Lesermeinung - Sterne und Weltraum

Ihre Beiträge sind uns willkommen! Schreiben Sie uns Ihre Fragen und Anregungen, Ihre Kritik oder Zustimmung. Wir veröffentlichen hier laufend Ihre aktuellen Zuschriften.
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  • Ja! zu den H.E.S.S.-Aktivitäten!

    16.04.2014, Dr.Gottfried Zwerenz, Wien
    Budgetknappheit gibt es immer wieder und viele stellen die Frage, wozu der Einsatz von so viel Geld für wissenschaftliche Grundlagenforschung gut ist. Beiträge wie dieser hier von Prof. Hofmann machen dann Appetit darauf, noch mehr zu erfahren, und werden hoffentlich auch viele überzeugen, dass solche Ausgaben sinnvoll und für die weitere Entwicklung der Menschen notwendig sind.
    Viel Forscherfreude und Erfolg weiterhin!
  • Asteroid oder Meteor

    11.04.2014, Diana Herrmann
    Ich wohne im Schwarzwald zwischen Oberndorf und Rottweil . Ich und auch mein Sohn haben mittlerweile innerhalb von drei Monaten schon zwei dieser Phänomene gesichtet. Den letzten Anfang April gegen 22 Uhr. Mein Sohn und ich waren draußen, als dieses Phänomen richtig langsam und augenscheinlich sehr groß und nah am Himmel zu sehen war und leicht waagerecht wie ein Flugzeug herunterkam. Dieses Schauspiel dauerte rund eine Minute. Den ersten beobachtete ich Ende Februar morgens um etwa 4:30 Uhr, er war so ähnlich, wie ich es oben beschrieb. Da dachte ich, es wäre ein Flugzeug, das abstürzte. Es wirkte sehr groß und man konnte sehen, wie es verglühte.
  • Meteor

    08.04.2014, J. Brucker
    Auch ich habe den Meteor gesichtet. Wir waren in Ludwigsburg zu viert, als uns plötzlich ein waagerecht fliegender grüner "Feuerwerkskörper" aufgefallen ist. Wir haben diesen rund 20 Sekunden lang beobachtet, bis er schließlich erlosch. Nach geschätzten circa ein bis zwei Minuten hörte man einen Knall, ähnlich Überschallknall oder Schlussknall bei einem größeren Feuerwerk.
  • Gravitationswellen mit Licht detektieren. Geht das?

    08.04.2014, Tino Wagner, Augsburg
    Mir stellt sich die Frage wie eine Laufzeitdifferenz in den Laserinterferometern von LIGO, VIRGO und GEO600 beim Durchgang einer Gravitationswelle entstehen soll. Denn nach meinem Verständnis der Relativitätstheorie ist die Ausbreitung des Lichts an die Raumzeit gekoppelt. Schön zu beobachten am Gravitationslinseneffekt der im Universum nicht gerade selten zu finden ist. Das Licht folgt der Krümmung / Verzerrung / Stauchung des Raumes.
    Auch ist die Lichtgeschwindigkeit nach der Relativitätstheorie immer und überall konstant. Wenn ich mich in einem Gebiet mit sehr hoher Gravitation aufhalte, so messe ich die selbe Lichtgeschwindigkeit wie in einem Gebiet mit sehr geringer Gravitation. Oder anders ausgedrückt. Durch erhöhte Gravitation erscheint zwar der Raumabschnitt für einen externen Beobachter gestaucht, gleichzeitig wird aber die Zeit in diesem Raumabschnitt gedehnt (Zeitdilatation).
    Wie soll also eine Gravitationswelle mit Laserinterferometern gemessen werden können?
    Jetzt nehme ich natürlich nicht an, dass die Wissenschaftler die Relativitätstheorie nicht kennen. Folglich habe ich irgendwo etwas Wesentliches übersehen.
    Kann mir bitte jemand erklären wo mein Denkfehler ist? Was habe ich übersehen?
    Antwort der Redaktion:
    Diese Frage wird öfters gestellt. Sie ist sehr berechtigt. Die Antwort liegt gewissermaßen in der Aussage, dass Raum und Zeit in der Allgemeinen Relativitätstheorie nicht nur "gekoppelt" sind, wie Herr Schubert es ausdrückt, sondern mehr oder weniger identisch. Strikt relativistisch gesehen können räumliche Distanzen nämlich nur durch Zeitmessungen bestimmt werden, und zwar durch Lichtlaufzeiten. Wenn man also gemeinhin sagt, dass durch eine Gravitationswelle der Abstand zwischen den beiden Spiegeln in einem Gravitationswellenempfänger sich ändert, dann heißt das ganz strikt und ausschließlich: Die Lichtlaufzeit vom einen Spiegel zum anderen und wieder zurück ändert sich. Genau das - und nur das - kann man mit dem Interferenz-Detektor am einen Ende der Interferometerstrecke feststellen.

