Lesermeinung - Sterne und Weltraum

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  • "Wir müssen beginnen, uns von der Erde zu lösen"

    21.02.2015, Schneider
    Schön für Herrn Schröder, dass er so ein Abenteurer ist. Er will die Flucht auf den Mars ergreifen, weil Atomkriege die Menschheit auslöschen könnte, also vorher fliehen.
    Herr Schröder und die Kollegen der Marsmission sollten viel lieber ihre Kraft und ihr Geld in eine nachhaltige, paradiesische Zukunft des Lebens auf der Erde einsetzen. Der Zuwachs an Menschen verläuft weiter exponentiell, aber die Lebensbedingungen wie Rohstoffe, Energie und Nahrung können wegen der Begrenzung der Ressourcen auf der Erde diesem Zuwachs nicht mehr mithalten. Ein Verteilungskampf, wie heute schon im Ansatz sichtbar, wäre die Folge. Auf dem Mars wäre die Situation kurz oder lang auch nicht viel anders. Es gibt wie die Natur zeigt, nur die Lösung, da die Menschen keine Feinde als sich selbst haben, die Populationsgröße auf die Möglichkeiten der Ressourcen der Erde anzupassen, etwa auf 2-3 Milliarden Menschen, wenn von Nachhaltigkeit gesprochen werden kann.
  • Kolonie ade

    20.02.2015, hermse
    @jackson
    Selbst wenn es funktionieren könnte Atemluft sicherzustellen würde es schlicht an Nahrung fehlen. Bis jetzt hat es noch niemand geschafft eine wirkliche Ökosphäre zu erstellen die dauerhaft Nahrung für Menschen produziert. Es sind so viele verschiedene Organismen nötig die alle voneinander abhänig sind. Es ist ja schon auf der Erde ziemlich schwierig Nahrung für die Menschheit zu produzieren. Was natürlich nicht heißen soll das es niemals klappt. Aber auch Kuppeln auf dem Mars zu konstruieren ist wohl noch lange ein Traum. Und wenn wir dazu fähig sind, dann gibt es wohl interessantere Ziele als der Mars.
    Wann hat es den die Raumfahrt geschafft Menschen mehrere Monate (Jahre) autark am Leben zu erhalten? Die Mondmissionen waren nach einer Woche zu Ende und die Astronauten auf der ISS werden regelmäßig mit Versorgungsgütern beliefert.

    Die Idee der Ausbreitung im Weltall ist extrem interessant und fazinierend. Allerdings müssen wir erstmal sicherstellen das wir noch genügend Zeit haben die nötigen Technologien zu entwickeln. Momentan sieht es nicht danach aus. Wenn wir zu dem einzigen Planeten schauen der der Erde wirklich ähnlich ist, der Venus, sehen wir wozu ein außer Kontrolle geratener Klimawandel fähig ist. Das sollte uns Warung genug sein...
  • Drecksäcke auf den Mars!

    20.02.2015, Gerhard Pahl
    Könnte man nicht alle die Artgenossen auf den Mars schießen, die unsere Erde für nicht erhaltenswert halten und die sie systematisch zerstören?
    Dann könnte der vernünftige Rest versuchen, unseren wunderbaren Planeten als einzigartig zu bewahren!!!
  • technische Realität

    20.02.2015, Werner
    Das Mars-Projekt war ein Marketing-gag von G. W. Bush, der in die Fußstapfen von Kennedy wollte. Die NASA hat seit den 70ern NICHTS brauchbares mehr auf die Beine gestellt (ein Shuttle geht hops, weils zu kalt für'n Dichtring war, ein anderes, weils von 'nem Stück Schaum getroffen wurde). Finanziell waren die Shuttles ein griff ins Klo und nachdem man den eigenen bemannten Raumflug zu Grabe getragen hatte, wird als Messias der Mars beschworen.

    Die USA hat in den 60er 10% vom BSP in die Raumfahrt gesteckt, um mit den Russen gleichzuziehen - wo die Russen heute stehen, weiß ich.

    Und mit so einem "Taschengeld" mit dem man 400.000km weit kommt, wäre der Mars nicht zu finanzieren.
    --
    Der Mars ist definitiv für Menschen unbewohnbar (zumindest für seeeeeeeeeeehr lange Zeit). Und wenn man schon von Terraforming redet - wir haben über 200Jahre gebraucht, um mit dem Verbrennen fossiler Rohstoffe es grad mal 2-5°C auf der Erde zu machen (ende offen).

