimmt die Erde dadurch an Masse zu? Wenn ja, kann man abschätzen, um wie viel Masse die Erde in den letzten vier Milliarden Jahren zugenommen hat?
    Antwort der Redaktion:
    Die Gesamtmasse der auf die Erde einfallenden Meteoroiden und Mikrometeoroiden ist immer noch ziemlich unsicher. Meist werden einige zehntausend Tonnen pro Jahr angegeben. Eine 2005 erstellte Übersicht mehrerer Abschätzungen aus der Literatur weist Zahlen zwischen 3000 Tonnen und 40 000 Tonnen aus. Die wirklich auf dem Erdboden ankommende Masse an Meteoriten wird auf ungefähr 5 Tonnen pro Jahr geschätzt. Der Rest (zumeist winzige Teilchen) verdampft völlig und wird zunächst Teil der Erdatmosphäre.

    Hochgerechnet auf das Alter der Erde beläuft sich das auf die Größenordnng von 100 Milliarden Tonnen, also weit weniger als ein Milliardstel der Erdmasse. Das gilt für die sozusagen fertige Erde. Während ihrer Entstehung und in den ersten Jahrmillionen danach sah das selbst verständlich ganz anders aus!
  • Polarlichter

    09.01.2014, Walter Kraul, Icking
    Kürzlich hatte ich Gelegenheit, Nordlichter zu sehen. Dabei kamen mir Fragen:
    Der Literatur entnahm ich, dass Nordlichter in Höhen von 80 bis 100 km Höhe auftreten. Die untere Grenze ist in Ihrem ArtikeL "Der Sturm der Aurora Borealis" (Heft 10 / 2013) in etwa bestätigt. Es wundert mich aber, dass diese sensible Erscheinung bis in so große Höhen stattfinden soll, wo doch ganz andere Zustände herrschen.
    Der "Sonnenwind" besteht aus Protonen und Elektronen, die bei Eruptionen ausgestoßen werden. Die meiste Materie fällt doch auf die Sonne in Bögen zurück, was bewirkt den Sonnenwind und warum neutralisieren sich die Partikel nicht auf ihrem etwa 40 stündigem Weg zur Erde?
    Antwort der Redaktion:
    Der Sonnenwind, jedenfalls die dichten schnellen Wolken, von denen deutliche Polarlichter ausgelöst werden, besteht aus dem Teil der Eruptionswolken, die nicht auf die Sonne zurückfallen. Daneben gibt es einen beständigen Sonnenwind, der einfach durch den sehr großen thermischen Druck des heißen Koronagases von der Sonne wegströmt.

    Die Teilchen neutralisieren sich nicht, weil das Gas (Plasma) extrem dünn und anfänglich auch viel zu heiß ist. Wegen der geringen Dichte reichen selbst ein paar Tage nicht aus, damit sich hinreichend viele Elektronen und Protonen begegnen. Im interstellaren Raum kann die benötigte Zeit für die Neutralisierung in die Jahrmillionen gehen.

    UB
  • Hesiodus-Lichtstrahl: Danke für die Anregung

    05.01.2014, Christof Wiedemair, Bruneck
    Sehr geehrter Herr Dieme,
    vielen Dank für die Anregung zu dem Phänomen im Hesiodus-Krater auf dem Mond. Die Astrogruppe des Cusanusgymnasiums in Bruneck, Südtirol hat die Idee begeistert aufgenommen und das Wetter hat auch noch mitgespielt. Unser Ergebnis finden sie hier unter den Leserbildern und nochmals als ausführlicher Bericht unter:
    http://astrocusanus.org/projekte/hesiodus/hesiodus.html
  • Gefällt mir!

