Themenseite | 11.06.2013

Unser Vetter aus der Eiszeit

Der Neandertaler

An dem Flüsschen Düssel zwischen Mettmann und Erkrath steht die Wiege der Paläoanthropologie: Hier tauchten vor 150 Jahren die sterblichen Überreste eines Wesens auf, das als Homo neanderthalensis das Bild des Menschen verändern sollte.

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Cro-Magnon-Mensch und Neandertaler

Anthropologie

Immer weniger immer ähnlicher

Neandertaler lebten mehr als doppelt so lange in Europa wie moderne Menschen es bislang geschafft haben. In der langen Zeit ihrer Vorherrschaft dürfte sich in ihren Populationen dabei so einiges getan haben, vermutete die Altmenschenforschergilde - und konnte nun zum ersten Mal genauer hinschauen. » weiter
Perikymatien

Anthropologie

Bissiges Kontra

Neandertaler hatten's ziemlich eilig, schlossen im vergangenen Jahr zwei Anthropologen aus fossilen Zahnüberresten: Das schnelle Wachstum der Beißerchen deute auf eine kurze Kindheit von Homo neanderthalensis hin. - "Alles Blödsinn!", kontern jetzt Kollegen. » weiter
Neandertaler

Paläontologie

Homo hyaene lupus?

Oder doch eher "Hyaena homini lupus"? Oft geraten die Urzeit-Menschen in Verdacht, Europas Großtierwelt in den Exitus getrieben zu haben. Manche Raubtiere allerdings drehten zumindest zeitweilig den Spieß auch mal um. » weiter
Ansicht eines Neandertalers

Anthropologie

Komplett

Seit seiner Entdeckung vor 150 Jahren wird um ihn gestritten. Dabei weiß niemand so genau, wie er eigentlich ausgesehen hat, tauchten doch immer nur spärliche Überreste von ihm auf. Doch jetzt versuchten zwei Anthropologen, die Lücken zu ergänzen und präsentieren ihn erstmalig komplett: den... » weiter
Löwenmensch

Paläoanthropologie

Folgenreiche Kunst

Mindestens 200 000 Jahre hatte er Zeit, sich an das raue Klima in Europa zu gewöhnen, dann verschwand er nahezu schlagartig. Das rätselhafte Aussterben des Neandertalers beschäftigt die Anthropologen nach wie vor. » weiter
Pferd

Urgeschichte

Ein neuer Verdacht

Bisher herrschte kein Zweifel, dass nur der anatomisch moderne Mensch Meisterwerke wie die über 30 000 Jahre alten Elfenbeinschnitzereien aus der Vogelherdhöhle auf der Schwäbischen Alb schaffen konnte. Nur - dummerweise sind die hier ebenfalls gefundenen sterblichen Überreste der vermeintlichen... » weiter
Zahn

Argument mit Biss

Seit seiner Entdeckung vor fast 150 Jahren sorgt er für Streit: Gehört der Neandertaler zu unserer Art, oder war er eigene Spezies? Ein Zahnvergleich soll Klarheit schaffen. » weiter
Neandertaler

Eigenbrötler

Immer wieder taucht die Frage auf, ob Neandertaler und anatomisch moderner Mensch sich vermischt haben. Und immer häufiger wird sie verneint. » weiter
Neandertaler

Ende der Weisheit

Kurz nachdem im 19. Jahrhundert menschliche Knochen im Neandertal ans Tageslicht gerieten, entbrannte ein heftiger Streit, der bis heute anhält: Gehörte das Wesen zu unserer Art Homo sapiens? War es gar ein direkter Vorfahr? Oder war es eine, wenn auch nah verwandte, eigene Spezies? » weiter
Steinmaske

Ein neues Gesicht

Das Bild des tumben Vetters wandelt sich. Immer mehr verdichten sich die Hinweise, dass die Neandertaler sich nicht nur als hervorragende Werkzeugbauer bewährten, sondern sich auch als begabte Künstler auszeichneten. Eine jetzt gefundene steinerne Maske bestätigt ihr Talent. » weiter

Derselbe Speiseplan

Immer deutlicher zeichnet sich ab, dass der Neandertaler ganz und gar kein grober Klotz mit mangelnder Feinmotorik war. Und auch bei der Nahrungssuche musste er sich wohl kaum hinter seinem moderneren Zeitgenossen, dem Cro-Magnon-Menschen, verstecken. » weiter

Ein weiterer Sargnagel

Immer mehr verdichten sich die Hinweise, dass der Neandertaler nicht zu unseren unmittelbaren Urahnen zählt. Auch der genetische Vergleich mit seinem Zeitgenossen, dem frühmodernen Cro-Magnon-Menschen, weist ihn eher als entfernten Vetter auf. » weiter

Frühes Fingerspitzengefühl

An das Bild des stumpfsinnigen, affenartigen Geschöpfs glaubt heute keiner mehr. Der Neandertaler gilt inzwischen als graziles Wesen, das sich vom modernen Menschen nur wenig unterschied. Umso rätselhafter bleibt, warum der Neandertaler das Feld räumen musste. » weiter

Stoßen statt werfen

Der Speer war im Neandertal eine beliebte Waffe. Mit dem Werfen haperte es allerdings. » weiter
Schädel

Zuwachs im Neandertal

In einem kleinen, malerischen Tal bei Düsseldorf steht die Wiege der Paläoanthropologie. Der Neandertaler, dessen sterbliche Überreste vor 150 Jahren das Bild des Menschen auf den Kopf stellte, war jedoch nicht allein. » weiter

Mahlzeit

Ein Steinbruch bringt es an den Tag: Die Neandertaler konnten sich in gemeinschaftlichen Aktionen mit Mammuts anlegen und diese erfolgreich jagen. Hier muss ein wahres Schlachtfest stattgefunden haben. » weiter
Rekonstruktion des Schädels.

Gezielter Schlag

Das Bild des Neandertalers hat sich in den letzten Jahren deutlich verändert. Aus dem dumpfen Höhlenbewohner wurde ein Jäger und Sammler mit einigen intellektuelle Fähigkeiten. Ein Neandertaler, der mit eingeschlagenem Schädel überleben konnte, stützt nun die Vermutung, dass die urzeitlichen... » weiter
fossiler Zahnschmelz

Auf den Zahn gefühlt

Innerhalb der Primaten nimmt der moderne Mensch mit dem aufrechten Gang und dem relativ großen Gehirn eine Sonderstellung ein. Doch diese evolutionäre Entwicklung fordert ihren Preis: Etwa 20 Jahre ist der menschliche Nachwuchs auf die Fürsorge seiner Eltern angewiesen, während seine nahen... » weiter

Frühes soziales Netz

Ausgerüstet mit mächtigen Kieferknochen und breiten Backenzähnen konnten die Vorfahren der Neandertaler harte Nüsse knacken und sogar feste Wurzelknollen zermahlen. Und selbst wenn der Zahn der Zeit oder Krankheiten deutliche Spuren an seinem Kauapparat hinterlassen hatten, bedeutete dies nicht das... » weiter

Reine Kopfarbeit

Vor etwa 30 000 Jahren verschwand Homo neanderthalensis mit einem Mal von der Bühne der Menschheitsgeschichte. Homo sapiens war auf der Bildfläche erschienen, und seit längerer Zeit rätseln Wissenschaftler darüber, welcher Art die Begegnungen der beiden war. Ob wir heute noch einen... » weiter
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