Themenseite | 07.06.2013

Der tiefe Blick in unser Denkorgan

Hirnforschung

In der Hirnforschung treffen sich Neurobiologie und -physiologie, kognitive Neurowissenschaft und Psychologie - ein Stelldichein verschiedener Disziplinen, das auch dringend geboten ist. Schließlich ist unser Gehirn als Forschungsinhalt derart kompliziert und vielschichtig, dass wir es im Ganzen womöglich nie verstehen oder erklären können.

Dabei ist die boomende Neurowissenschaft durchaus erfolgreich mit der bunten Palette an Methoden, mit der sie unser Denkorgan unter die Lupe nimmt: von Hirnimplantaten und der Tiefenhirnstimulation bis zur Optogenetik, vom Neuroimaging der verschiedenen bildgebenden Verfahren bis zur Analyse einfacher Nervennetze und ihrer Funktion – oder gleich der Simulation ganzer Gehirne.

Auf dieser Sammelseite mit ausgewählten Beiträgen aus Spektrum der Wissenschaft versammeln wir laufend aktuell die dabei gewonnenen Erkenntnisse der Hirnforscher.

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Tiefenhirnstimulation im Nucleus accumbens

Neurochirurgie

Künstlich stimulierte Schleifen

Warum wirken Hirnschrittmacher bei so unterschiedlichen Erkrankungen wie Parkinson, Depression und Zwangsstörung? Ihnen allen ist eine aus dem Tritt geratene Regelschleife gemein. » weiter
Ein Netz von Astrozyten

Hirnforschung

Zwischenrufer im neuronalen Konzert

Lange galten Gliazellen als bloße Assistenten in der großen Show der Neuronen. Doch seitdem ihnen manche die zweite Hauptrolle zubilligen, tobt es hinter den Kulissen. » weiter
MRT-Hirnscans im Durchlicht

Hirnforschung

Gedanken ohne Rhythmus

Rhythmische Hirnaktivität könnte eine Menge nützlicher Aufgaben erfüllen - theoretisch. Tatsächlich scheint das Oszillieren der Zellverbände von ganz profanen Faktoren abzuhängen. » weiter
Drosophila

Gedächtnis

Temperaturschalter in Nervenzellen gepflanzt

Mit einem An- und Ausschalter für Nervenzellen haben Forscher am Gedächtnis von Taufliegen manipuliert. Der Mechanismus bringt Zellen zum Feuern, sobald die Raumtemperatur steigt. » weiter
Schizophrenie

Haloperidol

Antipsychotikum lässt Hirn in Rekordzeit schrumpfen

Innerhalb kürzester Zeit nach Einnahme von Haloperidol schrumpft eine Hirnregion, die für die Bewegungssteuerung wichtig ist. Über die Gründe rätseln die Forscher noch. » weiter
Neuronen

DNA-Methylierung

Gen-Schalter bewahren Erinnerungen

Dauerhaftes Speichern von Erinnerungen setzt eine Vielzahl genetischer Regulationsmechanismen voraus. Offenbar zählt auch die Blockade einzelner Gene mit Methylgruppen dazu. » weiter
fMRT-Scanner

Motivation

Zwei Hälften - zwei Gedanken

Muss das Gehirn eine kurz unterbrochene Handlung aufs Wartegleis schieben, behält es sie nicht im Hinterkopf: Es steckt den Gedanken in eine seiner Hälften. » weiter
Neugierige Labormaus

Töne riechen

Neurone reagieren auf Geräusche und Gerüche

Per Zufall könnten Forscher auf einen neuen Sinn gestoßen sein: Bestimmte Neurone sind offenbar darauf spezialisiert, Gerüche mit gleichzeitig gehörten Tönen zu kombinieren. » weiter
Kortikales Nervennetzwerk

Kortex

Kaum Rauschen in der Nervenleitung

Hirnforscher sind anscheinend jahrelang einem Phantom hinterhergejagt. Synchrone Pulse, die die Qualität neuronaler Information verschandeln, gibt es offenbar gar nicht. » weiter
Axel Lindner

Angemerkt!

Laxe Datenanalyse

Der Tübinger Neurobiologe Axel Lindner erklärt, wie Hirnforscher selbst einem toten Fisch neuronale Aktivitätsmuster entlocken konnten » weiter
Amygdala

Limbisches System

Sauer macht ängstlich

Zu viel Kohlendioxid kann bei Mensch und Tier panische Reaktionen auslösen. Ursache scheint ein Sensor tief im Angstzentrum zu sein, der sich dort seit Urzeiten bewährt. » weiter
Schlafmangel stört das Gedächtnis

Schlafmangel

Wachgehaltene Erinnerung

Dass sich Erinnerungen im Schlaf verfestigen, merkt man meist erst, wenn er auf Dauer gestört ist. Ein jetzt entdeckter Mechanismus könnte Unausgeschlafenen Abhilfe schaffen. » weiter
Hirnzelle in 3-D

Optogenetik

Lichtschalter fürs Gehirn

Mit Lichtimpulsen haben Forscher bei Fliegen falsche Erinnerungen erzeugt, was zeigt: Die Methoden der so genannten Optogenetik werden immer ausgefeilter. » weiter
Folter

Neuropsychologie

Gequälte Gehirne

Ein erzwungenes Geständnis kann vieles preisgeben - die Wahrheit aber nicht zwingend. Das Gehirn leidet physisch mindestens genauso wie die Psyche, wenn es sich zu Tode ängstigt. » weiter
Wildes Kind

Hirnforschung

Die Transmitterchemie stimmt nicht

Im Kopf von ADHS-Patienten sorgt eine Dopamin-Signalstörung dafür, dass Neurone sich anschweigen oder überstimmen – und das in mehr als nur einem Hirnbereich. » weiter
Notfall

Traumabewältigung

Gegen das Erinnern

Traumatische Erinnerungen wollen sich einfach nicht löschen lassen. Bei der Suche nach Methoden haben Forscher jetzt ein neues Hindernis entdeckt. » weiter
Mangel an Distanzgefühl

Limbisches System

Der neuronale Abstandhalter

An einem einzigartigen Fall überprüfen Forscher ihre Theorien über einen Tausendsassa unter den Hirnregionen und stoßen dabei auf eine ganz neue Funktion. » weiter
Tür zur Traumwelt

Klarträume

Im Schlaf erwacht

Was geschieht im Gehirn, wenn ein Schläfer sich bewusst wird, in einem Traum zu sein? Forscher haben jetzt den entscheidenden Moment im EEG festgehalten. » weiter
Baby mit EEG

Spiegelneurone

Abgeguckt

Säuglinge lernen Tag für Tag neue Bewegungsabläufe hinzu. Helfen ihnen hierbei die so genannten Spiegelneurone? Ein aktueller Versuch geht dieser Frage nach. » weiter
Am Kopf gekratzt

Hirnforschung

Nerven, die nerven

Schmerzt es leise, wenn es juckt? Oder sind beide Wahrnehmungen verschieden? Die Frage kratzt nicht nur Forscher. » weiter
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