    14.12.2013, Frank
    Tolles Foto!
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  • Chinas Mondfahrt

    09.12.2013, Dieter Zude
    Ihr Artikel ist ja jetzt ein paar Tage her. Warum höre und lese ich keine Neuigkeiten? Hat das denn nun funktioniert? Wie weit ist das Vorhaben denn jetzt gediegen? Ich finde keine weiteren Infos im Netz.
    Antwort der Redaktion:
    Sehr geehrter Herr Zude,

    Chang'e 3 fliegt ruhig dem Mond entgegen. Am Wochenende soll dann dort der "Jadehase" abgesetzt werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Lingenhöhl
  • Über die aktuelle Ausgabe (12|2013)

    07.12.2013, Tom Radziwill
    Auch wenn ich Sie schon früher für Ihre Arbeit an „Sterne und Weltraum“ gelobt habe, möchte ich dies gern noch einmal tun: Ich bin begeistert von der aktuellen Ausgabe (12|2013). Diese Ausgabe ist ein grandioses Beispiel für die Vielfältigkeit, die Sie immer wieder in Ihren Ausgaben bieten: Von hochinteressanten aktuellen Forschungsberichten, die z.B die Themen Schwarze Löcher und Exoplaneten behandeln, über praxisorientierte Beiträge (Ihre visuelle Deep-Sky-Serie ist bei diesem Wetter einfach nur schön zu lesen), und natürlich die Artikel, die sich mit dem aktuellen Himmel beschäftigen. Es ist einfach immer wieder alles dabei, und SuW versüßt manch wolkenverhangenen Abend in diesen Tagen.

    Diese Vielfalt zwischen Theorie (Forschungen) und Praxis (Amateurastronomie) darf auch nicht verloren gehen.
    Besonders freue ich mich über die zahlreichen Artikel über Kometen - speziell natürlich ISON - in der aktuellen Ausgabe, denn diese schaffen es ja nicht jedes Jahr auf die Titelseite. Vor allem aber der Artikel über die „Top Ten“ der Kometen, den übersichtlichen Beobachtungskalender über ISON und die zahlreichen Bilder der vergangenen Kometen schüren deutlich die Vorfreude auf dieses Ereignis.

    In diesem Sinne: Clear Skies!

  • Isons Ende

    04.12.2013, Uwe Wunderlich, Waltrop
    Okay, Ihre Theorie war richtig. Ison zerfleddert, der geneigte Leser enttäuscht. Bis zur nächsten Ankündigung eines Jahrhundertkometen ... :-)
  • Materie-Einfall in ein Schwarzes Loch

    03.12.2013, Johannes Kippenberg, Karlsruhe
    Die Leserbrief-Antwort von Herrn Gillessen auf S. 10 der Dezemberausgabe wirft eine weitere Frage für mich auf: Den allgegenwärtigen Formulierungen folgend ging ich immer davon aus, in dessen Schwerkraftfeld gefangene Materie würde irgendwann "in das Schwarze Loch stürzen".
    Wenn nun aber diese Materie in Wahrheit für einen außenstehenden Beobachter im Zuge Ihrer einsteinschen Dilatations-Meditation am Ereignishorizont des Loches quasi geparkt wird, so sollte doch das vielzitierte und in SuW 11/2013, S. 46-51 ausführlich diskutierte Informationsproblem in der Realität gar nicht auftauchen, da die Materie nicht verschwindet, sondern nur in einer Art Sackgassen-Einbahnstraße parkt. Vermeidet die Natur den Informationsverlust auf diese Weise?
  • Koma weggeblasen?

