Titelthema: Planeten
Die chaotische Geburt der Planeten
Lange glaubte man, die Entstehung von Planeten sei ein vorgezeichneter Prozess, der zu einem absehbaren Ergebnis führt. Doch wie sich jetzt herausstellt, verläuft er erstaunlich chaotisch.
In unserem Sonnensystem unterscheiden sich die Planeten extrem voneinander. Kaum zu glauben, dass es in den Tiefen des Kosmos dennoch völlig andere Welten gibt als die uns vertrauten. Aber wie sich in den letzten Jahren herausstellte, in denen die Astronomen mehr als 250 Exoplaneten entdeckt haben, ist es genau so. Hinsichtlich ihrer Masse, Größe und Zusammensetzung können sich Exoplaneten so krass voneinander unterscheiden, dass es schwerfällt, ihre Entstehung als einen einheitlichen Vorgang nachzuvollziehen. Während meines Studiums in den 1970er Jahren neigte man noch zu der Annahme


Douglas N. C. Lin wurde in New
York geboren, wuchs in Peking auf,
besuchte die McGill University in
Montreal (Kanada), promovierte
an der University of Cambridge
(England), war Postdoc an der
Harvard University und ging dann
an die University of California,
Santa Cruz. er ist Gründungsdirektor
des Kavli-instituts für Astronomie
und Astrophysik der Universität
von Peking. Als begeisterter
Schifahrer kann er auf persönliche
Erfahrungen mit Eiskörnchen
und Schneegrenzen zurückgreifen.
abrufen





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1. Absolut begeisternd
01.06.2008, Lothar BusoldEine Frage bleibt jetzt noch offen: wieso hat sich der Wasserstoff im Zentrum des Ganzen zur Sonne zusammengetan? H ist ja ein Gas, das bei größeren Zusammenballungen einen Gegendruck aufbaut, der sicher nicht leicht zu überwinden ist. Und wieso ist ausgerechnet der Wasserstoff nicht nach jenseits der "Schneegrenze" verblasen worden, wie die anderen Gase?
Dazu hätte man gern auch noch einen Artikel. Dann könnte man endlich das Gefühl haben, in einem einleuchtenden Planetensystem zu leben.