    Und damit ist auch klargestellt, dass eine solche Änderung, wenn sie denn eintritt, messbar ist. Und zwar innerhalb des Systems, nicht von außen. Es ist dabei völlig gleichgültig, ob ein äußerer Beobachter diese Änderung als eine Änderung der räumlichen Anordnung der Spiegel, oder als eine Änderung des Zeitablaufs im System, oder als eine Mischung aus beidem sehen würde. Das hängt letztlich nur von dem Koordinatensystem ab, das verschiedene Beobachter zur Beschreibung der Welle verwenden würden.

    ((Diese Antwort ist die Kopie einer bereits gedruckten Leserbriefantwort aus SuW 7/2012 auf eine ähnliche Frage von einem anderen Leser.))
  • Meteor gesichtet.

    07.04.2014, A. Benzinger
    Beim Beobachten des Nachthimmels nahm ich einen Feuerschweif war, gesichtet wurde er zu der von ihnen beschriebenen Zeit. Erst dachte ich es wäre vielleicht Weltraumschrott, der verglüht. Wenn es sich dabei um den besagten Meteor handelt, Glück gehabt.
  • Meteor

    04.04.2014, Ellen Wehleit, Karlsruhe
    Ich war an dem Abend in Karlsruhe und habe den Meteor auch gesehen. Wenige Minuten später konnte ich auch einen leisen, dumpfen Knall hören, ähnlich wie bei einem Überschall-Knall.
  • Hut ab!

    04.04.2014, Peter Weissbach
    Bei diesem Bild frage ich mich, warum Hubble überhaupt dort hoch geschickt wurde...
  • Bolide 31. März 2014

    03.04.2014, Angela Strasser, Augsburg
    Den von Ihnen beschriebenen Boliden habe ich über dem Nachthimmel von Augsburg ebenfalls beobachten können. Etwa eine bis eineinhalb Minuten später habe ich das Geräusch der Schallmauerdurchbrechung akustisch vernommen. Eventuell lässt dies für Sie Rückschlüsse über den Verbleib des Boliden zu.
  • Himmelsereignis ...31.3.14

    01.04.2014, C. Hahn-Gröning, Deckenpfronn
    Wir (vier Frauen) haben den Kometen, Feuerball, Stern... auch gesehen.
    Er flog über uns hinweg und es war wahnsinnig beeindruckend.
    Nach 1-2 Minuten haben wir ein fernes Donnern gehört.
  • Danke …

    31.03.2014, Ralf Seidler
    … für diese klärenden Worte. Wer, wie ich, nicht so tief in der Materie bewandert ist, tut sich schwer, "Wahrheit" gegen "Phantasie" abwägen zu können. Mir ist schon aufgefallen, dass in Originalveröffentlichungen sehr oft von "Möglichkeit" gesprochen wird, diese nach kurzer Zeit aber als "Wahrheit" oder "bewiesen" von Medien verbreitet wird. Typisches Beispiel ist die Entdeckung des Higgs-Teilchen, das in der nicht-fachlichen Medienlandschaft sehr schnell als "(Gottesteilchen) gefunden" (mit vielen Ausrufungszeichen) wiedergegeben wurde, lange ehe man die Ergebnisse in der Physik als "ziemlich sicher" bezeichnete.

    Grüße aus Bingen am Rhein
  • Teufelskreis?

    30.03.2014, Norbert Gregor Günkel
    Bisher dachte ich, die oft fehlende Sachkunde in den Medien sei die Ursache dafür, dass uns wissenschaftliche Sachverhalte entweder gar nicht mehr oder nur schlampig präsentiert werden (für beides sind die Schwerkraftwellen ja ein Beispiel). Aber Tilmann Althaus macht leider deutlich, dass die fehlenden Fachleute auf der Medienseite bereits in die Wissenschaften hineinwirken. Setzt da bei den Wissenschaftlern jetzt ein Mechanismus ein: Wenn bei den Medien sowieso keiner mehr kontrolliert, ob die Sachverhalte stimmen, dann brauchen wir uns auch keine Mühe mehr zu geben? Das wäre außerordentlich fatal für die seriöse Darstellung von Wissenschaft. Aber wer kann den sich abzeichnenden Teufelskreis noch stoppen? Wenigstens hat SuW ordentlich dagegen gehalten. Weiter so!!
  • Webseite "The Scale of the Universe"

    28.03.2014, Julian Fuhrmann, Lünen
    Sehr schön und vor allem anschaulich ist diese kleine Seite über die Größenordnungen in unserem Universum:
    http://www.htwins.net/scale2/
  • Ernsthaft?