    30.11.2013, Uwe Wunderlich, Waltrop
    Hmm, wäre es möglich, dass die Kometenkoma durch den enormen Strahlungsdruck der Sonne während des Perihels komplett "weggeblasen" wurde und sich jetzt wieder beginnt zu entwickeln? Das würde bedeuten, dass der Kern weitestgehend intakt ist. Naja, nur die Theorie eines interessierten Laien am frühen Morgen. ;-)
    Antwort der Redaktion:
    Und hier die Antwort eines interessierten Profis am frühen Morgen, der aber kein Experte für Kometen ist. Offenbar wissen auch die Experten nicht wirklich, was da im Moment vorgeht. Die Koma eines Kometen wird ja zu jeder Zeit ständig weggeblasen. Sie existiert nur, so lange sie sich permanent durch Verdampfen erneuert. Wenn keine mehr da ist, dann hat einfach das Verdampfen aufgehört. Meine (physikalisch nicht schlecht begründete, glaube ich) Vermutung ist, dass der Kern sich wirklich vollständig aufgelöst hat. Es wird auch keine Koma mehr entstehen. Das, was wir da sehen, ist - entgegen allen Pressemeldungen und Bloggerüchten - meines Erachtens kein Komet mehr, sondern ein Trümmerhaufen, eine Staubwolke, eine Geröllhalde. Was viele Kommentatoren derzeit als neue Koma und neuen Schweifansatz deklarieren, hat weder die Form einer Koma noch eines (Gas-)Schweifs. Und es zeigt nicht von der Sonne weg. Das ist kein Komet ( = Verdampfungswolke eines Kometenkerns ) mehr. Sondern nur noch ein zerfledderter, zerfallender Staubschweif ohne klares Zentrum. In ein, zwei Tagen werden wir wissen, ob ich Recht hatte.

    Herzliche Grüße,
    Ihr Leserbriefredakteur,
    Ulrich Bastian
  • Wahrscheinlich war es ein Wetterballon

    29.11.2013, Sascha Bieder
    Vielen Dank für die Antworten. Es handelte sich mit großer Sicherheit nicht um einen Iridium-Flare. Das Objekt war gut eine halbe Stunde mit bloßem Auge deutlich sichtbar. Die ISS, ein Flugzeug und andere Satelliten kann man ausschließen, da sich das Objekt so gut wie gar nicht bewegte.
    Durch das Fernglas war nur ein heller kreisrunder Punkt so groß wie ein Stecknadelkopf zu sehen. Ein Stratosphärenballon scheint mir eine wahrscheinliche Erklärung, allerdings wüsste ich von keiner Wetterstation mit entsprechender Ausrüstung hier in der Nähe.
    Mit freundlichen Grüßen
    Sascha Bieder
  • Kleiner Fehler und weitere interessante Projekte

    26.11.2013, Sirko Liebsch, Dresden
    Guten Abend,

    in Ihre Meldung haben sich zwei kleine Formatierungsfehler eingeschlichen: "zwischen 30 0000 und 60 0000 0Jahre alt" (im drittletzten Absatz).

    [[ Der Fehler ist ausgebessert. Vielen Dank für den Hinweis. (Red.) ]]

    Ansonsten ist es schön, mal wieder über ein BOINC-Projekt zu lesen, vielleicht könnten solche Projekte öfter in einem Artikel / einer Meldung behandelt werden, da gibt es noch einige interessante mehr.

    - Asteroids@home (http://asteroidsathome.net/)
    - Cosmology@home (http://www.cosmologyathome.org/)
    - Milkyway@home (http://milkyway.cs.rpi.edu)
    - Orbit@home (http://orbit.psi.edu/, leider gerade inaktiv)
    - SETI@home (http://setiathome.berkeley.edu/, dürfte hinreichend bekannt sein - sucht neben ETI auch nach Pulsaren etc.)
    - theSkyNet POGS (http://pogs.theskynet.org/pogs/)

    ...und ein weiteres interessantes, nicht direkt astronomisches, Projekt, welches irdische Gammastrahlung misst: Radioactive@Home (http://radioactiveathome.org)

    Viele Grüße
    S.L.
  • Vieleicht war es ein Wetterballon?

    22.11.2013, Greiner Ralf, Wien
    Sehr geehrter Herr Bieder,
    neben den von Hrn. Bastian genannten Objekten kann es auch ein Wetterballongewesen sein. Diese haben eine weiße Hülle und sind sehr gut zu sehen. Gibt es in Ihrer Nähe ein Wetterwarte, einen zivilen oder militärischen Flughafen?

    L.G.,
    Greiner Ralf
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