Forschern um Konstantina Stankovic vom Massachusetts Institute of Technology (USA) ist es gelungen, eine elektrische Spannung im Innenohr anzuzapfen und damit ein Gerät zu betreiben. Möglicherweise lässt sich das Verfahren nutzen, um medizinische Implantate zu entwickeln, die weder auf Batterien noch auf drahtlose Energieversorgung angewiesen sind.

Die Cochlea (Hörschnecke) im Innenohr von Säugetieren enthält mehrere flüssigkeitsgefüllte Hohlräume. Ionenpumpen erzeugen ein Natrium-Kalium-Konzentrationsgefälle zwischen diesen Räumen – und damit eine elektrische Potenzialdifferenz von etwa 100 Millivolt. Mit Hilfe dieser Spannung wandelt das Innenohr die Vibrationen des Trommelfells in elektrochemische Signale um …