    Kann ja mal jeder für sich durchrechen, was es kosten würde, wenn man jeden Monat für die nächsten 500Jahre eine Versorgungsrakete zum Mars schickt.
  • Keine Ersatzerde in naher Zukunft

    20.02.2015, Jackson
    @ hermse,
    ich nehme einfach mal an, dass die Zahlen stimmen.(Unlust zuverlässige Quellen zu suchen) Um ehrlich zu sein interessiert mich das Projekt "MarsOne" nicht besonders. Allein aus dem Grund, dass es privat finanziert wird und somit nicht die nötige Finanzierung sowie das tech. know-how zusammenkommen können. Ich bin mir bewusst, dass selbst wenn das Projekt Erfolg hat, daraus in näherer Zukunft keine autarke Kolonie wird, die das Überleben der Menschheit nach dem atomaren Holocaust gewährleisten wird.

    Ein Leben wie auf der Erde unter freiem Himmel wäre wohl nicht möglich. Wir müssten dann geschützt unter gewaltigen Kuppeln leben, die dann unsere Atmosphäre darstellt.
    Die Marsatmosphäre besteht soweit ich weiß weitesgehend aus CO2, welches verwendet werden kann um den nötigen Sauerstoff herzustellen. Ich weiß nicht in welcher Form Wasser oder Wasserstoff in sonstigen Verbindungen auf dem Mars vorliegt.
    Außerdem können wir Monate ( Jahre?) Menschen während des Fluges von der Erde bis zum Mars mit Sauerstoff und Wasser versorgen, aber nicht mit einer festen Kolonie auf dem Mars? Die Technologie "verbrauchtes" Wasser und Luft aufzubereiten besitzt die Menschheit bereits. Wir müssen uns bloss von dem Traum verabschieden, den Mars in naher Zukunft zu einer Ersatzerde zu machen.
  • Stars Wars

    20.02.2015, Cora
    Mit 17 schon ausgezogen? Das ist wirklich knallhart! Da können sich die Kids in Syrien mal ne Scheibe abschneiden. Hier sind drei Wahrheiten:
    1. Star Wars ist ein Film. Das ist nicht echt, Mann.
    2. Jede Tussi, der du vom Mars erzählst, wird dich sofort stehen lassen.
    3. Wir können uns nicht von der Erde lösen. Du kannst dich auch nicht von deinem Herzen oder deinem Blut lösen. Du brauchst es. In echt.
  • Anhang

    20.02.2015, Borgianna Meyer
    @ Erik
    Selbstverständlich ist das Geld, welches in Kriegswirtschaft fließt, noch weitaus sinnloser investiert. Da stimme ich Ihnen zu!
    @ Jackson
    Allein die Tatsache, dass weder (genügend) Sauerstoff noch Wasser auf dem Mars existieren, macht Leben auch in ferner Zukunft unmöglich!
  • Terraforming

    20.02.2015, hermse
    @Jackson
    Natürlich kann man nicht für alle Zeiten ausschließen das Terraforming auf anderen Planeten möglich ist, aber gaaaaaanz sicher nicht in dem von MarsOne anvisiertem Zeitraum. Außerdem kennen wir noch keinen Planeten der dafür in Frage käme. Denn der Mars besitzt kein Magnetfeld und kann daher unmöglich auf Dauer eine Atmosphäre halten. Selbst wenn wir eine erschaffen könnten, würde der Sonnenwind und die UV-Strahlung diese wieder vernichten.

    MarsOne selbst ist wohl eine gutes Stück PR. Allerdings keine Möglichkeit die Erde zu verlassen. Alleine das Bugdet von 6 Milliarden sagt doch schon alles. Die Mondlandung hat nach heutigen Wert ca. 120 Milliarden Dollar gekostet. Da sollten nur drei(!) Astronauten ein paar Tage 400.000km von der Erde entfernt leben (im Gegensatz zu 50 Millionen km). Die ISS hat bis jetzt 113 Milliarden US Dollar gekostet. Curiosity hat 2,5 Milliarden. Aber auch wenn die technischen und finanziellen Problem gelöst werden könnten, gibt es immer noch ein grundlegendes Problem! Einen Grund. Auf dem Mars gibt es keine Möglichkeit Leben anzusiedeln. Es gibt keine Luft und kein Essen. Wahrscheinlich sehr wenig Wasser. Keine Bodenschätze die auszubeuten währen. Dies ist mit unserer derzeitigen Religion (Kapitalismus) nicht zu vereinbaren. Es gibt absolut nichts zu holen. Genau deswegen war auch seit 40 Jahren niemand mehr auf dem Mond. Sollte allerdings ein Rover Erdöl (oder etwas Neues begehrliches) entdecken sieht die Sache schon ganz anders aus. Dann wird die US-Army dem Mars schnell Freiheit und Demokratie bringen... ;-)
  • Reisende soll man nicht aufhalten...