    27.03.2014, Thomas Wäscher
    Das Bicep2-Team hat Polarisations-Strukturen in der Mikrowellen-Hintergrundstrahlung gefunden.
    O.K., sehr gut! Das ist ein Abdruck bei Rotverschiebung von ca. z ~ 1000...1300, nach dem Standard Modell ca. 300...400 Tausendjahre nach dem Urknall. Auf das Bild der Hintergrundstrahlung sind, körnig wie sie aussieht, tausende von hochrotverschobenen, etwas spätere und damit nähere Galaxien projeziert, die alle ihre eigene Strahlungsemissionen, Lensingeffekte und Polarisationen aufweisen und die in der Summe genau solche Polarisationsstrukturen erzeugen können (natürlich nicht die von unserer eigenen Galaxis).
    Wie aber, um Himmels willen, leitet sich jetzt physikalisch der Anspruch her, bei 1...2...3 mm Wellenlänge durch die Wand der Hintergrundstrahlung hindurchsehen zu können und quasi unter Aufhebung des Kausalitätsprinzips die Gravitationswellen einer spekulativen Inflation der soundsoviel trilliardsten Sekunde nach dem Urknall gefunden zu haben. Zumal die Inflation für die dringend benötigte, totale Einebnung aller Unregelmässigkeiten bei der Entstehung der Welt zuständig sein soll und daher, weil extrem symmetrisch, eigentlich gar keine Gravitationswellen erzeugen dürfte?
    Die Inflation stand in letzter Zeit unter deutlicher Kritik, weil stark spekulativ. Kann es sein, daß hier ein Messergebnis im Sinne einer lang herbeiersehnten Bestätigung von bisher Spekulativem erheblich überinterpretiert und überstrapaziert wird?
  • Und täglich grüßt die Wirklichkeit ...

    25.03.2014, Dipl.-Ing. J. Woker
    Kaum sind die ersten Erschütterungen verklungen, die die Entdeckungen des BICEP2-Teams aufgeworfen haben, da wird schon versucht, das Fazit der verschiedenen theoretischen Modelle zu ziehen, die nun mit den Messwerten der BICEP-Ergebnisse in Einklang zu bringen sind, oder die an diesen Ergebnissen zu scheitern scheinen. Nicht dass der Autor nun in die Reihe derer springen will, die der einen oder anderen Richtung anhängen, im Gegenteil. Die nun bekannt gewordenen Ergebnisse sind ein Musterbeispiel dessen, was Grundlagenforschung erbringen kann und muss - tieferes Verständnis dessen, was 'da draussen' ist - und was nicht. Um so mehr stehen wir mit den Ergebnissen an einer Schwelle, die uns einen signifikanten Schritt weiter voran treiben kann im Verständnis der kosmologischen Zusammenhänge - spannender kann es in diesem Feld eigentlich nicht mehr werden. Man kann nur allen denen, die nun die Bleistifte spitzen, das Quentchen, oder sollte man besser sagen, 'Quantchen', Glück wünschen und die richtigen Ideen, um aus den Messergebnissen die Schlüsse zu ziehen, die sich letztlich an der empirischen Wahrheit als standfest erweisen - und dann auch die Früchte ihrer Leistung einzufahren.
  • Danke

    19.03.2014, Norbert Gregor Günkel
    Das ist schon merkwürdig: Der für unser Weltbild völlig bedeutungslose Komet Panstarrs fand eine breite Resonanz in unseren Medien, die Gravitationswellen als Folgen der Inflation nach dem Urknall sind möglicherweise von höchster Bedeutung für unser Bild von der Welt und ihrem Werden - und die Meldung wird von den meisten Medien einfach ignoriert.

    Offenbar schlägt sich dort nur noch nieder, was ein Spektakel verspricht, aber nichts mehr, was man der Leserschaft noch lange erklären müsste. Genau das aber ist der SuW-Redaktion ganz hervorragend gelungen. Bericht, Hintergrundbericht, Interview: Die Mischung ist toll und höchst informativ. Danke für die Mühe. Ich hoffe, davon findet sich auch etwas in der nächsten Druckausgabe, denn die hält sich doch etwas länger als Bits und Bytes :-))
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