Die Suche nach der Dunklen Materie scheint derzeit in einem Dilemma zu stecken: Die Betreiber des nunmehr dritten Großexperiments melden ein positives Zwischenergebnis. CRESST, Akronym für Cryogenic Rare Event Search with Superconducting Thermometers, hat seine Daten aus den letzten zwei Jahren vorgestellt. Demnach sind zwischen Juni 2009 und April 2011 insgesamt 67 verdächtige Streuereignisse registriert worden [1]. Zumindest ein Teil davon könnten Teilchen der Dunklen Materie, genannt WIMPs, sein, die mit einem Detektoratom kollidierten. Allerdings steht diese Schlussfolgerung im Widerspruch zu den Ergebnissen von anderen Großversuchen, darunter XENON. Denn erst kürzlich hat der aktuelle XENON100-Aufbau mit verbesserter Statistik WIMPs in gerade jenem Energiebereich ausgeschlossen, in dem nun laut...