    19.02.2015, Daniel Hage
    Unsere Mutter Erde jedenfalls wird sich bedanken wenn einige Plagegeiser weniger auf Ihr herumtrampeln! Aber Interessieren würds mich schon, was der Herr Schröder konkret zu unternehmen gedenkt, wenn er z.b. Strahlenkrank und mit Chronischer Diarrhoe auf dem Mars ankommt ? ;-))
  • Zum Mars ? Vielleicht erstmal auf dem Mond üben.

    19.02.2015, Michael hh
    Nach 2 Jahren Mond dürfte sich das mit dem Mars erledigt haben.
  • Ein schlechter Scherz II

    19.02.2015, Hasimausi
    Nachdem die Robotik endlich erkleckliche Fortschritte macht, wäre es wesentlich sinnvoller, zunächst einen Haufen Roboter auf den Mars zu schicken, um sie dort etwas Erdähnliches mit Atmosphäre aufbauen zu lassen. Sollte das gelingen, könnten Menschen folgen.
  • Für die Menschheit

    19.02.2015, Jackson
    @Borgianna Meyer
    Also so abstrus ist Idee gar nicht. Womöglich hat die Menschheit noch nicht die Technologie eine atembare Atmospähre zu erschaffen oder Pflanzen auf der Marsoberfläche anzubauen, aber wie kännen sie voraus sagen, was die Menschheit in Zukunft entwickelt? Besteht die Möglichkeit, dass sie in die "ferne Zukunft" sehen können? Oder gibt es irgendwelche physikalsiche (oder sonstige) Gesetze, die das verhindern? Das was sie sagen sind keine Argumente. Sie wiederholen bloss mehrfach ihre Annahme, dass es nicht geht.
    Allein die Möglichkeit, dass wir es schaffen andere Planeten zu besiedeln, sollte sie stolz machen ein Mensch zu sein. Ist es nicht schön zu sehen, dass wir unsere Krippe verlassen können und neue Welten entdecken können?
  • Bitte die Relation beachten

    19.02.2015, Erik
    Sehr geehrte Frau Meyer - bitte vergleichen Sie doch einmal, wieviel Geld für die Raumfahrt ausgegeben wird, und wieviel mehr Geld beispielsweise in schwachsinnige Rüstungsprojekte gesteckt wird.
    Die USA haben 2013 beispielsweise 39,3 Milliarden Dollar für die Raumfahrt ausgegeben (Quelle: http://www.chip.de/news/Raumfahrt-So-viel-zahlt-Deutschland-an-die-ESA_74218929.html). Zum Vergleich: Im selben Jahr gaben die Amerikaner 640 Milliarden für ihr Militär aus (Quelle: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/157935/umfrage/laender-mit-den-hoechsten-militaerausgaben/). Das ist mehr als das 16-Fache!

    Unter anderem fließt dieses Geld in: Überwachungstechnik, Munition, Finanzierung von ungerechtfertigten Kriegen in anderen Ländern, usw. usf.
    Da würde ich meine Ressourcen lieber für die Erforschung des Weltraumes und anderer Planeten aufwenden, als das Geld in Kugeln zu investieren, mit denen im Nahen Osten Zivilisten per Joystick getötet werden können.

    Fortschrittliche Ziviltechnologien finanziell zu unterstützen ist immer positiv - an anderer Stelle sollte lieber umverteilt und gespart werden.
  • Fragen zu SuW 2/15 Seiten 12 und 20-22: Geringer Deuteriumgehalt im Erdwasser

    15.02.2015, Günter Arnhold
    Aus den Artikeln kann man folgern, dass die Autoren davon ausgehen, dass sich die Zusammensetzung des auf der Erde vorhandenen Wassers im Laufe der Jahrmilliarden nicht verändert hat. Was ist aber, wenn sich das Wasser auf der Erde verändert hat?
    Hierzu sind mir folgende Fragen gekommen:
    1. Ist es möglich, dass im frühen Stadium, als Kometen die Erde trafen das im Kometenwasser enthaltene Deuterium durch den enormen Aufschlag (Hitzeentwicklung) teilweise Neutronen "verloren" hat und dadurch "normaler" Wasserstoff im Wasser angereichert wurde?
    2. Oder dass im Laufe der mehr als vier Milliarden Jahre sich das Deuterium durch "natürliche" Prozesse (auf der warmen Erde – nicht im kalten Weltraum in den Kometen) umbildet zu "normalem" Wasserstoff?
    3. Bei der "frühen" Erde gab es doch eventuell auch Schwefelwasserstoff in der Atmosphäre. Hat da evtl. eine Art "Girdler-Sulfid-Prozess" gewirkt wobei bei hohen Temperaturen ein Austausch von Deuterium zwischen Wasser und Schwefelwasserstoff stattfindet (ähnlich wie Frage 1)?
    Unter diesen Umständen könnte das Erdwasser dann vielleicht doch von den Kometen kommen!?
    Danke für Ihre Stellungnahme.
    Viele Grüße
    Günter Arnhold
    Antwort der Redaktion:
    Zu 1.:
    Bei den im Erdabstand von der Sonne vorkommenden Geschwindigkeiten der Kometen (bis zu 42 km/s) entstehen bei Kollisionen nur Temperaturen in der Größenordnung von 10000 bis maximal 50000 Grad. Das reicht nicht, um Kernreaktionen auszulösen.

    Zu 2.:
    Bei den noch niedrigeren "normalen" Temperaturen auf der "warmen" Erde sind Kernreaktionen umso mehr vollkommen ausgeschlossen.

    Zu 3.:
    Ich denke, dass solche Prozesse zwar stattgefunden haben, aber dass der Schwefelwasserstoff der frühen Atmosphäre - sowohl nach seiner Menge, als auch nach der Dauer seiner Verfügbarkeit - nicht ausreichend war, um das gesamte Wasser derart stark zu verändern. Dies wäre mit einer Modellrechnung allerdings noch genauer nachzuprüfen.

    Im Übrigen geht es bei der Debatte um Kometenwasser oder Asteroidenwasser nicht um die Frage, ob es auf der Erde überhaupt Kometenwasser gibt - das ist absolut unvermeidlich; es sind ja auf jeden Fall Kometen eingeschlagen - sondern um die Frage, woher der Hauptanteil des irdischen Wassers ursprünglich stammt.

    Ulrich Bastian
  • Entlastungskammern in der Cheops-Pyramide

    15.02.2015, Manfred Eberling, Hochdorf (Schweiz)
    In der Cheops Pyramide befinden sich die Königinnen-Kammer und die Königskammer.
    Letztere hat vier sogenannte Entlastungskammern, um den enormen Druck abzufangen. (?)
    Die Königinnen-Kammer besitzt keine solchen. Dabei ist sie weiter unten in der Pyramide. Da sollte doch der Druck noch größer sein.
    Dieses Paradoxon hat mir bis jetzt noch niemand erklären können.
    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
    Antwort der Redaktion:
    Die sog. Königinnen-Kammer hat eine Grundfläche von ca. 5,775 m (11 Ellen) x 5,25 m (10 Ellen). Die Decke ist nicht horizontal, sondern als statisch verlässliches Giebeldach gestaltet, „das die Schubkräfte der darüber liegenden Pyramidenmasse auf das seitliche Kernmauerwerk ableitet“, wie es Stadelmann in „Die grossen Pyramiden von Giza“, 1990, S. 130 formuliert hat.

    Vergleichsweise hat die Sarkophag-Kammer ("Königskammer") eine Grundfläche von ca. 10,5 m (20 Ellen) x 5,25 m (10 Ellen). Ein statisch verlässliches Giebeldach wäre auch hier möglich gewesen, aber die Entscheidung fiel zugunsten einer horizontalen Decke. Diese Decke besteht aus horizontal verlegten Granitbalken, die 5,25 m frei überspannen. Die Baumeister mussten besorgt sein, ob die horizontale Decke das auf ihr lastende Gewicht aushalten würde. Die Lösung des Problems bestand in den fünf Entlastungszwischenräumen mit den darüber giebelförmig angeordneten Granitbalken. Wahrscheinlich wollte man die Gefahr dadurch weiter verringern, dass man die Grabkammer aus der traditionellen Position unter der Pyramidenspitze um 11 m (südlich) versetzte, was das direkt über der Kammer (gegenüber traditioneller Position) liegende Gewicht um 15% verminderte.

    Die Entlastungskammern sind eine Konsequenz daraus, dass sich der Bauherr oder die Baumeister für eine horizontale Decke in der Sarkophagkammer entschieden haben.


    Rolf Krauss
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